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Autor Thema: Kikuchiyos Prolog: Zwei Scheren und ein Stachel?  (Gelesen 3428 mal)

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Kikuchiyo

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Kikuchiyos Prolog: Zwei Scheren und ein Stachel?
« Antwort #60 am: 27.07.2012, 04:06:14 »
Erst jetzt fallen der Frau aus dem Dorf die Wunden auf dessen Blut vom Wasser den Sees verwischt wurde.
"Der alte Yasuji behandelt hier die uns kranke und verletzte. Er wird sich sicher und Eure Wunden kümmern können." Sie weist ein Junges Mädchen an zum Haus von Yasuji zu laufen und ihn zu bestellen, doch Kikuchiyo richtet sich auf und höält das Mädchen auf.
"Ist schon gut. ich werde mitkommen. Das ist schneller so". Danach schaut er durch die Runde bis er jemanden passendes Gefunden hat.

"Du und Du." er deute mit im Kinn in Richtung zwei Männer, die sich gegenseitig fragend anschauen. "Ihr verwart meinen Gefangenen für mich. Laßt ihn nicht entkommen und ich brauche ihn lebend! Sollte er sterben oder entkommen werdet ihr mit eurem Leben dafür bezahlen also enttäuscht uns nicht." Beide nicken ängstlich, aber entschlossen.

Danach folgt der Samurai Anyun und dem Mädchen, welche sich als Maya vorstellt zum Haus des Yasuji. Es ist das Nachbarhaus zu dem wo Kiku seine Schlafstätte hatte, aber deutlich kleiner, wie Kiku feststellen muß, als er hineingeht. Das Haus ist Ringförmig aufgebaut und in der Mitte ist ein Garten, der einst mal als Kräuter oder Gemüsegarten verwendet wurde, aber an vielen Stellen ausgetrocknet und verdorrt ist.
Maya erklärt. "Dies war der Kräutergarten meiner Großmutter. Sie war die Heilerin bei uns, aber im Winter vor drei Jahren erlag sie einem Fieber. Seit dem hat mein Großvater die Aufgabe übernommen, aber er ist eigentlich Fischer."
Die Gruppe kommt in einen Raum in dem ein älter Mann über ein paar Büchern sitzt. Yasuji hat nur noch wenig Haupthaar und lächelt mit noch weniger Zähnen als er seine Enlkin und die Gäste sieht. Kikuchiyo ist zuerst erstaunt über die Tatsache, daß der alte Mann scheinbar lesen gelernt hat es stellt sich aber heraus daß die Bücher lediglich Abbildungen enthalten. Viele sind von Pflanzen, Fischen oder dem menschlichen Körper der von Linien durchzogen ist.
"Alter Yasuji, unser Gast Bayushi-sama wurde von Pfeilen verwundet. Ihr müßt Euch die Wunden ansehen." das lächeln des Alten verschwindet und er winkt den Samurai heran, der erst beunruhigt ist, weil der Mann nichts sagt. Weder eine BEgrüßung noch etwas anderes nur ein langes "Hohhh..." kommt aus ihm hervor. Er kommt dem Samurai sehr nahe un berührt mit einen Runtzlichen Fingern des Ende der Pfeilspitze in Kiku's Schulter, sehr zu seinem Unwohlbefinden. Anscheinend ist das Augenlich auch nicht mehr so gut. Leicht verdreht Kiku seine Augen, läßt aber die Prozedur über sich ergehen. Es dauert nicht so lange und der alte Mann entpuppt sich als  fähiger als erwartet. Mit einer etwas übelriechender Paste sterilisiert er die Wunde und schafft es die Pfeilspitze mit der Hand so herauszuziehen ohne bedeutend mehr vom Fleisch zu vertrennen. Danach werden alle Wunden fachmännisch mit etwas geldlichen Verbandsmaterial verbunden. Die Paste hatte auch alle Blutungen gestoppt die noch nicht alleine gestoppt waren. Kurz überlegt sich Kiku zu Fragen was in der Paste drin ist, entscheidet sich aber dann dagegen. Er wollte es doch nicht wissen. Der Mann hatte ohnehin die komplette Zeit nichts gesagt und der Samurai ist sich nicht sicher ob er überhaupt sprechen kann.
So versorgt verabschiedet sich die Gruppe von Yasuji, der immer noch verstummt ist. Schon aus dem Haus heraus beim schließen der Tür ruft die Stimme der alten Fischers: "Kommt bald wieder!"
Verwirrt dreht sich Kikuchiyo um doch die Tür ist schon geschlossen. Das ganze war für ihn eine sehr eigenartige Erfahrung und er ist sich nicht sicher ob es sich selbst glaubt.

