Autor Thema: Wüsten und Basare  (Gelesen 1745 mal)

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Eando Kline

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Wüsten und Basare
« am: 06.01.2011, 11:31:55 »
hier drin werde ich für die Charaktererstellung relevante Informationen, aber auch weitere Settingspezifische Informationen einstellen, die für das Abenteuer von Wichtigkeit sind oder Fragen der Spieler beantworten. Der Startpost wird wieder die Links auf die einzelnen Themenposts enthalten (was es mir erlaubt, das ganze in beliebiger Reihenfolge zu tun^^).

Die Badawi in Katapesh
Die Völker katapeshs
« Letzte Änderung: 09.01.2011, 18:36:55 von Eando Kline »

Eando Kline

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Wüsten und Basare
« Antwort #1 am: 06.01.2011, 11:33:07 »
Die Badawi der Wüsten Katapeshs

Seit unzähligen Generationen leben nomadische Stämme in der rauen Umwelt der Wüsten und Steppen Katapeshs. Manche davon existierten schon, als Katapesh noch von den osirischen Pharaonen beherrscht wurde. Die Größe dieser Stämme reicht von kleinen Banden, die oft nicht mehr als Räuber und Plünderer sind, bis hin zu großen Stammesverbänden, die im Wechsel der Jahreszeiten ihre Zelte da aufschlagen, wo es genügend Wasser für ihre riesigen Viehherden gibt.
  Die Badawi, wie diese Stämme zusammenfassend genannt werden, sind vor allem keleschitischer Herkunft. Damit einher geht der für Keleschiten typische Glaube, anderen Ethnien überlegen zu sein. Badawi halten ihren Weg für den besten und fühlen sich dadurch bestätigt, dass die Wüste anderen Besiedlungsversuchen kaum eine Chance auf Erfolg lässt. Sie sind davon überzeugt, dass sie bessere Möglichkeiten vor allen anderen gefunden hätten, dass es also keine geben kann.
  Die meisten Badawi sind also Menschen; doch fallen auch die wenigen nomadisch lebenden Angehörigen anderer Völker (vor allem Gnome und Halblinge) unter diesen Begriff; allerdings ziehen die anderen Völker das Leben in zivilisierteren Gegenden dem eines Nomaden deutlich vor.
  Neuankömmlingen sind Badawi meist eher misstrauisch eingestellt. Hat man ihren Respekt aber erworben, lässt ihre Gastfreundschaft nichts zu wünschen übrig.

Üblicherweise besitzen Badawi Klassenstufen als Schurken oder Waldläufer, etwas seltener auch als Druiden und Kleriker (Abadar, Irori, Pharasma oder Sarenrae). Auf Barbaren sehen sie mit Verachtung herab, da diese in ihren Augen nicht viel besser einzustufen sind als die wilden, blutrünstigen Gnolle, gegen die sie sich in einem immerwährenden Existenzkampf befinden. Die einzelnen Paladine genießen aber höchstes Ansehen und Verehrung.

Auch besitzen Badawi meist einige Ränge in Überlebenskunst und wählen oftmals die Talente Ausdauer, Berittener Kampf und/oder Sandgänger.
« Letzte Änderung: 06.01.2011, 11:35:16 von Eando Kline »

Eando Kline

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Wüsten und Basare
« Antwort #2 am: 09.01.2011, 18:36:17 »
Die Völker Katapeshs

Elfen
Die Elfen Kyonins kommen nur selten nach Katapesh, da die Risiken der langen Reise den möglichen Profit in ihren Augen oft übersteigen. Elfen sind daher in Katapesh überraschend selten, ihre exotische Attraktivität wirkt auf die Einheimischen daher um so stärker und ermöglicht es ihnen, mit großem Erfolg in den verschiedensten Bereichen (als Diplomaten und Händler, aber auch als Geschichtenerzähler und Künstler) tätig zu sein.
Gelegentlich überqueren Wildelfen aus dem Mwangibecken die Trümmerberge und lassen sich im Süden Katapeshs nieder. Diese Elfen halten sich meist abseits der großen Städte, die ihnen zu geschäftig und chaotisch erscheinen.

Gnome
Gnome leben meist in den Städten und Märkten im Osten Katapeshs, obwohl sie die Weite des Landesinneren vorzuziehen scheinen. Die mythischen Oasen und die seltsamen Wesen, die die endlosen Steppen bewohnen, scheinen ihre Vorstellungskraft in besonderem Maße zu befruchten. Yavipho und Tevensried sind zwei der bekannteren Gnomensiedlungen, die sich um eine solche Oase herum gebildet haben, und die ein beliebter Anlaufspunkt für Kaufleute sind, die dort Güter verkaufen können, die sie sonst nirgendwo loswürden. Außerdem haben Gnome eine besondere Vorliebe für Pesh, dass auf sie eine ähnliche Wirkung ausübt, wie auf die anderen Völker, ohne allerdings für Gnome die gleiche süchtigmachende Wirkung zu haben scheinen.
Gnome leben allerdings in Katapesh fast noch gefährlicher als Halblinge, da sie von Sklavenhändlern oft mit letzteren verwechselt werden. Diese reagieren aber oft sehr ungehalten, wenn sie ihren Irrtum erkennen und feststellen müssen, dass sie an ihren Gefangenen keinen großen Gewinn erwarten dürfen.

