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Autor Thema: Der Kasten des Lebens  (Gelesen 25232 mal)

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Schleckpfote

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #15 am: 19.12.2011, 16:12:51 »
Auch Schleckpfote lässt es sich nicht nehmen, einen der Krabbler aus der Schale zu fischen und an ihm zu kauen, während seine Begleiter sprechen. Für ihn war das reden noch nie eine Stärke gewesen. Sein struppiges Fell zeugte genug von seinen Wagnissen, die er überstanden hatte, das war dem Waghals klar.

Also verhielt er sich auch vorerst ruhig. Erst, als es an ihm war, dem Abenteuer zuzustimmen, meldete sich der Waghals zu Wort:
"Ja, auch ich will den Weg auf mich nehmen und eure Tochter zu euch zurückbringen, ehrenwerter Narbenohr Weißfell Quellenleser Weitsicht."
Als dann schließlich Graufell wieder das Wort ergreift, um die notwendigen Fragen zu stellen, wird der Waghals etwas ruhiger. "Es war gut, den Gitterläufer damals getroffen zu haben. Er schien zu wissen, was er frägt und machen muss." denkt der Waghals bei sich. "Ich werde ihn bestimmt nicht ermuntern müssen, weiter zu laufen, wenn es ein bisschen gefährlicher wird."

Fallenfinder

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #16 am: 23.12.2011, 00:12:12 »
Wie die anderen macht sich auch Fallenfinder über mit Vergnügen über die Krabbler her. "Das wird ja immer besser, erst ein paar gute lange Blicke in die Tiefen des Laborrattenreviers  und  nun Gratisfutter! denkt sich das Rotauge und geniest während er der Erzählung der alten Laborratte lauscht. "Und nun auch noch ein echtes Geheimnis!" Fallenfinders feine weiße Schnurrhaare zucken aufgeregt. Hm, wer immer der Große ist, der hat ganz schön Mumm hier am helllichten Tag reinzumarschieren. Ich wette der ist ein Waghals oder Scharfzahn..." ist nur einer der Gedanken und Hypothesen die Fallenstellers wacher Verstand aufstellt während er weiter zuhört.
Aber erst als Graufell die Frage in den Raum stellt erhebt er seine Stimme. Wenn es rattenmöglich ist, werden wir eure Tochter finden ehrenwehrter Narbenohr Weißfell Quellenleser Weitsicht! bemüht er sich Graufells gehobenen Sprache nachzuahmen. "Wenn wir das wirklich schaffen hab ich bei den Laborratten was gut, dass ist den Versuch alle mal wert. Hui, ein echtes Geheimnis!" und das junge Rotauge hat immer noch Mühe angemessen ernst dreinzuschauen.
« Letzte Änderung: 23.12.2011, 00:15:21 von Fallenfinder »

Drumlin

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #17 am: 23.12.2011, 19:15:01 »
Die alte Ratte nickte und gab Geräusche von sich, die wie Zustimmung klangen. Dann räusperte er sich.
"Soso, gutgut, ihr nehmt also den Auftrag an. Ihr besitzt für die Dauer des Auftrags freien Zugang zum Laborrattenrevier."
Erst dann schienen ihm die Fragen aufzugehen, die die Taucherin gestellt hatte.
"Hab ich tatsächlich vergessen, den Namen meiner hübschen Tochter zu nennen? Ich Dummkopf. Jaja, also ihr Name, den sie sich verdient hat lautet: Neugierde Samtfell. Ihr werdet sie selbstverständlich an ihrem samtenen weißen Fell erkennen. Sie ist wirklich sehr hübsch. Aber am deutlichsten werdet ihr sie an den Augen erkennen. Sie besitzt sowohl ein schwarzes, als auch ein rotes Auge. Ich bin mir leider nicht sicher, wer der Vater ist, Samtfell hat sich in den letzten Wochen seltsam verhalten, aber ich glaube trotzdem nicht, dass sie freiwillig gegangen ist."
Narbenohr Weißfell Quellenleser Weitsicht machte eine Pause. Dabei sackte sein Kopf etwas nach unten. Die Pause zog sich eine ganze Zeit, bis er endlich den Kopf etwas hob. "Ich bin müde, ich möchte mich gerne zurückziehen. Ihr dürft gerne mit den anderen Laborratten reden."
Kaum hatte er gesprochen, schoben die anderen Laborratten den gepolsterten Käfig wieder zurück in die große Höhle des weißen Kastens, ließen die Schale mit den Krabblern aber stehen.

