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Autor Thema: Der Kasten des Lebens  (Gelesen 27361 mal)

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Drumlin

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Der Kasten des Lebens
« am: 10.12.2011, 11:49:54 »
Die Rattengruppe hatte sich während des ersten Blutes zusammengefunden. Sie hatten ihr Fressen geteilt, zusammen gekämpft und sich gegenseitig aus misslichen Lagen befreit. Und dabei hatte jeder seiner Rotte Ehre gemacht und damit seinen ersten Namen verdient.
Nun wurden sie erneut zusammengerufen. Jemand mit einem großen Beziehungsnetzwerk hatte sie zusammengerufen. er war eine Laborratte. Und er wurde Narbenohr Weitsicht Quellenleser Weißfell genannt. Schon an seinem Namen konnten die Ratten erkennen, dass er mehr als bedeutend für die Laborratten war. Er war sogar so bedeutend, dass er eine eigene Wohnung hatte.
Doch schon am Eingang des Rottengebietes wurden die Ratten abgefangen. Zwei Laborratten versperrten ihr den Weg. Eine besaß viele fleischige Auswüchse am Rücken und ein dickes Bein. Die andere hatte ein rundliches Etwas auf der Wirbelsäule wachsen. Auf der einen Seite war es glatt und auf der anderen bildeten sich wellenähnliche Muster, ähnlich einem Drehsauger in den gefährlicheren Seen des Taucherreviers.
Die Ratte mit den Geschwulsten erhob das Wort. "Wer seid ihr? Und was wollt ihr in unserem Revier?"

Graufell

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #1 am: 10.12.2011, 21:03:56 »
Wieder in der Gruppe aus den Tagen des ersten Blutes fühlte sich Graufell halbwegs sicher. Er hätte nicht daran gedacht sie doch so schnell wiederzusehen, aber bei den Erbauern dies war ein Moment den wohl so manch ein Gitterläufer gerne nutzen würde. Schließlich wird man nicht oft gerufen. Nun, Graufell überlegte fast den gesamten Weg zu den Laborratten über den Grund nach. Den Grund warum solch eine hohe Ratte ein paar Frischlinge zu sich rief. Er fand dies durchaus seltsam.
Sein Misstrauen wuchs, als sich die beiden anderen Laborratten ihnen in den Weg stellten. Was hatte das nur zu bedeuten? Warum taten sie dies? Wussten sie nicht, dass er und die anderen Gerufen wurden? Während Graufell die Laborratten beäugte, ihr Aussehen war nicht gerade sein Geschmack, blieb er in der Nähe von Fallenfinder dem Rotauge. Mit der Vorderfote strich Graufell sich einige Haare an der Schnauze glatt. Dann wand er sich an die Laborratte, welche gesprochen hatte: „Graufell ist mein Name und ich sowie die Anderen hier wir wurden von einen der euren gerufen. Doch das ist für euch, bei eurem Wissen, sicher nichts neues werte Wachen. Dürfen wir passieren?“ Graufell ließ über die gesamte Zeit seinen Kopf leicht gesenkt. Nun beobachtete er die beiden Ratten wieder. Er war gespannt ob die Wachen sie auch ohne den Namen von dem der sie reif durchließen.
« Letzte Änderung: 10.12.2011, 21:04:09 von Graufell »

Reisende

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #2 am: 11.12.2011, 12:46:54 »
Wie schon damals während des Ersten Blutes hielt sich die Reisende etwas zurück. Auch jetzt lief sie an letzter Stelle und schnupperte eifrig. Die vertrauten Gerüche der anderen waren schön wieder zu erleben. Sie hörte Schleckpfote eifrig zu und lief fast in den Vordermann hinein, als die Gruppe brüsk gestoppt wurde. Vorsichtig linste sie hinter ihm hervor und musterte die grotesken Gestalten. Hier würde sie wohl eher keine Antwort auf ihre Frage finden. So hatte sie Mutter nicht in Erinnerung. Auch sie und ihre Geschwister sahen anders aus. Von dieser Gruppe hier sah einzig Rotauge irgenwie ähnlich aus, roch aber ganz anders. Leise fiepste sie, wohl mehr zu sich selbst: "Die Reisende."
« Letzte Änderung: 11.09.2014, 19:11:47 von Reisende »

