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Autor Thema: Der Spuk von Schreckensfels  (Gelesen 35075 mal)

Beschreibung: Das Abenteuer beginnt...

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Klingentänzer

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Der Spuk von Schreckensfels
« am: 01.01.2012, 20:26:10 »
Es regnet. Natürlich.
Wie passend für einen Tag wie diesen. Unaufhörlich plattert der Regen auf die paar alten, altersschwachen Bäumchen, die das Tor zum Ruheland, der Pharasma geweihten Grabstätte außerhalb der kleinen Ortschaft Ravengro einrahmen.
Dort erwartet euch bereits die kleine Trauergemeinde...und der Sarg, in dem euer Bekannter und Freund, Professor Petros Lorrimor aufgebahrt liegt. Bis auf den Regen ist es still, nur das Schniefen von Petros Tochter, der hübschen Kendra Lorrimor, ist zu hören.
Sie war es, die euch über den Tod des Professors durch einen tragischen Unfall informiert hat und die euch bat, zu seiner Beerdigung zu kommen - eine Bitte, der ihr alle nachgekommen seid.
Die Reise war für euch alle nicht gerade kurz oder unbeschwerlich und ihr sehnt euch danach, mal für ein paar Minuten eure Beine auszustrecken und eure (Aus)Rüstung abzulegen. Vielleicht im Lachenden Dämon, der anheimelnden (und einzigen) Gaststätte des Ortes - einem Nest mit gerade einmal 300 Einwohnern.
Außer Kendra sind nur sechs weitere Leute anwesend, die euch unbekannt sind.
Kendra begrüßt euch verhalten aber freundlich, während die anderen eine gewisse Distanz wahren.
" Ich...ich bin überglücklich, dass ihr kommen konntet", meint sie mit einem schwachen Lächeln auf den Lippen. Der Tod ihres Vaters hat sie wirklich schwer getroffen und sie muss sich zusammenreißen, um nicht wieder in Tränen auszubrechen.
" Als alte Bekannte und Freunde meines...meines Vaters obliegt die Ehre euch, den Sarg zu seiner letzten...Ruhestätte zu tragen. Ein Priester wartet dort schon...."

//OOC: Ok, es müssen mindestens 4 Leute den Sarg tragen, bis zu 6 können. Eure Ausrüstung habt ihr bei euch, nur Tiere werdet ihr evtl. untergestellt haben.

Erseon

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Der Spuk von Schreckensfels
« Antwort #1 am: 01.01.2012, 21:28:17 »
Erseon ist ein bisschen überrascht von der Zutraulichkeit der jungen Tochter des Professors. Er selbst hatte ihren Vater nur kurz kennen gelernt und war seiner Tochter noch nie zuvor begegnet. Aber offensichtlich hatte diese kurze Begegnung ausreichende Spuren hinterlassen um ihn für einee solch gewichtigen Aufgabe, wie des Tragens des Sarges, für würdig zu erachten. Während der Regen mehr und mehr von dem Stoff seiner Robe aufgesaugt wird und die blonden Haare des jungen Mannes sich in dicken Stähnen an seine Stirn heften, tritt er ehrfürchtig auf den Sag zu. Rallorin hatte Erseon schon als er noch klein war und die Stimmen noch nicht laut in seinem Kopf erklungen waren, gelehrt, dass der Respekt vor den Toten und ihren Überresten von besonderer Bedeutung für einen jeden Menschen war. Das leise Flüstern der Stimmen vernimmt Erseon auch jetzt, doch gerade sind sie so leise, dass er nicht wirklich verstehen kann, was sie ihm raten. Aber auch ohne ihre Hilfe weiß er, dass es zu seiner Pflicht gehört diesen Mann zur Ruhe zu betten. Als stellt er sich an die eine Ecke des Sarges und wartet ab, bis sich ausreichen Träger versammelt haben um ihn in die Höhe zu heben. Dabei blickt er auf den Sarg, in dem der Mann ruht, der ihm so viel über die Plage, die Ustalav quält beigebracht hat: "Ruht in Frieden, Freund. Und möge euer Grab für immer unberührt bleiben."

