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Autor Thema: Devil's Night  (Gelesen 12387 mal)

Beschreibung: Das Ingame

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Marguerite Moulin

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Devil's Night
« Antwort #90 am: 18.09.2012, 20:00:26 »
"War Mr. Kohler letzte Nacht zu Hause?" fragte Ian das Dienstmädchen. Bisher sah es so aus als wäre seine Leiche gefunden worden, aber man konnte nie sicher sein.

Auch Ian hinterließ Fingerabdrücke auf der Kommode, er wischte sich das Öl an seiner Jacke ab. Er schaute die Treppe hoch während er auf eine Antwort wartete, von dort würde Frau Kohler kommen.
„Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“

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Devil's Night
« Antwort #91 am: 18.09.2012, 21:02:40 »
Marshalls Frage kam nicht von ungefähr, denn der Abdruck des Handballens war groß und die Finger dick. Es schien sicher, dass der Abdruck von einem Mann war. Doch die Angestellte schüttelte den Kopf. "Nein, Mr. Kohler verließ gestern morgen das Haus und war dann nicht mehr zu Hause.", sagte sie unschuldig. Dann schien sie einen Moment nachzudenken und fügte dann hinzu: "Zumindest soweit ich das sagen kann. Ich hatte um 6 p.m. Dienstschluss."
"Man muss auch das Allgemeinste persönlich darstellen."
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James Brown

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Devil's Night
« Antwort #92 am: 23.09.2012, 12:21:14 »
Können Sie uns sonst etwas über die vergangenen Tage sagen? Etwas, das vielleicht ... anders war?" fragte der Polizist die Angestellte, während alle auf Fr. Kohler warteten. Sein Blick wanderte weiter durch den Eingangsbereich, während das Dienstmädchen die Worte in ihrem Kopf formulierte.

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Devil's Night
« Antwort #93 am: 02.10.2012, 15:11:03 »
Das Dienstmädchen dachte nach und wirkte etwas verunsichert. Für einen Moment drehte sie sich um zur Treppe, vielleicht um zu sehen, ob Mrs. Kohler kam. Dann antwortete sie zögernd: "Nunja, es sind schwierige Zeiten für Kohlers - für beide. Mr. Kohler macht es sehr zu schaffen, dass seine Firma quasi vor dem Abgrund steht und es gibt viel... Konfliktpotential zwischen den beiden. Mr. Kohler ist in den vergangenen zwei Wochen nur wenig hier im Anwesen gewesen und nie über Nacht." Sie senkte den Blick und strich sich über die rechte Hand. "Ich denke, ich sollte mich jetzt wieder meiner Arbeit widmen. Mrs. Kohler wird sogleich für Sie Zeit haben.", versprach sie und war daran, zu gehen[1].
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James Doherty

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Devil's Night
« Antwort #94 am: 03.10.2012, 12:44:37 »
James zuckte kurz mit der Augenbraue und lächelte dann. "Was man dagegen tun kann? Der unglaubliche Roy hinterfragt sein eigenes Werk? Wenn ich das jemanden erzähle." James klopfte Roy kurz auf die Schultern und gab sich lachend, auch wenn James nicht wirklich hinter dieser Geste stand. Er würde am liebsten die Mundwinkeln herunterziehen, denn so fühlte er sich. Die Kälte kratzte zusammen mit dem Rauch der Zigarette in seinem Hals. Sein Hals war rau und jedes Wort schmerzte inzwischen und er musste auch noch Zeit totschlagen, in welcher James und Ian sich mit der Kohler unterhielten. Es würde schwer werden, an diesem Gespräch zu partizipieren und aus den Journalisten bekam er wohl an dieser Stelle nicht mehr deutlich mehr raus. Zudem hatte er keine Lust sich mit Roy auf den Pfad der Spekulation zu begeben, zumal er ihn furchtbar unsympathisch fand. Dennoch zuckte Doherty innerlich mit den Schultern. Sein Job bedingte es, auch mit solchen Personen kooperieren zu müssen.

