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Autor Thema: Prolog: Der Hammer des Imperators  (Gelesen 18470 mal)

Beschreibung: Landung auf Portasia...

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Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #465 am: 29.05.2013, 20:16:43 »
Xanthippe verbringt den Abend weit weniger ausgelassen. Nach einigen Kontrollrundgängen durch die Hallen - die weitere Ermahnungen wegen der Gerüchte beinhalten - gönnt sich die Komissarin eine Stunde Schießübungen, um die in den ereignislosen Tagen zuvor angestaute Anspannung loszuwerden. Ihre Trefferquote stellt die Politoffizierin zufrieden, und drückt ein wenig die Stimmung anderer anwesender Soldaten, die diese Treffsicherheit nicht an ihren eigenen Köpfen erleben wollen.
Schließlich prüft die Aristokratin, ob die für die Nacht aufgestellten Wachposten ihren Dienst in einem angemessenen Zustand angetreten haben, und begibt sich allmählich in Richtung des Zeltes des 53sten Trupps, wo der Mechadendrit von Techadept Lethe sie frühzeitig erspäht...
"Ich gebe euch drei Minuten..."

Serghar Lethe

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Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #466 am: 29.05.2013, 21:05:02 »
Mit einem leisen Pfiff registriert Serghar die Kommisarin durch seinen Mechadendriten. Leise und vorsichtig raunt er in die Runde: "Ich trübe ja nur ungern die Stimmung, doch scheint sich eine gewisse Frau von Hindenburg zu nähern." Unauffällig zieht der rot berobte Mann seinen mechanischen Anhang in das Zelt zurück, während er den letzten Schluck seines Amasec trinkt. An Pyro gerichtet sagt er: "Heiß und stickig, ist ja etwas, dass es in den Minen auch gibt, doch die größte Temperatur die ich je erlebt hab waren die Temperaturen an den geheiligten Plasmageneratoren im Bauch von Ambulon. Was das Töten angeht, so bin ich als Techpriester des Mars wohl eher unerfahren und bis zur Aushebung dieses Regiments waren wir eher wenig im Umgang mit der Waffe geübt. Es fühlt sich so an, als wären wir von zwei verschiedenen Welten, obwohl wir vom gleichen Planeten stammen."

Luther Engelsnot

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Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #467 am: 29.05.2013, 23:57:25 »
Alle nickend zustimmend bei Anyas Analyse der Situation und Fuller hebt das Glas.
„Darauf sollten wir einen letzten Schluck trinken. Man weiß ja nie wann die nächste Flasche jemanden aus der Tasche fällt.“
Dabei schaut er mit einem zwinkern zum Leutnant, der nur erbost schaut.
„Das ist nicht, was passiert ist und sie sollten solche Kommentare unterlassen, Korporal.“
Fuller hebt verteidigend die Hand und Person sagt trocken.
„Eher welches Dokument aus der Tasche gefallen ist.“
Der Leutnant schüttelt den Kopf und leert seinen Becher.
„Einen schönen Abend noch und vergessen sie ihre Pflicht nicht.“
Er verlässt das Zelt und alle Stahlstädter lachen, während Mack weiterhin isst und Fuller anmerkt.
„Wo auch immer ihr den aufgetrieben habt. Netter Kerl.“

