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Autor Thema: Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 6"  (Gelesen 18506 mal)

Beschreibung: Das Inplay

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Schreckensjul

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 6"
« Antwort #390 am: 10.04.2012, 16:18:12 »
"Dann werde ich euch beide mit Freuden zu meinen ersten neuen Templaren ernennen." spricht Nefeshti feierlich zu Iuni und Zahur "Sorgt euch nicht, ich werde euch genügend Freiraum lassen, damit ihr euch anderen Pflichten widmen könnt, wie dem Wiederaufbau des Sarenrae Tempels." sagt sie und blickt anschließend zu Naadhira "Eure Gründe kann ich vollends nachvollziehen und ich werde euch nicht weiter bedrängen. Habt Dank für alles was ihr bisher für mich und meinen Orden getan habt. Ich werde Vater Zastoran fragen ob er mein Berater werden mag, ein weiser Nethyspriester wäre sicher gut geeignet für diese Position." ehe sie sich dann Durriken zuwendet.

"Die Position des Nordwindes werde ich weiter Vardishal überlassen, solange sein Bewußtsein in dieser Waffe existiert. Er war der einzige Templar der mir immer loyal blieb. Es wäre mir eine Freunde, wenn ihr Durriken, erneut sein Träger wäret, wenn wir Jhavhul nachstellen." ihr Blick gleitet nun wieder zu Zurvandad und Sami "Auch wenn der kleine Sami bereits großen Mut und Tapferkeit bewiesen hat, so glaube ich ist er noch zu jung für so eine Aufgabe. Ich würde mich wirklich freuen, wenn du Zurvandad, diese Position annehmen würdest." wobei sie dem Halb-Elf noch einen weitere Kuss schenkt. "Die Templare sind meine Champions und Vorkämpfer, die Anführer der Streitkräfte meines Ordens. Im Endeffekt hattet ihr diese Positionen bereits inne. Die Templare sind ebenso meine Berater, Diplomaten und Spione. Jedoch keine hörigen Soldaten ... ich werde jedem von euch genug Freiraum lassen um sich anderen Angelegenheiten zu widmen." wobei sie Iuni ein Nicken schenkt.

"Nicht nur Jhavhul ist der Feind meines Ordens, sondern all jene welche Wunschmagie zu finsteren Zwecken mißbrauchen wollen. Ich hoffe dass der Orden mit Hilfe meiner neuen Templare zurück zu alter Größe finden kann. Wir werden wie gesagt im ehemaligen Kloster Vardishals unser neues Hauptquariter beziehen und Wacht halten, bis ich einen geeigneten Zeitpunkt sehe um mit Jhavhul ein für alle Mal abzurechnen. Überleg es dir reiflich, ich würde mich freuen." spricht sie und gibt Zurvandad einen weiteren Kuss.
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Zurvandad

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 6"
« Antwort #391 am: 12.04.2012, 17:23:33 »
zwischen den aufregenden Küssen findet Zurvandad kurz die Möglichkeit, etwas auf die Äußerungen seiner Geliebten zu erwidern.
Nun, dann ist es eine bedeutungsvolle Aufgabe, die Du mir hier anbietest. Doch ich bin eine unstete Gestalt, gerne unterwegs und selten länger an einem Ort. Sollte dies mit dem Aufgaben ein Templars vereinbar sein, dann wäre es mir eine Ehre, den Posten anzutreten", spricht er zu ihr und schenkt ihr einen tiefen Blick.
Dann wendet er sich den anderen zu. "Lasast es uns hier an dieser Stelle besiegeln: Wir werden nicht ruhen, ehe wie Jhavhul gestellt und ihn für seine Machenschaften zur Rechenschaft gezogen haben." Zurvandad erhebt ein Trinkgefäß mit Wein und prostet seinen Freunden zu.

Durriken

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 6"
« Antwort #392 am: 13.04.2012, 21:19:58 »
Nach Naadhiras Kuss war der ehemalige Gladiator stumm geblieben. Durriken hat genossen, wie zumindest ein Hauch des inneren Friedens, der ihm seit der Konfrontation mit Jhavhul verloren gegangen war, zurückgekehrt ist. Die eine Hand stumm um den Sturm, Vardishal geklammert, in der anderen die Hand der Klerikerin sind die Worte der Gefährten an ihm vorbei gezogen.

Als der Bogenschütze ihn direkt anspricht und auch er verspricht, gegen Jhavhul zu ziehen, drückt Durriken erneut die Hand seiner Braut und lächelt. "So sei es. Vernichten wir den Ifrit." Die Augen des Grauen glühen in eisigem Feuer und seine Stimme wird fest und tief. "Endgültig." 
   

Zahur

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 6"
« Antwort #393 am: 14.04.2012, 13:12:30 »
Als Nefeshti schließlich so fröhlich und offenherzig über ihr aller zukünftiges Amt zu sprechen beginnt verfliegen Zahurs Zweifel im nu. Froh hebt auch er seinen Kelch mit Wein und prostet Zurvandad ebenfalls zu, aber nicht ohne Nefeshti zuvor noch ein charmantes Lächeln - zumindest gibt er sich Mühe dabei - zuzuwerfen:

"Ha-a-abt Dank Nefe-fe-feshti für so vie-hi-hiel Ver-her-trauen! Treu e-he-hergeben wer-r-rde ich dem O-ho-horden dienen! Gemei-n-nsam werden wi-hir sicherlich ni-hi-hicht nur Jhavh-vh-vhul endgültig au-auf-halten und ver-her-hernichten können... Hahaha...."

Der Betrunkene Meister bricht in fröhlich lallendes Gelächter aus und stimmt seinen Gefährten zu - er würde der neue Chaostemplar des Ordens werden und so hoffentlich irgendwann endgültig zu Jhavhuls Vernichtung beitragen können! So würde sein Weg also doch ein Ziel haben...

"Pr-o-o-host! Freunde!..."

Und diese letzten Worte kommen ehrlich und treu und vor allem glücklich und zufrieden aus Zahurs Mund - so hatte also doch alles ein gutes Ende gefunden...

