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Autor Thema: Anderswo, zur selben Zeit  (Gelesen 5626 mal)

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Suilan

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Anderswo, zur selben Zeit
« Antwort #15 am: 02.02.2013, 15:36:05 »
[b]"Tatsächlich? Das ist Euer Eindruck von mir?"[/b] fragte Jared erstaunt. [b]"Nun, ich bin ja auch erstaunlich ehrlich, wenn ich mit Euch rede. Seit der Sache mit der Sphinx. Ja, die Sphinx ist schuld."[/b]

Jared unterbrach sich, denn das Treiben um sie herum wurde doch zu bunt und hektisch, als sie den "Grünen Markt" betraten. Ständig musste man aufpassen, wenn man nicht angerempelt werden wollte, und alle drei Schritt hielt einem ein Händler irgendetwas unter die Nase, das man kaufen solle. Der "Grüne Markt" hieß so, weil sich in seiner Mitte eine ovale Blumenwiese befand, auf der ein einzelner Kastanienbaum stand. In doppelter Reihe rund um die Wiese drängten sich Marktstände.

Leofe und Jared hielten sich am äußeren Rand des Marktes und bogen nahe einer Kneipe "Gnom im Glück" in eine Gasse Richtung Fluss ab, in der es bald auch ein wenig stiller wurde.

[b]"Normalerweise ist das nämlich genau umgekehrt"[/b], fuhr Jared fort. [b]"Deswegen bin ich auch nicht Daviks Partner geworden, als er mich fragte. Nicht, weil ich etwas dagegen habe, Leute um ihr Geld zu bringen, nur wegen der Methode. Statt Einbruch und Einschüchtern blende ich Leute nämlich viel lieber mit hübschen Worten und Manieren, bis sie mir ihr Geld freiwillig geben oder mir ein peinliches, gar ein pikantes Geheimnis verraten, für die Bewahrung desselbigen ich sie dann zur Kasse bitten kann.

Ich sehe auch nicht, was daran verwerflich ist. Die 'unschuldigen Leute', wie sie sich selbst gern nennen, haben ihrerseits nämlich eine viel gemeinere Methode, andere um alles, was im Leben wichtig ist, und manchmal gar um das Leben selbst zu bringen: durch hässliche Worte. Ebenso sehr Lüge wie meine hübschen, und mit weniger Sorgfalt ausgewählt. Tatsächlich ist es die Gedankenlosigkeit, was mich daran am meisten ärgert. Und dann der Eifer, mit dem die Lüge weitergetragen wird, die Gier, mit der gelauscht wird! Also, ich kann die vielbeschworene Unschuld nicht sehen. Jemand, der hässlich über seinen Nächsten redet, hinter dessen Rücken, nimmt ihm etwas wertvolleres als Geld; ein solcher hat es verdient, dass ich ihn ausnehme.

Eure Erfahrungen scheinen da ja ganz anders gewesen zu sein. Ein einzelner Verrat, wenn ich das richtig verstehe? Wir sind übrigens bald da"[/b], fügte er noch hinzu.

Leofe und Jared hatten die Kais der Unterstadt erreicht. Hier herrschte wieder reges Treiben: Boote wurden beladen oder entladen, Waren wurde mit Handkarren, Eseln, oder Pferdekarren herbei- oder Richtung Oberstadt davongeschafft, dazwischen standen Passagiere in kleinen Grüppchen beisammen – schweigend oder im Gespräch vertieft, oft seltsam gekleidet, aber stets im Weg – und warteten darauf, wieder an Bord ihres jeweiligen Bootes zu dürfen.

Endlich hatte man auch einen Blick auf die beiden Wasserfälle. Leofe blieb einen Augenblick stehen, um den Anblick zu bewundern. Das Tosen war hier wesentlich lauter als in der Oberstadt, obwohl sie breits 120 Schritt oder mehr entfernt waren.


"Tatsächlich? Das ist Euer Eindruck von mir?" fragte Jared erstaunt. "Nun, ich bin ja auch erstaunlich ehrlich, wenn ich mit Euch rede. Seit der Sache mit der Sphinx. Ja, die Sphinx ist schuld."

Jared unterbrach sich, denn das Treiben um sie herum wurde doch zu bunt und hektisch, als sie den "Grünen Markt" betraten. Ständig musste man aufpassen, wenn man nicht angerempelt werden wollte, und alle drei Schritt hielt einem ein Händler irgendetwas unter die Nase, das man kaufen solle. Der "Grüne Markt" hieß so, weil sich in seiner Mitte eine ovale Blumenwiese befand, auf der ein einzelner Kastanienbaum stand. In doppelter Reihe rund um die Wiese drängten sich Marktstände.

Leofe und Jared hielten sich am äußeren Rand des Marktes und bogen nahe einer Kneipe "Gnom im Glück" in eine Gasse Richtung Fluss ab, in der es bald auch ein wenig stiller wurde.

"Normalerweise ist das nämlich genau umgekehrt", fuhr Jared fort. "Deswegen bin ich auch nicht Daviks Partner geworden, als er mich fragte. Nicht, weil ich etwas dagegen habe, Leute um ihr Geld zu bringen, nur wegen der Methode. Statt Einbruch und Einschüchtern blende ich Leute nämlich viel lieber mit hübschen Worten und Manieren, bis sie mir ihr Geld freiwillig geben oder mir ein peinliches, gar ein pikantes Geheimnis verraten, für die Bewahrung desselbigen ich sie dann zur Kasse bitten kann.

