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Autor Thema: Devil's Night  (Gelesen 12394 mal)

Beschreibung: Das Ingame

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Marguerite Moulin

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Devil's Night
« Antwort #75 am: 21.08.2012, 10:33:34 »
Wie nicht anders zu erwarten, war das Haus der Kohlers bereits von Journalisten umstellt. So ähnlich mussten sich die Trojaner gefühlt haben nachdem sie Helena entführt hatten. "Aasgeier." brummte Ian bevor er ausstieg. Er atmete tief durch. Seine Lust mit den Kohlers zu reden war gleich Null. Es war die Art von Unterhaltung die etwas erforderten das Ian nicht besaß: Geduld und Feingefühl. Er konnte sich lebhaft vorstellen was er von Bittner zu hören bekam wenn er hier den gleichen Standart ansetzte, wie normalerweise bei Befragungen. Bei der Vorstellung musste er grinsen.

Wie von selbst schien seine Hand in sein Rever zu rutschen und einen Flachmann mit Scotch hervor zu holen. Bevor er darüber nachdenken konnte, dass es vielleicht kein Bild war, dass er morgen in der Zeitung sehen wollte unter der Bildunterschrift: "Polizist betrinkt sich bevor er Frau Kohler von dem Tod ihres Mannes in Kenntnis setzt.", hatte er schon angesetzt und einen guten Schluck genommen. Gleich merkte er wie es ihm besser ging. Schnell kramte er in seiner Tasche und fand zum Glück noch ein Minzbonbon; neben der Dreieinigkeit die wichtige Zweieinigkeit: Alkohol und Minzbonbons...

Ian hatte nichts dagegen als Brown sich auf dem Weg in Richtung Eingangstor machte. "War ja klar." dachte er als er hörte, dass niemand auf Klingeln oder ähnliches reagieren würde. Langsam ging er wieder zu seinem Dienstwagen zurück. Er würde die Zentral anfunken, die bei den Kohlers anrufen sollte um ihnen mitzuteilen, die verdammte zu öffnen. Zwar schien es durchaus im Bereich des möglichen zu sein über den Zaun zu klettern, aber Ian hatte etwas dagegen sich bei Straftaten direkt von geschätzten zwanzig bis dreißig Kameras ablichten zu lassen, immerhin würde es den Tatbestand von Hausfriedensbruch erfüllen. Und peinlich wäre es auch wenn er es nicht schaffte und zu viele Journalistenaugen dem Polizisten dabei zusahen vom Zaun zu fallen und sich die Klamotten endgültig zu ruinieren. Die Bildunterschriften dazu wollte sich Ian gar nicht vorstellen...
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Devil's Night
« Antwort #76 am: 25.08.2012, 18:46:22 »
"Sergeant Marshall, Hören Sie?", ertönte die quackende Frauen-Stimme aus dem Funk nach wenigen Minuten wieder. Dem Klang nach war die Frau eine Afro-Amerikanerin im mittleren Alter. "Mr. Marshall, hören Sie, wir haben bei Kohlers angerufen, aber niemand geht ans Telefon. Sind Sie sich sicher, dass Kohlers zu Hause sind? Warum klingeln Sie nicht?", fragte sie und dann ertönte das Rauschen, als sie auf eine Antwort wartete.
« Letzte Änderung: 25.08.2012, 18:46:39 von List »
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James Doherty

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Devil's Night
« Antwort #77 am: 29.08.2012, 12:29:10 »
Aus den Augenwinkeln betrachtete James das Greifen Ians in seine Jacke und wie er sich einen Schluck Alkohol gönnte. Ian, James, Alkohol, diese Geschichte gab es schonmal. Der Journalist, der seine Nikon griffbereit hatte, der eben jetzt als Journalist und nicht als Polizist auftreten konnte, verzichtete diesmal darauf, einen Schnappschuss davon zu machen. Eine falsche Aussage, er würde die Kamera testen aufgrund des Wetters, und vielleicht hätte er Ians schlechte Angewohnheit wieder abgelichtet. Die Waffe des made men hatte ich jedoch nachhaltig davon überzeugt davon abzusehen, solange es nicht notwendig war. Dennoch merkte sich James, dass Ians Aussetzer an diesem Abend wohl kein Einzelfall war. Old habits die hard, wie man so schön sagte. James zündete sich eine Zigarette an und ging erst eine Weile nach James zum Tor. Jetzt war er wieder Journalist. Er hing sich seinen Presseausweis um den Hals und ließ die Zigarette in den Mundwinkel gleiten, während er auch die Kamera umhing. Detroit Free Press. James war nun wieder Berichterstatter für seine Montagskolumne über die Probleme der Detroiter Arbeiter und Gewerkschaften. Jeder, der seine Kolumne kannte, konnte nachvollziehen, warum er bei den Kohlers aufkreuzen musste.