Cremekeks

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #3 am: 12.12.2011, 07:38:21 »
Cremekeks war grade dabei einen neuen Tunnel zu erkunden, und sich so vielleicht ein weiteres Lied zu verdienen, als sein Bruder Graber zu ihm gerannt kommt. "Cremekeks, Cremekeks du wirst gesucht. Die Laborratten haben dich zu sich gerufen, der Älteste will wissen was du nun wieder angestellt hast"
Doch die Ratte war sich keiner Schuld bewusst, natürlich kannte sie für ihr Alter schon ziemlich viele andere Ratten, war bei den jüngeren ein gern gesehner Gast und konnte so schon einige Gefälligkeiten vorweisen, doch bei den Laborratten stellten sich ihr fast immer die Nakenhaare auf. "Aber was solls, Kontakte zu den verrückten Wissenschaftlern können nicht schaden" dachte Cremekeks sich und fragte seinen Bruder "Wo soll ich hinkommen? sein Bruder nannte ihn den Namen und den Ort und so machte er sich auf, dabei traff er einige alte Bekannte.
Die Ratten die er bei seinem ersten Blut kennegelernt hatte, auch sie schienen gerufen worden zu sein. "Dies wird woll ein intressantes Abenteuer, wenn soviele Ratten aus sovielen Rotten gerufen werden und wenn dann noch die Laborratten mitmischen, dann mögen uns die Erbauer beistehen.
Dann erreichte das kleine Grüppchen das Heim der Laborratten und wurde von den Wachen aufgehalten, während die anderen redeten überlegte sich Cremekeks eine Strategie denn die Wachen scheinen recht aggressiv zu sein.

Cremekeks, darauf bedacht einen Kampf zu vermeiden und sich neue Freund zu schaffen, blickt die beiden Wachen an und sagt dann "Wie mein Freund hier", er deutet kurz mit seiner linken Vorderpfote auf Graufell "schon sagt, wir wurden gerufen, denn wir würden uns niemals ohne eure Erlaubnis oder Einladung einfach so in euer Gebiet begeben."[1] Dabei senkt Cremekeks ein wenig unterwürfig den Kopf, um den Laborratten seine Wertschätzung und Respekt zu zeigen.
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« Letzte Änderung: 12.12.2011, 07:45:36 von Cremekeks »

Schleckpfote

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #4 am: 12.12.2011, 08:59:32 »
Schleckkopf unterbrach eine Balgerei mit zwei Mitgliedern seiner Rotte, als ihm gesagt wurde, dass er zu den rotäugigen Laborratten gerufen wurde.
Er war noch nie in deren Gebiet gewesen, doch es war etwas neues, etwas interessantes und so machte sich der Waghals auf den Weg. Auf den letzten Metern fand er mit den anderen Ratten zusammen, welche er während seines ersten Blutes kennen gelernt hatte und sofort begann er über seine letzten Balgereien zu erzählen, bis sie bei den Wache stehenden Ratten ankamen.

Schleckpfote hielt sich, wie so üblich am Rande der Gruppe auf, sodass ihm nichts entgehen würde. Dennoch verhielt er sich vorerst ruhig, als so viele seiner Rattenfreunde zu sprechen begannen, ehe die Wachen überhaupt die Chance hatten, die kleine Gruppe passieren zu lassen.

Das Fell des Waghalses war zerzaust wie immer, an zwei oder auch drei Stellen fehlte derzeit das Fell, doch das schien die Ratte nicht zu stören. Interessiert freute er sich darauf, ein Abenteuer vor sich zu haben - aus welchem Grund auch immer sollten so viele Rotten ein paar Ratten zu sich rufen.

Fallenfinder

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #5 am: 12.12.2011, 23:36:42 »
Fallenfinder waren die zwei Laborratten-Wächter nicht recht geheuer. Viel zu aggressiv die beiden. "Und entweder zu weit unten in der Hierarchie der Laborratten um informiert zu sein, oder bloß drauf aus ihre Macht zu demonstrieren" dachte das Rotauge bei sich. "Wenn`s sie glücklich macht geben wir uns also eingeschüchtert und unterwürfig, ist ja nicht so, dass ich nicht schon mal hier war ohne Einladung oder Erlaubnis." dachte er und erinnerte sich mit Wonne an seine ersten Ausflüge auf der Jagd nach Laborattengeheimnissen die er kurz nach dem ersten Blut unternommen hatte.  Immerhin teilten sich Laborratten und Rotaugen ein Stockwerk der Rattenburg, was mit Nichten bedeutete das sich das junge Rotauge nur  ihrem  Revier ungebeten und ungesehen den ein oder anderen Besuch abgestattet hatte. In der Tat hatte ihn Schattensucher in einem der Luftschächte des ersten Stocks gefunden als er ihm gesucht um ihm zu sagen das eine der ranghöchsten Laborratten nach ihm verlange. Nun das Sammlerversteck das Fallenfinder in dem Schacht vermutete würde wohl oder übel warten müssen.
 