Melonie hingegen nickt mit einem verschmitzend Lächeln und antwortet Anya.
„Auch wieder wahr. Früher reichten Männer ja etwas Haut und ein hübsches Lächeln aus. Allerdings auch nicht zu viel. Verdammte Schweine.“
Dann setzt sie sich neben Anya und erzählt über Fuller.
„Ich weiß nicht viel, bin ja erst seit ein paar Tagen in seinem Trupp. Wurde wohl von einer Kommissarin zu extra Ausbildungsdienst verdonnert, deshalb sind wir unter anderen zu ihm gekommen. Seit dem sagt er aber auch immer Orden sind auch nur teures Blech. Ach Fuller ist ein harter Hund, in der Ausbildung. Aber eigentlich ist er ganz ok. Außerhalb vom Dienst ist er wie jeder von uns. Lacht, trinkt und isst und wühlt sich im selben Dreck wie wir. Er weiß zwar, dass wir alle sterben, aber er sagt auch, dass man sich auf den Mann oder Frau neben sich verlassen können muss, sonst sterben einige eher. Anständig ist er auch, nicht wie manch anderer Lüstling. Nicht so zugeknöpft wie Person und auf keinen Fall so schüchtern wie Mack. Er versucht sich zu kümmern, aber na ja wenn der Feind uns nicht kriegt, dann wohl das Zeug, dass sie uns spritzen. Ach könnte viel schlimmer sein und jede Zeit hat ihre scheiß Zeit, von daher. Manchmal vermisst man sein altes Leben, manchmal nicht.“
Ist Melonie recht redselig und wirkt bei Anya zutraulich.

Pyro leert ebenfalls und nickt.
„Heißer als der Lavastrom sicher nicht. Obwohl...na vielleicht bekommen wir ja irgendwann die Chance es zu sehen. Infernus ist aber auch seine eigene Welt.“
Stimmt sie zu und lässt den Abend ausklingen.

Als dort die Sprache nach Musik und Tanz aufkommt, klatscht Melonie erfreut.
„Oh, oh, hier ich. Ich kann auch was schönes singen und tanzen erst. Falls der alte Sack doch nicht möchte oder vielleicht kann er es auch gar nicht.“
Klingt sie herausfordernd, aber dann kommt Serghars Beobachtung zum Sprechen und Fuller wirkt erschrocken.
„Na Klasse, das war es wohl mit dem Spaß. Flasche weg und ordentlich herrichten. Ich habe keinen Lust auf mehr Ärger.“
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Anya Volskoya

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Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #468 am: 30.05.2013, 17:50:58 »
Anya lauscht Melonies Worten mit einem Lächeln auf den Lippen und nickt ab und an, um ihre Zustimmung auszudrücken. Es sieht so aus als hätte Fullers Trupp wohl auch Glück mit ihrem Anführer und ihr eigenes Bild vom Seargent der Stahlstädter wird durch die Beschreibung der pinkhaarigen Frau nur bestätigt. Ein Satz, den Melonie einfach so dahinsagt, lässt sie jedoch stutzig werden und überrascht den Kopf heben.
"Sie spritzen euch irgendein Zeug?"
Die Sanitäterin weiß natürlich, dass Soldaten alles mögliche verabreicht bekommen, insbesondere wenn sie auf fremden Planeten mit fremden Ökosystemen und Krankheiten landn sollen, aber ihr ist nichts darüber bekannt, dass die Ambulonier irgendwelche speziellen Medikamente verabreicht bekommen hätten.
"Was spritzen sie euch denn für ein Zeug?", fragt sie die Stahlstädterin allein schon aus medizinischem Interesse.

Als der Techpriester das Nahen der Junior-Kommissarin ankündigt und Anya Fullers Reaktion bemerkt beschließt sie lieber schnell etwas zu sagen, bevor die Stimmung umkippt.
"Jeder der mit uns gekämpft hat ist willkommen.", stellt sie mit absoluter Eidneutigkeit fest, fügt dann aber noch hinzu: "Ich übernehme die volle Verantwortung, sollte es irgendwie Ärger geben, nur weil wir uns in unserer Freizeit etwas entspannen."

Da Xanthippe duch Anyas Einladung schon längst von Alkohol und Party weiß, geht die Sanitäterin davon aus, dass es jetzt keine größeren Probleme geben wird. Hätte die Kommissarin die Feier verbieten wollen, so hätte sie das vermutlich bereits getan sobald sie davon erfahren hat. Und komplett aus dem Ruder gelaufen ist ja eigentlich auch nichts. Trotzdem kann sich Anya natürlich nicht wirklich sicher sein, was Xanthippe dazu bewegt hat nun doch vorbeizuschauen, insbesondere nachdem es nicht so aussah, als hätte sie die Einladung angenommen.

