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Autor Thema: A Warrior brave and true...  (Gelesen 7991 mal)

Beschreibung: Einstieg für Ktala, Tochter der Adjur

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A Warrior brave and true...
« Antwort #90 am: 04.11.2011, 08:51:18 »
Sie setzen sich beide zurück an ihre jeweiligen Konsolen.  "Fassen sie die Berichte zusammen und unterstützen sie alle Beteiligten bei technischen oder Übersetzungsschwierigkeiten", weist Ktala die Halbcardassianerin an: "Ich übernehme die Eingabe der Werte in die Modelle und die Berechnung der Korrekturfaktoren, sie  prüfen sie auf Zulässigkeit, und gegebenenfalls planen wir die technische Umsetzung gemeinsam."
 "War ja klar, das ich den unangenehmen Teil abkriege aber wenigstens macht sie ein Teil selbst und ich muss nicht alles alleine machen.  Ob die Klingonen eigentlich für irgendwas außer Kämpfen Protokolle haben?", denkt sich die Angesprochene. Während Ktala die mathematischen Modelle aufruft und testet, sammelt Trenaris die Formulare für die Berichte zusammen, aktiviert einíge Übersetzungsmatrizen für die Klingonin und hält die Konstruktionspläne bereit. S-2 hat schon Ankunft am ersten Arbeitsplatz gemeldet und repariert einige Energieleitungen. "Ich hätte gern einen Raktajino, darf ich ihnen einen mitbringen?" "...später wird wohl kaum noch Zeit dafür sein.“  Die Klingonin nickt.
Gerade flucht die Klingonin über das starke Rauschen an einigen Sensorausgängen (chay'SoHlaH  tu'vay'vegh bIH' , 'oHchugh x x jor HoS. qarDaSngan ratlh![1]), als Ilora mit einer Thermoskanne und zwei Bechern zurückkehrt, von denen einer mit Raktajino gefüllt in Ktalas Reichweite landet. Mehr als ein Nicken bekommt sie dafür nicht als Dankeschön. Nachdem auch S-1 und S-3 ihre ersten Ziele erreicht haben, nimmt die Arbeit Fahrt auf. Der Kommkanal ist erfüllt von Anfragen und Bestätigungen, Iloras Finger fliegen über die Tastatur , um die Berichte aktuell zu halten, bis sie genug hat und ein Programm aufruft, um den Comkanal direkt zu protokollieren - "Ich fasse das später für den zusammen“  -  und muss nebenher noch übersetzen, obwohl die Bajoraner unter den Technikern eigentlich fließend cardassianisch können müssten. "Vermutlich weigern sie sich zu erinnern", denkt Ilora bitter. "Würdest Du den gern romulanisch sprechen, wenn Du es könntest?", antwortet jener Teil ihrer selbst, der mit der sanft tadelnden Stimme Ranjin Kalrems spricht, wenn sie mal wieder zu hart zu sich selbst oder anderen ist, wie so oft. Seltener ist ihre Hilfe bei der Orientierung mit Hilfe der Blaupausen gefragt. Die meisten Techniker kennen ihre Station. Im Augenwinkel stellt sie fest, dass die Klingonin nicht nur relativ fehlerfrei, sondern vor allem sehr schnell arbeitet. Die Eingaben in die Modelle laufen mit der Schnelligkeit des Diktats und immerhin müssen dabei bis zu sechs Modelle (zwei pro Sensorgruppe) bemüht werden. Die Ergebnisse werden dann in sinnvolle, wenn auch teilweise etwas wage Anweísungen umgesetzt. Immerhin hat das, wenn auch wohl unabsichtlich, den Vorteil, dass sie eigene Ideen einbringen kann. Das ist zum Glück seltener nötig, als die Wissenschaftsoffizierín befürchtet hatte. „Sie scheint ihr Fach zu verstehen, eine echte  Rarität: eine technisch versierte Klingonin.“
 1. Wie kannst du irgendwas durch die finden, wenn es kein explodierendes Plasma ist? Cardassianische Überreste!

