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Autor Thema: [Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang  (Gelesen 38860 mal)

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Ansuz

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[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #120 am: 31.10.2010, 12:30:23 »
“Warum nicht?“, drang es unter Trajans Kapuze hervor.
Er witterte bereits eine weitere Fehlentscheidung, als er den Rashemi so nah an ihrer Anführerin beobachten konnte. Er schien nervös, angespannter als sonst. Wahrscheinlich überbrachte er schlechte Nachrichten, die die Halbdrow nicht zu kommunizieren bereit war. Sie fürchtete wahrscheinlich mehr um ihre   Position als um den Erfolg der Mission, als ob beides nicht voneinander abhängig wäre.
“Ich erwarte Ortskenntnisse, bevor ich mich näher an die Palisaden begebe. Ohne frühzeitige Aufklärung könnten sich unsere Verluste maximieren.“, stellt er mit unbewegter Miene fest. “Halbling, sieh dich in der Umgebung um! Setz jeden Späher, den du findest, außer Gefecht und bring ihn zu mir.“
Mrasserr wäre für eine solche Aufgabe ebenfalls gut geeignet gewesen, doch solang er nicht wusste, was Eripera plante, wollte er ihn trotz aller Zweifel an seiner Loyalität in der Nähe wissen. Vier Augen sehen mehr als zwei. Davon abgesehen sollte seine neu gewonnene Gesprächigkeit gleich wieder abgewöhnt werden.
"Ich gebe Dir ein Signal, wenn Du wieder aufschließen sollst. Falls du jemanden findest, imitier ein Tier deiner Wahl!"

Shani

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[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #121 am: 31.10.2010, 13:10:27 »
"Nein, danke ich laufe lieber ein Stückchen." entgegnete Shani dem Angebot Endryth: "Und von meinem Hintern wirst du wohl noch etwas weiterträumen müssen." zwinkerte sie ihm zu.

Miteinander zu flachsen war eine Sache, aber mehr würde es nicht geben und Shani beschlich das Gefühl bei Endryth vielleicht etwas vorsichtiger, sie möchte ihn, da er der Einzige war der etwas Humor besaß und nicht alles todernst nahm. Aber vorsichtiger würde sie vielleich doch werden müssen. Um sich etwas abzulenken, beobachtete sie die anderen Gruppenmitglieder, hier konnte sie sowieso nicht von Hilfe sein, sie war jedesmal wieder froh wenn sie den Wald über ihre Schulter verschwinden sah.

Nomo

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[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #122 am: 31.10.2010, 13:29:51 »
Endlich mal klare Anweisungen, wenn auch nicht von der Chefin, dachte Nomo bei sich und schlug sich ins Unterholz. Er holte seine Schleuder raus und sah sich aufmerksam um. Vorsichtig ging er mehrere Meter gebückt gerade in den Wald hinein. Als er etwa 20m von der Straße entfernt war fing er an in einem großen Bogen zu laufen, um sich nicht allzu sehr von den anderen zu entfernen und um möglichst viel von der Umgebung einsehen zu können. Er wählte seine Schritte sehr bedacht und schaute jedesmal bedächtig nach, ob nicht ein kleiner Zweig unter seinen Füßen lag, der zerbrechen konnte.
"Verflucht!"

Mrasserr

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[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #123 am: 31.10.2010, 15:51:48 »
Die Augenbraue seines gesunden Auges hebte sich bei Maskes Anordnungen. Hatte der Magier wirklich vor den Halbling alleine auf diese Mission zu schicken? Sicher die Made war entbehrlich, aber würde sein auffliegen nicht ihrer Mission schaden? Was ging nur hinter der Maske vor? Nervös zuckten seine Hände. Trotz der Spielereien zwischen Shani und Endryth lag hier eine Spannung in der Luft. Nomo hatte es richtig gemacht als er sich verkrümelt hatte. Kein Rückgrat, keinen Ehrgeiz, aber dafür auch kein Ziel. Oder deutete er die Situation falsch? Hatte er etwas falsch gemacht? Hatte er sich den Zorn Maskes zugezogen? Er war zwar sein Leibwächter, würde jedoch nicht zögern sich zu verteidigen. Alle Sinne gespannt beobachtete er was weiter passieren würde.