Luther Engelsnot

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Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #469 am: 30.05.2013, 18:30:59 »
Melonie zögert einen Moment und grübelt kurz, während sie ihren Kopf auf ihre Hände stützt.
„Na ja Kampfdrogen halt. Manche stehen darauf, andere reden es sich ein, um besser damit klar zu kommen, aber nehmen müssen wir sie alle, wenn es drauf ankommt. Dann noch Stimm, aber das ist nicht schlimm. Eher wie ein Recaf direkt in die Adern. Trotzdem einige der älteren Mitglieder sehen übel aus. Bei Fuller sieht man es auch manchmal, wenn er nicht aufpasst.“

Fuller schüttelt den Kopf.
„Wenn ihr die Kugel fangt. Na ja ich bleibe mal lieber ruhig und warte ab. Wird sicher was.“
Person schaut zu der Tür.
„Immerhin hat sich nicht genug Kugeln für alle.“
Mack hingegen bringt etwas Mut auf.
„Wenn Anyas es schon sagt wird es ok sein, richtig?“
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Aaron Reinken

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Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #470 am: 30.05.2013, 19:26:56 »
"Das holen wir unbedingt nach Melonie!" sagt Aaron, als diese ihre Begeisterung für Tanz und Gesang kund tut.
Bevor die Kommissarin des Zelt betritt, steht Aaron auf, streicht seine Kleidung glatt und rückt sein rotes Militärbarett zurecht.
Der Abend war bis hierher ganz vielversprechend gelaufen, doch Anyas Ablehnung hatte den Moment für ihn irgendwie entzaubert.
Die Kommissarin konnte den Abend aus seiner Sicht nicht mehr kaputt machen.

Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #471 am: 30.05.2013, 20:51:17 »
Die Komissarin würdigt den emotionslosen Wache haltenden Servitor keines Blickes und geht an ihm vorbei, um das Zelt zu betreten. Da das Zeltinnere dank Serghars Warnung bereits hergerichtet wurde, verraten nur die in der Luft hängenden Gerüchte nach Amasec und deftigem Essen, sowie die Anwesenheit Truppfremder, dass ein ausgelassener Abend bis soeben im Gange war.
"Ich hoffe, Sie hatten eine schöne Zeit," mustert Xanthippe mit ihrem gewohnt eisigen Blick die Anwesenden nacheinander; als sie zu den Stahlstädtern schaut, verengen sich ihre Augen abschätzig. "Sergeant Gaut und ich haben beschlossen, dass der Trupp mehr Training braucht. Ab morgen gibt es täglich acht Stunden Schuss- und Taktikübungen," verkündet sie an die Mitglieder des 53sten Trupps gerichtet, um sich dann zu den 'Gästen' umzudrehen: "Der Rest hat hoffentlich bereits etwas zu tun," macht die Politoffizierin mit ihrem schneidenden Ton deutlich, dass sie die ehemaligen Ganger nicht willkommen heißt. Kryp würdigt sie bloß eines kurzen Blickes aus dem Augenwinkel, und bleibt so lange mit verschränkten Armen da stehen, bis die Gesellschaft Anstalten macht, sich aufzulösen.
"Ich gebe euch drei Minuten..."

