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Autor Thema: Das Feuer von Zatal  (Gelesen 15070 mal)

Beschreibung: IC-Thread Kapitel 1

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Eclipse

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Das Feuer von Zatal
« am: 08.08.2012, 18:00:15 »




Kapitel 1: Das Feuer von Zatal

Eclipse

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #1 am: 11.08.2012, 16:06:58 »


1. Xocotli - 5200 tunob seit Beginn mazticischer Zeitrechnung

Auf der Straße nach Nexal

Eclipse

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #2 am: 07.09.2012, 01:23:46 »
Es war einer dieser entsetzlich schwülen, heißen Tage, welche selbst die Bewohner der wahren Welt nur im Schatten verbrachten und auf das gnädige Hernnahen der Abendkühle hofften. Die Dschungel dampften und der Boden der Steppen und Wüste glühte förmlich. Eine Dürre hatte das Land im Griff, ließ die Feldfrüchte verdorren sowie Flüße und Seen versanden. Manch einer sagte es sei die Strafe der Götter für den Hochmut Nexalas. Immer gewaltigere, steinerne Bauwerke hatten die Herrscher der Stadt errichtet, um ihre Vorfahren zu übertreffen und dabei die Urwälder der wahren Welt abgeholzt und die Böden ausgelaugt.

Hungersnöte und Unruhen plagten die Länder Mazticas und das mächtigste Imperium, welches die wahre Welt je gesehen hatte, geriet ins Wanken. Ausgerechnet in dieser Zeit höchster Not, sollte sich Nexal einem furchtbaren, geradezu unbesiegbarem Feind gegenübersehen. Von jenseits des Weltenmeeres kamen Männer in gewaltigen Kanus. Ihre bleichen Leiber hatten sie in hell schimmerndes Erz gehüllt und sie verstanden sich auf mächtige Magie, den Gebrauch von Donner und Rauch.
Im Handstreich hatten sie Payit eingenommen, die östlichste Provinz des Reiches.

Die von Nexal unterworfenen Völker munkelten, dass Qotal diese fremden Männer geschickt hatte, schließlich hatte er Maztica in Richtung Osten über das Weltenmeer verlassen, und genau daher schienen diese Menschen, oder was auch immer sie waren, zu kommen. Würde Nexal nun dafür gestraft, dass es die wahre Welt mit endlosen Kriegen überzogen hatten?

Doch diese Hoffnung gaben viele bald auf, als sich Gerüchte über die Schlacht von Ulatos verbreiteten. Nein, dies waren keine Boten Qotals, es waren Dämonen aus einer anderen Welt. Sie schlachteten jeden ab, der Wiederstand leistete, ließen die Tempel schleifen und brachten seltsame Krankheiten mit sich, die sich überall verbreiteten, wohin sie kamen.

Noch nie hatte Nexal einer solchen Bedrohung gegenüber gestanden. Panik befiehl Naltecona, den Herrscher des Reiches. Im Glauben die Götter würden ihm zürnen und hätten die fremden Ankömmlinge geschickt, um ihn und sein Reich zu vernichten, schickte er Menschenjäger in alle Teile der wahren Welt. Würde er den Göttern nur genug Menschenopfer auf ihren Altären darbringen, so würde Nexal sicherlich ihre Gunst zurück erlangen ... so rieten es zumindest die Priester des Zaltec.

Tausende wurden verschleppt, ganze Dörfer ausgelöscht, vor allem die kleine Stämme, außerhalb der großen Städte. Aber auch wer dieser Tage allein unterwegs war, konnte unversehens in die Hände solcher Menschenjäger geraten. Unter den unzähligen Verschleppten, die an diesem heißen, schwülen Tag auf staubigen Straßen gen Nexal getrieben wurden, befanden sich fünf Gestalten welchen ein besonderes Schicksal zuteil wurde. Ihnen erschien es, als würde ihr Leben auf den Altären von Tezca oder Zaltec enden.
Doch dies war nicht das Ende, sondern der Beginn ihrer schicksalhaften, gemeinsamen Reise ...

