• Drucken

Autor Thema: [Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang  (Gelesen 43382 mal)

Beschreibung:

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Eripera

  • Beiträge: 74
    • Profil anzeigen
[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #90 am: 19.10.2010, 17:06:34 »
Eripera ist von den Schafen mehr als genervt. Sie hatte deren Fleisch als wohlschmeckend kennen gelernt, aber die Tiere um sich herum laufen und blöken zu hören. Deswegen drehte sie sich im Sattel um und richtete sich mit ihrer kräftigen Stimme an den Schafhirten.

" Schäfer schaff uns deine Tiere aus dem Weg so dass wir hier durchkommen. Und mach etwas schneller, sonst hast du schnell eine Schaf weniger welches dann in unseren Mägen landet. Ich kann schon sehen wie meinen Leuten das Wasser im Munde zusammenläuft "

Dann ließ Endira ihren Rappen auf die Hinterläufe steigen um deutlich zu machen dass sie es ernst meinte.
Altruismus - das ist meine Vergangenheit
Egoismus - das ist meine Zukunft

--------------------------------------------------------
Charakterbogen
Status

Mystral Wolkenglanz

  • Moderator
  • Beiträge: 4982
    • Profil anzeigen
[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #91 am: 20.10.2010, 12:49:15 »
Irgendwie schienen die Schäfer die Worte Eriperas nicht ganz ernst zu nehmen. Sie wusste nicht wieso, aber scheinbar war es ihr nicht gelungen, in der Hinsicht wirklich überzeugend zu wirken, besonders weil ihre Kameraden von der Straße auswichen oder aber, wie im Falle Nomos, über die Schafe drüberhüpften, was den Schäfern einige belustigte Ausrufe entlockte. Auch Shani wich vom Pfad und führte dabei Endryths Pferd, sodass es kurze Zeit später nur Eripera war, die von den blökenden Schafen umringt ist, die um sie herum strömen. Ihr Pferd schnaubt etwas beunruhigt und setzt vorsichtig die Hufe, scheinbar scheint es auch nicht begeistert davon, auf Schafe zu treten. So war die Anführer der kleinen Truppe dann in einer kleinen See aus Wolle gefangen, und wollte sie sich ihren Weg nicht blutig freihacken, müsste sie wohl warten, bis jene an ihr vorrüber zieht. War das gar ein spöttisches Aufblitzen in den Augen der Schäfer, wenn sie zu ihr sahen?

Gleichzeitig nahm Endryths Rabe den Flug über die Steilwände auf sich. Und tatsächlich, nachdem der Vogel etwa zwei Meilen, vielleicht auch drei, Richtung Westen flog, sich also noch weiter von Scardale Town entfernte, wurde er fündig. Vom hohen Himmel aus konnte er eine Art Rankenüberwachsener Palisade sehen, welche ein kleines Plateau an der Steilwand umgab. Ein schmaler Pfad führte etwas gewunden die Klippe empor und schien der einzig gangbare Weg, um auf das Plateau zu gelangen. Hinter der Palisade erkannte der Binder einige Zelte, einen grob gezimmerten Unterstand und vier Zelte. Zwischen den Zelten und der Palisade sah er etwa ein Dutzend Personen umher laufen, auch zwei Pferde waren an den Holzpflöcken der Palisade angebunden. Mehr Details konnte Endryth allerdings nicht erkennen, dazu war das Sichtvermögen des Raben doch nicht gut genug.
Caela sanguine nigra,
Fates ignifer mortem cantat.
Audite: fatem pericular,
Fates ignifer mortem cantat.

Endryth

  • Beiträge: 268
    • Profil anzeigen
[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #92 am: 20.10.2010, 14:13:15 »
Hab ich euch endlich!, dachte der Binder mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Dann wollen wir doch mal sehen, wer genau ihr so seid.


Er gab der Krähe den mentalen Befehl, tiefer zu fliegen und sich auf der Palisade niederzulassen. Von dort würde er einen guten Blick über das Lager haben.

Mrasserr

  • Beiträge: 301
    • Profil anzeigen
[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #93 am: 20.10.2010, 17:00:01 »
Während Mrasserr neben Maske ins Feld schritt beobachtete er ihre Anführerin. Sie würde es wirklich fertig bringen die Schäfer zu meucheln. Mit seinem Ellbogen stieß er Maske an. "Tut was bevor wir mehr Aufmerksamkeit bekommen als nötig." Maske war der zweite der Hierachie, und wo bei Eripera Vernunft vorherrschte, war bei Maske rationales denken.

