Autor Thema: [IC] Kapitel V  (Gelesen 8951 mal)

Beschreibung: Eine wohlverdiente Pause

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Thanee

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[IC] Kapitel V
« Antwort #30 am: 24.03.2005, 22:38:42 »
 Dirtan hatte sich einige Zeit in den Armenvierteln Neu-Phlans herumgetrieben, um dort das Leid der Menschen zu lindern. Nachdem sich die Abenteurer entschieden hatten, welche Teile des Tempelschatzes sie behalten möchten, händigte er ihnen die entsprechenden Stücke, vor allem Schriftrollen und Zauberstäbe, aus. Am Morgen des darauffolgenden Tages reiste der Ilmatari dann begleitet von einem Paladin des Tempels, welcher ihm zum Schutze an die Seite gestellt wurde, ab, nachdem er sich nocheinmal bei allen für ihr Mitwirken bedankt hatte. Vom Bischof bekam der Gnom ein Schreiben für seinen Orden mit auf den Weg. Noch ein weiteres Schreiben wurde vom Tempel aus per Boten losgesandt, es war nicht schwer zu erraten, worum es darin gehen würde, denn schließlich mussten zusätzliche Wachen her, wenn man den Tempel auf lange Zeit wieder in Betrieb nehmen wollte.
 

Thanee

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[IC] Kapitel V
« Antwort #31 am: 24.03.2005, 23:22:44 »
 In den nächsten Tagen bleibt Andrigi viel auf dem ruhigen Zimmer in der Taverne, wenn er nicht gerade den Turm des Magisters Denlor aufsucht, während er magische Schriften studiert und anfertigt.

Igan verbringt viel Zeit im Tempel, wo er sich in Gebet und Selbstdisziplin übt, um für die vor ihm liegenden Aufgaben gewappnet zu sein. Er kann dort auch in Erfahrung bringen, dass einer der Priester, ein junger Mann namens Tarn, sich seit einiger Zeit mit der Verzauberung von Waffen und Rüstungen beschäftigt und offenbar mittlerweile soweit fortgeschritten ist, dass er diese Kunst tatsächlich auch ausüben kann. Wenn man ihm die nötigen Materialien besorgt, würde er diese Fähigkeiten auch gerne in den Dienst der Abenteurer stellen, die dafür gesorgt haben, dass die Bane-Anhänger aus dem alten Tyr-Tempel vertrieben worden sind. Beim Schmied gibt er einen neuen Schild in Auftrag, welcher auch in diesen Tagen fertiggestellt wird. Eindrucksvoll trägt er das Heilige Symbol Tyrs, die auf einem Hammerkopf balancierte Waage der Gerechtigkeit.

Auch Vaylant trainiert in der freien Zeit, einmal das Schmiedehandwerk und dann den Umgang mit seinem Bastard Schwert, welches nun mit einer mächtigen Verzauberung versehen ist, die sich auch ein wenig auf die Handhabung auswirkt. Täglich trifft man den Krieger auch unten an den Marktständen an, wo er nach passenden Rüstungsteilen Ausschau hält.

Dalaar und Evander nutzen die Zeit neben dem Studium alter Schriften im Tempel ansonsten auch, um sich die Stadt noch etwas näher anzusehen. Ein Besuch der Ratshalle zeigt auf, dass noch keine neuen Aufträge in Sicht sind, wobei es aber auch so noch genug zu tun gibt. Beim Besuch diverse Tavernen hören sie auch Erzählungen, dass die Orks vom Ostufer vertrieben wurden und der Bereich um den alten Tempel wieder frei sei. Überhaupt sind die Bürger Neu-Phlans erleichtert darüber, dass die von den Orks ausgegangene Gefahr gebannt ist. Erfreut stellen die beiden auch fest, dass es sich zum Teil schon herumgesprochen hat, dass ihre Gruppe für diese Leistung verantwortlich ist, und hier und da werden sie sogar auf eine Runde Ale eingeladen und gebeten, die Geschichte von der Schlacht beim Tempel zu erzählen.

