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Autor Thema: Seemanns-Geschichten  (Gelesen 58559 mal)

Beschreibung: [Inplay]

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Sensemann

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Seemanns-Geschichten
« am: 01.08.2012, 21:11:30 »

The Wormwood Mutiny (Skull & Shackles 1 of 6)
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Sensemann

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« Antwort #1 am: 03.08.2012, 01:27:14 »
Part 1 und Tag 1: Auf der Wurmholz

Jahr 4712 nach absalomer Zeitrechnung

Arodus, der Neunte dieses Monats - ein Sonnentag und offizieller Feiertag als Tag der Stille des Flüsterers


Jeder fängt mal klein an...
« Letzte Änderung: 29.10.2012, 19:35:02 von Sensemann »
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Sensemann

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« Antwort #2 am: 07.08.2012, 18:30:44 »
Mit einem heftigen Tritt in die Eingeweide[1] und einer Piratenwäsche[2]werden Taeren Ben Wedding und Amon unsanft aus ihrem koma-ähnlichen Schlaf gerissen.

Doch noch bevor die beiden Menschen ihren noch müden Augen richtig öffnen können, um ihre Situation und ihre daraus resultierende missliche Lage zu begreifen, knallt schon eine Peitsche - zum Glück keine neunköpfige Katze[3] - laut zwei Mal und trifft beide schmerzhaft jeweils ein Mal auf ihre völlig nackte Haut,[4] und die barsche Stimme eines Mannes auf Taldane erklingt:

"Ihr Landratten, glaubt ihr Euch noch immer, dass Euch die Sonne sanft wachküsst wie die billige Hure von Mutter, welche ihr beide habt? Auf die Beine! Sofort! Zieht Euch an und Marsch hinauf ans Oberdeck, bevor Cap’n Harrigan Euer fettiges Fleisch in Würstenhaut füllt und es Fischgräte zum Frühstück anbraten lässt!"

Ruckartig finden sich die beiden Männer völlig benebelt und schlaftrunken noch, wobei der komische bitterliche Geschmack im Mund nicht an eine mit Rum durchzechte Nacht erinnert[5], wackelig auf ihren Beinen wieder.
Sie befinden sich scheinbar auf dem Mitteldeck eines großen Schiffes, welches bereits in See gestochen ist, denn es schaukelt heftig als würde das Schiff gerade mit vollen Segeln und Wind im Rücken trotz starken Wellengangs sich fortbewegen, während die salzige Seeluft in ihre Nasen dringt und grelle Sonnenstrahlen auf ihrer wunden Haut brennen.

Langsam werden sie jedoch wieder Herr ihrer Augen und restlichen Sinne.

Vor ihnen liegt nur ihre Kleidung und Unterwäsche sowie ihr Schuhwerk, während von ihrer restlichen Ausrüstung und vorallem ihren Waffen und Rüstung jegliche Spur fehlt.

Um sie herum positioniert hat sich ein bärtiger Pirat (der Wort- und Anführer) zusammen mit sechs weiteren düster blickenden Piraten positioniert, wobei vorallem der bärtige Mann mit der Peitsche in der Hand so aussieht, als wäre mit ihm nicht zu spaßen - es sei denn man möchte erneut seine Peitsche kosten.

Für Amon ist jedoch ist dabei einer der weiteren Piraten kein Unbekannter, sondern sein finster ihn voller Hohn angrinsender Freund Jakes Magpie.
Doch sehr viel zu sagen hat sein Freund hier wohl nicht, sonst würde er sich nicht hinter diesem grimmigen bärtigen Mann mit Peitsche "verstecken".