Eripera

  • Beiträge: 74
    • Profil anzeigen
[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #94 am: 21.10.2010, 16:58:39 »
Eripera muss widerstrebend einsehen, dass gegen die Schäfer schon, gegen die Schafe allerdings kein Ankommen ist. Da sie keine Panig unter den Tieren auslösen will, verhält sie sich solange still bis die Tiere an ihr vorüber sind. Als sie dann jedoch an den Schäfern vorbeikommtmeint sie in zuckersüßem Tonfall zu diesen :

" Ich werde mich an euren Gesichter erinnern ihr kleinen Dreckskerle. Und ich werde meine Kontakte nutzen um euch eurer unnützes Leben schön zu versalzen "

Nach diesen sorgsam gewählten Worten reitet die junge Krigerin von dannen.

Altruismus - das ist meine Vergangenheit
Egoismus - das ist meine Zukunft

--------------------------------------------------------
Charakterbogen
Status

Shani

  • Beiträge: 68
    • Profil anzeigen
[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #95 am: 21.10.2010, 17:23:22 »
Shani schüttelte den Kopf als Eripera es unbedingt wissen musste.

Manchmal ist die Mauer durch die man mit dem Kopf will doch härter als man denkt, oder flauschiger. dachte sie vergnügt während sie lächelnd zusieht wie die Halbdrow in einem Meer voller Schafe versinkt. Sobald die Schafe vorbei gezogen sind machte sie sich wieder auf die Straße, darauf bedacht Endryth nicht durch mehr Bäume zu führen als nötig.

Mystral Wolkenglanz

  • Moderator
  • Beiträge: 4982
    • Profil anzeigen
[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #96 am: 21.10.2010, 17:43:23 »
Der Schäfer, der von Eripera so angefahren wurde, duckte sich ein wenig weg und senkte rasch den Blick, murmelte irgendwas von "Verzeihung, Madame.", was aber vom Blöken der Schafe übertönt wurde. Seinen Gesichtsausdruck konnte die Anführerin der kleinen Gruppe nicht erkennen, da er wie bereits erwähnt ein Tuch über sein Gesicht gezogen hatte, aber sie merke sich das Zeichen, mit dem die Schafe markiert waren, und gerade jener Schäfer hatte eine Narbe an seiner Wange die ihn recht leicht wiederzufinden machen würde. Dann ist die Flut aus Wolle an euch vorbei und ihr könnt euren Weg fortsetzen. Die nächsten Stunden verliefen für euch wenig ereignisreich, die wenigen Leute, denen ihr begegnet, gehen euch respektvoller aus dem Weg als die Schäfer. Einmal müsst ihr über eine etwas wacklige, beschädigte Holzbrücke, über einen kleinen Nebenarm des Flusses zu überqueren, aber das gelingt euch problemlos.

Endryths Krähe sieht nebenher, das in dem Lager wohl weniger Leute waren, als Platz finden würden. Die Zelte waren recht groß und muteten militärisch an, zeigten jedoch keine Insignien irgendeiner Art. Das Gebaren der Räuber untereinander war etwas rau, aber freundlich, die meisten von ihnen trugen einfache, dicke Lederrüstungen oder Kettenhemden sowie Handwaffen. Ein paar übten mit diesen miteinander, allerdings nicht ernsthaft genug, um echte Rückschlüsse über ihr können ziehen zu können. Aus der Menge der Räuber und Räuberinnen (es waren 7 Frauen und 9 Männer, die Endryth zählte, in dem Lager) stach nur eine Person hervor, ein Elf, welcher seine Zeit damit verbrachte, etwas auf einem Pergament zu schreiben und nebenher auf einer Harfe zu zupfen, scheinbar komponierte er ein Lied, während er in der Sonne saß. An dem feinen Kettenhemd, das er trug, und dem dünnen Rapier an seiner Seite konnte man jedoch erahnen, dass dies nicht nur ein Unterhaltungskünstler war, Endryth schätzte ihn als Barde ein. Was sich in dem hözernen Unterstand befand, konnte er von außen nicht erkennen. Nach etwa einer halben Stunde der Beobachtung wurde es dann für den Binder unangenehm, denn ein paar der Räuber, die sich scheinbar an ihren Übungskämpfen langweilten, hatten seine Krähe bemerkt, und wenn Endryth sie richtig verstand, schlossen sie gerade Wetten darüber ab, ob einer von ihnen die Krähe mit einem Wurfmesser treffen könnte.
Caela sanguine nigra,
Fates ignifer mortem cantat.
Audite: fatem pericular,
Fates ignifer mortem cantat.

