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Autor Thema: Kapitel 1: Ein verdorbenes Herz  (Gelesen 34897 mal)

Beschreibung: Das Böse feiert seinen Einstand

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Kayman

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Kapitel 1: Ein verdorbenes Herz
« Antwort #390 am: 12.04.2011, 12:10:38 »
Und so machen sich die Helden – inklusive dem vorläufigen Neuzugang Gillivane und dem widerwärtigen Barbarenorakel  - auf ihren Weg zurück in die Stadt. Ghart, der starke Zwerg, trägt Stordan Oriens Leiche. Die Untersuchung der Szenerie lässt nur einen Schluss zu: Stordan ist durch unglückliche Umstände und die eigene Unvorsichtigkeit gestorben, und seine Neugierde, denn offensichtlich wollte er die verfaulten Ranken untersuchen.

Jodie Jorasco, die kleine Halblingsdame, bleibt in der Enklave zurück, denn sie hat sich um andere Rätsel zu kümmern. Sie nimmt eine neue Probe mit in ihr Labor, ein Stück des verfaulten Schattenfeu, dem eingeschleppten Gewächs aus den Schattenmarschen. Im Gegensatz zu den Feueralraunen, die zwar ebenso in Aundair nicht heimisch, aber extrem selten sind, wächst Schattenfeu in rauhen Mengen in den Wäldern der Manifestationszone. Während Rendal den Barbaren hinter sich herzerrt und Ghart ebenfalls etwas langsamer als normal voran kommt, hat Bolbas Zeit, sich noch kurz mit Jodie unter vier Augen zu unterhalten...

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Die Sonne versteckt sich mittlerweile hinter den Hügeln westlich von Sayandras Garten, und so wandern die Ermittler im düsteren Zwielicht in Richtung der Stadt. Einige der Straßen, insbesondere die von Tempelsee und Marktgassen, sind hübsch beleuchtet, und am anderen Ende der Stadt, dort wo das Frühlingsfest stattfinden wird, sehen sie hin und wieder Feuerwerke in den Syberis schießen, wo sie golden, rot oder silber verglühen. Wie lange würde diese prachtvolle Stadt noch so existieren, wie sie es jetzt tut? Wie fest schon sitzt der Griff des Bösen in den Gassen, und wann würde es zudrücken, um das Leben hier zu zerquetschen wie einen faulen Apfel?

Unterwegs nutzen die Ermittler die Chance, dass Dayn einen kurzen Besuch bei seinem Stiefvater abstatten kann. Graltors Häuschen liegt genau auf dem Weg, und so kann der Magieschmied nachsehen, ob der Zwerg schon mit den Plänen fertig ist. Es brennt ein helles Licht, das durch die Fenster nach außen scheint. Dayn ist dieses Licht durchaus bekannt – es ist das Arbeitslicht, welches aus einer Spezialkonstruktion kommt, die graltor einst gebaut hat. Mehrere immerhelle Laternen hat er zusammengeschweißt und sie in ein Gestell gesetzt, das er manuell in viele verschiedene Positionen schieben kann. So kann er jede Ecke seines Arbeitsplatzes ausleuchten, wie er es braucht...

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Das Krematorium liegt verständlicherweise am Rande der Stadt, doch rein logisch gesehen und von der Entfernung der einzelnen Anlaufstelle der Helden am heutigen Abend ist es die nächste Station der Ermittler. Dank der Bescheinigung von Flynni d’Jorasco läuft das Abgeben der Barbarenleichen unproblematisch und ohne große Bürokratie ab. Der Angestellte schaut leicht irritiert, als die Ermittler die Leichen aus ihrem Rucksack ziehen, doch im Prinzip ist es ihm egal. Doch er schaut den Jorasco neugierig an, als er den Zustand der Barbaren bemerkt. „Widerlich. Welcher scheußlichen Krankheit sind die denn erlegen? Ich wusste gar nicht, dass es solcherlei Hautgrätzen überhaupt noch gibt in unseren gefilden hier im Garten?“, fragt er ihn mit ekelverzerrtem Gesicht.

Die Karawanenstation ist bekanntermaßen nicht mit besonders vielen Angestellten des Hauses Orien besetzt. Es ist das zweite Mal binnen kurzer Zeit, dass die Oriens mit tragischer Nachricht konfrontiert werden. War es das letzte Mal noch Stordan, der Gwyns Leiche zu dem Stützpunkt brachte, so wird jetzt Stordan selbst betrauert. Die Angestellten sind sichtlich schockiert, doch professionell. „Hinabgestürzt?“, sagt einer der Oriens kopfschüttelnd, als er über die Umstände des Todes aufgeklärt wird. Er stellt sich als Ilia vor, und scheint die Verantortung für die Vorbereitung der Karawane zu haben, die die beiden Leichen nach Marktfleck abtransportieren soll. Er zieht seine Augenbrauen hoch und atmet ruckartig aus. „Bei Olladra. Ein wahrhaft unglücklicher Tod“, stellt er fest. „Nun, eigentlich haben wir hier eine Nachricht an Stordan, die ihn erwartet hat. Es geht darum um die Bezahlung eines gewissen Ermittlertupps den Überfall in der Blitzbahn vor einigen Tagen und den Tod Gwyn Oriens betreffend. Ich darf Euch mitteilen, dass ich Euch am heutigen Tage einen weiteren Zuschuss zu Euren Mühen machen werde“, er geht zu einem Schreibtisch und holt ein Säckchen heraus, in dem es leise zu klimpern scheint, und übergibt es den Ermittlern. „Bitte zögert nicht, mich hier zu kontaktieren, solltet Ihr weitere Hilfe gebrauchen. Bereits zwei meiner Vetter sind in diesem Kampf gestorben – das Haus Orien sichert Euch folglich seine Unterstützung zu.“

Die Ermittler verabschieden sich von Ilia Orien, um schließlich ihre vorerst letzte Station aufzusuchen: Hauptmann Block und die Stadtwachen, wo sie sich erhoffen, das Barbarenorakel endlich zu verhören und anschließend loszuwerden. Doch dabei geht den Ermittlern die ganze Zeit noch die pointierte Frage Rendals durch den Kopf: Warum wurde auch die nutzlose Pflanze Schattenfeu betroffen, nicht nur die kostbaren Feueralraunen, und welchen Schluss könnte man aus dem Ganzen ziehen?

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« Antwort #391 am: 12.04.2011, 22:39:38 »
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Kayman

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« Antwort #392 am: 14.04.2011, 11:42:03 »
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Dayn

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« Antwort #393 am: 14.04.2011, 21:48:09 »
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« Antwort #394 am: 19.04.2011, 15:37:50 »
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« Letzte Änderung: 19.04.2011, 15:38:04 von Bolbas d'Jorasco »

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« Antwort #395 am: 22.04.2011, 12:25:38 »
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« Antwort #396 am: 27.04.2011, 03:27:49 »
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« Antwort #397 am: 27.04.2011, 12:22:33 »
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« Letzte Änderung: 27.04.2011, 12:23:05 von Kayman »
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« Antwort #398 am: 28.04.2011, 14:22:54 »
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