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Autor Thema: Prolog: Der Hammer des Imperators  (Gelesen 18473 mal)

Beschreibung: Landung auf Portasia...

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Anya Volskoya

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Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #480 am: 03.06.2013, 16:41:34 »
Die Junior-Kommissarin scheint zwar in erster Linie die Neuankömmlinge mit ihrem prüfenden Blick zu betrachten, aber Anya ist ja nunmal, von Xanthippe abgesehen, die einzige anwesende Überlebende der Geschützerstürmung und deshalb geht sie davon aus, dass die Kommissarin diese Frage eigentlich an sie richtet. Sie überlegt einen kurzen Moment und versucht ihre Gedanken zu ordnen. Viele Abschnitte des Sturmangriffs verschwimmen in ihrem Kopf miteinander zu einem dichten, nicht ganz greifbaren Brei, während bestimmte Bilder noch immer ganz klar hervorstechen.

"Die Landung war eine Katastrophe. Der Transporter hat uns mitten im Kreuzfeuer abgesetzt. Ohne Deckung und ohne Unterstützung.", beginnt sie auszuzählen was ihrer Meinung nach alles schief gelaufen ist.
"Dann die Sache mit Fendon und dem Sprengstoff. Ich meine wir sind dadurch zwar weiter vorangekommen... aber naja. Sobald wir die Batterie erreicht hatten lief alles ohne großartige Zwischenfälle ab. Ich glaube wir haben uns dort so gut geschlagen wie es nach den ganzen Toten eben ging. Zum Glück haben es die Stahlstäder auch geschafft durchzubrechen und uns dort zu unterstützen."

Die Sanitäterin blickt zu Xanthippe und signalisiert mit einem leichten Nicken, dass sie mit ihrer ersten Einschätzung des Einsatzes fertig ist. Trotzdem fügt sie noch etwas hinzu.
"Wir hatten keine Ahnung was uns erwarten würde. Mit mehr Informationen über den Feind und besserer Koordination zwischen den einzelnen Regimentern wäre es vielleicht leichter und schneller gewesen das Gebiet einzunehmen. Aber da spekuliere ich natürlich nur."

Aaron Reinken

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Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #481 am: 03.06.2013, 16:55:53 »
Aaron lässt die Sanitäterin ausreden, ehe er den Vorfall am Gebirgestützpunkt schildert: "Da wir unter Artilleriebeschuss standen, mussten wir rasch zuschlagen. Techgelehrte Segher Lethe entschloss den Vorposten des Feindes mit der Chimäre zu durchbrechen.
Das schwere Waffenteam aus James Harper und Kenny Bernstein besetzten weitesgehend geschützt den Schweren Bolter und versuchten den Feind mit Sperrfeuer nieder zu halten. Allerdings landeten die Feinde in kurzer Folge gleich mehrere Kopftreffer, so dass unsere beiden Soldaten an den Geschützen starben und der Feind nicht mehr durch automatisches Bolterfeuer gebunden wurde. Terwase und ich landeten einige Treffer, aber es waren keine Wirkungstreffer dabei. Techgelehrter Sergher Lethe bewies großes Geschickt, da er zunächst mehreren Raketen, welche auf uns abgefeuert wurden, auswich, aber kurz bevor wir außer Sicht kamen, traf eine einzelne Rakete unsere Fahrzeugkette und zerstörte diese, so dass wir liegen blieben. Insgesamt erlitt die Chimäre Echo zwei Wirkungstreffer durch Raketenbeschuss.
Alan Harper erkaufte uns die notwendige Zeit die Geschütze neu auszurichten, mit denen wir den Vorposten schliffen.
Ich glaube er starb, weil die Reservemunitions-Energiezelle eines Feindes explodierte."
« Letzte Änderung: 03.06.2013, 17:51:35 von Aaron Reinken »

Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #482 am: 04.06.2013, 16:14:28 »
Bevor irgendjemand auf Xanthippes Frage eine Antwort geben kann, schaltet sich die Sanitäterin, die die Aufforderung mißverstanden hat, ein. Die Komissarin hebt eine Braue, setzt jedoch gleich wieder den strengen Blick auf.
"Sie waren nicht gemeint, Volskoya. Hören Sie denn nicht zu? Sie laufen erst einmal zehn Minuten durch die Halle," kommandiert sie Anya ab, um die Sanitäterin aus den Wolken und in die Gegenwart zu holen. Wie immer wartet die Offizierin die Reaktion nicht ab, sondern wendet sich zu den Rest der 'Schüler' und hört sich Aarons weitere Ausführung an.
"Gut. Was hätte in dieser Situation dazu beigetragen, die Verluste zu minimieren? Denken Sie nach!," fordert Xanthippe den Trupp auf.
"Ich gebe euch drei Minuten..."