Er grüßte die Journalisten still, als er sich schweigend dazustellte und sich zwischen den Journalisten umhörte. Immer wurden Informationen und Hinweise ausgetauscht. Hier waren sie versammelt, die Sensationsgeilen, die Klatschblätter- und Boulevardjournalisten, die nach Schmutz für das Titelblatt suchten, die investigativen Typen, welche wirtschaftliche Verschwörungen rochen oder ebenfalls im Arbeitskampf involviert waren. Da waren die Pessimisten, welche einfach nur noch Detroits Niedergang mit Kamera und Kugelschreiber festhielten und nicht zuletzt die Spürhunde des Mobs. Informationen waren in Detroit ein gutes Geschäft, gerade für Mobster. Detroit war so fruchtbar wie Apulien oder Kampanien, dort wo es infrastrukturell in die Brüche ging, konnten Mobster wie Engel und Rächer zugleich fungieren. Hier schufen sie Arbeit und versorgten die alten Mütter, dort brachten sie dafür Feinde um, und sicherten sich Kohle. Ja, der Mob war an so einem Chaos immer interessiert. Und selbst wenn sie nicht beteiligt waren, würden sie den Fall Kohler mit gesteigertem Interesse verfolgen. Daran hatte James keinen Zweifel. Das war immer so und würde immer so sein. Schmeißfliegen und Maden rochen den Haufen immer zuerst.

Nachdem James einfach nur zugehört hatte, um erste Eindrücke zu gewinnen, begann er sich mit den Journalisten zu unterhalten. Er war als Aktivist der Detroit Free Press bekannt. James erging sich in seiner Rolle, die er schon seit geraumer Zeit zu spielen hatte. Er lenkte die Gespräche in seine Richtung. Wann war das letzte Zeichen von den Kohlers? Schließen sie sich ein, wenn ja, warum? James spielte gerne jenen, der auch triviale Fragen nochmal stellte. Man erfuhr so häufig viele Details, die man nicht erwartet hätte. Nie sollte man von Antworten ausgehen, sondern sie sich immer wieder anhören. Die Details wurden schnell wichtig. Was hatten die anderen von den Vorfällen auf dem Platz gehört? James versuchte in Erfahrung zu bringen, ob sie bereits mehr wusste als die Ermittler des Falles oder ob neue Spuren offengelegt worden waren. Ohne Frage, der Fall war groß. Es gab viele Interessen und James versuchte langsam abzuklopfen, wer alles ein Interesse an diesem Fall haben konnte. Wenn sie die Interessenten kannten, würde es vieles erleichtern.
Und so versuchte er sich erst einmal ein Bild unter den Journalisten zu machen und sich als Verteidiger der Arbeiter von Kohler zu profilieren. Wie wird es mit den Arbeitern weitergehen? Wie viele Familien wird das wohl wieder in den Abgrund reißen? Wie geht es weiter? James stellte auch allgemeine Fragen, wie man es vom Aktivisten der Detroit Free Press[1] erwartete.
 1. Aspekt: Der Aktivist der Detroit Free Press anspielen mit einem Schicksalspunkt: Recherchieren: +5 (Überwältigend)
« Letzte Änderung: 29.08.2012, 13:04:13 von James Doherty »
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Devil's Night
« Antwort #78 am: 03.09.2012, 14:30:30 »
"Danke, wär ich nie drauf gekommen." knurrte Ian in das Funkgerät und knallte es in seine Halterung zurück. "Dämliches Weibstück." dachte er bei sich als er an Brown herantrat.

"Die Zentrale erreicht niemanden, wir müssen schauen wie wir reinkommen oder später wiederkommen. Wobei ich nicht denke, dass später wiederkommen hilft." teilte er seinem Kollegen das Ergebnis seines Funkspruches mit.