Ich sehe auch nicht, was daran verwerflich ist. Die 'unschuldigen Leute', wie sie sich selbst gern nennen, haben ihrerseits nämlich eine viel gemeinere Methode, andere um alles, was im Leben wichtig ist, und manchmal gar um das Leben selbst zu bringen: durch hässliche Worte. Ebenso sehr Lüge wie meine hübschen, und mit weniger Sorgfalt ausgewählt. Tatsächlich ist es die Gedankenlosigkeit, was mich daran am meisten ärgert. Und dann der Eifer, mit dem die Lüge weitergetragen wird, die Gier, mit der gelauscht wird! Also, ich kann die vielbeschworene Unschuld nicht sehen. Jemand, der hässlich über seinen Nächsten redet, hinter dessen Rücken, nimmt ihm etwas wertvolleres als Geld; ein solcher hat es verdient, dass ich ihn ausnehme.

Eure Erfahrungen scheinen da ja ganz anders gewesen zu sein. Ein einzelner Verrat, wenn ich das richtig verstehe? Wir sind übrigens bald da"
, fügte er noch hinzu.

Leofe und Jared hatten die Kais der Unterstadt erreicht. Hier herrschte wieder reges Treiben: Boote wurden beladen oder entladen, Waren wurde mit Handkarren, Eseln, oder Pferdekarren herbei- oder Richtung Oberstadt davongeschafft, dazwischen standen Passagiere in kleinen Grüppchen beisammen – schweigend oder im Gespräch vertieft, oft seltsam gekleidet, aber stets im Weg – und warteten darauf, wieder an Bord ihres jeweiligen Bootes zu dürfen.

Endlich hatte man auch einen Blick auf die beiden Wasserfälle. Leofe blieb einen Augenblick stehen, um den Anblick zu bewundern. Das Tosen war hier wesentlich lauter als in der Oberstadt, obwohl sie breits 120 Schritt oder mehr entfernt waren.
« Letzte Änderung: 05.02.2013, 20:10:30 von Suilan »

Leofe

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Anderswo, zur selben Zeit
« Antwort #16 am: 02.02.2013, 17:17:05 »
Leofe beobachtete die Szenerie so genau wie die vielen ablenkenden EIndrücke das zu ließen.
Ihr viel auf dass viele 6 bis 10-jährige Jungs und ein paar Mädchen unterwegs waren. Sie waren in schäbige Kleidung gehüllt und wurden von den arbeitenden Leuten und auch von den wartenden Reisenden nicht beachtet. Mehfach glaubte Leofe einen Taschendiebstall zu beobachten doch einmal sah sie es ganz genau.
Die Kinder schienen sich alle gegenseitig zu  kennen. Es wurden kurze Blicke ausgetauscht, teilweise warnende.
DIe Elfe stupfte Jared an und deutete als gerade eines der Kinder sich an der Hosentasche eines Reisenden zu schaffen machte wärend ein anderer Junge diesen ablenkte. Jared nickte wissend.

Dann viel Leofe ein schlanker, nicht sehr großer Mann in unauffälliger Kleidung auf der sie beobachtete. Er schien schon eine ganze Weile ein Auge auf Jared und Leofe geworfen zu haben. Als er sah, dass die ELfe ihn bemerkt hatte, verschwand er rasch in eine Seitengasse Richtung Süden.
[b]"Hast du das gesehen?"[/b] fragte Leofe Jared erstaunt. Der Mensch schüttelte den Kopf doch hastete er der Elfe nach als diese dem Mann hinterher lief, darauf bedacht den langen Fingern der Kinder nicht zu nahe zu kommen.

Leofe beobachtete die Szenerie so genau wie die vielen ablenkenden EIndrücke das zu ließen.
Ihr viel auf dass viele 6 bis 10-jährige Jungs und ein paar Mädchen unterwegs waren. Sie waren in schäbige Kleidung gehüllt und wurden von den arbeitenden Leuten und auch von den wartenden Reisenden nicht beachtet. Mehfach glaubte Leofe einen Taschendiebstall zu beobachten doch einmal sah sie es ganz genau.
Die Kinder schienen sich alle gegenseitig zu  kennen. Es wurden kurze Blicke ausgetauscht, teilweise warnende.
DIe Elfe stupfte Jared an und deutete als gerade eines der Kinder sich an der Hosentasche eines Reisenden zu schaffen machte wärend ein anderer Junge diesen ablenkte. Jared nickte wissend.

Dann viel Leofe ein schlanker, nicht sehr großer Mann in unauffälliger Kleidung auf der sie beobachtete. Er schien schon eine ganze Weile ein Auge auf Jared und Leofe geworfen zu haben. Als er sah, dass die ELfe ihn bemerkt hatte, verschwand er rasch in eine Seitengasse Richtung Süden.
"Hast du das gesehen?" fragte Leofe Jared erstaunt. Der Mensch schüttelte den Kopf doch hastete er der Elfe nach als diese dem Mann hinterher lief, darauf bedacht den langen Fingern der Kinder nicht zu nahe zu kommen.
« Letzte Änderung: 02.02.2013, 18:23:24 von Suilan »
Danke, aber ich seh ganz gut von hier hinten.

Suilan

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Anderswo, zur selben Zeit
« Antwort #17 am: 02.02.2013, 18:50:24 »
Als Leofe um die Ecke schoss, um die kurz zuvor der Mann verschwunden war, prallte sie zurück: außer drei Kindern, die auf der Straße Murmeln spielten, war niemand zu sehen und das obwohl man sich – so zeigte ein zweiter Blick umher – in einer kurzen Sackgasse befand.