Luther Engelsnot

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Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #472 am: 30.05.2013, 22:55:34 »
Melonie wirft einen leicht finsteren Blick zu Aaron, als dieser plötzlich wieder begeistert scheint.
„Ja klar, auf einmal bin ich wieder interessant.“
Klingt sie etwas böse auf den Soldaten, ehe sie jedoch weiter machen kann, platzt die Kommissarin rein. Kryp nimmt sofort Haltung an und Fuller ebenfalls.
„Natürlich, Kommissarin.“
Mack hingegen ist nicht sehr begeistert.
„Könn...“
Aber Person schüttelt den Kopf und beide folgen Fuller aus dem Zelt, der nur ein wissendes Blick zu Anya wirft. Pyro hingegen schaut zu Serghar.
„Ich warte dann, hofft ihr findet Zeit.“
Sie salutiert vor Xanthippe und geht ebenfalls, während Melonie kurz einen Schlenker zu Aaron macht, seinen Arm sanft berührt und leise flüstert.
„Klingt als hättet ihr in den nächsten Tagen viel zu tun, aber wer weiß, vielleicht findet sich ein netter Moment. Aber zieh dann nicht wieder so eine Nummer ab.“
Klingt sie beschwörend und immer noch sauer, nur um kurz darauf keck zu zwinkern und nach einem Salutieren ebenfalls das Zelt zu verlassen. Nur Kryp bleibt etwas länger und schaut zu Anya.
„Danke für den Abend und ich hoffe die nächste Schlacht läuft ruhmreicher.“
Auch der Sergeant verschwindet und salutiert. Der Abend ist gelaufen und Xanthippe hat ihr Werk vollbracht. Dafür steht ihnen wohl eine anstrengende Zeit bevor und der leichte Trott aus Wache und Freizeit scheint wohl beendet.

Am nächsten Morgen

Am nächsten Morgen scheint es soweit. Sarus ist noch damit beschäftigt, alle Formular korrekt gegenlesen zu lassen und die Bestätigung vom Leutnant einzuholen, dass sein Vorhaben den Richtlinien entspricht. Den Rest des Trupps erwartet jedoch keine große Ruhepause, denn obwohl Sarus noch nicht da ist, ist die Kommissarin wie immer pünktlich. Sie erwartet bereits den Trupp im Zeltlager, während die restlichen Soldaten entweder von ihrer Wachschicht kommen oder sich gerade dafür bereit machen. Es herrscht trotz des Krieges eine verschlafene Stimmung im Lager aus unzähligen Zelten in der Halle.
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Serghar Lethe

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« Antwort #473 am: 30.05.2013, 23:25:26 »
Mit einem kurzen Nicken sagt Serghar noch zu Pyro: "Ich werde schauen, was ich tun kann." Anschließend greift der Techpriester sein Lasergewehr und stellt die drei Kisten die Pyro und er genutzt hatten wieder an ihren normalen Standort. Mit einer Abfolge aus leicht schrillen Pfeiftönen bedeutet er noch seinem Servitor in das Zelt zu kommen und die Schlafstatt des Techpriesters herzurichten.

Gestärkt durch das ausgezeichnete Essen und außerordentlich ausgeruht, war Serghar schon früh am morgen aufgestanden, da die relativ kurz ausgefallene Feier ihn nicht sonderlich angestrengt hatte. Und so kommt er aus Richtung der Wartungshallen auf das Zelt des 53sten Trupps zugegangen, wo die Kommisarin bereits wartet. Kurz salutiert der rot berobte Mann vor der Frau, bevor er sich um seinen noch leicht von Motorenöl und Fett verschmutzten Mechadendriten kümmert. Warum er etwas zu spät gekommen ist, interessierte die Frau wahrscheinlich nicht und so hält Serghar einfach seinen Mund. Acht Stunden Schuss- und Taktikübungen. Wie soll ich dann noch die Maschienen warten? fragt sich der Techpriester beim Anblick der streng aussehenden Frau.
« Letzte Änderung: 31.05.2013, 00:08:17 von Serghar Lethe »

Aaron Reinken

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« Antwort #474 am: 31.05.2013, 13:32:19 »
Aaron hat sich für das Training sportlich angezogen und sein Barett weg gelassen, so dass man die grün gefärbten Haare sieht.
Nachdem die Mannschaft vollzählig angetreten ist, tritt er aus der Reihe hervor, salutiert und macht gegenüber der Führung eine knappe Stärkemeldung:
"Der verstärkte 53. Trupp des 101. mechanisierten Infanterieregimentes von Ambulon ist vollzählig angetreten!"