Trotz all der Scham sollten sich die beiden sich unbekannten Männern beeilen dem Befehl des noch namenlosen Mannes nachzukommen, denn in ihrer Nähe wird bereits eine Planke aufgestellt, während andere Piraten weitere nackte Personen vom Unterdeck auf das Mitteldeck unsanft schleifen.
 1. 1 Punkt Betäubungsschaden bitte im Status eintragen
 2. Eimer Salzwasser ins Gesicht
 3. eine beliebte Peitsche bei Freibeutern
 4. 2 weitere Punkte Betäubungsschaden bitte in den Status eintragen
 5. Wahrnehmungswurf, Handwerkswurf (Alchemie) bzw. Wissenswurf (Natur) und ein Intwurf bitte!
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Amon

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« Antwort #3 am: 07.08.2012, 19:08:23 »
Amon verzieht sein Gesicht vor Schmerz als er versucht aufzustehen. Er weiß nicht was ihm mehr weh tut ... die Folgen des gut gezielten Tritts und der Peitsche, das starke Kopfweh oder der Anblick seines "Freundes" Jakes Magpie wie er sich hinter dem großen Piraten hämisch ins Fäustchen lacht. Noch gestern (war es wirklich gestern?) waren sie an einem Tisch gesessen und haben die gemeinsame Beute versoffen und nun das. Amon fehlt total das Gefühl für Zeit aber "dank" der Schmerzen weiß er zumindest das er noch lebt.

Gepaart mit dem fahlen Geschmack vom gestrigen Rum merkt Amon allerdings noch etwas das er erst nicht zuordnen kann.

Doch dann erinnert ihn dieser Beigeschmack an irgendein Gift. Jedoch kann er nicht sagen welches.

"Jakes, wohin hast du mich hier nur gebracht ... du warst es wohl der mich vergiftet hat ... na warte, wenn ich dich in einer besseren Situation erwische ..."

Amon lässt Jakes mit einem strengen Blick wissen was er von ihm denkt ehe er seine Kleidung zusammensucht und sich wieder anzieht. Dabei versucht er möglichst unentdeckt die kleinen Innentaschen abzutasten, nur um festzustellen das alles was er in der Taverne mit sich führte weg ist.

"Die waren wohl sehr sehr gründlich ... besser erstmal tun was die wollen! Und scheinbar bin ich hier nicht der Einzige .."

Der Keleshite zerrt noch seine Bluse zurecht und klopft den Schmutz von seinem Gewand eher er sich mit noch etwas unsicherer Stimme an den offensichtlichen Befehlshaber wendet.

"Aye, ich bin be-bereit!"
« Letzte Änderung: 07.08.2012, 20:27:58 von Amon »

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« Antwort #4 am: 07.08.2012, 20:10:11 »
Schnaufend und mit dröhnendem Kopf rappelt sich Taeren auf, sichtlich von der Situation überrumpelt. Der Seegang unter seinen Füßen und auch restalkoholbedingte Taubheit in seinen Beinen lassen ihn kurz schwanken, bis es ihm langsam dämmert, wo genau er sich gerade befindet und wer - oder eher was - der grimmige Mann ist, dessen barsche Stimme sich in Taerens angeduselten Verstand gebohrt hat.

"So will man nicht nackt aufwachen...", wird ihm bewusst. "Neben einer Hure, meinetwegen gern, aber nicht umringt von grinsenden, hässlichen Fratzen, getreten, nass und ausgepeitscht."

Und scheinbar ist er nicht der Einzige, dem das Glück heute nicht wohl gesonnen ist. Der Junge neben ihm scheint genauso verwirrt wie er selbst es ist. Weitere Opfer für den Peitschenmann scheinen gerade zu folgen.

"Verdammt, ich kann mich nicht dran erinnern, dass ich irgendwo angeheuert hab!"

