Autor Thema: [IC] Kapitel V  (Gelesen 8965 mal)

Beschreibung: Eine wohlverdiente Pause

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Thanee

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[IC] Kapitel V
« am: 15.03.2005, 10:43:25 »
Tag 16 des Mirtul, 1348 DR (Frühling)

Am nächsten Tag liegt ein schwacher Nebelschleier um die Stadt herum. Die leicht grünlichen Dämpfe, die vom Fluss aus aufsteigen, wirken im Dämmerlicht geradezu gespenstisch. Bis zum Vormittag sind sie aber weitestgehend verzogen, bis auf den schwachen Dunst, der eigentlich immer über dem Fluss liegt. Zu allem Überfluss fängt es dann auch noch an zu regnen und die kühlen Temperaturen tun ihr übriges, dass man sich eher in einer warmen Stube einfindet, als auf der Straße.
« Letzte Änderung: 25.05.2009, 12:35:23 von Thanee »

Evander

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[IC] Kapitel V
« Antwort #1 am: 15.03.2005, 11:43:55 »
 Nachdem er sich den Schmutz abgewaschen und in der Gaststube sein Abendbrot verzehrt hatte, begab sich Evander früh ins Bett. Den Wirt bat er ihn möglichst vor dem Morgengrauen zu wecken und so ist er schon auf den Beinen während die Bevölkerung noch größtenteils friedlich schlummert. Derweil er durch die Straßen der ruhigen Stadt eilt, gähnt er herzhaft und zieht seinen Umhang enger um sich, als die ersten Tropfen den baldigen Regen verkünden.

Er verlangsamt seine Schritte erst, als er sich den dunklen Mauern der Wachkaserne nähert. In der Hoffnung nicht zu spät gekommen zu sein sucht er sich ein geschütztes Plätzchen, um dort zu warten.

Sa'Ro'Dalaar

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[IC] Kapitel V
« Antwort #2 am: 15.03.2005, 15:25:34 »
 Dalaar ist, obwohl er keine Verletzungen davon getragen hatte, bereits kurze Zeit nach seinem Abendbrot wieder zu Bett gegangen.

Dort hatte auch er sich erstmals seit langem wieder richtig gründlich gewaschen und auch seiner Rüstung und seinen Dingen, die er bei sich trägt, widmet er sich ausführlicher als sonst.

Doch nachdem er diesmal wieder um Mitternacht zu seinem Gott gebetet hatte, erscheint der Halb-Elf wieder frisch ausgeruht als erster in dem Speisesaal.

Er trägt diesmal nicht sonderlich viel bei sich, nur das magische Kurzschwert und seinen Rucksack.

Unten im Schankraum setzt er sich an einen Tisch, bestellt sich sein tägliches Frühstück und isst allein, während er auf die anderen wartet.

Vaylant

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« Antwort #3 am: 15.03.2005, 16:26:46 »
 Nach der Unterredung mit dem Bischoff und das Abholen des Geldes, verabschiedete Vaylant sich kurzerhand von seinen Begleitern, mit den Worten, er müsse sich noch um etwas kümmern.
Später am abend fand er sich wieder in der Gagsstätte ein. Beim Essen fragte er Evander danach, wie ihm seine neue Rüstung gepasst hatte. Von einem Wort zum anderen fragte Vaylant in der Gruppe, was sie wohl für die ganzen Gegenstände bekommen würden. Besonders Maces Rüstung interessierte ihn. Er erzählte, dass er dieses Metall nicht so recht erkennen kann. Könnte es vielleicht verzaubert sein?

Am nächsten Morgen, bereits um 4 Uhr ging der Krieger aus dem Gasthaus. Er liess in seinem Zimmer seine Rüstung und die meisten seiner Habseligkeiten zurück.

...

Einige Stunden später hört Evander unweit der Wachkaserne das kräftige Hämmern eines Schmiedehammers. Da die Schmiede unweit davon liegt kann er einen Blick bis dorthin werfen, wo er Vaylant und offensichtlich den Schmied bei der Arbeit bemerkt. Scheibar unterhalten sie sich dabei und der Schmied zeigt Vaylant einiges.