Eripera

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[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #124 am: 01.11.2010, 20:20:19 »
Als sich Nomo auf Endryth Anordnung hin ins Unterholz begeben hatte, wartete die Menschenfrau noch ein paar Minuten und wandte sich dann an den Binder.

" Ich hoffe für dich, du kannst seinen Weg mit Hilfe einer deiner Kreaturen nachverfolgen und hast diesen Trottel jetzt nicht ohne nachzudenken weggeschickt ? "


Mit einem hinterhältigen Grinsen auf dem Gesicht wartet Eripera auf die Antwort
Altruismus - das ist meine Vergangenheit
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Mystral Wolkenglanz

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[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #125 am: 02.11.2010, 12:53:42 »
Während ihr euer weiteres vorgehen besprecht, ein Stück nah am Wald, damit man euch nicht direkt von der Straße sieht, schleicht sich Nomo durch das Unterholz, so leise und geschickt, dass selbst seine Kameraden nicht ganz sicher sind, wohin er verschwunden ist. Dieses Gelände wäre der Traum eines jeden Banditen der im Hinterhalt liegen würde. Die Bäume standen recht nah beeinander, und als wäre das nicht schlimm genug, waren sie auch stark genug, dass ihre Äste mit Leichtigkeit einen ausgewachsenen Menschen im Kettenhemd tragen könnten. Zusätzlich war der Boden des Waldes nicht eben wie die Flussaue, über welche die Straße führte. Der Boden wellte sich eher, ging aufwärts, wieder hinab, sodass der Halbling teilweise in den Kuhlen verschwand und sein Blickfeld für einige Momente gefährlich eingeengt war. Trotz allem jedoch blieb er aufmerksam, suchte sich geschickt möglichst leise Wege und war sich nach kurzer Zeit sicher, dass in diesem Wald, zumindest in den ersten fünfzig Metern, kein Hinterhalt lauerte. Ging man jedoch nach den in der ferne aufragenden Klippen der Narbe, war das Räuberlager mindestens noch eine halbe Meile entfernt, und das unter der Bedingung, dass Endryth den perfekten Punkt gewählt hätte, um die Straße zu verlassen.
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Ansuz

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[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #126 am: 02.11.2010, 22:54:36 »
Schweigend wartete Maske einige Minuten, bis er recht sicher war, dass der Halbling weit genug im Unterholz verschwunden war. Dann raunte er Mrasserr den Befehl zu, vorauszulaufen und das Gelände auszukundschaften. Ein Späher, um den Rücken zu decken, einer, um Pionierarbeit zu leisten. Leider war einer nicht einmal umsichtig genug, das Tier seiner Wahl zu erwähnen. Eventuell würde er ihn später dafür bestrafen, sollte sich die Gelegenheit ergeben. Nichts Aufregendes, keine Folter, aber eine Mahnung für das noch vor ihnen Liegende.
Mit einer leichten Drehung des Kopfs signalisiert er den Anderen, ihn zu überholen. Der Posten als Schlusslicht barg zwar viele Gefahren, doch ermöglichte er auch in Abwesenheit seines Leibwächters eine gewisse Kontrolle über die Situation. Zudem wurden die Brennnesseln platt getreten, bevor er sie durchqueren musste.
Ohne auf Eriperas rhetorische Frage einzugehen wandte er sich direkt an den vor ihm laufenden Rashemi. “Warum nicht?“, wiederholte er seine Frage in neutralem Tonfall. Seine Augen waren im Schatten von Kapuze und Maske nicht sichtbar.

Mrasserr

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[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #127 am: 03.11.2010, 01:24:39 »
"Ahh... Er hat sich nur erneut absichern wollen." Mit einem Nicken verschwindet auch Mrasserr mit Katzenhafter Geschmeidigkeit im Unterholz. Wo der Halbling mit seiner Größe punkten konnte, zeigt sich bei dem Katzenmenschen eine sprichwörtliche Trittsicherheit. Immer wieder bleibt er in einem Schatten stehen, lauscht und sieht sich aufmerksam um. Er will den Halbling nicht einholen, aber nahe genug sein, sollte dieser in Schwierigkeiten kommen. Allerdings wählt er einen möglichst geraden Weg auf das feindliche Lager zu. Er war ein Aufklärer und nun in seinem Element.