Eclipse

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #3 am: 22.09.2012, 15:42:44 »
Es war ein ein besonders schwüler Tag und Tezca[1] brannte mit unbarmherziger Härte auf die ihm schutzlos ausgelieferten Gefangenen hinab. Zumeist nur mit einem Lendenschurz bekleidet, waren sie nicht nur Tezca, sondern auch ihren grausamen Aufsehern ausgeliefert. Nexalische Sklavenjäger, grimmig anzuschauen, mit rituellen Narben auf der Haut, Kriegsbemalung und Knochen oder Schmuck im Haar. Sie schienen dem Leben ihrer Gefangenen keine Bedeutung beizumessen, würde diese doch ohnehin auf einem Altar enden. So wurden selbst kleinste Vergehen, sei es nur ein unerlaubtes Gespräch sofort mit Peitschenhieben geahndet und wer vor Erschöpfung nicht weiter gehen konnte, dem wurde kurzerhand die Kehle durchgeschnitten, unterwegs würde sich schon ein neues Opfer finden, dass seinen Platz einnehmen würde. Somit ließ der Sklavenjägertrupp eine stetige Spur aus Leichen auf dem Weg zurück ...

Es grenzte an ein Wunder, dass Necahual, Tlacatl und Yaotlchone den weiten Weg von Payit bis hierher überlebt hatten, wobei sie noch nichtmal eine Ahnung hatten, wo genau sie sich befanden. Die Strapazen waren unbeschreiblich, doch etwas schien allen drei die Fähigkeit zu geben weiter zu marschieren, wo andere schon längst zusammengebrochen waren. Ob es Tlacatls unzerbrechlicher Wille war, oder vielleicht ein Geist der Necahual Kraft gab? Oder die wilde Zähigkeit welche Yaotlchone innewohnte?

Hunger, Durst und Peitschenhiebe hatten ihre Leiber gezeichnet, doch irgendetwas schien sie weiter voran zu treiben. Doch was eigentlich? Die Aussicht auf einen Opfertod? Oder die vage Hoffnung doch noch entfliehen zu können? Der Ausblick auf eine kurze Rast war zumindest das, was sie in diesem Augenblick antrieb. Und tatsächlich schienen in der Ferne einige Hütten in Sicht zu kommen. Kein Dorf, sondern ein einfaches Sklavenjägerlager ... eines von zahllosen, die im Umland von Nexal aufgestellt wurden.

Die Gefangenen bewegten sich in Grupen von jeweils fünf Personen, welche gemeinsam mit dem Hals an einer langen Stange festgebunden wurden, während die Hände hinter dem Rücken zusammen verschnürrt wurden[2]. Jeweils ein Sklavenjäger führte eine solche fünfköpfige Gruppe und Necahual, Tlacatl und Yaotlchone hatten dabei einen besonders übellaunigen Sadisten erwischt. Die beiden namenlosen Gefangenen am Ende ihrer Stange, waren schon halbtot, obwohl sie erst wenige Tage mit den drei marschierten und Tlacatl sowie Yao zerrten sie beinahe mit sich.

Erschöpft ließ sich die Gruppe im Schatten eines kleinen Unterstandes nieder, kaum dass sie das kleine Sklavenjägerlager erreicht hatten, während sich auch die übrigen Gruppen verteilten. Der Sklavenjäger, der für sie zuständig war, nahm demonstrativ vor ihren Augen einen tiefen Schluck aus seinem Wasserschlauch, ehe er sich herabbeugte und seine Gefangenen inspizierte. "Cha'nuk!" rief er zornig aus als er den Zustand, der beiden hinteren Gefangenen sah.

