Autor Thema: Akt 0: Zwischen den Schatten  (Gelesen 1302 mal)

Beschreibung: Prolog

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Besnell

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Akt 0: Zwischen den Schatten
« am: 16.08.2011, 18:45:27 »
Prolog
« Letzte Änderung: 20.08.2011, 11:26:24 von Besnell »

Lord Anastasius

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Akt 0: Zwischen den Schatten
« Antwort #1 am: 20.08.2011, 11:06:10 »
Dunkelheit war über die Sphären gesunken, seit wann hatte das Wesen vergessen, aber es war sich sicher das es durch sein Verfehlen geschehen war. Untypisch war es für eines seiner Art sich solche Gedanken zu machen, aber dennoch hatte es sie. Eine der weiteren Veränderungen die es durchgemacht hatte. Veränderungen waren Teil der Dinge, das hatte es schon vor langer Zeit verstanden, doch nun wo es das letzte seiner Art war, fühlte es etwas das es nicht einordnen konnte. Vielleicht würde es es noch können, vielleicht auch nicht, auch das würde die Zeit zeigen.

Langsam hob es den Kopf, durchspähte die Finsternis und versuchte sich zu erinnern. Die Ruinen schimmerten schemenhaft in der Dunkelheit und alles kam ihm so vertraut, aber dennoch so fremd vor. War dies Letharnon, das Wesen war sich nicht sicher, als es sich mit leise raschelnder Gewandung erhob und mit der behandschuhten Hand fast sanft über eine der zertrümmerten Mauern strich.

Elegant bückte sich das Wesen und hob eines der Trümmerstücke an um es sich genauer zu betrachten. War dies alles was übrig blieb? Trümmer im Geiste dessen was hätte sein können? Gedankenverloren ließ es das Trümmerstück fallen und bewegte sich langsam und ruhig durch die verlassenen Ruinen. Dies war seine Heimat, daran konnte es sich noch erinnern, aber an mehr? Nur leere, die leere der Finsternis die durch die Äonen in ihm entstanden war. Ruhe, lange hatte es danach gesucht und nun hatte es sie gefunden, doch nun wo es sie hatte, war es sich nicht mehr sicher ob es das wirklich alles so gewollt hatte. Letharnon war vernichtet, seine Brüder waren vernichtet worden, er war der letzte.

Doch der letzte von was? Die schwarzen Augen blickten hinauf zu den gewaltigen Mauern des eins prachtvollen Schlosses, dort war der Herrschersitz. Das wusste es noch. Das Lenken aller. Nun lagen die Mauern in Finsternis gehüllt und tot da.

Er wusste nicht ob er das alles hätte abwenden können. Den Verrat und die Enttäuschung über das was seines gleichen getan hatte und was er zutun gezwungen wurde. Er hatte getötet, nein verrnichtet und in jenem Moment war auch Letharnon gefallen. Er mochte den Krieg gewonnen haben, doch alles andere hatte er verloren.

Gedankenverloren lies er sich auf die Trümmer einer Bank sinken, und blickte in weite Ferne. Damals, er kannte den Zeitpunkt. Den Zeitpunkt an dem seine Fehlentscheidungen begannen, wo sich das Schicksal aller erfüllte.