• Drucken

Autor Thema: [IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen  (Gelesen 16220 mal)

Beschreibung:

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Tyrome Rhistle

  • Beiträge: 557
    • Profil anzeigen
[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #135 am: 17.06.2012, 13:59:28 »
Tyrome hatte keinen Nerv, sich damit auseinandersetzen, ob Lakach und sein Äffchen Bajit die Hausbesitzer waren und damit Anspruch auf diese Art der Plünderung hatten, oder ob sie Gäste des Hauses waren und ihren verbrannten Proviant und vielleicht ein paar zusätzliche Münzen bergen wollten oder ob sie ganz einfach arme Kerle waren, welche versuchten, das Beste aus der Situation zu machen und sich einfach durchplünderten, um zu überleben. Wer an solch einem Ort war, machte dies wohl kaum absichtsvoll und Tyrome war viel zu müde, um sich in Streit über Prinzipien und Moral zu ergehen. Kurz musterte er das Löwenäffchen. Er erkannte es, weil er schon einstmals ein solches Äffchen in seiner Heimat gewesen hatte. Ein verschlossener Wanderer hatte solch ein Äffchen mit sich geführt und für kleine Diebstähle trainiert. Etwas, was Tyrome als Hundezüchter schon damals aufgefallen war. Tyrome beschloss, auch das Äffchen im Auge zu behalten. Tyrant schien sich nicht daran zu stören, sondern schlief ruhig in seinem Rucksack.

"Schlimme Dinge geschehen, guter Mann.", sagte er zu Lakach, ohne sich zu einer Bewertung des Zusammensammeln der Habseligkeiten hinreißen zu lassen. "Man muss tun, was man tun muss. Aber sagt, habt ihr zufällig einen gerüsteten Mann gesehen, der vor uns hier lang kam?" Tyrome beschrieb Raphael de Aveugler. "Oder habt ihr sonst gesehen, was hier genau geschah?"
Der ehemalige Ritter schaute sich um, ob sich irgendwas als Sitzgelegenheit nutzen ließ. Das Alter und das Leben auf dem Schlachtfeld forderte seinen Tribut, nicht das erste Mal fühlte sich Tyrome alt und nicht mehr von der Kraft seiner Jugend durchflossen. Jede Faser brannte, seine Füße fühlten sich an, als würde er permanent auf Nägeln wandern, wahrscheinlich hatte er sich die eine oder andere Blase gelaufen und auf dem Pferd einen Wolf geritten. Die Müdigkeit war überwältigend, er musste sich einfach setzen. Zumindest einen Augenblick in aller Ruhe sitzen. Tyrome fiel ein, dass der Mann, der sich und das Äffchen vorgestellt hatte und unabhängig davon, ob es nun ihre Namen waren oder nicht, fügte Tyrome noch an. "Ich bin Tyrome Rhistle." Gleichwohl überließ er seinen Gefährten sich vorzustellen, wenn sie es für richtig hielten. Er konnte es ihnen nicht verdenken, wenn sie es nicht taten, hatte der ehemalige Ritter es vor Müdigkeit fast selbst vergessen.
« Letzte Änderung: 19.06.2012, 23:02:33 von List »
Cry Havoc! and let slip the dogs of war. - William Shakespeare - The Tragedy of Julius Caesar, 3. Akt, 1. Szene / Antonius

Besnell

  • Beiträge: 563
    • Profil anzeigen
[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #136 am: 17.06.2012, 14:00:55 »
Vorsichtig betrat Besnell hinter Wolf die Ruinen des ehemaligen Gasthauses und blickte sich ratlos um. Auch wenn er scheinbar in letzter Zeit mehr mit sich als mit seiner Umgebung beschäftigt gewesen ist, ist ihm deutlich anzusehen das ihm der Anblick zu schaffen macht. Schliesslich bückt er sich und greift nach einer halb geschmolzenen Gabel nur um diese, nach kurzer Untersuchung wieder fallen zu lassen.

Mehr aus einer Laune heraus, wirkt er einen kurzen Zauber um Wolfs Untersuchung auch auf seine Weise zu unterstützen.[1]
 1. Magie entdecken.