"Menschenmüll! Für nichts zu gebrauchen! Nicht gut genug für Tezca oder Zaltec, kaum gut genug für die Würmer!" er nahm sein Obsidianmesser und schnitt die beiden frei, doch nutzten sie dies nicht zur Flucht, sie hatten kurz nach der Ankunft das Bewußtsein verloren. Einen Augenschlag später hatte er ihnen die Kehlen aufgeschlitzt und zerrte ihre Leichen bei Seite. Nicht dass erste Mal, dass die drei dies sahen und so rührte dieser grausame Anblick sie kaum noch.

"Toktek!" rief der Mann aus "Wieder zwei Plätze frei bei mir. Haben wir hier was zum auffüllen?" Toktek war offenbar der Anführer dieser Sklavenjägergruppe, ein grausamer Hühne, der sich in eine Art Knochenrüstung kleidete und ein Obsidianschwert führte, welches er Yaotlchone abgenommen hatte. Der Hühne nickte nur und verschwand, um kurz darauf mit einem geschunden aussehenden, jungen Mann zurückzukehren. "Irgendein Wilder aus Pezelac. Hat sich allein mit einem ganzen Trupp angelegt. Zaltec wird ihn schätzen. Bind ihn an." diese arme Seele war niemand anderes als Xiuhcuatl, wie er sich selbst nannte.

Der Hühne brachte einen weiteren Gefangenen mit sich, bei dessen Anblick die vier Gefangenen ihren Augen nicht trauen wollten. Eine riesige, aufrecht gehende Echse! Toktek lächelte stolz "Ein Echsenmensch aus den Sümpfen des Südens. Ich dachte immer sie existieren gar nicht. Ein Trupp hat ihn aus den Dschungeln Kolans mitgebracht. Ein wahrhaftig prächtiger Fang. Gib gut auf ihn Acht!" unsanft stieß er ihn zu den vier Mitgefangenen herüber. Der Sklavenjäger hatte große Mühe, das gut zwei Meter große Geschöpf an der Stange der Gefangenen zu befestigen, musste dazu aber eher dessen Schultern umschlingen.

"Ich hole Wasser." sagte der sadistische, recht klein geratene Mann "Bewegt euch kein Stück, oder ich schneide euch einen Finger oder ein Ohr für meine Kette ab!" drohte er mit teuflischem Grinsen, welches klar machte, dass dies keine leere Drohung war. Doch zumindest war dies einer der wenigen Momente, in denen die Gefangen ihren Peiniger los waren und ein paar Worte wechseln konnten ...
 1. Die Sonne
 2. So in etwa ...

Yaotlchone

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #4 am: 24.09.2012, 07:14:56 »
 Mit der schwieligen Hand griff sich Yaotl zur Brust um sich vorzustellen. "Yaotlchone" raunte er den neuen in der Gruppe zu. Oft schon vollzog er dieses Ritual und oft war es das einzige Wort, das er mit den neuen wechselte, bevor diese starben. So legte er zum Trotz ein freundliches Lächeln auf die Lippen, das der misslichen Lage spottete, in der sie sich befanden. Doch jedes mal schmerzte sein Griff zum Herzen in seiner Brust. Immer noch durchwühlte ihn die Erinnerung auf das Zusammentreffen mit seinen bisherigen Begleitern. In seinem inneren Auge sah er wieder sah er den Hasen, der zum ersten mal stehen blieb, weil er nicht mehr vom Geist getrieben war. Zusammengekauert auf dem Gesuchten, der verletzt am Boden lag. Um dem Tod, dessen Schwingenschlag Yaotlchone im Wind zu spüren dachte, zuvor zu kommen, stürzte er nach vorne. Seinem Kampfschrei 'Yaotl' antwortete nicht die erhoffte Erlösung, sondern ein geflüstertes 'Tlacatl', das als Donnerschlag den Krieg in seine Ohren zurückhämmerte. Diese innere Aufgewühltheit schlug sich im verbitterten Blick nieder, den er jedes Mal Tlacatl zuwarf und die aufgesetzte Freude in seinem Lächeln der Lüge bezichtigte.
Am heutigen Tag schienen die Mitgefangenen anders zu sein. Zumindest die Echse auf zwei Beinen weckte in Yaotlchone eine Hoffnung, die ihm abhanden gekommen war. Er selbst war ein massiger Hühne unter seinem Volk. Nun blickte er zu einem Fremdartigen Wesen hoch, das ihn selbst um mehr als einen Kopf überragte. Die Klauen an den Echsenfingern schienen besser zu einer Waffe geeignet sein als seine eigenen. Die Schuppen wirkten wie ein Panzer. Neugierig griff Yaotlchone mit seinen geschundenen Fingern nach der Echse aus um das fremdartige zu berühren. Etwas eingeschüchtert von der physischen Präsenz zögerte er ein wenig und fragte um Erlaubnis "Darf ich?"
« Letzte Änderung: 25.09.2012, 21:00:24 von Yaotlchone »