"Über den Zaun müsste man kommen, ich habe aber wenig Lust mich bei Hausfriedensbruch knipsen zu lassen." Kurz schaute er sich um: "Wo ist Doherty?"
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Devil's Night
« Antwort #79 am: 03.09.2012, 18:45:41 »
Doherty war bei den Reportern und sammelte im Plauderton Informationen. Einige kannten ihn und hatte ihn gegrüßt. Schließlich blieb Doherty beim "unglaublichen Roy" hängen, wie der brünette Mann in den Dreißigern genannt wurde. Er war zuvor in der Stadtpolitik tätig gewesen. Um einen lokalen Republikaner in Schweirigkeiten zu bringen, hatte er einen sozialkritischen Artikel geschrieben und eine Statistik gefälscht. Dass er eine Ente gebracht hatte war nicht das Problem und eigentlich auch nicht, dass die Ente aufgeflogen war. Doch er hatte sich mit dem Falschen angelegt. Doherty wunderte sich, dass Roy diesen Job bekommen hatte.

"Hey, dass sind aber viele Fragen, James. Aber okay, ich werfe Dir ein paar Brocken zu. Also gut, Mrs. Kohler hat sich da drinnen eingeschlossen. Zuerst hat sie mit uns gesprochen. Da war ich noch nicht da. Aber dann ist ihr einer unverschämt geworden und sie ist gegangen. Dann kamen andere und sind aufdringlich geworden. Jetzt...", er lächelte und zuckte mit den Schultern, "campieren wir hier. Irgendwann muss sie ja mit uns reden."

Er wandte sich zum Anwesen und sagte: "Naja, schon seit einiger Zeit ist hier ein ganz schöner Wirbel. Kein Wunder, dass das passiert ist. Du musst wissen, dass Kohlers Industries echt am... Ende ist. Die sind so pleite, dass die Arbeiter auf den letzten Monatslohn warten. Im Moment sind die Arbeiter zwangsbeurlaubt. Und dann Devils Night... und den Rest kennst Du ja aus der Zeitung. Was aber nicht so bekannt ist, ist dass Mrs. Kohlers 10 Millionen Lebensversicherung kassieren wird. Und sie dürfte diese Summe mit nicht allzu großem Schmerz erkauft haben. Ich kenne da jemanden beim Amt und der hat mir verraten, dass die beiden einen Scheidungstermin hatten. In zwei Monaten. Aber auch andere dürften da nicht unglücklich sein. Da gibt es Leute, die haben es auf Kohlers Industries abgesehen. In zwei Wochen ist die Zwangsversteigerung der Firma. Es gibt da Fische im Becken. Raubfische. Die kaufen insolvente Firmen auf, teilen sie in Stücke und verkaufen sie dann wieder. Ich könnte mir denken, dass Goldfarb und Fischer genau dies vorhaben. Die sind im Vorstand von Kohlers und - echt - die haben sich wirklich angestrengt, den Karren gegen die Wand zu fahren. Vielleicht hatten die das alles schon von langer Hand geplant."

Wieder zuckte Roy mit den Schultern. "Hm... die Alte lässt uns hier im Regen stehen. Naja, was soll's. Bringen wir halt ein paar Gerüchte, bis sich Neues ergiebt. Du weißt schon: 'nach unbestätigten Quellen...'."

