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Autor Thema: [IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen  (Gelesen 23004 mal)

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Marius

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[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« am: 16.04.2011, 23:24:53 »
"So war das Böse zurückgekehrt und die Dämonen verwüsteten das Land. Währenddessen trafen die Mönche allerlei Vorkehrungen für den Fall, dass der dunkle Wanderer eintreffen sollte, und die Jägerinnen taten ihr übriges um das Kloster gegen die Angriffe zu schützen. Bereits jetzt war die Ankunft des dunklen Wanderers vorherzusehen, denn mit jedem Tag wurden mehr der dämonischen Bestien gesichtet und auch die Jägerinnen spürten eine dunkle Präsenz, die ihre Träume vergiftete und den Geist vernebelte. Mit jedem Tag, mit jeder Stunde wuchs die Anspannung, die Gerüchte wurden toller und der ein oder andere zerbrach unter dem Druck.
Zur Mitternachtsstunde des dritten Tages, nachdem Tristram verwüstet wurde, traf der dunkle Wanderer im Kloster ein. Doch nein, nicht mit Horden von flammenden Untoten!
Alles starrte gebannt in die Dunkelheit, die Jägerinnen einen Pfeil auf der Sehne liegend, bereit den dunklen Wanderer mit einem Pfeilregen zu begrüßen. Als nun der zwölfte Schlag verklungen war, atmeten die Mönche auf und die Jägerinnen wähnten die Gefahr vorrüber, da wurde eine große und hagere Gestalt entdeckt, die mit bedächtigem und würdevollen Schritt tiefer in die Gemäuer des Klosters schritt. Niemand hatte diese Gestalt zuvor bemerkt, noch war sie jemandem bekannt. Unruhiges Gemurmel erhob sich, dass in blankes Entsetzen umschlug. Niemand war fähig eine Regung zu machen oder den Blick abzuwenden. Einzig der Abt, der vor dem großen und schweren Tor der Kaserne stand, erhob die Stimme: "Wer wagt es," wollte er mit lauter, sich überschlagener Stimme erfahren, "Wer wagt es, uns mit diesem grausigem Blendwerk Hohn zu bieten? Ergreift ihn und reißt ihm die Kapuze herunter - auf dass wir erfahren, wen wir zu Sonnenaufgang an die Zinnen zu hängen haben!". Zuerst noch da er sprach, entstand eine leicht hastige Bewegung in der Gruppe, als wollte man sich auf den Eindringling stürzen, der im Augenblick auch nah zur Hand war, und  auf den Abt zuschritt. Doch bei dem namelosen Grauen, das die wahnwitzige Ankunft der vermummten Gestalt verbreitete, fand sich niemand, der auch nur die Hand nach ihm ausstreckte.
Doch dann geschah es, dass der Abt, selbst zitternd am ganzen Körper und nur vom Mut der Verzweiflung voran getrieben, mit gezogenem Dolch auf den Ankömmling zustürmte. Momente vergingen, die Jahrhunderte zu dauern schienen, bis er endlich die Gestalt erreicht hatte und ihr den Mantel vom Leibe riss.
Ein erstickter Schrei erklang, denn nun war die Ankunft des dunklen Wanderers erkannt. Nun schlugen auch Flammen auf und die Mönche sanken wimmernd hernieder und die Schwestern blendeten sich die Augen, als könnten sie mit ihrem Augenlicht auch die Gestalt verschwinden lassen, und der Abt taumelte tonlose Gebete stammelnd zurück und ein jeder starb in seines Falls Verzweiflungshaltung. Und die Flammen verglimmten. Und Finsternis und Verfall kam über das Kloster, und der namenlose Terror hielt grenzenlose Herrschaft über allem.

Ich allein war geflohen und hielt Rast in einem Gasthaus auf halbem Wege zum Kloster, dessen Pforten ich am Abend des letzten Tages passierte, um den Weg durch die Wüste anzutreten, immer in der Hoffnung, dem namenlosen Schrecken, der das Land überfiel, zu entrinnen. Ich hatte Tage gegen den Schlaf angekämpft, denn wenn ich träumte, kehrten die Erinnerungen zurück. Erinnerungen an das Kloster und das Böse, dass es überfiel. Erinnerungen, Träume... ich könnte sie nicht mehr unterscheiden. Dann betrat eine vermummte Gestalt die Taverne und sofort spürte ich: seine Präsenz war dunkel und verdorben. War mir das Böse gefolgt? Wie hatter er mich hier gefunden? Wie konnte dieser gebrechliche Gestalt, kaum fähig, ihr eigenes Schwert zu tragen, der sengende Schrecken sein, der mich in dieses Versteck einst trieb. Er schien von eigenen Dämonen gejagt, sie mühsam unter Kontrolle zu halten - und er verlor den Kampf! Kurze Zeit später erschlugen Dämonen jeden Gast des Hauses, nicht jedoch mich, denn mir war schlimmeres vorbestimmt! Als ich es sah..., war ich überzeugt, wahrhaftig den Verstand zu verlieren und mir war es nicht möglich, mich von ihm loszureißen. Eine Art... morbide Faszination überkam mich und obgleich mir wohl bewusst war, dass ich mein Schicksal besiegelte, beschloss ich, ihm durch die Nacht zu folgen..."
« Letzte Änderung: 16.11.2011, 09:36:44 von List »
"Oh, I'd fought sleep for days at a time... For when I dreamt, the memories would return. Memories of the Monastery, and the Evil which had claimed it! Dreams, memories... I couldn't tell the difference anymore."