"Diverse Menschen haben davon berichtet, die meinten, einen hastigen Blick auf das Feuer geworfen zu haben. Heute Morgen als unsere Berufsmeute um das ausgebrannte Kohlergebäude standen und Schaulustige mit spärlichen Informationen kamen. Muss das noch von den Polizisten verifizieren lassen, aber siehst' ja, die brettern lieber mit Blaulicht durch Menschenmengen.", wich James der Frage Roys mit einer nichtssagenden Antwort aus. "Aber es ist schweinekalt. Ich setze mich lieber ins Auto und warte, dass die Polizei da wieder rauskommt. Ich bezweifel, dass wir hier unmittelbar was rausbekommen, und bei dem Wetter habe ich keine Lust, mir die Beine in Bauch zu stehen." Mit den Worten verabschiedete sich James, um sich erstmal im laufenden Auto etwas aufzuwärmen und sich zu überlegen, wie er weiter vorgehen wollte.
"Der Scharfsinn der Polizei ist die Gabe, alle Menschen eines Diebstahls für fähig zu halten, und das Glück, dass sich die Unschuld mancher nicht erweisen lässt." - Karl Kraus

James Brown

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Devil's Night
« Antwort #95 am: 11.10.2012, 20:24:07 »
James wollte bereits nachsetzen und der Angestellten weitere Fragen stellen, als er sich eines Besseren besinnt: Er würde sie während die anderen mit Frau Kohler sprechen aufsuchen und ihr unter vier Augen die Antworten entlocken. So nickt er lediglich, dass sie Mrs. Kohler holen solle und merkt sich, wo er die Angestellte finden kann, um sich dann während des Gesprächs mit der Witwe zu entschuldigen und die Angestellte aufzusuchen.

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Devil's Night
« Antwort #96 am: 13.10.2012, 10:43:12 »
Nun waren dann plötzlich schwere Schritte auf dem Holzfußboden der Empore zu hören. "Das ist Mrs. Kohler.", informierte die Haushälterin die Ermitler. "Wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen? Mrs. Kohler mag es nicht, wenn wir in der Arbeitszeit Gespräche führen.", sagte sie und ging dann geradeaus durch die Halle und verschwand in einer der Türen. Das Klappern von Geschirr und Essensgeruch verriet ihnen, dass dort die Küche sein musste.

In der Zwischenzeit hatte Mrs. Kohler das Vorzimmer betreten. "Mein Name ist Mariane Kohler.", stellte sie sich vor, doch es klang wie eine Feststellung. Mrs. Kohler war eine einprägsame Person. Sie trug ein schwarzes, weit geschnittenes Kleid, welches die eher mollige Figur kaschierte. Die Accessoires waren dahingegen extravagant; ein goldener Anhänger baumelte in ihrem Ausschnitt, goldene Ohrringe glänzten hinter ihrem vollen, schwarzem Haar. Sie mochte etwa um die Mitte fünzig sein. Das Gesicht schließlich verriet Müdigkeit, der Blick schien melancholisch[1].

"Und Sie sind die Ermittler, die den feigen Mord an meinem Mann untersuchen. Erzählen Sie, was Sie bereits herausgefunden haben.", forderte sie die Männer auf. Sie sprach selbstbewusst, aber nicht wie jemand, der etwas erlangen wollte, sondern wie jemand, der mutig sein Schicksal herausforderte. Sie verschränkte die Arme vor der Brust und musterte die Ermittler.
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« Letzte Änderung: 13.10.2012, 11:55:58 von List »
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James Brown

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Devil's Night
« Antwort #97 am: 17.10.2012, 10:14:57 »
"Mrs. Kohler, " beginnt der erfahrene Ermittler, "wenn wir uns vielleicht kurz setzen könnten? Dann werden wir Ihnen erzählen, was wir wissen. Jedoch haben Sie bestimmt Verständnis dafür, wenn wir Ihnen ebenfalls einige Fragen stellen." Der Blick des Ermittlers ist warm und vertrauensvoll, als er mit der Frau des Opfers spricht und scheinbar hat James dies bereits schon ein paar Mal hinter sich bringen müssen.

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Devil's Night
« Antwort #98 am: 17.10.2012, 17:40:11 »
"Ich werde es schon verkraften können, danke.", gab die resolute Frau zurück, doch machte dann doch eine Geste, die die Männer auffordern sollte, ihr in das Wohnzimmer zu folgen. Dort war eine Sofaecke und sie selbst setzte sich in einen Sessel. Das Wohnzimmer war, wie sie erwartet hatten, groß und mit exklusiven, wohl aber auch schweren und dunklen Möbeln eingerichtet. Vor ihnen war ein großer Kamin, der jedoch nicht entzündet war. Zigarettengeruch lag schwach in der Luft.
« Letzte Änderung: 30.10.2012, 19:22:19 von List »
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James Brown

