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Autor Thema: Im Dunkin’ Donuts  (Gelesen 13882 mal)

Beschreibung: Der OOC-Thread

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List

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Im Dunkin’ Donuts
« Antwort #240 am: 09.11.2012, 21:31:17 »
Herzlichen Glückwunsch. Und nebenbei bemerkt, fällt mir auf, wie viele Leute hier promovieren. Ich bin nur poppeliger Bachelor...
"Man muss auch das Allgemeinste persönlich darstellen."
- Hokusai

Sheijtan

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Im Dunkin’ Donuts
« Antwort #241 am: 10.11.2012, 15:01:19 »
Ich bin aber auch mit meinem Diplom besser dran ;) :P.

Ich schreibe kommende Woche wieder.

Lu Chieng

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Im Dunkin’ Donuts
« Antwort #242 am: 10.11.2012, 15:25:30 »
Da ich Biologie studiert habe und nicht wirklich als Pharmavertreter meine Brötchen verdienen will sondern gerne in der Forschung bleiben würde bleibt mir praktisch nichts anderes über als zu Promovieren. Da ist bei uns sonst nicht viel zu machen...
"Furchtlosigkeit ist die Tugend der Narren. Sie entsteht nicht aus Mut, sondern aus mangelnder Vorstellungskraft. Der Weise fürchtet sich und lässt sich trotzdem nicht von seinem Weg abbringen. Er wird nur vorsichtig."

James Doherty

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Im Dunkin’ Donuts
« Antwort #243 am: 13.11.2012, 18:21:18 »
Ich werde in den nächsten zwei, drei Wochen nochmal ein kleines Feedback verfassen, nicht dass ich einfach wortlos und ohne Rückmeldungen verschwinde. :)
"Der Scharfsinn der Polizei ist die Gabe, alle Menschen eines Diebstahls für fähig zu halten, und das Glück, dass sich die Unschuld mancher nicht erweisen lässt." - Karl Kraus

List

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Im Dunkin’ Donuts
« Antwort #244 am: 18.11.2012, 18:31:46 »
Liebe Mitspieler,

nachdem ich mich lange mit dem Gedanken getragen habe, möchte ich Euch gerne wissen lassen, dass ich beabsichtige, mich für eine Zeit aus dem Gate zurückzuziehen. Ich habe einige Zeit über diesen Schritt nachgedacht, fühle ich mich Euch doch verpflichtet und es verbindet mich eine, zum Teil lange, gemeinsame Spielgeschichte mit Euch. Letztlich überwog für mich dann aber, dass meine Runden wohl gerade zu niemandes Zufriedenheit laufen. Sie laufen allesamt langsam und zuletzt sind auch viele Spieler ausgestiegen. Ich denke mir, dass die geringe Beteiligung und die vielen Ausstiege im großen Teil nicht an mir liegen, denn viele meiner Weggefährten haben mir gesagt, dass sie selbst gerade viel beschäftigt sind mit Promotion und anderem. Dafür habe ich größtes Verständnis. Doch es ist nicht mehr dasselbe. Insbesondere finde ich es schade, nicht mehr wie früher mit Sezair und Menthir jene Momente anknüpfen zu können, welche mal feinsinnig, mal dichterisch, mal heroisch waren. Ihr beiden könnt leider nicht mehr online sein. Doch auch ich bin spätestens seit diesem Semester von so vielen Dingen beansprucht, dass ich selten Zeit und Muse finde, ins Gate zu schauen. Mit der Zeit verliere ich Übersicht und Motivation und verfasse keine guten Posts mehr. Mir tut es dann immer etwas leid. Ich weiß nicht, ich habe mich einfach irgendwie überworfen und spüre einen starken Wunsch, mich für eine kreative Pause zurückzuziehen, ohne dass ich dieses sehr schöne Hobby für immer aufgebe.

Nunja, so viel zu meinen Gründen. Mir tut es für jede einzelne Runde leid, die jetzt zu Grunde geht, wie auch für die Engel-Runde von Tex, welche auch ohne mich schon viel zu viele Spieler verloren hat. Ich hoffe, Ihr könnt meine Gründe alle nachvollziehen und seid mir nicht böse. Es war sehr schön, mit Euch zu spielen. Ihr habt Euch alle viel Mühe gegeben und wir haben eine gute Geschichte gespielt, so weit. Macht's gut!