Torkk

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #5 am: 24.09.2012, 10:02:33 »
Seit seiner Gefangennahme war Torkk in einen Umhang aus Schweigen und Tristesse gefallen.
Diese weichhäutigen Warmblüter hatten ihn gefangengenommen und ihm wehgetan: Menschen.
Und nun wäre er ihr Sklave und gezwungen für sie zu arbeiten.

"Eine Flucht in die Gefangenschaft...", dachte Torkk sich dabei kurz und seufzte schwer, was die Hautschwitzer jedoch nur als sonderbares Klurren wahrnehmen konnten, während er mit seiner langen schwarzblauen gespaltenen Zunge seine Augen befeuchtete sowie säuberte und über seine Peitschenstriemen versuchte zu lecken, um diese damit mit seinem Speichel zu heilen[1], nachdem man ihn versucht irgendwie an der Stange zu befestigen.

Auch das der Name seines Gottes Zaltec von den Menschen erwähnt wurde, lässt Torkk auf seiner Monotonie aus Frustration und Hilflosigkeit nicht reißen, sondern nur kurz gespannt zuhören, wobei der Echsenmensch Probleme hat den Worten der Menschen in ihrer Sprache - Nexalan - gut zu folgen.
Zaltec, welchem er schon lange kein Gebet mehr widmen konnte und in der Gefangenschaft auch so schnell nicht mehr können würde, weshalb sein heilender Speichel wohl für lange Zeit das letzte Mal ihn heilen würde.

Als ihn dann auch noch einer der anderen Gefangenen - ebenfalls ein Mensch wie seine neuen Besitzer - ihn anspricht und dabei androht ihn zu berühren, weiß der völlig irritiere und eingeschüchterte Echsenvolkschamane sich nicht anders zu helfen, als drohend seinen Halssack aufzublähen und drohend kehlig sonderbar zu knurren, wobei der Echsen-Druide seinen scharfen Zähne kurz bleckt, um den Fremden sich fern zu halten.

Damit aber, auch der dümmste Mensch - für Torkk waren sie alle eigentlich dumm und schwächlich von seiner Weltauffassung - nicht es doch noch probieren würde, zwängt sich Torkk in ihrer Sprache eine Erklärung krächzend hinaus:

"Torkk nicht anfassen! Sonst Torkk Dir Hand beissen und fressen!"

Dabei mustert der Schamane und Druide auch ebenfalls mit seinen Repitlienaugen und sonderbarer Grimasse, welche für nicht Echsenvolkmitglieder nicht zu deuten war, die restlichen Mitgefangenen an der Stange.

Denn auch wenn Torkk Angst hatte, so würde man mit ihm vorsichtig umgehen müssen.
 1. CLW (Würfelbecher) 8 Punkte - Status angepasst
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Xiuhcoatl