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Devil's Night
« Antwort #99 am: 31.10.2012, 08:34:37 »
Kurz scheint der Beamte zu stocken. Nur selten sind ihm in seiner Karriere bisher derart resolute und robuste Frauen unter gekommen.
"Aber wie sagte doch gleich ein Sprichwort? Hinter jedem starken Mann steckte eine starke Frau. Und diese Frau schien besonders stark zu sein. Oder sein zu wollen."
"Wie sie wünschen." eine kurze Atempause abwartend, fährt James Brown fort: "Mrs. Kohler, wir haben bisher lediglich einen ungefähren Tathergang konstruieren können und haben erste Verdächtige festgenommen - Arbeiter ihres Mannes." dies sacken lassend, blickt James Brown direkt Frau Kohler an: "Hatte ihr Mann Feinde? Feinde, die eine Revolte unter den Angestellten anzettelten? Und wieso war ihr Mann anscheinend derart unbeliebt bei den Arbeitern?"
Die Fragen waren direkt an Mrs. Kohler gestellt, jedoch wussten seine Kollegen, dass sie jederzeit mit anderen Fragen unterstützen konnten.

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Devil's Night
« Antwort #100 am: 03.11.2012, 16:46:55 »
Selbstverständlich nahm sich Mrs. Kohler eine Zigarette aus dem Etui, welches auf dem Tisch lag. Auch den Insektoren bot sie eine Zigarette an, doch auf die Art, die nur Höflichkeit aber keine Sympatie verriet. Dann steckte sie sich ihre Zigarette an, nahm ein Zug und blies den Rauch aus. "Mister, aus der Presse erfahren sie zur Genüge, warum mein Mann die Gunst seiner Mitarbeiter verlor. Die Firma wird konkurs gehen, verkauft werden und dann in viele kleine Stücke aufgeteilt und wiederrum für einen größeren Gewinn verkauft werden.", sagte sie ohne Bedauern oder Mitleid. Dann schüttelte sie den Kopf, wandte sich von den Inspektoren ab und schritt zu der kleinen Fotogalerie an der hinteren Wand. Sie blieb vor einem Foto stehen, welches eine Hafenszene zeigte: Arbeiter verluden mithilfe eines Seilzuges Säcke aus einem roten Backsteingebäude in ein Schiff. "Vor vielen Jahren kam mein Mann aus Deutschland hier her, in der Hoffnung, dass sich seine deutschen Tugenden mit dem amerikanischen Traum verbänden und zum Erfolg führten. Und zuerst schien es so, doch dann erkannte er, dass er sich in ein Haifischbecken gewagt hatte. Kulturel hat er hier nie Fuss gefasst, irgendwie war er immer Hamburger geblieben. Er vertraute sich Männern an, von denen er glaubte, dass sie Geschäftssinn und darüber hinaus einen Einblick in die amerikanischen Kultur hatten. Doch diese waren vielleicht nicht loyal."

Sie drehte sich zu den Männern herum: "Wenn Sie mich fragen, dann sollten sie bei Ihren Ermittlungen die Männer Goldfarb und Fisher befragen. Ich halte die Arbeiter für zu tumb, als dass ich bei ihnen die Initiative vermute. Und sie glauben doch dasselbe, nicht wahr? Sonst würden sie ja nicht fragen."
« Letzte Änderung: 03.11.2012, 16:47:42 von List »
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Marguerite Moulin

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Devil's Night
« Antwort #101 am: 05.11.2012, 16:56:56 »
Ian der bis eben noch ruhig zugehört hatte nachdem er sich nach äußert männlicher Manier breitbeinig auf der Couch hingesetzt hatte wurde plötzlich hellhörig: "Haben sie Kontakte zur Gewerkschaft in den Werken?" fragte er interessiert und notierte sich die beiden Namen. Er würde dem nachgehen sobald er die Zeit dafür haben würden; ein paar alte Kontakte befragen.

"Und wann haben Sie Ihren Mann das letzte Mal gesehen?" fügte er die Standartfrage eines jeden Polizisten an.
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Devil's Night
« Antwort #102 am: 09.11.2012, 21:36:00 »
Mr. Kohler runzelte spöttisch die Stirn. "Gewerkschaften? Die haben hier nicht richtig Fuß fassen können. Detroit ging es lange Zeit gut. Die Fließbänder waren ohne Unterbrechung in Gange und die Gehälter gut. Seit der Ölkrise hat sich das geändert, aber ich sage Ihnen 'was: Dieser Zug ist abgefahren. Ach, und meinen Mann habe ich gestern morgen zum letzten Mal gesehen.", sagte Mrs. Kohler in einem Ton, der deutlich machte, dass sie keine weiteren Fragen zu der Beziehung zu ihrem Mann wünschte.
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