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Autor Thema: Preludium: An Bord der Weltenschmied  (Gelesen 34819 mal)

Beschreibung: Der Anfang vom Ende

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Asha

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Preludium: An Bord der Weltenschmied
« Antwort #360 am: 03.09.2011, 14:11:11 »
Asha zog ihre Augenbraue hoch, als Araki um eile bat. "Nun, ich denke nicht das wir uns sonderlich beeilen müssen. Es wird sicher noch einige Stunden in Anspruch nehmen ehe alles verladen ist und dann ist da noch die Sache mit dem abgestürzten Kundschafter ... " Ehe sie fortfuhr streckte sich die Kriegerin einmal ausgiebig. "Wir sollten also die uns an Land verbleibende Zeit ausgiebig nutzen, denn wir werden wohl lange Zeit keinen festen Boden mehr unter unseren Füßen spüren."
In einen gemütlichen Gang setzte sich Asha nun in Bewegung, blieb dann aber nach wenigen Schritten stehen und wandte sich mit einen verschmitzten Lächeln noch einmal an die Orkin. "Und nenn mich doch bitte einfach nur Asha."

Finster

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Preludium: An Bord der Weltenschmied
« Antwort #361 am: 03.09.2011, 14:49:22 »
Überraschender Weise trat Miriel an Rogavs Seite und legte dem mürrischen Zwerg ihre Hand auf die Schulter "Augenblick. Ihr kommt aus der Richtung in der unser Ziel liegt, Reiter. Wisst Ihr etwas über die verunglückten Kundschafter?"

Nun blickte die zierliche Elfe den Zwerg direkt an und grinste "Ist es Weise es an anderen auszulassen, dass Ihr bald keinen festen Boden mehr unter den Füßen haben werdet, Rogav?"


---------------

Assadra hörte Ashas Ausführungen aufmerksam zu und nickte hin und wieder. "Ihr müsst sehr weise sein Asha, dass Ihr Istils Orakel so schnell erfassen könnt. Was die fließenden Elemente angeht habt Ihr tatsächlich recht, Wasser und Luft sind ständig in Bewegung und nicht greifbar.

Und zu dem Letzten Spruch möchte ich Euch sagen, dass Ihr die Hoffnung nicht aufgeben dürft. Istil steht Euch sterblichen zwar weniger aufgeschlossen gegenüber, aber er hat Euch seine Weisheit zukommen lassen, um Euch zu helfen und nicht um Euch in Verzweiflung zu stürzen. Vielleicht hat Araki recht und die genaue Bedeutung dieses Spruchs wird sich Euch erst erschließen, wenn Eure Erfahrungen größer geworden sind."


Sie blickte Asha und Araki an "Was habt Ihr nun vor, wenn Ihr nicht auf das Schiff wollt?"
Iucundi acti labores

Brandy

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« Antwort #362 am: 03.09.2011, 16:43:52 »
Die ruppige Art des Zwergen schien den jungen Reiter nicht zu stören. Außerdem wurde sein Blick gleich darauf von der Elfe gefangengenommen. Irgendwie schien sie ihn zu verunsichern: "Äh...ja. Ich komme tatsächlich von dort. Ich war Teil der Rettungsmannschaft und habe sie versorgt. Sie leben alle und sind auf dem Weg zurück. Zu Fuß brauchen sie wohl noch bis heute Abend. Das soll ich auch im Lager berichten." Während das Pferd in totaler Ruhe dastand, wirkte der Reiter immer noch unentschlossen. "Wäre es angemessen, meine Begleitung zum Lager zurück anzubieten? Eigentlich sollte meine Nachricht schnell dort ankommen. Ach, verdammt, meine Manieren." "Verzeiht, wir hatten noch nicht die Gelegenheit, uns einander vorzustellen. Mein Name ist Rœkia Vindhlésson."

