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Autor Thema: Kapitel II: Der Norden ruft  (Gelesen 12123 mal)

Beschreibung: Eine Reise in die Wildnis

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Jurij Klee

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Kapitel II: Der Norden ruft
« Antwort #270 am: 24.12.2012, 18:24:28 »
Jurij stimmte den Worten der Elfe zu. "Während ihr beide werden wir anderen uns auf den Kampf vorbereiten. Mh, es wäre auch gut für die Tiere einen sicheren Ort zu finden. Schließlich können wir sie ja nicht in die Burg mitnehmen. Er blickte vorraus, in die Richtung in welche er die Burganlage vermutete. "Mögen die Raben heute nur Orkfleisch zu fressen bekommen." Dann wendete er den Blick zurück zu.
Er blib beim Elfen haften. Die Beweggründes des Elfen waren einleuchtend, doch ... doch Mival hatte nicht soviel einsehen und keiner hatte ihn groß aufgehalten, auch Jurij nicht. Das nun der Elf wegen einer ähnlichen Sittuation blieb, geviel Jurij nicht. Es weckte in ihm mehr Misstraun als alles andere. Vorallem weil der Elf ein Herr des Waldes war ... also etwas ähnliches wie Mival. Langsam schüttelte er den Kopf. Auf den Elf würde er ein Auge haben müssen.

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Lorim Eisenhammer

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Kapitel II: Der Norden ruft
« Antwort #271 am: 26.12.2012, 21:12:57 »
Lorim begrüßte den Vorschlag von Aiwëtaurnís, dass sie und Thokk die Festung erkunden sollten mit einem zustimmenden Nicken. Die beiden waren am besten geeignet, sich den Orks relativ unbemerkt zu nähern, um einen Weg hinein zu finden oder andere Erkundigungen über die Verteidigungsvorbereitungen der Monster zu beschaffen. Es wäre gut zu wissen, wie viele Orks und in welcher Verfassung sich um den Ort befanden, in denen die Gruppe nun anscheinend eindringen würde. "Eine Mauer zu erklimmen stellt für mich kein Hindernis dar", antwortet der Schmied auf die Frage der Elfe. Für ihn gab es keine Mauer, die er nicht mit Seil und Haken erklimmen könnte. Ob er bei Licht oder Dunkelheit die Schädel der Orks zertrümmern würde, war ihm egal. Hauptsache, sie würden endlich weiter kommen, statt hier wieder nur zu reden.
Die Anmerkung des Menschen die Pferde in Sicherheit zu bringen, schien Sinn zu machen. "Je nach den Erkenntnissen unserer beiden Kundschafter, sollten wir die Reittiere festbinden." Ein sicherer Ort? Wo soll es einen solchen mitten im Wald, mit Getier und Orks geben, aber ein paar Bäume abseits der Wege zum Unterstellen werden sich sicher finden.

Taris

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Kapitel II: Der Norden ruft
« Antwort #272 am: 28.12.2012, 02:01:28 »
Geschützt durch Vestryns Zauber ging die Reise weiter. Aiwetaurnis und Thokk spähten den Weg aus und versuchten, ihre Route gen Norden an den Patroillen der Orks vorbeizuleiten. Das war allerdings nur in den Morgenstunden nötig. Ab der Mittagszeit begann es wieder stark zu regnen. Während es die Orks offenbar vorzogen bei diesem Wetter in ihren Unterständen und Zelten zu bleiben, mussten die Abenteurer notgedrungen weiter. Sie waren das schlechte Wetter zwar mittlerweile gewöhnt, aber angenehm war es wahrlich nicht. Ihre Kleidung war während der letzten Nacht kaum getrocknet und daher fast völlig durchnässt. Fröstelnd und mit klappernden Zähnen hingen sie mehr auf ihren Pferden als das ihr ritten. Gegen Abend nahm das Unwetter an Intensität zu. Grelle Blitze durchzuckten in der Ferne den Himmel und ein dumpfes Grollen breitete sich vom Horizont her aus. Kaum merklich, aber durchaus vorhanden mischte sich in diese Naturgewalt erneut das gleiche dumpfe Trommeln der letzten Nacht. Es war nicht leicht auszumachen, aber sie schienen sich ihm angenähert zu haben.

