Autor Thema: Thassilo 'Einauge' von Salsweiler  (Gelesen 1216 mal)

Beschreibung: Rondragefälliger Krieger aus dem Theaterritterorden

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Thassilo von Salsweiler

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Thassilo 'Einauge' von Salsweiler
« am: 21.11.2010, 12:05:07 »
Name: Thassilo von Salsweiler, genannt 'Einauge'
Kultur: Bornland / Landadel
Profession: Krieger; Die Rondragefällige und Theaterritterliche Kriegerschule der Bornländischen Lande zu Neersand

Geschlecht: männlich
Geburtsdatum: 25. Boron 1001 BF
Größe: 95 Finger (191cm)
Gewicht: 91 Stein
Haarfarbe: duneklbraun, kurze Locken
Augenfarbe: klares hellgrau
Teint: wettergegerbt

FAMILIE

Stand: Landadel
Titel: von Salsweiler, Anwärter auf einen Rittertitel
Sozialstatus: 9
Familie: von Salsweiler, Landadel, betreibt große Viehzucht (Schafe auf den Deichen von Salsweiler) und Ackerbau (Obstbäume)

WERTE

Attribut Wert
Mut13
Klugheit12
Intuition13
Charisma12
Fingerfertigkeit10
Gewandtheit12
Konstitution14
Körperkraft14
Lebenspunkte: 33 16 | 11 | 8
Ausdauer: 34 17 | 11 | 8
Wundschwelle: 7

Magierresistenz: 7

INI-Basiswert: 10
AT-Basiswert: 8
PA-Basiswert: 8
FK-Basiswert: 7
Ausweichen: 8

VOR- & NACHTEILE

Adelige Abstammung ; Akademische Ausbildung (Krieger) ; Ausrüstungsvorteil: 3 ; Gebildet: 3
Aberglaube: 7 ; Neugier: 7 ; Prinzpientreue: 10 ; Verspflichtungen (Akademie, Familie) ; Einäugig

FERTIGKEITEN

Sonderfertigkeiten:
Kulturkunde (Bornland)
Ortskenntnis (Überwals)
Rüstungsgewöhnung I (Kettenhemd)

Talentspezialisierungen:
Schwerter (Langschwert)
Selbstbeherrschung (Schmerz unterdrücken)
Sinnesschärfe (Hören)

Talentwerte: (Anzeigen)

Art Talent TaW Informationen:
KampftechnikenBogen5AT 12
Dolche3AT 9 / PA 10
Hiebwaffen4AT 11 / PA 9
Raufen6AT 11 / PA 11
Ringen4AT 10 / PA 10
Schwerter8AT 12 / PA 12
Langschwert2AT 14 / PA 12 Spezialisierung
Wurfdolch3AT 10
HANDWERK:
Ackerbau: 3
Heilkunde Wunden: 5
Holzbearbeitung: 2
Kochen: 1
Lederarbeiten: 3
Schneidern: 1
KÖRPER:
AthletiK: 4
Klettern: 2
Körperbeherrschung: 4
Reiten: 5
Schwimmen: 2
Selbstbeherrschung: 7
Sinnesschärfe: 7
Tanzen: 4
Zechen: 3
GESELLSCHAFT:
Etikette: 6
Menschenkenntnis: 4
Überreden: 4
NATUR:
Fährtensuchen: 2
Fesseln / Entfesseln: 1
Orientierung: 2
Wildnisleben: 2
WISSEN:
Geschichte: 5
Götter / Kulte: 4
Heraldik: 4
Kriegskunst: 7
Rechnen: 4
Rechtskunde: 2
Sagen / Legenden: 6
Tierkunde: 2
SPRACHEN:
Alaani: 6
Garethi: 10
Nujuka: 2
Schrift, Kusliker Zeichen: 6