Araki

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Preludium: An Bord der Weltenschmied
« Antwort #363 am: 03.09.2011, 17:28:47 »
"Wenn ihr das wünscht, gern. In meinem Stamm ist der Begriff Krieger eine Ehrenbezeichnung, die viel über Geist und Herz einer Person aussagt. In meinem Augen habt ihr euch diesen Beinamen verdient."

Dann wandte sie sich an Assadra.
"Ich denke, auch wenn das Schiff noch nicht ablegt, sollten wir als erstes dorthin, damit ihr mit dem Kapitän und der Magistra sprechen könnt. Die beiden leiten diese Expedition, und es ist schwer vorauszusehen, was für Entscheidungen die beiden nach dem Gespräch treffen werden. Vielleicht brauchen wir die noch verbleibende Zeit dann noch."

Gelirion

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« Antwort #364 am: 03.09.2011, 20:59:36 »
Gelirion überlegte doch eine ganze Weile. Dann blickte er zu Magistra und antwortete: „Ja diese Gottheit kommt auf das Schiff. Wie lange genau sie hier verweilen wird, kann ich euch nicht beantworten. Momentan ist sie mit den anderen noch an Land. Warum sie hierher mitgekommen ist, sie wollte mit unseren Anführern sprechen. Also mit euch und dem Kapitän. Von daher ist es wohl am besten wenn ihr weitere Fragen an sie selbst richtet. Denn sie kann eure Fragen sicher besser beantworten als ich. Aber ehrlich gesagt hat mich diese kleine Expedition doch sehr fasziniert. Daher würde ich euch bitten, dabei sein zu dürfen wenn ihr eure Fragen an die werte Assadra, so ist ihr Name, richtet.“

Rogav a Nûr

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Preludium: An Bord der Weltenschmied
« Antwort #365 am: 04.09.2011, 13:43:26 »
Rogav zuckte entschuldigend mit den Schultern in Richtung von Rœkia. Was auch immer er grummelte war nicht zu hören, den es wurde von seinem Bart verschluckt. "Rogav mein Name." war das einzige was noch verständlich aus seinem Mund kam, bevor er sich dann doch abwandte und nun ohne Große Motivation begann gegen kleinere Steine zu treten, sie aufzuheben und in den Urwald zu werfen. Von der Eile war nun nichts mehr zu sehen, die Erkenntnis das die Patroullie außer Gefahr war, hatte ihm die Chance auf ein Abenteuer verwehrt, und er sah ein dass es nun keinen Sinn mehr machte der patroullie entgegen zu gehen.
Der Zwerg wandert hinab ins Tal
Herab vom Berge, hoch und kahl.
Und Mut erwacht, wenn Gold ihm lacht!
Und Tod den Feinden allzumal!

Ravok

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« Antwort #366 am: 04.09.2011, 14:36:47 »
Kurz verengten sich Ravoks Augen, als Hrothgar die Frage stellte, von der er gewusst hatte, dass er sie stellen würde.
"Nun, es ist keiner unterwegs gestorben. Auch wenn es dank unserer diplomatischen Unterstützung fast anders gekommen wäre."

Nach einer kurzen Pause fuhr er fort.

"Wie befohlen begaben wir uns Landeinwärts und erreichten am Abend des zweiten Tages eine Höhle. In ihr fanden wir Spuren, die eindeutig auf die Anwesenheit intelligenter Wesen hinwiesen. Unter anderem eine in den Fels gearbeitete Treppe und Werkzeuge. Am Ende der Höhle befand sich ein großes Tor durch das wir auf eine Art Plateau kamen. Dort fanden wir eine Ansammlung von aus Stein gearbeiteten Häusern, aber ebenfalls keine lebendigen Wesen. Noch während wir die Häuser untersuchten, entfernte sich Asha plötzlich von der Gruppe.
Sie wurde offenbar von einer
- eine kurze Pause folgte und Ravok sprach das nächste Wort fast verächtlich aus magischen Stimme zu sich gerufen. Unter Abwägung der Sicherheitsaspekte hielten wir es für klüger der Ursache auf den Grund zu gehen, solange wir eine ungefähre Vorstellung von der Lage der Quelle hatten. Nicht auszudenken so etwas irgendwo in den Wäldern suchen zu müssen,  während mit einem Mann nach dem anderen was weiß ich was geschieht. Wir gelangten dann schließlich zu einer Art Tempel. In ihm fanden wir ein ... merkwürdig aussehendes weibliches Wesen, dass irgendwie auf magische Weise dort festgehalten wurde. Um es herum standen die ... Überreste von vier humanoiden Wesen. Ich weiß nicht wie ich es besser beschreiben soll... Sie schienen wie tot zu sein und waren doch am leben."