Die Ereignisse der letzten rumreichen Nacht in der Taverne verschwimmen in Taerens Gedächtnis. Außerdem ist er jetzt in diesem Moment viel näher an der verhassten Nüchternheit als ihm lieb ist. Viel zu nah als dass er sich hätte richtig konzentrieren können. Allein ein komischer Nachgeschmack zeugt von einem wahrscheinlich feuchtfröhlichen Abend, an dem er dieses Mal wohl eindeutig zu tief ins Glas geschaut hat, wenn er seine jetzige Lage bedenkt.
Trotz seines Widerwillens beeilt er sich, dem Befehl des bärtigen Mannes nachzukommen, und schlüpft hastig in seine Kleidung und danach auf der Stelle hüpfend in seine Stiefel. Einem Mann, der eine Peitsche in der Hand hat, widerspricht man besser nicht.
Doch gerade wegen der Bedrohung, die von dem Fremden ausgeht, fühlt er nach seinem Springmesser, das sich eigentlich in seiner Hosentasche befinden sollte, und tarnt die Bewegung damit, seine Hose zurechtrücken zu wollen.

"Es wird bestimmt noch schlimmer", ahnt er, als auch seine anderen Taschen zu seinem Bedauern leer sind.

Da wird ihm bewusst, dass auch Butch fehlt. Sein Frettchen hätte sich bestimmt schon auf den peitscheschwingenden Seemann gestürzt, wenn der kleine Teufel in der Nähe gewesen wäre.

"Wehe, die haben ihm was angetan!", droht Taeren grimmig in Gedanken, richtet sich dann aber auf und fügt sich mit ernstem Gesicht seinem Schicksal. Vielleicht hätte er sogar ein Grinsen zustande gebracht, doch bei dem gereizten Zustand des Fremden ist das sicherlich keine gute Idee.
« Letzte Änderung: 08.08.2012, 00:44:53 von Sensemann »

Sensemann

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« Antwort #5 am: 08.08.2012, 01:14:49 »
Der bärtige Pirat verzieht keine Miene auf die Worte von Amon, welcher sich fertig angezogen und damit etwas von seinem Stolz als Keleshite wieder hergestellt hat, und auch Taeren geschicktem Manöver, um zu schauen ob sein Springmesser ihm wenigstens geblieben ist, schenkt er keinerlei Beachtung.

Zumal den beiden unerfahrenen Abenteurern von den Piraten sowieso nichts anders zurückgegeben wurde als ihre Bekleidung.

Stattdessen blickt der sonnengegerbte Pirat grimmig in Richtung wolkenloser Himmel und knurrt entzürnt seine Mannen um sich herum an, als er seinen Greifvogel entdeckt:
"Dort oben fliegt immernoch dieser Vogel - holt ihn endlich runter, denn ich pfeif auf irgendwelche Omen!"

Was wiederum von ein paar Freibeutern mit einem leicht verzweifelten "Aye, aye, Master Scourge!!!" kommentiert wird, während ein paar andere Piraten gerade einen nackten bleichen Halbelfen vor die Füße des bereits angezogenen Amon und dem düsteren und für einen Taldan recht wenig arrogant blickenden Mann namens Taeren zerren.

Der bewusstlose nackte Halbelf wirkt recht schmächtig und schwächlich, was nicht gerade dazu beiträgt bei den anderen beiden Gefangenen Respekt einzuflössen. 
Auch die Tätowierung um sein linkes Auge und sein Vollbart lassen ihn an diesem Ort irgendwie fehl am Platz wirken.

Dennoch bekommt Fenndrakon die gleiche Behandlung wie Taeron und Amon zuvor:
Einen Tritt in die Magengrube gefolgt von einem Eimer voll Salzwasser ins Gesicht und zwei Peitschenhieben auf die nackte Haut.[1]

Nur die Aufforderung des Piraten mit der Peitsche, welcher wohl auf den Namen Master Scourge hört (zumindest haben Amon und Taeren dies nun bereits mitbekommen), ist für den gerade erwachenden Halbelfen eine Andere:

"Ich dachte, Elfen pennen nicht?! Hör also auf hier so eine Memme zu spielen und zieh Dich sofort an, Langohr, bevor ich Dich als Haiköder verwende! Cap’n Harrigan erwartet Deine weichliche Visage auf dem Oberdeck! Marsch! Marsch!"

Worauf auch Fenndrakon benebelt und schmerzverzerrt seine Augen öffnet und von seiner eigentlichen Ausrüstung nur seine Kleidung vor die Nase geworfen bekommt - von einem der umstehenden Seeräuber.

