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Autor Thema: Kapitel 3: Verkrustete Quellen  (Gelesen 46135 mal)

Beschreibung: Den Puls des Bösen im Nacken

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Bolbas d'Jorasco

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Kapitel 3: Verkrustete Quellen
« Antwort #60 am: 13.04.2012, 13:27:22 »
Gillivane... einfach so: Sie stürzt sich auf ihn, wie wenn er schon tot wäre, dabei lebt er doch noch... deutlich hebt und senkt sich der Brustkorb... Taktik... pah, als ob sie es besser wüsste... Natürlich wäre es einfacher gewesen, aber so... wir sollten wirklich froh sein, dass... Pavel hat es verstanden... er bringt es wirklich auf den Punkt... und auch Ghart, wir sollten schnell weiter... Skib...

Bolbas ist noch ziemlich verwirrt, was die aktuelle Situation angeht - doch dieses Mal hält er Gillivane nicht vom Durchsuchen des Attentäters ab, er lässt sie gewähren. Auch wenn er dabei ein schlechtes Gewissen bekommt - er will nicht schon wieder Streit heraufbeschwören. Er nickt Rendal und Ghart zu, dann fügt er an Pavel gewandt hinzu:

"Gute Idee Pavel, so kann ich meine magischen Kräfte nochfür weitere Gefechte aufsparen - ich fürchte, dass dies hier nicht das Letzte sein wird... Im Übrigen bin ich auch der Meinung, dass wir den Attentäter heilen und befragen, nicht töten, sollten..."

Kurz wirft er einen tadelnden Blick gen Gillivane und wendet sich dann Skib zu:

"Skib - danke dir für deine Hilfe, doch sag: Kennst du diesen Mann der uns da angegriffen hat?!"

Er macht einen vorsichtigen Schritt auf den Opernschreck zu und legt ihm sanft die Hand auf die Schulter, dann blickt er hinunter auf den Attentäter. Wie würde sich das nur weiterentwickeln...

Kayman

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Kapitel 3: Verkrustete Quellen
« Antwort #61 am: 14.04.2012, 12:45:12 »
Skib blickt Bolbas wutentbrannt an. Mit einer ruckartigen Bewegung reißt er seine Schulter zur Seite, als er bemerkt, das Bolbas ihn berühren will. Sein Blick trägt nichts als Verachtung für den Jorasco, selbst in jenem kurzen Augenblick, in dem er überhaupt auf ihm liegt. Er hält sein Horn nun locker an seiner Hüfte, doch es ist einsatzbereit. Er schreitet neben Gillivane, die sich gerade als ausgezeichnete Leichenfledderin zeigt, und blickt hinab auf das Antlitz des Attentäters. Er öffnet einige Male wortlos den Mund, bevor er zu sprechen beginnt „Ja, ich glaube, ich kenne ihn“, sagt Skib knapp. „Ich glaube, dass ich ihn im Labor des Flüsterers gesehen habe. Ich bin mir aber nicht sicher“, fügt er hinzu.

Gillivane wird unterdessen schnell fündig. Der Attentäter hat sowohl einen magischen Ring an seinem Finger, als auch einen scheinbar kostbaren Trank. Sie selbst ist jedoch überrascht über den Äußerlichen Zustand des Mannes. Seine Haut ist merkwürdig entstellt durch verschiedene Muster, welche durch Häutung auf seinem Äußeren verewigt wurden. Sie selbst hat so etwas noch nie gesehen, und auch den meisten anderen Ermittlern dürfte dies neu sein. Ansonsten scheint er gepflegt zu sein, anders also, als die Barbaren, welche ebenfalls zu den Widersachern der Helden zu gehören scheinen.

Ghart befinet sich in der mehr oer weniger angenehmen Position, alleine mit den Leichnamen seiner ehemaligen Kontrahenten zu sein. Doch der Zwerg, welcher momentan gar keiner mehr ist, findet nichts besonders nützliches bei den Viechern. Sie scheinen direkt aus den Gewässern gekommen zu sein, ohne irgendwelche besonderen Beitztümer zu haben, welche das Interesse des Zwerges auf sich ziehen könnten.