Endryth

  • Beiträge: 268
    • Profil anzeigen
[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #97 am: 21.10.2010, 18:49:45 »
Die Krähe hatte Endryth gute Dienste geleistet, und der Binder wollte nicht riskieren, sie durch ein Messer eines dieser Holzköpfe zu verlieren. Daher ließ er sie wieder aufsteigen und ein kleines Stückchen außerhalb des Lagers auf einem Baum landen. Dort gab er ihr ihren freien Willen zurück, befahl ihr aber, in der Gegend zu bleiben (und hoffte, dass sie sich daran halten würde). Vielleicht brauchte er den Vogel ja noch.

Als er wieder voll bei Sinnen war, konnte er gerade noch das leise Blöken der Schafe hören, das langsam verstummte.

"Danke fürs Führen, Kleine! War ein toller Ritt mit dir", meinte er augenzwinkernd zu Shani und nahm seine Zügel wieder entgegen.

Dann ritt er nach vorn zu der Anführerin.

"Ich hab sie gefunden, Chefin! Nur ein paar Reitstunden südwestlich von Hedgehome. Ein Plateau mit Zelten und einem armseligen Holzgebäude, umgeben von einer Holzpalisade. Nur ein einziger Zugang. Sieben Frauen, Neun Männer in Leder und Kette, ein paar Pferde. Ein elfischer Barde, vielleicht der Anführer.

Wenn ich einen Rat geben darf: Vielleicht sollten wir direkt dorthin reiten und gar nicht erst nach Hedgehome hinein, um zu verhindern, dass sie von möglichen Spionen im Dorf gewarnt werden."

Ansuz

  • Beiträge: 1085
    • Profil anzeigen
[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #98 am: 21.10.2010, 23:13:07 »
Angenehm überrascht  erübrigte Trajan einige Sekunden kostbarer Aufmerksamkeit, um dem gar nicht so debilen Rashemi einen anerkennenden Blick zu schenken. Erstens schien er über interessante Möglichkeiten der arkanen Manipulation zu gebieten, zweitens bedachte er die Möglichkeit einer frühzeitigen Warnung. Das Stigma „Bandit“ wurde stets von den Betroffenen vergeben, ob es der Wahrheit entsprach oder nicht. Die Dörfler mochten die Aktivitäten ihrer Ziele anders bewerten als die Dame in Shadowdale Town. Bedauerlicherweise könnte ihre Einmischung den Sembianern einen Vorwand liefern, sich stärker in die Politik des vernarbten Landes einzumischen.
„Ich stimme zu!“, ließ er sich sogar herab zu sagen. Aufmerksam besah er die umliegenden Felder, bevor er mit gedämpfter Stimme fortfuhr: „Ich werde die Palisaden in Brand setzen. Sie werden aufgrund der Rauch- und Hitzeentwicklung keine andere Wahl haben, als durch den Ausgang zu entfliehen. Dort erwartet ihr sie. Rashemi, finde heraus, wann und wo sich die Pferde im Innern der Anlage aufhalten. Dort werde ich zuschlagen. Sollte genügend Zeit zur Verfügung stehen, sollten Fallen vor dem Tor gelegt werden. Das erschwert erstens die Flucht und erleichtert es zweitens, Gefangene zu nehmen. Ich will mindestens einen Überlebenden!“
Obwohl er niemanden direkt addressierte, so galten seine Worte doch vornehmlich der Offizierin, die sich so vorzüglich auf das Einschüchtern von Bauern verstand. Er war gespannt auf ihre Reaktion auf seinen frechen Vorstoß.

Endryth

  • Beiträge: 268
    • Profil anzeigen
[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #99 am: 21.10.2010, 23:52:40 »
Das Auftreten des Kriegsmagiers verwunderte und amüsierte Endryth. Verwunderte, weil er nicht mit Maskes Zustimmung gerechnet hätte, amüsierte, weil ihn Eriperas Reaktion auf diese Herausforderung wirklich interessierte.