Vorerst...

Schreckensjul

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 6"
« Antwort #394 am: 14.04.2012, 16:40:32 »
Epilog: The Final Wish
All good things come to an end

Einige Zeit war vergangen, seitdem die Gefährten nach Kelmarane zurück gekehrt waren und in der Zwischenzeit hatte sich jeder wieder verschiedenen Verpflichtungen gewidmet. Naadhira kehrte in ihre Position als Agentin der Paktmeister zurück um gemeinsam mit Prinzessin Almah die kleine Stadt zu regieren und jegliche Spuren von Jhavhuls Besetzung zu eliminieren.
Durriken hatte gemeinsam mit Curt den Waffenladen wieder eröffnet, doch waren die Gedanken des ehemaligen Gladiators stets auf sein Ziel gerichtet und er ersann Pläne für seine Rückkehr nach Bayt-al-Bazan. Der Sturm war im Wafenladen ehrenvoll aufgebahrt, doch er ruhte und wartete auf den Tag an dem sein hoffentlich letzter Einsatz kommen, und er Frieden finden würde.

Iuni hatte ihre Position als Hohepriesterin der Sarenrae in Kelmarane wieder angenommen, einige Laienbrüder und Schwestern ernannt und mit dem Wiederaufbau des Tempels begonnen, bei dem viele Bürger der Stadt mithalfen und das Vorhaben somit schnell voran kam. Gleichzeitig wurde sie zum Templar des Südwindes ernannt und trat in die Fußstapfen ihres Vaters, wobei Nefeshti ihr weitesgehend freie Hand ließ, und sie sich dem Aufbau ihres Tempels widmen konnte.

Auf Pharasmas Acker, welcher direkt neben dem Tempel lag, wurde zudem ein Gedenkstein für Mestoph aufgestellt, ebenso für Cyron, dessen Leiche in Katapesh geblieben war. Iuni hielt dazu eine Grabrede ab, bei welcher sie auch all der früheren Opfer gedachte, welche im Kampf mit dem Aaskönig und Jhavhuls Schergen den Tod fanden, sowie die Toten der kurzen Besatzung.

Auch Zahur hatte eine Templarposition angenommen und wurde von Nefeshti zum neuen Chaoswind ernannt. Als erfahrener Nahkämpfer begann er die Truppen Nefeshtis zu unterweisen, um sie bereit zu machen für den Tag, sollten Jhavhuls Truppen Kelmarane angreifen.

Gleichsam wurde Zurvandad der neue Westwind und führte seine Liebschaft mit Nefeshti weiter fort. Als Geliebter und Templar war Zurvandad die rechte Hand von Nefeshti und wurde bald mit ersten Aufträgen betreut oder rekrutierte neue Krieger für den Orden, welcher sich in dem alten Kloster Vardishals nahe bei Kelmarane niedergelassen hatte um ein Auge auf die Region zu haben. ...
So kam es, dass die Gefährten trotz ihrer unterschiedlichen Pflichten dennoch reichlich Kontakt zu einander halten konnten.

Zum neuen Ostwind und Berater von Nefeshti wurde Vater Zastoran ernannt, der gleichsam wie sein Gott, zwei Gesichter hat. Der leicht erregbare, alte Mann, welcher Naadhira und Durriken den Tod seiner beiden Schüler noch immer nicht ganz verziehen hat, doch auf der anderen Seite der Priester des Nethys, erfüllt von der Weisheit des Alters. Seinen Tränkeladen vermachte der Priester daraufhin einem zugezogenen Alchimisten. Da Prinzessin Almah mit Naadhira eine enge Vertraute und Beraterin in geistlichen Fragen hattte, war diese gern bereit Vater Zastoran aus ihren Diensten zu entlassen, so dass er seine neue Position annehmen konnte.

Der kleine Sami blieb ebenso in Kelmarane bei seinen Gefährten und betrachtete die ihm erst so fremde Stadt als seine Heimat. Eine Unterkunft fand er als Novize im Tempel der Sarenrae, an dessen Wiederaufbau er sich auch beteiligte und von Iuni im Glauben an die Sonnengöttin unterrichtet wurde. Gleichzeitig betätigte er sich jedoch auch als Späher für Garavels Stadtwache oder Nefeshtis Streitkräfte.

Kelmarane wuchs und gedieh indessen weiter und zahlreiche Sielder zog es in die aufblühende Stadt im Norden Katapeschs.
Doch den Gefährten war bewußt, dass dieser Frieden nicht von Dauer war, wenn sie sich nicht um Jhavhul kümmern würden ...
« Letzte Änderung: 14.04.2012, 16:41:42 von Schreckensjul »
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Zahur

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 6"
« Antwort #395 am: 21.04.2012, 19:52:34 »
Wie im Flug verging für Zahur, den neuen Chaostemplar des Ordens, die Zeit nach dem ersten Sieg über Jhavhul und dem Fest danach. Noch tagelang hatte ihm der Schädel gebrummt: Irgendwann war er von seinen edlen Tropfen 'Hammerkopf' doch wieder auf billigen Fusel umgestiegen und hatte ihn in Massen genossen. Trinkfest war er an diesem einen Abend definitiv gewesen und so manchen kräftig gebauten Mann aus Kelmarane hatte der Betrunkene Meister unter einen der zahlreichen Tische gesoffen. Gut war es ihm dabei gegangen, doch der Alkohol wirkte immer zweimal, und dessen war er sich inzwischen auch bewusst...

