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Autor Thema: Die goldene Nase  (Gelesen 8760 mal)

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A Thousand Lies

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Die goldene Nase
« am: 11.06.2012, 09:45:04 »
Der kleine Saal des Lords ist zugig und ein kalter Schauer läuft euch den Rücken herunter. Lord Rickal Theos ist der mächtigste Lord in Tarsis und strahlt eine Aura der Erhabenheit aus. Der purpurne Seidenumhang betont seine durchaus stattliche Figur und sein sympathisches Gesicht strahlt, als er auf das Dokument deutet dass auf dem großen Tisch liegt.
"Meine geehrten Freunde," beginnt er nun, als ihr eingetreten seid. "Ich freue mich, dass ihr heute die Gäste meines Hauses seid. Bedient euch bei Speisen und Trank. Ich freue mich, dass ihr in die Dienste unserer goldenen Stadt eintreten wollt und eure erheblichen Fähigkeiten bereitstellen wollt. Dieses Schriftstück ist nur eine Formalität, ein unwichtiges Schriftstück, dass die anderen Ratsherren leider fordern. Mir persönlich würde euer Wort genügen, so jedoch muss ich euch bitten zu unterschreiben, dass ihr uns nicht verraten werdet und auch zwei Zehntage nach dem Ende unseres Vertrages bei keinem unserer Feinde unterschreibt.
Der Bruch dieses Vertrages würde euch für vogelfrei erklären und solltet ihr euch in der Umgebung von Tarsis erneut blicken lassen, müssten wir euch als Feinde ansehen."
Erstmals seit ihr den älteren Lord, der kaum jünger als 4 Dutzend Jahre zählen wird, kennengelernt habt verspürt ihr eine Stärke bei ihm, die für einen Herrscher nötig ist.
Obwohl ihr erst seit Kurzem in Tarsis seid, habt ihr schon von einigen Menschen erfahren, dass die Politik in Tarsis eher einer Schlangengrube gleichen soll und so verwundert es euch wenig, dass dieser Mann einen harten Kern besitzt.
Dann sagt der Herrscher noch: "Ich hoffe der Vertrag ist zu beidseitiger Zufriedenheit?"


Der Vertrag von Tarsis:

Für eine Dauer von 2 Jahren verpflichten wir uns Tarsis beizustehen und unser Wissen und Schwerter gleichermaßen dem Stadtrat zur Verfügung zu stellen. Als direkt dem Rat unterstellten Streitern habt ihr euch nur dem Rat zu verantworten. Dennoch haben wir keine Befehlsgewalt über die Miliz oder Soldaten von Tarsis. Dem Rat ist es nicht gestattet uns Befehle zu erteilen die gegen die Gesetze Helms verstoßen.
Sollten wir den Vertrag früher beenden wollen, müssen wir dies vier Zehntage vorher dem Rat mitteilen. Außerdem ist eine Strafe in Wert von 100 Goldmünzen pro Kopf fällig.
Nach Beendigung des Vertrages sind wir verpflichtet zwei Zehntage lang bei keinem Feind von Tarsis unter Heuer zu gehen. Außerdem ist es uns verboten, geheimes Wissens von Tarsis weiter zu geben.

Tarsis Sold besteht aus 500 Goldmünzen pro Zehntag pro Person.
Barn Ander                                  Yenril Gellantara
 
Artiguin von Dolchfall
« Letzte Änderung: 03.07.2012, 09:44:23 von A Thousand Lies »