Ein Teil der gefundenen Schätze, welcher nicht verteilt wurde oder ohnehin keine Verwendung finden würde, wird in den Tagen in Neu-Phlan zu Gold gemacht, welches dann wiederum in neue Ausrüstung investiert wird, Andrigi hatte sich schon gleich am ersten Tag mit den nötigen Zaubermaterialien eingedeckt, die noch für seine Arbeit fehlten, Dalaar wird an einem Tag fündig, wo er ein verzaubertes Kettenhemd erwerben kann, sowie einen gutgearbeiteten Kompositlangbogen, Evander kauft einen verzauberten Buckler und auch Vaylant wird bei einem Rüstungshändler fündig, welcher ihm einen verzauberten Stahlschild für eintausendundvierhundert Goldmünzen anbietet. Lediglich einen magischen Bänderpanzer kann er nirgends auftreiben.

Irgendwo draußen in der freien Natur wandert Zedrick begleitet von Barran und seinen Wieseln frohen Mutes umher und genießt die Eindrücke, die sich ihm dort bieten. In Phlan lässt er sich in den Tagen nicht blicken.
 

Evander

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[IC] Kapitel V
« Antwort #32 am: 25.03.2005, 00:16:48 »
 Durch seinen neuen Schild wird Evanders alter, obschon gut gefertigt, überflüssig. Anstatt ihn zu verkaufen, überlässt er ihn jedoch lieber Dalaar.

Erst durch Dirtan ist sich Evander der Armutsviertel der Stadt bewusst geworden. Obwohl ihn nicht die Passion des Ilmatari treibt, stattet auch er diesem Stadtteil einen Besuch ab. Als er zu den Anderen zurückkehrt ist seine Miene nachdenklich. Letztendlich reisst er sich doch aus seinen Grübeleien heraus und scheint wieder frohgemut.

"Ich denke, die meisten brennen darauf unseren Freunden am anderen Ufer einen Besuch abzustatten. Wenn ja, hat jemand eine gute Idee, wie wir gegen diese Schurken vorgehen sollen? So leicht wie die Orks werden sie sich sicher nicht überraschen lassen."

Sa'Ro'Dalaar

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[IC] Kapitel V
« Antwort #33 am: 25.03.2005, 10:51:36 »
 Dalaar, den Evander im Gasthaus antrifft, blickt von seinem Essen auf, als der Mensch spricht.

"Nun, es wäre zumindest wichtig zu erfahren, wo sie ihr Versteck haben. So könnten wir sie notfalls verfolgen und würden nicht irgendwo in der alten Stadt verstreut werden." meint der Kleriker nachdenklich.

In den letzten Tagen, als Dalaar nicht mit Evander um die Häuser zog, widmete er sich noch intensiver den Gebeten zu seiner Gottheit.
Wenn man nun in das Gesicht des Halb-Elfen blickt, erkennt man mittlerweile, dass die ganzen Abenteuer wohl neu für ihn waren und ihn verändert haben.
Seine Haut ist nichtmehr so blass wie zu Beginn der Reise und das viele Studieren der alten Tempelschriften scheint auch Früchte zu tragen.

Genüsslich isst Dalaar weiter, während er wartet, was der Mensch erwiedert.
Seine Haare hat er mit einem braunen Lederband zu einem Zopf gebunden und nur wenige Strähnen fallen über sein Gesicht.
Da das Wetter nicht besser zu werden scheint, hängt über seiner Stuhllehne der Reisemantel, mit dem er das Gasthaus verlässt, sofern es regnet.
Das magische Kurzschwert baumelt an seiner Seite, nachdem Andrigi es ihm zurückgegeben hat.

Andrigi

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[IC] Kapitel V
« Antwort #34 am: 30.03.2005, 11:39:12 »
 Bei einem der gelegentlichen Treffen während der nächsten Tage erzählt Andrigi von den Fortschritten, die sein Studium macht. Besonders ein Zauber, der einen extradimensionalen Ort erschafft, in dem man sich relativ gefahrlos auch auf feindlichem Terrain ausruhen kann, hat es ihm angetan.