Auch der Halbelf kann sich nicht erinnern, wie er hierher gekommen ist, doch auch ihm fällt ein säuerlich bitterer Geschmack seines Speichels auf.[2]
 1. Status ist schon angepasst
 2. Wahrnehmungswurf, Handwerkswurf (Alchemie) bzw. Wissenswurf (Natur) und ein Intwurf bitte!
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Fenndrakon

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« Antwort #6 am: 08.08.2012, 11:04:45 »
Desorientiert schüttelt der schmächtige Halbelf den Kopf nur um das gleich zu bereuen, als der Schwindel und das Hämmern in seinem Kopf stärker wird.

"Beim großen inneren Meer, was ist denn hier los" Mit halb geschlossenen Liedern blickt sich der Halbelf um, wobei er sich der Hoffnungslosigkeit seiner Situation bewusst wird. "Keine Ahnung, was sie mir untergemischt haben, aber sie waren gründlich..."

Mühsam versucht sich der Halbelf aufzurichten, seine Bewegungen sind immernoch fahrig und langsam, aber er greift nach seiner Kleidung, schließlich kannte er solche Situationen zur genüge und wusste was ihm blühte wenn er dem Befehl nicht nachkam. Als er jedoch weder seinen Waffengürtel noch seine Waffen finden konnte, sucht er verzweifelt danach das Deck ab. Dann zuckt er resigniert mit den Schultern und erhebt sich vorsichtig.

"Muss wohl daran liegen das ich kein Elf bin." Dann macht er einen ersten prüfenden Schritt in Richtung des Mitteldecks, unsicher was als Nächstes kommen würde.
« Letzte Änderung: 08.08.2012, 11:18:21 von Sensemann »
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Sensemann

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« Antwort #7 am: 08.08.2012, 11:29:26 »
Als auch Fenndrakon wie auch Taeren und Amon zuvor dem Befehl von Master Scourge nachgekommen und endlich angezogen ist, knallt Master Scourge mit der Peitsche in der Luft und knurrt anschließend mit weniger lauter Stimme:
"Los, Jungs, vier Mann bringen unsere neuen Gäste nach oben zum Oberdeck."

Was von vier Freibeutern mit einem "Aye,aye, Master Scourge..." auf Taldan erwidert wird, wobei ein Pirat zu den drei Abenteurern auf Polyglot leise zischt wie eine Schlange:
"Und solltet ihr irgendwelche Mätzchen machen, was ich natürlich hoffe...sind Euch Arschtritte und ein paar blutige Gesichtsverzierungen sicher..."

Woraufhin die drei Abenteurer unsanft vor den vier Seeräubern nach oben in Richtung Oberdeck getrieben werden, wobei sie dabei einen ersten Blick in Sachen Schiff und Piraten riskieren können,[1] während Master Scourge sich mit den restlichen Mannen um die restlichen noch schlafenden Gefangenen kümmern wird.
 1. Wahrnehmungswürfe bitte
« Letzte Änderung: 10.08.2012, 02:09:43 von Sensemann »
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« Antwort #8 am: 08.08.2012, 12:23:19 »
"Dieser Master Scourge ist ein überaus lieber Geselle", denkt Taeren nicht ohne Ironie, als die vier Piraten ihn, den Jungen und das bleiche Langohr von dem Peitschenschwinger wegschubsen. Jeder von ihnen trägt ein Entermesser, eine Waffe, die Taeren nun zu gern an seiner Seite gewusst hätte, falls die Begegnung mit dem Captain brenzlig werden würde. Doch irgendwelche Mätzchen hat der Taldan eigentlich nicht vor. An Bord eines Schiffes gilt das Gesetz des Captains und wehe dem, der es wagt, sich dessen Willen zu widersetzen.