Jared konnte gerade noch rechtzeitig bremsen, sonst hätte er die Elfe umgerannt.

Als Leofe um die Ecke schoss, um die kurz zuvor der Mann verschwunden war, prallte sie zurück: außer drei Kindern, die auf der Straße Murmeln spielten, war niemand zu sehen und das obwohl man sich – so zeigte ein zweiter Blick umher – in einer kurzen Sackgasse befand.

Jared konnte gerade noch rechtzeitig bremsen, sonst hätte er die Elfe umgerannt.
« Letzte Änderung: 02.02.2013, 18:51:17 von Suilan »

Leofe

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Anderswo, zur selben Zeit
« Antwort #18 am: 02.02.2013, 18:57:50 »
Leofe zog Jared zurück um in ungestört zu fragen: [b]"Der hat uns wohl abgehängt - egal, wo müssen wir hin um etwas über Euren Mentor in Erfahrung zu bringen?"[/b]
Leofe zog Jared zurück um in ungestört zu fragen: "Der hat uns wohl abgehängt - egal, wo müssen wir hin um etwas über Euren Mentor in Erfahrung zu bringen?"
Danke, aber ich seh ganz gut von hier hinten.

Jared Fitzroy

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Anderswo, zur selben Zeit
« Antwort #19 am: 02.02.2013, 19:15:21 »
[b]"Keine Ahnung"[/b], sagte Jared. Dann machte er plötzlich einen Bogen nach rechts, schnappte sich einen der Lumpenbengel am Kragen, und zog ihn hinter einen Kistenstapel, außer Sicht der Arbeiter. Leofe folgte verwirrt.

[b]"Wir sind rechtschaffene Bürger auf der Durchreise"[/b], erzählte Jared dem Jungen. [b]"Wir suchen einen ehrbaren Händler, mit dem wir Geschäfte machen können. Meine Freundin hier sucht dringend ein Paar neue Schuhe und was die Frauen sonst noch so an hübschen Dingen benötigen. Gerne auch gebraucht. Hättest du einen Tipp für uns?"[/b]

Der Junge schien zu überlegen. Jared ließ ihn los und hielt ihm einen Silberling hin. Der Junge betrachte Jared und Leofe noch einmal ganz genau, dann nickte er.

[b]"Folgt mir"[/b], sagte er, und huschte davon, um die Kisten herum, nach Süden, wo er bald in eine Gasse einbog. Jared tauschte einen kurzen Blick mit Leofe, wobei er an den Griff seines Rapiers tippte, um anzuzeigen, dass eine gewisse Vorsicht angebracht war, und eilte dem Jungen hinterher.

"Keine Ahnung", sagte Jared. Dann machte er plötzlich einen Bogen nach rechts, schnappte sich einen der Lumpenbengel am Kragen, und zog ihn hinter einen Kistenstapel, außer Sicht der Arbeiter. Leofe folgte verwirrt.

"Wir sind rechtschaffene Bürger auf der Durchreise", erzählte Jared dem Jungen. "Wir suchen einen ehrbaren Händler, mit dem wir Geschäfte machen können. Meine Freundin hier sucht dringend ein Paar neue Schuhe und was die Frauen sonst noch so an hübschen Dingen benötigen. Gerne auch gebraucht. Hättest du einen Tipp für uns?"

Der Junge schien zu überlegen. Jared ließ ihn los und hielt ihm einen Silberling hin. Der Junge betrachte Jared und Leofe noch einmal ganz genau, dann nickte er.

"Folgt mir", sagte er, und huschte davon, um die Kisten herum, nach Süden, wo er bald in eine Gasse einbog. Jared tauschte einen kurzen Blick mit Leofe, wobei er an den Griff seines Rapiers tippte, um anzuzeigen, dass eine gewisse Vorsicht angebracht war, und eilte dem Jungen hinterher.
« Letzte Änderung: 03.02.2013, 14:30:56 von Suilan »

Suilan

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Anderswo, zur selben Zeit
« Antwort #20 am: 03.02.2013, 14:30:15 »
Den Trubel am Flussufer hinter sich lassen, liefen die drei eine Gasse nicht ganz parallel zu den Kais, sondern schräg davon wegführend, hinunter. Bald waren sie unter sich außer vereinzelt dahockenden Bettlern, von denen Leofe sich fragte, warum sie nicht in belebteren Gegenden ihr Glück versuchten. Ihre Mützen waren dementsprechend leer, ihre Positionen dagegen strategisch verteilt. Ihr gefiel das gar nicht.

[i]Warum hab ich mich nur von dem Menschen überreden lassen, ihn zu begleiten?[/i] dachte sie.

Ihr kleiner Stadtführer steuerte ein kleines, etwas baufälliges Lagerhaus an, bog dann aber davor ab und führte sie den engen Fußweg zwischen ihm und dem Nachbarhaus vorbei, zum Hintereingang.

Auf ersten Blick entdeckte Leofe zwei Wachen: einen Armbrustschützen auf dem Dach, lächerlich schlecht versteckt -- die Sonne im Rücken, sein Kopf warf gar einen Schatten auf die Wand gegenüber! – und einen weiteren Mann, den sie hinter dem Kistenstapel fast übersehen hätte.

Die Tür stand offen. Der Junge hielt wieder die Hand auf. Jared gab ihm einen weiteren Silberling, dann war der Junge verschwunden.