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[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #1 am: 16.04.2011, 23:25:20 »
"Das darf doch nicht wahr sein! Wir sitzen hier wie die Ratten auf dem sinkenden Schiff und können nichts tun!", rief Kaschya aus. Ungläubig schüttelt sie den geröteten Kopf. Akara bedachte sie mit einem strengen Blick, schüttelte dann aber ebenfalls den Kopf. "Nein, können wir nicht. Wir sind zu wenige, um in das umliegende Land vorzustoßen. Außerdem können wir die Bewohner nicht ungeschützt lassen. Vielleicht nutzen sie gerade diese Gelegenheit aus. Wir müssen hier warten.", sagte sie müde.

Gemeinsam mit der Anführerin Kaschya und wenigen weiteren Jägerinnen, saß Deckard Cain im Zelt von Akara. Sie waren gekommen, um sich ihrer Lage und ihrer strategischen Möglichkeiten bewusst zu werden. Doch es zeigte sich nur umso deutlicher, dass sie nichts wussten und auch nichts tun konnten, als abzuwarten.

Vor wenigen Tagen war der dunkle Wanderer im Kloster angekommen und diese Handvoll von Jägerinnen waren die einzigen weit und breit, die vom einstmals rühmenswerten Orden des verborgenen Auges übrig geblieben war. Sie hatten fliehen können, doch selbst dann war es für manche noch zu spät. Einige der Schwestern zeigten bald Anzeichen der Besessenheit. Dann irgendwann nahm eine namenlose Kraft von ihnen Besitz. Die besessenen Jägerinnen griffen zu ihren Waffen und töteten einige ihrer Schwestern, bevor sie erlöst werden konnten. Der Schrecken saß Kaschya noch immer in den Knochen. Schwestern hatten ihre Waffen gegen Schwestern erhoben! Und auch jetzt machte noch Misstrauen die Runde, denn jeder behielt den anderen im Auge. Der Bund der Jägerinnen war kurz vor dem Zerreißen. Es war ein Schmerz, der Kaschya manchmal zu überwältigen drohte. Man sah sie zuweilen mit müden und verquollenen Augen ihr Zelt verlassen. Doch andererseits war sie zu streng zu sich selbst, um irgendeine Schwäche zu offenbaren. Sie würde ein Vorbild abgeben, selbst wenn es ihre gesamte Kraft aufbrauchte. Doch das Untätigsein zermürbte sie.

"Meine Späherinnen haben berichtet, dass sich die Verderbten zusammenrotten und in Banden durch die Gegend streifen. Bei Nacht kommen sie zuweilen gefährlich nahe an die Pallisaden heran. Auch andere, sie suchte nach Worten, "Monstren haben sich ihnen angeschloßen. Im Moment geben uns die Pallisaden noch ausreichend Schutz. Doch ich habe keinen Zweifel, dass dieser bald erschöpft ist.", stellte Kaschya noch einmal fest.
« Letzte Änderung: 13.11.2011, 18:37:03 von List »
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[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #2 am: 16.11.2011, 09:31:14 »
Zwei Tage war die Karawane der Verzweifelten nun unterwegs. Abseits der Straße sahen sie die Bauernhöfe, Dörfer und Kirchen brennen. Der rote Schein warf des Nachts die Schatten gehörnter Wesen an die Häuserwände und der Wind trug das Geheul der Wolfsbestien mit sich. Das ganze Land wurde von Dämonenhorden überrannt und die Toten stiegen aus der Erde der Friedhöfe und Schlachtfelder wieder empor.