Da brachte Doherty seinen Einwand und Roy räusperte sich: "Hm... nunja, schon möglich. Ich bin mir sicher, dass die Jungs das Gebäude angezündet haben. Aber vielleicht wurden sie für'n paar Mäuse dazu angestiftet. Es gibt einige, die da'n Interesse dran hatten, dass der Kohler abtritt. Glaubst Du das echt, James? Was bringt dich dazu?" Offensichtlich wollte Roy jetzt den Spieß rumdrehen.
« Letzte Änderung: 03.09.2012, 19:33:07 von List »
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Devil's Night
« Antwort #80 am: 05.09.2012, 15:31:29 »
Plötzlich kam Ian ein Gedanke, vielleicht brauchte er gar nicht über den Zaun, er wollte ja sowieso nur durch den Zaun. Er deutete Brown einzusteigen, setzte sich selbst ans Steuer und betättigte die Sirene und das Blaulicht. So auf sich aufmerksam machend versuchte er einen Weg durch die Reporter zu finden ohne sie über den Haufen zu fahren. Er hoffte, dass im Haus jemand den Krach hören würde und ihnen das Tor öffnete.
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Devil's Night
« Antwort #81 am: 06.09.2012, 12:34:41 »
Journalistenarroganz, eine typische Form des alltäglichen Schauspiels. Informationen waren Geld und gute Informationen waren viel Geld und die Kunst daraus interessante oder reißerische Artikel zu stricken, sie war fast unbezahlbar. Informationen waren eine gute Währung, aber sie ließen sich leichter manipulieren oder fälschen als Dollarscheine. James hatte das akzeptiert und rechnete selten damit, dass jemand freiwillig sein Wissen mehr als notwendig preisgab, wahrscheinlich war es bei Roy nicht anders[1]. Vielleicht mochte Roy James auch einfach nur, weil er auch für soziale Berichterstattung bekannt war. Und so hörte James Roy zu und rauchte dabei seine Zigarette in Ruhe zuende, bis Ian auf die glorreiche Idee mit Signalhorn und Blaulicht kam, und so das Gespräch unterbrach. James brachte sich mit zwei schnellen Schritten in Sicherheit und warf den glimmenden Stengel auf die Windschutzscheibe des Polizeidienstwagens. "Und da wundern sie sich, dass sie einen Ruf wie Hodenkrebs haben.", bemerkte Doherty bissig gegenüber Roy und setzte ein kaltes Grinsen auf. James ging in seiner Rolle als Journalist gerne auf. Emotional hielt ihn nicht viel bei der Polizei, lediglich seine Dienstmarke tat das und der regelmäßige Gehaltsbonus auf das Journalistengehalt.

Doherty versuchte trotzdem sich weiter mit Roy zu unterhalten. Eigentlich kam ihm der Lärm ganz gut zupass, da nicht jeder in der Umgebung seine Meinung hören konnte. Er näherte sich Roys Ohr. "Weißt doch, ich habe immer viele Fragen. Wer nicht fragt, bleibt dumm.", begann er mit einer einfachen Platitüde. Doherty mochte Roys Stil nicht, nicht nur wegen der Ente, er hatte den Alltagsjournalismus zu sehr geatmet und genossen. Der Esprit der Berichterstattung war Roy wahrscheinlich vergangen, außer er war persönlich in einem Fall involviert. Aber selbst dann war er ja bekanntlich befangen. Er war eben ein Mensch, James war nicht anders. "Habe ich auch drüber nachgedacht, also über einen bezahlten Anschlag. Aber warten wir erstmal ab, ob der Kohler überhaupt gefunden wird. Wenn er nicht gefunden würde, dann hätte hier auf jeden Fall jemand ein Schwefelfass aufgemacht, so würde die Sache stinken.", bestätigte der getarnte Polizist die Befürchtung des unglaublichen Roys. "Ich mein, für das hübsche Sümmchen? Es gab in Detroit Penner, die haben für eine Flasche Jim[2] einen anderen Penner zu Tode geprügelt. Es gibt hier Zuhälter, die haben einen prellenden Freier wegen 50$ aufgeknüpft. Was für ein Eindruck müssen dann zehn Millionen auf diesem sinkenden Kahn machen."
James hielt Roys Ansatz für möglich, da er ihn gedanklich auch schon gefasst hatte diesen Morgen. James erinnerte sich an das Frühstücksgespräch mit Brown und Marshall. Ja, Dohertys Vermutungen waren genau in die Richtung gegangen, die Roy andeutete. Andererseits war es auch eine naheliegende Spekulation und keine intellektuelle Wunderleistung, auf diesen Gedanken zu kommen.