Aaron Reinken

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Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #483 am: 04.06.2013, 17:34:01 »
Aaron denkt nach, aber ihm fällt partu nicht ein, wo der große Fehler gelegen haben könnte:
"Hätten wir nicht angegriffen, hätte die Artillerie uns erwischt. So hatten wir wenigstens kurz den Überraschungsmoment auf unserer Seite... Ich konnte bei der ruckeliegen Fahrt kaum zielen, aber hätten wir angehalten, hätten uns die Raketenwerfer zerfetzt. Mit dem schweren Waffenteam hatten wir die ideale Besetzung für das Bordgeschütz. Dass der Feind bei unserem Sturmangriff so schnell in Folge Kopftreffer landet war riesiges Pech für uns gewesen, nicht aber etwas, das vorherzusehen gewesen wäre. Die eigenen Kräfte vorher aufzuteilen und mehrere Ziele zu bilden hätte geholfen, aber dafür bestand weder die Zeit, noch hätte es die Raketenschützen davon abgehalten die Chimäre zu beschießen... Ich weiß es nicht... Hoffentlich hat Serghar eine Antwort... Wobei Laufen hätte ich jetzt auch Lust zu...

Serghar Lethe

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Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #484 am: 04.06.2013, 19:08:44 »
Der Techpriester braucht nicht lange nachzudenken, bis ihm die passende Antwort auf die Frage der Kommissarin parat liegt. Mit einem kleinen Räuspern erhebt Serghar seine Stimme: "Hätten die beiden Soldaten das natürliche getan und hätten, statt des Sturmbolters den Multilaser benutzt, so wären die Soldaten James Harper und Kenny Bernstein mit hoher Wahrscheinlichkeit noch am Leben. Selbiges habe ich aber schon in meinem schriftlichen Bericht an Sergeant Gaut bemerkt." Gibt der rot berobte Mann in einem bestechend neutralen Tonfall von sich, wärend er den Blick der in schwarz gekleideten Frau erwiedert.

Anya Volskoya

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Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #485 am: 04.06.2013, 21:43:36 »
Anya beginnt leicht verwirrt, aber ohne zu zögern, mit ihrem Lauf und erst nachdem sie die erste Runde hinter sich hat wird ihr wirklich bewusst, dass es natürlich auch noch andere Geschützstellungen gegeben hat, die Leistung und die Opfer ihres eigenen Trupps keineswegs einzigartig sind. Darüber hinaus hätte es ihr auch klar sein müssen, dass die Kommissarin sie direkt angesprochen hätte, wollte sie ihre Meinung zum Vorgehen des Trupps erfahren, dem sie selbst angeschlossen war.

Der zehnminütige Lauf ist keine wirkliche Herausforderung für die Sanitäterin, die sich auch in Ruhe- und Lagerzeiten mit täglichen, morgendlichen Läufen fit hält, aber irgendwie hat sie so das Gefühl, dass die Junior-Kommissarin sie alle noch sehr viel mehr wird laufen lassen bevor der Trainingstag sich dem Ende zuneigt.

Sarus Gaut

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Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #486 am: 05.06.2013, 17:23:27 »
"Der Bericht wurde zur Kenntnis genommen, Tech-Adept." hört man die Stimme des Sergeants, der auf der kleinen Freifläche ankommt, die der 53. Trupp als Trainingsgelände nutzen kann.
"Wie ich sehe, haben Sie bereits mit dem Training begonnen, Junior-Kommissarin." stellt der Sergeant mit einem Nicken fest, nachdem ihm Meldung zur Vollzähligkeit und Truppenstärke gemacht wurde. "Sehr gut."
"Fangen Sie mit der ersten Schießübung an, wenn diese Übung abgeschlossen wurde. Zuvor lassen Sie jedoch nochmals die Mannschaft vollzählig antreten."  sagt der Sergeant zu von Hindenburg, da er wohl das Fehlen von Anya Volskoya festgestellt hat.