Es war bereits fast dunkel als die Abenteurer eine Hügelkette erreichten. Obwohl die Sicht schlecht war, konnten sie im Dunst die Umrisse einer Festung ausmachen. Sie lag auf einem Hügel an einer Stelle, wo nackter schwarzer Fels den Boden durchbrochen hatte. Lorim schätzte das Ausmaß der Festung auf ungefähr 60 mal 40 Meter, größer als jedes Gebäude in Falkrest. Kein Licht drang aus dem finsteren Gemäuer. Ihre Mauern waren ca. sechs Meter hoch und alle paar Meter mit Stützpfeilern verstärkt. Oben waren sie mit meterhohen Zinnen bewehrt. Die Erbauer der Burg hatten sich zusätzlich dadurch geschützt, dass sie die Anlage so erbaut hatten, dass sie sich aus einem etwa sechs Meter hohem Sockel aus zerklüfteten Stein erhob. Die effektive Höhe der Mauer war daher doppelt so hoch. Von den Zinnen aus musste man bei gutem Wetter einen weiten Blick über die umliegende Landschaft haben.
Auch wenn die Feste sicherlich bereits bessere Tage gesehen hatte, rief sie bei den Reisenden ein Gefühl der Beklemmung hervor. 
Man sah ihr ihr Alter deutlich an. An mehreren Stellen ist die aschgraue Außenwand beschädigt. Holzgerüste verrieten, dass die Orks offenbar dabei waren, die Schäden auszubessern. Sie waren aber noch nicht weit fortgeschritten, da zumindest an der Westseite ein großes Loch in der Mauer klaffte. Die Abenteurer erschauderten bei dem Gedanken an die Kraft, die nötig gewesen sein muss, um eine solche Lücke zu reißen. Den einzigen regulären Zugang bildete hingegen eine schmale Rampe, die zu einen großen Doppeltor führte.  Es würde gewiss nicht leicht, hineinzugelangen.

Lorim Eisenhammer

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Kapitel II: Der Norden ruft
« Antwort #273 am: 28.12.2012, 22:49:40 »
Das Wetter trübte die Laune des Zwergen etwas. Zum Glück schneite es noch nicht, aber der Winter kam näher. Lorims dicke Winterkleidung klebte an seiner Haut. Wenn das Wetter so bliebe, würde sich der Schmied mehr um seine Rüstung kümmern müssen, aber all diese Gedanken verschwanden als er und die weiteren Mitstreiter die Festung erblickte. Fast pechschwarz erschien sie in der Dunkelheit. Gebaut auf schwarzem Felsen waren ihre Mauern nur schwer zu erklimmen und der Weg durch das Haupttor schien dem Zwergen eher theoretischer Natur.
Seine schwarzen Augen glitten über die Mauern der Festung und er versuchte sie genauer in Augenschein zu nehmen. Was für ein mächtiges Bauwerk. Eine Armee würde sich die Zähne ausbeißen, aber irgendwer hat sich an der Westseite zu schaffen gemacht.
Lorim Eisenhammer streifte sich den Regen aus seinem silbrigen Bart und schaute in die Runde. "Unser Ziel liegt vor uns. Eine würdige Festung. Gebaut auf Fels mit Mauern, die effektiv fast ein dutzend Meter in die Höhe reichen. Dazu Zinnen aus deinen Armbrustschützen die Umgebung in Augenschein nehmen können. Die Rampe ist eng genug, das selbst eine große Armee Probleme hätte, eine vollbesetzte Zitadelle einzunehmen. Die Lücke im Westen sieht verlockend aus. Das Wetter scheint auf unserer Seite. Die Wachposten werden hoffentlich schwach besetzt sein in dieser Nacht. Wollt ihr sie direkt in Augenschein nehmen oder auf den Morgen warten? Mit seiner Frage wandte er sich besonders an Aiwetaurnis und Thokk.