Allerdings hatte sich Fallenfinder nie all zu tief ins Territorium der Laborratten vorgewagt, jedenfalls nicht so tief wie er es sich von diesem Ausflug erhoffte. "Ich überlass das Reden und Eindruck schinden Graupelz und Kremkeks und halte die Augen auf, so eine Gelegenheit bekommt man schließlich nicht alle Tage!" dachte Fallenfinder und bemühte sich möglichst harmlos und unterwürfig auszusehen.
« Letzte Änderung: 13.12.2011, 12:52:30 von Fallenfinder »

Drumlin

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #6 am: 14.12.2011, 17:59:57 »
Die beiden Laborratten schauten sich kurz beeindruckt an, wobei die mit den Geschwulsten sich mit dem Hinterbein an einer davon kratzte.
Dann sahen sie erneut zu den Neuankömmlingen, noch einmal zu sich und dann wieder zurück.
"Soso, gerufen wurdet ihr? Na dann." Er machte eine kurze Pause. "Wenn ihr die Gruppe seid, die Narbenohr Weißfell Quellenleser Weitsicht gerufen hat, dann folgt uns."
Mit diesen Worten drehte sich die Geschwulstratte um und lief davon.
Die Ratten mussten sich beeilen, um mit ihr Schritt zu halten. Sie humpelte zwar, war aber trotzdem schnell auf den Beinen. Die Ratte mit dem Etwas auf dem Rücken blieb zurück und bewachte weiter den Eingang des Reviers.
Als die Ratten das Revier durchquerten erblickten sie überall große weiße Gebilde, manche davon hatten rechteckige Löcher vorne und Ratten wohnten in den Höhlen dahinter. Die Gebilde schienen aus Metall zu bestehen.
Kurz bevor sie die Gebilde hinter sich ließen und kurz bevor die Wände mit langen schwarzen Schnüren behangen waren, die aber in eine Art durchsichtige Hülle gepackt waren, hielt die Geschwulstratte an.
"So, da sind wir. Narbenohr Weißfell Quellenleser Weitsicht wohnt hier drin." Dabei zeigte sie mit der Schnauze auf ein letztes weißes Gebilde, das ebenfalls vorne ein rechteckiges Loch hatte. Vor dem Loch befand sich eine große metallene Plattform. Die Höhle hinter dem Loch wurde mit seltsamen Papierrollen ausgekleidet, um die Metallstangen, die überall hervorragten, abzupolstern.
Die Geschwulstratte lief hinein und nach kurzer Zeit begann sich das Innere auf die Ratten zuzubewegen. Die Stangen und das Papier schien auf sie zuzukommen und währenddessen ertönte ein Geräusch, wie wenn etwas Rundes über den Boden rollt. Es hielt erst an, als das Innere fast die komplette Plattform vor dem Loch ausfüllte. Dann konnten sie Narbenohr Weißfell Quellenleser Weitsicht sehen. Er saß mitten in dem ganzen Papier und schaute sie an. Wie der Name schon verriet, hatte er weißes Fell, wie alle Laborratten, und ein vernarbtes Ohr. Außerdem sah er aus, als ob er schon mindestens zwei Jahre auf dem Buckel hatte.
Mit etwas milchigen Augen schaute er auf die Gruppe hinab.
"Soso, das sind also die Ratten, die bei ihrem ersten Blut so gut zusammengearbeitet haben, ja? Seid ihr es, hmm?", meinte er mit tattriger Stimme.

Reisende

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #7 am: 14.12.2011, 18:46:32 »
Auf dem Weg durch das Laborrattenterritorium musste die Reisende ständig blinzeln. Es war so viel heller als unten bei ihrer Rotte. Und vor allem war alles so weit. Unruhig hielt sie sich dicht an der Gruppe und auch nur in der zweiten Reihe bei Schleckpfote und Fallenfinder, wenn möglich mittig.
Am Ziel sah sie sehnsüchtig in das Loch, dass Narbenohr Weißfell Quellenleser als Zuhause diente. Wie gerne wäre sie da jetzt reingeschlüpft. "Hier draußen ist man Gefahren schutzlos ausgeliefert." Als die Gruppe angesprochen wurde, drängelte sie sich ein bisschen zwischen Graupfote und Cremekeks, um den Gastgeber zu sehen und sich etwas sicherer zu fühlen. Das Sprechen wollte sie ihnen aber überlassen und schwieg erstmal.
« Letzte Änderung: 11.09.2014, 19:11:57 von Reisende »