Das Resultat ist aber gut genug und so begiebt er sich wieder zurück zu dem Platz an dem er den Gefangenen mit den Dörflern gelassen hat. Es sieht nicht viel anders aus als er es vor etwas eine Stunde verlassen hat. Die Dörfler stehen immer noch herum. Der Bogenschütze liegt auf dem Bauch und wurde noch mit deutlich mehr Seil gefesselt. Augenscheinlich wollten die Dörfler auf Nummer Sicher gehen, wobei der Schiere Gewicht des Seils den Banditen schon am Boden halten könnte.
"Und nun zu dir." sagt Kikuchiyo und zieht setzt seine Maske auf, schließlich geht es nun um den offiziellen Teil seines Auftrags. Er rollt den Gefangen mit dem Fuß auf den Rücken, kniet sich herunter und entknebelt ihn.
"Sag mir wo Bayushi Isamu und seine Begleiter sind!" dabei seigt er auf das Familienwappen auf seiner linken Brust.
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Ginsengsei

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Kikuchiyos Prolog: Zwei Scheren und ein Stachel?
« Antwort #61 am: 29.07.2012, 00:46:36 »
Der gefesselte Bandit röchelt und krümmt sich vor Schmerzen, denn es hat niemanden interessiert ob die Seile noch fester auf die offenen Wunden drücken. Unhörbar nuschelt er vor sich hin. "Was sagst du!? Sprich lauter!" Kikuchiyo versetzt ihm einen leichten Tritt in die Seite und beugt sich nach vorn um den Banditen verstehen zu können. Auf diesen Moment hat der Bandit gewartet mit einem ekligen "Pffuah" katapultiert er eine Ladung Blut und Spucke in Richtung des Samurais und obwohl es dem Bayushi gelingt noch zurück zu weichen, erwischt ihn die Mischung aus Körperflüssigkeit und tropft langsam von seiner linken Schulter. "HAAA! Der Bayushi und seine Bande von Feiglingen baumeln als Krähenfutter von den Mauern unserer Festung!"[1]
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Kikuchiyo

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Kikuchiyos Prolog: Zwei Scheren und ein Stachel?
« Antwort #62 am: 29.07.2012, 03:24:37 »
Kikuchiyo reagiert scheinbar gelassen, doch er schaut den Banditen eindringlich an.[1]
"Du wirst sterben." der Samurai macht eine Sprechpause um die Aussage auf den Gefangenen wirken zu lassen und zu beobachten wie dieser reagiert. "Dessen bist du dir bewußt und die Gewissheit hilft dir zu Stärke, was ich sehr respektiere. Es ist die ideale Geisteshaltung des Kriegers, wie sie jeder Samurai erstrebt. Doch du bist kein Krieger und deine Schlacht ist bereits verloren. Was du noch beeinflussen kannst, ist lediglich die Art und Weise wie du dein Leben lassen wirst."
Der Bayushi richtet sich auf und stellt einen Fuß auf dem Kopf des Gefangenen ab. Danach zieht er sein Schwert und bewegt die Spitze sehr langsam in Richtung des linken Auges des Banditen. Dieser kneift die Augen zu und versucht den Kopf wegzubewegen was ihm aber nicht gelinkt, da der Fuß ihn fixiert. Der kalte Stahl berührt das Augenlid des Mannes und durch die Fluchtbewegungen entsteht schon eine kleine blutige Schramme.
"Willst du nicht vielleicht doch die wahre Geschichte erzählen? Und wo soll diese Festung sein? Beantwortest du meine Fragen zu meiner Zufriedenheit verspreche ich dir einen gnädigen Tod."[2]

Die Dorfbewohner sind gebannt von dem Schauspiel. Auch wenn sich nun schon eine ansehnliche Menschentraube geformt hat so wagt niemand ein Geräusch zu machen.
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 2. Intimidate: 25
« Letzte Änderung: 29.07.2012, 14:51:49 von Ginsengsei »
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Ginsengsei

