• Drucken

Autor Thema: Pars Prima: Danse Macabre  (Gelesen 22963 mal)

Beschreibung: Aller Anfang ist schwer

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Brandy

  • Beiträge: 500
    • Profil anzeigen
Pars Prima: Danse Macabre
« Antwort #15 am: 10.01.2012, 09:41:26 »
Während Abdiel ihren Einwand vorbringt, wird Ysabel unruhig. "Wie wenig ich doch verstehe. Und lehren könnte ich auch nicht." Als Visiel zum Aufbruch auffordert, verstärkt das ihre Unruhe so sehr, dass das kleine graue Leben in die Kleidung flüchtet, bevor es weiter drangsaliert wird. Ysabel versucht mit Visiels Augenkontakt zu halten, doch knickt sie schnell ein: *Visiel...ähm...wollen wir...vielleicht...nicht noch den Boten nach Informationen fragen? Nachts.. zu fliegen.. ist euch doch...*[1] Sie verstummt und ihre Flügel entfalten sich kurz vor Unsicherheit, nur um sich neu zu legen. "Wir kämen bei so kurzer Strecke trotzdem früh an.", ergänzt sie noch flüsternd.
 1. Die Seele der Schar
« Letzte Änderung: 18.01.2012, 09:40:08 von Ysabel »

Sangriel

  • Beiträge: 36
    • Profil anzeigen
Pars Prima: Danse Macabre
« Antwort #16 am: 10.01.2012, 11:11:40 »
Da Sangriel seine Habe schon zusammen hat, ist er jederzeit aufbruchbereit. Über ihre Aufgabe macht er sich nicht viele Gedanken, gegen eine Krankheit kann er nicht viel ausrichten, und sollte die Schar auf Feinde treffen, nun, Sangriel ist immer bereit zu kämpfen.  Sanft streicht seine rechte Hand bei diesen Gedanken über das Heft seines Flammenschwertes, welches Sangriel nicht nur als waffe, sondern auch als einen Teil seiner selbst betrachtet, einen Teil, ohne den er nicht vollständig wäre.
« Letzte Änderung: 10.01.2012, 11:11:57 von Sangriel »

Visiel

  • Beiträge: 142
    • Profil anzeigen
Pars Prima: Danse Macabre
« Antwort #17 am: 10.01.2012, 18:00:52 »
Der Michaelit will bereits seine Flügel entfalten, als er in seinem Kopf die Stimme vernimmt. Innerlich verflucht er sich selbst, dass er nicht daran gedacht hat und sendet Ysabel eine knappe Antwort: *Assentior.*[1] Dabei beginnt er bereits sich von neuem an den Ab zu wenden: "Ubi nuntius, qui vos de pestilentia certiorem fecit, invenimus? Fortasse narrare possit, quod nos in pudnanda pestilentia adiuvabit."[2]
 1. "Ich stimme zu."
 2. "Wo finden wir den Boten, der euch von der Seuche berichtet hat? Vielleicht kann er etwas berichten, das uns beim Bekämpfen der Seuche helfen wird."
« Letzte Änderung: 11.01.2012, 08:44:10 von Tex »

Tex

  • Administrator
  • Beiträge: 7055
    • Profil anzeigen
Pars Prima: Danse Macabre
« Antwort #18 am: 11.01.2012, 08:47:34 »
"Der Bote ist schon wieder aufgebrochen", antwortet Ab Jonathan. "Er wollte nur die Nachricht überbringen und sofort wieder zurück nach Marweiler. Aber ich habe ihn bereits nach dem Wesen der Seuche gefragt, und das einzige, was er mir sagen konnte, war, dass vier der Männer im Dorf bereits mit dem Tod ringen und sie fürchten, dass sich diese Seuche weiter ausbreitet."
And the rain tossed about us, in the garden of the world,
But a flame arrives to guide us, cast in gold between the anvils of the stars.
- Caliban's Dream

Visiel

  • Beiträge: 142
    • Profil anzeigen
Pars Prima: Danse Macabre
« Antwort #19 am: 11.01.2012, 09:25:52 »
Der Michaelit nickt erneut und verneigt sich leicht vor dem Ab: "Gratiam vobis ago. Dominus viam tuam levet."[1] Anschließend wendet er sich an seine Schar: "Proficiscamur igitur, humanes Mawelerienses auxilio egunt. Ysabel, duce nos ad vicum."[2]
Zielstrebig macht sich Visiel nun auf in Richtung Ausgang im Vertrauen darauf, dass der Rest der Schar ihm folgen würde. Auf dem Weg dorthin entfaltet der Engel bereits ein wenig seine Flügel und bewegt sie leicht hin und her um sich auf den anstehenden Flug vorzubereiten, nachdem sie die Nacht über an seinem Rücken geruht haben. Am Ausgang angekommen wartet er ab, dass die Urielitin sich in die Lüfte erhebt um den Weg in Richtung des Dorfes zu zeigen.
 1. "Ich danke euch. Möge der Herr euren Pfad erleichtern."
 2. Lasst uns also aufbrechen, die Menschen von Marweiler brauchen Hilfe. Ysabel, führe uns zu dem Dorf.