Den Trubel am Flussufer hinter sich lassen, liefen die drei eine Gasse nicht ganz parallel zu den Kais, sondern schräg davon wegführend, hinunter. Bald waren sie unter sich außer vereinzelt dahockenden Bettlern, von denen Leofe sich fragte, warum sie nicht in belebteren Gegenden ihr Glück versuchten. Ihre Mützen waren dementsprechend leer, ihre Positionen dagegen strategisch verteilt. Ihr gefiel das gar nicht.

Warum hab ich mich nur von dem Menschen überreden lassen, ihn zu begleiten? dachte sie.

Ihr kleiner Stadtführer steuerte ein kleines, etwas baufälliges Lagerhaus an, bog dann aber davor ab und führte sie den engen Fußweg zwischen ihm und dem Nachbarhaus vorbei, zum Hintereingang.

Auf ersten Blick entdeckte Leofe zwei Wachen: einen Armbrustschützen auf dem Dach, lächerlich schlecht versteckt -- die Sonne im Rücken, sein Kopf warf gar einen Schatten auf die Wand gegenüber! – und einen weiteren Mann, den sie hinter dem Kistenstapel fast übersehen hätte.

Die Tür stand offen. Der Junge hielt wieder die Hand auf. Jared gab ihm einen weiteren Silberling, dann war der Junge verschwunden.
« Letzte Änderung: 03.02.2013, 14:57:46 von Suilan »

Leofe

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Anderswo, zur selben Zeit
« Antwort #21 am: 03.02.2013, 17:38:26 »
[b]"Seid Ihr sicher dass Ihr da rein wollt?"[/b] fragte Leofe skeptisch und versicherte sich dass ihr Bogen noch an der gewohnten Stelle war.
"Seid Ihr sicher dass Ihr da rein wollt?" fragte Leofe skeptisch und versicherte sich dass ihr Bogen noch an der gewohnten Stelle war.
« Letzte Änderung: 04.02.2013, 16:56:54 von Suilan »
Danke, aber ich seh ganz gut von hier hinten.

Jared Fitzroy

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Anderswo, zur selben Zeit
« Antwort #22 am: 03.02.2013, 20:31:45 »
[b]"Davik hat ein Abkommen mit den Flussratten[/b]", raunte Jared ihr zu. [b]"Wenn er in Fallcrest ist, kommt er bei ihnen unter. Also ja, ich muss da rein."[/b] Als Leofe wenig beruhigt schien, fügte er hinzu. [b]"Die passen doch nur auf, dass hier nicht die falschen Leute hineinmarschieren."[/b]

[b]"Sondern nur die 'rechtschaffenen'"[/b], gab Leofe spöttisch zurück.

[b]"Du lernst schnell!"[/b] sagte Jared erfreut. [b]"Der Trick ist, selbstbewusst auftreten. Tu so, als gehörtest du hierhin."[/b] Dass er plötzlich ins Du verfiel, zeigte ihr aber, dass er nervöser war, als er zugeben wollte. [b]"Wenn's hilft, stell dir vor, das wären wilde Tiere, Wölfe zum Beispiel. Da darf man doch auch keine Schwäche zeigen. Aber wenn man ruhig bleibt, selbstbewusst..."[/b]

Leofe schnaubte. So konnte auch nur ein Städter daherreden, der noch nie einem Wolf begegnet war. Aber sie wusste, was er meinte.


"Davik hat ein Abkommen mit den Flussratten", raunte Jared ihr zu. "Wenn er in Fallcrest ist, kommt er bei ihnen unter. Also ja, ich muss da rein." Als Leofe wenig beruhigt schien, fügte er hinzu. "Die passen doch nur auf, dass hier nicht die falschen Leute hineinmarschieren."

"Sondern nur die 'rechtschaffenen'", gab Leofe spöttisch zurück.

"Du lernst schnell!" sagte Jared erfreut. "Der Trick ist, selbstbewusst auftreten. Tu so, als gehörtest du hierhin." Dass er plötzlich ins Du verfiel, zeigte ihr aber, dass er nervöser war, als er zugeben wollte. "Wenn's hilft, stell dir vor, das wären wilde Tiere, Wölfe zum Beispiel. Da darf man doch auch keine Schwäche zeigen. Aber wenn man ruhig bleibt, selbstbewusst..."

Leofe schnaubte. So konnte auch nur ein Städter daherreden, der noch nie einem Wolf begegnet war. Aber sie wusste, was er meinte.


***Wenn Du möchtest, kannst Du einen Bluff +2 (wegen Jareds Tipps) versuchen, um die Wachen durch selbstsicheres Auftreten von deiner "Rechtschaffenheit" zu überzeugen.***
« Letzte Änderung: 03.02.2013, 20:34:53 von Jared Fitzroy »

Suilan

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Anderswo, zur selben Zeit
« Antwort #23 am: 04.02.2013, 16:55:09 »
Mit dem Versuch, Jareds Ratschlag zu beherzigen, erreichte Leofe allerdings das Gegenteil: sie versteifte. Jemand pfiff. In der offenen Tür erschien ein Mann mit gezogenem Rapier, halb überschattet von dem Armbrustschützen auf dem Dach ihm gegenüber, der sich wohl erhoben hatte. Der Mann hinter dem Kistenstapel trat ebenfalls hervor, zwei Dolche in der Hand, und auf Seiten der Gasse kam ein Bettler um die Ecke, Knüppel in der Hand.