Halbelfen
In einem Land mit nur geringem Bevölkerungsanteil an Elfen ist es kein Wunder, dass auch Halbelfen kein besonders häufiger Anblick sind. Die meisten wandern aus Avistan nach Katapesh ein, um den ihnen dort oft entgegengebrachten Vorurteilen auszuweichen. In Katapesh gelingt es ihnen leicht, sich in eine Gesellschaft einzufügen, die weit exotischere Anblicke gewohnt ist.

Halblinge
Die Halblinge stellen das nach den Menschen zahlenmäßig am stärksten vertretene Volk in Katapesh auf. In einigen Vierteln Solkus oder Katapeshs bilden sie sogar die Mehrheit. Sie sind in nahezu allen Berufsfeldern tätig. Die Halblinge Katapeshs sind den Mitgliedern anderer Völker gegenüber aber besonders misstrauisch, was darauf zurückzuführen ist, dass sie besonders häufig von Gnollen und Menschen versklavt und in die Gefangenschaft nach Cheliax oder Qadira verkauft werden.

Halborks
Auch die wenigen Halborks in Katapesh kommen ursprünglich aus dem Norden Golarions. Katapesh war nie von der Orkgefahr bedroht, die die nördlichen Nationen heimsuchte und Orks sind hier quasi nichtexistent. Den meisten Halborks mangelt es an der Begabung, um ein erfolgreicher Händler zu werden, die meisten finden sich daher in Berufen oder kriminellen Aktivitäten wieder, in denen ihre große Stärke nützlich ist. Allerdings gibt es eine überraschend hohe Anzahl halborkischer Akolythen in der Kirche Sarenraes, die ihre Diener vorurteilslos nach ihrem Handeln, nicht nach ihrer Herkunft beurteilt.

Menschen
Menschen sind das zahlenmäßig am stärksten vertretene Volk in Katapesh und nehmen daher auf ganz natürliche Weise eine dominierende Stellung ein. Die meisten sind garundischer oder keleshitischer Herkunft, doch sind auch Menschen jeder anderen Ethnie in Katapesh anzutreffen, selbst die aus dem weit entfernten Vudra oder Tian Xia.
Außerhalb der großen Städte leben die Menschen meist in kleinen, dörflichen Gemeinden zusammen, die genausoschnell wieder verschwinden, wie sie entstehen. Daneben gibt es noch die nomadisch lebenden Badawi, die die Steppen und Wüsten Katapeshs durchstreifen und anderen Menschen gegenüber meist misstrauisch, manchmal sogar offen feindselig gesinnt sind.

Zwerge
Zwerge empfinden das heiße Klima Katapeshs als unangenehm und werden daher nur selten sesshaft. Dennoch trifft man in den großen Städten und entlang der Karawanenstraßen immer wieder oft zwergische Händler und Kaufleute, die aus den Nationen des Nordens hierherreisen, um ihre Handwerkserzeugnisse gegen andere Waren einzutauschen. Ihr stures Beharren auf den von ihnen festgesetzten Preisen macht sie allerdings in einem Land, in dem Feilschhandel an der Tagesordnung ist, alles andere als beliebt, weswegen sie oft auf Zwischenhändler angewiesen sind, da die Einheimischen sich weigern, mit Zwergen zu handeln.
Der Kupfer- und Zinnreichtum der Messingberge im Norden lockt aber immer wieder zwergische Bergleute an, weswegen immer wieder Zwergensiedlungen da entstehen, wo neue Funde gemacht werden. Derzeit die größten Siedlungen sind Zinnschild und Arnvoghot nördlich von Solku.

Andere Völker
Gnolle machen die Wüsten und Bergregionen Katapeshs unsicher. Doch ist ihr Anblick in den zivilisierteren Regionen durchaus nicht ungewöhnlich. Der Sklavenhandel ist in Katapesh legal und niemand (außer den Sklaven) stört sich daher daran, wenn Gnolle diesem Gewerbe nachgehen. Allerdings wird auch niemand einen Finger krümmen, um einen Sklaven daran zu hindern, dem Leben seines gnollschen Slaventreibers ein vorzeitiges Ende zu setzen. Doch sind auch Dschinne, Janni und ihre Verwandten kein allzu seltener Anblick in den Märkten Katapeshs, und in den berüchtigten Nachtställen kann man durchaus das Pech haben, Untoten, Teufeln, Dämonen und anderen bösartigen Wesen zu begegnen, die anderswo gnadenlos gejagt würden.