Sezair Lemas

  • Beiträge: 403
    • Profil anzeigen
[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #137 am: 18.06.2012, 21:57:47 »
Die Erschöpfung ließ Sezair schwer atmen, als auch er hinter Tyrome näher trat um den Fremden zu begrüßen. Stöhnend hielt sich der alte Kehjistani auf seinen Beinen, seine Augen waren ermüdet, schien es, als er erst nicht verstand, warum der Fremde zwei Namen nannte. Erst nach einem zweiten Blick fiel Sezair das Tier auf, welches sein Gegenüber begleitet. Die ermattete Miene Sezairs hellte mit langsam auf, ehe sich ein fast fröhliches Lächeln auf seinen vollen Lippen bildete. Fast kindlich wirkte der alte Wanderer plötzlich wieder, als er sich über den Anblick des Affen freute. Bedächtig tastete Sezair die tiefen Taschen seiner weiten Hose ab, ehe er neben seinem Rosenkranz und dem wundersamen Löffel fand, wonach er suchte.

Sezair ächzte müde, als er in die Knie ging und sich nur an seinen Stab stützend in der Hocke halten konnte. "Komm, Bajit, sieh, was Vater Sezair Dir hat!" Mit einem hoffnungsvollen Lächeln hielt Sezair dem Begleiter des Mannes eine trockene, verschrumpelte alte Dattel hin. Vielleicht würde der Affe sich dazu hinreißen lassen, näher zu kommen, freute sich der Kehjistani.

Doch der Blick Sezairs trübte sich wieder, als er auf das verbrannte Haus sah. Es schien, dass die Reisenden einer Fährte der Zerstörung folgten, immer wieder begegneten sie Schicksalen, die man keinem Menschen wünschen würde. Zudem weckte der Anblick der kohlenden Wände und Streben tiefe, traurige Erinnerungen.

"Wir sind müde," sprach Sezair schließlich zu Lekach, "und unsere Beine tragen uns kaum." Mehr sagte er zunächst nicht, und so fühlte es sich an, als ergänze der alte Mann mit dem Turban lediglich die Worte des alten Ritters Tyrome.

Belanar

  • Beiträge: 254
    • Profil anzeigen
[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #138 am: 19.06.2012, 10:59:35 »
Die Wüste. Belanar überkam ein wohliger Schauer, als er seit einer gefühlten Ewigkeit wieder den vertrauten Sand unter seinen schweren Plattenstiefeln knirschen hört. Wie lange war es her, dass er Aranoch Richtung Westen verließ?

Das gleißende Licht der Sonne brannte in seinen Augen, als er die knöcherne gehörnte Totenmaske abnahm und sein von Blut und Schweiß verklebtes Haar vom Wüstenwind trocknen ließ. Nachdenklich mustert er den Horizont.

Sie hatten Andariel also überwunden. Oder nicht? Belanar wusste es nicht. Wie vieles nicht, auf diesem langen, steinigen Weg, den er zusammen mit seinen so ungleichen Gefährten bestritt. Die Gedanken des Nekromanten wurden von einem zuckenden Schmerz unterbrochen.

Die Anstrengung der letzten Tage forderte Tribut. Die Rüstung scheuerte und sein Schwertarm war fast lahm geworden. Sich ein Beispiel an Herrn Rhistle nehmend, schleppte sich Belanar seinen Gefährten hinterher. Der Affe irritierte den Nekromanten; wie immer, wenn die Natur etwas schreiend Buntes und Lautes hervorbrachte, das zudem kluge Augen hatte. Der Alte hingegen schien harmlos und sein Bericht ein nützlich.