[b]"Dürften wir die Herrschaft kurz herein bitten, auf ein Gespräch?"[/b] empfing sie der Mann im Türrahmen. Er trat dabei einen weiteren Schritt nach vorn, sodass Leofe nun sein Gesicht sah: es war der Mann, der Jared und sie von der Kneipe "Gnom im Glück" bis zu den Kais verfolgt hatte. [b]"Um uns bekannt zu machen?"[/b]

Jared, dessen Hände wie Leofes zu den Waffen gezuckt waren, hielt mit halb gezogenem Rapier inne.

[b]"Wir sind rechtschaffene Bürger auf der Suche nach einem ehrlichen Geschäft"[/b], wiederholte er seinen Spruch.

[b]"Und wir freuen uns sehr über Neukunden"[/b], erwiderte der Mann im gleichen Ton, doch Leofe meinte zu erkennen, dass er sich ein klein wenig entspannte. [b]"Und wenn Ihr tatsächlich ebensolche seid und keine Spitzel, wird sich das Missverständnis schnell genug aufklären. Man kann heutzutage einfach nicht vorsichtig genug sein. Es gibt so viele unehrliche Leute auf der Welt."[/b]

Er machte eine einladenden Bewegung mit dem Rapier und von beiden Seiten traten seine Gefährten zwei Schritte näher heran. Jared sah Leofe an und nickte leicht in Richtung Tür, um seine Präferenz deutlich zu machen, aber noch bewegte er sich nicht sondern wartete, die Hand noch immer an der Waffe, auf ihre Reaktion.


Mit dem Versuch, Jareds Ratschlag zu beherzigen, erreichte Leofe allerdings das Gegenteil: sie versteifte. Jemand pfiff. In der offenen Tür erschien ein Mann mit gezogenem Rapier, halb überschattet von dem Armbrustschützen auf dem Dach ihm gegenüber, der sich wohl erhoben hatte. Der Mann hinter dem Kistenstapel trat ebenfalls hervor, zwei Dolche in der Hand, und auf Seiten der Gasse kam ein Bettler um die Ecke, Knüppel in der Hand.

"Dürften wir die Herrschaft kurz herein bitten, auf ein Gespräch?" empfing sie der Mann im Türrahmen. Er trat dabei einen weiteren Schritt nach vorn, sodass Leofe nun sein Gesicht sah: es war der Mann, der Jared und sie von der Kneipe "Gnom im Glück" bis zu den Kais verfolgt hatte. "Um uns bekannt zu machen?"

Jared, dessen Hände wie Leofes zu den Waffen gezuckt waren, hielt mit halb gezogenem Rapier inne.

"Wir sind rechtschaffene Bürger auf der Suche nach einem ehrlichen Geschäft", wiederholte er seinen Spruch.

"Und wir freuen uns sehr über Neukunden", erwiderte der Mann im gleichen Ton, doch Leofe meinte zu erkennen, dass er sich ein klein wenig entspannte. "Und wenn Ihr tatsächlich ebensolche seid und keine Spitzel, wird sich das Missverständnis schnell genug aufklären. Man kann heutzutage einfach nicht vorsichtig genug sein. Es gibt so viele unehrliche Leute auf der Welt."

Er machte eine einladenden Bewegung mit dem Rapier und von beiden Seiten traten seine Gefährten zwei Schritte näher heran. Jared sah Leofe an und nickte leicht in Richtung Tür, um seine Präferenz deutlich zu machen, aber noch bewegte er sich nicht sondern wartete, die Hand noch immer an der Waffe, auf ihre Reaktion.

*** Wenn Leofe vorher schon etwas tun will, bitte melden. Man kann's einfügen.***
« Letzte Änderung: 05.02.2013, 20:11:14 von Suilan »

Leofe

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Anderswo, zur selben Zeit
« Antwort #24 am: 04.02.2013, 17:41:49 »
Auf was hatte sie sich da nur eingelassen? Die Elfe blickte sich um und sah dann den Mann wieder an. Sie sollte in ein Gebäude gehen gefüllt mit offensichtlich gefährlichen Leuten und sich jeglichem Fluchtweg berauben. Das war die Art und Weise wie man sich sein eigenes Grab schaufelte!

Aber jetzt umzudrehen und zu gehen war sicher nicht weniger gefährlich da höchst verdächtig.

Stoisch machte Leofe einen Schritt und folgte der Einladung des Mannes.


Auf was hatte sie sich da nur eingelassen? Die Elfe blickte sich um und sah dann den Mann wieder an. Sie sollte in ein Gebäude gehen gefüllt mit offensichtlich gefährlichen Leuten und sich jeglichem Fluchtweg berauben. Das war die Art und Weise wie man sich sein eigenes Grab schaufelte!

Aber jetzt umzudrehen und zu gehen war sicher nicht weniger gefährlich da höchst verdächtig.

Stoisch machte Leofe einen Schritt und folgte der Einladung des Mannes.
« Letzte Änderung: 05.02.2013, 12:04:29 von Suilan »
Danke, aber ich seh ganz gut von hier hinten.

Suilan

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Anderswo, zur selben Zeit
« Antwort #25 am: 05.02.2013, 12:10:07 »
[b]"Ich verstehe"[/b], sagte Jared höflich. [b]"Dann also nach Euch."[/b] Er ließ seinen Rapier zurückgleiten und folgte dem Mann ins Innere des Gebäudes.

Leofe zögerte nur kurz. [i]Immerhin haben sie uns nicht entwaffnet, das muss ein gutes Zeichen sein, oder?[/i] Also folgte sie den beiden. Ihr Freund vom Pier bildete den Abschluss, während der Bettler zurückblieb, wahrscheinlich, um seinen Wachposten wieder einzunehmen.