Als wären sie von einem gütigen Licht geführt, bahnte sich die Karawane ihren Weg nach Osten, ohne überfallen zu werden. Warriv trieb die Kamele an, denn es drängte ihn, in die große Wüste von Aranoch zu gelangen. Er hoffte, dass sich die Geißel nicht bis dorthin ausgebreitet hatte - und wenn doch, dann kannte er die Männer der Wüste als fähige Krieger. Dazu mussten sie die Klosterpforte überqueren, die die Jägerinnen bewachten. Dies war auch das Ziel der Gefährten, denn sie wussten, dass de Aveugler den Seelenstein dorthin bringen wollte. Zu welchem Zweck? Das konnten sie nur mutmaßen.

Sie hatten seit dem Mittag keine Anzeichen für die Dämonenhorden mehr ausmachen können und sie dachten, für das Erste sicher zu sein. Daher entschieden sie sich auch, eine Rast einzulegen, den Mensch wie Tier waren erschöpft. Die Wachen waren eingeteilt und die Männer und Frauen legten sich alsbald zur Ruhe.
Die Nacht verging ohne Zwischenfälle. Am nächsten Morgen brachen sie dahingegen nicht sofort auf. Verwundert beobachteten die Gefährten, wie die Männer allerlei Blumen und Zweige herbeibrachten und zwei Frauen Kränze flochten. Den ungeduldigen Gefährten erklärte Warriv, dass sich heute zwei junge Menschen vermählten. Die Zeremonie würde bis zum Mittag andauern und erst anschließend würden sie weiterreisen.

Die Zeremonie begann. Ein Festmahl wurde vorbereitet, die beiden überreichten sich gegenseitig die Kränze und während sie in ein Zelt geführt wurden, wurde Musik gespielt und getanzt.

Wolfhard stand am Rand des Geschehens. Die Gefahr war noch nicht gebannt und die Zeit drängte. Dennoch stimmte ihn die Hochzeit hoffnungsvoll. Er war so sehr in Gedanken versunken, dass er gar nicht bemerkte, wie die alte Frau an ihn herankam. "Schon seit geraumer Zeit verfolge ich diese junge Liebe.", sagte sie mit ihrer tiefen Stimme. "Wie häufig verblieb er in ihrer Nähe? Wie oft brachte er ihr wilde Beeren oder Blumen, nur um einen kurzen Moment ihre Hand zu berühren? Und sie, wie häufig ging sie abends noch spazieren, um ihn bei der Wache noch einmal zu sehen? Da sich das Böse so offen gezeigt hat, haben sie einander ihre Gefühle aussprechen lassen. Unter anderen Umständen hätte die Familien einer Heirat nie zugestimmt, müsst ihr wissen.  Sagt es uns, dass sich das Leben trotz aller Widrigkeiten immer seinen Weg bahnt? Oder ist es erst die Not, die die menschlichsten Seiten hervorbringt und die Menschen zusammenrücken lässt? Oder ist es ein letztes Auftrotzen gegenüber dem Untergang, den das Schicksal vorherbestimmt? Oder ist es vielleicht ein egoistische Festhalten, denn was zu Lebzeiten vereint wurde, trennt der Tod nicht? Was es auch ist, es bringt frohen Mut über die Menschen. Wir alle können etwas Hoffnung gut gebrauchen. Sag mir, mein Sohn, meinst Du, Du kannst mir noch so einen Hasen bringen?", schloss sie.
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[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #3 am: 16.11.2011, 09:31:38 »
Hochland


Tatsächlich brachen sie gegen Mittag auf und binnen weniger Stunden verwandelte sich die Landschaft, wurde hügeliger und die Vegetation spärlicher. Von einer Anhöhe aus entdeckten sie ein kleines Dorf, das in einem Tal lag. Wie sie schon von hier erkennen konnten, war es stark befestigt und gut bewacht, doch ansonsten wirkte es unberührt. Wolfhard hob den Arm und deutete auf einen Punkt auf dem Marktplatz. Dort waren Zelte aufgebaut und eine Fahne mit einem blutenden Auge wehte im Wind. Die Jägerinnen! Für's erste konnten sie wieder durchatmen[1]. Doch bis zur Klosterpforte war es sicherlich noch eine Tagesreise.

Schnell legten sie die letzten Meilen zurück und erbaten bei den Jägerinnen auf der Pallisade Einlass in das Dorf, der ihnen auch gewährt wurde. Routiniert wiesen sie den Karawanenmitgliedern einen Platz auf dem Marktplatz zu, während die Gefährten und Warriv in ein großes Zelt der Jägerinnen geführt wurden. Offensichtlich versammelten sich gerade die Kriegerinnen.