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Kikuchiyos Prolog: Zwei Scheren und ein Stachel?
« Antwort #63 am: 30.07.2012, 10:19:21 »
Während der Kopf noch ganz still unter dem Fuß des Bayushis ruht, beginnt der restliche Körper unkontrolliert zu zittern. Jegliche Farbe ist aus dem Gesicht des Banditen gewichen. Mit jämmerlicher Stimme antwortet er dem Bayushi: "Sie haben uns in die Flucht geschlagen. Ich und Nobu.." er stockt, "ich und Nobu sind entkommen. Alle anderen sind tot... tot tooot tooooot! Verdammte, Bastarde!" brüllt er verzweifelt.  Erleichterung ist auf den Gesichtern der Dorfbewohner zu sehen und stiller Jubel bricht unter Ihnen aus, denn ganz offen wagt es niemand das Verhör zu stören. "Ein Hoch auf die beiden Bayushi! Hoch hoch hoch!" raunt es aber dennoch durch die Menge und die Arme werden empor gestreckt. "Wo ist die Festung? Sprich!" hakt Kikuchiyo nach und belastet dabei seinen Fuß ein wenig mehr. Unter seinem rechten Tabi winselt es: "Die, die Festung ist eine lange Tagesreise von hier nordöstlich in den Bergen. Ohne Ortskenntnis werdet ihr sie nicht finden. Das ist unmöglich!"
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Kikuchiyo

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Kikuchiyos Prolog: Zwei Scheren und ein Stachel?
« Antwort #64 am: 30.07.2012, 15:33:26 »
Der Samurai nimmt den Fuß vom Kopf des Banditen. Er kratzt sich am Kinn und überlegt. Kikuchiyo glaubt, daß der Mann die Wahrheit spricht. Nun könnte er einfach warten, doch wenn der Gruppe etwas zugestoßen ist müßte er sich selbst auf die Suche machen. Er ist kein guter Fährtensucher, aber eventuell könnte er es schaffen, wenn das Wetter mitspielt und wenn der Weg nicht zu felsig ist. Unter Umständen braucht er noch den Banditen als Führer.

Kiku spricht mit den Dorfbewohnern. "Bringt ihm eine Schüssel mit Reis. Er soll etwas zu essen bekommen bevor ich ihn zu seinen Vorfahren schicken. Kennt jemand hier die Festung von dem er spricht?"

"Ich will etwas allein sein. Ich muß nachdenken. Bewacht mir den Mann weiter und laßt ihn etwas essen. Die Füße bleiben weiter gefesselt."
Kikuchiyo begiebt sich zum See. Er nimmt das Wakizashi seines Großvaters und baut es vor sich auf. Danach entzünder er ein paar Stöcker und etwas getrocknetes Gras welches als Weihrauch dienen muß. "Großvater, was soll ich tun? Was ist der beste weg?"
In seinem Geist ihn die Antwort klar. Zwar weiß er nicht ob es wirklich sein Großvater ist oder nur die Stimme seiner Vernunft, aber vielleicht ist es auch das gleiche.
"Du kannst dem Banditen nicht vertrauen. Du kennst die Berge nicht und er kann dich in eine Falle locken. Bayushi Isamu wird wiederkommen. Er ist nicht alleine und einen Bayushi zu unterschätzen ist ein törichter Fehler."
Noch für einen kleinen Augenblick bleibt Kiku sitzen bis die Gras weggebrannt ist. Danach klatscht er zwei mal in die Hände und verbeugt sich. Einmal, ein zweites Mal. Das Wakizashi wieder im Gürtel geht er wieder zurück zu den Dorfbewohnern und dem Gefangenen, der gierig und unter Tränen den Reis in sich stopft. Die Dorfbewohner sind allerdings keineswegs mehr still wie vorher. Schon bevor er sie sieht kann er die Beschimpfen hören, vieles davon in einem eigenartigen Bergdialekt vom dem Kikuchiyo nicht viel versteht. Als sie jedoch den Bayushi kommen sehen verstummen die Dörfler erneut. Nur noch das schluchzen des Banditen ist zu vernehmen.
Er hat aufgehört zu essen, aber in der Schüssel ist immer noch etwas drin. Wie es aussieht, daß er Angst daß sein Leben mit dem Reis endet. Kikuchiyo hat aber nicht vor noch weiter zu warten, stellt sich neben den Gefangenen und zieht sein Schwert. "Beug dich nach vorne und es wird ein sauberer Schnitt. Ich halte mein Wort."
Zitternd stützt sich der kniende Räuber nach vorne und stützt sich mit den Händen ab, während der Samurai sein Nodachi erhebt. Es ist sehr still, sogar die Vögel scheinen in diesem Moment keinen Ton von sich zu geben und alle Dorf Bewohner nehmen etwas Abstand bis auf ein paar Kinder die sich in die vordere Zuschauerreihe drängen. Weiße Wolken ziehen über den sonnigen Berghimmel.
Ohne ein weiteres Wort läßt er Bayushi seine tödliche Klinge herniederfahren.
« Letzte Änderung: 30.07.2012, 16:10:55 von Ginsengsei »
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