Generell gibt es drei einfache Regeln, hat Taeren gelernt:
"Erstens: Der Captain hat das Sagen. Zweitens: Der mit der Peitsche hat immer Recht. Und Drittens: Hände weg vom Rumlager, sonst bekommst du es mit beiden gleichzeitig zu tun!"

Die lauten Geräusche und Stimmen an Bord - und dazu noch das grelle Sonnenlicht - stechen mit unbarmherziger Härte auf seinen dröhnenden, leicht benebelten Schädel ein. Aber trotzdem sein Zustand und vor allem seine Situation nicht gerade berauschend sind, findet Taeren nicht wirklich Grund, weiterhin schlechte Laune zu zeigen.

Er setzt ein beinahe schon zufriedenes Grinsen auf, während er von den Piraten weitergestoßen wird. Da sie sich nun bewegen, erkennt er, dass er sich auf einem Dreimaster von etwa hundert Fuß Länge befindet.
"Ein schnuckeliges, kleines Bötchen habt ihr hier", teilt Taeren seinen Umhertreibern seine Meinung mit.
Dann wendet sich der Taldan an seine Leidensgenossen.
"Jedes Schiff hat ein eigenes, ganz spezielles Begrüßungsritual", erklärt er mit einem amüsierten, tiefen Lachen in der Kehle. "Ich weiß noch, einmal hab ich wo angeheuert, da haben sie jeden Neuen in der ersten Nacht an Bord an Händen und Füßen gepackt, aus der Hängematte gezerrt und mit ihm die komplette Bilge gewischt. Das war ein Spaß!"
« Letzte Änderung: 08.08.2012, 13:29:19 von Taeren Ben Wedding »

Amon

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« Antwort #9 am: 08.08.2012, 12:51:26 »
"Solange man nicht der Neue war ...", antwortet Amon missmutig aber doch mit einem etwas gezwungen wirkenden Lächeln. Immerhin konnte der unbekannte Fremde neben ihm wohl nichts für die missliche Lage in der sich der Mensch derzeit befindet. Das letzte Mal als er auf einem Schiff außerhalb des Hafens war liegt nun schon zwei Jahre zurück. Damals war es ein Handelskahn mit dem er nach Port Peril gereist war.

Bisher hatte Amon nicht all zu viel für die Seefahrt übrig auch wenn gerade Matrosen zu seinen Haupteinnahmequellen zählen. Rumgetränkt und mit frischem Gold ausgestattet waren sie oft leichte Opfer im Glücksspiel.

Amon versucht sich einen ersten Eindruck von seiner neuen Umgebung zu verschaffen was aufgrund des noch immer pochenden Schädels, dem grellen Licht und der ewigen Herumschubbserei nicht all zu leicht ist. Instinktiv fällt sein Blick aber auf die Goldbeutel seiner Peiniger.

Als ihn wieder einer anrempelt löst Amon ihm mit einer geschickten Bewegung den Beutel vom Gürtel und lässt sich fallen um gleich darauf die Beute im Schutze seines Körpers unter seiner Kleidung verschwinden zu lassen.[1]

Als er sich wieder aufrappelt und weitergeht keimt zum ersten Mal ein leichtes Gefühl von Zufriedenheit in ihm.

"Mal sehen wie lange das unentdeckt bleibt ..."

Auf das unfreundliche Gezische des Piraten reagiert er nicht. Was immer er auch gesagt haben mag, es war bestimmt keine Aufmunterung.
 1. Eye for Plunder - Campaigntrait
« Letzte Änderung: 09.08.2012, 10:45:18 von Amon »

Sensemann

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« Antwort #10 am: 08.08.2012, 14:42:20 »
Abgelenkt durch das Gerede von Taeren, welches übrigens bei den zuhörenden Piraten Wohlgefallen findet und teilweise sogar ein Grinsen ins Gesicht ruft, bemerkt weder das Diebstahlopfer noch die restlichen Bewacher, dass Amon nun um einen Geldbeutel mit fünfzehn Goldmünzen reicher ist.

Dabei stellt sich der junge Keleshite fast so gut an, als wäre er auf den Straßen von Katapesh als Taschendieb Zuhause.