Zu seiner offiziellen Templarsernennung bei Nefeshti erschien er schließlich ebenso angetrunken - allerdings schon wieder, nicht immer noch! Schließlich vertrug der Mönch schon eine ganze Menge, doch obwohl man bei so einem festlichen Anlass vielleicht nüchtern sein sollte oder könnte: Zahur war es nicht und doch wurde ihm die große Ehre zu teil nun auch ein Templar zu werden - die Verwandlung wurde an ihm vollzogen und er erwarb sich neue, ungeahnte Kräfte! Er würde ein besserer Chaoswind werden als Davashuum, dessen war er sich sicher! Das magische Kama führte er meisterhaft und in seiner ersten Zeit als neuer Templar des Ordens hatte er vor allem zwei große Beschäftigungen, denen er nachging:

Trainieren und Trinken! Doch auch die anderen Aufgaben, welche Nefeshti mit ihren Templaren zu erledigen pflegte waren ihm nicht fremd oder unangenehm. Er half beim Wiederaufbau vieler zerstörter Gebäude in und um Kelmarane - auch half er Iuni beim Wiederaufbau des Tempels - er zeigte sich fleißig und engagiert: Bekam er doch auch jedes Mal einen guten Tropfen zu trinken als Dank für seine Dienste!...

Nach und nach verselbstständigte sich das Leben im Dienst des Ordens - und er übernahm die körperliche Tüchtigung neuer Krieger und Soldaten. Ihr aller Weg war noch nicht zu Ende, dessen war Zahur sich stets bewusst. Er zog mit kleineren Trupps in die Wüste um die Stadt hinaus, oder auch zum eingestürzten Haus der Bestie. Zeigte ihnen die Gegend, lehrte sie Spurensuche - seine alte Leidenschaft als 'Fremdenführer' brach wieder durch - aber auch Klettereien und geschickte Kampfmanöver. Mit den verschiedenen wilden Tieren der Wüste und des angrenzenden Gebirges lehrte er tapfere, junge Männer zu kämpfen - machte sie der ständigen Gefahr bewusst und half ihnen ihre Fähigkeiten zu verbessern! Sie sollten bereit sein, wenn Jhavhul eines Tages zurückkehren würde, wenn er genug Macht gesammelt hätte - wenn die endgültige Entscheidung anstand...

Eines schönen Sommertages zog der Betrunkene Meister, der Chaoswind des Ordens, mit dem jungen Sami hinaus in die Wüste - zu Zweit hatten sie sich eine kleine Art Wettstreit ausgedacht. Sami war zu einem vorzüglichen Späher herangewachsen, der seine Sinne geschult und sowohl Herz als auch Verstand gekonnt zu nutzen wusste: Sie hatten sich jeder die drei gleichen Aufgaben gestellt und bis zum Sonnenuntergang sollten sie fertig sein, wer schneller war sollte dann als Sieger dem anderen ein Festmahl in einem guten Gasthaus in Kelmarane ausgeben: Im Fall, dass Zahur siegen würde - wäre dies mit viel Alkohol verbunden gewesen. Doch Sami hatte ihm dieses Mal ein Schnippchen schlagen können, er war schneller gewesen, aber auch nur deshalb, weil der Mönch unterwegs einen alten Bekannten getroffen hatte...

Es war der seltsame Fremde der Zahur damals erst zu dem gemacht hatte, was er jetzt war - ein Betrunkener Meister! Nie zuvor hatte Zahur einen weiteren Mönch derselben Profession getroffen, nur diesen einen, seinen ehemaligen 'Lehrmeister' und er setzte sich nieder mit dem Fremden und teilte einen Schluck 'Hammerkopf' mit ihm, von seinem Flachmann, den er stets bei sich trug, doch keine Worte - sie wechselten kurz noch einige vielsagende Blicke und jeder ging stumm seines Weges! Ein seltsames Volk, diese Betrunkenen Meister: Doch, wie dem auch sei - das war der Grund, weshalb es Sami gelang den Chaoswind Zahur in die Knie zu zwingen!...

Der Knabe hatte es um nur wenige Minuten schneller geschafft als der Mönch am vereinbarten Zielpunkt ihres Wettstreits anzugelangen und alle verabredeten Trophäen dabei zu haben. Dritte Aufgabe war es eine sagenumwobene Oase in der Wüste überhaupt erst einmal zu finden und sich dort zu einem Bade ins Wasser hinabzulassen - das war gleichsam auch der Zielpunkt und als Zahur schnaufend ins Wasser sprang hatte Sami bereits genüsslich die Arme hinter dem Kopf verschränkt und trieb im kühlen Nass ausruhend umher. Am Ufer des Teiches befanden sich die anderen beiden Beweisstücke seiner erledigten Aufgaben: Er hatte einen schwarzen Diamanten in der Wüste um Kelmarane gefunden und angeschleppt sowie einen der mächtigen Sandwürmer bezwungen, welche die Gegend seit Wochen unsicher machten - eine große Panzerschuppe, die tüchtig zerkratzt war zeugte von einem harten Kampf. Gemeinsam beendeten sie ihr kleines Abenteuer schließlich damit, dass sie gemütlich beieinander saßen und aßen und tranken - und der Betrunkene Meister zahlte die große Rechnung dieses Tages. Sami war ein guter Schüler unter Nefeshtis Truppen, wenn nicht sogar der Beste...

Auch mit den anderen ehemaligen Gefährten pflegte der Mönch stets guten Kontakt - mit Iuni zog er eines Tages sogar los um ein berüchtigtes Dämonenpaar zu bezwingen, das Elend und Teufeleien in der Welt säte. Wiederum nahm er sich den Leitspruch 'Nur gemeinsam können wir siegen!' vor und so gelang ihnen auch ein erneuter Sieg gegen die teuflischen Wesen aus den Untiefen der Welt...

Die Tage vergingen und Jhavhul schien wieder an Macht zu gewinnen, doch in letzter Zeit hatte sich Zahur noch einen seiner Träume verwirklicht: Im Kellerraum seines Privatgemachs im Orden hatte er seine eigene kleine Schnapsbrennerei eingerichtet. Mit vielen Wirten in Kelmarane und den umliegenden Bauerndörfern hatte er gesprochen, sich Tipps geben lassen für den Bau der großen, gusseisernen Sudkessel. Für den Geschmack jedoch sorgte er schon selbst - an Erfahrungen mit guten Tropfen fehlte es ihm schließlich nicht. Und endlich war es dann soweit, der erste Korken steckte in einer kleinen bauchigen Glasflasche: Der Geruch allein war unglaublich betörend, wie der Mönch selbst fand! Und die Farbe und der hohe Alkoholgehalt und erst der Geschmack, das wärmende Gefühl, wenn er die Kehle hinunterfloß - stundenlang konnte der Betrunkene Meister von seinem eigenen Getränk schwärmen: Er taufte die Abfüllung feierlich als 'Kakishonia', im Gedenken an alte Zeiten...