Kaschya blickte auf. "Wer seid Ihr?", fragte sie.
 1. Für's erste wähnt Ihr Euch in Sicherheit und Ihr könnt durchatmen. Jeder regeneriert 10 Sanity!
« Letzte Änderung: 16.11.2011, 12:45:49 von List »
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Tyrome Rhistle

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[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #4 am: 20.11.2011, 20:42:27 »
Die Ruhe hatte Tyrome Rhistle gut getan, er fühlte sich ausgeruht und auch wenn er die Gefahr kaum vergessen, geschweige denn verdrängen konnte, half ihm die Zeit, um etwas mit den aufwühlenden Bilder Tristrams fertig zu werden. Jede Stunde wurden seine Gedanken analytischer, er verwarf wieder jeder Aberglauben und das Gefühl von Machtlosigkeit, die ihm noch während des Konfliktes eingeholt hatte. Und sie hatten es alle geschafft und sie hatten sogar noch eine Menge Zivilisten gerettet. Sie hatten ziemlich viel für ihre unglückliche Ausgangslage erreicht, darauf konnten sie, bei allen Verlusten, ein Stück weit stolz sein und tatsächlich war Tyrome es für seinen Teil auch, auch wenn er nach außen hin unverändert und grimmig wirkte.
Nach der ersten Rast konnte er auch endlich seine Rüstung ordentlich anlegen und damit wurde der Marsch auch wieder deutlich angenehmer, auch wenn sie immer auf dem Posten sein mussten. Und jetzt kam auch noch das Kloster in Sicht, das Gefühl von Sicherheit umarmte ihn und vor allem die Aussicht auf eine Stunde ehrlichen Schlaf. Der ehemalige Ritter freute sich darauf, sodass er die Frage der Frau kaum mitbekam. Er blickte zur Seite und überließ dem alten Mann den Vortritt, stattdessen blickte sich der alte Landadlige um. War die Anlage wehrhaft, war das Umland gut einzusehen, sodass man rechtzeitig neue Gefahr durch die Dämonen bemerken würde[1]? Dann blickte er durch die Reihen der abgekämpften Flüchtlinge, und atmete durch. Jetzt waren sie sicher und Druck würde von allen abfallen, und dann würde sie die Trauer über die vielen Verlorenen und Getöteten einholen. Innerhalb weniger Stunden und Tage würde aus diesem sicheren Hafen für einige Tage ein Ort des Wehklagens werden. Aber sie mussten alle trauern, sie sollten alle trauern. Und so gab sich Tyrome den Gedanken hin, wie er mit Sezair zusammen eine große Trauerfeier für die Verstorbenen hier halten konnte, statt der Frau zu antworten.
 1. Entdecken 23
« Letzte Änderung: 20.11.2011, 20:42:41 von Tyrome Rhistle »
Cry Havoc! and let slip the dogs of war. - William Shakespeare - The Tragedy of Julius Caesar, 3. Akt, 1. Szene / Antonius

Sezair Lemas

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[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #5 am: 21.11.2011, 21:11:41 »
Milde lächelnd legte Sezair die Hand auf seine Brust und verbeugte sich ein wenig, während er sich weiterhin auf seinen Stab stütze. Obwohl die Gefährten ihn in den letzten Tagen in ganz anderen Bewegungen und Haltungen gesehen hatten, wirkte der Kehjistani in seinem Gruß alt und gebrechlich. Doch es war keine Täuschung, die diesem Empfinden zu Grunde lag. Es war, als ob das Bild des alten Mannes die eigentliche und ehrliche Art des Kehjistani sei, der geschickt gelenkige Tänzer hingegen, der sich im Kampf gegen Dämonen und Untote behauptete, die Fassade.

Nie hätte sich der alte Mann aus Kehjistan gedacht, dass er in seinem Lebtag noch dem begegnen würde, was der gelehrte Priester Belanar als das einzigartig Böse bezeichnete. Die Ereignisse des letzten Tage hatten auch auf die Gefährten gewirkt. Der strenge Ritter hatte zu Beginn der Flucht unzufrieden gewirkt, als ob er sich nach wie vor Vorwürfe über die Geschehnisse machen würde. Vor allem die Flucht des Paladins schien an ihm zu nagen. Der Späher wirkte unruhig, der Magier gefangen vor Bewunderung gegenüber des steinernen Mannes. Alle wirkten in ihren tiefsten Gefühlen berührt und verwirrt. Auch in Sezairs Augen spiegelten die Flammen Tristrams die Flammen wieder, die ein ganz anderes Dorf am Rande Kehjistans verschlungen hatten. War dort auch schon das tiefgründig Böse über seine Familie gefallen? Unwissend konnte der Alte sich nur fragen. Doch jeden Morgen seit der Flucht, als er mit den ersten Strahlen der Sonne aufgewacht war und sich dem tiefen Geben an seinen Herrn widmete, sprach der Kehjistani auch bittende Worte für seine Gefährten. Es war nun nicht mehr allein der Glaube, der Sezairs Zuversicht erfüllte, sondern auch die Dankbarkeit um die Begleiter auf seinem Weg.