Liebe Grüße,
List

@Admin: Lasst Ihr die Runde bitte noch eine Weile bestehen, bis alle dies lesen konnten?
« Letzte Änderung: 18.11.2012, 18:45:44 von List »
"Man muss auch das Allgemeinste persönlich darstellen."
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Sensemann

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Im Dunkin’ Donuts
« Antwort #245 am: 18.11.2012, 23:48:26 »
@Admin: Lasst Ihr die Runde bitte noch eine Weile bestehen, bis alle dies lesen konnten?

Wie besprochen :) :wink:
Online-SL-Bilanz: 182 tote SC / 32 Inplay-Überlebene / 6 Inplay-Geflohene / 1 Versklavter SC
bei 19 abgeschlossenen Runden

James Doherty

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Im Dunkin’ Donuts
« Antwort #246 am: 19.11.2012, 00:46:15 »
Eine bedauerliche, aber allerdings auch sehr nachvollziehbare Entscheidung. Da diese Runde jedoch alsbald ins Archiv gehen muss, möchte ich an dieser Stelle noch ein Feedback loswerden, auch wenn ich das erst Ende des Jahres bzw. im Dezember vorhatte. Entschuldige also bitte, lieber List, wenn dieses Feedback nicht alle Punkte umfasst, die ich eigentlich einbringen wollte und es ein bisschen kürzer ausfällt.

Und dieses Feeback wird das kürzteste sein. Aber das soll kein Ausdruck der Qualität der Runde sein, sondern ist einfach nur der Tatsache geschuldet, dass wir diese Runde in zeitlichen Maßstäben nicht so lange und so ausgiebig beackert haben.
Leider kann ich aufgrund der Kürze auch noch kein Feedback über Spannungsbögen geben oder wie ich die Story empfunden habe, da ich uns in den Ermittlungen noch relativ in den Anfängen wähnte, als ich meinen Rücktritt leider bekanntgeben musste. Etwas das mir aufgrund der nur kleinen Spielerschaft extrem schwer gefallen ist.

Aber ich kann von der Atmosphäre berichten und jene war für mich das Highlight dieser Runde, denn ich konnte mich in jeder Szene in das kalte, unbarmherzige, ja so schmutzige und harte Detroit reinversetzen. Und ich fand es im positivsten Sinne erschreckend. Deine bereitgestellten Links, der Text über die Polizeiarbeit in der Skid Row, die Einleitung, deine Art zu schreiben, und diese wortkarge, fast lakonisch-gleichgültige Welt mit den Noir-Elementen, sie haben mir sehr gefallen und habe mir das Vorstellen der Situationen leicht gemacht. Sie haben mich im Verbund mit meinen Charakter als einen Teil dieses schmutzigen Loches fühlen lassen und habe eine große Identifikation mit James Doherty entstehen lassen, der mir ansonsten als Charakter weit entfernt wäre, da ich alles andere als ein Fatalist bin. Dankbar bin ich auch für die Doppelrolle, die ich spielen durfte.

Meine Kameraden habe ich als sehr spannend empfunden und hätte gerne im Laufe des Spiels mehr über sie erfahren. Gerade Ian hat aufgrund seines Charakters einige Brisanz in mögliche Teameinsätze gebracht und ich habe mich auf diese Probleme gefreut, dasselbe galt für Macallan, als er noch Teil des Teams war. Mein Namensvetter bot auch einiges und hat durch die geografische Entfernung seines Charakters, so finde ich, einen interessanten Schachzug gewählt, denn er wirkte für mich wie ein belebender Fremdkörper innerhalb dieser Gruppe abgewrackter Detroiter und auch das im positiven Sinne, ohne gleich ein Strahlemann ohne Probleme zu sein, ganz im Gegenteil. Seine Andersartigkeit schuf eine sinnvolle Kontrastierung der Gruppe und entspann so einen ganz eigenen Reiz. Und gleichzeitig hat James es in seiner Darstellung geschafft, so empfand ich es, am ehesten und am direktesten als wirklicher Polizist durchzugehen. Ich habe gerne, auch wenn es nur ein kurzes Vergnügen war, mit diesem Team gearbeitet.