Es kam schließlich der Tag als er sich genau davon eine besonders große Flasche befüllte, und sie wieder in seinen alten Rucksack steckte. Seit den Tagen im Hause der Bestie stand er ungenutzt in der Ecke - jetzt jedoch war er wieder gefüllt! Sie trafen sich mit Nefeshti und den Anderen in der neu erbauten Arena von Kelmarane - die Zeit der Entscheidung war nah: Doch bevor er sich auf den Weg dorthin machte, zog er die Flasche noch einmal heraus und gönnte sich einen tiefen Schluck, dann rief er laut aus und zog hinfort:

"Bei Cayden!"
« Letzte Änderung: 26.04.2012, 20:34:16 von Zahur »

Iuni saba Jin

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 6"
« Antwort #396 am: 25.04.2012, 22:12:11 »
Am Tag der Beerdigung für die Toten im Kampf gegen die Rovagug-Anhänger und Jhavhul war Iuni festlich in ihrer klerikalen Kleidung gekleidet. Neben dem silbernen heiligen Symbol von Sarenrae und trug sie auch auf ihrem weißen Kleid ein großes Bild ihrer Herrin Sarenrae. Für jeden Gefallenen, an den heute gedacht wurde, ließ Iuni von den Laienbrüdern und Laienschwestern eine Fackel entzünden, die stellvertretend für sie in ihrer Abwesenheit stand. Cyron und Mestoph hatten aber natürlich selbstverständlich schon ein Grabmal für ihre Verdienste bekommen. Iuni hatte aber vorsichtshalber ein paar Fackeln mehr zu dieser Beerdigung  mitgenommen. Vielleicht wollte nämlich zum Beispiel Naadhira noch ein paar Worte an die gefallenen Gefährten aus der Zeit vor Iunis Aufnahme in die Schicksalsgemeinschaft richten. Mit lauter Stimme ergriff dann jedoch zunächst Iuni das Wort und dachte den Gefallenen, die sie kennengelernt hat und sie sprach auch noch einmal die Tat von Lôrn an:

"Als erstes sei am heutigen Tag noch einmal Thamam al'Taphayet, meinem Glaubensbruder gedacht. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er mit mir seine eigenen Vorstellungen zum Sarenrae-Glauben geteilt hat und mich in die Glaubensgemeinschaft von Kelmarane eingewiesen hat. Er war es auch, der mich Naadhira, Durriken und dem Rest der damaligen Schicksalsgemeinschaft vorgestellt hat. Durch ihn konnte ich zusammen mit den beiden gegen die Mächte der Finsternis kämpfen. Mein Glaubensbruder, ich danke dir für all das, was du für mich getan hast und bin sicher, dass du nach deinem heldenhaften Tod im Kampf gegen die Rovagug-Gnolle ins Reich Sarenraes im Jenseits kamst. Ruhe in Frieden!

Als nächsten kommen wir zu einem weiteren treuen Anhänger von Sarenrae, nämlich zu Kazim al'Abban. Einige werden sich noch an ihn erinnern, er betrieb nämlich die Taverne hier in Kelmarane. Ich habe ihn als sympathischen Mann kennengelernt, dessen Gutherzigkeit und Mut meine Göttin Sarenrae sicher zu schätzen wusste. Kazim starb im Kampf gegen den Aaskönig und seine Söhne. Sein Opfer wird nicht vergessen werden! Auch er ruhe in Frieden im Reiche Sarenraes! Und an dieser Stelle hoffe ich auch, dass es seiner Frau Haleen gut gehen wird. Für sie muss der Verlust von Kazim sehr tragisch gewesen sein, ich hoffe, dass sie den Verlust irgendwie überwinden konnte. Möge Haleen außerdem ein gesundes Kind zur Welt bringen, das eines Tages einmal in Kazims Fußstapfen treten wird.

Als drittes komme ich nun zu dem Elfen Aarinvir. Er war ein Nethyspriester und Gelehter, der sich dem Kampf gegen die Rovagug-Gnolle anschloss. Es ist längst nicht selbstverständlich, dass dieser sich so selbstlos unserer Sache anschloss, aber er tat es und ich bin ihm dafür dankbar. Er war ein treuer Gefährte bis zum Schluss. Es ist tragisch, dass er vermutlich gerade durch die hinterhältige Magie Zayifids, einem ehemaligen Templar von Nefeshtis Orden, umkam, aber so geschah es. Aber Aarinvir wird wohl mit offenen Armen in Nethys-Reich im Leben nach dem Tod aufgenommen worden sein, es gibt nichts was dagegenspräche.

Einem weiteren Begleiter aus alten Zeiten sei auch noch an dieser Stelle gedacht, nämlich Cyron Bersk, der leider einem feigen Attentat zum Opfer fiel. Er war ein treuer Begleiter unserer Gemeinschaft gewesen. Seine Loyalität und das Verschreiben zur gemeinsamen Sache wird seinen Herrn Abadar sicher stolz machen und wird im Jenseits in seinem Reich sein.     

An wen ich auch gedenken will an dieser Stelle, ist dem Gelehrten Rayhan Xobhadi. Er war vielleicht kein besonders sympathischer Mensch, trotzdem hat er uns auf unserem Weg, den wir damals beschritten, weitergeholfen. Durch das Handeln von Naadhira könnte ihm das Leben gerettet worden sein, aber sein Schicksal ist ungewiss, selbst für ein Orakel wie mich. Eine Beerdigungszeremonie wird aber nicht für ihn abgehalten und keine Feuer für ihn entzündet, denn bei noch Lebenden könnte das Unglück bringen.