Yenril Gellantara

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Die goldene Nase
« Antwort #1 am: 26.06.2012, 14:47:47 »
Yenril sah sich das Schriftstück an. Es schien eigentlich ganz in Ordnung zu sein. 500 Goldmünzen pro Zehntag waren auch ganz gut, das waren 50 Goldmünzen pro Tag davon konnte man sehr gut leben, oder normal leben und ein gutes Sümmchen zusammensparen. Er hatte also für die nächsten zwei Jahre ausgesorgt und wenn er Glück hatte musst er nicht mal viel dafür tun. Aber genau betrachtet würde das wohl nicht passieren und sie würden viel zu tun haben. Die Stadt wird sich nicht einfach so eine Gruppe wie die Ihre anheuern, wenn es keine Gefahr gab.
Er blickte zu seinen Gefährten. Hoffentlich hatten sie wirklich gut verhandelt und nichts übersehen. Der Halbelf schürzte kurz die Lippen. "Gut. Ich denke wir sind uns einig, nur eins noch: Wo kommen wir eigentlich unter? Und wo bekommen wir unseren Sold?", fragt er halb seine Mitstreiter halb den Lord.
« Letzte Änderung: 26.06.2012, 17:52:19 von A Thousand Lies »

Barn Ander

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Die goldene Nase
« Antwort #2 am: 26.06.2012, 18:02:41 »
Als Barn den Saal betritt, stellt er seinen Helm aus Höflichkeit ab und verbeugt sich zur Begrüßung vor dem Lord. Speis und Trank würde er erst zu sich nehmen, wenn alle Einzelheiten bezüglich der Zusammenarbeit mit Lord Rickal Theos und der Stadt Tarsis geklärt sind. Barn liest den Vertrag recht genau durch. Fünfhundert Goldmünzen pro Zehntag klingt für Barn nach einer sehr guten Summe. Er braucht auch unbedingt wieder Geld, da er viel Geld in seine Ausrüstung gesteckt hat. Und seine Ausrüstung ist ihm sehr viel wert und würde sie nicht so ohne weiteres wieder verkaufen.

Als Yenril seine Fragen stellt, stellt auch Barn noch eine Frage: "Werter Lord, ich hätte da auch noch ein paar Fragen: Wenn wir gegen Feinde von Tarsis oder sogar Feinde von ganz Thesk kämpfen, dürfen wir diese in Notwehr auch töten, oder? Wir müssen also nicht schauen, dass wir eine Vielzahl von Feinden in einer lebensgefährlichen Situation für uns bloß bewusstlos schlagen und dann irgendwie versuchen gefangenzunehmen, oder?"   

A Thousand Lies

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Die goldene Nase
« Antwort #3 am: 27.06.2012, 10:11:34 »
Lord Theos lächelt entgegenkommend den Halbelfen an als er ihm antwortet: "In der Stadt gibt es einige Gasthäuser die ich euch empfehlen kann. Das Gasthaus zur Mermaid ist sehr empfehlenswert. Ansonsten werdet ihr stets in den Barracken ein Bett finden können. Außerdem seit ihr in meinem Anwesen stets gern gesehene Gäste. Wenn es euch beliebt seid ihr zum Abendessen ebenso eingeladen wie unter meinem Dach zu nächtigen. Mein Koch versteht sein Handwerk wirklich gut und zufällig habe ich sogar ein halbes Dutzend freie Gästezimmer. Die Ehre die ihr mir damit zuteil werden lassen würdet, wäre wirklich groß. Euren Sold könnt ihr euch in den Baracken jeden Zehntag abholen. Der Soldmeister hört glaube ich auf den Namen Ramsar."

Bei Barn's Frage zeigen sich Sorgenfalten auf der Stirn des Lords. Einige Sekunden denkt der über das Ansinnen des Kriegers nach. "Offiziell befinden wir uns mit niemanden im Krieg, werter Herr Ander. Solltet ihr Leute tatsächlich töten müssen werden wir dies jedoch in diesen schweren Zeiten akzeptieren, solange es sich um Spione, Vogelfreie oder Gesetzlose handelt.
Doch das heißt nicht, dass ihr einfach so jeden Mann oder jede Frau in der Stadt richten dürft. Ich vertraue auf euer Feingefühl, dass ihr kein unnötiges Blutbad anrichten werdet. So oder so werde ich versuchen euch im Stadtrat soviel Spielraum und Schutz zu verschaffen wie mir möglich ist. Solltet ihr jedoch einen der anderen Mitglieder verärgern wäre es durchaus möglich, dass sie versuchen euch loszuwerden. Der Tod eines Unschuldigen oder gar eines Familienmitgliedes der Räte könnte euch dann schnell an den Strick bringen."
Offensichtlich fühlt sich der Lord bei diesem Thema nicht sehr wohl und als er von den anderen Mitgliedern des Stadtrates spricht erscheinen große Sorgenfalten auf dessen Stirn.
« Letzte Änderung: 28.06.2012, 08:52:57 von A Thousand Lies »