 
« Letzte Änderung: 31.05.2013, 13:55:54 von Luther Engelsnot »

Anya Volskoya

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« Antwort #475 am: 31.05.2013, 16:41:37 »
Auch Anya erscheint pünktlich zum angekündigten Training. Wie anscheinend einige der anderen auch erscheint sie nicht in voller Kampfmontur, da dies ja auch nicht explizit verordnet wurde und trägt ihre Kampfstiefel und Hose sowie ein olivgrünes, militärisches Tanktop. Die unbequeme Flakrüstung hat sie im Zelt des Trupps zurückgelassen, aber ihr Las-Gewehr trägt sie am Riemen über der Schulter. Schließlich soll es sich um ein Schieß- und Taktiktraining handeln.
Die Sanitäterin kann sich des Gedankens nicht erwehren, dass es sich bei den anstehenden acht Stunden Training um die direkte Quittung der Party vom Vorabend handelt und das sie mit ihrer direkten Einladung an die Kommissarin vermutlich selbst die Schuld an der ganzen Situation trägt. Trotzdem muss sie sich eingestehen, dass ein bisschen zusätzliches Training sicherlich keine schlechte Idee ist. Insbesondere jetzt, wo viele Soldaten langsam unruhig und gelangweilt werden und die allgemeine Stimmung von negativen Gerüchten gedrückt wird.

Als Aaron, als Neuzugang zum Trupp, die Initiative ergreift und das vollständige Antreten des Trupps ankündigt hebt sie für einen Moment leicht amüsiert die Braue.
"Da ist jemand aber ehrgeizig..."
Letztendlich ist es ihr zwar relativ egal, wer der Kommissarin Bericht erstattet, aber für einen Augenblick muss sie an all die ehemaligen Mitglieder des Trupps denken, die nun unter den Toten weilen und irgendwie ist es seltsam zu hören wie Aaron den Trupp ankündigt. Es fühlt sich für Anya irgendwie falsch an, auch wenn sie weiß, dass sie sich einfach erst an die Anwesenheit der neuen Mitglieder und die Abwesenheit der alten Mitglieder gewöhnen muss.

Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #476 am: 01.06.2013, 23:04:48 »
Mit hinter dem Rücken verschränkten Händen erwartet Xanthippe von Hindenburg den 53sten Trupp. Sie mustert die angetretenen Soldaten, die zu ihrer Zufriedenheit keine Ermüdungserscheinungen zeigen - die gestrige Feier ist also noch im Rahmen gewesen. Die Übereifrige Art von Aaron amüsiert die Komissarin sogar insgeheim.
"Rühren!," schickt sie den Soldaten zurück in die Reihe, und macht keine Anstalten, auf den Sergeant zu warten. "Wir beginnen heute mit Taktikstudien," erklärt die Offizierin dem versammelten Trupp, "Als erstes werden wir unsere letzten Manöver durchgehen und die Fehler herausarbeiten. Soldat Reinken, Sie beginnen. Berichten Sie über das Vorgehen ihres Trupps, als Sie das gefallene Feuerteam ersetzt haben."
Die Komissarin stellt Aaron zuerst auf die Probe, da sie von dem Neuzugang mit den unkonventionell gefärbten Haaren außer seines Enthusiasmus noch nicht viel erlebt hat.
"Ich gebe euch drei Minuten..."