Andrigi

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[IC] Kapitel V
« Antwort #4 am: 15.03.2005, 16:31:56 »
 "Ich werde gleich auf dem Markt ein paar Perlen besorgen und dann im Laufe der nächsten Tage die noch unidentifizierten Gegenstände analysieren. Dazu werde ich mich aber zu Denlor begeben, der mir angeboten hat, gegen kleinere Dienstleistungen sein Labor und sein Studierzimmer mitzubenutzen. Ich werde wohl gut einen Zehntag brauchen um das notwendigste dort zu erledigen. Solltet ihr allerdings schon vorher etwas gegen die Banditen unternehmen wollen, sagt mir bitte bescheid."

Dann beendet Andrigi das Frühstück und läßt sich die noch unidentifizierten Gegenstände aushändigen. Zusammen mit einem Anteil aus der gemeinsamen Kasse von 120 GS pro Gegenstand macht er sich auf den Weg zum Hafen und versucht dort die entsprechende Anzahl an weißen Perlen zu beschaffen.

Sa'Ro'Dalaar

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[IC] Kapitel V
« Antwort #5 am: 15.03.2005, 16:37:28 »
 Dalaar gibt dem Gnom das Kurzschwert, welches an seiner Seite baumelt, dass Andrigi es identifizieren könne.

Während auch Andrigi das Gasthaus verlassen hat, sitzt Dalaar noch immer am Tisch. Scheinbar genießt er seinen stressfreien Tag besser als die anderen, welche sich mit früh aufstehen und eiligem Umhereilen in der Stadt unnötig Druck verschaffen.

Ein geringes Lächeln bringt er für seine Kameraden auf, als er plötzlich bemerkt, dass er wohl der einzige sei, der im Moment noch im Gasthaus sitzt. Was Igan macht, weiß Dalaar nicht und so isst er in aller Ruhe fertig.

Die Rechnung, welche sie schon vor einigen Tagen mit dem Wirt beglichen haben zwingt ihn nichteinmal dazu, Geld für das fabelhafte Essen auszugeben und so öffnet er kurze Zeit später nochmals die Tür zu seinem Zimmer, um sich das zweite Kurzschwert, welches er besitzt, umzuschnallen.

Kurz darauf verlässt er auch schon wieder das Zimmer und macht sich auf den Weg in Richtung Tyr-Tempel, wobei er einen kleinen Abstecher zum Marktplatz unternimmt, wo zu diesem Zeitpunkt schon die ersten Stände geöffnet haben.

Evander

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[IC] Kapitel V
« Antwort #6 am: 15.03.2005, 20:20:37 »
 Just in dem Moment als er dabei ist wegzudämmern, öffnen sich die Tore und ein Trupp Wachsoldaten betritt die Gasse. In ihrer Mitte fast verborgen macht Evander seinen ehemaligen Weggefährten aus. Mit offenen Händen nähert er sich langsam der Gruppe und richtet sein Wort an den Anführer.

"Seid gegrüßt werter Herr! Ist es erlaubt den Gefangenen zu sprechen bevor das Urteil vollstreckt wird?"

Als der Wachmann sein Einverständnis signalisiert, tritt Evander an L'nyr heran und beginnt ruhig mit ihm zu sprechen.

"Ich weiß nicht welche Dämonen dich getrieben haben, dass du diese Taten verübt hast. Ich will auch nicht über dich urteilen. Ich denke aber, dass das du kein schlechtes Herz hast, ein jähzorniges vielleicht, aber kein schlechtes. Soviel glaube ich während der Zeit mit dir gelernt zu haben und auf jeden Fall habe ich gelernt, dass es möglich ist die Vergangenheit hinter sich zu lassen und ein neues Leben anfangen. Jeder Tag bietet die Gelegenheit dazu, jede Entscheidung diese Chance. Ergreif sie bevor es zu spät ist."

Bevor er sich von dem Halbdrow verabschiedet, steckt er ihm noch ein paar Goldmünzen zu.

Thanee

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[IC] Kapitel V
« Antwort #7 am: 16.03.2005, 13:45:32 »
 Als Evander sich den Stadtwachen nähert reagieren sie zunächst etwas schroff, lassen ihn dann aber doch einen Moment mit ihrem Gefangenen sprechen.