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #6 am: 24.09.2012, 11:48:52 »
Xiuhcoatl würde sich nicht der Mutlosigkeit hingeben, die er in den anderen Gefangenen so oft gesehen hatte.
Weiterhin geht er mit erhobenem Haupt daher, was ihm mehr als ein paar Peitschenhiebe eingebracht hatte.
Aber alle, die er um sich herum sah, waren nur Vieh! Und jetzt versuchen sie, auch ihn zu so etwas herabzuwürdigen. Das würde nie passieren.
So mancher der Aufseher hatte schon seine Macht zu spüren bekommen; seine Fähigkeit Furcht und Angst in ihren mickrigen Herzen Einzug halten zu lassen. Die einen hatten ihn dann etwas in Ruhe gelassen, andere aber hatten wie verängstigte Tiere die Peitsche auf ihn einknallen lassen, da sie keine Möglichkeit zur Flucht sahen.
Ihm war beides Recht. Nur der Blick in ihren Augen zählte! Er war das, was ihm die Kraft gab durchzuhalten.

Als sie ihn jetzt erneut an eine neue Gruppe Gefangener binden, hüllt er sich in Schweigen und betrachtet sie mit den geübten Augen eines Jägers, der seine Beute studiert.
Das Erste, das ihm auffällt, ist die ungünstige Positon, die er in dieser Gruppe einnimmt. Er war zu klein gewachsen und würde durch die große Gestalt der Echse wahrscheinlich in der Luft hängen, wenn es weitergeht Nicht gerade erstrebenswert. Allerdings sieht sie stark genug aus, um ihn mitzuschleppen, wenn er sich einfach an der Stange festklammert. Vielleicht würde sie dann aber auch so erschöpft werden, daß sie sich kleiner machen würde.
Die anderen eine Frau und zwei Männer strahlen eine gewisse Vertrautheit aus. Entweder sind sie schon lange in der selben Gruppe oder sie kennen sich sogar schon von vor ihrer Gefangennahme. Xiuhcoatl wird bestimmt erfahren, was von beidem zutrifft.

Als sich jetzt der eine Mann vorstellt, verzieht Xiuhcoatl das Gesicht zu einem mitleidigem Lächeln.
"Glaubst du, dein Name interessiert? Du landest eh bald auf dem Altar. Niemand wird je wieder von dir hören.", gnurrt er in Yaotlchones Richtung.
Dann setzt er wieder ein abweisende Mine auf und versucht, sich von den anderen fernzuhalten, soweit es die Fesseln zulassen.
« Letzte Änderung: 24.09.2012, 14:33:36 von Xiuhcoatl »

Torkk

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #7 am: 24.09.2012, 12:22:47 »
Torkk zuckt kurz zusammen und grollt wild, wie ein Hund von der Straße, der in eine Ecke getrieben wurde, als plötzlich der fremde Mensch anfängt zu antworten und keine gute Kunde hat.

Wäre Torkk ein Mensch, würde er wahrscheinlich den Mensch eines bösen Blick strafen und mit dem Kopf schütteln.
So jedoch als Echsenmensch bleibt Torkk nicht mehr als leicht seinen Mund offen stehen zu lassen, während er unfähig ist seine Stirn in Falten zu legen, und weiter über die Aussage nachzudenkt.

Mit plötzlich schreckgeweitenden Augen zirpt der Echsenvolkdruide mit unmenschlicher Stimmlage in die Runde völlig entsetzt:
"Alktar...Torkk wollen nicht auf Alktar landen!"

Und fängt an sich seine Fesseln, welche um seine Schultern legen, genauer anzuschauen, wobei er sich dabei Zeit nimmt.[1]

Sollte er die Fesseln lösen können, würde es nun Zeit dafür werden es zu versuchen und sich seinen neuen Herren sich gegenüber zu stellen, denn verlieren konnte Torkk so oder so nichts mehr.
 1. Take 20 auf Wahrnehmung 27
« Letzte Änderung: 24.09.2012, 14:48:33 von Torkk »
Stör mich nicht beim Häuten!