Yenril Gellantara

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Die goldene Nase
« Antwort #4 am: 28.06.2012, 08:22:08 »
"Ich denke, das Angebot zum Abendessen werden wir annehmen. Ebenso die Möglichkeit hier zu übernachten und uns dann morgen nach einer Bleibe umsehen. Sobald wir was gefunden haben geben wir euch bescheid, damit ihr wisst, wo ihr uns finden könnt, wenn es etwas gibt. Wir könnten auch zusammenlegen und uns versuchen ein kleines Haus zu mieten, oder vielleicht sogar zu kaufen?"
Er schaut zu seinen Mitstreitern.
"Aber das können wir ja morgen schauen. Wir können dann unterschreiben, oder? Habt ihr noch was? Ich glaub für mich ist sonst alles klar."

Artiguin

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Die goldene Nase
« Antwort #5 am: 28.06.2012, 09:13:30 »
Aufmerksam studiert Artiguin das Dokument. Im fehlt eine Entscheidende Formulierung, und er kann sich denken dass seine Gefährten erneut mit den Augen rollen werden wenn er erwähnt. So bekommt er die Disskussion um einen Übernachtung nur am Rande mit. Innerlich seufzt er auf. Das würde bedeuten, dass er noch einen Tag länger auf ein Wiedersehen mit ihr warten müßte. Doch es wäre eine Unhöflichkeit das Angebot des Fürsten abzulehnen.
Er verneigt sich leicht in Richtung des Lords. "Die Ehre wird ganz auf unserer Seite sein. Was den Vertrag betrifft so fehlt mir eine entscheidende Kleinigkeit. Ich schlage vor einen weiteren Passus einzufügen: Die Aufgaben die wir vom Rat erhalten erfüllen wir auf unsere eigene Weise, ohne das selbiger Einfluss auf unsere Entscheidungen nehmen kann. Es mag belanglos erscheinen, aber so arbeitet der Strang."
Möge das Licht auf deinen Wegen scheinen.
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A Thousand Lies

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Die goldene Nase
« Antwort #6 am: 29.06.2012, 09:28:08 »
Abschätzend blickt der Lord den Kleriker an. Einige Sekunden scheint in seinem Inneren ein heftiger Streit zu vorzuherschen. Dann nickt er und sagt: "Gewiß. Ich habe volles Vertrauen in den Strang. Auch wenn ich es nicht für belanglos halte, sollt ihr diesen Satz bekommen." Er geht selbst zum Tisch und greift nach der wertvollen Greifenfeder und tunkt sie in das stilvolle Tintenfässchen ein. Dann schreibt er mit geübter Hand den geforderten Satz an eine freie Stelle und blickt auf:" Ist dann alles zu eurer Zufriedenheit?"



Der Vertrag von Tarsis:

Für eine Dauer von 2 Jahren verpflichten wir uns Tarsis beizustehen und unser Wissen und Schwerter gleichermaßen dem Stadtrat zur Verfügung zu stellen. Als direkt dem Rat unterstellten Streitern habt ihr euch nur dem Rat zu verantworten. Dennoch haben wir keine Befehlsgewalt über die Miliz oder Soldaten von Tarsis. Dem Rat ist es nicht gestattet uns Befehle zu erteilen die gegen die Gesetze Helms verstoßen.
Die Art und Weise der Ausführung der Befehle des Rates unterliegt ausschließlich dem Strang. Der Rat darf hierauf keinen Einfluß nehmen.
Sollten wir den Vertrag früher beenden wollen, müssen wir dies vier Zehntage vorher dem Rat mitteilen. Außerdem ist eine Strafe in Wert von 100 Goldmünzen pro Kopf fällig.