Währenddessen haben die drei Abenteurer und ihre Begleiter das Zwischendeck hinter sich gelassen und das Hauptdeck erreicht, wo sich unter anderem die Kabine des Kapitäns, das Labor des Sprengmeisters, aber auch die Waffenkammer befindet.
Alle Räumlichkeiten sind jedoch durch massive Türen und Schlösser gesichert.
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Fenndrakon

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« Antwort #11 am: 09.08.2012, 10:40:48 »
Mit gesenktem Kopf torkelt der Halbelf hinter seinen Mitgefangenen her, behält dabei seine Umgebung aber genau im Auge, vorallem die Lage der  Waffenkammer und das Labor des Sprengmeisters prägt  er sich genau ein.

"Für einfache Piraten sind diese Kerle erstaunlich gut ausgerüstet. Die Waffenkammer und das Labor könnten noch von Nutzen sein"

Als sein Mitgefangener einen der Piraten anrempelt, wundert sich der Halbelf nur, da er den Fremden nicht gerade für tolpatschig hielt. Aber der Wellengang auf einem Schiff hatte schon ganz andere in die Knie gezwungen.

Sein Blick wandert hinauf zum Oberdeck und ein Schauder läuft durch seinen Körper.

"Das wird bestimmt ein Mordsspass hier", greift er den Scherz von dem Menschen nochmal auf.
« Letzte Änderung: 09.08.2012, 10:50:50 von Sensemann »
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Amon

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« Antwort #12 am: 09.08.2012, 11:21:51 »
Auch Amon betrachtet die massiven Schlösser an den Türen.

"Wie ich mir eben schon dachte, hier vertrauen sie niemanden, was sonst lässt sie so große Schlößer anbringen. Es kann ja hier kaum jemand was stehlen und einfach verschwinden."

Bei diesem Gedanken schweift sein Blick über die schier endlos wirkende See als ihm wieder die hämische Fratze von Jakes Magpie vor seinem inneren Auge erscheint.

"Jakes, wenn du bloß gefragt hättest wäre ich vielleicht sogar freiwillig auf so ein Abenteuer eingestiegen ... aber unter diesen Umständen ... das ist unverzeihlich ... was mach ich bloß mit dir ..."

Dann wendet auch er sich an seine beiden 'Begleiter': "Schön das es euch hier so gut gefällt! Immerhin werden wir wohl länger hier arbeiten dürfen."
« Letzte Änderung: 09.08.2012, 11:44:29 von Sensemann »

Sensemann

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« Antwort #13 am: 09.08.2012, 12:25:55 »
Doch mehr Zeit zum Reden ist nicht, denn auch das Hauptdeck haben die drei Abenteurer in der Zwischenzeit nun bereits hinter sich gelassen und können nun vom vorderen Oberdeck - dem so genannten Vorderdeck - den herrlichen Ausblick auf den weiten tiefblauen Ozean genießen und einen faszinierten Blick auf den brüllenden Drachen als Galionsfigur machen, während ihrer möglichen Suche nach dem Festland.

Jedoch ist weit und breit kein Festland zu entdecken.

Dafür jedoch, sollten sie sich in Richtung Schiff wieder umdrehen und das rege Treiben an Bord beobachten wollten, können sie den ersten Toten auf dem hinteren Oberdeck - dem Heck - in einem Käfig neben dem Ruder entdecken.
Wobei der Tote schon anfängt zu skelettieren, während seine Kleidung dank der salzigen Seeluft langsam zerfällt wie das Fleisch und die Haut auf seinem Knochen - ein Zeichen, dass der Tote schon von längerer Zeit Pharasmas Acker betreten hat.

Doch zu weiteren Gedanken kommen die in der grellen Sonne auf dem Oberdeck wartenden drei Männern namens Taeren, Fenndrakon und Amon nicht, denn da stoßen bereits zwei weitere Gäste zu ihnen hinzu:
Eine gut aussehende Piratenfrau mit Garundiblut und ein exotischer Undine mit blauer Haut und feuerroten Haaren.