A Warrior brave and true...
« Antwort #91 am: 04.11.2011, 09:23:19 »
Die einzigen Ruhezeiten, in denen die beiden zu einem Schluck Raktajino kommen und Trenaris mit den Berichten aufholen kann entstehen dann, wenn entweder die Technikerteams unterwegs zum nächsten Arbeitsplatz sind, oder der Computer  die Korrekturfaktoren berechnet. Ktala versinkt in einer solchen Pause in Gedanken: "Wie fange ich das am besten an? Viele verweigern Antworten auf persönliches nur weil ihnen die Frage danach nicht schwammig und weich genug war. Und ich habe ein Talent dafür, so was herauszufordern. Also irgendwie nach geheimen Sternenflottenprotokoll." Kurz entblößt Ktala ihre Zähne. Die laute Stimme der Klingonin schreckt Trenaris durch direkte Ansprache etwas auf: "Wie kommen sie zum Raktajino?"
Trenaris sucht den Blick ihres Gegenübers und findet sich regelrecht angestarrt vor.  "Ist das gerade das ein Zeichen von Unsicherheit?“, wundert sie sich. "Sternenbasis 375, ich war die letzten sechs Monate in Admiral Ross` Stab und seit Captain Sisko und die Crew der Defiant während des Krieges dort stationiert waren ist Raktajino dort groß in Mode."
Ktala nickt und setzt fort: "Bei uns ist es üblich, sich über seine Heldentaten und die seines Hauses auszutauschen. Entehrt es sie, mir über ihre und ihr Haus zu berichten?"
Worauf die Frage eigentlich abzielt, ist für Ilora offensichtlich.  "Aber Für klingonische Verhältnisse geradezu erstaunlich höflich!“ "Keineswegs. Was wollen sie wissen?“  antwortet sie mit einem Lächeln.
"Aalglatt. Dann halt klingonisch." Denkt Ktala und antwortet: "Sie tragen eine Mischung an Erbe, welche mir noch nicht begegnet ist. Tragen sie es mit Stolz?“
"Wenn sie damit meinen ob ich mich für das schäme was ich bin lautet die Antwort definitiv nicht! Meine Eltern haben sich geliebt, und mein Vater hat nahezu alles was ihm etwas bedeutete geopfert als er ein halbbajoranisches Kind anerkannte. Während der Besatzung hatten zwar eine Menge Cardassianer Bajoranische Gespielinnen aber offiziell gab es Kinder wie mich nicht.  Meinem Vater brachte es eine Versetzung auf die Minenkolonie Cal Ria ein. Das ist eine Eiswelt an der cardassianisch-romulanischen Grenze, naja, oder was mal die Grenze war, künftig ist das alles romulanisch schätze ich. Haben sie eine Vorstellung davon wie sehr wir Cardassianer die Kälte verabscheuen? Da bin ich aufgewachsen, bis ihr Volk uns den Krieg erklärt hat und eine Gruppe romulanischer Freibeuter die Gelegenheit  für einen Überfall nutzte. Die cardassianische Flotte war anderweitig beschäftigt,“ sie lächelt schief, aber ihr Gesicht wird sofort wieder ernst  und die Bitterkeit kehrt zurück, "also war es ein Sternenflottenschiff das uns schließlich zu Hilfe kam, da waren von etwas über zweitausend Kolonisten noch ganze 237 am Leben!“ Sie will gerade fortfahren als das Piepen des Computers sie unterbricht als die nächste Ladung Ergebnisse eintrifft.