Xegul Eisenbart

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Der Spuk von Schreckensfels
« Antwort #2 am: 01.01.2012, 22:14:28 »
Unbewegt ist die Miene des Zwerges, wie soll sich eine Maske aus Stahl auch bewegen. Der Regen macht ihm wenig aus, es ärgert ihn nur ein wenig das er heute Abend sein Kettenhemd erneut ölen muss. Ob sich an diesem Ort wohl ein Fass finden würde zum Polieren?
Wie von selbst finden seine Schritte einen Platz an der vorderen Ecke des Sarges. Auch wenn er den übrigen Anwesenden höchstens bis zu Brust reicht, macht sein Auftreten klar, dass er in der Lage sein wird den Sarg zu heben. Vor dem Sarg angekommen kniet er kurz nieder, führt ein hölzernes Symbol eines Ambosses zu der Stelle wo sich wahrscheinlich sein Mund unter der Maske befindet, verharrt kurz und richtet sich wieder auf.
Aber unter seiner Maske brodelt es ganz ordentlich in dem Zwerg. Der Professor war mehr gewesen als ein Quell des Wissens. Er hatte ihn besser gekannt als je ein Mensch zuvor, ja besser als selbst die meisten Zwerge die er kennt. Es schmerzt ihn, den Freund verloren zu haben, und so nimmt er stumm seine Position im Ehrengeleit an.

Scarlett

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Der Spuk von Schreckensfels
« Antwort #3 am: 02.01.2012, 08:28:43 »
Der Professor war ein Freund ihrer Familie gewesen, damals als alles noch in Ordnung war, jedenfalls soweit man das sagen konnte. Er hatte Scarlett schon als Kind gekannt. Nach ihrer Rückkehr in die Heimat, hatte die junge Frau Spuren ihrer alten Bekannten und Freunde gesucht. Viele hatten sich verlaufen, diese hier war die einzige gewesen, der sie weiter folgen konnte. Und sie hatte sie zu der Beerdigung geführt. Kein guter Einstieg, dachte sie bei sich. Kendra war ihr auch bekannt, allerdings war es viele Jahre her und beide hatten sich natürlich stark verändert seitdem.

Auf die Ehre, den Sarg mitzutragen, verzichtet Scarlett und winkt ab. Die junge Frau war wahrlich nicht die kräftigste und hatte Angst, die schwere Last nicht stemmen zu können. Daher reiht sie sich dahinter ein und folgt den anderen zum Grab. Immerhin, so blitzt ein Hoffnungsschimmer in ihr auf, all die anderen Anwesenden hatten den Professor offenbar ebenfalls gekannt. Sie würden ihr helfen können, oder zumindest würde sie so andere kennenlernen, denen sie hier vertrauen konnte.

Alveran

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Der Spuk von Schreckensfels
« Antwort #4 am: 02.01.2012, 12:33:05 »
Alveran kann den Schmerz der Tochter mehr als nur gut nachvollziehen. Ein Unfall also, oder hängt der Tod meines Freundes vielleicht doch mit den Recherchen über das Elfenrelikt zusammen. Argwöhnisch mustert er die andere Gäste. Nur zwei andere, die dem Mann zur letzten Ruhe beten möchten?

Ein letztes mal schaut der Elf noch auf den Sarg herab, als er seine Position gegenüber dem Zwerg am Sarg einnimmt.

Ulkar

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Der Spuk von Schreckensfels
« Antwort #5 am: 02.01.2012, 14:55:56 »
Ulkar erwidert die Worte der Tochter des Professors mit einem traurigen Lächeln. "Hab Dank für die Nachricht. Ich wünschte, ich hätte Euren Vater besser kennenlernen können. Es ist mir natürlich eine Ehre, ihn zu seiner letzten Ruhestätte zu geleiten." Der junge Mann verbeugt sich knapp und tritt dann zum Sarg hinüber und schlägt das Zeichen des Schmetterlings vor seiner Brust, bevor er ihn berührt.