Necahual

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« Antwort #8 am: 24.09.2012, 16:34:06 »
Benommen von den Strapazen, kauert Necahual unter dem Unterstand. In ihren Gliedern, hallen noch immer die brennenden Schmerzen der Peitschenhiebe nach. Ihre Fingerspitzen sind Taub und sie kann nur noch den trägen Puls spüren wie er sich durch die Handfesseln zwängt, um die Finger nicht absterben zu lassen.  Sie nimmt die Neuankömmlinge kaum wahr und auch die Drohungen verhallen ins Leere. Ihre Gedanken kreisen allein um die Vorstellung ihre durch die Trockenheit aufgesprungenen, blutigen und verkrusteten Lippen mit dem flüssigen Geist des Lebens zu benetzen.

Während die beiden Neuankömmlinge ihre Kräfte nutzen um sich an zu giften, rutscht Necahual vorsichtig zur Seite um ihren Kopf so weit drehen zu können, dass sie zu Tlacatl blicken kann. Seit jenem schicksalhaften Tag, an dem sie in Gefangenschaft geraten sind und Necahual zum ersten Mal das tiefe Amazongrün seiner Augen gesehen hat, fühlt sie sich zu ihm verbunden. Immer wenn ihre Kräfte schwinden, steht er bereit um die Last ihres sinkenden Jochs zu stemmen. So hiltf er ihr die Qualen auf dem Pilgerweg zum Opferaltar bis hierhin zu überstehen, obwohl er selbst noch aufgrund der Verletzung an seinem Bein ein wenig lahmt.

"Tlacatl, großer Bruder!?" flüßtert sie mit schwacher Stimme, als sie sieht wie der Mann hinter ihr mit geschlossenen Augen auf dem Boden kniet. "Er sammelt seine Kraft - mögen die Geister ihm für seine Dienste beistehen! Yaotlchone und ich sollten es ihm gleich tun."
« Letzte Änderung: 24.09.2012, 17:38:54 von Necahual »

Yaotlchone

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #9 am: 24.09.2012, 18:35:05 »
Völlig überrascht vom fremdartigen Aufblähen Torkk's Halssack zuckt Yaotlchone zurück. Etwas unbeholfen versucht er sich kleiner zu machen als er ist. Mit offen zur Schau getragener Ängstlichkeit blickt er die blankgezogenen Zähne der Echse an. Es war immer einfacher sich von Imponiergehabe beeindruckt zu zeigen, denn so vermied Yao immer eine weitere Provokation welche die Situation eskalieren liess. Sein eigener Körperbau ist massiv genug, so dass die Peiniger es nie wagen, eine Entgleisung zu riskieren. "Ist gut, ich brauch meine Hand noch." versucht er die Echse zu besänftigen und fügt nach kurzem Zögern den neu gelernten Namen hinzu "Torkk".

Viel stärker als die Aggression der Echse stösst Yaotlchone die Antwort von Xihucoatl vor den Kopf. In der inneren Ruhe und Sicherheit getroffen faucht er zurück "Namen sind wichtig du Steinhirn!" Mit einem bitteren Seitenblick zu Tlacatl hinüber fährt er fort "Yaotlchone[1]konnte bereits vor einer Opferung davonlaufen. Glaub nicht, dass dein Schicksal mehr schert als das unserer anderen Begleiter. Wie sie wirst du nicht einmal den Weg zum Altar schaffen."
 1. Gemeint hier ist der Geist von Yaotl, was auch die Bedeutung des Namens ist
« Letzte Änderung: 25.09.2012, 21:01:40 von Yaotlchone »

Eclipse

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #10 am: 25.09.2012, 02:47:41 »
"Ich bin noch hier" antwortet Tlacatl ruhig. Er kniet dort, vollkommen ruhig wie Fels. Ein Gemisch aus Blut, Schmutz und Schweiß bedeckt seinen hochgewachsenen Leib und verleiht dem Krieger damit ein furchterregendes Aussehen. Sein Blick geht starr geradeaus, doch die grünen Augen blitzen noch immer voller Leben und Zuversicht. Tlacatls Wille und selbst sein geschundener Körper waren ungebrochen und seine starken, breiten Schultern würden Neca weiter mittragen, sollte die Kraft sie verlassen.

