Autor Thema: [Prolog]Ein Loch im Boden  (Gelesen 6328 mal)

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Eando Kline

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[Prolog]Ein Loch im Boden
« am: 17.01.2011, 22:36:55 »
Geschehen am 15 Tag im Monat Kuthona, im Jahre 4710 nach Absalomer Zeitrechnung

Langsam senkte die Sonne sich über den Horizont herab und hüllten die Mauern Solkus in einen goldenen Schimmer. Das kleine Mädchen, dass sich müde auf die Stadt zubewegte, hatte allerdings keine Augen für den wunderbaren Anblick. Die letzten Tage waren anstrengend gewesen, und selbst ihr Begleiter hatte nicht immer eine ergiebige Wasserstelle oder ein kleines Kaninchen finden können.
Ansonsten hätte sie wohl auch gar nicht erst beschlossen, sich nach Solku aufzumachen, um dort vielleicht ein wenig Erholung zu finden. Solku war zwar ein wesentlich angenehmerer Aufenthaltsort als Katapesh, aber die zweitgrößte Stadt im Land war für jemanden, der die Weite der Steppe gewohnt war, durchaus gewöhnungsbedürftig.
Das plötzliche Knurren Yashibs kam zu spät. Hilal hatte noch Zeit, sich insgeheim eine Närrin zu schimpfen, weil sie den Geruch zu spät bemerkt hatte, als plötzlich der Boden unter ihr nachgab und sie in eine zwei Mann hohe Grube hinabstürzte. Sie warf sich herum, um sich am Rand des plötzlich entstandenen Lochs festzuhalten, doch war der Sand hier zu rutschig, um ihr Halt zu gewähren, und so purzelte sie hinunter, wie eine Kugel zusammengerollt, um dem Sturz die Wucht zu nehmen.
Als sie sich aufgerafft hatte, vernahm sie das Winseln Yashibs, der sein Köpfchen über den Rand gereckt hatte und besorgt nach unten starrte.
« Letzte Änderung: 11.03.2011, 11:44:02 von Eando Kline »

Hilal

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[Prolog]Ein Loch im Boden
« Antwort #1 am: 18.01.2011, 00:12:30 »
Hilal tat nach dem Sturz nichts weh. Sie war leicht, federleicht, wie die nur selten am Himmel vorbeiziehenden Wolken. Vielmehr schrie sie vor Überraschung auf. Wer hatte hier eine Fallgrube für sie aufgestellt? Bestimmt war die Grube für sie, das war bestimmt Schicksal.
Nachdem sie sich den Sand aus den Haaren geschüttelt hatte, rappelte das Mädchen sich auf und sah nach oben. "Alles in Ordnung, mach dir keine Sorgen, Yashib," beruhigte sie den kleinen Wüstenfuchs. Die Arme nach oben gestreckt, versuchte sie hochzuhüpfen und den Rand der Grube zu erreichen. Einmal, zweimal, dreimal...
Dann gab sie den Versuch resigniert auf. Würde sie nun hier verhungern müssen? Nein, die Mutter wache über sie, hatten die Gnolle immer gesagt. Und außerdem hatte sie ihren treuen vierbeinigen Freund.
"Riechst du was, Yashib?," fragte Hilal den Fennec, während sie selbst wie ein Tier in die Luft schnupperte. Vielleicht lauerte der Jäger ganz in der Nähe und würde sich sogleich auf seine Beute stürzen. Plötzlich fiel ihr etwas ein, und die Wüstentochter griff in ihren Lederbeutel am Gürtel, um ein schmutziges Glas herauszuziehen. Im inneren des Gefäßes plantschte etwas trübe Flüssigkeit und mit einigen sich träge windenden Würmern darin. "Ah, euch geht's noch gut," stellte Hilal erleichtert fest und schob das Egelglas zurück ins Säckel.
Tja, wenn Yashib nichts roch, dann müsste sie eben warten.
« Letzte Änderung: 02.02.2011, 22:12:10 von Hilal »

Eando Kline

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[Prolog]Ein Loch im Boden
« Antwort #2 am: 23.01.2011, 21:53:53 »
(ab jetzt also Präsens)

Jetzt, als Hilal wieder etwas zur Ruhe gekommen ist, erkennt sie auch den Geruch, der sie eigentlich schon viel früher hätte warnen müssen. Es riecht nach Gnoll und mit dieser Information wird ihr auch klar, dass es sich hierbei um eine der Fallen handeln muss, die Gnolle gerne entlang der Karawanenwege in den Boden graben, um auf diese Weise unvorsichtige Wanderer zu fangen und später dann in die Sklaverei zu verkaufen. Wären allerdings in jüngster Zeit Gnolle hiergewesen, dann hätte sie den typischen Raubtiergestank eigentlich viel stärker wahrnehmen müssen.