Ein steter Storm schleimiger Flüssigkeit läuft aus dem Mund des Attentäters. Gilliave kann nicht einschätzen, aus was sie sich zusammensetzt – möglicherweise Blut, Gallensaft und Mageninhalt. Skibs Angriff scheint sein Inneres zerfetzt zu haben. Dayn kommt unterdessen urch Pavels Heilung jedoch wieder zu Bewusstsein, auch wenn er noch erschöpft am Boden liegt und leicht desorientiert zu sein scheint.
« Letzte Änderung: 14.04.2012, 13:24:48 von Kayman »
Makotash - Tonks - Schwester Hermene

Bolbas d'Jorasco

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Kapitel 3: Verkrustete Quellen
« Antwort #62 am: 14.04.2012, 13:00:42 »
"Oh - ich wollte nicht, also sowas. Nein... Naja..."

Überrascht reagiert der Halbling mit einem sofortigen Zurückziehen seiner Hand von Skib - so er wollte würde er ihn nicht anfassen, natürlich. Doch mit solch einer Verachtung hat er nicht gerechnet. Dieser Skib ist ihm immer noch unangenehm. Sie sollten ihn gut im Auge behalten, besonders jetzt wo er sein Mundstück wieder hat - dafür würde er später mit Gillivane noch ein Wörtchen zu reden haben. Sicherlich...

Er kennt ihn also... schon mal was... im Labor des Flüsterers also... wenn wir ihn vielleicht befragen könnten wäre das vorzüglich... vielleicht könnten wir dann... oder gar eine Wegbeschreibung... auf jeden Fall werden wir tiefer in dieses Höhlensystem vordringen müssen...

"Im Labor des Flüsterers höchstpersönlich sagt ihr?! Interessant - kann ich dir noch helfen Rendal, beim Anlegen der Handschellen. Diese Wunden sehen nicht besonders gesund aus. Ich werde sie mir mal kurz genauer anschauen."

Der Halbling bückt sich zu Gillivane hinunter und beginnt vorsichtig, aber ohne Berührung, die Male des Attentäters zu untersuchen[1]. Schließlich wendet er sich Gillivane zu:

"Seid ihr wenigstens fündig geworden - ich meine, haben wir Hinweise auf seinen Auftrag?! Wissen sie von uns... ach, vergesst es: Sagt mir bitte, ob ihr etwas gefunden habt?! Ich werde noch eine Probe von seinen Körperflüssigkeiten nehmen - wir werden sie im Labor der Enklave untersuchen lassen. Dann sollten wir schauen, dass wir ihn befragt bekommen... Pavel?"

Während der Jorasco mit einem kleinen Glasfläschchen und einer Pipette eine Probe nimmt von der schleimigen Flüssigkeit aus dem Mund des Angreifers plappert er munter weiter - und macht sich Gedanken!

Könnten das Rituale eines fremden Kults sein... irgendeine Sekte, oder eine Markierung für Taten... Denk nach Bolbas, denk nach...[2]
 1. Heilkunde 29
 2. Wissen (Arkan/Religion) 10

Gillivane

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Kapitel 3: Verkrustete Quellen
« Antwort #63 am: 14.04.2012, 13:49:09 »
Gillivane nickt Skib schwach zu, als er neben sie tritt, und erhebt sich dann wieder mit dem Ring und der Phiole in ihrer Hand. Mit gewisser Zufriedenheit registriert sie, dass sie wohl das Vertrauen des Opernschrecks gewonnen hatte, während Bolbas durch seine negative Haltung und seine nun scheinbar geheuchtelten Worte eher auf der negativen Seite von Skibs Gunst angelangt ist. Dennoch steht sie seinen Fragen Antwort.

"Wie schön, dass doch niemand Bemühungen unternimmt, um das Leben des Attentäters zu schützen.. Ich habe einen Illusionstrank gefunden, aus dem Bauch heraus würde ich sagen, ein Unsichtbarkeitstrank, sowie ein magischer Schutzring. Dessen Verzauberung ist unbekannt, obwohl die meisten Ringe dieser Art dazu dienen, den Körper vor Angriffen oder der Witterung zu schützen. Ich würde ihn jedoch nicht ohne eine genauere Untersuchung anziehen, verfluchte Gegenstände sind immer eine Gefahr.