"Wir sind Wanderer, die ihre Heimat hinter sich gelassen haben," sprach Sezair mit sanfter Stimme. "Bruder Warriv führt unsere bescheidene Karawane, und sein Herz war groß, als er die Flüchtigen aus der zerstörten Stadt Tristram aufnahm. Viele Männer, Frauen und Kinder wurden in den letzten Nächten zu ihrem Ende gezwungen. Das Böse ist über die Stadt gekommen," fährt Sezair mit klarer aber trauriger Simme fort. "Ihr seht Meister Belanar, der die Geschichten der Welten zu erzählen weiß, Meister Tyrome, dessen Stolz seinen Hammer führt und Wölfe bändigt, Meister Besnell, der sogar Berge versetzen vermag, und Meister Wolfhard, dessen Augen und Ohren unser Dank gilt, haben sie uns aus der Dunkelheit in die Sicherheit geführt. Mich ruft man Sezair Lemas, ich lernte einst das Fischen. Und wir bitten Euch in unserer Not um Obdach für unsere müden Wanderer."

Besnell

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[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #6 am: 25.11.2011, 11:24:03 »
Besnell hatte, weder auf der langen Reise, noch bei der Ankunft im Lager für irgendetwas mehr als einen kurzen Blick übrig. Abgesehen von seinen Büchern, in welche er bei jeder Pause und auch Abends tief versunken war. Selbst der Golem schien für ihn kurzzeitg die Faszination verloren zu haben. Der Magier kam seinen Gefährten melancholisch und leer vor. Woran das lag liess sich nur erahnen. Belanar und er hatten vollbracht was bisher nur wenigen gelungen war. Natürlich war dies der Stolz des Magiers, sein Ziel und auch sein Wunsch, doch zu gleichen teilen verlor er sein Lebensziel. All das lernen, forschen und kämpfen kam ihm unsinnig vor. Sollten die Dämonen die Welt vernichten. Was bedeutete das schon, ein Magier, ein Mensch ohne Lebensziel war verloren. Deshalb suchte er fieberhaft in seinen Büchern nach Anhaltspunkten. Er war nicht wie der edle Ritter, oder der freundliche alte Mann. Seine Motive waren andere. Er würde nicht gegen das Böse das Belanar angekündigt hatte kämpfen, aus einer Laune heraus. Er hatte den Golem geschaffen, komplexe Zauber gemeistert und zurückgeblieben war nur eine leere ausgezehrte Hülle.

So blieben die wenigen Antworten die seine Gefährten bekamen immer knapp, meist nur ein Nicken oder ein unverständliches Murmeln. Seine Augen wirkten mehr tot als lebendig. Er war zwar bei vollen Kräften, das erste mal seit langem, aber dennoch war er ausgebrannt.

Gelehrter, PAH schnaubte er verächtlich und betrachtete das Lager lustlos. Sie mochten große Kriegerinnen sein, doch auch ihr Schicksal war besiegelt. Als seine Gefährten das Zelt betraten, blieb er davor stehen und lehnte sich mit dem Rücken gegen seinen Golem, um seinen Blick über das lager schweifen zu lassen.
« Letzte Änderung: 25.11.2011, 13:36:59 von Besnell »

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[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #7 am: 26.11.2011, 11:09:10 »
Kaschya blickte den alten Mann ungläubig an und schien in den ersten Momenten sprachlos. Auch Akara sagte nichts; sie nutzte die kurze Ruhe, um sich die müden Schläfen zu massieren. Sie wirkte nicht überrascht. Ganz im Gegenteil zu dem alter Mann in dunkler Robe, der fast aufsprang.

Alter Mann
"Wo kommt Ihr her? Aus Tristram? Und was sagtet Ihr, was dort geschehen ist?" Er hielt kurz inne und verzog wie vor Schmerz das Gesicht. "Ich spürte, dass dort etwas schlimmes geschehen würde. Ich war wohl nicht schnell genug." Wieder schüttelte er den Kopf und deutete den Gefährten mit einer Geste, einzutreten und sich zu setzen. "Ihr müsst uns sofort alles erzählen, was dort vorgefallen war." Er selbst aber blieb stehen.

Kaschya blickte zwischen den beiden alten Männern hin und her und deutete ihnen dann schließlich ebenfalls, an der Versammlung teilzunehmen. Seltsamerweise griff sie zu ihrem Bogen, den sie auf ihren Schoß legte, und sie strich mit den Fingern über das schöne Holz. Es schien sie zu beruhigen. Vielleicht eine Angewohnheit, wenn sie sich konzentrierte.
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Belanar

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[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #8 am: 29.11.2011, 09:05:20 »
Belanar betrachtet das Treiben im Lager anerkennend und hält sich auch im Zelt respektvoll zurück. Auch wenn er die Geschichte dieses Ordens nicht sonderlich gut kannte[1], so hatte er doch von den außerordentlichen Fähigkeiten dieser Kriegerinnen mit dem Bogen und ihrem festen Glauben an die Nebelgöttin gehört.