HINTERGRUND

Es mag eine meiner ersten Erinnerungen sein. Ich sah ein grelles Licht und mein Augenlicht erlosch. Ich verlor nur ein Auge, meine Familie fast den gesamten Hof. Ich muss so fünf gewesen sein und habe mal wieder in der Scheune übernachtet. Mich kostete es auch später noch die eine oder andere Tracht Prügel, doch die Ruhe bei den Tieren und der Geruch von Stroh...
Doch kommen wir zurück zu diesem schicksalshaften Tag.
Ein Feuerteufel ging damals um und unser Gutshof war sein nächstes Ziel. Niemals sind bis dato Menschen zu Schaden gekommen. Nur Scheunen, Stallungen und Tiere von den Großgrundbesitzern. Bis zu dieser Nacht, in der ich in einem unserer Ställe schlief. Meine große Schwester und ich rissen oft aus oder waren stundenlang im Wald oder am Fluss spielen. Und in dieser Nacht schliefen wir verbotenerweise im Stall, der plötzlich lichterloh brannte und meine Schwester sich ohne mich in die sichere Freiheit rettete.
Ich stand wie im Bann einer Hexe, um mich herum das wütende Feuer. Keine Angst oder Panik machte sich breit. Und als Vater kam, mich zu retten, Stoben die Funken aus dem Stroh und dem trockenen Futter der Tiere. Ein solcher Funke war es, der mir das Augenlicht nahm.

Meine Schwester passte seither mit Argusaugen auf mich auf und half mir aus Scham in den Jahren meiner Kindheit und Jugend, mich mit bloß einem Auge zurecht zu finden.

Der Tag, an dem Vater über das Erbe entschied kam näher, ich war zu einem trotzigen und stattlichen jungen Mann gereift. Meine kleine Behinderung tat meinem Optimismus und meinem gesunden Selbstvertrauen keinen Abbruch und so stand ich neben Mayra, meiner Schwester und Tjornes, meinem älteren Bruder in der Erwartung, dass selbstverständlich ich der Erbe des Hofes würde. Mein Bruder war ein Tagträumer und Poet, kein disziplinierter oder Haudegen, wie ich mich damals fühlte. Und doch sah ich es diesen Morgen in den Augen meines Vaters. Er hatte von mir bereits Abstand. Eine befremdliche und unfamiliäre Distanz.
An diesem Tag erbte Tjornes den Hof und Mayra sollte nach Neersand auf eine Schule für feine Damen.
Ich war stolz auf meinen Bruder und doch nagte der Selbstzweifel in mir. Ich war nicht würdig, flüsterte die dunkle Stimme in meinem Hinterkopf. Ich war nicht würdig!
Meinem falschen Stolz zum Trotze wartete ich auf mein Urteil, welches mein Vater über mich fällen sollte.
Er nahm mich liebevoll väterlich in den Arm. Die Distanz war plötzlich weg und ich wieder fünf Jahre. Ich hätte gern geweint und wäre in Selbstmitleid ertrunken. Doch die Worte meines Vaters ließen mich vor Erstaunen -wie vom Donner gerührt- inne halten.
"Thassilo mein Sohn. Dein Weg ist nicht der Weg eines reichen Bauern. Dein Weg ist nicht vorbestimmt auf diesem Hof. Du hast ein Feuer gesehen, welches etwas in Dir geweckt hat. Ehrgeiz hat dieses Feuer entfacht und Kampfeswillen.
Ich habe Dich eingeschrieben in die rondragefällige und theaterritterliche Kriegerschule von Neersand.
Sohnemann, mache Deinen Vater stolz!"

Meine Mutter weinte vor Kummer und Freude. Tjornes war gleichmütig wie immer. Und Mayra ließ gar nicht mehr ab von mir, nun da sich unsere Wege trennen sollten. Auch wenn Neersand unser beiden neuen Heimat werden sollte, so war die Zeit spärlich. Und wir verloren uns aus den Augen.

Am Tag meiner Abkommandierung zum Widderorden suchte ich sie auf.
Eine gestandene Frau war sie geworden und einen schneidigen adretten Verlobten hatte sie auch bereits an ihrer Seite.
Ich war glücklich, sie sicher in Neersand zurück lassen zu können und trat einen weiteren Schritt in Richtung meiner Zukunft. Ich wollte ein Ritter werden.
Aus den Tagebüchern Thassilos von Salsweiler
« Letzte Änderung: 05.09.2011, 18:58:44 von Thassilo »
Freiheit, Gerechtigkeit, Ehre, Pflicht, Gnade, Hoffnung