Dass das nicht der Fall ist, birgt eine gute und eine schlechte Nachricht in sich. Die gute Nachricht ist,  dass diese Falle wohl aufgegeben wurde, und sie sich nicht darum sorgen muss, bald von Gnollen besucht zu werden. Die schlechte Nachricht ist allerdings, dass sie ohne Hilfe wohl ein Problem haben wird, wieder aus der Grube herauszukommen.

Yashib springt nach wie vor aufgeregt am Rand der grube herum, als halte er das für ein Spiel und warte darauf, dass Hilal wieder aus dem Loch herauskommt.
« Letzte Änderung: 23.01.2011, 21:55:56 von Eando Kline »

Hilal

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[Prolog]Ein Loch im Boden
« Antwort #3 am: 23.01.2011, 23:50:55 »
Hilal wünscht sich, es wären doch Gnolle in der Nähe. Wenigstens würden sie ihr hier raus helfen. Ermattet legt sich das Mädchen rücklings auf den sandigen Boden der Grube und starrt hinauf in den wolkenlosen Himmel. Minuten vergehen, vielleicht auch Stunden. Die Wüstentochter verliert das Zeitgefühl. Ihre Augen fallen zu, doch sie sieht noch immer den Himmel - nun ist er nicht mehr leer, sondern wird ständig von Tiergestalten überquert. Adler, Gazellen, Füchse, ein Heuschreckenschwarm.
Irgendwann schlägt Hilal die Augen auf. Über ihr wuselt Yashib herum, das einzige Tier, das sich am Hintergrund des wirklichen Himmels abzeichnet. Immer noch ist keine Hilfe in Sicht. Dann muss sie sich eben selbst helfen, beschließt das Mädchen. Gähnend rappelt sie sich auf und geht auf eine der vier Grubenwände zu, um mit bloßen Händen anfangen zu graben. "Yashib! Hilf mir von deiner Seite aus!," ruft sie dem Fuchs zu, der im Buddeln gewiß erfahrerner ist.
« Letzte Änderung: 02.02.2011, 22:12:49 von Hilal »

Eando Kline

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[Prolog]Ein Loch im Boden
« Antwort #4 am: 01.02.2011, 23:50:04 »
Leider ist der Sand zu trocken und locker, daher gelingt es Hilal nicht,Löcher in die Grubenwände zu graben, die sie als Kletterhilfen benutzen könnte. Und Yashib, der tatsächlich gehorsam zu Buddeln anfängt, sorgt damit auch nur dafür, dass von oben ein steter Nachschub an feinem Sand in die Grube rieselt.

Plötzlich erstarrt der kleine Fennek. Dann fängt er plötzlich an zu jaulen und aufgeregt hin und her zu springen. Kurz darauf hört Hilal Stimmen, die sich langsam der Grube nähern.


...

Die Kamele sind ausdauernd und stehen gut im Futter, soviel steht nach dem Ausritt fest, den Garavel und seine beiden Begleiter heute unternommen haben. Viel wichtiger für Gravel war es aber, die beiden Beduinen zu beobachten, die er als Geleitschutz für seine Expedition angeheuert hat. Abd und Nuri machen zwar einen ehrlichen Eindruck, aber der Majordomus des Hauses Roveshki ist zu erfahren, um nicht zu wissen, dass das bei den Bedawi nicht unbedingt viel heißen muss.  Der Ausritt wäre für die beiden eine gute Gelegenheit gewesen, ihn auszurauben zu versuchen. Dass sie das unterlassen haben, ist dabei weniger bedeutsam, als dass ihre ganze Körpersprache aussagt, dass sie nicht zu denen gehören, die sich als Räuber der Wüste ihren Lebensunterhalt verdienen. Garavel ist zufrieden damit, wieder einmal die richtige Nase gehabt zu haben.

Plötzlich bringt er sein Kamel zum Stehen. Im Hintergrund ragen schon die Stadtmauern Solkus auf, doch ist es nicht dieser Anblick, der ihn verharren lässt. Es ist vielmehr das kleine Tier, dass in einiger Entfernung vor ihnen aufgeregt hin und herspringt.

"Ist das nicht ein Wüstenfuchs?" Abd und Nuri haben das Tier natürlich auch schon gesehen, und im Gegensatz zu Garavel wissen sie darum, wie ungewöhnlich dieser Anblick ist. Nicht nur, dass Fennecs nachtaktive Tiere sind, die sich tagsüber eher in ihrem Bau verkriechen, auch dieses Herumgehopse wirkt eher so, als wolle der Fuchs auf sich aufmerksam machen, was nun ganz und gar nicht die Art dieser possierlichen Tierchen ist.