Nach dem gleißenden Sonnenlicht draußen sah Leofe erst einmal nichts, gerade genug, um zu ahnen, dass man sich in einem breiten Flur oder schmalem Raum befand. Geradeaus wurde es wieder etwas heller, da kamen auch die Stimmen her, die sie vom Eingang aus schon gehört hatte. Ein Dutzend Leute oder mehr redeten eifrig durcheinander. Einzelne Wortfetzen drangen an ihr Ohr: [b]"Wieviel?" -- "kaum gebraucht" --"extra günstig" -- "morgen schon vergriffen."[/b] Eine etwas schrillere Frauenstimme rief mit Überzeugung: [b]"Kalte Seifenlauge, damit geht Blut am besten raus. Einfach über Nacht einweichen lassen."[/b]

Doch ihre eigene Gruppe bog links ab und betrat bald darauf einen kleinen Raum mit kleinem, vergitterten Fenster.

Nach kurzem Schreck erkannte Leofe, dass es sich wohl um das Kontor des Lagerhauses handelte. Die karge Einrichtung bestand aus einem Tisch, auf dem sich Papiere stapelten, drei Stühlen, Regalfächern voller mit Jahr und Monat beschrifteten Kistchen, und einem Wandtresor. (Anders ließ sich das hässliche Porträt hinter dem Tisch, welches den einzigen "Schmuck" des Zimmers darstellte, nicht erklären.)

Der Mann, der am Tisch saß, war nicht viel hübscher (Leofe glaubte sogar, eine gewisse Familienähnlichkeit zu erkennen): flache Stirn, wulstige Augenbrauen, eine Narbe quer über die rechte Wange, und die große, gebogene Nase saß auch noch schief im Gesicht.

[b]"Kelson"[/b], begrüßte der vordere Mann ihn mit einem Nicken. [b]"Hier haben wir zwei Spitzel oder Neukunden. Der da" – ein Fingerzeig auf Jared – "behauptet, sie seien rechtschaffen."[/b]

[b]"Aber nur auf der Durchreise"[/b], fügte Jared eifrig hinzu.

Kelson betrachtete sie mit gerunzelter Stirn. [b]"Setzt euch doch!"[/b] Er wies auf die beiden Stühle ihm gegenüber. Jared folgte der Aufforderung sofort, während Leofe einen Schubs vom Hintermann bedurfte, um sich ebenfalls – langsam und widerwillig – zu setzen. Sie nutzte die Zeit, den Raum unter die Lupe zu nehmen, besonders aber den Mann vor ihnen unter.

"Ich verstehe", sagte Jared höflich. "Dann also nach Euch." Er ließ seinen Rapier zurückgleiten und folgte dem Mann ins Innere des Gebäudes.

Leofe zögerte nur kurz. Immerhin haben sie uns nicht entwaffnet, das muss ein gutes Zeichen sein, oder? Also folgte sie den beiden. Ihr Freund vom Pier bildete den Abschluss, während der Bettler zurückblieb, wahrscheinlich, um seinen Wachposten wieder einzunehmen.

Nach dem gleißenden Sonnenlicht draußen sah Leofe erst einmal nichts, gerade genug, um zu ahnen, dass man sich in einem breiten Flur oder schmalem Raum befand. Geradeaus wurde es wieder etwas heller, da kamen auch die Stimmen her, die sie vom Eingang aus schon gehört hatte. Ein Dutzend Leute oder mehr redeten eifrig durcheinander. Einzelne Wortfetzen drangen an ihr Ohr: "Wieviel?" -- "kaum gebraucht" --"extra günstig" -- "morgen schon vergriffen." Eine etwas schrillere Frauenstimme rief mit Überzeugung: "Kalte Seifenlauge, damit geht Blut am besten raus. Einfach über Nacht einweichen lassen."

Doch ihre eigene Gruppe bog links ab und betrat bald darauf einen kleinen Raum mit kleinem, vergitterten Fenster.

Nach kurzem Schreck erkannte Leofe, dass es sich wohl um das Kontor des Lagerhauses handelte. Die karge Einrichtung bestand aus einem Tisch, auf dem sich Papiere stapelten, drei Stühlen, Regalfächern voller mit Jahr und Monat beschrifteten Kistchen, und einem Wandtresor. (Anders ließ sich das hässliche Porträt hinter dem Tisch, welches den einzigen "Schmuck" des Zimmers darstellte, nicht erklären.)

Der Mann, der am Tisch saß, war nicht viel hübscher (Leofe glaubte sogar, eine gewisse Familienähnlichkeit zu erkennen): flache Stirn, wulstige Augenbrauen, eine Narbe quer über die rechte Wange, und die große, gebogene Nase saß auch noch schief im Gesicht.

"Kelson", begrüßte der vordere Mann ihn mit einem Nicken. "Hier haben wir zwei Spitzel oder Neukunden. Der da" – ein Fingerzeig auf Jared – "behauptet, sie seien rechtschaffen."

"Aber nur auf der Durchreise", fügte Jared eifrig hinzu.

Kelson betrachtete sie mit gerunzelter Stirn. "Setzt euch doch!" Er wies auf die beiden Stühle ihm gegenüber. Jared folgte der Aufforderung sofort, während Leofe einen Schubs vom Hintermann bedurfte, um sich ebenfalls – langsam und widerwillig – zu setzen. Sie nutzte die Zeit, den Raum unter die Lupe zu nehmen, besonders aber den Mann vor ihnen unter.