Wieder machte Ravok eine Pause, sowohl um kurz Luft zu holen, als auch um "Fang" die Möglichkeit zu geben das alles zu verarbeiten. Scheinbar gedankenlos kraulte er Akayos Kopf als er fortfuhr.
" Ich verstehe nicht viel von Magie. Aber allem Anschein nach hielten sich diese Wesen gegenseitig in Schach, sodass keiner von ihnen irgendetwas unternehmen konnte. Das weibliche Wesen war noch in der Lage zu sprechen und erzählte eine recht seltsame Geschichte in der sie behauptete von den Bewohnern dieser Insel als eine Art Göttin verehrt worden zu sein, bis sich ihre Anhänger durch den Einfluss eines anderen Gottes gegen sie wandten. Es erschien mir genau wie die Darstellung einer Geschichte, die jeder in dieser Situation vorgeben würde um sich in ein gutes Licht zu rücken und entschied es sei besser mit Verstärkung und fachkundigeren Personen zurück zukehren. Als wir uns bereits zum gehen wandten, griff Asha ohne Vorwarnung eine der vier Gestalten an, wodurch das Patt zwischen ihnen und dem anderen Wesen gebrochen wurde und sie uns angriffen. Ich weiß nicht was sie waren, aber sie schienen jegliche Hiebe überhaupt nicht zu spüren. Wo normale Menschen bereits drei Mal nach Walhalla eingezogen wären, kämpften sie weiter als hätten sie keinen Kratzer erlitten. Nach einem harten Kampf konnten wir sie dann doch bezwingen, aber es hätte bei einigen von uns nicht mehr viel gefehlt."

Erneut pausierte Ravok und verschränkte die Arme vor der Brust. Nun kam er zu dem für ihn unangenehmsten Teil.
" Der Rest der Gruppe hielt es für eine gute Idee dieses Wesen mit hier her zu bringen. "  Pause. " Jedoch nicht als Gefangene oder unter Aufsicht. Die Orkin scheint ihr nahezu fanatisch zu folgen und auch Asha hat sich sehr viel mit ihr abgegeben. Unter diesen Umständen war es mir nicht möglich etwas Gegenteiliges zu unternehmen ohne Gefahr zu laufen, den Rest der Gruppe mit Gewalt zwingen zu müssen. Wie zu erwarten war, zeichneten sich die einzelnen nicht gerade durch Disziplin aus. Ich habe sie nun bei Esquel am Strand zurück gelassen um euch Bericht zu erstatten. Ihr seid wahrscheinlich eher in der Lage sie zur Vernunft zu bringen und das Gefahrenpotential einzuschätzen."