Doherty blickte auf Ians Dienstwagen und schüttelte nochmal den Kopf. In diesem Gespräch wäre Doherty kaum eine Hilfe, er würde weiter unter den Journalisten bleiben müssen, um nicht über Gebühr aufzufallen. Er hoffte nur, dass Brown bei Marshall zustieg, damit es moderate Stimme in der Unterredung geben würde, wenn sie zustande käme. Er würde sich währenddessen weiter mit den Journalisten unterhalten. "Habe gehört, dass auch irgend'ne hellhaarige Frau mit langem Mantel dort gewesen sein soll. Schon interessant, oder? Ich mein, wer zieht sich zu Devil's Night so an, wenn er zu den Kohler's will und die ganze Bude abfackelt? Wirkt irgendwie unpassend auf mich.", gab James im Austausch freigiebig eine Information an den unglaublichen Roy weiter, vermutend, dass er vielleicht eine hohe Frau oder vielleicht Frau Kohler darin sehen würde. James hielt danach inne, um Roys Reaktion zu beobachten.
 1. Menschenkenntnis: durchschnittlich (+1)
 2. Jim Beam ist gemeint.
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Devil's Night
« Antwort #82 am: 07.09.2012, 14:53:09 »
Der unglaubliche Roy blieb betont gelassen, doch Doherty merkte, dass er ihn geködert hatte. "Ja, das ist schon eine kranke Welt in der wir leben. Aber was kann unsereins da schon tun? Vor allem wenn man von dem Unrat anderer lebt? Aber sag mal, was war das für 'ne Sache mit der Frau? Wer hat Dir denn das gesteckt, dass die Kohler am Tatort war?", fragte er[1].
 1. 
Menschenkenntnis +1 (Anzeigen)
« Letzte Änderung: 07.09.2012, 14:54:06 von List »
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Devil's Night
« Antwort #83 am: 07.09.2012, 15:01:18 »
Die meisten Reporter fuhren erschrocken zusammen als direkt neben ihnen das Martinshorn erschallte und Blaulicht sie blendete. Einige schimpften, andere zogen sich in den Hintergrund zurück. Doch niemand ging.

Marshall beobachtete das Anwesen der Kohlers. Erst tat sich nichts, dann wurden schüchtern die Gardinen im oberen Stockwerk bewegt und jemand schaute heraus. Ein Frauengesicht im fortgeschrittenen Alter. Das musste Mrs. Kohler sein, dachte sich Marshall. Kurz darauf öffnete sich die Tür des Anwesens und eine junge Schwarze im Dienstmädchen-Dress tratt heraus. Sie ging ans Tor, öffnete es einen Spalt und winkte die Beamten heran: "Sind Sie von der Polizie? Wollen Sie zu Mrs. Kohler? Sie sagt, dass die Reporter sie belästigen und nötigen würden. Sie wünscht, dass Sie die Reporter wegschicken. Dann würde Sie sich auch gerne mit Ihnen unterhalten.", sagte sie unsicher.
« Letzte Änderung: 07.09.2012, 15:01:35 von List »
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Marguerite Moulin

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Devil's Night
« Antwort #84 am: 09.09.2012, 20:27:02 »
Ian stieg aus dem Auto, nachdem er die Sirene und das Blaulicht ausgestellt hatte und trat an die Tür heran.

"Nein wir sind von den stättischen Wasserwerken." konnte sich der Amerikaner mit den irischen Vorfahren nicht verkneifen. Nachdem das Dienstmädchen sie nicht direkt reinlassen wollte zog er provokant eine Augenbraue hoch. Eine Hand legte er an die Tür und schob leicht[1].

"Vielleicht führst du uns einfach zu deiner Herrin und dann sehen wir weiter." sprach er ruhig. Anscheinend war er sich fast nicht bewusst, dass er das Dienstmädchen zur Sklavin degardierte.
 1. Körperbeherrschung: 1
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James Brown

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Devil's Night
« Antwort #85 am: 10.09.2012, 10:53:19 »
Hinter Ian folgt James Brown, als die Frau den Weg herab zum Tor kam. Jedoch musste James mit Entsetzen die Worte Ians vernehmen, so konnte James nicht anders und zeigte seine Dienstmarke: "James Brown, Detroit Police Department. Wird würden gerne mit Frau Kohler sprechen. Wenn Sie uns bitte zu Ihr führen könnten."

Sofern die Frau das Tor öffnete, drängte sich James an Ian vorbei und maß ihn mit einem verachtungsvollen Blick - Ian musste mitbekommen, dass James nicht gutheißen konnte, wie er mit der Frau umging.