Ich hätte mich gefreut, hätte ich noch länger ermitteln können, gerade in dieser aufgespannten Problematik der Rassenfeindlichkeit, sozialen Problemen, Finanzwünschen und den privaten Problemen der Ermittler. Und ich glaube, dass es für mich einen besonderen Reiz dadurch gewann, dass es trotz des Spielortes Detroits und der 80er Jahre, sehr aktuell und sehr greifbar wirkte, gerade in den aufbrechenden sozialen Brennpunkten in der europäischen Politik und den Wirtschaftskrisen. Ja, es war trotz der 80er Jahre in Detroit eine Runde, die sehr nah am Zeitpuls war. Schade, dass sie so früh zuende gehen muss.

Beste und dankbare Grüße
James Doherty

Und zum Abschluss lass mich dir noch alles Gute für die Zeit der Abstinenz wünschen, List!
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Sheijtan

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Im Dunkin’ Donuts
« Antwort #247 am: 19.11.2012, 08:50:44 »
Ich möchte mich einfach bedanken, da ich selbst auch nicht mit gerade viel Zeit gesegnet bin, seit die Promotion ansteht.
Und ich hatte immer weniger Zeit für das Online Games Forum.

Vielen Dank dennoch für das Spiel und wie es James bereits gesagt hatte: Es war eine große Freude, mit euch allen hier zu spielen. Zum einen, weil du, List, die Stimmung perfekt beschrieben hast und sie umgesetzt hast. Zum anderen aufgrund der Mitspieler, die James bereits sehr gut beschrieben hat.


Ich hoffe, dass es nicht falsch interpretiert, dass dieses Feedback sehr kurz ausfällt. Mir hat dieses Spiel mit am besten gefallen in letzter Zeit und ich habe sehr gerne James Brown kreiiert.

Vielen Dank für die Runden und die Zeit, ich habe sie sehr gerne investiert.

Viel Glück weiterhin und vielleicht sieht man sich kommendes Jahr auf der RPC (werde zum ersten mal da sein).

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Im Dunkin’ Donuts
« Antwort #248 am: 20.11.2012, 00:41:38 »
Vielen Dank für Verständnis, Feedback und die vielen lieben Worte. Wie ich es auch in der Cocytus-Runde getan habe, werde ich in den kommenden Tagen auch hier die Geschichte auflösen.
"Man muss auch das Allgemeinste persönlich darstellen."
- Hokusai

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Im Dunkin’ Donuts
« Antwort #249 am: 23.11.2012, 23:27:41 »
    Der grobe
rote Faden wäre folgender gewesen:

  • 1968: Kohler Industrie's Produktion des LW68 läuft auf Hochtouren, doch der Absatz läuft schleppend.
  • 1970: Kohler Industrie's gerät in finanzielle Engpässe und muss die Produktion reduzieren. Etwa 15% der Beschäftigten müssen entlassen werden.
    • Drei Investoren (Goldfarb, Fisher, Nobleman) erwerben nach und nach 51% der Firmenanteile und stellen somit die Mehrheit im Betriebsrat.
    • Die Investoren blockieren eine Umstellung der Produktion, sondern beharren auf Preisreduktion des LW68. Firmenbesitzer Schmidt vertraut Ihrem Urteil.   
  • 1972: Schließlich wird Kohler Industrie's vom KfZ-Markt verdrängt. Weitere 25% der Belegschaft müssen entlassen werden. Die Investoren und Herr Schmidt einigen sich auf die Spezialisierung auf Nutzfahrzeuge. Der Absatz läuft schleppend.
  • Herr Schmidt lernt eine junge Frau, Viviane Piper, kennen und beginnt eine Affäre mit Ihr.
    • Nach einem jahr kann sie Kohler überreden, ihr testamentlich zumindest einen Teil seines Vermögens zu vermachen.
    • Er versteckt das Testament an seinem Erstwohnsitz.
  • 1973: Die Ölkrise bremst die Wirtschaft aus und Caput findet kaum noch Absatz für ihre Fahrzeuge. Wieder müssen 20% der Mitarbeiter entlassen werden.
  • Eine Woche vorher: Kohler Industrie's ist verschuldet und droht Konkurs zu gehen. Die Gläubiger wollen das Geld eintreiben und es droht innerhalb zweier Wochen die Zwangsversteigerung. Die Beschäftigten müssen unbezahlten Urlaub nehmen.
  • Die Investoren kündigen an, Kohler Industrie's aufzukaufen. Gerüchteweise soll das Unternehmen dann aber aufgeteilt und getrennt verkauft werden.
  • Drei Tage vorher: Ein Mob wütender Arbeiter versammelt sich und zieht randalierend durch die Straßen. Sie ziehen zur Firma und zünden das Verwaltungsgebäude an, wo Herr Schmidt noch arbeitet. Er will aus dem Gebäude fliehen, doch er wird von dem Mob nicht gelassen.
    • Man glaubt, dass Herr Schmidt in dem Gebäude verbrannt wurde. Tatsächlich hatte er aber das Gebäude verlassen können.
    • Auf der Flucht wird er von einem Arbeiter erkannt. Herr Schmidt schießt den Mann an und flüchtet. Der Mann wird ins Krankenhaus gebracht und ins künstliche Koma gelegt. Er wird erst an Tag 5 wieder erwachen.
    • Die Ehefrau wird von der Lebensversicherung ihres Mannes begünstigt. Die Versicherungssummer beträgt eine Million DM.
    • Herr Schmidt nimmt Kontakt zu seiner Frau auf und die beiden einigen sich darauf, dass Frau Schmidt die Firma kaufen und weiterführen wird. Doch die beiden wissen auch, dass die Investoren sie leicht überbieten könnten.
    • Herr Schmidt wird von der Haushälterin Gudrun Lindner in dieser Nacht bemerkt. Doch sie erkannte ihn nicht und hielt ihn für einen Liebhaber.
  • Ein Tag vorher: Herr Schmidt weiß, wo sich die Investoren zum Pokerspielen treffen und bricht in die Wohnung ein. Er versucht die drei Männer zu entführen, doch dabei wird einer getötet. Er bringt die beiden Verbliebenen in einem verlassenen Fabrikgebäude unter.
    • Herr Schmidt geht in die Beichte.
    • Zwar gibt sich Herr Schmidt größte Mühe, seine Identität den Investoren zu verbergen, doch einer der beiden Verbliebenen bekommt trotzdem heraus, wer ihr Entführer ist.
  • Tag 1: Die Leiche des Investors wird von der Haushälterin gefunden und diese verständigt die Polizei.
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Die Idee mit dem Brand ist dem Film Fury entnommen, aber ansonsten hat die Story keine Anlehnung. Wenn ich das kurz noch einmal zusammenfasse, dann ging es darum, dass die Investoren in die Firma eingestiegen waren und das Unternehmen gezielt in die Pleite getrieben hatte. In der Devil's Night wollte sich Kohler im Finanzgebäude mit seiner Geliebten treffen, als der Mob das Gebäude umzingelte und in Brand steckte (diese Frau, Vivienne Piper, war auch die Frau, von der Ihr erfahren hattet). Doch Mr. Kohler konnte entkommen und sah nun die Möglichkeit, mit dem Erlös seiner Lebensversicherung die Firma zu retten. Nur dass er die Summe natürlich nicht selbst auslösen konnte. Die Ehe war zwar zerbrochen - seine Affäre war der Ehefrau nicht verborgen geblieben - doch sie schloßen doch ein Zweckbündnis: Die Frau würde die Summe aus der Lebensversicherung entgegennehmen, doch sie würde sie für die Rettung der Firma einsetzen müsste, sonst drohte Mr Kohler wieder in der Öffentlichkeit zu erscheinen. Eine Win-Win-Situation.

Bis hierhin haben wir gespielt.

Ein Problem blieb noch - und zwar die drei Investoren. Diese würden weiter die Fäden ziehen, sodass die Firma noch vor der Auszahlung der Summe versteigert würde. Natürlich würden sie selbst die restlichen Anteile erwerben und schließlich die Firma in viele kleine Teile aufsplitten und einzeln für eine größere Summe verkaufen.
Mr. Kohler entschloß, die drei Männer solange aus dem Verkehr zu ziehen. Tatsächlich hatte er vor, sie nur zu entführen, doch die Sache war nicht gut durchgeführt. Als Mr. Kohler die drei beim allwöchentlichen Pokerspielen überraschte, wehrte sich Fisher und wurde von Kohler erschossen. Die anderen beiden versteckte Kohler in einem verlassenen Fabrikgebäude.