Er wusste um seine Erscheinung und wollte nicht provozieren. Sie waren hier, um ein wenig Frieden zu finden, wenn auch nur für kurze Zeit. Der Totenbeschwörer vertraute auf die Weisheit Sezairs, auch wenn die honigsüßen Worte des Priesters abermals schwer deutbar waren. Dem Anschein nach ahnte man hier bereits, was in Tristram geschehen war.

Sie brachten wahrlich schlechte Nachricht. Belanar fühlte sich wie ein Vorbote des Unheils.
 1. Wissen (Geschichte): 13.

Tyrome Rhistle

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« Antwort #9 am: 30.11.2011, 01:13:04 »
Tyrome blickte den alten Mann an. Er wirkte kauzig, ein wenig entrückt mit seinem merkwürdig gebunden Bart. Diese Art von Altersausstrahlung wollte Tyrome Rhistle nie haben. Er hat sich eher vor dem Altern gefürchtet, fürchtete stets den Verlust der Agilität, der Kraft und irgendwann auch der Würde. Er hatte Angst davor, ein alter Mann zu werden, der nur noch von Krieg sprechen konnte, statt ihn zu führen und ihm sollte nie etwas wie falsche Weisheit anheften. Vielleicht vereinte dieser Mann ein paar der Vorurteile, die Tyrome gegenüber dem Alter und seiner Furchtvorstellung davon hatte. Eine Robe, einen Bart, Altersflecken. Der ehemalige Ritter schluckte seine Gedanken runter, sie waren lächerlich. Doch die Präsenz des Mannes blieb für den ehemaliger Ritter kauzig, vielleicht auch, weil er so fordernd und direkt war. Rhistle kann sich nicht helfen, ihm kommen zynische oder sarkastische Kommentare in den Sinn, aber keine ordentliche Zusammenfassung der Ereignisse. "Alles? Nun, es begann damit, dass ein Sack Hafer in Tristram umfiel...", wollte es aus dem ehemaliger Ritter platzen, doch er hielt sich zurück. Er fragte sich, warum er nur zu keifen beginnen wollte, hatte er sich doch eben noch ausgeglichen gefühlt. Der alte Mann wirkte nicht wie der alte Mann Sezair, das waren zwei Welten. Sezair hatte Tyrome gezeigt, dass Alter keine Schande bringt, doch Sezair weise und äußerst schlagkräftig war. Vielleicht fehlte für den alten Mann auch nur ein Beweis seiner Stärke, seiner Würdigke...Tyrome schüttelte den Kopf.

"Alles werden wir euch nicht sagen können. Wir sind nur ein Ausschnitt dessen, was dort passiert ist, guter Mann.", sagte Tyrome stumpf, aber freundlich. "Wir werden euch Auszüge und Einblicke bieten können, aber kein umfassendes Bild. Aber bevor dies geschieht, müssen wir dafür sorgen, dass nicht zu viele Ohren hören, was wir sagen." Mit jedem Wort ist Tyrome ernster geworden, die ganzen Erinnerungen kamen zurück und ließen ihn äußerst verhärmt wirken. "Ich werde euch niemals um viel bitten, guter Mann. Aber wenn ihr gespürt habt, versteht ihr, worum ich euch bitte."
Der Rucksack von Tyrome bewegte sich, Tyrant versuchte jetzt, bei Reiseende, verzweifelt aus seinem Reisegefängnis zu entkommen. Tyrome tat dem Wolfswelpen den Gefallen noch nicht.
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Sezair Lemas

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« Antwort #10 am: 30.11.2011, 17:57:28 »
Bedächtig kratzte Sezair sich am Kinn, die rauen Finger fuhren durch den prächtigen Bart des alten Mannes. Der Kehjistani fühlte sich ratlos im Angesicht der Sorge, die sein Gegenüber verspürte. Ebenso schwer fiel ihm der Gedanke, alles zu erzählen, was geschehen sei. Kopfschüttelnd fragte sich Sezair, was es denn gewesen war, das innerhalb der Mauern Tristrams über sie kam. Das Böse, so hatte es der Knochenpriester genannt. Doch nur weil ihm die Worte fehlten, es besser zu beschreiben, hatte Sezair bereitwillig das Wort benutzt, um die plündernden, raubenden und schändenden Kreaturen zu benennen. Nun, wo die Ereignisse Tage zurück lagen und man ihn nach der Erklärung fragte, wunderte Sezair sich. Was war geschehen?