Ich möchte auch an dieser Stelle noch einmal den verstorbenen Lôrn al'Bakhra ansprechen. Ich verzeihe ihm, dass er vermutlich aus Verwirrung und falschen Annahmen damals Kardswann getötet hat. Der Glaube an Sarenrae ist kein Glaube der Hartherzigkeit und entsprechend handle ich. Ich hoffe aber trotzdem, dass Lôrn in Sarenraes Reich kam und dort Buße tun konnte, wenn er das zu Lebzeiten schon nicht mehr tun konnte.

Zum Schluss komme ich nun zu einem wahren Helden, der ganz Katapesh, vielleicht sogar ganz Garund und Avistan gerettet hat, nämlich Mestoph. Er hat sein Leben gegeben, um einen mächtigen Wunsch wirken zu können, der Jhavhuls Pläne verhindert hat, sich in den zerstörerischen Feuerbluter Xotani zu verwandeln. Dieses Wesen Rovagugs hätte wirklich viel an Vernichtung anrichten können und es wäre schwierig aufzuhalten gewesen, wenn Mestoph nicht so ein selbstloses Verhalten an den Tag gelegt hätte. Möge Sarenraes Licht ewig für dich scheinen, Mestoph."

Dann zieht Iuni einen Sonnenrute hervor und wirkt auf ihn eine sehr starke Variante eines Tageslichtzaubers. Es ist schon Abenddämmerung und dabei fällt der helle Schein dieser Magie auf, der auf ewig für Mestop leuchten soll. Die Sonnenrute wurde direkt in den Boden in die Nähe zu Mestophs Grabstein getan. Sicherlich ein passendes Geschenk für einen Easivra-Gläubigen.
Iuni hat es in letzter Zeit immer wieder geschafft kleine Wunder zu wirken und auch ihre Visionen von Sarenrae wurden stärker. Womöglich kamen ihre Kräfte daher, weil sie trotz der Tatsache, dass sie ja den Südwind und nicht den Nordwind verkörperte in Vardishals Fußstapfen als Auserwählte von Sarenrae trat.   