Sein Blick ging zu dem Echsenmensch und dem neuen Mitgefangenen. Irgendetwas sagte ihm, dass diese beiden anders waren als die übrigen ihrer Weggefährten, welche nun verwesend am Wegesrand lagen. Anders als Yaotlchone glaubte er nicht, dass sie diese beiden ebenso noch vor dem Opferaltar wieder verlieren würden. Die zarte Saat der Hoffnung keimte in ihm.

"Auch ich möchte auf keinem Altar landen." sagte er als Antwort zum Echsenmensch "Sei stark Torkk. Gemeinsam werden wir unsere Fesseln sprengen." wobei Tlacatls Blick auch kurz zu dem anderen Mitgefangenen ging um diesen ebenso mit Zuversicht zu erfüllen. Wahrlich unzerbrechlich erschien dieser Mann, bestrebt das Leben, welches Necahual gerettet hatte zu verteidigen.

Torkk

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #11 am: 26.09.2012, 11:01:40 »
"Lass versuchen die Fesseln sprengen!", erklärt Torkk freudig, da der eine Warmblütler wenigstens wie der Echsenmann hier nicht sterben möchte.
Das Torkk dabei deutlich ungeduldig wirkt und es am Besten gleich versuchen möchte, wird dabei sogar den Menschen klar, welche Mitglieder der Echsenvölkern nicht kennen oder schlecht einschätzen können.

Zumal Torkk bereits beginnt seine Muskelberge anzuspannen.

"Zaltec!", zischt Torkk dabei wie eine Schlange zischend, wobei er schnel laufgibt die Fesseln mit reiner Muskelkraft zu sprengen.

Ein bizarres Gluckzen entfährt dem Echsenvolkmann.
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Xiuhcoatl

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #12 am: 26.09.2012, 12:48:04 »
Den aufmunternden Blick von Tlacatl versteht Xiuhcoatl nicht recht.
Was will ihm dieser Mann damit sagen? Will er ihn auffordern sich seiner kleinen Herde anzuschließen, die Alle ihre Angst vor dem Altar herausblöken wie Alpakas?
Sie können noch so sehr versuchen, ihre Angst hinter einem Gebaren aus Tapferkeit zu verstecken, aber ihre Worte sagen ihm, voran er mit ihnen ist.
Und die klügsten scheinen sie auch nicht zu sein. Ein Ausbruch mitten am Tag mit zwei so massigen Gestalten wie der Echse und Yaotlchone würde kaum von Erfolg gekrönt sein.
Xiuhcoatl blickt die anderen mit Verachtung an, als er spricht.
"Ihr wollt jetzt fliehen? Kein Wunder das sie euch überhaupt gefangen haben, wenn ihr etwas dermaßen Dummes tun wollt! Überall um uns herum sind weitere Gruppen mit Wächtern und es ist taghell. Mit zwei so maßigen Kerlen", dabei deutet er mit dem Kinn auf Torkk und Yaotlchone, "werdet ihr eine Spur hinterlassen, die selbst ein Kleinkind finden kann. Aber versucht es ruhig, denn wenn sie alle hinter euch her sind, wird keiner mich verfolgen."
« Letzte Änderung: 26.09.2012, 13:27:11 von Xiuhcoatl »

Torkk

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #13 am: 26.09.2012, 14:44:13 »
"Torkk hinterlassen keine Spuren im Dschungel, Warmblüter!", faucht Torkk wütend und entzürnt Xiuhcoatl an, wobei Speichelfäden sein Maul hinunterlaufen und seine spitzen Hornstacheln am Kopf und Körper sich bedrohlich aufrichten, während sein Halssack sich aufbläht und rot färbt.
Wie konnte dieser Mensch eine Kreatur des Dschungels nur für so unbeholfen halten.
Es ist jedoch nicht die Provokation mit den Spuren, welche angeblich ein Kleinkind lesen könnte, welche den Echsendruiden auf die Palme bringt, sondern das dieser Mensch ihn für dumm hält.