Abd-asch-schams

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[Prolog]Ein Loch im Boden
« Antwort #5 am: 02.02.2011, 16:16:58 »
Abd-asch-schams schaut sich aufmerksam um. Er weiß nicht, wohin ihn die Vision seines Vaters bringen wird, jedoch bringen ihn seine Beschützerdienste der Lösung näher. Die Sonne brennt heiß, aber das ist normal in dieser Gegend und jemanden seines Blutes stört die Hitze weniger. Manchmal jedoch spielt die flirrende Luft seinen Augen einen Streich. Irritiert bleibt er stehen, als er den hüpfenden Fennek sieht. Er reibt sich die Augen und schaut noch einmal hin. Die Erscheinung ist noch immer da.

In diesem Augenblick fragt Garavel schon nach dem Tier. Er hatte ihn also auch gesehen.

"Vielleicht. Vielleicht ist es ja auch eher der Geist einer Wüstenspringmaus im Körper eines Wüstenfuchses."

Er schaut zu seinem Bruder hinüber.

"Was meinst Du dazu? Schauen wir uns den kleinen Kerl einmal näher an?"

Hilal

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[Prolog]Ein Loch im Boden
« Antwort #6 am: 02.02.2011, 22:19:13 »
Hilal weist unglaubliche Geduld auf, als sie versucht, durch das Gebuddel eine Art flache Rampe zu bauen. Nach einer Weile muss sie jedoch einsehen, dass der Sand einfach zu lose ist. Mit dem Handrücken fährt sich das Mädchen über die klebrig feuchte Stirn - dann spannt sie sich an, als sie Yashib dasselbe tun sieht.
Mit dem Blick verfolgt das Wüstenkind die Ohrenbewegungen des Fuchses und horcht selbst in jene Richtung. Tatsächlich, irgendjemand nähert sich. "Wer ist da? Yashib, kannst du sie sehen? Riechen?," fragt Hilal gedämpft ihren kleinen Vertrauten. Dennoch, wer auch immer diese Fremden sind - sie werden der gesegneten Tochter helfen müssen. Das Mädchen verspürt keine Furcht; im Gegenteil, eine innere Zuversicht.

Nuri ibn Gurbah

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[Prolog]Ein Loch im Boden
« Antwort #7 am: 03.02.2011, 07:15:49 »
Nuri umfasst das Zaumzeug seines treuen Kamels fest und stört sich dank seiner Lebensweise kaum an der Hitze. Dennoch empfindet der Badawi einen Ausritt mitten durch die Wüstensonne nicht gerade als sinnvoll und den Sinn dieser Eskortierung muss er selbst noch herausfinden. Jedoch ist seine Aufgabe klar und er war schließlich hier, um seinen Bruder zu beschützen und mehr über sich selbst herauszufinden. Doch wie er das anstellt ist dem Kind der Wüste noch völlig unklar. So viele Fremde und neue Eindrücke sind seit dem auf ihn eingeprasselt.
Doch dann reißt ihn die Entdeckung des Wüstenfuchses aus den Gedanken und er schelltet sich einen Moment selbst für seine Träumerei. Schließlich konnte in der Wüste jederzeit etwas passieren. Nuri verschwendet jedoch keine Zeit bei diesem merkwürdigen Fund und bringt sein Reittier mit einigen Gesten und Berührungen dazu sich hinzusitzen. Schnell steigt der Badawi aus dem Sattel und schaut zu Abd-asch-schams.
“Ich glaube ja. Allerdings sollten wir vorsichtig sein. Vielleicht ist Magie im Spiel oder etwas Anderes. Es ist jedenfalls nicht natürlich.“
Nuri nähert sich vorsichtig dem possierlichen Tierchen und überlegt was er überhaupt über Fennecs weiß. Doch so oder so versucht er keine Gefahr darzustellen. Leise flüstert er dabei.
“Was ist denn los kleiner Fuchs?“ 
- "Wenn du redest, dann muß deine Rede besser sein, als dein Schweigen gewesen wäre."
- "Wenn ich zuhöre, habe ich den Nutzen. Wenn ich spreche, haben ihn andere."

Abd-asch-schams

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[Prolog]Ein Loch im Boden
« Antwort #8 am: 03.02.2011, 16:01:38 »
Abd überläßt die Verhandlungen mit dem Fuchs seinem Bruder, jedoch kann er erkennen, daß der Fennek um ein Loch im Boden herumtanzt.

"Schau, vielleicht ist das des Rätsels Lösung."

Vorsichtig nähert er sich der Öffnung, immer darauf bedacht, nicht selbst hineinzufallen und ruft: "Hallo? Ist da jemand drin?"