Nach Beendigung des Vertrages sind wir verpflichtet zwei Zehntage lang bei keinem Feind von Tarsis unter Heuer zu gehen. Außerdem ist es uns verboten, geheimes Wissens von Tarsis weiter zu geben.
« Letzte Änderung: 29.06.2012, 09:28:44 von A Thousand Lies »

Artiguin

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Die goldene Nase
« Antwort #7 am: 29.06.2012, 12:07:19 »
"Ich denke das ist dann so aktzeptabel." Schwungvoll setzt Artiguin seine Unterschrift über seinen Namenszug. Zwei Jahre Sicherheit, zwei Jahre Zeit die er hier verbringt, dem Land das zu seiner zweiten Heimat geworden ist. Er wartet noch bis seine Gefährten ebenfalls ihren Namenszug unter das Dokument gesetzt haben bevor er seinen Kelch in Richtung des Lords erhebt. "Ich gratuliere euch, Lord Theos. Auf eine gedeihliche Zusammenarbeit." Er nimmt einen Schluck bevor er fortfährt. "Und nun berichtet uns von der aktuellen Lage und wo ihr uns gerne einsetzen würdet."
Nachdem nun auch das geschäftliche geregelt ist, fühlt sich Artiguin leichter. Er hebt die Hände über die Speisen und spricht einen Segen: "Möge Lathander dieses Mahl segnen, und sein Licht über unserem Gastgeber scheinen."[1] In einer Schlangengrube wie Tarsis konnte man nie sicher sein. Zufrieden kein Gift entdeckt zu haben legt er sich auf.
 1. Detect Poison
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Yenril Gellantara

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Die goldene Nase
« Antwort #8 am: 29.06.2012, 13:06:37 »
Auch der Halbelf setzte seine Unterschrift unter das Dokument. Als Artiguin nach den Zielen und Aufgaben der näheren Zukunft fragte, wurde Yenril hellhörig. "Ja genau. Was ist in letzter Zeit in Tarsis passiert und gibt es schon etwas um das wir uns kümmern sollen?"
Yenril nahm sich ebenfalls einen Trinkkelch und nahm einen Schluck. Während Artiguin das Essen auf Gifte übertrüfte lächelte Yenril leicht. Seiner Meinung nach übertrieb es der gute Priester hin und wieder, aber andererseits war man so natürlich immer auf der sicheren Seite. Yenrail trank seinen Kelch aus.
"Werden wir den Rat eigentlich noch kennenlernen, oder gibt es regelmäßige Besprechenungen? Ich  mein, schließlich sind wir ihm ja unterstellt."

Barn Ander

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Die goldene Nase
« Antwort #9 am: 29.06.2012, 17:24:49 »
"Ob Lord Theos wohl etwas paladinhaft ist?", fragt sich Barn. Der Waffenmeister hält zwar nicht viel von paladinhaften Persönlichkeiten, aber ihm durfte es nicht egal sein, was der Wille von Lord Theos war. Er würde ja außerdem niemals Unschuldige mit seinen Waffen umbringen. Aber Feinde mit dem Zweihänder oder seinem Langbogen zu töten, ist für Barn absolut nichts Ungewöhnliches. Trotzdem ist der Tempus-Gläubige kein Narr. Er durfte wohl nur diejenigen ohne große Bedenken töten, die eindeutig Spione, Vogelfreie oder Gesetzlose waren. Und selbst dieses Zugeständnis ist dem Lord offenbar schwer gefallen.