Auch Ilmari und Arvilia wurden wie die restlichen Abenteurer mit schmerzenden Peitschenhieben und einem Eimer Salzwasser geweckt und mit "freundlichen" Worten des bärtigen Piraten mit Peitsche dazu aufgefordert sich ihre Kleidung schleunigst anzuziehen, während ihr restliches Hab und Gut ihnen scheinbar weggenommen wurde,[1] wobei Arvilia innerlich voller Freude ihren Vertrauten am Himmel fliegend entdecken kann.

Und genauso wie die anderen drei unfreiwilligen Passagiere ist den zwei Abenteurern der komische bittere Geschmack im Mund gepaart mit dem Blackout von letzter Nacht in Port Peril aufgefallen, welcher sie scheinbar in diese missliche aktuelle Lage manövriert hat.[2]

Doch während die Gefangenen zuvor von einfachen Freibeutern zum Oberdeck gebracht worden sind, bringt Master Scourge zusammen mit zwei weiteren Seeräubern die zwei übrigen Abenteurer höchstpersönlich und angetrieben mit seiner laut knallenden Peitsche zum Oberdeck, sodass den zwei verkaterten und völlig überforderten Gefangenen wenig Zeit bleibt erste Eindrücke vom Schiff zu sammeln.

Oben angekommen ziehen sich jedoch die Piraten und der launische Peitschenschwinger zurück zum Mitteldeck und lassen die fünf Abenteurer alleine zurück, da scheinbar eine Flucht hier mitten auf hoher See (fernab von jeglichen Festland) genauso aussichtslos ist wie ein gewaltsamer Konflikt gegen die Piraten, welche neben ihren Waffenvorteil auch einfach zu gehörig in Überzahl sind.

In diesem Moment erreicht jedoch auch schon ein stämmiger älterer Garundi mit Vollbart, Augenklappe und Glatze die Gefangenen, welchen neben seinen Muskelbergen vorallem seine einschüchternde blutverschmierte Axthand auffällt.
Doch der grimmige Seebär kommt nicht allein.
Dicht auf Schritt und Tritt folgt ihm ein weiterer deutlich jüngerer Mann mit Glatze, langen Zopf am Hinterkopf und Spitzbart, wobei sein Entermesser und seine neunköpfige Piratenpeitsche verraten, dass auch mit ihm nicht zu spaßen ist.

"Schön, dass Ihr es geschafft habt Euch zu uns zu gesellen. Willkommen auf der Wurmholz!
Danke auch, dass Ihr unsere offenen Stellen in der Crew aufnehmt.
Ich bin Barnabas Harrigan. Captain Barnabas Harrigan für Euch, aber wir werden nie miteinander die Ehre haben.
Denn ich habe nur eine Regel für Euch: Sprecht mich niemals an!
Ich rede gerne, aber nicht mit Euch, aye?
Ich hab nur diese eine Regel und Ihr tut gut daran Euch an diese zu halten."
, woraufhin sich der stämmige Mensch bereits umdreht, aber nur um wieder auf dem Absatz Kehrt zu machen:

"Oh, noch eine Sache. Selbst wenn ihr keine Piraten seid, so müsst ihr Euch an unseren Kodex halten.
Sollten Ihr jemanden von meinen Männern töten, werde ich Euch höchstpersönlich von der Planke springen lassen und Euch an die Haie verfüttern!
Und wehe jemand kommt jetzt mit irgendeinem anderen Kodex, um seinen Hals zu retten.
Herr Plugg!
Wärt Ihr so gütig aus diesen Landratten richtige Seefahrer zu machen.
Ich möchte sie ungern in eine Zelle sperren...für ein Jahr und einen Tag...bis ich eine andere Verwendung für sie finde wie bei unseren ehemaligen Steuermann dort hinten im Käfig!"


