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Autor Thema: Das blaue Buch der Ostmark  (Gelesen 28306 mal)

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Gwynn

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Das blaue Buch der Ostmark
« Antwort #180 am: 05.12.2014, 11:25:25 »
"Einverstanden. Aber bevor wir den Turm verlassen, sehe ich mir die Wunden an.", stimmt Gwynn zu und macht sich auf den Rückweg. Zurück bei Halmen bleibt der Zwerg als Wache stehen, während Gwynn Avarathions Wunden versorgt. "Ein Einbruch dort hinten hat einigen Goblins den Zutritt ermöglicht, sie sind geschlagen. Trotzdem sollten wir uns schnell auf den Weg machen, Herr Halmen. Welche Wege kennen Sie von hier weg?", plaudert sie munter drauflos.

Idunivor

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Das blaue Buch der Ostmark
« Antwort #181 am: 10.12.2014, 11:38:30 »
Halmen zögert nicht lange, denn er hat seine Unterlagen alle gesammelt und ist für den Aufbruch bereit. Und zum Glück der drei Gefährten hat Avarathion mit seiner Vermutung recht: Halmen kennt tatsächlich einen einfacheren Weg. So wie es aussieht ist der alte Pfad zum Turm zwar von unten nicht mehr passierbar, aber von oben sollte es möglich sein, wenn die Gefährten sich an einer Stelle mit einem Seil gesichert in die Tiefe herunter lassen.

So machen sich die vier dann auch auf die Rückreise, in der Hoffnung so den Orks zu entgehen, die gewiss den Turm von Amon Rîw würden besetzen wollen, wie sie es mit so vielen Gebäuden der alten Numenorer getan hatten, nachdem deren Geschlecht in Mittelerde von seinen Höhen hinab gestürzt war. Doch all das würde die freien Völker nicht so sehr berühren, denn was es in Amon Rîw noch an Wissen gab, das hatte Halmen gesammelt und sorgfältig aufgeschrieben, sodass die Orks nichts davon würden zerstören können.
Tatsächlich haben die Gefährten Glück auf ihrer Rückreise, denn auch wenn die ersten Tage im Nebelgebirge höchst anstrengend sind, da immer die Angst besteht, dass Orks aus ihren Höhlen hervorkriechen und die Gefährten angreifen könnten, bleibt dieser Angriff doch aus und sie erreichen unbehelligt die Ebene.

Da es nun keinen Grund mehr für die Eile gibt, entscheiden sich die vier auch, nicht erneut den finsteren Düsterwald zu durchqueren - die Erinnerung an den Kampf mit der monströsen Spinne waren in ihnen noch lebendig - sondern sie umgingen den Wald nördlich, auch wenn sie dies sehr viel Zeit kostete, um schließlich von dort ihren Weg zurück nach Thal zu machen. Die Nachricht von ihrer Reise war ihnen schon vorausgeeilt, auch wenn nicht klar ist, auf welchem Weg, und so erwartet sie Kral Deregost schon einige hundert Meter von den Toren Thals entfernt: "Seid Willkommen meine Freunde und auch ihr Halmen. Es ist wahrhaft ein glücklicher Tag, dass ihr alle unversehrt zu uns zurückkehrt."
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Gwynn

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« Antwort #182 am: 11.12.2014, 20:47:51 »
Gwynn war froh, das sich die Rückreise einfacher gestaltete. Sie erinnerte sich noch zu gut an die Kraxeleien auf dem Hinweg. Die Strapazen der langen Reise nimmt sie wie immer klaglos hin und erhellt die Stimmung mit ihrem heiteren Gemüt, ihrer fürsorglichen Art und ihrem ungebremsten Optimismus. Fröhlich tauscht sie sich mit den anderen über Lebensgeschichten, Funde und anderes Wissen aus.

Die Begrüßung einige hundert Meter vor der Stadt beantwortet sie fröhlich lachend: "Vielen Dank für Eure Worte. Die Reise war ereignisreich, doch zum Glück ohne ernste Schäden. Wir haben eine Menge zu erzählen, doch würden wir uns freuen, dass über eine ordentliche Mahlzeit zu tun. Der Weg war schön, doch ohne Packpferde waren die Vorräte knapp." Sie grinst in die Runde. Erstaunlicherweise sieht man ihrer Statur nicht an, dass sie über die letzten Wochen definitv weniger zu sich genommen hat als sonst.