Aiwëtaurnís

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Kapitel II: Der Norden ruft
« Antwort #274 am: 29.12.2012, 16:06:15 »
Die Elfe schaute fragend zu den anderen. Sie war sich nicht sicher. Sie würden die Nacht dazu nutzen können herrauszufinden wo ihr Ziel liegen würde, und ob es vielleicht einen Eingang zur Feste gab. Und auch wenn sie es für wahrscheinlich hielt, dass die Gefangenen innerhalb der Burg waren, war dies dennoch nicht gewiß. Und sich des Nachts einem Orklager zu nähern behagte ihr mitnichten. Dennoch tat sie ihre Meinung kund.
"Ich denke wir sollten keine weitere Zeit verlieren. Wir müssen unser Ziel finden. Ich schlage vor Thokk nähert sich dem Orklager hinter der Festung. Dort ist die Gefahr größer entdeckt zu werden, und mit seinem Orkblut geht er unter vielen vielleicht als einer von ihnen durch." Sie warf ihrem Mitkundschafter einen entschuldigenden Blick zu. Aber wollten sie erfolgreich sein, mußten sie alle Register ziehen.
"Die zusätzliche Höhe des Sockels macht uns das ganze nicht gerade einfacher, doch das Wetter ist auf unserer Seite. Ich werde sehen ob ich einen Weg in die Burg hinein finde. Ihr anderen solltet euch schonmal einen Lagerplatz suchen, an dem auch die Pferde sicher stehen. Lorim, ihr seid ein Zwerg und kennt euch mit Festungen aus. Wo würdet ihr den Ausgang eines geheimen Fluchttunnel anlegen? Weil ein solcher wäre der einfachste Weg in die Feste hinein. Hoffen wir das die Welpen nicht im Orklager sind."

Lorim Eisenhammer

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Kapitel II: Der Norden ruft
« Antwort #275 am: 29.12.2012, 20:58:17 »
Lorim Eisenhammer konnte die Frage der Elfe kaum beantworten. Sicherlich hatten viele Festungen einen geheimen Ausgang, aber Lorim hatte keine rechte Vorstellung davon, wo sich ein solcher an speziell dieser Festung befinden sollte.[1] Er wog seinen Kopf leicht verneinend von Seite zur Seite. Dennoch grübelte der Schmied noch einen Moment über den Vorschlag von Aiwëtaurnís. "Die Adeligen werden sicher in der Festung sein. Sie sind ein zu großer Schatz. Wo ein Hintereingang sein mag, weiß ich nicht. Aber die Lücke im Westen oder die Gerüste bieten in meinen Augen einen sichereren Einstieg in die Festung, als das Haupttor. Dafür bietet sich die heutige Nacht mit ihrem Regen fast besser an, als auf den Tag zu warten. Vielleicht fällt euch noch etwas anderes bei euren Erkundigungen auf. Wir werden etwas zurück gehen und einen Platz für die Reittiere suchen."
Der Zwerg wartete einen Moment ab, ob sich noch andere der Gruppe äußern würden.
 1. Wissen (Dungeoneering): 9

Ser Leonhard von Noblat

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Kapitel II: Der Norden ruft
« Antwort #276 am: 30.12.2012, 11:26:59 »
Leonhard folgte der Diskussion seiner Mitstreiter stumm. Im wurde ganz anders bei der Vorstellung zu sechst eine Festung angreifen zu wollen. Gerade wenn sie so gut gelegen war wie diese. Aber er würde mit seinen Zweifeln warten bis sie genauere Informationen hatten. Klar wollte er die Adligen retten, aber auch wenn er schon vieles erlebt hatte hatte er nicht vor sein Leben bei einem Himmelsfahrtskommando einfach wegzuwerfen.
"Furchtlosigkeit ist die Tugend der Narren. Sie entsteht nicht aus Mut, sondern aus mangelnder Vorstellungskraft. Der Weise fürchtet sich und lässt sich trotzdem nicht von seinem Weg abbringen. Er wird nur vorsichtig."