Als der 53. Trupp vollzählig angetreten ist, wird der gesamte Trupp formal richtig an den Sergeant übergeben, der nach dem Salutieren diesen übernimmt. Die Junior-Kommissarin reiht sich an seiner Seite ein, als der Sergeant direkt vor dem Trupp steht.
"Guten Morgen. Wie ihr alle wisst, sind diese Trainingseinheiten nicht umsonst. Und wie wir festgestellt haben, kann uns allen etwas Training sicherlich nicht schaden. Der Feind wird nicht mit unserer überlegenen Stärke rechnen, wenn er uns das nächste Mal begegnet und wir über ihn hinwegfegen."
Kurz lässt der Sergeant die Worte wirken, bevor er fort fährt.
"Volskoya! Vortreten. Blick zum Trupp." Der Sergeant und die Junior-Kommissarin nehmen die üblichen Positionen ein, die den beiden bereits bekannt sind. Die Stimme Gauts wird nicht leiser, als er weiter spricht. "Die Kompanieführung hat gewährt, für die ausgezeichneten Dienste unter Einsatz ihres Lebens, Soldat Volskoya zum Korporal zu befördern." Seine Hand wandert in seine Tasche, wo er die entsprechenden Abzeichen hervorholt. Eines davon wird an die Junior-Kommissarin übergeben, um auf der linken Schulter den Wechsel der Abzeichen vor zu nehmen, während Sergeant Gaut das rechte Schulter-Abzeichen wechselt. Jeweils eine Hand auf dem Abzeichen, schlagen der Sergeant sowie die Junior-Kommissarin fest auf die Schulter, um das Abzeichen zu befestigen. Dann steckt der Sergeant die alten Abzeichen in die Hosentasche der Sanitäterin und reicht ihr die Hand: "Meinen Glückwunsch, Korporal."

Nachdem Anya in die Reihe zurück geschickt wurde, spricht der Sergeant weiter: "Ihr könnt eurer Kameradin später gratulieren. Wir fahren mit dem Training weiter fort. Ich hoffe, diese Beförderung zeigt, dass das Oberkommando uns nicht vergisst und dass der Imperator diejenigen belohnt, die im Dienste überragendes leisten. Nehmt euch ein Beispiel."
Dann wartet der Sergeant kurz, bevor er sich zur Junior-Kommissarin dreht: "Ihr Trupp, Junior-Kommissarin. Wir fahren mit dem Schießtraining unter unserer Leitung fort."

Luther Engelsnot

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Prolog: Der Hammer des Imperators
« Antwort #487 am: 07.06.2013, 13:00:19 »
Den Rest des Tages verbringt der 53. Trupp mit dem Schieß- und Taktiktraining unter der Leitung von Sarus und Xanthippe, wobei sich beide nicht zu schade sind, ebenfalls ihre Schießfertigkeiten zu trainieren. Das Training ist hart und anstrengend und nicht immer für alle Produktiv. Sarus ist mehr damit beschäftigt seine Leute zu motivieren, als selbst etwas mitzunehmen und Xanthippe muss bei vielen das taktische Wissen stark aufbessern, weswegen es bei ihr kaum besser aussieht. Die Halblinge scheinen sich besonders gegen das Training zu sträuben und das nicht nur wegen der fremden Kommissarin gegenüberder sie immer noch misstrauen hegen, sondern auch weil sie davon überzeugt sind keines mehr zu brauchen. Aaron stellt sie ebenfalls nicht sehr geschickt an und ist bei Zeiten vom Informationsstrom überwältigt. Anya und Serghar hingegen können dank der ausführlichen Erklärungen von Xanthippe einiges Mitnehmen und beim Schießtraining lernt Anya einige Kniffe und erweist sich entgegen aller Erwartungen wieder als gute Schützin. So zieht sich das Training über mehrere Wochen.
Leite:
Coriolis: 1001 Sterne zwischen der Finsternis

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