Idunivor

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« Antwort #183 am: 13.12.2014, 15:29:11 »
Das Grinsen findet bei den Gefährten keine direkte Erwiderung, aber doch ist erkennbar, dass auch sie glücklich sind ihr Ziel erreicht und ihre Aufgabe erfüllt zu haben. Und auch der Vorschlag mit der Mahlzeit stößt auf Gegenliebe. So finden sich die drei Gefährten Stunden später in dem gleichen Gasthaus versammelt, in dem ihre Reise ihren Ausgangspunkt genommen hatte. Halmen hat versprochen später zu ihnen zu stoßen, wollte sich aber erstmal darum kümmern, dass seine Funde ordentlich untergebracht wurden und nicht verloren gingen.
So sitzen die drei also um ihren Tisch, um viele Erfahrungen reicher, aber auch um ein besonderes Band der Freundschaft, das sie auf ihrer Reise in die Nebelberge und zurück geschmiedet hatten.
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Gwynn

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« Antwort #184 am: 14.12.2014, 11:26:33 »
Wie immer scheint der Appetit des Hobbits unermesslich zu sein, so wie sie zulangt. Die Schalen und Teller leeren sich, als säßen drei Menschen am Tisch, und sie findet trotzdem noch die Zeit, mit ihren Gefährten zu sprechen. "Wenn wir hier alles erledigt haben und berichtet haben, wo wollt ihr hin? Ich würde mich freuen, wenn ich Boggy abholen könnte. Nachdem wir Avarathions Heimat gesehen haben und seine Familie kennengelernt haben, können wir das auch mit eurer, Baìn? Oder wollt ihr euch gleich auf die Suche nach dem nächsten Gemäuer machen, um selbst ein paar Funde zu machen? Dürfen wir mit wie vor der Reise angesprochen?" Ihr Redeschwall nimmt kaum ain Ende, doch da sie die Antworten wirklich interessieren, verstummt sie erst einmal. Ihre rosigen Wangen und blitzenden Augen sprechen deutlich von einer hervorragenden Laune.

Idunivor

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« Antwort #185 am: 16.12.2014, 21:16:32 »
Der Zwerg grummelt: "Wenn ihr mich schon mit in eure Wälder geschleppt hat, Elb, dann seid ihr es mir schuldig, dass ihr euch zunächst die Hallen unter dem Berg, das große Reich meines Volkes anseht." Avarathion nimmt einem Schluck von seinem Wasser und nickt: "Ihr seid wohl im Recht, werter Zwerg. Ich werde mir eure Hohlen ansehen und dafür werde ich euch die tiefen Kavernen meines Volkes zeigen. Sie werden mehr nach eurem Geschmack sein als die Wohnungen in den Bäumen. Und dann können wir uns auch um Boggy kümmern."
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Gwynn

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« Antwort #186 am: 17.12.2014, 22:10:28 »
"Wunderbar! Wann brechen wir auf?", lacht Gwynn zwischen zwei Bissen. Gerade erst angekommen wirkt sie aufgekratzt wie eh und je in der Aussicht auf weitere Reisen mit ihren neuen Gefährten; von Erschöpfung keine Spur. Sie nimmt sich vor, mit den beiden noch eine Weile zusammenzubleiben, um sie, ihre Völker und Kulturen und ihre Interaktion miteinander kennen zu lernen. Und wann sie dann zurückkehrt, um davon zu berichten oder gar das Geschäft der Familie zu übernehmen, steht in den Sternen.

Idunivor

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« Antwort #187 am: 18.12.2014, 19:52:05 »

Die Begeisterung der Hobbitdame entlockt Bain ein gröhlendes Lachen und auch Avarathion kann sich ein Grinsen nicht verkneifen. Die drei Gefährten sitzen noch bis tief in die Nacht beeinander, erinnern sich zurück an den Beginn ihrer Reise, schwelgen in den Erlebnissen, die sie in den letzten Wochen zusammengeschweißt haben und planen für ihre nächste Reise. Für einige Stunden kommt auch Halmen hinzu und teilt einiges von seinem Wissen über den Turm, aus dem die Gefährten ihn errettet haben mit den dreien. Für einen Außenstehenden mutet diese Gemeinschaft höchst merkwürdig an. Eine Hobbitdame, ein Zwerg und ein Elb. Wer hätte schon gedacht, dass diese drei so schnell so eng miteinander verbunden werden würden?
Doch noch zieht der Schatten nur im Osten auf und es würde noch dauern, bis die Finsternis über die Wilderlande kam. Sie mochte sich nähern, doch diese drei würden sich ihr entgegenstellen. Gemeinsam, Schulter an Schulter, verbunden, durch ein starkes Band der Freundschaft...
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