Eripera

  • Beiträge: 74
    • Profil anzeigen
[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #100 am: 22.10.2010, 20:32:54 »
Die Befehle die Trajan augenscheinlich gab weckten die Weibel aus ihren Tagträumen. Zuerst wollte sie ihn zurechtweisen für seine Dreistigkeit und den Wunsch anscheinend das Kommando zu übernehmen. Dann aber überlegte Eripera sich die Sache anders.

Ich lasse ihn gewähren den dreisten Hund. Wenn sein Plan aufgeht, streiche ich die Lorbeeren ein und wenn er versagt wird es ihm eine Lehre sein den vorlauten Schnabel zu halten.

Eripera war viel zu gelassen ob des anscheinend vorhandenen Taktikverständnisses, was man ihr auch deutlich anmerkte. Etwas gähnend wandte sie sich an den Redner wobei sie etwas die Stimme senkte.

„ Gut machen wir es so ! Ich sehe auch aus deiner Richtung kann etwas Produktives kommen „

verpasste sie ihm trotzdem einen Seitenhieb.

„ Aber bei der Sache mit den Pferden, wartest du bis ihre Reiter erscheinen um sie zu besteigen – dann schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Ich gehe mal davon aus, dass sie nicht so zivilisiert sind und alle auf einmal bei den Ställen ankommen, was uns natürlich zu pass käme. Entscheide du ob dir die Anzahl ausreicht. Sollten sie allerdings nur vereinzelt kommen tust du spätestens nach dem dritten Bastard deine Pflicht. Ich verlasse mich auf dich, dass keiner dieser Typen auf dem Pferd aus dem Tor herauskommt. Ich selbst werde den Schlag gegen sie am Tor anführen und uns den Sieg bringen „
Altruismus - das ist meine Vergangenheit
Egoismus - das ist meine Zukunft

--------------------------------------------------------
Charakterbogen
Status

Endryth

  • Beiträge: 268
    • Profil anzeigen
[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #101 am: 22.10.2010, 21:10:50 »
"Es scheint keine Ställe zu geben", warf Endryth ein. "Ich habe zwei Pferde gesehen, die an der Palisade festgebunden waren."

Mystral Wolkenglanz

  • Moderator
  • Beiträge: 4982
    • Profil anzeigen
[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #102 am: 24.10.2010, 16:58:20 »
So war es denn entschieden. Einstweilen jedoch bliebt ihr noch auf dem Pfad, war doch auf der Straße das vorwärtskommen weitaus einfacher und sicherer. Nach der Schafherde begegnete euch noch ein einzelner Händlerkarren, der euch überholte, dann habt ihr die ganze Straße für euch alleine. Nach etwa einer halben Stunde Marsch in das Unterholz spührt Endryth, wie die Zeit seines Paktes bald um ist, ein ganzer Tag vorbei ist.
« Letzte Änderung: 25.10.2010, 01:03:52 von Mystral Wolkenglanz »
Caela sanguine nigra,
Fates ignifer mortem cantat.
Audite: fatem pericular,
Fates ignifer mortem cantat.

Endryth

  • Beiträge: 268
    • Profil anzeigen
[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #103 am: 24.10.2010, 21:29:02 »
"Hey Leute, ich bin kein Waldläufer, also wenn ihr merkt, dass wir auf dem Holzweg sind, dann sagt Bescheid", sagt Endryth, als er das Grüppchen nach bestem Wissen durch den Wald führt.
Als er merkt, dass der Pakt bald endet, konzentriert er sich ein letztes Mal auf die Krähe, um zu sehen, ob sich in dem Lager noch etwas getan hat.

Mystral Wolkenglanz

  • Moderator
  • Beiträge: 4982
    • Profil anzeigen
[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #104 am: 24.10.2010, 23:45:52 »
Als Endryth ein weiteres Mal durch die Augen der Krähe blickte, erkannte er durch ihre Augen das Lager. Scheinbar hat die Krähe dem Befehl des Binders gehorcht, oder zumindest blieb sie an jenem Ort. Von außen sah alles ruhig aus.
Caela sanguine nigra,
Fates ignifer mortem cantat.
Audite: fatem pericular,
Fates ignifer mortem cantat.

  • Drucken