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Autor Thema: Kapitel 1.1 - Die R.N.S. Coaltongue  (Gelesen 10908 mal)

Beschreibung: 1. Akt des Abenteuers "The Island at the Axis of the World"

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TKarn

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Kapitel 1.1 - Die R.N.S. Coaltongue
« Antwort #75 am: 26.04.2012, 12:28:17 »
Licarion holt schnell einen Kellner herbei. Die Herzogin von Shale bittet ihn jedoch, sie aus Sicherheitsgründen zu begleiten.
"Nun, junger Mann, was haltet ihr von dieser eisernen Monstrosität? Ich bin nicht davon überzeugt und das einzige, was dieses Ungetüm über Wasser hält, ist wohl die finstere Tieflingmagie. Nun, ich weiß nicht, ob das alles gut für unser Reich ist und mein Bruder benutzt das Wort "Fortschritt" allzuoft. Er vergisst einfach die alten Werte der Feen und der Himmelsseher."
Der Kellner hält nun vor einer Tür.
"Hier könnt Ihr Euch ausruhen, Majestät", verabschiedet er sich.
Die Herzogin verabschiedet sich von Licarion: "Vielen Dank für den Geleitschutz, aber hier benötige ich Euren Beistend nicht mehr. Ich hoff, wir sehen uns nachher noch."
Mit diesen Worten verschwindet sie hinter der Tür.

Der Tiefling fühlt sich geschmeichelt bei Gnathius Worten.
"Geoff Massarde", grüßt er zurück. "ja bei diesem Schiff habe ich mich selbst übertroffen. Die Kraft der Machinen ist grandios, die Feuerkraft der Kanonen sucht Vergleichbares und die Stahlhaut verleit ihm Schutz gegen jede Untiefe. Ihr seid vom Fach?"

Der erste Offizier ist kurz angebunden und raunt Maok zu: "Soso, ihr sorgt hier für die Sicherheit. Gut, dann macht Eure Arbeit. Die Sicherheitsmaßnahmen? Nun ihr seid hier die Spezialisten an Bord, ansonsten sind die heiklen bereiche des Schiffes nicht für die Öffentlichkeit zugänglich."

Maok Schmelzweis

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Kapitel 1.1 - Die R.N.S. Coaltongue
« Antwort #76 am: 26.04.2012, 12:58:26 »
Maok kneift sich frustriert in die Nasenwurzel und holt dann tief Luft. "Guter Mann," sagt er überhöflich, "hättet Ihr die Güte mir zu sagen, welche Bereiche des Schiffes Ihr als 'heikel' bezeichnen würdet und wie diese gesichert sind? Oder ist das unter Eurer Würde?"

Gnathius Zerbel

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Kapitel 1.1 - Die R.N.S. Coaltongue
« Antwort #77 am: 29.04.2012, 13:28:09 »
"Oh, ja, ja.", antwortet der Magier. "Wobei ich mich eher der experimentellen Mechanik und ihren Möglichkeiten widme. Ein solches Unterfangen, wie dieses eindrucksvolle Schiffe, stünde weit über meinen Möglichkeiten. Zu schade nur, dass gewisse Kreise ein solches Wunderwerk des Fortschritts nicht zu schätzen wissen. Verblendete Saboteure und Anarchisten!"

Licarion

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Kapitel 1.1 - Die R.N.S. Coaltongue
« Antwort #78 am: 30.04.2012, 14:55:05 »
"Oh, ich muss gestehen, dass ich vollkommen fasziniert von der Coaltongue bin, Eure Hoheit", antwortet Licarion der Herzogin, als sie ihn nach seiner Meinung fragt. "So ein Meisterwerk wie dieses hier bezeugt, dass wir uns noch viel von der Zukunft erhoffen können. Wisst Ihr, was man sich zu Nutzen macht, ist simple Physik und hat nichts mit Magie zu tun."
Nun ist der Erfinder ganz in seinem Element.
"In der Tat ermöglicht allein der Aufbau eines Schiffes, dass es trotz seiner beträchtlichen Größe über Wasser bleibt. Das Material, aus dem es besteht, muss für sich allein nicht schwimmfähig sein. Für den Auftrieb sorgt die Luft im Inneren des Gefährts, weil sie leichter als das Wasser ist, das sie verdrängt. Das ist das gleiche wie bei einem leeren, geschlossenen Fass. So sehr man es auch versucht: es ist unmöglich, es mit reiner Muskelkraft unterzutauchen oder sogar unter Wasser zu halten. Würde es vollaufen, würde es natürlich untergehen wie ein Stein, da das Material gefüllt mit der Flüssigkeit wieder schwerer wäre als das Wasser um es herum. Das Prinzip funktioniert nur, wenn die Luftkammer dort, wo sie in Kontakt mit der Flüssigkeit um sich herum kommt, dicht ist. Auch bei einem Schiff reicht selbst ein relativ kleines Leck unterhalb der Wassergrenze aus, um es zu versenken, vor allem da sich dieses durch den Druck, den die Wassermassen auf den Rumpf ausüben, meist noch vergrößert."
Schon hält der Kellner an und zeigt der Herzogin ihr Zimmer. Gern hätte Licarion die edle Dame noch über Besonderheiten eines Dampfschiffes an sich aufgeklärt, aber dazu bleibt leider keine Zeit. Höflich verabschiedet er sich von ihr und macht sich in Gedanken versunken auf den Weg zurück zum Fest.

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