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Unter den Blättern von Biscara

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Informationen zum Fürstentum Biscara und dem Eigis-Splitter

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Geographie
Das Fürstentum Biscara misst an seiner längsten Stelle von Nord nach Süd knapp 400 Kilometer, an seiner breitesten Stelle ca. 140 Kilometer. Der Landstrich wird nach Westen vom Fluss Zil´ir, nach Osten vom Fluss Ail´ir sowie von den Ausläufern des öden Ystir-Hochlandes begrenzt. Die nördliche Grenze nach Accardia verläuft in den Ausläufern des großen Waldes, der mehr als 2/3 des Fürstentum bedeckt. Der genaue Grenzverlauf ist zwischen beiden Fürstentümern seit jahren umstritten. Die Südgrenze ist das „Tal der zwei Flüsse“, einer weiten Gras- und Schwemmlandschaft, die von den Flüssen Listir und Ail´ir geprägt wird.
Im Herz des Fürstentums erstreckt sich das ca. 80 km lange und bis zu 40 km weite Biscara-Meer, ein riesiger Süßwassersee, an dem die beiden größten Ansiedlungen des Landes, die Hauptstadt Corrinis und Parinov zu finden sind. Das Binnenmeer und der Fluss Runin stellen die Hauptverkehrswege im Fürstentum dar, ausgebaute weite Überlandstraßen gibt es nicht.
 Hauptexportwaren sind Holz und Felle, die über den Ail´ir nach Norden zur Bucht von Acira transportiert werden. Ein Abkommen, dass den freien Verkehr von Flusschiffern aus Biscara bis ans Meer garantiert, ist vor ca. 150 Jahren zwischen den Fürst von Biscara und dem Priesterfürsten von Accardia besiegelt worden.

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Politik
Der nominelle Herrscher Biscaras ist derzeit der Fürst Edair II. Er trägt seit acht Jahren die Waldkrone. Der Herrschaftssitz seines geschlechts ist seit alters her in Corrinis . Der Einfluss des Fürsten reicht aber kaum über die nähere Umgebung der Stadt heraus. Die mangelnden Straßen und die weit verstreut lebewirksame Herrschaftsausübung des Fürstenhauses nicht zu.
Entsprechend leben die Menschen in den kleinen Weilern und Dörfern autark und weitgehend nach eigenem Rechtssystem. Die meisten von ihnen könnten noch nicht einmal den Namen des Fürsten oder den Namen des Fürstentums, in dem sie leben, nennen. An einigen Stellen hat sich eine Art Lehns- oder Clanstruktur entwickelt mit lokalen Herrschern, die nicht alle einen engen Kontakt zum Fürstenhaus suchen und häufig unabhängige Machthaber darstellen.  
Schon seit Jahren bemüht sich Eadair den Einfluss des Fürstenhauses im Fürstentum zu vergrößern. Aus diesem Grund hat er schon kurz nach seiner Inthronisierung ehrgeizige Straßenbauprojekte geplant, die aber aus verschiedensten Gründen bis jetzt nicht ausgeführt oder schon nach kurzer Zeit wieder abgebrochen werden mussten. Eine andere, bis jetzt viel versprechendere Maßnahme war die Schaffung einer Eliteeinheit von geländekundigen Kriegern, den Fianna. Die Männer sind dem Fürst direkt unterstellt, sprechen in seinem Namen Recht im Land und sorgen für die Durchsetzung der Gesetze. Um die Fianna ranken sich viele Mythen, fast keiner weiß aber etwas Genaueres über sie.

In die Weiler und Dörfer, die weitab der Städte liegen, kommen die Fianna dennoch selten. Hier wird Recht meist durch die sogenannten Fionnacorach (Rechtfinderinnen) gesprochen, Frauen unterschiedlichen Alters, die alle anscheinend jeweils für eine Region zuständig sind. Ihre Urteilssprüche und Ratschläge werden weitgehend akzeptiert und ausgeführt, denn es gibt viele Geschichten über Personen, die sich gegen die Urteile gestellt hätten und anschließend nicht mehr lange lebten. Über die Gründe dieser Frauen, das Amt auszuüben, ihre Motivation und Organisation ist nichts bekannt, abenteuerlustige Personen, die versuchen näheres herauszufinden, verschwanden häufig auf unbekannte Weise.

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Corinnis

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Die Stadt Corrinis und die Bewohner des Fürstentums
Corrinis besteht aus einem von 6 Meter hohen Stadtmauern umgebenen  Zentrum und einer ausgedehnten, stetig wachsenden Vorstadt. An das Zentrum schließt sich nach Süden die Burg an, die von eigenen Mauern geschützt und von der Stadt getrennt. zwei Stadttore führen in das Zentrum von Corrinis, das Seetor und das Osttor. Das Zentrum der Stadt besteht aus vier Vierteln: Das Hafenviertel an der Westmauer, das wohlhabende Burgviertel, dem Armenviertel an der Ostmauer und dem Händlerviertel in der Stadtmitte. Die Stadt besitzt ca. 4000 feste Einwohner zusätzlich zu ca. 2000 weiteren, in der nächsten Umgebung der Stadt siedelnden Bauern Fischer und Köhler.
Zum Schutz der Stadt haben die Fürsten in den vergangenen Jahrhunderten kleinere Festungsanlagen im Umkreis errichtet, die innerhalb von einem halben Tag mit dem Pferd zu erreichen sind. Hier herrscht jeweils ein Lehensherr über ein kleines Gebiet. In Notfällen könne Sie und ihre Truppen der Stadt schnell zur Hilfe kommen.
Die Bewohner Corrinis sind vorwiegend Menschen, wobei sich auch eine nicht unbedeutende Zahl an Zwergen und Waldgnomen regelmäßig in der Stadt aufhält. Die menschliche Bevölkerung besteht zum größten Teil aus dem dunkelhaarigen Menschenschlag, der zusammen mit der Fürstenfamilie in den ersten Jahrzehnten nach der Dunkelheit aus dem Norden einwanderte und fast ausnahmlos die Herrscherschicht bildet. Die feingliedrigen, hellhäutigen Menschen, die nach eigenen Auskunft schon vor den Jahren der Dunkelheit hier lebten und die außerhalb der Städte die Mehrheit der Bewohner stellen, sind hier in der Minderheit. Zwischen beiden Gruppen gibt es immer wieder Spannungen und der Fürst hat alle Hände damit zu tun, ein friedliches Zusammenleben in der Stadt zu gewährleisten.

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