Mystral Wolkenglanz

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[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #128 am: 04.11.2010, 23:23:00 »
Auf diese Art kommt ihr gut in dem Wald voran. Wie Nomo und Mrasser, die sich als Späher gut ergänzen, erkennt, scheint keine Falle auf euch zu warten. Ihr kommt gut durch den Wald voran, wenn auch die Pferde einige Probleme haben, sich durch die Wurzeln und den welligen Untergrund einen Weg zu bahnen. Ihr müsst sie im Halbdunkel des abendlichen Waldes langsam führen, um zu verhindern, dass sie in ein Erdloch treten und sich ein Bein brechen. Sie an der Straße zurückzulassen ist allerdings keine Option, ebensogut könntet ihr sie dem nächstbesten Reisenden schenken.

So braucht ihr eine gefühlte halbe Stunde, um die Entfernung bis zum Waldrand zurückzulegen. Der Boden steigt gemächlich weiter an und wird etwas zerklüfteter, es gibt jedoch ein paar flache Wildwechsel, auf denen ihr gehen könnt. Als ihr an den Rand des Waldes kommt und zu den aufragenden Steilwänden emporblickt, bemerkt ihr, dass dort kein Lager ist, wie Endryth es beschrieben hat. Die Steilwände sind rot gefärbt von dem blutroten Sonnenuntergang. Dennoch erkennt der Binder, dass er sich nicht sehr verschätzt hat. Das Lager ist wohl ein kleines Stück im Westen, um die nächste Klippe herum müsstet ihr es schon sehen. Er erkennt eine Baumgruppe am Rand der Klippe wieder, welche ihm während des Fluges aufgefallen ist.
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Endryth

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[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #129 am: 05.11.2010, 01:04:50 »
Erleichtert atmete Endryth auf, als sie aus dem Wald traten und er eine Geländeformation wiedererkannte.

"Das Lager ist ein kleines Stück dort rüber nach Westen. Wie gehen wir jetzt vor, Eripera? Sollen Mrasserr und Nomo erst einmal alles auskundschaften?"

Ansuz

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[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #130 am: 09.11.2010, 06:54:48 »
Trajan war zufrieden mit der Art, wie sich die Dinge entwickelten. Obgleich er jederzeit einen Dolch im Rücken erwartete, schien sich die Halbdrow damit zufrieden zu geben, zu lauschen und auf den richtigen Augenblick zu warten. Auf ihr Schweigen reagierte er mit einem freundlichen Lächeln, das im Schatten seiner Kapuze kaum zu erkennen war.
“Erlaubt mir, an Eurer Statt zu antworten!“, bot er seiner Offizierin jovial an. Sein Hüftbeugen wäre an jedem Hof als Zeichen edler Herkunft gedeutet worden. In Wirklichkeit entsprang es ebenso Übung wie seine praktischer orientierten Fähigkeiten.
“Nomo wird mit Mrasserr das Gelände auskundschaften, bevor wir uns nähern. Wenn sie klug sind, haben sie den Wald um das Fort herum abgeholzt. Ich muss so nah wie möglich heran, um den Schaden zu maximieren. Frühzeitige Entdeckung bedeutet den Tod!“
Seine Stimme blieb ausdruckslos, als er die Möglichkeit seines Todes in Betracht zog. Ruhig hob er zwei Finger an die Lippen, holte Luft und imitierte ein Pfeifen, wie es die Jäger umweit des Klosters zu intonieren pflegten, wenn sie etwas gefangen hatten. Zugegeben ein Risiko, war doch weiterhin nicht sicher, was für eine Beziehung zwischen seinen derzeitigen Zielen und den Dörflern bestand. Es könnte ihnen verboten worden sein sich dem Lager zu nähern. Jedoch, irgendwie mussten die Späher benachrichtigt werden.
“Harrt im Schatten der Bäume aus, bis ihr eine Explosion seht. Tötet jeden, der zu entkommen versucht. Stoppt die Pferde. Lasst einen am Leben!“ Er nickt halb zu sich selbst. “Jetzt warten wir!“
Ohne weitere Erklärung schlägt er sich ein wenig ins Gestrüpp und lässt sich dort mit ausgebreitetem Umhang auf ein Knie nieder. Er sieht den Zirkus nicht einmal an.