"Wenn Torkk dumm, dann Du noch dümmer, denn Du sein ebenfalls gefangen und machen sich nichts Gedanken wie Alktar entfliehen!"

Wie Yaotlchone, welcher den unfreundlichen Mann bereits Steinhirn genannt hatte, war auch Torkk nun weniger freundlich Xiuhcoatl gestimmt.
Und dieses neue erlernte Wort, welches Torkk nun endlich verstand, bekommt Xiuhcoatl nun auch vom stämmigen und hühenhaften Echsenvolkschamanen gegen den Kopf geworfen:
"Steinhirn! Dummes Steinhirn!"

Selbstzufriedenheit ist sowie ein Grinsen im Gesicht der Echse zu erkennen, wobei Torkk Yaotlchone ein vielsagendes Gesicht schenkt.
Er wäre auf seiner Seite.
« Letzte Änderung: 26.09.2012, 14:50:04 von Sensemann »
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Eclipse

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Das Feuer von Zatal
« Antwort #14 am: 26.09.2012, 17:55:52 »
Der ruhige Fels genannt Tlacatl, scheint sich von den vor Verachtung triefenden Worten Xiuhs nicht erzürnen zu lassen.

"Ich habe nicht gesagt, dass ich gleich jetzt fliehen will. Der Gedanke reift schon länger in mir und ich will auf den richtigen Momet warten." sagt er zu dem Fremden ohne Namen "Denn ihr habt durchaus recht. Nicht bei Tag, nicht mit so vielen Wachen um uns herum. Das Gelände hier ist zu flach, zu offen. Lasst uns nicht streiten und schimpfen, sondern den Versuch wagen gemeinsam unsere Fesseln abzustreifen. Noch müssen wir warten, bis ein geeigneter Moment gekommen ist." spricht er mit leiser Stimme.

Doch da kehrt bereits der grausame Aufseher zurück "Klappe halten! Ihr kennt doch die Regeln!" wobei Tlacatl für seine letzten Worte, welche der Aufseher noch aufgeschnappt hat, einen Schlag ins Gesicht hinnehmen muss. Zumindest jedoch hat er einen Wasserschlauch mitgebracht und flößt den geschundenen Gefangenen noch etwas zu trinken ein, damit sie den restlichen Weg nach Nexal überleben. Bei Torrkk ist er da jedoch deutlich vorsichtiger, als er das mit spitzen Zähnen bewehrte Maul sieht.

So gießt er dem Echsenmann das Wasser aus größerer Höhe ins aufgerissene Maul hinein ...

"Auf nun! Auf nun!" sagt er, tritt Xiuhcoatl dabei in die Seite und reißt Necahual an den Haaren, bis alle sich gemeinsam erhoben haben. Für die unterschiedlich großen Gefangenen ist es etwas schwierig sich mit der neuen Zusammensetzung zurecht zu finden, doch zumindest hat der Aufseher Torkk so verknotet, das seine gewaltige Körpergröße nicht alle in die Höhe reißt. "Vorwärts! Ausruhen könnt ihr euch wenn ihr tot seid und das wird schon sehr bald sein." um seine Worte zu unterstreichen lässt er seine Peitsche knallen. Überall herum, erheben sich weitere Gruppen von Gefangenen und machen sich mit ihren Aufsehern marschbereit.

Und so müssen die fünf Götteropfer den Schatten bereits wieder verlassen um unter Tezcas Antlitz weiter zu marschieren.[1]

"Versucht eure Fesseln während des Marsch zu lockern oder aufzureißen. Aber so dass es niemand merkt." sagt Tlacatl leise und hofft, dass seine Worte beim Tumult des Abmarsch untergehen. Tatsächlich scheint der Aufseher sie nicht wahrgenommen zu haben, da er gerade noch mit einem der anderen Sklavenjäger einen Plausch hält. Die qualvolle Reise für die Gefangenen geht weiter.
 1. Macht mal bitte Zähigkeitswürfe für den kommenden Marsch

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