Damit endete Ravok seinen Bericht und bereitete sich mental bereits auf eine Standpauke vor. Nun er hatte sein best möglichstes getan und seine ursprüngliche Aufgabe sah so etwas auch nicht vor.
« Letzte Änderung: 07.09.2011, 11:46:52 von Ravok »

Brandy

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Preludium: An Bord der Weltenschmied
« Antwort #367 am: 05.09.2011, 12:17:38 »
"Das Lager liegt ja noch etwas weiter, ich sollte meinen Auftrag loswerden." Kurzerhand trieb er sein Pferd wieder an und verabschiedete sich von dem ungleichen Gespann: "Ich werde meine Nachricht abgeben. Wir sehen uns im Lager." Man merkte aber schnell, dass er nicht wirklich bei der Sache war. Während das Pferd brav den Weg zum Lager suchte, drehte er sich immer wieder um und beobachtete die beiden, bis sie außer Sicht gerieten.
Beim Lager angekommen suchte er nach Esquel, um Bericht zu erstatten.

Finster

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Preludium: An Bord der Weltenschmied
« Antwort #368 am: 09.09.2011, 20:53:40 »
Hrothgar hörte Ravok aufmerksam zu und nickte hin und wieder. Als der Kundschafter von der Begegnung mit Assadra zu berichten begann war dem Kapitän deutlich anzusehen, dass es ihm nicht leicht fiel diese Neuigkeiten als solche anzunehmen. Er setzte sich wieder an seinen Tisch und machte nun eine ernstere Miene.

Als Ravok geendet hatte herrschte eine Weile bedächtiges Schweigen. Der Kapitän schien über das gesagte nachzudenken und Ravok wartete gebannt auf dessen Reaktion. Doch zu der erwarteten Standpauke kam es nicht, zumindest nicht sofort:

"Von solchen Wesen habe ich schon mal gehört - Untote, es ist kein Leben mehr in ihnen und dennoch wandeln sie auf der Erde und quälen die Lebenden." Fang sah Ravok an wie jemanden der etwas vollbracht hatte, das man ihm eigentlich nicht zugetraut hätte "Niemand hat erwartet, dass solche Wesen auf dieser Insel auf uns warten würden. Ich bin sehr froh, dass Euer Trupp sich so gut zu verteidigen wusste, die Sache wäre wohl nicht für jeden so glimpflich verlaufen. Endra wird sicher mehr zu über eure Gegnern zu erzählen wissen. Auch in der Sache mit diesem Wesen, dass Euch begleitet hat würde ich gerne ihre Meinung hören...

Und Ihr traut dieser... Frau nicht, Ravok? Hat sie Euch einen Grund dazu gegeben oder ist es nur Euer misstrauisches Gemüt? Auch wenn ihre Geschichte schwer nachprüfbar ist, bedeutet es ja nicht dass sie nicht der Wahrheit entsprechen kann..."
überlegte Wulfson laut.
"Bisher schien sie Euch ja freundlich gesonnen zu sein... Dennoch halte ich es für besser wenn wir ihr an Land begegnen. Ich werde einen Boten zum Lager schicken um Kunde zu geben. Und nach der Magistra werde ich auch schicken lassen, inzwischen sollte sie sich wieder eingekriegt haben und es wäre gut wenn sie später dann dabei sein wird. Augenblick, Ravok."

Der Kapitän stand auf und verließ die Kabine um vor der Tür ein paar Worte mit einem Matrosen zu wechseln. Kurz darauf er schien er wieder, setzte sich aber nicht sondern begab sich zu einer Truhe und begann darin herumzukramen. Eine dunkle Glasflasche und zwei Becher wurden zu Tage befördert. Letztere stellte Hrothgar jeweils vor sich und Ravok auf und die Flasche mit dem Gebrannten platzierte er dazwischen.

"Wir haben noch einen Augenblick, um die Förmlichkeiten sein zu lassen und ein kurzes Gespräch zu führen. Von Mann zu Mann, wenn du so willst." Beinahe unbemerkt hatte Hrothgar in die vertrautere Anredeform gewechselt und öffnete nun die Flasche und goss sich selbst ein. Immer noch geöffnet stellte er sie zurück an ihren Platz und nickte seinem Gegenüber zu. "Bedien dich ruhig. Nichts Besonderes aber gerade deshalb umso mehr Heimat."