Einige Zeit später:
Eines Nachts hatte Iuni eine Vision von einem Dämonenpaar in Solku, dass sich als reiche Händler tarnte. Es war ein Glabrezu-Dämon und ein Succbus-Dämon. Sie benutzten Wunsch- und Verzauberungsmagie um andere zu korrumpieren, das sah Iuni ganz deutlich in ihren Visionen. Iuni empfand es als ihre Aufgabe als Mitglied von Nefeshtis Orden und als Sarenrae-Priesterin dieses Dämonenpaar, das sich mit nach außen hin tarnte, aufzuhalten. Sie zog mit ihrem Vetter Zahur und einigen starken Janni-Kriegern des Ordens mit einem Zauber los, der sie in einen schnellen Wind verwandelte. Der Zauber machte alle wirklich rasend schnell und es dauerte nicht lange bis sie in Solku ankamen. Iuni wusste, wer das Oberhaupt der Händlergilde in Solku war und sie wusste auch, dass er ein begabter arkaner Zauberwirker sein sollte. Bevor sie Abends zu dem Oberhaupt ging, wirkte Iuni noch ein paar langanhaltende Zauber, auch auf andere. Der Anführer der Gilde wunderte sich als Iuni mit so vielen Leuten zu ihm in seine Halle vortrat und ihre Anschuldigungen vorbrachte, was sie eben in ihren Visionen sah. Der Anführer rief sofort das Händlerpaar zu sich. Iuni war recht mächtig geworden und ihr gelang es in kurzer Zeit die magische Tarnung zu negieren und nicht erst den Glabrezu und die Succubus etwas vorlügen zu lassen. Die beiden Dämonen waren wegen diesem forschen Vorgehen etwas überrascht, aber totzdem kam es schon recht bald zu Kampfhandlungen.Konzentriert blickt der Glabrezu zu Iuni und wollte eine zauberähnliche, mächtige Fähigkeit auf sie anwenden, doch Iuni war schneller und zauberte einen Magiewiderstand auf sich. Das Wort der Betäubung, dass der Glabrezu wirken wollte, schlug einfach fehl und wurde von Iunis Magiewiderstand geblockt. Unterdessen empfand der Succubus-Dämon Zahur als den stärksten Kämpfer und versucht mächtige Verzauberungsmagie auf ihn zu wirken, um ihn unter seine Kontrolle zu bekommen. Ein Willensduell brach zwischen den beiden im Kampf aus. Letztendlich ging der betrunkene Meister als Sieger hervor, sein Wille war sehr stark. Als nächstes schleuderte der Glabrezu einen einen bunten Hammer aus purer magischer Energie auf Iuni und die Janni. Der Hammer fuhr von einem Gegner zum nächsten. Iuni fühlte nur einen kleinen Schmerz von dieser zauberähnlichen Fähigkeit, aber nicht mehr. Auch die Janni konnten diesen Zauber gut wegstecken. Einige waren aber deutlich in ihren Bewegungen verlangsamt, das konnte Iuni erkennen. Manche Janni schafften es jedoch noch ihre Langbögen hervorzuholen und das Feuer auf den Glabrezu zu eröffnen. Doch wie Iuni befürchtet hatte, prallten die Pfeile an seiner dicken Haut, die durch unheilige Magie verstärkt war, ab. Der Glabrezu hatte für die Bogenschützen nur ein hämisches Lachen übrig. Iuni rief den Janni daraufhin Befehle zu: "Benutzt Pfeile aus kaltgeschmiedetem Eisen und greift den weiblichen Succubus-Dämon an!" Der Handelsgildenfüher griffen nun nach zunächst etwas Schock auch in den Kampf ein. Fünf dunkelviolette, magische Geschosse schossen auf den Glabrezu die in direkt in die Brust trafen. Doch diesen Schmerz steckte der Glabrezu schnell weg. Wachen der Handelsgilde betraten als nächstes wegen dem Kampflärm in der Halle den Raum, aber sie waren im ersten Moment ziemlich überrascht gegen was da gekämpft wurde. Als nächstes wirkte Iuni dann einen Vergrößerungszauber auf Zahur. Dieser griff sofort die Succubus an und lies sich nicht durch ihre teilweise betörendes Aussehen ablenken, auch wenn ihn das etwas Willenskraft kostete. Immerhin waren auch die dämonischen Merkmale klar zu erkennen. Ein Schlag des betrunkenen Meister von Cayden Cailean betäubte den Dämon und fügte ihm ein unschöne Verletzung zu. Es dauerte dann etwas bis die Janni ihre Munition wechseln konnten, aber endlich hatten sie es geschafft. Sie nutzten die Betäubung des betrunkenen Mönchs um einen wahren Pfeilhagel aus kaltgeschmiedeten Eisen auf die Succubus zu feuern. Doch irgendwie schafft die Succubus es durch ihre unheilige Kraft den Pfeilhagel zu überleben. Als sich die Succubus wieder von der Betäubung erholt hatte, ergriff sie irgendetwas unsichtbares an einer Kette, die sie trug, offenbar ein heiliges Symbol wie sich herausstellen sollte, denn die Succubus sprache daraufhin die folgenden Worte: "Möge die Kraft Nocticulas[1] meine Wunden heilen!", danach sah man wie sich einige Wunden der Succubus wieder schlossen. Offenbar war sie auch eine Priesterin von Nocticula. Iuni kannte diese Gottheit und wendete der Succubus einen bösen Blick zu. Aber ihr Vetter Zahur würde diese Gefahr schon beseitigen, dessen war sich Iuni sicher. Der Glabrezu wirkte nun einen Zauber, der seine Anzahl vervielfachte. Insgesamt sah man nun sechs Glabrezu in der Gegend herumstehen. Iuni vermutete dahinter eine Illusionsmagie und den Zauber Spiegelbilder. Iuni nutzte diese Gelegenheit, um einen Zauber auf sich zu wirken, der ihre Stärke erhöhte. Zahur haute daraufhin mit einem wahren Schlaghagel auf die Succubus ein. Dieses mal wurde sie jedoch nicht davon betäubt. Die Succubus war trotz ihrem unheiligen Schutz ziemlich verletzt worden. Iuni wirkte daraufhin einen Zauber, der sie zu enormer Größe anwachsen lies. Der Glabrezu wirkt als nächstes einen Zauber, der eine große Fläche an Dunkelheit hervorrief, welche die Kräfte des Guten schädigen sollte. Die Janni wurden allesamt von dieser zauberähnlichen Fähigkeit schwer verletzt. Auch Iuni trug einige unschöne Wunden hervor, aber sie wurde als mächtige Janni wohl noch viel einstecken können. Die Wachen der Gilde feuerten nun mit ihren Kurzbögen auf den Glabrezu und den Succubus-Dämon, aber sie richteten bei diesen mächtigen Wesen nicht einmal einen Kratzer an. Der Führer der Handelsgilde wirkte dann einen Magie bannen Zauber, der es auch mit etwas Glück schaffte die Spiegelbilder wieder zu bannen. Die Janni-Krieger schossen noch einmal mit einem Hagel von Pfeilen aus kaltgeschmiedetem Eisen auf die Succubus. Diese war schon ziemlich angeschlagen. Die Succubus wollte einen weiteren Heilzauber wirken, doch dieses mal lies ihre Konzentration etwas nach durch die vielen Wunden und die Anwesenheit von Zahur, dessen Größe sie etwas Furcht lehrte. Zahur lies einen weiteren Schlaghagel auf die Succubus niederprasseln. Und dieses Mal war er so stark, dass die Succubus tot zu Boden ging. Die Nocticula-Priesterin war erst einmal ausgeschaltet und ihr Körper auf der materiellen Ebene zerfiel zu Staub. Jetzt galt es sich dem übriggebliebenen Dämon mit aller Kraft zu stellen und auch ihn auszuschalten. Doch der Glabrezu war kein gewöhnlicher Glabrezu. Er hatte ein paar mächtige magische Tricks drauf, die nicht jeder Glabrezu drauf hatte. Er schrie den Janni-Kriegern, Iuni und Zahur nur zu: "Möge die Kraft der Abyss Euch ausschalten!", doch Iuni merkte, dass dahinter mächtige Magie stand. Während sich Iuni und Zahur erfolgreich gegen den Blasphemie-Zauber zur Wehr setzten, wurden die Janni-Krieger gelähmt, geschwächt und davon benommen. Genauso wie den Janni-Kriegern erging es auch den Wachen. Manche zerplatzen sogar recht unschön durch diese unheilige Magie. Iuni wirkte noch einen letzten stärkenden Zauber auf ihre Waffe den Südwind und ging dann in den Nahkampf. Auch Zahur konnte sich nun dem Glabrezu zuwenden. Doch es war der Handelsgildenführer, der ein Ass aus dem Ärmel schüttelte. Der Blasphemie-Zauber zeigte wie stark dieser Glabrezu eigentlich war und stärkere Magie gegen ihn verwendet werden musste. Also wirkte der Gildenführer einen Zauber, der den Glabrezu lähmen sollte. Der Glabrezu versucht sich mit aller Kraft dagegen zu wehren, doch er scheiterte. Iuni musste schnell handeln. Der Glabrezu war zwar kurzzeitig wehrlos, aber sie spürte als Orakel, dass der Zauber nicht mehr lange anhalten würde. Die Templarin entschloss sich letztendlich, dass Wesen zu töten, um es wieder in die Abyss zu verbannen, wo es hingehörte. Sie rammte ihre geweihte Waffe den Südwind in die Lunge des Glabrezu. Die heilige Magie der Waffe wirkte sofort verheerend, dass der Dämon sofort an Iunis Waffenangriff starb, noch bevor Zahur mit einem Schlaghagel auf ihn einprügeln konnte. Der Körper der Glabrezu verschwand nach seinem Tod von einem Moment auf den anderen. Der Handelsgildenführer ergriff dann sofort das Wort: "Ein schönes Chaos habt ihr da in meinen Hallen angerichtet, aber immerhin wurde am heutigen Tag ein gefährliches Paar Dämonen ausgeschlatet. Ihr sollt dafür fürstlich entlohnt werden." Doch es war Iuni, welche die Entlohnungen ablehnte. Sie sagte, dass es ihre Pflicht gewesen sei, diese Dämonen aufzuhalten. Iuni wartete bis die Lähmung der Janni-Krieger nachlies und reiste dann mit einigen Anwendungen ihrer Windmagie mit ihnen wieder zurück nach Kelmarane, wo Nefeshti Bericht erstattet wurde.