Sangriel

  • Beiträge: 36
    • Profil anzeigen
Pars Prima: Danse Macabre
« Antwort #20 am: 11.01.2012, 11:06:57 »
"Endlich geht es los, das wird ja auch Zeit." Laut äußert Sangriel diesen Gedanken aber nicht, sondern wendet sich nun ebenfalls an den Abt: "Habt Dank für eure Gastfreundschaft, möge der Herr Euch segnen."

Ohne dem Abt noch die Gelegenheit zu einer Antwort zu geben, wendet sich der Gabrielit ab und folgt Visiel zum Ausgang. In sich spürt er eine freudige Erregung bei dem gedanken, vieleicht schon bald wieder auf Feinde zu stoßen. Sanft, beinahe zärtlich, berührt er sein Schwert am Griff und flüstert: "Möge der Herr uns Kraft schenken."

Brandy

  • Beiträge: 500
    • Profil anzeigen
Pars Prima: Danse Macabre
« Antwort #21 am: 11.01.2012, 13:45:12 »
Ysabel ließ den Kopf etwas hängen: "Da habe ich einen Vorschlag gemacht und er war sogar hinderlich. Ohje." Visiel antwortet sie mit einem Nicken: *Wie du wünschst!*. Sie verabschiedet sich mit einem leichten Knicks und einem unsicheren Lächeln vom Ab und huscht hinter Visiel her. Am Eingang angekommen, hockt sie sich kurz in eine dunkle Ecke und setzt ihren kleinen Begleiter ab. Der rennt so schnell weg, dass sie nicht zu einer Verabschiedung kommt. Sie richtet sich auf und schlüpft an Visiel vorbei, ohne sich zu trauen, einen Blickkontakt herzustellen. Draußen angekommen, sieht sie sich kurz um, während sie den Sitz ihrer Ausrüstung prüft, und schwingt sich dann etwas ungelenk in die Luft. Mehr Anlauf hätten vermutlich nicht geschadet. Auf der Höhe des Kapellenturmes dreht sie mit über dem Bogen gefalteten Händen eine Runde und erbittet den Beistand und Segen des Herrn für die Reise[1]. Als sie nach vollendeter Runde die Augen wieder öffnet und zur Schar blickt, hören alle: *...hier entlang.*. Anschließend sackt sie etwas ab, als sie sich nach Südwesten wendet und muss mit mehreren Flügelschlägen die geeignete Flughöhe oberhalb der Baumspitzen wieder erreichen.
 1. Die Wege des Herrn

Abdiel

  • Beiträge: 83
    • Profil anzeigen
Pars Prima: Danse Macabre
« Antwort #22 am: 12.01.2012, 18:10:53 »
Abdiel war nicht einverstanden mit der Antwort Visiels, doch sie sagt nichts. "Meiner Überzeugung nach, waren die Engel schon immer mehr gewesen, als Streiter gegen die Traumsaat. Der Herr hatte alles geschaffen, letztlich auch das Böse und alles zu seinem Zweck[1]. Wenn er die Engel nur gegen die Traumsaat stellte, zu welchem Zweck? Zu welchem Zweck würde es geschehen? Zu keinem anderen, als dass der Mensch erzogen wird und seine Sünde bekennt und Busse tut. Die Engel sind in dieser Periode der Schlüßel dazu. Darum kann ich den Herrn nicht nur einfach bitten, mir die Kraft zu geben, die Seuche von ihnen zu nehmen. Ich muss ihnen zum Verständnis gereichen.", so dachte sich die Engelsfrau während sie den anderen folgte.
 1. Hiob 38-42
[Durch die Knechtung der Kirche] werden alle glücklich sein, alle die Millionen von Wesen, mit Ausnahme der hunderttausend, die über sie herrschen. Denn nur wir, wir, die Hüter des Geheimnisses, nur wir werden unglücklich sein.
- Dostojewski, Der Großinquisitor