Dokumente oder ähnliches fand ich nicht. Unser Freund reist wohl mit leichtem Gepäck, was in seiner 'Heimatbasis' ja wohl auch nicht verwunderlich ist. Auch Geld oder Wertgegenstände fand ich bisher nicht."
Magic - srs bsns.

Ghart

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Kapitel 3: Verkrustete Quellen
« Antwort #64 am: 14.04.2012, 14:17:35 »
Ghart flucht sich in den Bart, dass diese Wesen keine Besitztümer haben und nichts, was ihnen weiterhilft. So türmt er sie einfach auf einem Leichenhaufen auf. Der Zwerg betrachtet den Haufen argwöhnisch. "Leichen verfaulen ja, was ist, wenn die Fäulnis ihnen neue Kraft verleiht? Der Moment des Verfalls ein neues, letztes Auflaben vor dem entgültigen Verfall?", teilt der Einzahn mit seiner lispelnder Stimme seine Gedanken. Da der Zwerg im Moment auch nichts besseres zu tun hat, nimmt er diesen Wesen nochmal genau unter die Lupe. Vorsichtig tastet er sie ab, versucht größere Schwächen in ihrem Körperaufbau zu erkennen und die Art, der von ihm und seinen Gefährten geschlagenen Wunden zu überprüfen[1]. Zwar hat der Zwerg keine Expertise auf diesem Feld, aber das bringt ihn vielleicht weiter. Auf den Nebel warten oder auf seine Gefährten warten, ohne etwas zu tun nicht. Dennoch ist er abgelenkt, weil er durch den Spalt immer wieder versucht Skib im Auge zu behalten.
 1. Wahrnehmung 7

Pavel Bersk

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Kapitel 3: Verkrustete Quellen
« Antwort #65 am: 14.04.2012, 15:39:22 »
"Könnt Ihr vielleicht die Wunden des Attentäters verbinden und ihn stabilisieren bis ich Ghart geheilt habe, Sir d'Joracso? Das wäre nicht schlecht." Dann geht Pavel zu Ghart und heilt ihn dreimal mit seinem Heilstab. Danach scheinen sich alle Wunden von Ghart wieder zu schließen.

Gillivane

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Kapitel 3: Verkrustete Quellen
« Antwort #66 am: 14.04.2012, 15:50:26 »
Nach kurzem weiteren Suchen findet Gillivane doch noch etwas und hält es mit dünnem Lächeln in die Höhe. "Ah, und ein Schlüssel noch. Vielleicht zu einer Truhe mit den Privatsachen dieses Mannes, oder aber zu einer Tür, die abgeschlossen ist. So, oder so, sicherlich nützlich."
Magic - srs bsns.

Bolbas d'Jorasco

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Kapitel 3: Verkrustete Quellen
« Antwort #67 am: 14.04.2012, 17:26:40 »
Bolbas ignoriert gekonnt die stichelnden Worte von Gillivane - er hatte ihr dieses Mal nicht übel mitgespielt oder schlecht zugeredet - gedachte er jedenfalls. Natürlich konnte es ein Diener der guten Götter nicht gutheißen, wenn man Wehrlose ausplünderte - selbst, wenn sie Feinde waren! Er grinste jedoch trotzdem frech, als Gillivane von mehreren magischen Gütern zu sprechen begann und ihre Erläuterungen hinzufügte - der Schlüssel schließlich hellte seine kühle Miene deutlich auf:

"Ihr seid eine geschickte Frau Gillivane - es ist gut euch an unserer Seite zu haben. Doch jetzt lasst ab von dem armen Manne - ihr habt ja Recht! Pavel, du sagst es... Sollten wir ihn befragen wollen, so müssen wir ihn zuerst stabilisieren, sodass er uns nicht unter den Händen wegstirbt. Seine Wunden sehen nicht besonders gesund aus - und dieser Schleim berunruhigt mich schon ein wenig: Mir scheint seine Lunge ist zerfetzt worden von Skibs Hornmagie! Wisst ihr, was ihr ihm genau angetan habt, Skib? Das könnte meine Diagnose und seine Heilungschancen sehr verbessern?!..."