Graufell

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #8 am: 16.12.2011, 05:45:48 »
Elegant wie jeder Gitterläufer, war Graufell der Ratte gefolgt. Er schien dabei einiges Interesse an den Behausungen der Laborratten zu haben. Neugierig betrachtete er auch das Schauspiel welches sich bot, als Narbenohr Weißfell Quellenleser Weitsicht aus seinem Haus kam.
Als die alte Ratte sie dann an die Gruppe wendete, neigte Graufell höflich seinen Kopf. Dann, als die alte Ratte sie ansprach, bekam aber die Reisende für einen Moment mehr Aufmerksamkeit als die alte Ratte, obwohl er schon zu einer Begrüßung und höflichen Antwort ansetzen Wollte. Leicht verwirrt und überrascht blickte Graufell zur Wasserratte. Fast wäre er sogar zur Seite gesprungen, denn das hatte er in diesem Moment nicht erwartet. Jedoch riss er sich zusammen und ließ es geschehen, dass sie sie zwischen ihn und Cremkeks drängelte. Wobei es wohl auch guit war, dass ihr Fell kaum mehr Nass war.
Dann wendete er wieder den Blick zurück zur alten Ratte und machte da weiter wo er gestörrt wurde. Er neigte wieder sein Haupt und sprach im höflichen Tonfall. „Seit gegrüßt oh Weiser der Weisen. Ja wir sind wohl die Gruppe die gut zusammen gearbeitet hatte. Als uns dein Ruf ereilt hat, sind wir sogleich hier her geeilt, werter Narbenohr Weißfell Quellenleser Weitsicht, voller Neugier was wir jungen, unwissende Ratten für euch tun können.“

Schleckpfote

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #9 am: 18.12.2011, 11:12:39 »
Auch Schleckpfote ist überaus neugierig, als sie durch das Gebiet der Laborratten geführt werden. So viele neue Eindrücke hatte er schon lange nicht mehr erlaubt. Auch die Höhlen waren für den Waghals durchaus lebenswert.

Neugierig ist Schleckpfote in der ersten Reihe, am Rand jedoch, als sie zu Narbenohr Weißfell Quellenleser Weitsicht kommen. Interessiert blickt der Waghals auf das Schauspiel, das sich ihm bietet, als die erfahrene Ratte ins Bild kommt. Schweigend begrüßt er das alte Rattenmännchen und bleibt auch weiter schweigsam, als Graufell zu sprechen beginnt. Noch immer ist Schleckpfote damit beschäftigt, Eindrücke über die Umgebung aufzunehmen, doch hört er mit einem Ohr der Unterhaltung zu, die sich anbahnt.

Drumlin

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« Antwort #10 am: 18.12.2011, 16:34:13 »
Die alte Ratte hob eine Pfote und wieß damit auf die Gruppe. "Soso, wenn ihr es seid, dann bitte, nehmt euch einen Krabbler.", sagte er und schon kurz darauf, schob eine Ratte eine kleine Schale voller Krabbler heran. Die Krabbler waren to, aber frisch, und ihre Köpfe wurden sorgfältig entfernt.
Narbenohr Weißfell Quellenleser Weitsicht wartet, bis alle, die wollten sich bedient hatten und begann dann erneut zu reden.
"Nun, wie ihr vielleicht wisst, habe ich noch ein einziges Kind - eine Tochter. Das Schöne ist, sie ist trächtig. Vor drei Tagen noch, erzählte sie mir stolz, dass es bald soweit sein würde. Doch dann vor zwei Tagen war es, da verschwand sie plötzlich. Ich war sehr besorgt und fragte herum, aber ich konnte nur herausfinden, dass eine sehr große Ratte hier gewesen sein soll, die garantiert keine Laborratte war."
Die alte Ratte machte eine kurze Pause. "Ich möchte euch beauftragen, meine schwangere Tochter zu finden, denn ich bin mir sicher, dass sie nicht freiwillig gegangen ist. Außerhalb unseres Reviers ist es schließlich gefährlich und dazu ist sie noch trächtig."
Narbenohr Weißfell Quellenleser Weitsicht sah in die Runde.