Der Halbdrow blickt Evander mit rotunterlaufenen Augen an, er hatte wohl nicht viel geschlafen in der letzten Nacht. Ganz untypisch für ihn, sagt er nichts, sondern nickt ihm nur zu und nimmt die Goldmünzen entgegen, die Evander ihm anbietet.

Anschließend führen die Wachen ihn in nördlicher Richtung weg.
 

Thanee

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[IC] Kapitel V
« Antwort #8 am: 16.03.2005, 13:53:32 »
 Vaylant unterhält sich derweil mit dem Schmied über sein Handwerk und das Angebot, ihm bei der Arbeit zu helfen, um selbst dabei etwas zu lernen, nahm der Schmied gerne an. Er informiert sich dabei auch darüber, ob man hier in Neu-Phlan seltenere Metalle, wie die, aus denen die gefunden Rüstungen bestehen, erwerben und verarbeiten kann, doch leider ist der Schmied hierbei keine Hilfe. Er hat zwar schon davon gehört, glaubt aber nicht, dass sein Feuer heiß genug ist, um diese Metalle zu bearbeiten. Um Adamantium zu schmieden, bräuchte es ein Feuer heiß wie ein Vulkan, berichtet er. Und natürlich muss man den seltenen Meteoritenstahl überhaupt ersteinmal finden. Einen besseren Rat, als sich ab und an bei den Händlern im Hafen umzuhören, kann er ihm auch nicht geben.

Andrigi ist am Morgen unterwegs zum Markt am Hafen, um dort einige Perlen einzukaufen, und in der Tat findet er den Stand vor und kann auch bis zu sechs Perlen dort erwerben. Auf dem Rückweg trifft er Dalaar, der sich gerade selbst zum Markt aufgemacht hat.
 

Sa'Ro'Dalaar

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[IC] Kapitel V
« Antwort #9 am: 16.03.2005, 16:34:28 »
 Als der Halb-Elf den Gnom erblickt, begrüßt er ihn erfreut.

Als sich Andrigi umblickt, erkennt er den Stand eines Rüstungshändlers.
Dalaar deutet auf ein schön gearbeitetes Kettenhemd.
"Was haltet ihr davon, Andrigi? Es trägt zwar nicht das Zeichen meiner Gottheit, aber es würde mich besser schützen als diese Lederrüstung, die ich im Moment trage."

Noch einmal wirft der Kleriker einen Blick auf die Rüstung, dann schaut er zum Händler.

"Ich werde mich wohl die nächsten Tage entscheiden."

An den Magier gewandt, frägt der Kleriker, ob dieser denn alles bekommen hätte, bevor er sich von dem Stand löst und ziellos über den Marktplatz mit Andrigi schlendert, sollte sich dieser nicht vorher verabschieden.

Vaylant

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[IC] Kapitel V
« Antwort #10 am: 16.03.2005, 16:35:10 »
 Vaylant nickt dankend an und geht nach getaener Arbeit zum Hafen um sich danach zu erkundigen. Dies tut er die folgenden 3 Tage.

Andrigi

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[IC] Kapitel V
« Antwort #11 am: 16.03.2005, 21:07:49 »
 Andrigi begutachtet das Kettenhemd, welches Sa'Ro'Dalaar ihm präsentiert: "Ja, das sieht sehr schick aus. Und es scheint genau die richtige Größe zu sein."

Wenig später fügt er hinzu: "Ja, ich habe alles bekommen. Ich werde gleich mit Eurem Schwert anfangen, wenn ihr wollt könnt ihr mitkommen und es dann gleich mitnehmen."

Evander

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[IC] Kapitel V
« Antwort #12 am: 16.03.2005, 21:56:03 »
 Mit ungewissen Gefühlen blickt Evander dem Halbdrow nach. Nun da der Himmel vollends seine Pforten geöffnet hat, beeilt er sich sich zum Gasthaus zurückzukommen. Die Schmiede in der er Vaylant gesehen hat, merkt er sich für einen Besuch in den nächsten Tagen vor. Im Moment sehnt er sich eher nach einem späten Frühstück. Während er isst erfährt er vom Wirt, dass seine Gefährten schon in der Stadt unterwegs sind. Erfreut nimmt er zur Kenntnis, dass Andrigi auch an seinen Schuppenpanzer gedacht hat. Ein Blick aus dem Fenster bekräftigt ihn in seinem Entschluss den Tag in der gemütlichen Wirtstube zu verbringen.