Reisende

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #18 am: 25.12.2011, 09:56:40 »
Die Reisende schnappte sich erneut einen der größten verbliebenen Krabbler und mümmelte auf ihm herum. "Gut, dass Graufell meine Fragen verbessert hat, ich kann sowas nicht. Können wir endlich irgendwo Unterschlupf suchen?" Nervös sah sie sich um und begann in etwas verständlicherer Lautstärke zwischen den Bissen zu quieken: "Was machen wir ... jetzt? Laborratten ... befragen? ... Was fragen? ... Ihr Nest besuchen? ..." Sie verstummte wieder, als ihr klar wurde, wie gewaltig die übernommene Aufgabe werden konnte.
« Letzte Änderung: 11.09.2014, 19:12:16 von Reisende »

Graufell

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #19 am: 27.12.2011, 11:10:44 »
Leicht senkte Graufell den Kopf als die alte Ratte zurück in ihr Nest gebracht wurde. Wie interessant doch das Ganze von mal zu mal wurde. Besonders aufmerksam wurde Graufell bei der Aussage, dass sie nun freien Zugang zu diesem Revier hatten. Dies empfand er als überaus erfreuliche Gelegenheit. Nun ja, es galt aber eine verschwundene, neugierige Tochter zu finden und die Reisende hatte recht. Wo sollte begonnen werden und was sollten sie den Laborratten fragen. Graufell dachte darüber nach. Dann sagte er „Ich würde im Nest von Samtfell anfangen wollen. Vielleicht finden wir da fremde Gerüche oder andere Hinweise. Etwas was nicht zu einer Laborratte passt. Danach könnten wir die Laborratten fragen, wer sie zuletzt gesehen hat, wer diese fremde Ratte gesehen hat, wie sie und die fremde Ratte aussahen? Also ob sie gedrängt aussah oder so und dann gäbe es noch andere Fragen. Halt wo sie sich gerne aufhielt ob sie hier freunde hatte, wer der Vater der Kinder ist? Ich denke momentan, dies könnte ein sehr wichtiger Fakt sein. Sozusagen, dass der Vater sie entführt hat, damit die Kinder bei ihm aufwachsen.“

Cremekeks

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #20 am: 02.01.2012, 08:12:19 »
Auch Cremekeks ist insgeheim begeistert davon sich im Laborrattenterritorium um zusehen. Denn immerhin kann man so neue Kontakte knüpfen und vielleicht neue Wege entdecken.
"Ja wir sollten uns das Nest ansehen vielleicht findet sich dort etwas. dann wendet er sich den Wachen zu und sagt "Könntet ihr uns zum Nest von Neugierde Samtfell führen? dann greift auch der Sammler zu und schnappt sich einen der Krabbler und knabbert daran herum.

Fallenfinder

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #21 am: 03.01.2012, 22:08:19 »
In Fallenfinders kleinen Weißen Ohren klingen Graufells fragen höchst sinnvoll und naheliegend. Zwischen zwei Krabblern nickt er anerkennend.
"Klingt logisch. Könnte aber auch sein daß jemand sie als Druckmittel gegen den Vater oder Narbenohr Weißfell Quellenleser Weitsicht entführt hat. Auf jedenfall sollten wir herausfinden wer der Vater ist und warum sie so ein Geheimnis daraus gemacht hat," wirft das Rotauge seine eigene Theorie in den Raum eher er seine Zähne in den nächsten Krabbler versenkt.

Schleckpfote

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #22 am: 04.01.2012, 08:12:41 »
Schleckpfote lauscht den Ausführungen seiner Rattengeführten, während er genüsslich auf einem der leckeren Krabbler rumkaut. 'Schade, dass diese nicht mehr gejagt werden mussten' denkt der junge Waghals, als er nicht mehr der erfahrenen Laborratte gegenüber stehen muss.

So bekommt er auch nur Teile der Konversation mit, nickt jedoch, als die Vorschläge zum weiteren Vorgehen gemacht werden. "Ihr habt Recht, meine Freunde. Das Nest der jungen Rattenfrau sowie einige der Laborratten sollten die nächsten Anlaufstellen sein. Dann finden wir vielleicht heraus, wer der Vater ist." wiederholt der Waghals, was bereits zwei seiner Gefährten gesagt haben, um dieses zu bekräftigen.

Dann beginnt er auch schon, sich nach einer der Laborratten um zu sehen, dass diese sie zum Nest von Neugierde Samtfell führt.

Drumlin

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #23 am: 05.01.2012, 23:57:13 »
Schleckpfote stellte fest, dass Cremekeks die Aufgabe eine der Ratten anzusprechen bereits übernommen hatte. Die angesprochene weiße Ratte, deren Ohren fast von Tumoren zugewachsen waren, nickte auf die Frage Cremekeks' ob er sie zum Nest von Neugierde Samtfell bringen könnte.
"Kommt, kommt, kommt", quiekte sei, "Hier geht es lang."

Die Ratte lief voraus und führte die Gruppe an weiteren großen weißen Kästen vorbei in denen weitere Ratten lebten. Schließlich hielt sie am Rande der weißen Kästen an. Dahinter standen nurnoch viele große, schwarze Wände mit weißen Platten davor. Auf diesen weißen Platten liefen einige Laborratten hin und her und drückten dabei Teile der Platten ein. Einige hüpften gar auf den Platten auf und ab. Egal ob sie nur drückten, oder sprangen, immer gab es dabei ein klackendes Geräusch.