Wie Besnell griff der Totenbeschwörer allerdings zu einem Zauber, um mehr zu erfahren, als die Lebenden ihm zu antworten befähigt waren.[1]
 1. Belanar wirkt Detect Evil

List

  • Moderator
  • Beiträge: 5970
    • Profil anzeigen
[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #139 am: 19.06.2012, 22:46:38 »
Der kleine Affe näherte sich langsam Sezair, wobei er immer wieder inneharrte und das kleine Köpfchen reckte, bevor er weitere Schritte machte. Der alte Mann konnte erkennen, dass der Affe sich für die Dattel interessierte und gleichzeitig vorsichtigen Abstand halten wollte. Schließlich machte er einen Sprung und riss Sezair schnell die Dattel aus den Händen und sogleich sprang er wieder weg. In nur etwa anderthalb Metern Entfernung blieb er sitzen, Sezair im Gesichtsfeld, und drehte die Datel zwischen seinen kleinen Fingern. Er wischte unsichtbare Körner von der trockenen Frucht. Dann steckte er die Frucht in eine kleine Tasche, die an seiner Seite war. Keck musterte er Sezair, denn vielleicht hatte er noch eine zweite Frucht?

Der Mann, der sich mit Lakach vorgestellt hatte, betrachtete die Männer mit einem mitfühlenden Lächeln[1]. "Gefahr liegt hinter Euch und sie liegt auch vor Euch.", sagte er schlicht und betrachtete für einige Sekunden das ausgebrannte Gebäude, vielleicht um ihnen zu bedeuten, dass sie das Glück hatten, jetzt an diesen Ort zu kommen. "Ich kann hier für niemanden noch etwas tun, also nehme ich, was übrig blieb. Niemand wird es mehr vermissen."

"Ich weiß, dass die Wüste voller Leben ist und kann ihre Stimmen hören. Ich meide die Menschen, denn sie halten mich für verrückt. Ich habe mich daran gewöhnt, alleine zu sein. ", sagte er mit jener Art unbeschwerter Gelassenheit, die Personen ausstrahlen, die in sich ruhen. "Die Inakrnation, die Ihr sucht, kam hier vor etwa eineinhalb Tagen vorüber und zieht nun Richtung Lut Gholein. Sie ist sehr gefährlich, das müsst ihr wissen."

Er maß die Gefährten mit prüfenden Blick, doch nicht abschätzig. "Ihr habt das Äußere von Kriegern. Könnt Ihr Euch mit Ihr messen?"
 1. 
Wissen (alte Sprachen) 10 oder Ursprungsregion Wüste (Anzeigen)
« Letzte Änderung: 19.06.2012, 23:28:46 von List »
"Man muss auch das Allgemeinste persönlich darstellen."
- Hokusai

Wolfhard

  • Beiträge: 690
    • Profil anzeigen
[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #140 am: 20.06.2012, 22:59:50 »
Da alle Spuren älter zu sein scheinen und keine Anzeichen auf wiederkehrende Patrouillen zu finden sind, erscheint der Ort Wolf, zumindest für einen vorübergehenden Aufenthalt als sicher, speziell, da eine ausgebrannte Ruine nicht gerade der Ort ist an dem man ein Nachtlager vermuten würde. So schaut sich Wolf die Umgebung der Ruine nach einem Platz um, wo man gut lagern kann und der doch einen Gewissen Mindestabstand zur Ruine aufweist. Gleichzeitig achtet er auf einen Ort von dem aus man die Umgebung möglichst gut im Auge behalten kann ohne selbst von weitem gesehen zu werden.

Tyrome Rhistle

  • Beiträge: 557
    • Profil anzeigen
[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #141 am: 25.06.2012, 13:27:09 »
"Macht euch nichts daraus, ob wir uns mit ihm messen können oder nicht, guter Mann.", murmelte Tyrome erschöpft in seiner sitzenden Position und bereitete sich geistig schon darauf vor, gleich schlafen zu können. Es war ein gutes Gefühl zumindest für ein paar Stunden die Anstrengung sein zu lassen und sich etwas ausruhen zu können. Zumindest wenn die Jägerinnen nicht angriffen oder Andariel sie in ihren Träumen heimsuchte. "Wenn wir es nicht können, werden wir einen anderen Weg finden, ihn aufzuhalten.", schob er hinterher und stützte den Kopf auf einen Arm, während er wartete, dass Wolfhard wiederkehrte und ihnen einen sicheren Schlafplatz zeigte.