Sie arbeiten weiter, bevor die Klingonin in der nächsten Pause fortsetzt: "Hat ihr Vater ihre Mutter mitgenommen?“
Ilora schüttelt den Kopf. "Konnte er nicht, sie wurde 4 Tage nach meinem ersten Geburtstag hingerichtet weil sie angeblich Informationen an den bajoranischen  Widerstand geliefert hatte. Papa hatte versucht sie zu retten, aber sie kennen ja das cardassianische Rechtsverständnis."- Sie zuckt mit den Schultern - “ Ihre Strafe stand schon fest als man sie verhaften lies.“
Das Gespräch wird immer wieder von den nächsten Arbeitsschritten unterbrochen. Ktalas Gesicht lässt keine Regung erkennen, weder während der Antwort noch danach: "Rache für ihre Familie werden sie als Mitglied der Sternenflotte nicht nehmen können.“
Ilora zuckt von neuem mit den Schultern: "Rache an wem? Dem Bajoraner, der gegen Mama ausgesagt hat um sein eigenes Leben zu retten und den die Cardassianer zum Dan nach Gallitep geschickt haben? Oder den romulanischen Freibeutern, die der Tal Shiar längst ausfindig gemacht hat und die jetzt in irgendeinem romulanischen Gefängnis verrotten, soweit sie noch leben? Papas Killer hat Cal Ria nicht lebend verlassen, ein Laserskalpell kann schlimmere Wunden als ihr Dolch da verursachen.", ergänzt sie mit einem Lächeln das mindestens so kalt wie das Eis ihre alten Heimat ist.
Auf dem Gesicht der Klingonin macht sich ein anerkennendes leichtes Lächeln breit. Dann kehrt die aufmerksame Neutralität zurück: "Auf einer Sternenbasis haben sie wohl noch nicht viel direkt vom Krieg mitbekommen haben. Aber ihre Spezialisierung legt es ja sowieso nicht nahe.“
"Der Krieg ist mit Sicherheit an niemandem in der Flotte spurlos vorbeigegangen. Fast ein Drittel meines Akademiejahrgangs ist gefallen. Ich war als Kadettin auf der Thunderchild in der Schlacht um Chin'Toka und später als Junioroffizier auf  der Bellerophon in der Schlacht um Cardassia prime, von diversen Scharmützeln dazwischen ganz zu schweigen. Auf die Sternenbasis bin ich erst nach dem Friedensschluss versetzt worden, weil die Belly für vier Monate in den Andorianischen Werften verschwand. Und wenn sie zu den Klingonen gehören die noch immer keinen Respekt für die Sternenflotte haben, was machen sie dann hier?“ "Pass auf was Du sagst Mädel, Klingonin oder nicht, sie ist immer noch deine Vorgesetzte!“
« Letzte Änderung: 04.11.2011, 09:26:36 von Ktala, Tochter der Adjur, Haus D´jon »