Aaron Reinken

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« Antwort #477 am: 02.06.2013, 04:16:53 »
Aaron tritt zurück in die Reihe und versucht für seine Verhältnisse kurz zu schildern, welche  taktischen Manöver ihm besonders in Erinnerung geblieben waren:
"Durch geborgene Karten und Funkgeräte des Feindes konnten wir gleich zu Beginn gezielt strategisch günstige Positionen ansteuern. Eine Dechiffrierung der Funkgeräte gab eröffnete uns den geheimen Funkverkehr des Feindes.
Unsere Einheit erreichte mit der Chimäre Echo die Hügel vor dem Raumhafen. Auf zwei dieser Hügel bezogen die Feuerteams verborgen Stellung und observierten das Gebiet. Wir schalteten mehrere Servoschädel aus um den Feind blind zu machen.
Diese Servoschädel sendeten Feindbewegungen an die Artillerie in den Bergen. Als diese Stellung nach der Vernichtung ihrer schwebenden Augen blind war, konnte unser Angriff auf die Geschützbaterie beginnen. Dabei erlitten wir bei einem Vorposten am Fuß des Gebirges hohe Verluste. Auch die Chimäre wurde stark beschädigt. Im konzentrieren Feuer der Multilaser wurden die Feinde aufgerieben.
Im Anschluss infiltrierten Terwase und ich den Gebirgspfad nach oben bis zu einem Plateau, von wo aus wir ideale Sicht auf den Raumhafen hatten. Wir konnten die feindlichen Luftabwehrgeschütze orten und die Koordinaten an die erbeutete Artillerie weitergeben.
Nachdem wir, wie bereits erwähnt, den Vorposten geschliffenen hatten, konnte der Chimärenzug, ohne Artilleriebeschuss durch den Feind, den Gebirgspass hinauf fahren und die von uns aufgefundene Artilleriestellung einnehmen. Die Halblinge Shandrow und Larkin schalteten derweil weiter observierende Servoschädel aus und meldeten einen feindlichen Fahrzeugzug, welcher zur Untersuchung der Artilleriestation entstand worden war.
Wir legten einen Hinterhalt mit Sprengstoff und weiteren Meltereinheiten. Der Rest war Routine. Das Heck von Chimären ist besonders gefährdet und der Melterstrahl schneidet und schweißt durch Stahl und Körper wie Butter.
Verborgen vor den Augen der Fahrzeugbesatzung schmolzen wir die Eingänge zu, so dass viele der Ungläubigen in den Fahrzeugen verbrannten."
« Letzte Änderung: 02.06.2013, 23:16:56 von Aaron Reinken »

Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #478 am: 03.06.2013, 01:04:28 »
Die Juniorkomissarin merkt, dass Aaron sich wirklich Mühe gibt, und auch, dass die Neuzugänge auch durchaus erfolgreiche taktische Manöver hinter sich haben. Raschen Lob erwartet man von ihr jedoch vergeblich, und außerdem hat sie für die Taktikstunde ein anderes Ziel gesetzt. Nickend bestätigt sie dem Soldaten, dass seine Schilderung fürs erste genügt, und sieht alle Neuzugänge der Reihe nach prüfend an.
"Berichten Sie genauer über den Sturm auf die Geschützbatterie. Warum kam es zu hohen Verlusten?," fragt Xanthippe niemanden spezifisch, sondern gibt allen Angesprochenen die Gelegenheit, sich zu den Manöver zu äußern. Dass sie dabei die Soldaten Augenblicke erneut durchleben lässt, die sie lieber vergessen würden, kommt der kühlen, strengen Aristokratin gar nicht erst in den Sinn.
"Ich gebe euch drei Minuten..."

Serghar Lethe

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Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #479 am: 03.06.2013, 02:05:48 »
Serghar stand mit den anderen Soldaten des Trupps in einer Reihe, doch fühlte er sich seltsam fehl am Platz. Die Kommisarin mit seinen Augen verfolgend, fühlte er sich nicht genötigt den letzten Einsatz erneut zu erzählen. Er hatte dem Sergeant und der Juniorkommisarin bereits mündlich von der Mission berichtet und ersterem sogar einen ausformulierten schriftlichen Bericht gegeben. Nüchtern betrachtet der Techpriester die Fehler, die er bei seinem Kommando begangen hat, doch kann er auch auf eine Fehlbesetzung von Gauts Seite aus verweisen. Immerhin wäre ein erfahrener Korporal wesentlich geeigneter gewesen.

Nachdem er diesen Gedankengang zweimal durchgegangen ist und jedesmal zu dem selben Schluss gekommen ist, dass seine taktischen Entscheidungen absolut vertretbar waren, fängt der gelangweilte Adept Technicus an, sein Lasergewehr gedanklich auseinander zu nehmen, die entsprechenden Wartungsriten zu vollführen und es anschließend wieder zusammenzusetzten.

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