Thokk Ruokhren

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Kapitel II: Der Norden ruft
« Antwort #277 am: 01.01.2013, 20:07:44 »
Thokk waren unterwegs verschiedene Runen aufgefallen, zeichen unterschiedlicher Stämme. Ihre Befürchtungen schienen sich also mehr und mehr zu bewahrheiten. Die Orks sammelten sich. Als sie schließlich bei der Festung eintrafen fuhr sich Thokk mit der Hand über sein Gesicht. Auch hier schien sich eine längerfristige Bedrohung zu etablieren. Wenn die Stämme gemeinsam versuchten eine Festung auszubauen, dann war das nicht gut. Wenn die Orks ihre zerstörerische Kraft nicht mehr gegeneinander richtet, sonderen gemeinsam arbeiteten, konnte sie alles mit Ihrer Kraft zermahlen.
Kurze Zeit überlegte er, ob sie sich nicht lieber zurück ziehen sollten, eventuell Falkrest warnen und dann sehen, dass sie so weit wie möglich weg kamen. Er jetzt hier vor der Festung, hatte er das Gefühl, dass sie schon längst hätten umkehren und mit einer Armee hier her kommen hätten sollen. Er ließ seinen Blick über die Festung streifen. Als er den Vorschlag der Elfe hört, verziehen sich all seine Gesichtsmuskeln. Sie würden ihn sofort als einen Halbmenschen erkennen und dann würden sie ihn hinrichten und das auf bestialische Art und Weise.
"Nein. Ich werde nicht näher an das Lager ran gehen, als nötig. Sie würden mich genauso erkenn, wie euch. Ich habe Stammeszeichen gesehen, von mindestens 2 großen Stämmen und noch von 3 weiteren kleineren. Wir können, also davon ausgehen, dass sich viele Orks dort befinden. Und wenn sich dort ein Lager befindet, werden sie durch den umgebenen Wald herumtreiben, Wettkämpfe austragen, oder Jagen und dergleichen. Sich den Lagern zu nähern, wäre Selbstmord. Dann dürfte es leichter sein in die Festung einzudringen."
« Letzte Änderung: 01.01.2013, 20:08:59 von Thokk Ruokhren »

Jurij Klee

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Kapitel II: Der Norden ruft
« Antwort #278 am: 02.01.2013, 15:56:40 »
„Menschen sind nicht wirklich reiche Beute für Orks. Besonders nicht wenn sie eine Gruppe sind und kein Dorf zum plündern. Wenn die Bälger nicht dumm waren, haben sie ihnen nicht gesagt wer sie sind. Wenn doch haben wir ein Problem.“ Jurij wischte sich über das nasse Gesicht. Diese Festung, egal wie alt und löchrig sie war, stellte eine Todesfalle da ohne Informationen. „Wir brauchen mehr Wissen. Wir wissen nicht welcher Stamm die Kinder hat, welcher in der Burg sitzt und wo sie sind. Nur weil wir Schätze hinter dicken Mauern verstecken heißt das noch lange nicht, dass es auch die Orks so machen. Vielleicht lassen sie die Kinder lieber halbnackt in einem Käfig nahe ihrer Zelte baumeln, auf dass das Wetter sie ausmergelt und die Zeit sie redsammer macht. Wie wir jetzt an mehr Wissen kommen, weiß ich nicht. Da vertraue ich auf unsere Späher. Was die Zeit des Angriffes angeht, so würde ich eher am frühen Morgen angreifen wollen. Dann wenn die letzten Besoffenen ins Bett taumeln, die Wachen müde sind und das Licht der Sonne nur noch wenige Stunden entfernt ist.“
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Aiwëtaurnís