Erleichtert wachte Sezair aus seinen Gedanken auf, als Tyrome das Wort ergriff. Dankbar sah er den strengen Ritter an, als dieser zur Vorsicht mahnte. Daran hätte Sezair nie gedacht, musste man die Ohren der Menschen denn vor dem Geschehenen beschützen? Der alte Mann wusste es nicht einzuschätzen, doch der Herr hatte ihm Begleiter gegeben, ihm bei diesen Entscheidungen zu helfen.

"Das Böse ist über die Stadt gekommen," wiederholte Sezair sich mit streng zusammengezogenen Augenbrauen, als wären diese wenigen Worte Erklärung genug, und das einzige, was er zu sagen wüsste. Seine Finger klammerten sich wieder um das knorrige Holz seines Stabes, als er auf die Antwort des Greises wartete.

Wolfhard

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« Antwort #11 am: 03.12.2011, 19:54:27 »
Wolf war erst eigentlich ganz zufrieden gewesen, seinen Gefährten das Wort zu überlassen doch mit diesem Taktieren und den  ganzen Andeutungen und Ansätzen kann er nichts anfangen. Dennoch wartet er auf die Reaktion des alten Mannes  auf Tyromes Bitte, bevor er sich entschliesst ob er versuchen soll das ganze abzukürzen.

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« Antwort #12 am: 06.12.2011, 10:58:09 »
Die Jägerinnen schienen verwirrt, beobachteten aber wachsam die Fremden, die so erschreckende Nachrichten brachten. Die weise Akara, die in eine blau-violette Robe gekleidet war, erhob sich und stützte sich auf ihren Stab. Doch vorerst sagte sie noch immer nichts.

Deckard Cain
Der alte Mann blickt von Mann zu Mann und scheint doch nicht zu finden, was er sucht. "Ich bitte Euch, Ihr müsst präziser werden, denn die Situation ist gefährlich und wir sollten jetzt alles wissen, um weise entscheiden zu können. Im Übrigen könnt ihr hier offen sprechen; dies ist eine Versammlung der Jägerinnen - Ezra-Anhängerinnen. Mein Name lautet Deckard Cain. Ich...", er zögerte und wechselte einen Blick mit Akara, "bin einer der letzten Nachfahren der Horadrim[1], wenn Euch das etwas sagt."

Draußen ertönten zwei kurze, tiefe Hornstoß. Einige der Jägerinnen nahmen ihren Bogen und verließen das Zelt. An der Versammlung nahmen nur noch etwa ein dutzend Frauen und die Männer teil.
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« Letzte Änderung: 06.12.2011, 16:38:49 von List »
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Tyrome Rhistle

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« Antwort #13 am: 06.12.2011, 19:10:42 »
Tyrome wirkte ein Moment verduzt, geradezu überrascht. Hatte er richtig gehört? "Deckard Cain?" Der ehemalige Ritter ist sich sicher, dass er richtig gehört hatte, sodass diese Frage rhetorischer Natur war. Die Mimik Tyromes ließ wie häufig wenig Spiel zu und wirkte grimmig wie eh und je. "Wenn ihr Deckard Cain seid, dann könnt ihr uns besser erklären, was genau passiert ist.", stellte Tyrome nüchtern fest und blickte zufrieden auf die vielen Jägerinnen, die ihrem Befehl folgten und das Zelt verließen. Zwar sprach der alte Mann für sie, aber das änderte nichts daran, dass dieses Wissen...gefährlich war. Selbst Tyrome hatte gespürt, wie das alleinige Wissen darüber an seinen Nerven gezehrt hatte, ihn unmittelbar verändert hatte. Welchen Einfluss dieses Wissen hatte, zeigte alleine Belanar, dessen Aura und dessen Ausdruck eine neue Nuance der Farbe schwarz geschaffen hatte, einen neuen Grad der Dunkelheit. Alleine durch das Wissen und die gesehenen Geschehnisse. Und dieser Mann, der Deckard Cain war und von dem Unaussprechlichen wusste, behauptete, dass man einfach offen sprechen könne, als würde man über ein Frühstück oder einen schönen Rappen palavern. Tyrome musste seine Antipathie, welche er für diesen Mann hegte, abermals unterdrucken. Noch immer konnte er nicht greifen, warum dies so war, aber er hatte einen Eindruck darüber gewinnen können, weil er sich an den alten Mann in den Katakomben erinnerte und an die kritische Worte, die dieser über einen Deckard Cain verlor. Tyrome erinnerte sich sehr gut an diese Szene, nannte der merkwürdige Mann sie mehrmals bei diesem Namen und sprach von der Rückkehr Cains.