"Wir sollten auf alle Fälle den Herren am anderen Flussufer einen Besuch abstatten. Evander und Dalaar, ihr habt doch immer ein offenes für die Gespräche der Stadt. Vielleicht könnt ihr ja herausfinden, wo sich unsere Freunde in der Regel so aufhalten. Aber seid vorsichtig, nicht dass aus unserem Überraschungsbesuch nichts wird. Das wäre doch schade."

Sa'Ro'Dalaar

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[IC] Kapitel V
« Antwort #35 am: 30.03.2005, 16:29:58 »
 Auf die letzten Worte Andrigis hin deutet der Halb-Elf ein Lächeln an, bevor er sich langsam erhebt.

Den Reisemantel um die Schultern legend, bringt er dem Wirt das Geschirr zurück, hüllt sich dick in den Reisemantel und tritt in den Regen hinaus, um dort auf Evander zu warten, sollte er mitkommen wollen.

Sein Ziel wird die Taverne in der Hafengegend sein, von der aus man die Mauern Sokol Keeps erblicken kann, wo er schon einst mit L'nyr war.

Als die ersten Tropfen das Haar des Klerikers nässen, wirft er sich eine dicke Kapuze über und blickt sich auf den etwas leeren Straßen um.

Evander

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[IC] Kapitel V
« Antwort #36 am: 02.04.2005, 06:39:07 »
 Evander schließt sich gerne Dalaar an und weist darauf hin, falls sie dort keine Informationen erhalten, sie es auch in dem Armenviertel versuchen könnten.

Sa'Ro'Dalaar

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[IC] Kapitel V
« Antwort #37 am: 04.04.2005, 17:03:08 »
 Dalaar nickt Evander zu und gemeinsam machen sich die beiden Abenteurer durch die einsamen Straßen Neu-Phlans auf in Richtung der Hafenstraße.
Dort angekommen suchen die beiden sogleich die Taverne auf, in der Hoffnung, viele redselige Leute zu treffen, die vor dem schlechten Wetter Unterschlupf gesucht haben.

So unterhält man sich mit den älteren als auch mit den jüngeren, in der Hoffnung, manch einer kann sich an den Anführer der Räuber erinnern oder kennt vielleicht sogar sein Versteck, wovon die beiden allerdings nicht ausgehen.

So vergeht einige Zeit, bis Evander und Dalaar das gemütliche Haus wieder verlassen und über einige Straßen in Richtung des Stadtviertels gehen, welches die weniger reiche Schicht Neu-Phlans beherbergt, um sich auch dort nach dem Gesuchten zu erkundigen. In der Hoffnung, der Anführer der Räuber wollte hier vielleicht einst Leute anwerben, wenden sich die beiden an beinahe jeden, den man auf den fast leeren Gassen antreffen kann.

Thanee

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[IC] Kapitel V
« Antwort #38 am: 04.04.2005, 20:17:17 »
 Gegen Abend treffen sich die fünf verbliebenen Abenteurer nocheinmal im Gasthof zur zerbrochenen Krone und man merkt deutlich, dass sie nicht mehr länger warten wollen. Selbst Andrigi, der ja die meiste Zeit über beschäftigt war, steckt schon wieder voller Tatendrang. Der Gnom versichert seinen Weggefährten auch, dass sich das Warten gelohnt hat, denn die neuerlernten Zauber würden für alle bestimmt irgendwann von großem Nutzen sein.

Dalaar und Evander konnten zumindest einige vage Informationen über den Aufenthaltsort der Banditen erlangen, die anscheinend des öfteren Überfälle in der Gegend östlich von Phlan ausgeübt hatten. Der alte Stadtplan von Baran liegt ausgebreitet auf dem Tisch im Schankraum und es wird eigentlich schnell klar, wenn man diesen betrachtet und sich nocheinmal die verschiedenen Lokalitäten ins Gedächtnis ruft, an denen die Banditen gesichtet wurden, dass das Versteck der Diebesbande nur irgendwo in den alten Wohnvierteln sein kann, und da kommt vor allem die alte Villa Kovel Mansion in Frage.

Einige Stunden und ein paar Metkrüge später verschwinden dann alle auf ihren Zimmern, um sich für den morgigen Tag auszuruhen.
 

Thanee

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[IC] Kapitel V
« Antwort #39 am: 04.04.2005, 20:27:42 »
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