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Kapitel II: Der Norden ruft
« Antwort #279 am: 02.01.2013, 21:34:02 »
"Ich verstehe." die Elfe nickte in Thokks Richtung. "Soll ich also das Lager untersuchen, während du die Burg auskundschaftest?" bot sie ihrem Kameraden an die Entscheidung zu übernehmen. Für sie waren seine Züge sehr orkisch, aber vermutlich weil sie selbst kein Ork war. Aber im Endeffekt war es egal wer von ihnen was ausspähte, den Jurij hatte es betont. Sie mußten so oder so beide Orte untersuchen, bevor sie handelten.
Sobald Thokk seine Entscheidung getroffen hatte, schmierte sie sich ihr Gesicht mit Dreck ein, auch ihre Haare verbarg sie unter ihrer grünlichen enganliegenden Kapuze. Dann machte sie sich daran zu Fuß in die Nacht zu verschwinden.

Thokk Ruokhren

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Kapitel II: Der Norden ruft
« Antwort #280 am: 03.01.2013, 15:48:04 »
Thokk atmete schnaufend durch die Nase aus. Das die Elfe jetzt das Orklager auskundschaften wollte hielt er für ebenso unvernünftig, wie wenn er es getan hätte. Aber sie schien sich davon wohl nicht abbringen zu lassen. "Gut, dann geht ihr ins Lager. Ich schau mir die Festung an.", meinte er kurz zu der Elfe und tat es ihr dann gleich und versuchte sich mit Schlamm und Laub auf Körper und Ausrüstung bestmöglich zu tarnen. Sein Pferd ließ er bei den anderen zurück und nährte sich vorsichtig der Festung[1]. Er würde kein Risiko eingehen und jeder sich ankündigenden Gefahr aus dem Weg gehen. Aber er sah ein, dass eine etwas genauere Untersuchung der Festung sinnvoll war. Wachen und ähnliches könnten Ihnen sonst einen Strich durch ihre Planung machen. Sein Blick wanderte zum Himmel hoch. am morgen wollte Yurij in die Festung eindringen und es wäre das erste Mal, dass Thokk einen ausgiebigen Schauer schätzen würde[2].
 1. Schleichen und Wahrnehmung: 17 (+3 Wahrnehmung vs Orks)
 2. Überlebenskunst: 20
« Letzte Änderung: 03.01.2013, 15:55:02 von Thokk Ruokhren »

Lorim Eisenhammer

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« Antwort #281 am: 05.01.2013, 13:38:16 »
Lorim Eisenhammer sah zu, wie sich die beiden Späher auf ihre Aufgabe vorbereiteten. Hoffentlich kamen sie unerkannt wieder zurück. Er nahm den Zügel von Thokks Pferd und wandte sich an die übrigen: "Lasst uns ein Stück zurückgehen und einen Platz für die Pferde finden." Einen letzten Blick warf er nach Aiwëtaurnís und Thokk, die in der Dunkelheit verschwunden, dann stapfte er mit seinen kurzen Beine in die entgegengesetzte Richtung. Für jemanden der Spurenlesen konnte, würde es zwar offensichtlich sein, dass hier ein größere Zahl Reittiere vorbeigeführt worden war, aber der Zwerg wollte die Tiere vor zufälligem finden schützen. Vielleicht konnte der Elf einen guten Ort ausmachen, er schien sich in der Natur wohl zu fühlen.