Cremekeks

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« Antwort #11 am: 19.12.2011, 07:49:22 »
"Ich kann natürlich nur für mich sprechen und nehme euren Auftrag mit Freuden an. Denn ich fühle mich sehr geehrte von einer weisen und bekannten Ratte auch nur als Diener in betracht gezogen zu werden. sagt Cremekeks und fügt in Gedanken hinzu Ausserdem kann es nicht schaden, einen so vielnamigen Gönner zu haben. Natürlich nur wenn wir erfolgt haben.
Dank verneigt er sich kurz und bietet als Zeichen der Unterwürfigkeit seinen Nacken dar. Innerlich konnte Cremekeks es kaum erwarten neue Gegenden und Nahrungsquellen zu finden und so vielleicht sein Lied zu erweitern.

Graufell

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« Antwort #12 am: 19.12.2011, 13:42:52 »
Die Nasen von Graufell zuckte kurz, als die alte Ratte erklärte warum sie hier waren. „Das war es also. Darum hatte er uns gerufen. Ah, was für eine Gelegenheit.“ dachte er sich. Eine verschwundene Tochter, vielleicht geraubt von einer anderen Rotte. Ja da war es nun mal gut eine Suchgruppe aus Ratten verschiedener Rotten zusammenzustellen. Denn so wurde ja ermöglicht, dass mindestens immer eine Ratte Zugang zu dem Gebiet einer fremden Rotte hatte, auch dort wo Laborratten weggebissen werden würden. Genüsslich biss er auf den Krabler, den er sich genommen hatte. Denn er freute sich innerlich sehr über diese Gelegenheit.
Als Cremekeks zu Antworten blickte Graufell zu ihm. Momentan ergensten sich die beiden ja sehr gut. Dort wo Graufell das Taktgefühl fehlte hatte es Cremekeks und seine Kontakte waren nicht zu unterschätzen. „Auch ich kann natürlich nicht für alle sprachen aber so wie mein Gefährte es sagte, es ist mir eine Ehre euch helfen zu dürfen. Ich werde alles mir mögliche unternehmen um eure geliebte Tochter wohlbehalten und gesund, mit den Jungen, zu euch zurückzubringen.“ Er neigte wieder seinen Kopf doch präsentierte er nicht so wie Cremekeks seinen Nacken.
« Letzte Änderung: 19.12.2011, 13:43:14 von Graufell »

Reisende

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« Antwort #13 am: 19.12.2011, 14:02:00 »
Die Reisende kroch um die beiden Sprecher herum an das Krabbleressen und nahm sich, nachdem sie die anderen beiden ein wenig beobachtet hatte. "So offen vor der Höhle bekommen die anderen was runter? Es ist immer noch ein ungewohnter Anblick." Sie nahm sich einen größeren und verschlang ihn halb, so unruhig war sie. Dann lauschte sie gebannt dem Auftrag und den Antworten, bevor sie sich endlich traute, selbst die Schnauze aufzumachen. "Die Arme. Was ihr wohl passiert ist? Es klingt fast als wäre es der Beginn des gleichen Liedes wie das meiner Mutter." Sie fiepste über das Knabbern hinweg: "Die Reisende will ihrer Tochter auch helfen. Was sollten wir noch wissen? Name? Merkmale? Wer ist der Vater? Gewohnheiten? Wünsche?" Dann verstummte sie wieder und traute sich kaum, von der Mahlzeit aufzuschauen.
« Letzte Änderung: 11.09.2014, 19:12:05 von Reisende »

Graufell

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #14 am: 19.12.2011, 15:20:03 »
Die Augen von Graufell blitzen auf. Die Reisende hatte sich versprochen oder besser gesagt, sich leicht missverständlich ausgedrückt, aber gut. Schnell etwas gesagt und gut ist es. „Oh werter Narbenohr Weißfell Quellenleser Weitsicht, die Reisende hat natürlich recht. Wir brauchen so viele Informationen wie möglich. Wie sie fragte, welchen Namen hat sie, welche besonderen Merkmale, Interessen und wer ist der Vater der Jungen die sie im Bauch trägt? Vielleicht brauchen wir sogar Zugang zum Nest eurer Tochter, wenn ihr erlaubt. Und wir müssten wohl wissen wer sie zuletzt gesehen hat und wer die fremde Ratte sah. Aber lassen wir erst einmal noch Fallenfinder und Schleckpfote sich äußern ob sie diese ehrenvolle Aufgabe übernehmen möchten.“ Sodann blickte er sich zu den beiden um.

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