***Skill Challenge 4-2*** Überzeugt Kelson, dass ihr keine Spitzel seid, sondern tatsächlich "Neukunden" oder zumindest "rechtschaffene Bürger auf der Durchreise". Außer den sozialen Skills kannst du alles verwenden, was zu zeigen hilft, dass Leofe (+Jared) nicht für Wache oder Konkurrenz arbeitet (arbeiten). Bonus gibt's für gute Argumente. Insight auf Kelson oder die anderen kann helfen, Argumente zu finden. Streetwise (oder wie habt ihr bis jetzt das 3.5ed "Knowledge Local" gehandhabt?) auf Kelson, ob du den Namen schon gehört hast, oder Wisdom, ob du dir denken kannst, wer das ist.)
« Letzte Änderung: 05.02.2013, 12:15:48 von Suilan »

Leofe

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« Antwort #26 am: 05.02.2013, 14:17:20 »
Insight 26 - 1:0

Leofes Nervosität ließ etwas nach und sie beobachtete die Männer mit etwas mehr Aufmerksamkeit.
Die drei Männer waren nervös, sogar Kelson.

Das kam Leofe doch seltsam vor.
Eine solche Reaktion beim Erscheinen zweier doch eher harmloser Leute wie Jared und ihr kam ihr etwas übertrieben vor. Auch Jared schien von der übertriebenen Vorsicht überrascht, das war also wohl nicht der Normalzustand.

Irgendwas war also vorgefallen!

Sie sagten man hielt sie vielleicht für Spitzel, doch für wen?
Die Stadtwache? Eine konkurrierende Bande?

Flussratten, das klangt doch eher nach einer etablierten Bande -- die werden doch nicht so leicht durch ein paar mehr Razzien der Stadtwache zu erschrecken sein?

Vielleicht handelte es sich um eine Gefahr aus unbekannter Richtung. Vielleicht eine neue, noch unbekannte Konkurrenz, die in ihr Territorium eindrang? Aber was hatte dies mit dem Verschwinden von Jareds Freund zu tun?

Leofe blieb allerdings nichts weiter übrig als ab zu warten und Jared das Wort zu überlassen, er kannte sich mit solchen Situation mit Sicherheit weit besser aus. Zumindest war die Elfe sich aufgrund ihrer Beobachtungen sicher dass man mit seinen Worten vorsichtig sein musste.

Leofes Nervosität ließ etwas nach und sie beobachtete die Männer mit etwas mehr Aufmerksamkeit.
Die drei Männer waren nervös, sogar Kelson.

Das kam Leofe doch seltsam vor.
Eine solche Reaktion beim Erscheinen zweier doch eher harmloser Leute wie Jared und ihr kam ihr etwas übertrieben vor. Auch Jared schien von der übertriebenen Vorsicht überrascht, das war also wohl nicht der Normalzustand.

Irgendwas war also vorgefallen!

Sie sagten man hielt sie vielleicht für Spitzel, doch für wen?
Die Stadtwache? Eine konkurrierende Bande?

Flussratten, das klangt doch eher nach einer etablierten Bande -- die werden doch nicht so leicht durch ein paar mehr Razzien der Stadtwache zu erschrecken sein?

Vielleicht handelte es sich um eine Gefahr aus unbekannter Richtung. Vielleicht eine neue, noch unbekannte Konkurrenz, die in ihr Territorium eindrang? Aber was hatte dies mit dem Verschwinden von Jareds Freund zu tun?

Leofe blieb allerdings nichts weiter übrig als ab zu warten und Jared das Wort zu überlassen, er kannte sich mit solchen Situation mit Sicherheit weit besser aus. Zumindest war die Elfe sich aufgrund ihrer Beobachtungen sicher dass man mit seinen Worten vorsichtig sein musste.
« Letzte Änderung: 06.02.2013, 09:46:37 von Hugin and Munin »
Danke, aber ich seh ganz gut von hier hinten.

Jared Fitzroy

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Anderswo, zur selben Zeit
« Antwort #27 am: 05.02.2013, 15:00:16 »
Bluff auf Kelson, 30. -- Text folgt nach deinem. => 2:0

P.S. Leofe merkt allerdings, wie schwer es selbst Jared fällt, Kelson zu bluffen. Es ist wohl gar nicht so leicht, den Anführer einer lang etablierten Diebesgilde etwas vorzumachen...

Kelsons Blick wanderte zwischen Jared und Leofe hin und eher, schien aber jeweils etwas länger bei Leofe zu verweilen.

[b]"Ich mag keine Fremden"[/b], eröffnete er. [b]"Was gab Euch die Idee, Ihr könntet hier einfach so hereinspazieren? Das ist privater Grund und Boden."[/b]

[b]"Das war meine Idee, verzeiht"[/b], sagte Jared. [b]"Wir haben nämlich einen Passanten gefragt, da wir uns nicht gut auskennen, wo man hier möglichst preiswert ein Paar gebrauchte Schuhe erwerben könne. Meine Freundin hier braucht dringend neue!"[/b]

An dieser Stelle hob Jared Leofes linken Fuß auf Tischkantenhöhe zum Beweis: tatsächlich waren ihre Sohlen fast durchgelaufen.

[b]"Wir sind viel unterwegs, und lange Reisen überland sind ja bekanntlich ebenso teuer wie gefährlich. Deshalb brauchen wir möglichst gutes Schuhwerk zu möglichst kleinem Preis! Daher schlug ich vor, einen möglichst wohlgesinnten, verständnisvollen Händler zu suchen, der sich auch mit alternativen Geschäftsideen wie flexiblen Finanzierungsmöglichkeiten auskennt."[/b]

[i]Und dabei hatte Jareds Rede so schön knapp, klar und überzeugend begonnen![/i] dachte Leofe verzweifelt.