Hilal

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[Prolog]Ein Loch im Boden
« Antwort #9 am: 07.02.2011, 04:06:46 »
Der Fennec verharrt alarmiert, als die Fremden sich zu nahe an die Grube begeben. Das Tier duckt sich und fletscht die kleinen Zähne - doch aus dem Loch im Boden erklingt eine leise, beschwichtigende Stimme: "Keine Angst, Yashib. Sie werden dir nichts tun." Der Fuchs lockert nur langsam seine angespannte Haltung und kriecht einige Zoll rückwärts.
Vom anderen Rand der Grube erspäht der Badawi, der sich der Falle genähert hat, sogleich den Ursprung der Stimme - ein zerzaustes Keleshite-Mädchen von etwa einem Dutzend Sommer, das in lumpiger Tunika und mit in die Hüften gestemmten Händen zu ihm hochstarrt. Der Blick ihrer grünen Augen wirkt durchdringend und irgendwie unheimlich.
"Holt mich hier raus," sagt das Kind bestimmt und fordernd, ohne eine Spur von Anst vor den Fremden zu zeigen.

Abd-asch-schams

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[Prolog]Ein Loch im Boden
« Antwort #10 am: 07.02.2011, 08:56:54 »
"Schau mal Nuri, welche Blumen die Wüste im Dunkeln wachsen lässt", sagt Abd-asch-schams zu seinem Bruder.

Er nimmt ein Seil, gibt ein Ende seinem Bruder zum Halten und läßt es in die Grube hinab.

"Schaffst Du es, alleine am Seil hinaufzuklettern, Mädchen?"

Nuri ibn Gurbah

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[Prolog]Ein Loch im Boden
« Antwort #11 am: 10.02.2011, 11:26:10 »
Nuri lässt von dem Fuchs ab, nachdem dieser scheinbar scheu auf seine Anwesenheit reagiert. Dann jedoch vernimmt er ebenso wie sein Bruder die Stimme und der Mann wundert sich einen Moment.
“Magie oder sie kennt sich wirklich sehr gut mit Tieren aus.“
Der Badawi nähert sich seinem Bruder und schaut ebenfalls in die Tiefe, während er das Seil in die Hand gedrückt bekommt. Dabei flüstert er leise zu seinem Bruder.
“Ein merkwürdiger Zufall. Allerdings sollten wir ein Mädchen nicht einfach in der Wüste verdursten lassen.“
Er hält das Seil fest und schaut, ob das Mädchen allein hoch kommt. Ansonsten würde er wohl nachhelfen.
- "Wenn du redest, dann muß deine Rede besser sein, als dein Schweigen gewesen wäre."
- "Wenn ich zuhöre, habe ich den Nutzen. Wenn ich spreche, haben ihn andere."

Hilal

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[Prolog]Ein Loch im Boden
« Antwort #12 am: 11.02.2011, 00:04:13 »
Die Infragestellung ihrer Fähigkeit, am Seil hochzuklettern, quittiert Hilal mit einem Schnauben und einem finsteren Blick. Nein, sonderlich athletisch ist sie nicht - aber dass irgendein Fremder sie für ein schwächliches Kind hält, ist unverschämt. Ohne Worte tritt die Wüstentochter ans Seil heran, umfasst es fest mit den Händen, schlingt die Beine darum und zieht sich mit den Armen hoch, ein Ruck nach dem anderen. Zwar nicht oft, doch hat sie hin und wieder in Oasen kletternde Äffchen gesehen, und deren Natur versucht sie nun nachzuahmen.

Abd-asch-schams

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[Prolog]Ein Loch im Boden
« Antwort #13 am: 11.02.2011, 11:13:07 »
Abd-asch-schams schaut seinen Bruder an, als das Mädchen aus dem Loch geklettert kommt.

"Schau an, was für ein Tag," sagt er zu einem Bruder, "erst finden wir einen Wüstenfuchs und dann ein Äffchen."

Ein leichtes Scvhmunzeln liegt auf seinen Lippen, dann wird er ernst und fragt das Mädchen: "Geht es Dir gut? Brauchst Du Wasser?"

Hilal

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[Prolog]Ein Loch im Boden
« Antwort #14 am: 13.02.2011, 17:08:27 »
Oben angekommen, klopft sich Hilal Sand aus dem Haar und sieht als erstes zum Fennec, den sie mit einer Handbewegung zu sich ruft. Trotz des Mißtrauens den Fremden gegenüber eilt der Wüstenfuchs an die Seite seiner zweibeinigen Gefährtin. Diese schenkt dem Fennec einen wohlwollenden Blick und hebt dann den Kopf, um ihren Befreier anzustarren.
"Mir geht's bestens, und Yashib auch. Aber Euer Wasser werden wir nehmen," postuliert das Mädchen im unvermeidbaren Ton einer Unheilsprophezeiung, als hätte der Badawi gar keine andere Wahl, als ihr und ihrem Fuchs Wasser zu geben.