Shani

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[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #131 am: 09.11.2010, 11:23:39 »
"Idiot." murmelt Shani nachdem sich Maske etwas entfernt hatte.

"Anstatt Normo in das Lager zu schicken mit etwas Öl um ein paar Gebäude anzuzünden. Unsichtbar machen kann ich ihn für einige Zeit, am besten die Stallungen oder ähnliches damit ein paar Tiere verrückt spielen falls vorhanden und dann einzudringen. Wäre ja nicht so als ob ein Unsichtbarkeitszauber Maske beim näherkommen ans Lager helfen würde. Neeeiiiinnnn. Männer." grummelte Shani vor sich hin, sodass jeder in ihrer Nähe es hören könnte.

Endryth

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[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #132 am: 09.11.2010, 13:46:09 »
Endryth musste grinsen, als er Shani hinter sich so vor sich hin fluchen hörte. Er war nicht der Einzige, wie es schien, der Maskes Führungsanspruch nicht ohne Weiteres akzeptieren würde.

Dann schlug auch er sich ins Gebüsch, sein Pferd mit sich führend, so weit, bis er gut außer Sichtweite der Anderen war.
« Letzte Änderung: 09.11.2010, 13:51:48 von Endryth »

Mystral Wolkenglanz

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[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #133 am: 11.11.2010, 18:12:04 »
Nomo und Mrasser umrunden, aufmerksam sich im Wald umschauend, die Klippe vor ihnen und blicken an ihr vorbei. Tatsächlich, sie können das Lager sehen, so wie Endryth es ihnen beschrieben hatte. Eine stabile, wenn auch nicht sehr hohe Holzpalisade über einem Felsplateau. Der Aufstieg zu der Holzpalisade, deren Tor derzeit offen steht, ist Baumfrei, sich an das Tor anzuschleichen steht ohne magische Hilfsmittel ausser Frage. Eine einzelne Wache, wohl einer der Räuber, steht vor em Tor, er ist von Mrassers und Nomos Position etwa 300 Schritt entfernt, es ist also schwer, genaueres zu erkennen. Ansonsten scheint im Lager alles ruhig zu sein. Niemand scheint sie zu entdecken.
Caela sanguine nigra,
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Mrasserr

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[Kapitel 1]: Ein Waldspaziergang
« Antwort #134 am: 12.11.2010, 15:03:50 »
Nachdem Mrasserr das Lager einige Zeit beobachtet hat, beschloß er zu Maske zurück zu kehren um ihm einen Bericht über die Lage und eine Empfehlung auszusprechen. Erneut schlug er sich durchs Unterholz und tauchte neben den verborgenen Gefährten wieder auf. Sofort fing er an mit seinen Krallen eine Skizze des Lagers, so wie er es gesehen hatte in den Boden zu kratzen. "Derr Vorrteil derr Feinde liegt im Gelände. Die Wache hierr rreicht auss um dass Gebiet zu überrblicken, sso dass eine ungessehene Annäherrung ohne Magie nahezu unmöglich isst. Aberr ssollte ess unss gelingen die Wache lautloss ausszusschalten würrden wirr wichtige Zeit gewinnen unss zu näherrn, und die Palissade zu nehmen. In dem Moment wärre derr Vorrteil derr Feinde ihrr Nachteil. Ohne Magie könnten ssie nicht fliehen. Ein alterrnativerr Angrriffssplan wärre ein geballterr magisscherr Angrriff auf dass Torr und damit auch auf den Wächterr, ssowie zeitgleich ein ssturrm den Pfad hinauf, unterr derr Deckung von weiterrerr Magie. sso oderr sso ich sschlage einen Angrriff und die damit verrbundene Annäherrung bei Anbrruch derr Dämmerrung vorr. Ssollten wirr entdeckt werrden bevorr wirr unsserren Angrriff sstarrten haben unsserre Feinde zuviel Zeit ssich vorrzuberreiten." Erwartungsvoll wendete er sich Maske zu.
« Letzte Änderung: 12.11.2010, 15:04:23 von Mrasserr »

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