Außerdem glaubt Barn daran, dass jedes Individuum in das Reich der Gottheit kommt, an die er zu Lebzeiten geglaubt hat. Barn selbst würde sich also niemals von Geiselnehmern erpressen lassen und wenn ein Opfer nicht an eine Gottheit glaubte, war es selber schuld. Insofern musste er sich korrigieren: Wenn es allein nach ihm ginge, würde es durchaus manchmal Situationen geben, wo für ihn der Tod von Unschuldigen durchaus zu verschmerzen war. Da sich Artiguin allerdings vor seiner Gottheit Lathander verantworten muss, würde Barn ihm die Entscheidung überlassen, wie in solch heiklen Situationen vorgegangen wird. Auch Lord Theos würde solch ein Verhalten, das für Barn eigentlich nicht schlimm war, wohl auch nicht gutheißen.

Letztlich entschied sich Barn noch das folgende zu Lord Theos zu sagen: "Ich bezog mich schon auf Spione, Vogelfreie und Gesetzlose, Lord Theos. Ich bin kein rasender Berserker von Garagos, der im Blutrausch Unschuldige töten würde. Es scheint außerdem niemand mehr irgendwelche Ergänzungen am Vertrag machen zu wollen, also werde auch ich ihn unterschreiben." Dann lässt Barn seinen Worten Taten folgen und unterschreibt genauso wie Yenril und Artiguin den Vertrag. Dann ist Barn auch schon wieder still und wartet auf die Reaktion von Lord Theos in Bezug auf die Worte von Artiguin und Yenril.
« Letzte Änderung: 29.06.2012, 17:28:47 von Barn Ander »

A Thousand Lies

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Die goldene Nase
« Antwort #10 am: 01.07.2012, 14:39:00 »
Auch der Lord nippt am Wein nachdem die Abenteurer endlich unterschrieben haben. Doch das exotische Obst und die Süßspeisen lässt er unangetastet während er spricht:

"Ich freue mich, dass der Strang nun in unseren Diensten steht. Es ist eine wahre Freude und ich hoffe es wird letztlich beiden Parteien zu gute kommen. Und ich wollte euch nicht als rasenden Berseker darstellen, Herr Ander.
Vorläufig werdet ihr euch nicht um die anderen Ratsmitglieder sorgen müssen. Ich bin der Vorsitzende des Rates und werde euch die Beschlüsse des Rates mitteilen."
Der Lord tritt an das Fenster und schaut nach draußen bevor er gedankenverloren fortfährt: "Ihr wisst, dass in Thesk in den letzten Jahren Chaos herrschte. Tarsis war ursprünglich kaum mehr aks ein Dorf, doch kurz nachdem die Horde durch Thesk maschiert ist, haben einige Gnome wenige Meilen von ihr die Goldadern gefunden. Seitdem wächst Tarsis unaufhörlich. Und während unsere Macht zu nimmt, nehmen auch die Gefahren zu. In Thesk selbst gibt es keine stehende Armee und wenn es hart auf hart kommt sind wir kaum mehr als ein kleiner Stadtstaat mitten in einer Ödnis, umzingelt von mächtigen Königreichen. Mächtigen Königreichen mit großen Städten die uns langsam als Konkurenz betrachten. Händler handeln gerne hier in Tarsis, denn unsere Zölle und Gebühren sind noch gering. "
Dann dreht er sich vom Fenster weg und schaut euch an: "Seit geraumer Zeit versuchen jedoch Banditen und Unruhestifter diesen Status zu zerstören. Wenn wir die Straßen nicht sichern können, dann werden Händler ausbleiben und Tarsis wird früher oder später leiden. Ich weiß nicht, ob es einfach eine besonders dreiste Banditengruppe ist oder ob es gar Spione aus Telflamm oder einer anderen Stadt.
Doch sie greifen sogar schwer bewachte Händler an, bevorzugt jene Wagen die aus den Minen kommen. Und während sie uns damit schon erheblichen Schanden zufügen, haben sie es vor einem Zehntag sogar gewagt das Minenlager anzugreifen und einige Gebäude in Brand zu setzen.
Und so lautet unser erster Auftrag, diese Banditen zu finden und aufzuhalten."
« Letzte Änderung: 01.07.2012, 14:47:35 von A Thousand Lies »