Dann bückt sich der Jorasco vorsichtig gar hinunter zu dem Attentäter und packt erst einmal sein Verbandszeug aus. Dann legt er seine Handschuhe aus Leder an und legt dem Sterbenden kurzerhand die Hand auf die hohe Stirn: Die göttliche Macht des Jorascos verhindert, dass der Mann sofort an seinen inneren Blutungen versterben würde![1] Doch dann beginnt der Heiler gekonnt erst einmal eifrig alle äußeren Verwundungen sorgsam zu verbinden - er hat keine größeren Schwierigkeiten dabei den Mann zu stabilisieren[2] - auch würde er so noch in Bewusstlosigkeit bleiben: Rendal würde ihm die Handschellen einfacher anlegen können. Außerdem hatte der geschundene Körper so noch genug Zeit sich zu erholen...

"Und wie gehen wir jetzt weiter vor - wollen wir ihn befragen, hier?! Oder sollten wir nicht vorerst lieber weiter in die Höhlen vordringen? Was meint ihr?"

Fragend blickte der Heiler in die kleine Runde...

 1. Den Tod zurechtweisen - 1 TP
 2. Heilkunde 31

Rendal d'Tharashk

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Kapitel 3: Verkrustete Quellen
« Antwort #68 am: 15.04.2012, 14:14:03 »
Rendal ist froh darüber, dass man dem Attentäter nicht seinem Schicksal überlassen hat, dennoch konnte er Gilivanes Haltung verstehen, hat dieser Mann doch fast Dayn auf dem Gewissen. Aber mit ihm würde auch eine mögliche hilfreiche Information sterben, zumal dieser hier einen zivilisierteren Eindruck machte, als der Barbar aus der Dämoneneinöde. Rendal reagiert zunächst nicht auf Bolbas Heilangebot, da er schon wieder eine gewisse Zerüttetheit in der Gruppe spürt. Auf der einen Seite Bolbas und Pavel, mit der religiösen Position, auch Feinden gegenüber altruistisch zu sein, währenddessen auf der andern Seite Ghart und Gilivane eine zwar morbide, aber dennoch um des Überlebenswillen, pragmatische Herangehensweise verfolgen. Der Halbork kann irgendwie beide Positionen nachvollziehen, dennoch wird ihm nicht ersichtlich wie er ein Kompromiss erzielen könnte, obwohl genau darum ihn der Zwerg gebeten hat.

"Und das alles im Angesicht einer epischen, sich anbahnenden Katastrophe...warum können wir nicht alle an einem Strang ziehen."

Nach diesen abschließenden Gedanken beginnt Rendal dem Attentäter die Handschellen anzulegen, genau in dem Moment als Bolbas das Verbinden beendet.

"Ach ja Herr d'Jorasco, es wäre wirklich gut, wenn ihr noch die Schmerzen von mir nehmen könntet, der Zauber der mich traf, setzt mir immer noch zu."

Bolbas d'Jorasco

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Kapitel 3: Verkrustete Quellen
« Antwort #69 am: 15.04.2012, 14:58:29 »
"Nun Rendal - so soll es natürlich sein, ich habe mir es schon fast gedacht. Die Magie dieses Übeltäters hat wahrlich großen Schaden bei uns angerichtet! Tretet heran, ich werde euch heilen!"

Und sobald sich der  groß gebaute Finder vor dem kleinen Halbling aufgestellt hatte erhob Bolbas erneut sein Heiliges Symbol - spontan ließ er einen seiner vorbereiteten Zauber verfallen: Sie würden Heilung wirklich nötiger haben! Kurz murmelte er einige Gebetsformeln und ließ seine Magie auf Rendal herabkommen! Sofort schlossen sich die Wunden des verletzten Gefährten und eine angenehme Wärme durchflutete seinen Körper[1]...

Als der Attentäter dann vorerst gefesselt und in ihrem Gewahrsam war bückte sich der Heiler erneut hinunter und legte ihm abermals die Hand auf - dieses Mal rief er seine Götter persönlich an und verschaffte dem Angreifer so deutliche Linderung seiner inneren Wunden![2]...
 1. Mittelschwere Wunden heilen (spontan) 13 TP
 2. Leichte Wunden heilen (Domäne) 7 TP

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