Einen Moment lang schwieg er und überlegte wie er ansetzen sollte, dann blickte er Ravok fest in die Augen und begann: "Dieser Zusatzauftrag betreffs dem Mädchen. Ich merke dass er dir zuwider ist. Ich weiß dass sie kein waschechter Soldat ist, aber von dem was ich mitbekomme möchte ich meinen, dass es sicherlich Prinzessinen gäbe die anstrengender sind, wenn man sie beschützen soll. Woher kommt also dein Unwille?"


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Es klopfte. Magistra Endra unterbrach sich in ihrer gerade angesetzten Antwort an Gelirion und öffnete die Kabinentür. Ein Matrose kam zum Vorschein. "Magistra, der Kapitän möchte mit Ihnen zum Lager übersetzen, um einen Gast zu begrüßen, den ein Spähtrupp aufgelesen hat."
Endra bedankte sich und bestätigte die Nachricht, woraufhin der Matrose wieder verschwand. Nachdem die Magistra die Tür wieder geschlossen hatte wandte sie sich Gelirion zu. Die Vorfreude war nun aus ihrem Gesicht gewichen und Zweifel machten sich nun dort breit.

"Dieser Gast wird sicherlich die von Euch erwähnte Assadra sein. Ich kenne Fang gut genug um zu erkennen, dass er Gefahr befürchtet. Ansonsten würde er sich nicht wieder an Land begeben. Sagt Gelirion, glaubt Ihr, dass Gefahr von Assadra ausgehen könnte?"

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Roekia machte sich auf den Weg und da er von hier aus das Lager schon sehen konnte dauerte es auch nicht lange bis er dort war und Esquel seine Nachricht überbracht hatte. Der Südländer nahm die Kunde einigermaßen erfreut zur Kenntnis und ließ den Boten dann einfach stehen, während er sich wieder daran machte Schrecken unter der Besatzung zu verbreiten.

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Rogav ließ den wunderlichen Reiter namens Roekia weiter ziehen um dann unschlüssig mal Richtung Lager, mal Richtung Wald zu schlendern. Es war ihm ein wenig als hinge er in der Luft, und wenn es einen Ort gab an dem er noch weniger zu suchen hatte als auf dem Wasser, dann war es in der Luft hängend. Eine Weile stromerte er so durch die Gegend seinen melancholischen Gedanken nachhängend, bis ihm klar wurde, das Miriel ihm die ganze Zeit schweigend gefolgt war, dies aber nun nicht mehr tat.
Er wandte sich zu ihr um. Sie stand etwa zehn Schritt hinter ihm, die Arme vor der Brust verschränkt und den Kopf leicht zur Seite geneigt, sie schüttelte ihn leicht hin und her. "Was ist den los mit dir? Du bist schon seit einiger Zeit so komisch."

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Die beiden Frauen machten sich in Begleitung von Assadra auf den Weg zurück zum Lager. Es herrschte Stille, denn sowohl Araki als auch Asha mussten die jüngsten Ereignisse erst einmal einordnen. Bei Assadra vergaß man leicht, dass sie anders war. Natürlich unterschied sich ihr Aussehen von dem eines Menschen oder eines Orks, aber im Grunde  sah sie aus, wie eine Angehörige einer exotischen humanoiden Rasse. Doch die Begegnung mit Istil hatte dieses Bild eindeutig erschüttert. Er musste mit Assadra logischer Weise näher verwandt sein, als mit der Feuergeist mit Araki oder Asha. Konnte dieses Wesen denn so fremdartig sein?

So ging es eine Weile weiter bis sie über die letzte Anhöhe vor dem Lager kamen, welches sich unter ihnen ausbreitete. Es war nun schon ein ganzes Stück weiter abgerissen und eine große Menge Kisten und Fässer stapelte sich nun am Strand.
Als sie das Lager erreichten kam ein Matrose auf das Trio zu.