Klingentänzer

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Der Spuk von Schreckensfels
« Antwort #6 am: 02.01.2012, 21:44:48 »
Nachdem alle, die sich dazu berufen bzw. im Stande fühlen, ihre Position eingenommen haben, dreht sich kendra um und führt, zusammen mit den anderen Trauergästen, die kleine prozession an.
Gemessenen Schrittes schreitet ihr den Traumhain entlang, einen erdigen - nunmehr ziemlich matschigen - Pfad entlang, der sich durch den Friedhof windet. Niemand spricht und weiterhin verfolgt euch das pattpattpatt des Regens, der auf die Grabsteine und euch gleichermaßen prasselt.
Doch als ihr um eine kleine Biegung kommt, an der der Pfad in einen größeren Weg mündet, sehr ihr, dass der Weg von einem guten Dutzend grimmig dreinblickender Einheimischer versperrt wird.
Der offensichtliche Anführer ist ein großer, grobschlächtig wirkender Kerl, zwar schon in gesetztem Alter, aber dennoch kräftig wirkend. Sobald er euch sieht, tritt er einen Schritt nach vorn und meint barsch: " Das ist weit genug. Wir haben uns beratschlagt und wir wollen nicht, dass der Kerl hier im Ruheland bestattet wird. Ihr könnt ihn flussaufwärts bringen und da begraben, wenn ihr wollt, aber hier kommt er uns nicht unter die Erde!"
Kendra ist vollkommen fassungslos, sie lässt sich jedoch nicht verschrecken und entgegnet scharf, " Wovon redet ihr? Ich habe doch bereits alles mit Vater Grimmgräber besprochen...er wartet auf uns! Das Grab wurde bereits...."
Der Kerl unterbricht sie, schneidet ihr mit herrischer Handbewegung das Wort ab: " Du kapierst es nicht, Weib. Wir werden nicht zulassen, dass ein Nekromant am selben Ort wie unsereins beerdigt wird. Ich schlag vor, ihr geht, solange ihr noch könnt. Die Leute sind ziemlich nervös im Moment."
Kendra reißt die Augen auf, für den Moment sprachlos ob dieser Anschuldigungen...

Xegul Eisenbart

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Der Spuk von Schreckensfels
« Antwort #7 am: 02.01.2012, 21:52:02 »
Xegul denkt er hört nicht richtig. Der Professor ein Necromant? Niemals.
Und diese Leute schienen auch nicht freundlich gesonnen. "Absetzen!" erklingt eine brummende Stimme unter der Maske während der Zwerg beginnt den Sarg so zügig und Respektvoll wie möglich abzusetzen, so den die anderen Träger mit ziehen. Auf keinen Fall würde er zulassen das der Sarg fällt, aber hier liegt Ärger in der Luft. Und er würde es bevorzugen seine Hände frei zu haben.

Erseon

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Der Spuk von Schreckensfels
« Antwort #8 am: 02.01.2012, 22:08:27 »
Erseon bleibt verwirrt ob der überraschenden Blockade stehen. 'Kann das wirklich möglich sein, was der Mann dem Professor vorwirft? Er hat mich alles über dies Kreaturen gelehrt, er wusste sicherlich viel über sie, aber er und ein Nekromat? Das ist schwer vorzustellen? Die Stimmen im Kopf des Orakels schweigen zu diesen Fragen, auch wenn ihr wispern für keine Sekunden verstummt. Da der Zwerg, der ebenfalls am Sarg steht, so schnell reagiert, gehorcht Erseon seinem Ruf und lässt den Sarg sinken. Dann wendet er sich dem Anführer der aufgebrachten Dorfbewohner zu: "Verzeiht, aber wie kommt ihr dazu solche Anschuldigungen gegen Professor Lorrimor zu erheben? Er mag die entwiehten Toten und ihre Gehemnisse erforscht haben, aber das bedeutet nicht, dass er sie auch erschaffen haben muss. Erkärt bitte eure Anschuldigungen, denn es wäre falsch einem Unschuldigen seinen rechtmäßigen Ruheplatz zu erklären." Der junge Mann ist dabei bemüht möglichst beschwichtigend zu klingen um zu verhindern, dass diese Situation eskaliert. Gleichzeitig bemüht Erseon sich einzuschätzen, wie ernst die Männer es mit ihrer Blockade meinen und ob sie bereit sind Gewalt einzusetzen um ihre Anschuldigungen umzusetzen.[1]
 1. Motiv erkennen: 16

Scarlett

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« Antwort #9 am: 03.01.2012, 13:37:42 »
Scarlett tritt nun auch hinter dem Sarg hervor und blickt die Männer an. Eine ganze Menge von ihnen hatte sich hier eingefunden, um die Beerdigung zu verhindern.