A Warrior brave and true...
« Antwort #92 am: 08.11.2011, 10:28:51 »
"Also wenigstens ein wenig Kampferfahrung. Und sie hat Schneid. Mehr als die meisten Föderierten. Liegt wohl an ihrem ehrlosen Cardassianererbe. Den Rest hat die Sternenflotte mithilfe des bajoranischen Teils zu ihrem Glück gezähmt und veredelt" Der junge Leutnant steigt so langsam in Ktalas Augen auf halbwegs respektables Ehrenniveau. Dementsprechend reagiert sie überhaupt nicht auf den Vorwurf, höchstens in Form eines Augenblicks des Schweigens und Starrens: "Ich habe viele Jahre mit der Sternenflotte gekämpft, sowohl als Feind als auch als Verbündeter. Sie ist überlebensfähig in ihrer Art. Ich interessiere mich für eure Wege und auch für die Fortschritte in Sensorik und Medizin. Gerade in dem Gebiet liegt mein persönliches Forschungsgebiet.“
"Forschende Klingonin? Die wird immer ungewöhnlicher.“ Ktala erscheint Trenaris zunehmend weniger als eine typische Vertreterin ihres Volkes. "Was ist denn ihr Gebiet?“
"Biolineare Computersysteme zur Verarbeitung von Sensordaten.“, kommt die Antwort.
"Meinen sie Gelpacks?", fragt Trenaris und bekommt ein Nicken. Daraus entspannt sich ein kurzer Informationsaustausch, in dem Trenaris auf ihre Erfahrungen mit den bioneuralen Computersystemen der Bellerophon zurückgreift, wobei sie nicht zu sehr in die Details geht, um die Geheimhaltungsvorschriften der Sternenflotte nicht zu verletzen. Ktala bleibt weiterhin kurz und unverbindlich.
Danach ergibt sich eine Weile Schweigen, bevor Ilora einen neuen Vorstoß wagt: "Was halten sie eigentlich von dem Jem'Hadar? Ich meine unbewaffnet und als Bote? Üblicherweise übernehmen doch die Vorta das reden und lügen für das Dominion...."
Ktalas Antwort kommt prompt: "Jem'Hadar sind ehrenhafte Krieger. Sie lügen wahrscheinlich nur, wenn es ihnen befohlen worden ist.“
"Das ist dann wohl eine klingonische Antwort, aber ganz eindeutig ist sie nicht.“ "Heißt das, sie glauben ihm?", hakt Ilora nach.
"Sie lässt nicht locker. Aber warum sollte sie die Antwort auch verstehen. Versuche ich es mal in ihrer Art zu formulieren.“ Ktala bequemt sich zu antworten: "Er ist keiner dieser verlogenen ehrlosen Vorta. Gerade deswegen und wegen des bisherigen Nichtauftauchens seiner Kameraden ist es glaubwürdig. Wenn er einen Assassinenauftrag gehabt hätte, hat er sich den mit seinem Auftauchen verdorben. Er war schon eine Weile unentdeckt auf der Station unterwegs, bevor er im Quarks bemerkt wurde.“ Was immer noch an der Klingonin nagt, sie sich aber nicht anmerken lässt.
"Woher weiß sie von dem längeren Aufenthalt oder ist das nur eine Hypothese?""Wir säßen jetzt hier sicherlich nicht so friedlich beisammen, wenn er Ernst gemacht hätte. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, welchen Vorteil er oder das Dominion sich von diesem Auftritt versprechen könnten, falls er lügt.“, bestätigt Ilora. "Waren sie während des Angriffs auf der Station?  Was ist passiert?“
Ktala fasst die Ereignisse relativ kurz zusammen, ohne ihren Anteil zu vergessen: "Ich sah die drei Jem'Hadar-Angriffsschiffe aus dem Wurmloch kommen. Sie attackierten kurz darauf die Station. Ich übernahm ein medizinisches Notfallteam und rettete vielen Verletzten das Leben, trotz der ausgefallenen Kommunikation und den teilweise eingestürzten Teilen des Promenadendecks. Die Aldebaran und ein viertes Angriffsschiff wurden vernichtet, die Defiant schwer beschädigt, bevor die Angreifer zerstört wurden.“
"Also könnte der Jem'Hadar vom verteidigenden Angriffsschiff stammen.", so ist ein gemeinsamer Gedanke der beiden.
Bei dem Bericht der Zerstörung der Aldebaran muss Ilora schlucken: "Auf der Aldebaran hätte ich heute morgen meinen Dienst angetreten. Captain Robinson hatte um meinen Transfer gebeten.“ "...und auf DS9 ist zumindest meine cardassianische Hälfte eher  unwillkommen.“
Ktala wird aufmerksamer: "Dann hätten wir dort gemeinsam gedient. Nach der Modernisierung der Station wäre die Aldebaran auch mein Schiff gewesen.“ - und formuliert, was beide verständlicherweise im Moment bewegt - "Welche Aufgabe uns die Sternenflotte nun zuweisen wird?“
« Letzte Änderung: 10.11.2011, 21:53:52 von Ktala, Tochter der Adjur, Haus D´jon »

Prophet

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A Warrior brave and true...
« Antwort #93 am: 11.11.2011, 11:25:11 »
Während die beiden noch in ihrem Gespräch vertieft sind, piet Ktalas Kommunikator: "Nog an Lieutenant Ktala." Nachdem die Klingonin den Empfang bestätigt hat, fährt der Ferengi fort: "Wir haben Nachricht von der USS Binary erhalten, sie wird in kürze hier eintreffen und einige Techniker zur Verfügung stellen um ihnen bei ihrer Arbeit zu helfen. Bereiten sie sich auf deren Ankunft vor."

Es vergehen einige Minuten, bevor schließlich das bekannte Leuchten eines Föderationstransporterstrahls in dem kleinen Raum, der den beiden Frauen als Kontrollzentrum dient erscheint. Binnen Sekunden verwandelt sich die Energie wieder in Materie und fünf Personen im typischen Gold der Sternenflotte stehen vor ihnen: Ein vulkanischer Lieutenant, eine junge Menschenfrau, die das Abzeichen eines Lieutenant (j.g.) trägt, ein menschlicher Fähnrich, ein grazeriten Crewman und eine junge Frau, die noch eine Kadettenuniform trägt.

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