Yenril Gellantara

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Die goldene Nase
« Antwort #11 am: 02.07.2012, 15:37:55 »
Yenril nickte bedächtig, er verstand das Problem. Wenn die Banditen sogar bewachte Händler überfiehlen hatten sie entweder nicht zu verlieren, waren sehr gut oder ziemlich verrückt. So oder so würden sie vorsichtig sein müssen.
"Dann können wir das Suchen nach eine Bleibe, für die nächste Zeit eigentlich erstmal verschieben. Wir werden die Stadt am besten morgen Richtung Minen verlassen und sehen, ob wir die Banditen stellen können, oder ihren Unterschlupf ausfindig machen können. Ich nehme an, dass bereits versucht wurde gestohlene Ware wieder zu finden und so den Dieben das Handwerk zu legen.", stellte der Halbelf halb fragend fest. Aber seine Gedanken liefen schon weiter, ohne eine tatsächliche Antwort abzuwarten. Das Rätsel hatte ihn angefixt und er zeichnete mit seinem Zeigefinger seine Gedanken in die Luft. Sein Blick haftete an fiktiven Punkten in der Luft, irgendwo zwischen ihm und einer Wand oder dam Boden,und huschte zwischen unterschiedlichen Punkte hin und her, als er für sich weitersprach: "Aber dies wird wohl nicht erfolgreich gewesen sein, sonst wären wir nicht hier, aber wenn sie Metalle und ähnliches rauben, dann müssen sie ihr Diebesgut weiter umsetzten, sonst könnten sie davon nicht leben. Die umliegenden Dörfer könnten einen Anhaltspunkt liefern. Falls es allerdings eine größere Gruppe ist könnten sie versuchen die Ware auch weiter weg zu schaffen. Eventuell sammeln sie auch und schlagen dann alles auf einmal um, beziehungsweise bleiben so lang, wie ihr Vorräte reichen, das würde sich allerdings nachteilig auf ihren Gewinn auswirken, falls sie allerdings tatsächlich weit reisen ist es wahrscheinlich dennoch ökonomischer dies in Kauf zu nehmen. So oder so brauchen wir mehr Fakten um das Ganze richtig zu analysieren." stellte Yenril mehr für sich, als für den Fürsten oder seine Mitstreiter fest.
" Wie oft kommen solche Überfälle denn vor?"

Artiguin

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Die goldene Nase
« Antwort #12 am: 02.07.2012, 17:59:26 »
Ein Schauer geht über Artiguins Rücken und einen Moment hört er wieder die Schreie und spürt das Beben des Bodens. Nein die Alpträume würden ihn noch eine Weile verfolgen. Schnell verdrängt er die Erinnerungen und konzentriert sich auf die Sache, als auch schon Yenril das Wort ergreift.
Artiguin lächelt in sich hinein. Es ist immer eine Freude den Gedankensprüngen Halbelfen zu zuschauen. Und mit der Zeit hatte er sich daran gewöhnt und kann den Gedankenmustern auch grob folgen. "Höchstwahrscheinlich sind die Banditen organisiert, ein charismatischer Führer der die Bande zusammenhält. Sie scheinen sich nicht die leichte Beute auszusuchen. Und sie greifen die Lebensader der Stadt an, nehmen dabei billigend Verluste in Kauf. Eigentlich klingt dies mehr nach Söldnern oder Soldaten den nach Banditen. Und als solche wäre die Beute lediglich ein Mittel zum Zweck, und wird entweder an die Auftraggeber weitergeleitet oder gehortet. Habt ihr eine Karte der Umgebung? Ein Unterschlupf muss gewissen Zwecken genügen, im wesentlichen muss er Deckung geben. Ich glaube kaum das eine Gruppe hier einfach kampieren wird." Fügt er seine Gedanken hinzu. Natürlich sind all dies bloß Theorien, aber sie kamen gerade von einem Ort an dem eine Handelsmacht militärisch die Macht ergriffen hatte.
Möge das Licht auf deinen Wegen scheinen.
Charbogen - Status