"Aber Inkarnation nennt ihn den Mann? Wie kommt es?", fragte Tyrome interessiert und blickte sich dann in dem noch schwelenden Gasthaus von seiner Position aus um. Es war nicht nötig zu kommentieren, dass Gefahr hinter ihnen und vor ihnen lag, da hatte er kauzige Mann recht, sodass Tyrome es nur mit einem Nicken quittiert hatte. Ebenso wie Tyrome auch weiterhin nicht kommentierte, dass der Mann die Reste zusammenklaubte für sein eigenes Überleben. Müde merkte Tyrome nur noch bei der Nennung des Ortes auf, zudem de Aveugler unterwegs war und dann wartete er einfach nur auf Antwort oder Wolfhard. Er war so unendlich müde.
Cry Havoc! and let slip the dogs of war. - William Shakespeare - The Tragedy of Julius Caesar, 3. Akt, 1. Szene / Antonius

List

  • Moderator
  • Beiträge: 5970
    • Profil anzeigen
[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #142 am: 01.07.2012, 18:47:38 »
"Das erzähle ich Euch später. Schlagt erst einmal Euer Lager auf. Macht Euch auch keine Gedanken über die Nachtwache. Bajit und ich brauchen nicht viel Schlaf.", erwiderte der alte Mann gutmütig.

Wenig später hatten sich die Männer etwas oberhalb an den Hängen ein schwer einsehbares Plätzchen gesucht und eine Plane zwischen zwei Felszacken aufgespannt. Sogar ein kleines Feuer konnten sie entzünden, dessen flackerndes Licht eine heimelige Atmosphäre bewirkte. In solchen Momenten konnte man etwas zur Ruhe kommen und in der Nachschau wirkten die Ereignisse phantastisch - ja sogar unwirklich, wie ein Traum. Lakach lehnte an einem Felsen und kaute an ein Spieß mit Fleischstücken. Bajit hatte es sich auf einem kleinen Kissen gemütlich gemacht und schlief.

"Ich höre die Stimmen der Wüste.", fing Lakach plötzlich an. "Es ist mehr ein Flüstern, wenn die Winde über die Felsen streichen und sich die Sandkörner an einander reiben. Ihr müsst wissen, alles Seiende kommuniziert - ob es will oder nicht. Man kann gar nicht anders. Und die Stimmen übertragen sich. Wer in rechter Weise mit seinen Ohren hört, kann ferne Dinge vernehmen. Manche Stimmen sind ruhig und demütig. Seine Stimme...", und er wies auf Sezair, "gleicht einer leisen und harmonsichen Melodie. Die Stimme dessen, den Ihr sucht, ist einem tosenden Sturm gleich. Und in dieses Tosen mischt sich eine leisere Stimme. Ein Wimmern, das immer mehr überlagert wird und bald fast völlig verstummen wird. Darum spreche ich von einer Inkarnation.", erklärte er und biss wieder von seinem Spieß ab. "Schlaft jetzt. Es ist nicht gut, die Wüste erschöpft zu betreten.", sagte er.
"Man muss auch das Allgemeinste persönlich darstellen."
- Hokusai

Tyrome Rhistle

  • Beiträge: 557
    • Profil anzeigen
[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #143 am: 03.07.2012, 22:54:58 »
Tyrome hatte keine Angst vor den flinken Fingern des Affen oder des alten Mannes, denn der Ritter besaß nicht viel, was dieser Mann würde sinnig in seinen Besitz bringen können und auch die Worte ließen Tyrome das Blut nicht noch weiter in den Adern gefrieren. War es nicht ihre Befürchtung gewesen, jene von Sezair und Tyrome, dass ein dunkler Schatten über den Geist Raphael lags? Das Schwert, der gestohlene Kristall, der Krieg all das mochte den Verstand eines Menschen brechen, gerade wenn alles auf einmal kam. Dann die Enthüllung über dieses Urböse. Der alte Mann sprach es mit einer Leichtigkeit aus, die er selbst Wahnsinn nannte. Tyrome traute sich jenes, was er sagte, kaum zu kommentieren. Der ehemalige Ritter blickte in den Himmel und ließ seine Gedanken einen Augenblick in die Unendlichkeit driften. Sie hatten die Rolle der Jäger übernommen, das hielt sie geistig beieinander. Aber wenn de Aveuglers Verstand brach...Tyrome spürte selbst, wie das Schwert ihn fahriger, unvorsichtiger, missmutiger gemacht hatte. Alleine deswegen hatte er es zurückgelassen. Tyrome spürte, wie der Schlaf drängender wurde und doch, kam ihn sein Pflichtbewusstsein zuvor.
"Ich werde die erste Wache übernehmen.", sagte er kurz angebunden, sich immer noch nicht trauend, den Mann auf seine Geschichte weiter anzusprechen.