Die Detectives hätten auf unterschiedliche Hinweise stoßen können:
  • Nachdem Kohler das brennende Gebäude verlassen hatte, wurde er noch von einer weiteren Arbeiter sicher erkannt, doch er wurde von Kohler angeschossen. Er fiel ins Komma, wäre allerdings nach wenigen Tagen wieder erwacht.
  • Die Haushälterin der Kohlers hatte Mr. Kohler in der Devil's Night, nach dem Brand, gesehen, doch hatte Kohler nicht direkt erkannt, sondern ihn für einen Liebhaber von Mrs. Kohler gehalten. Bei Nachfragen wäre ihr der Groschen allerdings gefallen.
  • Goldfarbs Sohn hatte den Entführer gesehen, doch es wäre nicht leicht gewesen, ihm etwas zu entlocken, da er autistisch ist.
  • Hätten die Detectives zu viel herumgeschnüffelt, wäre Kohler auch direkt gegen sie vorgegangen.

Das ist im Groben der rote Faden. Wie sich das weiter entwickelt hätte, hätte ich natürlich abhängig von Eurem Spiel weiterentwickelt, sodass sich noch weitere Hinweise aufgetan hätten. Doch neben der Aufklärung des Falls, war es mir auch daran gelegen, reizvolle Charaktere mit ihren jeweils eigenen Motiven zu entwerfen:
  • Mr. Kohler sollte die typisch deutschen Tugenden haben: pünktlich, strebsam, gewissenhaft, Hands-on-Mentalität. Doch er ließ sich mit den falschen Leuten ein und er erkannte, dass er bald alles, was er sich aufgebaut hatte, verlieren würde. Der Brand war für ihn der Punkt, an dem er zum ersten Mal wieder einen Hoffnungsschimmer sah und er ersann diesen aberwitzigen Plan. Mr. Kohler hatte keine Verbrecher-Mentalität, doch die Firma bedeutete ihm alles und ab da verstrickte er sich immer tiefer.
  • Vivienne Piper, Kohlers Affäre, war die femme fatale, die in einem Noir natürlich nicht fehlen darf. Sie hatte natürlich weniger Interesse an Kohler, als an seinem Geld. Um an Kohlers Testament zu kommen, hätte sie durchaus auch mit einem Detective angebandelt, um an Informationen oder das Testament selbst zu kommen.
  • Mariane Kohler war als resolute, Frau gedacht, die leidenschaftslos vor sich hin lebte und vielleicht einzig aus ihrem Zynismus ein wenig Befriedigung zog. Sie wußte von Kohlers Affäre und war drauf und drann, sich von ihm scheiden zu lassen. Doch dann kam es zu der beschrieben Zweck-Gemeinschaft mit ihrem scheintoten Mannes.
  • Daniel Goldfarb, der erste Investor, ist Jude, wie der Name andeutet. Sein Motiv, die Firma konkurs gehen zu lassen, waren nicht nur monetäre, sondern auch eine unpersönliche Rache an allen Deutschen. Ich hatte mich ein wenig darauf gefreut, wenn die Detectives das erste Mal die Wohnung Goldfarbs betreten würden, denn mitten im Wohnzimmer, über dem Kamin, hätte ein großes Plakat gehangen, etwa wie dieses.
  • Polizeichef Bittner schließlich war wohl der am unnötigsten ausgefleischte NSC in meinen bisherigen Runden. Sogar Einrichtung und insbesondere die Bücher, hatte einen tieferen Sinn. Aber ich kann mich jetzt auch nicht mehr genau erinnern.
« Letzte Änderung: 24.11.2012, 00:16:02 von List »
"Man muss auch das Allgemeinste persönlich darstellen."
- Hokusai

Sensemann

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Im Dunkin’ Donuts
« Antwort #250 am: 26.11.2012, 19:04:36 »
Damit geht diese Runde ins Archiv
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