Vor dem späteren Aufbruch zu Jhavhul:                         
Iuni wusste schon einen Tag zuvor von ihrem morgigen Aufbruch zu Jhavhul. Sie nutzte die ganze Nacht im Kloster Vardishals, um für den gemeinsamen Sieg mit ihren Gefährten zu Sarenrae zu beten. Am nächsten Morgen stand sie mit all ihrer Ausrüstung zum Aufbruch bereit. Doch zunächst sollte man sich mit Durriken und Naadhira noch in der Arena treffen. Viele Sarenrae-Anhänger waren auch dort und Iuni gab ihnen letzte Anweisungen. Auch für den Fall, dass sie sterben sollte. Alles war schon vorsichtshalber geregelt worden. Zu ihren Gefährten sagte Iuni dann noch in der Arena: "Am heutigen werden wir ein großes Böses vernichtet werden! Denn wer weiß, was Jhavhul für einen nächsten finsteren Plan in die Tat umsetzen will, falls wir ihn nicht aufhalten. Es ist eine wichtige Aufgabe, die uns heute bevorsteht!" Danach wirkt Iuni noch ein paar Zauber, um einige Rüstungen und Waffen ihrer Gefährten magisch zu verstärken. Dann ist sie auch schon für den Aufbruch bereit.
 1. Nocticula

Durriken

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 6"
« Antwort #397 am: 30.04.2012, 18:14:51 »
W a r t e n

Warten beschreibt den Zustand des ehemaligen Gladiators nach dem Fest der Befreiung, eine Bezeichnung, die nach Durrikens Ansicht mehr als einen bitteren Beigeschmack besaß. Die Freude über die Bereitschaft seiner Gefährten, ihm und dem Sturm zur Seite zu stehen, wich mehr und mehr einem dumpfen Brüten über den kommenden, den letzten und entscheidenden, Kampf gegen den verhassten Ifrit.

Lediglich mit Curt, mit dem er gemeinsam den Laden wieder auf Vordermann bringt und dessen Lebensfreude nach der zweiten Befreiung aus ewiger Sklaverei einen Silberstreif am Horizont bildet und ihn gelegentlich Lächeln lässt, teilt der Graue seine Gedanken. Die übrigen Gefährten sehen ihn selten und noch seltener verbringt der Schimmelsprecher Zeit mit ihnen. So erreichen ihn die Worte  über die Heldentaten Iunis und Zahurs, die Entwicklung und das Befinden von Sami und Zurvandad kaum. Sie dringen nicht zu seinem Inneren vor und er scheint seinen alten Panzer erneut zu errichten.  

Nur Naadhira weiß und erkennt, dass dem nicht so ist. Ihre Anwesenheit allein vermag die Konzentration auf den bevorstehenden Kampf, das geistige und körperliche Training für sein Schicksal, und die stummen Gespräche mit Vardishal zu durchbrechen. Dennoch gelingt es Durriken nur selten, ihr wirklich zu zeigen, welch unbeschreibliches Glück sie und ihre Beziehung für ihn bedeuten. Zu sehr sind wohl beide mit ihren Aufgaben, den aktuellen und den künftigen, beschäftigt - und im Unterschied zu Durrikens Warten liegt die Arbeit der jungen Klerikerin, der Wiederaufbau des Tempels, im Hier und Jetzt.

Am Tag des Aufbruchs jedoch leuchten die Augen des Varisianers erneut und endlich wieder in dem kalten Feuer, das den Gefährten wohl bekannt ist. Agil und sicher bewegt sich der Graue, Naadhiras Hand in der Rechten und den Sturm fest in der Linken, auf sie zu.

 "Ich bin bereit!"

Die ruhig gesprochenen Worte drücken die Konzentration und den Willen Durrikens aus. Wie eine Aura erfassen sie Iuni, Zurvandad und Zahur. Nur Naadhira bemerkt die zweite, stille Botschaft in der Stimme des Schimmelsprechers. Endgültigkeit, die auch den Tod bereit halten mag.

Zurvandad

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 6"
« Antwort #398 am: 06.05.2012, 18:53:21 »
Die Tage und Nächte nach dem Sieg über Jhavhul vergingen wie im Fluge. Vor allem die Nächte, die der Bogenschütze mit der Prinzessin verbrachte, fühlten sich an wie eine einzige Nacht, die von hellen  und hektischen Tagen unterbrochen wurde.
Zurvandad nutzte die Tage, um sich in seine Aufgaben als Templar einweisen zu lassen. Zudem fand er drei junge Rekruten, die Interesse an Nethys zeigen, und machte es sich zur Aufgabe, diese in seinem Glauben zu unterweisen. Wann immer er Zeit hatte,  durchwanderte er  entweder alleine oder mit einem oder mehreren seiner Gefährten, das Umland von Kelmarane und half bei der Jagd nach den marodierenden Resten der Armee Jhavhuls, die immer noch die Berge sowie die Straßen unsicher machten und ohne führende Hand zu besonderer Grausamkeit neigten.
Nach einem Mondzyklus nahm er schweren Herzens vorübergehend  Abschied von seiner Geliebten und seinen Freunden und kehrte zurück nach Katapesh zurück, um dort  seine arkanen Studien voranzutreiben.  Dort fand er nach einiger Suche einen Lehrmeister, der ihm half, seine besonderen Fähigkeiten im Umgang mit der Magie und dem Bogen zu vertiefen.
Eines Nachts erreichte ihn dort ein Bote, der die Nachricht  seiner Geliebten überbrachte, dass Jhavhul nun endlich zur Strecke gebracht werden sollte.  Zurvandad verabschiedete sich von seinem Lehrmeister und machte sich auf den beschwerlichen Rückweg nach Kelmarane. Nach einer langen und entbehrungsreichen Zeit gelangte er schließlich zu den Ausläufern der Hügel, die er bei seinen endlosen Patrouillen kennen gelernt hatte. Er beschleunigte seinen Schritt und erreichte Kelmarane.
 Als er die Arena betritt, blickt sich um und erwidert  das Lächeln seiner Geliebten und seiner Freunde mit einer Verbeugung. „Ich bin zurück“, verkündete er, „dann kann der Spaß jetzt los gehen.“ Mit diesen Worten reiht er sich in den Kreis seiner Gefährten ein, ergreift die Hände seiner Geliebten schreitet mit ihre gemeinsam durch das sich öffnende Portal …