"Sehr geehrte Hoheit, Frau Araki, geehrter Gast. Kapitän Wulfsson bittet sie hier an Land zu bleiben, er wird in Kürze mit Magistra Endra herkommen um sie zu begrüßen."
Iucundi acti labores

Gelirion

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« Antwort #369 am: 09.09.2011, 22:45:31 »
Gelirion brauchte nicht lange überlegen um der Magistra zu antworten. „Sie hat uns nicht angelogen. Sie hat nach dem Kampf unsere Wunden gepflegt. Die Tiere scheinen sie nicht zu fürchten, denn sie haben sich beim Rückweg gezeigt. Nun all dies deutet darauf hin, dass man ihr trauen kann. Das sie eher eine gute Naturgottheit ist als etwas anderes. Jedoch, Regen kann als Schauer leben spenden doch bringt er als Wolkenbruch die Flut. Der Wind ballt sich in den Segeln unseres Schiffes doch vermag er sie als Sturm zu zerreißen. Die Erde unter uns kann uns Narung und leben schenken doch erbebt sie bringt sie den Tod. Das Feuer, zu guter Letzt, es schenkt uns als Kerze oder Lagerfeuer Licht und Wärme aber so wir nicht darauf achten, kann es uns zu Asche verbrennen. Entschuldigt wenn es etwas langatmig ist und das offensichtliche wieder spiegelt. Die Natur und ihre Geister, sie sind nicht Gut oder Böse. Doch sollten wir sie immer mit gebührenden Respekt begegnen und Vorsicht. Wir sollten Assadra keinen Anlass dazu geben, dass sie sich gegen uns stellen würde. Denn momentan ist sie uns freundlich gestimmt und damit auch keine Gefahr.“

Brandy

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Preludium: An Bord der Weltenschmied
« Antwort #370 am: 10.09.2011, 00:17:03 »
Nach Abgabe der Nachricht wurde Rœkia etwas ratlos stehengelassen. Gautstafr blieb stoisch an seiner Seite und ignorierte das Treiben. Erst als Esquel den Befehl zum Empfang der rätselhaften Inselbewohnerin bekam und weitergab, kam wieder Leben in das Gespann. Sie verließen das Lager und kehrten zum Hügel zurück, wo sich Rogav und die Elfe aufhielten. "Solange es geht, sollte ich Gautstafr noch Auslauf, festen Boden unter den Hufen und was frisches zu Beißen verschaffen." Das die beiden sein eigentliches Ziel waren, schien ihm nicht wirklich bewusst. Er ließ das Pferd alleine, blieb aber in der Nähe und wollte gerade den beiden zuhören, als die drei Frauen den Ort passierten und zum Lager gingen. Hin- und hergerissen zwischen zwei Zielen seiner Neugier suchte er schließlich einen Ort nahe des Lagers für das Pferd und wechselte dorthin zurück, um möglichst viel vom Gespräch der Inselbewohnerin mit den Offizieren mitzubekommen.

Rogav a Nûr

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Preludium: An Bord der Weltenschmied
« Antwort #371 am: 10.09.2011, 10:23:04 »
Schnaubend, einen kleinen Fels in die Vegetation werfend lässt sich Rogav auf einem der größeren Felsen nieder. Als wenn er selbst wüßte was mit ihm los war. Unruhe, Unzufriedenheit und dann die Erinnerung an die Ineffektivität gegen diese Skelette. Irgendwie war ihm all dies auf den Magen geschlagen. Oder waren es die Schmerzen des Felsens unter ihm, die sich auf ihn übertrugen.
"Ich bin kein Anführer." brachte er seine Gedanken auf den Punkt. Im wesentlichen war dies wohl sein Problem gewesen, was ihn bei dieser Mission gestört hatte. Schweigend blickt er in Richtung des Unterholzes. "Vieles fühlt sich falsch an hier. Das Unleben, das Ächzen des Gesteins. Und die Frage bleibt ob ich wahr bin und ob ich am richtigen Ort bin."
Der Zwerg wandert hinab ins Tal
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Ravok