"Ich wiederhole mich ungern. Wir können euch nicht alles sagen, weil es unmöglich ist, sich zu einem geforderten Zeitpunkt aller Details und Gegebenheit zu erinnern. Es ist nicht möglich, eine umfassende, in sich geschlossene und komplette Geschichte der wahren Ereignisse zu erzählen, wenn dies plötzlich, nach langer Reise und unter diesen Umständen geschehen muss. Erst recht, wenn dies aus dem Stegreif zu geschehen hat." Der Ritter blickte Deckard Cain bei seinen ganzen Worten und Gedanken an, forschend. "Wir können euch also einen Überblick geben und dann könntet ihr Fragen stellen, sollten uns Details nicht einfallen oder wegfallen. Und dann könnt ihr uns sagen, was genau passiert ist. Denn es dämmert euch bereits, sonst wüsstet ihr nicht, wie gefährlich die Situation ist. Ein verbranntes Dorf alleine würde euren Geist in dieser Zeit weniger bewegen, als jenes, was passiert ist, nicht wahr?"

Tyrome hatte wie immer seine Probleme damit, seine Gedanken und seine Meinung zu unterdrücken, auch wenn er deutlich dezenter provozierte, als bei de Aveugler. Dennoch ließ er den alten Mann, der weise entscheiden wollte, noch nicht zu Wort kommen und erklärte, was sich zugetragen hatte. Er erzählte vom Verrat des Lazarus, vom Butcher, von General Lachdanan und dem zerstörten Geist des Königs, vom Tod des Thronfolgers und vom Angriff auf Tristram und das Ende des Ortes, vom Schicksal de Aveuglers und dass der Stein in seinem Besitz war. Nicht erzählte er von dem Golem, weil er zu wenig über ihren steinigen Begleiter wusste. Dann nahm er das zugebundene Bündel von seinem Rücken, entfernte die Knoten und legte das Bündel auf einen beistehenden Tisch. Langsam, fast andächtig, fast ängstlich, entfernte er das alte Bettlaken, welches zum Bündel geworden war und legte die noch immer furchterregende, ewig scharfe aus der Hölle selbst frei. "Sie hat vielen Männern den Verstand gekostet, inklusive General Lachdanan und dem noch immer lebenden und flüchtigen Raphael de Aveugler. Sie hat große Männer zu Fall gebracht, ohne auch nur einmal ihr Fleisch geschnitten, ihr Blut gekostet zu haben. Ich habe sie Aveugler abgenommen, ehe er größeren Schaden mit ihr anrichtete." Der ehemalige Ritter, der auch nicht ausgelassen hatte, dass er seine Würde als Ritter verloren hatte durch die Ereignisse, hütete sich davor, die Klinge zu berühren. Aber auch jetzt ließ er Deckard Cain noch nicht zu Wort kommen. Er kam zum letzten Punkt, den er vorher in seiner Erzählung behutsam ausgelassen hatte. Die Szene in den Katakomben. "Und dann kamt ihr ins Spiel, vielleicht ohne dass ihr vorher von uns wusstet, Cain. Wir haben einen eurer alten Weggefährten getroffen und gab uns einen Einblick in etwas, worüber ihr viel besser Bescheid wisst, über etwas, was ihr uns zur höchstmöglichen Gänze, so es euch denn möglich ist, erläutern und erklären müsst. Er dachte, dass wir ihr wäret. Er sprach uns an, als Deckard Cain, sprach von eurer Rückkehr und wie sehr ihr sie enttäuscht hättet und von den Dreien. Und er hinterließ euch ein Geschenk, mit den Worten, dass ihr noch tun solltet, was ihr könnt." Tyrome griff in seine Gewandtasche und ließ das Amulett an seinem Finger baumeln, während er Cains Reaktion abwartete und dabei lauernd in sein Gesicht schaute. Jetzt ließ er Cain zu Wort kommen.
« Letzte Änderung: 06.12.2011, 23:45:11 von Tyrome Rhistle »
Cry Havoc! and let slip the dogs of war. - William Shakespeare - The Tragedy of Julius Caesar, 3. Akt, 1. Szene / Antonius

Besnell

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[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #14 am: 08.12.2011, 11:33:06 »
Der Magier verfolgte die Unterhaltung im Zelt nur desinteressiert, auch wenn er bei dem Namen des alten Mannes einen kurzen überrschaten Blick auf diesen warf. Doch das interesse war schnell verschwunden und er schnippte weiter gelangweilt eine Münze auf und ab.

Als dann die Hornstöße erklangen sah er die vorbeieilenden Jägerinnen an und packte eine von Ihnen am Arm.

"Was ist hier los?"

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