Tex

  • Administrator
  • Beiträge: 7055
    • Profil anzeigen
Pars Prima: Danse Macabre
« Antwort #23 am: 13.01.2012, 16:08:30 »
Als die Engel aus dem Kloster aufbrechen, ist es noch fast dunkel. Nur langsam schält sich das Licht durch die dicke Wolkendecke, aus der ein leichter Nieselregen auf die Erde niedergeht. Die Landschaft unter ihnen können die Engel kaum ausmachen, nur ab und zu sehen sie den schwachen Lichtschein, entweder vom Lagerfeuer eines Templertrupps oder von den Laternen eines der wenigen Dörfer in diesem dünn besiedelten Landstrich von Gabrielsland - kein Vergleich zu dem molochartigen Nürnberg, dessen gesamtes Umland nur so vor Menschen überquillt. Aber das ist auch kein Wunder, denn aufgrund der Vulkane der Rhön und des Mons Avis trägt diese Gegend zu Recht den Namen Sinus Ignis[1].

Während die Dämmerung einsetzt, können die Engel immer mehr von der Landschaft wahrnehmen: Dichte Wälder wechseln sich ab mit den terrassenartig aufgebauten Reisfeldern, nur unterbrochen durch schlammige Wege von einem Feld zum anderen. Von all dem unbeeindruckt führt Ysabel die Schar sicher zu ihrem Ziel, das sie nach zwei Stunden Flug erreichen: Marweiler, am westlichen Rand des Sinus Ignis, etwa auf halbem Wege zwischen Wetzlar und Colonia Aggripinensis. Marweiler hebt sich gut von den flachen, weiten Reisfeldern ab, die von den Bauern des Dorfes bestellt werden. Die dunkle Wolkendecke hängt dräuend tief über dem kleinen Dorf, ganz so als hätte der Herr sie geschickt, um das Dorf von der Seuche reinzuwaschen.

Trotz der frühen Stunde sind die Bauern schon auf den Feldern, und die Engel sehen schon von Weitem, wie die Menschen ihre Arbeit einstellen und sich ihre Blicke an die geflügelten Streiter des Herrn heften. Das Dorf ist nicht mehr als eine kleine Ansammlung von einfachen Holzhütten und zwei größeren Gebäuden, von denen eins wohl als Lageraus und Gemeinschaftshaus dient, und das andere die steinerne Kirche des Dorfes ist, von dessen gedrungenem Turm die Banner der Angelitischen Kirche sowie des Gabrielis-Ordens im Wind flattern. Im Hintergrund hebt sich düstern die verfallene Ruinenstadt des vorsintflutlichen Marburg vom Horizont ab...
 1. Flammenschoß
« Letzte Änderung: 14.01.2012, 09:48:10 von Tex »
And the rain tossed about us, in the garden of the world,
But a flame arrives to guide us, cast in gold between the anvils of the stars.
- Caliban's Dream

Visiel

  • Beiträge: 142
    • Profil anzeigen
Pars Prima: Danse Macabre
« Antwort #24 am: 13.01.2012, 16:30:55 »
Visiel stört der leichte Regen während des Fluges kaum, er empfindet ihn eher als angenehm, da er ihm hilft die Müdigkeit der Nacht endgültig abzuschütteln und sich auf die vor ihm liegende Aufgabe zu fokussieren. Die ganze Zeit über hält er die unter ihm vorüberziehende Landschaft im Blick, in dem Bewusstsein, dass hier draußen zu jeder Zeit Feinde lauern könnten. Auch wenn die Engel in den Lüften zumindest vor einigen sicher sind, so lässt Visiel dennoch in seiner Wachsamkeit nicht nach. Als schließlich das Dorf in den Blick kommt konzentriert der Michaelit sich auf seine Aufgabe und späht nach Spuren der Seuche, die der Ab angekündigt hatte. Da er nichts unmittelbares erkennen kann, steuert er direkt auf die Kirche zu und setzt leichtfüßig vor dem Haupteingang auf. Der Ab hatte schließlich davon gesprochen, dass der Pater des kleinen Ortes ein Freund von ihm sei und ihn informiert habe. Also macht es in Visiels Augen Sinn dort zu beginnen. Entschlossen tritt der Michaelit auf die Eingangstür zu undd stößt sie auf um zu sehen ob sich der Pater drinnen befindet.