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Devil's Night
« Antwort #86 am: 14.09.2012, 18:45:35 »
Die Hausangestellte war zu erschrocken um etwas auf Marshalls brüsken Vorstoß reagieren zu können. Scheu gab sie den Weg frei und schloß sorgfältig das Tor, als die Männer an ihr vorbeigegangen waren. Dann eilte sie hinter ihnen her. "Geehrte Herren von der Polizei, warten Sie doch bitte! Bitte warten Sie doch in der Eingangshalle und Mrs. Kohler wird alsgleich für Sie da sein und Ihre Fragen beantworten.", rief Sie und drängte sich vor die Eingangstür. Dann öffnete sie und ließ sie in besagte Eingangshalle eintreten.

Diese war mittelmässig groß und düster. Die Fenster waren mit schweren Vorhängen halb verdeckt, sodass nur wenig Licht auf die dunklen Möbel aus Kastanienholz fiel. An der einen Wand hing ein großes Ölgemälde, das Mr. Kohler zeigte und an einer anderen Wand hingen Fotos von Automabilen, augenscheinlich alle Kohlers. Ein heller Fleck verriet, dass vor kurzem ein Bild entfernt worden sein musste. Vor Ihnen war eine breite Treppe, die auf eine Balustrade führte. Neben der Treppe waren überdies noch zwei Türen. Es roch nach gehaltvollem Essen.

"Bitte warten Sie hier. Mrs. Kohler wird gleich zu Ihnen kommen.", sagte die Haushälterin nachdrucklich, doch konnte sie die Unsicherheit nicht ganz überdecken.
« Letzte Änderung: 14.09.2012, 18:46:09 von List »
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Devil's Night
« Antwort #87 am: 14.09.2012, 19:56:34 »
Ian zuckte mit den Schultern als Brown sich an ihm vorbei ins Haus drängelte. Sollte er von Ian aus, aber er würde sich nicht von einem Neger Dienstmädchen auf der Nase rumtanzen lassen. Die verstanden nur eine Sprache und die Sprach Ian hervorragend.

Ians Blick glitt durch die Eingangshalle: "Nicht schlecht..." murmelte er vor sich hin, als er sich selbst im Kreis drehte und eine Pfütze hinterließ wo er stand.

"Was hing dort? War ein neues Kohler Modell geplant?" fragte er als sein Blick unwillkürlich an dem "Loch" an der Wand hängen blieb. Er schaute dabei das Dienstmädchen nicht an, seine Stimme bekam einen harten, fordernden Unterton. Er zeigte mit einer Hand auf die Lücke.

Er trat an eine Komode und ließ die Hand über die polierte Holzfläche gleiten.
« Letzte Änderung: 14.09.2012, 19:57:02 von Ian Marshall »
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Devil's Night
« Antwort #88 am: 14.09.2012, 20:10:31 »
Die Augen des Dienstmädchens folgten Marshalls Arm und zögernd antwortete sie. "Nein, da hing bis vor einigen Wochen ein Bild des 'LF74'. Der Hausherr hat es herabgenommen und zerbrochen. Er war sehr aufgebracht und rief, dass ihn dieses Modell in den Ruin getrieben hätte. Tatsächlich erwähnte er aber auch ein neues Modell, von dem er sich eine Besserung der Lage erwartete.", erklärte sie artig.

Als Ian seine Finger auf die Kommode legte, rief das Dienstmädchen plötzlich: "Oh, geben sie acht! Das Holz wurde erst gestern mit Öl behandelt und es ist bestimmt noch nicht in das Holz eingezogen.". Als Marshall seine Hände ansah, waren sie von einem feinen, hellbraunem Film überzogen[1].
 1. 
Ian kann gegen Wahrnehmen +1 würfeln (Anzeigen)
« Letzte Änderung: 14.09.2012, 20:11:37 von List »
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James Brown

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Devil's Night
« Antwort #89 am: 17.09.2012, 09:30:12 »
Auch James blickt sich in der interessant wirkenden Eingangshalle um. Die Gemälde und die mächtigen Möbel erschlagen den Chicagoer Cop schon ein wenig, zeigen sie doch deutlich den Unterschied zwischen Arbeiterschicht und der gehobenen Gesellschaft hautnah.

Auch James blickt sich aufmerksam um, während er einen anderen Winkel des EIngangsbereiches ins Auge fasst, ganz so als würden sich die Cops automatisch abstimmen, um so viel Wissen wie möglich auf einmal zu sammeln.

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