“Und wer seid ihr, dass ihr euch herausnehmt, über andere zu richten? Ihr seid wahrscheinlich die personifizierte Güte selbst! Könnt ihr eure Beschuldigungen überhaupt beweisen, oder folgt ihr wie die meisten nur Gerüchten und Schlechtrede? Ihr wisst genausogut wie jeder andere hier, dass ihr kein Recht zu dem habt, was ihr euch hier herausnehmt. Also tretet beiseite, damit dieser Tag nicht noch dunkler werden muss, als er es ohnehin schon ist.”

Oben aus einem der nahestehenden Bäume erklingt eine krächzende Stimme. “Beiseite! Beiseite!”
« Letzte Änderung: 03.01.2012, 22:42:51 von Scarlett »

Alveran

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« Antwort #10 am: 03.01.2012, 14:02:44 »
Alveran kann kaum Glauben was sich hier abspielt. Vorsichtig lässt er den Sarg in Zusammenarbeit mit den anderen Trägern auf den Boden gleiten um einen besseren Blick auf die Störenfriede zu werfen.

Spoiler (Anzeigen)

„Ist das die Art ,wie in diesen Landen den Toten ihr letztes Geleit verwehrt wird? Schert euch in die dunkle Höhle aus der ihr gekrochen seid und beschuldigt nicht einfach einen unbescholtenen Bürger und Freund.“




Klingentänzer

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Der Spuk von Schreckensfels
« Antwort #11 am: 03.01.2012, 21:49:29 »
" Und wer seid ihr? Dahergelaufenes Gesindel!" meint der große Mann, in dessen Augen etwas Unschönes leuchtet...eine Mischung aus stumpfer, dummer Boshaftigkeit und definitiv zuviel Rübenschnaps.
" Ihr seht mir grad recht aus...eine Gruppe Grabräuber und Rumtreiber wahrscheinlich...genau die richtige Gesellschaft für so was wie den! oder was meint ihr?"
Es kommt zustimmendes Gemurmel vom Rest des kleinen Grüppchens.
" Ich sags euch nur einmal - haut ab und nehmt den Sarg mit. Oder wir erteilen euch gleich eine kleine Lektion!"
Grimmig lässt er den Knüppel, den er in einer Hand trägt, in eine fleischige Handfläche klatschen...

Erseon

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Der Spuk von Schreckensfels
« Antwort #12 am: 03.01.2012, 21:55:17 »
Erseon tritt einen Schritt auf die Männer zu und hebt beschwichtigend die Hände. Er bemüht sich ein freundliches Lächeln aufzusetzen und hofft, dass keiner seiner Begleiter weitere Bemerkungen macht, die diese Männer provozieren könnten. Menschen sollten sich nicht gegenseitig beschuldigen und Konflikte ausfechten, wenn die Bedrohung der untoten so nah und noch immer nicht gebändigt ist. Als bemüht Erseon sich um beruhigende Worte um die Situation ohne Blutvergießen aufzulösen: "Bitte, es ist nicht nötig hier zu Gewalt zu greifen. Es wird doch sicherlich möglich sein, das ganze hier friedlich und zur Zufriedenheit aller zu lösen. Ich frage euch noch einmal, warum genau ihr dem Professor seine Ruhestätte verweigern wollt. Wir werden sicher eine Lösung finden, die für alle akzeptabel ist."[1]
 1. Diplomatie: 23

Scarlett

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« Antwort #13 am: 03.01.2012, 22:45:35 »
Scarlett will gerade zu einer Antwort ansetzen, als der Blondschopf vortritt und versucht den drohenden Konflikt zu entschärfen. Zumindest scheint er geübt in diesen Dingen zu sein, daher lässt die Hexe ersteinmal ab und beobachtet die Schlägertruppe nur argwöhnisch.

Xegul Eisenbart

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« Antwort #14 am: 03.01.2012, 23:18:02 »
"Pah Gewalt soll nicht nötig sein. Den Burschen gehört der Kopf gewaschen." Doch Xegul spricht seine Gedanken nicht aus. Er für seinen Teil ist bereit für seine Lektion, auch wenn er davon ausgeht das diese mitnichten so ausfallen wird wie sich diese Bauerntölpel es vorstellen.
Doch um Erseons Bemühungen nicht zu Schande zu machen, zieht er nicht seinen Dreschflegel sondern begnügt sich damit sich zwei bis drei Schritte vom Sarg weg zu bewegen um ein freies Blick und Angriffsfeld zu haben.

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