Autor Thema: Bibliothek  (Gelesen 1558 mal)

Beschreibung: Wissenswertes um Talingard und darüber hinaus

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Pestbeule

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Bibliothek
« am: 01.08.2012, 09:01:20 »

Talingard
strahlender Inbegriff von Rechtschaffenheit und Tugend.
Vorherrschende Gesinnung: Rechtschaffen Gut
Hauptstadt: Matharyn (105.000 Einwohner)
Andere bemerkenswerte Städte: Ghastenhall (82.000), Daveryn (59.000), Havelyn (21.000), Fernmark (9.500), Altenkreuz (1.800), Varyston (1.200)
Herrscher: König Markadian V. gennant der Tapfere, Beschützer der Gerechten
Regierungsform: religiöse Monarchie
Sprachen: Gemeinsprache (Taldan) und Zwergisch
Hauptreligion: Iomedae

Obwohl Talingard als friedliches und glückliches Königreich bekannt ist, hat das Reich eine stürmische Vergangenheit. Vor etwa achtzig Jahren durchlebte das Königreich einen bitteren Thronfolgekrieg, der von dem Hause Barca (mit seinen zum Großteil halbelfischen Adeligen) und dem Menschengeschlecht des Hause Darius ausgetragen wurde. Beide hatten Ansprüche auf den Thron und Unterstützung unter den zersplitteten Adeligen der Insel. Die Schlacht von Tamberlyn besiegelte die Zukunft des Inselkönigreiches für die nächsten Generationen. Haus Barca wurde in einer blutigen Schlacht besiegt und König Markadian I auch der Siegreiche genannt bestieg den Thron. Er erlaubte sogar den Adeligen des Hauses Barca ihre Ländereien zu behalten wenn sie ihm die Treue schwören und zum Glauben an Iomedae konvertierten. Bis dahin wurde in Talingard ein ganzes Pantheon an Göttern verehrt (insbesondere Asmodeus). Das Angebot wurde angenommen und so waren die Thronfolgekriege beendet und die Hauptreligion der Insel entschieden.

Markadian I war nicht nur ein großer Krieger, sondern er bewies auch das er ein noch größerer König war. Er fügte den Grottenschraten im Norden des Landes so schwere Verluste zu, das Generationen vergingen bevor sie sich wieder erholten. Er war es auch der den machtigen Wachwall im Norden ausbauen lies und drei neue Festungsanlagen errichten lies. Und obwohl der Paladin die Religion von Iomedae förderte und sich gegen die Veehrung von Asmodeus aussprach, tolerierte er den Prinz von Nessus und seine Tempel solange diese zurückhaltend waren. Aber er hatte auch seine Fehler. Wie so viele große Herrscher war er ein großartiger Soldat und König - aber ein kein guter Vater.

Nach seinem Tod bestieg sein ältester Sohn Martius den Thron. Dieser zeigte jedoch nur wenig Interesse an den Reichsinteressen. Er ließ die große Bibliothek in Matharyn errichten und begann die alte Familienburg zu einem Palast ausbauen zu lassen der noch heute als das Adarium bekannt ist. Dorthin zog er sich zurück und war nur selten in der Öffentlichkeit gesehen.
Der zweite, jüngere Sohn von Markadian I war jedoch nicht so zurückhaltend. Prinz Hallen hielt Hof in Abwesenheit des Königs und fordete den Gehorsam der Ritter des Reiches. Das wäre eine akzeptables Arrangement gewesen. Prinz Hallen wäre der de facto Herrscher des Reiches gewesen, während König Markadian II in seinem Palast zurückgezogen lebte. Doch Prinz Hallen war verrückt. Er war davon überzeugt das seine Mutter ein Engel gewesen sei und er nichts geringeres als ein Halbgott. Zuerst war dieser Wahnsinn subtil - er kleidete sich gerne ganz in weiß und ließ sich magische Flügel anfertigen, welche es ihm ermöglichten über die Hauptstadt zu gleiten.

Doch dann begannen seine Visionen. Die Engelsstimmen flüsterten ihm ein, er müsse seinen Bruder ersetzen und so zum wahren und unsterblichen Herrscher über Talingard werden. Obwohl den König verstörende Nachrichten über den Wahnsinn des Prinzen erreichten weigerte er sich diesen Glauben zu schenken. Eine berühmte Aussage des König war es "Mein Bruder beliebt nur zu scherzen".