Der hünenhafte, gealterte Kämpe setzte sich in eine unbequeme, um seinen Geist vom Schlaf fernzuhalten und blickte mit leerem Blick und Lakach durch. Wenn Tyrome ihn darauf anspräche, welchen Nutzen hätte es? Würde er den Mann einladen, ewig von allem zu erzählen? Würde er ihn verschrecken? Würde er denken, dass der ehemalige Ritter ihn auf den Arm nehmen wollte? Tyrome fiel es vor Müdigkeit schwer, sich diese Frage selbst zu beantworten. Er ließ es darauf ankommen. "Ich verstehe eure Worte, guter Mann. Wir wurden Zeuge dessen, was ihr beschreibt, als wir ihn gesundpflegten. Hat euer wacher Geist noch mehr wahrgenommen, anderes Auffälliges oder nur die Inkarnation?" Tyrome wurde freigiebig mit Informationen. Er schalt sich und stützte sich auf die Knie. Er würde seine Gefährten in der ersten Wachperiode mit ernster Hingebung bewachen, wie müde sein Geist und seine Knochen auch sein mochten.
Cry Havoc! and let slip the dogs of war. - William Shakespeare - The Tragedy of Julius Caesar, 3. Akt, 1. Szene / Antonius

Wolfhard

  • Beiträge: 690
    • Profil anzeigen
[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #144 am: 12.07.2012, 16:55:47 »
Ob wohl ihn sowohl die Worte des alten Mannes als auch die Ereignisse des Tages stark beschäftigen, bemüht sich Wolf diese Gedanken vorläufig beiseite zu schieben, damit sie ihn nicht vom nötigen Schlaf abhalten.

So nickt er Tyrome auch nur dankbar zu als sich dieser freiwillig meldet und sagt zu ihm, "danke das ihr die erste Wache auf euch nehmt. Wenn ihr noch zwei Stunden aushalten könnt und mich dann weckt, kann ich den Rest der Nacht übernehmen."


List

  • Moderator
  • Beiträge: 5970
    • Profil anzeigen
[IT] Akt 1: Das Kloster der Jägerinnen
« Antwort #145 am: 28.07.2012, 19:49:50 »
Der alte Mann zuckte nur mit den Schultern, als Tyrome die erste Woche übernehmen wollte, als wollte er ausdrücken: Ich wäre für Euch aufgeblieben, aber wenn Ihr darauf besteht - bitte... . Er nahm den letzten Biss von dem kleinen Holzspieß und warf ihn dann ins Feuer. Noch kauend machte er es sich bequem und blickte in den sich verdunkelnden Himmel. "Gut, dass Ihr mir glaubt. Doch nicht nur vor dem dunklen Wanderer solltet Ihr Euch in Acht nehmen. Er strahlt Chaos aus und lässt seine Umwelt verändert zurück. Es wird Männer geben, die ihm nachfolgen werden. Und selbst die Natur reagiert auf ihn. Die Sandwürmer in der Wüste vermehren sich unkontrolliert und greifen jeden an, der unvorsichtig genug ist, sich ihrer Tunnelsysteme zu nähern.", antwortete er in einem Ton, als würde er eine Geschichte erzählen.
"Man muss auch das Allgemeinste persönlich darstellen."
- Hokusai

  • Drucken