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Autor Thema: Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators  (Gelesen 25357 mal)

Beschreibung: Keinen Schritt zurück!

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Luther Engelsnot

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Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators
« Antwort #495 am: 23.01.2016, 13:42:26 »
Sergeant Dante bestätigt den weitergegeben Befehl, wenn auch mit leichter Irritation in der Stimme. Währenddessen rumpeln die verschiedenen Transporter weiter über das unebene Gelände. Es ist allen Anwesenden klar, dass sie anscheinend keine der großen Straßen benutzen und die Fahrt dauert einige Stunden, bis sie endlich wieder anhalten. Ihre Begleiter öffnen den hinteren Zugang in dem sie die Stoffplane beiseite schlagen. Der 53. Trupp kann einen Blick auf einen Wald erhaschen und wird draußen wieder vereint. Dort entdecken sie auch weitere Transporter, die wahrscheinlich zu den verschwundenen Fahrzeugen und Lieferungen gehören. Dayne geht vor in den Wald.
„Dann kommen Sie und lassen Sie die Waffe stecken, außer sie wollen einen Kampf provozieren.“
So macht sich der Trupp in Begleitung der bewaffneten Minenarbeiter auf den Weg, tiefer in den Wald. Nach einem halbstündigen Fußmarsch erblicken sie durch die dichten Wälder eine kleinere Lichtung. Überall sind Erdlöcher gegraben, kleinere Erdhügel zusehen, die in das Unterreich führen, und erstrecken sich Zelte und Tarnnetze. Alles wirkt sehr provisorisch und wenig dauerhaft, während sie überall Soldaten von Protasia in voller Ausstattung sehen. Es scheint als wäre es ein Sammelpunkt für das versprengte Militär, auch wenn deutlich wird, dass die Ausrüstung bei weitem nicht in so einem guten Zustand ist wie ihre eigene und zum großen Teil aus Bleischleudern, nicht Laser besteht. Dazwischen finden sich jedoch auch weit unerfahrener Leute, die wirken, als ob sie erst vor kurzem überhaupt die Waffe ergriffen hätten. Es scheint als würden die Rebellen auch neue Rekruten bekommen. Sie werden misstrauisch beobachtet, während sich mehr Waffen auf sie richten. Doch Dayne hebt beschwichtigend die Hände und führt Anya zusammen mit ihren Soldaten zum Anführer des Camps. Es ist ein alter Mann mit langen, grauen Haaren und einem Rauschebart. Das wenige was vom Gesicht noch zu sehen ist, wirkt zusammengefallen und voller Falten. Die blauen Augen wirken erschöpft und mit dicken Augenringen unterlegt. Er trägt eine zerschlissene tarnfarbene Hose und Jacke, unter der sich eine Flakweste abzeichnet. Ein schwarzes Bandana ziert seinen Kopf und am Gürtel hängt eine verzierte, aber alte Bolterpistole. Er schaut zu Dayne.
„Dayne...was soll das Ganze?“
Der Vorsteher schluckt schwer und schaut zu Anya.
„Sie möchte helfen und da wir an der Miene sowieso am Arsch sind, egal was passiert, dachte ich es wäre ein Versuch.“
Der alte Mann mit der rauchigen Stimme, steckt sich ein Lho-Stäbchen an und bringt ein Grunzen hervor.
„Ich höre? Wir stellen Sie sich das vor? Sie bekommen endlich Ihren Arsch hoch, helfen uns gegen die Orks und dann kassieren und hängen Sie den Rest von uns?“
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Luther Engelsnot

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Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators
« Antwort #496 am: 27.01.2016, 10:23:40 »
Ein uralter Federkiel kratzt ächzend über das Papier, während seine Form im Licht der Kerzen unnahbare Schatten wirft. Die Tinte verteilt sich über das frische Dokument und der Federkiel taucht immer und immer wieder in den Tintenbottich ein. Der Schreiber, federführend in dieser Affäre, malte Buchstab um Buchstabe, während seine Finger in Bücher und Berichte blätterten. Er genießt die absolute Ruhe beim Arbeiten, als dieser je unterbrochen wird. Eine tiefe rauchige Stimme schneidet einem Elektroschock gleich in sein Bewusstsein. Die Autorität darin lässt den Schreiber erzittern und er schaut nicht auf, während die Worte in seinen Verstand dringen.
„Der Protasia-Feldzug, Sie haben die Berichte, Dokumente und Zeugenaussagen gelesen und zusammengefasst. Erzählen Sie mir alles darüber.“
Der Schreiber schluckt. Der Protasia-Feldzug ist ein heikler Thema und ihm selbst wurden unzählige Berichte nur verschandelt gegeben oder gar völlig verweigert. Dennoch verlangt diese Person Antwort und ihm bleibt nichts anderes übrig.
„Setzen Sie sich, dies ist eine lange Geschichte und viele Teile der Berichte sind unvollständig, die genauen Ereignisse kaum nachzuvollziehen und...“
Er zögert einen Augenblick. Soll er die Worte wirklich sagen? Der Schreiber ringt und wird in seinen Gedanken unterbrochen.
„Und was? Reden Sie endlich.“
„...und die Inquisition hat ihre Hände in diesem Feldzug gehabt. Nun es begann alles bei der Ladung, in der die Ambulonischen Stoßtruppen an erster Front standen und viele Verluste erlitten hatten und dennoch waren sie oft Teil wichtiger Ereignisse auf dem Planeten, manche munkeln gar, dass einige von Ihnen vom Gott-Imperator gesegnet waren und deshalb außergewöhnliches vollbrachten haben. Aber ich greife vor und dies ist wohl eine Geschichte für eine andere Zeit, wenn sie nicht in den Annalen der Geschichte verloren gegangen ist...“
Seufzt der Schreiber zum Unverständnis seines Gegenübers.

Ende
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