A Thousand Lies

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Die goldene Nase
« Antwort #13 am: 03.07.2012, 10:00:07 »
Der Lord nickt zustimmend bei den Worten der beiden Söldner und wartet bis sie zu Ende gesprochen haben. Dann antwortet er:
"Bisher haben wir das gestohlene Gold nirgends wieder entdecken können. Falls es aber nach Thay oder Telflamm gebracht wurde, liegt das außerhalb unserer Möglichkeiten. Die Überfälle auf Transporte aus den Minen geschehen vielleicht auf einen von vielleicht vier oder fünf Transporte. Die Handelsstraßen sind noch nicht so stark betroffen. Insgesamt kommen schätzungsweise von einem Dutzend noch immer elf Händler hier an.
Gestern gab es den letzten Überfall auf einen unserer Transporte. Ein dutzend Gnome, zwei dutzend Wächter und fast drei Dutzend Arbeiter sind verschwunden. Ursprünglich hatten wir vor die Leichen von einem Priester Kelemvors befragen zu lassen, doch sie nehmen sie mit. Also dachten wir, dass Magierin Raszina aus der Stadt uns behilflich sein könnte indem sie die Leichen einfach ausspäht. Doch vergebens. Entweder haben sie die Leichen verbrannt oder sie vor Erkenntnismagie geschützt.
Der Ort des Überfalls wird von zwei Dutzend Soldaten bewacht und abgesichert. Ich nahm mir gestern die Freiheit zu hoffen, dass der Vertrag mit euch zu Stande kommen würde und ihr vielleicht sogar noch heute dorthin reisen könntet um dort nach Spuren und Anhaltspunkten zu suchen, die unseren Soldaten entgehen würden." Lächelnd schaut er auf den Vertrag und fügt hinzu: "Sofern dies auch eurem Willen entspricht und ihr euch nicht vom Rat gegeißelt fühlt. Außerdem werde ich auf der Stelle einen meiner Diener zu dem besten Kartenmacher der Stadt schicken. Doch besser als eine Karte könnte vielleicht noch ein Ortskundiger sein. In der Ebene soll es einen Waldläufer geben, der nicht nur ein ausgezeichneter Jäger ist und seit fast 30 Jahren hier in der Gegend wohnt und somit sogar den Aufstieg von Tarsis überdauert hat, sondern der sich auch nicht im mindesten für Gold zu interessieren scheint. Vielleicht habt ihr mehr Glück als unsere Gesandten und könnt ihn und sein Wissen für diesen Auftrag nutzen. Sofern euch dadurch Ausgaben entstehen, werden wir diese - sofern in vernünftigen Rahmen - für euch übernehmen."

Yenril Gellantara

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Die goldene Nase
« Antwort #14 am: 03.07.2012, 11:51:45 »
"Sie gehen scheinbar sehr gründlich vor. Über siebzig Personen. Das klingt tatsächlich nicht nach einfachen Banditen oder Räubern."
Yenril schaute seine beiden Mitstreiter an. "Eventuell sollten wirklich direkt aufbrechen. Ich habe, glaub ich, alles parat." Dann richtete er sich nochmal an den Lord: "Auch wenn wir dann euer Angebot eines gemeinsamen Abendmahls ausschlagen müssen, aber ich nehme an, dass dies für euch kein Problem ist. Vielleicht würden wir uns etwas einstecken für Unterwegs. Ich nehme an, dass die Soldaten vor Ort uns zu dem Waldläufer bringen könnten?"
Dann kommt ihm noch kurz ein weiterer Gedanke: "Wir hatten auf dem Weg hierher diskutiert, ob wir eventuell einen vierten Mann in unsere Gruppe aufnehmen sollten, da wir vor nicht allzu langer Zeit eben diesen Verloren haben. Ich nehme an, es wäre für euch möglich, falls wir jemanden finden, der die entsprechende Kompetenz besitzt, ihn oder sie auch später noch in den Vertrag nachträglich zu integrieren?"

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