Brandy

  • Beiträge: 500
    • Profil anzeigen
Pars Prima: Danse Macabre
« Antwort #25 am: 13.01.2012, 17:23:10 »
Während des Fluges bleibt Ysabel still und versucht, eine gute Reisegeschwindigkeit zu finden. Doch die anderen sind größer und dementsprechend schneller, sodass es bald anstrengend wird. Die feuchter werdenden Flügel tun ihr übriges. Ihrer Aufgabe als Kundschafterin kommt sie nach und beobachtet ständig die Umgebung.
Beim Dorf angekommen wird Ysabel langsamer und will sich gerade an Visiel wenden, als dieser an ihr vorbeizieht und vor der Kirche landet. Die Aufmerksamkeit, die die Schar im Anflug auf sich gezogen hat, wird ignoriert und Ysabel ist beeindruckt von Visiels Zielstrebigkeit. Sie erkennt die Absicht und lässt nur noch kurz den Blick über das Dorf streifen, bevor sie ebenfalls herunterkommt und zu ihm tritt. Kurz streift sie mithilfe des Bogens einen Großteil der Feuchtigkeit aus den Flügeln. Der Blick hat zwei Dinge zum Ziel gehabt: Gibt es Spuren der Seuche wie verbarrikadierte Häuser, seltsames Verhalten der Tiere oder gar Scheiterhaufen? Und ob es eine Sakristei gibt.

Tex

  • Administrator
  • Beiträge: 7055
    • Profil anzeigen
Pars Prima: Danse Macabre
« Antwort #26 am: 13.01.2012, 18:18:31 »
Von außen gibt es keine Anzeichen der Seuche, die die Engel feststellen könnten.
And the rain tossed about us, in the garden of the world,
But a flame arrives to guide us, cast in gold between the anvils of the stars.
- Caliban's Dream

Rhamedes

  • Beiträge: 353
    • Profil anzeigen
Pars Prima: Danse Macabre
« Antwort #27 am: 13.01.2012, 22:14:48 »
Trismael ist deutlich angetan von der puren Natur mit ihrer Verlockung durch furchtbaren Ausbrüchen und Gefahr. Man sieht ein seltenes Funkeln in den Augen des Raphaeliten, welches wieder verschwindet, als sie Marweiler erreichen. Er verfällt wieder in die altbekannte Lethargie und wartet auf die Anweisungen Visiels oder auf dessen Taten, die seinen Willen ausdrücken. Er sieht nichts Auffälliges außerhalb der Gebäude. Visiels Idee, die Kirche aufzusuchen, erscheint Trismael vernünftig. So blickt er sich lediglich aufmerksam, wenn auch ein Stück weit desinteressiert, in der Gegend um und folgt Visiel.

Sangriel

  • Beiträge: 36
    • Profil anzeigen
Pars Prima: Danse Macabre
« Antwort #28 am: 14.01.2012, 00:54:38 »
Auch Sangriel ist Visiel kommentarlos gefolgt, wobei er immer ein wachsames Auge auf die Umgebung hält, wobei er aber weniger nach Anzeichen der Seuche Ausschau hält, gegen die der Gabrielit eh wenig ausrichten kann, als vielmehr nach potentiellen Feinden, gegen die er sehr wohl etwas tun könnte.
Die Landung vor der Kirche missglückt ihm etwas, allerdings passiert nicht mehr, als daß er leicht stolpert und durch einen großen Schritt sein Gleichgewicht wahren muß, aber daß ist ihm schon peinlich genug. "Ich hoffe, niemand hat auf mich geachtet, ein stolpernder Engel, also so was." Schnell tut Sangriel so, als sei nichts geschehen und nimmt eine wachsame Stellung ein, wobei er weder ihre Umgebung noch den Eingangsbereich der Kirche aus den Augen läßt, um sich ja kein Anzeichen einer möglichen Gefahr entgehen zu lassen.

Abdiel

  • Beiträge: 83
    • Profil anzeigen
Pars Prima: Danse Macabre
« Antwort #29 am: 14.01.2012, 12:30:28 »
Abdiel sah sich während des Fluges aufmerksam um. Sie betrachtete die Wälder, die Reisfelder und die Menschen, die auf ihnen arbeiteten. Ihr Herz verzog sich vor zärtlichem Mitgefühl. Die Menschen arbeiteten und lebten und trotz der drohenden Gefahr von Traumsaat und Seuche taten sie ihr Tageswerk und nahmen Teil am Rhytmus des Lebens von Leben, Sorgen, Feiern und Sterben. Was mochten sie getan haben, dass sie diese Strafe empfingen? Es deuchte Abdiel, dass es einzelne waren, die bestraft wurden. Vielleicht war die Seuche aber auch als Zeichen zu deuten? Das Dorf bot eine, wenn nicht imposante, so dann doch gute Kulisse.

Sie setzte neben den anderen Engeln auf und wartete auf Anweisungen des Anführers.
[Durch die Knechtung der Kirche] werden alle glücklich sein, alle die Millionen von Wesen, mit Ausnahme der hunderttausend, die über sie herrschen. Denn nur wir, wir, die Hüter des Geheimnisses, nur wir werden unglücklich sein.
- Dostojewski, Der Großinquisitor

  • Drucken