 

Sa'Ro'Dalaar

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[IC] Kapitel V
« Antwort #13 am: 17.03.2005, 07:19:53 »
 Just in diesem Moment bemerkt Dalaar die ersten fallenden Regentropfen.
Er hüllt sich etwas enger in seinen Reisemantel, nachdem er Andrigi das magische Kurzschwert übergeben hat.

"Hier. Nimm es mit. Ich werde mcih noch beeilen, in den Tempel zu kommen. Ich will noch ein wenig in den Büchern lesen, wenn wir schon einige Tage Zeit haben."

Als Dalaar nochmals zum Himmel aufblickt und die schwarzen Wolken erkennt, nickt er dem Gnom nochmals zum Abschied zu und läuft dann eilenden Schrittes in Richtung Tempel.

Thanee

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[IC] Kapitel V
« Antwort #14 am: 17.03.2005, 10:42:15 »
 In den folgenden Tagen, identifiziert Denlor mit Andrigis Hilfe die magischen Fundstücke aus dem Tempel und Andrigi nimmt sich weiterhin Zeit, auch einmal die bisher gefundenen Schätze der Gruppe nocheinmal genau unter die Lupe zu nehmen, unter anderem auch das Langschwert, welches Igan vom Bischof erhalten hatte und von dem der Krieger bis zu dem Zeitpunkt, wo Andrigi ihn danach fragte, garnicht angenommen hatte, dass es von so hoher Qualität war.

Das schwarze Öl, welches Andrigi mit all seinen Alchimiekenntnissen nicht ergründen kann, welches aber Vaylant als Waffenöl identifiziert, gibt den Magiern ein gewisses Rätsel auf. Zunächst sträubt sich Andrigi noch eine der wertvollen Perlen dafür aufzuwenden, aber als jegliche mundäne Untersuchungsmethode scheitert, sieht er sich doch zu diesem Schritt gezwungen und schließlich siegt auch die Neugier über diesen Fund. Wie sich durch den Zauber herausstellt ist das Öl eine ganz außergewöhnliche Tinktur, welche bei Anwendung auf eine beliebige Waffe von hoher Handwerkskunst, dieser dauerhaft eine Verzauberung verleiht. Der Prozess dauert einen Tag. Die genaue Art dieser Verzauberung lässt sich aber durch den Identifizierungszauber allerdings nicht feststellen. Nachdem Andrigi dies den anderen kundtut, weiß Evander noch zu berichten, dass es sich bei der Substanz nur um eines der seltenen Öle des Azghur handeln kann, einem zwergischen Moradinpriester und Waffenschmied von außergewöhnlichem Talent.

Aber auch die anderen Abenteurer wissen sich in den Tagen zu beschäftigen, sei es beim Training von Waffen oder Handwerkskunst, beim bildenden Gang zur Tempelbibliothek, oder einfach dem Herumstöbern in den Warenangeboten der Marktstände, wo sich hier und da auch einige neue Händler einfinden.

Am zweiten Tag entdeckt Vaylant bei einem Waffenhändler, der gerade in die Stadt gekommen war, einen hervorragend geschmiedeten Anderthalbhänder, der genau seiner Größe entspricht, und der, nachdem der Händler das Interesse erkannt hat und Vaylant auch noch ein magisch begabtes Gruppenmitglied zu Rate gezogen hat, sich als verzaubert herausstellt. Auch einige meisterlich gearbeitete Bögen verschiedener Zugstärken hat der Händler neben etlichen weiteren Waffen im Angebot, darunter auch noch einen magischen Dolch. Die Frage nach Waffen und Rüstungen aus Mithril oder Adamant müssen die Händler allerdings verneinen. Lediglich ein reisender Händler gibt an, dass er vielleicht solche Waren beschaffen könne, und dass er zusehen will, dies vor seinem nächsten Besuch in Phlan zu tun, welcher aber erst in einigen Wochen oder gar Monaten sein würde.