Daraufhin verschwindet der Kapitän, genauso schnell wie er erschienen ist und lässt die Abenteurer mit dem spitzbärtigen Mann mit der neunköpfigen Katze und dem Entermesser in den Händen alleine zurück.
Und auch dieser begrüßt die Gruppe auf seine eigene herzliche Art:
"Salutiert gefälligst, wenn ein Offizier anwesend ist!
Mein Name ist Herr Plugg - erster Maat an Bord der Wurmholz. Für Euch Lieutenant Plugg.
Stellt Euch mit Namen und Herkunft der Reihe nach vor, bevor ich schaue, wie viel Potential in Euch Landratten steckt!
Mal schauen, wer von Euch ein geborener Takler ist und wer von Euch höchstens die Planken putzen kann!
Arrrr!!!"
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« Letzte Änderung: 03.09.2012, 09:21:03 von Sensemann »
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« Antwort #14 am: 09.08.2012, 13:39:03 »
Taeren kann nicht anders als in einer allgemein gut gelaunten Stimmung zu bleiben, zu der unter diesen Umständen bestimmt auch nicht wenig Restalkohol in seinem Körper beigetragen hat. Sicher, dass er anscheinend nicht freiwillig an Bord dieses Schiffes gelandet ist, könnte er als Haar in der Suppe betrachten. Doch allein, dass er nun wieder Seegang unter seinen Sohlen spürt und eine Meeresbrise auf seinem Gesicht, macht das wieder wett. Er hat es vermisst. Selbst die raue Umgangsart, die bisher auf jedem Schiff üblich gewesen war, unter dessen Flagge er gesegelt war.

"Das Leben auf See ist eben nichts für Memmen."
Und Taeren sieht sich nicht als verweichlichte Landratte. Befehle kann er zwar nicht leiden, aber es nützt nichts, sich zu widersetzen. Peitschenhiebe - und selbst auf die ist er nicht scharf - sind da noch das geringste Übel, wie man an dem armen Teufel im Käfig, den der Captain als ehemaligen Steuermann der Wurmholz kenntlich gemacht hat, gut sehen kann.

Wurmholz. Das ist sowieso ein seltsamer Name für ein Schiff, wie Taeren findet. Er hofft, dass das Gefährt seinen Namen nicht verdient, denn auf nasse Füße bis zum Hals verzichtet er lieber, wenn es geht.

"Der Captain scheint allgemein geringe Ansprüche zu stellen", geht dem Taldan durch den Sinn, wenn er sich seine Mitgefangenen so ansieht. "Ein Milchgesicht, ein Spitzohr, dann noch 'nen blauen Kerl mit Fischfingern und eine Frau! Und in welchem Netz sie diesen Master Scourge gefunden haben, will ich erst gar nicht wissen! Arrr, das können die doch nicht ernst meinen!"

Dennoch nimmt sich Taeren die Warnung des Captains zu Herzen und hütet seine Zunge, auf der schon ein spöttischer Kommentar liegt. Ein Plankengang oder ein Käfigaufenthalt auf unbestimmte Zeit, wahrscheinlich bis zum Hungertod, klingen nicht gerade verlockend für ihn.

Da er anscheinend am nächsten zu Herr Plugg steht und dieser ihn auch schon mit grimmiger Aufforderung mustert, macht Taeren auch den Anfang, dessen Befehl nachzukommen. Mit Besmaras Fingern möchte er keine Bekanntschaft machen - nicht schon wieder. Dass ein Hieb mit dieser neunköpfigen Peitsche alles andere als amüsant ist, hat er in der Vergangenheit nicht nur einmal zu spüren bekommen.
Salutierend, aber noch immer grinsend, stellt Taeren sich vor.
"Aye, aye, Lieutenant Plugg! Taeren Wedding, auch Ben, wenn es sein muss", nennt er seinen zweiten Vornamen, den seine Mutter ihm nach seinem Vater gegeben hat, dazu, " aus dem lieblichen Port Peril."
« Letzte Änderung: 13.08.2012, 11:05:21 von Sensemann »

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