Naadhira

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 6"
« Antwort #399 am: 06.05.2012, 20:27:33 »
Naadhira verbringt die Zeit nach den Feierlichkeiten damit, dass sie Kelmarane hilft aufzubauen. Schwierig sind die Entscheidungen, die dazu beitragen sollen, dass aus der kleinen Siedlung eine blühende Stadt wird. Nicht nur der Handel muss florieren auch weitere Siedler müssen gewonnen werden.
Das Ausgeglichene Bildnis nutzt ihre Kontakte nach Katapesh, um weitere Handwerker in die neue Stadt zu bringen. Sie kümmert sich um die Handelskarawanen, die das Pesh in die Hauptstadt bringen und ist Prinzessin Almah, die für sie inzwischen eine gute Freundin geworden ist, eine Stütze bei allen Aufgaben. Diese Aufgaben geben der jungen Frau eine Sicherheit im Auftreten und eine innere Ruhe, die sie dringend braucht. Denn sie hat noch eine weitere Aufgabe.
Sie ist die Stütze von Durriken. Sie ist Freundin, Geliebte und auch einfach Zuhörerin, wenn der Ex-Gladiator in seiner inneren Unruhe fast zu zerspringen droht, weil der Angriff auf Jhavhul noch nicht startet. Sie fühlt sich schuldig an dieser Unruhe, war es doh ihr Wunder, welches den Kampf beendet hat, ohne dass der Ifrit zur Strecke gebracht werden konnte. Auch wenn dieser Zauber sie sicherlich alle gerettet hatte, hatte sie immer den Eindruck behalten, dass alle ihr die Schuld am Überleben des Ifriten gegeben hatten. Natürlich war dies nicht logisch, aber Naadhira hatte es inzwischen aufgegeben Logik bei vielen der Gedanken ihrer Freunde einzufordern. In ihren Augen waren sie in vielen Dingen zu emotional.
So vergeht die Zeit und fast schon glaubt Naadhira, dass es vergessen wird, dass dieser Kampf ihnen noch bevorsteht. Doch da meldet sich die Djinn und fast erleichtert legt die Priesterin ihre Kriegsgewänder an. In reiche, aber zweckmäßige Kleidung gewandet, betritt sie die Arena. Eng schmiegt sie sich an ihren Mann, den grauhaarigen Ex-Gladiator.

"Wir sind beide bereit. Lasst uns diese Schlacht gemeinsam schlagen, damit wir endlich Ruhe finden."

Schreckensjul

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Geschichtsbuch "Erbe des Feuers: Band 6"
« Antwort #400 am: 06.05.2012, 23:36:14 »
So kam es denn auch, dass die Gefährten wieder zusammen fanden um das Gelöbnis von Durriken zu erfüllen. Es war ein herrlicher, warmer Tag, als die Gefährten sich mit Nefeshti in der Arena einfanden, wo sie einst die Schlacht gegen Davashuum führten. Zwischenzeitlich war das Gebäude wieder eröffnet worden, jedoch nicht als Arena, sondern als großer Marktplatz und Versammlungsort. Viele Bewohner waren anwesend, um den Gefährten Glück zu wünschen, darunter auch Prinzessin Almah, Meister Garavel und Vater Zastoran, der neue Ostwind, welcher jedoch die Gruppe nicht begleiten würde.

Ebenso anwesend war auch Shazatared, welche ihre Fähigkeit zwischen den Ebenen zu teleportieren in den Dienst der Gruppe stellen würde. Nefeshti hatte Kontakt zu ihr aufgenommen, nachdem sie ihr einige Zeit zur Trauer gelassen hatte. Natürlich auch Sami, mit Spooky auf dem Arm, welchen erneut traurig drein schaute, da die Gefährten sein Leben bei diesem Unterfangen nicht riskieren wollten. Nefeshti stellte sich in die Mitte der Gefährten, obwohl sie eine Rüstung trug, sah sie wie immer verführerisch schön aus, den Bogen bereits in der Hand. Ein leises Säuseln ging durch die Halle und die Kette des Sturms rasselte, Aufregung und die Aussicht auf Erlösung erfüllten den Sturm, welcher in Durrikens Händen ruhte.

Viele Pläne hatte Nefeshti in der Zwischenzeit geschmiedet und Vorbereitungen getroffen, doch sie würde nur mit den Gefährten, wovon drei zu ihren Templaren geworden waren, losziehen. Bayt-al-Bazan mit einer größeren Streitmacht anzugreifen, könnten den Zorn der gesamten Stadt des Messings erregen und so würde nur ein kleiner Infiltrationstrupp losziehen.

"Heute endet es. Jhavhuls Pläne sind bereits zu nichte, bald wird es auch sein Leben sein." wobei sie den Gefährten ein Lächeln schenkt, besonders Zurvandad natürlich, dessen Hand sie zudem ergreift. "Sagt wenn ihr bereit seid, noch ist Zeit um Zauber und Gebete zu sprechen. Bald schon durchschreiten wir das Feuer von Bayt-al-Bazan. Mögen alle guten Götter uns gewogen sein."

Und hiermit endet diese große Erzählung nun ...
- Spielleiter in Forgotten Realms - Maztica
- Lynn Viljan in Die Schatten von Serenno
- Takumi Takanara im Teahouse of Terror

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