Doch der "Engelsprinz" machte keine Scherze und flog mit seinem flammenden Schwert zum Adarium und tötete seinen Bruder und ernannte sich selbst zu Markadian III, dem Unsterblichen. Innerhalb weniger Tage zeigte sich der Wahnsinn des Unsterblichen Königs immer mehr. Er ernannte seinen Geburtstag zum wichtigsten heiligen Tag des Reiches. Er begann das Militär mobil zu machen um die Hölle selbst zu stürmen und befahl seinen Zauberern einen Weg zu finden ein Tor dorthin zu öffnen. Er selbst wollte Asmodeus stürzen. Es dauerte nicht lang bis das Volk genug von seinem Wahnsinn hatte. Die offiziellen Geschichtsbücher besagen das er eines Tages ohne seine Flügel versuchte vom höchsten Turm des Adariums zu fliegen. Wahrscheinlicher ist aber, dass er von den Paladinen des Reiches hinabgeworfen wurde, die keine weiteren seiner Blasphemien dulden konnten.

Zum Glück hatte Martius (Markadian II) bereits einen Sohn - Marcus. Er wurde als Markadian IV, der Zelot gekrönt. Der neue König verstand sehr schnell das er seine Machtbasis festigen musste und die Krisen der vergangenen Jahre aus dem Gedächtnis der Bevölkerung verschwinden lassen musste. Er brauchte einen Feind um das geteilte Talingard wieder zu einen. Er fand diesen Feind in den Anhängern des Asmodeus. Er beschuldigte den Kult des Asmodeus einen Teufel beschworen zu haben, welcher von dem letzten König Besitz ergriffen habe und ihn in den Wahnsinn getrieben hätte. Es war ein brillianter politischer Schachzug. Es befreite das Haus Darius von allen Vorwürfen und wälzte die gesamte Schuld auf einen kleinen, unbeliebten, am Rande der Gesellschaft stehenden Kult. Das war der Anfang der Asmodeus-Säuberungen.

Die Ritter von Alerion übernahmen die Führung beim Zerstören der Asmodeustempel. Hohepriester wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt und die Anhänger wurden in den Untergrund getrieben. Zwölf Jahre saß der Zelot auf dem Thron und während dieser Zeit tat er alles um den Kult des Asmodeus auszulöschen. Er hat es so gut wie geschafft. Markadian IV starb in verhältnismäßig frühem Alter von 41 Jahren an einer mysteriösen Krankheit. Gerüchte behaupten der Kult des Asmodeus hätte einen Fluch auf den König gelegt. Diese Gerüchte feuerten die Säuberungen nur noch weiter an.

Sein Sohn, Markadian V, war 22 Jahre alt als er den Thron bestieg und regiert nun seit 16 Jahren das Reich als fähiger, energischer König der sich stark dafür eingesetzt hat die schrecklichen Ereignisse der Vergangenheit zurück zu lassen. Er wird von seinem Volk geliebt - er ist der wahre Erbe des Siegreichen. Schon früh in seiner Amtszeit führte er persönlich die Armee um der Wachmauer im Norden gegen eine Grottenschrat-Invasion beizustehen. Dort verdiente er sich auch seinen Beinamen "Der Tapfere".

Markadian V hält das Religionsverbot gegen den Kult des Asmodeus aufrecht, jedoch führt er die Säuberungen nicht mit dem gleichen Eifer aus wie sein Vater. Schließlich ist dies ein bereits gewonnener Kampf. Niemand hat in den letzten Jahren etwas von einem Asmodeus-Kultisten gehört oder gesehen. Stattdessen gilt seine Aufmerksamkeit dem Westen und Norden. Er hofft es der König zu sein welcher die gesamte Insel Talingard unter seine Herrschaft bringt.

In einer Aufgabe hat er aber bisher versagt. Bis heute hat er keinen Sohn gezeugt. Stattdessen hat er nur ein einziges Kind - eine wunderschöne, intelligente junge Prinzessin namens Bellinda. Mit ihren 20 Jahren ist sie bereits ein Wunderkind der arkanen Künste. Wenn ihr Vater weiterhin keinen männlichen Erben zeugt, wird sich zeigen ob das Volk von Talingard einer Königin folgen wird anstelle eines Königs...

« Letzte Änderung: 31.03.2013, 11:34:51 von Pestbeule »
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Pestbeule

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« Antwort #1 am: 09.05.2013, 09:36:50 »
Hier nochmal der Vertrag den ihr unterzeichnet habt.

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