Doch Kelsons Miene, anfangs spöttisch-ungläubig, glättete sich im gleichen Maße, wie Jareds Ausführungen (in Leofes Augen) abstruser wurden.

Schließlich wandte Kelson sich an Leofe.

[b]"Ihr seid also nicht beauftragt, uns und unsere progressiven Geschäftsmethoden auszuspitzeln, Ihr seid ganz unschuldig? Eine Dame beim Schuhkauf?"[/b]

Kelsons Blick wanderte zwischen Jared und Leofe hin und eher, schien aber jeweils etwas länger bei Leofe zu verweilen.

"Ich mag keine Fremden", eröffnete er. "Was gab Euch die Idee, Ihr könntet hier einfach so hereinspazieren? Das ist privater Grund und Boden."

"Das war meine Idee, verzeiht", sagte Jared. "Wir haben nämlich einen Passanten gefragt, da wir uns nicht gut auskennen, wo man hier möglichst preiswert ein Paar gebrauchte Schuhe erwerben könne. Meine Freundin hier braucht dringend neue!"

An dieser Stelle hob Jared Leofes linken Fuß auf Tischkantenhöhe zum Beweis: tatsächlich waren ihre Sohlen fast durchgelaufen.

"Wir sind viel unterwegs, und lange Reisen überland sind ja bekanntlich ebenso teuer wie gefährlich. Deshalb brauchen wir möglichst gutes Schuhwerk zu möglichst kleinem Preis! Daher schlug ich vor, einen möglichst wohlgesinnten, verständnisvollen Händler zu suchen, der sich auch mit alternativen Geschäftsideen wie flexiblen Finanzierungsmöglichkeiten auskennt."

Und dabei hatte Jareds Rede so schön knapp, klar und überzeugend begonnen! dachte Leofe verzweifelt.

Doch Kelsons Miene, anfangs spöttisch-ungläubig, glättete sich im gleichen Maße, wie Jareds Ausführungen (in Leofes Augen) abstruser wurden.

Schließlich wandte Kelson sich an Leofe.

"Ihr seid also nicht beauftragt, uns und unsere progressiven Geschäftsmethoden auszuspitzeln, Ihr seid ganz unschuldig? Eine Dame beim Schuhkauf?"
« Letzte Änderung: 06.02.2013, 12:46:58 von Jared Fitzroy »

Leofe

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Anderswo, zur selben Zeit
« Antwort #28 am: 06.02.2013, 19:36:16 »
[b]"... Geschäftsmethoden auszuspitzeln?"[/b] wiederholte Leofe brüskiert. [b]"Sicher nicht! Ich hab meine eigenen Probleme und interessiere mich herzlich wenig für die Geschäftsmodelle anderer. Aber mir ist sowieso komisch vor gekommen dass hier alle so angespannt wirken. Wenn wir zu einem ungünstigen Zeitpunkt gekommen sind oder unsere Unwissenheit uns an den falschen Ort geführt hat ist es unnötig Euch zu belästigen, es wird sicher noch andere Händler geben in diesem Ort. Wenn Ihr es wünscht können wir also einfach wieder gehen."[/b] entgegnete die Elfe


"... Geschäftsmethoden auszuspitzeln?" wiederholte Leofe brüskiert. "Sicher nicht! Ich hab meine eigenen Probleme und interessiere mich herzlich wenig für die Geschäftsmodelle anderer. Aber mir ist sowieso komisch vor gekommen dass hier alle so angespannt wirken. Wenn wir zu einem ungünstigen Zeitpunkt gekommen sind oder unsere Unwissenheit uns an den falschen Ort geführt hat ist es unnötig Euch zu belästigen, es wird sicher noch andere Händler geben in diesem Ort. Wenn Ihr es wünscht können wir also einfach wieder gehen." entgegnete die Elfe
Danke, aber ich seh ganz gut von hier hinten.

Suilan

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Anderswo, zur selben Zeit
« Antwort #29 am: 07.02.2013, 15:43:29 »
Möchtest Du die nächste Runde einleiten oder wieder auf Jareds Antwort warten?

P.S. Insight geht nicht noch einmal, aber du kannst alle Skills benutzen, mit entsprechender Begründung, die dabei helfen könnten, Kelson zu überzeugen, dass ihr weder für Stadtwache noch die Konkurrenz arbeitet.

[b]"Unschuldig und unwissend, so wünscht man sich die Damen!"[/b] sagte Kelson anerkennend. [b]"Und wenn Ihr dies tatsächlich seid, so sollt Ihr uns herzlich willkommen sein; ist's aber weder mit Eurer Unschuld noch Eurer Unwissenheit weit her, so kann ich Euch nicht einfach gehen lassen. Freund oder Feind; dazwischen gibt es bei mir nichts. So ist nun mal die Zeit, in der wir leben."[/b]
"Unschuldig und unwissend, so wünscht man sich die Damen!" sagte Kelson anerkennend. "Und wenn Ihr dies tatsächlich seid, so sollt Ihr uns herzlich willkommen sein; ist's aber weder mit Eurer Unschuld noch Eurer Unwissenheit weit her, so kann ich Euch nicht einfach gehen lassen. Freund oder Feind; dazwischen gibt es bei mir nichts. So ist nun mal die Zeit, in der wir leben."

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