Die Ratte wieß aber in den letzten der großen weißen Kasten. "Hier. Hier war ihr Nest. Mitten im Revier, wo ihr nichts passieren konnte." Das Nest sah dem von Narbenohr Weißfell Quellenleser Weitsicht recht ähnlich. Auf den ersten Blick war der erste Unterschied die Bewohner: Das Nest war vollkommen verlassen.

Reisende

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #24 am: 06.01.2012, 11:28:19 »
Auf dem erneuten Weg durch das Laborrattenterritorium hielt sich die Reisende wieder eng bei ihren Begleitern und zuckte und schnupperte nervös. Die seltsam knackenden Platten schreckten sie nur noch mehr auf, sodass sie bei Ankunft beim Nest eifrig schnuppernd und ziemlich schnell ins Innere verschwand. Erst im dunklen Inneren atmete sie auf. Sie setzte ihre Schnuppertour fort, prüfte, ob es irgendwo feucht oder warm von anderen Besuchern war und inspizierte das Nistmaterial, ob es nach etwas aussah, was ein Weibchen für seine Jungen vorbereitet hätte.
« Letzte Änderung: 11.09.2014, 19:12:28 von Reisende »

Drumlin

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #25 am: 07.01.2012, 14:36:49 »
Die Reisende beschnupperte das Nest ausgiebig von innen und von außen. Das Nest war allerdings kalt, als ob seit Stunden niemand hier gewesen sei. Und nur eine Kuhle im raschelnden Papier zeigte, dass hier einmal eine Ratte gewohnt hatte.
Alle Ratten bekamen ein heimeliges Gefühl und die Reisende entdeckte auch bald den Grund dafür. Überall im Nest roch es einer Rattendame. Allerdings nicht nach irgendeiner x-beliebigen Rattendame, sondern nach einer schwangeren Rattendame. Ihr Geruch klebte überall, aber nur in der Kuhle war er noch stark genug, dass die Reisende ihn eindeutig wahrnehmen konnte. Dem Duft nach zu urteilen, war Samtfell, sofern es denn ihr Geruch war, schon seit einigen Tagen nicht mehr hier gewesen.
« Letzte Änderung: 07.01.2012, 14:37:49 von Drumlin »

Reisende

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #26 am: 08.01.2012, 09:18:09 »
"Es war wohl länger keiner mehr hier und nur Samtfell hat sich hier länger aufgehalten. Irgendwie fehlt mir zusätzliches Nistmaterial für die Jungen.", teilte die Reisende kurz mit, bevor sie sich an einem freieren Platz des Nestes hinsetzte, um den anderen Platz für ihre Untersuchung zu lassen. Der Gedanke, gleich wieder raus ins Freie zu müssen, behagte ihr garnicht.
« Letzte Änderung: 11.09.2014, 19:12:35 von Reisende »

Schleckpfote

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #27 am: 09.01.2012, 14:06:30 »
Auch der Waghals traut sich in das Nest der Laborratte. Jedoch verliert der Waghals recht schnell die Lust und verlässt den Schlafplatz erneut, um sich außerhalb des Gehäuses um zu sehen. Einer trächtigen Ratte würde keine Gefahr in ihrem eigenen Nest drohen. Die wahre Gefahr lauerte hier draußen irgendwo.

Sorgsam blickt sich Schleckpfote um, in der Hoffnung, eine Laborratte zu erblicken, die ihnen vielleicht erzählen konnte, wer sich in letzter Zeit mit Samtfell getroffen hatte oder wer der Vater sein konnte.

Cremekeks

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #28 am: 09.01.2012, 15:08:21 »
Cremekeks hatte sich auf dem Weg umgeschaut, es könnte ja sein, dass Ratte eventuell einen Fluchtweg brauchen könnte. Als die Rotte dann am Nest der Vermissten ankommen, macht er sich gleich daran zu schnüffel, um ungereimtheiten zu finden. Irgendeinen Hinweis muss es ja geben wer der Vater ist und vohin Neugierde Samtfell verschwunden war.

Graufell

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Der Kasten des Lebens
« Antwort #29 am: 10.01.2012, 19:36:16 »
Mit wachen Augen war Graufell der Ratte und den anderen gefolgt. Es war sehr interessant so tiefe Einblicke in das Reich der Laborratten zu bekommen. Als sie dann endlich vor dem Nest von Samtfell angekommen waren, blieb Graufell erst einmal draußen. Fallenfinder und Cremekeks hatten ja gute Nasen und was sie nicht finden würden, würde Graufell nur schwer erschnüffeln können. So begnügte er sich erst einmal damit, die anderen Laborratten zu beobachten. Hier im Herzen ihres Gebietes, so fand er, würde es jedem schwer Fallen etwas zu stehlen. Mehrere male zuckten seine Nasenhaare auf und ab. Dann wendete er sich an die Ratte die sie hier her geführt hatte. „Sag einmal bitte, wurde Samtfell hier als letztes gesehen? Selbst wenn nein, wer hat sie denn als letztes gesehen und vorallem wo?“

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