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Preludium: An Bord der Weltenschmied
« Antwort #372 am: 10.09.2011, 14:33:26 »
Für einen kurzen Augenblick musterte Ravok Fang. "Nun, vielleicht ist es tatsächlich nur mein natürliches Misstrauen. Es handelt sich bei ihr um ein mir unbekanntes Wesen, ebenso wie diese ...  Untote. Wenn ich es richtig verstanden habe wird diese Insel untergehen und sie mit ihr, wenn sie nicht mit auf unser Schiff gelangen würde. Es erscheint mir auch merkwürdig, dass sie nur Asha zu sich gerufen hat. Wieso allein sie?"

Ravok schien noch kurz über etwas nachzudenken.

" Ich habe es vorhin nicht erwähnt, aber sie scheint bereits viel über uns zu wissen. Bei unserer ersten Begegnung kannte sie bereits den Namen des Barden, ohne dass dieser ihn ihr mitgeteilt hatte. Wer sagt uns, dass sie nicht auf magische Weise unsere Gedanken erfährt und ihr Verhalten dem entsprechend anpasst?"

Ravok schüttelte den Kopf.

" Ich sage nur wir sollten ihr nicht uneingeschränkt vertrauen."



Nachdem Hrothgar wieder zurückkehrte und ihnen beiden einschenkte, nahm Ravok einen Schluck und blickte Hrothgar ebenfalls an.

" Ich habe bisher viele unterschiedliche Personen beschützen müssen. Von einfachen Händlern über niedrige Adlige. Nicht wenige legten wenig Wert auf meine Gesellschaft. Aber ihnen allen war die Notwendigkeit meines Schutzes bewusst oder wurde es zumindest im Angesicht der Gefahr. Bestimmt wären andere Prinzessinnen während der Reise anstrengender. Sie würden sich über alles beschweren, von dem Wetter über die Vegetation und irgendwelche Tiere. Aber wenn sie irgendetwas Gefährlichem begegnen würden, kämen sie schreiend schutzsuchend zurück gerannt. Kreaturen wie diesen Untoten würden sie sich freiwillig nicht einmal näheren. Und in dieser Hinsicht ist Asha anders. Sie will sich unbedingt beweisen und sucht die Gefahr förmlich. Sie hat keine Erfahrung mit den Gefahren, die in dieser Welt lauern können und kann diese nicht einschätzen. Ja wir haben diese Untoten besiegt und es ist keiner gestorben, aber es war eine gehörige Portion Glück dabei. Und nach dem Kampf habe ich an ihren Augen gesehen, dass sie auch das nicht einmal annähernd begriffen hat."

Er pausierte kurz in seinem Wortschwall und atmete durch.

" Ich habe gesehen, dass sie nicht gänzlich unerfahren im Umgang mit dem Schwert ist, aber ihre Erfahrung beschränkt sich auf den Kampf Mann gegen Mann. Duelle, die unter ehrenhaften Personen ausgetragen werden. Die wenigsten Gegner dort draußen werden sich so verhalten."

Ravok nahm sich noch einen Schluck.

" Hätte sie gewartet und ihr Vorgehen mit uns abgesprochen, hätten wir alle diese Untoten mit einem gezielten Hieb enthaupten können. Ohne Gefahr für die Gruppe. Vorallem da der Rest der Gruppe auch nicht gerade zu den Kampferfahrensten gehört, wenn wir mal von dem Zwerg absehen.
Wenn es so sein soll, werde ich weiterhin mein bestes geben sie zu beschützen. Aber wenn sie sich weiterhin so eigensinnig verhält und meint alles besser zu wissen, dann weiß ich nicht, wie lange es mir noch gelingen wird ihre Sicherheit zu garantieren."
« Letzte Änderung: 12.09.2011, 14:37:21 von Ravok »

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