Thokk Ruokhren

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Kapitel II: Der Norden ruft
« Antwort #282 am: 05.01.2013, 17:17:10 »
Nach etwas einer halben Stunde schälte sich die gestallt des Halborks wieder aus dem Wald. Stocker, Schlamm und Laub klebten und hingen noch immer an ihm. Sich immernoch bedacht bewegend kam er zeilsträbig auf die Gruppe zu. "Die Festung scheint nicht stark bewacht zu sein. Ich konnte auf den Zinnen nur zwei drei vereinzelte Posten ausmachen. An dem Loch in der Wand konnte ich niemanden entdecken. Es scheint sich also zumindest als Eingang zu eignen." Er sah sich kurz um. "Aiwe ist wohl noch nicht zurück." Er bleckte kurz die Zähne. Das gefiehl ihm nicht, aber wenn man sie gefasst hätte, dann hätte er es sicherlich mitbekommen. Es hätte sicherlich einen kleinen Aufruhe gegeben. Freude und Extase. Nichts desto trotz legte er die Strin in Falten und richtete seine Aufmerksamkeit in Richtung der Festung und des Lagers. Nicht das ihm jetzt etwas entging.

Aiwëtaurnís

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Kapitel II: Der Norden ruft
« Antwort #283 am: 06.01.2013, 13:49:52 »
Die Nacht war schon zur Hälfte herum als die Elfe schließlich wieder bei den Gefährten ankam. Ziemlich durchnäßt, und von natürlicher Tarnung über und über beschmiert, schmiegt sie sich an ihr Pferd um sich wieder ein wenig aufzuwärmen.
"Keine Gefangenen in den Lagern, aber es sind viele Orks. Irgendetwas hält sie zusammen, normalerweise würden soviele Stämme beieinander sich gegenseitig angreifen." Gibt sie ihre Informationen den Wachenden, und deutet damit an, dass es nicht nötig ist die Ruhenden zu wecken.
Dann zieht sie sich selbst zur Meditation zurück, darauf vertrauend, dass in den frühen Morgenstunden schnell ein Plan gemacht werden kann. Im Grunde stand der Plan ja schon. So schnell und leise wie möglich hinein und wieder heraus. Immerhin war das Wetter auf ihrer Seite. Ein zwei mal hatte ein Blitz sie in dieser Nacht gezwungen sich flach auf den Boden zu werfen, da sie sich gerade im Freien befunden hatte. Im nachhinein betrachtet die falsche vorgehensweise. Still stehen bleiben, wäre im Falle eines Blitzes besser gewesen. Nun, auch sie lernte nicht aus.
Der nächste Tag würde auf jeden Fall Blut bringen, nur hoffte sie, dass dies nur innerhalb der Festung geschehen würde, und sie nicht von Orkhorden gehetzt durch die Wildniss fliehen mußten.

Thokk Ruokhren

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Kapitel II: Der Norden ruft
« Antwort #284 am: 07.01.2013, 22:30:40 »
Thokk, der Wache hielt, als Aiwe zurück kam atmete erleichtert auf, dass sie sicher wieder zurück gekommen war. Er hatte sich schon etwas ausgeruht und die mittlere Wache über nommen. "Hm. Wir gehen also morgen in die Festung." Der Halbork fuhr sich mit der Hand über das Gesicht. Die Elfe hatte recht, wahrscheinlich würde es bald zu einem großen Feldzug kommen, anders konnte Thokk sich das Treffen der unterschiedlichen Stämme nicht erklären. "Und dann schauen wir, dass wir so schnell wie möglich zurück nach Falkrest kommen mit oder ohne die Kinder, bevor unsere Körper Zerhackt und über Feuern geröstet werden." Sein Blick wanderte wieder in Richtung Festung. "Ruh dich etwas aus. Morgen wird ein anstrengender Tag werden."
Den Rest seiner Wache verbrachte der Halbork damit immer wieder in Richtung Festung zu schauen. Er hatte wirklich ein ungutes Gefühl. Auch der rest der Gruppe hatte Aiwes ankunft mitbekommen, denn wirklich tief schlief keiner von ihnen auch, wenn jeder versuchte so gut es ging Ruhe zu finden. Als der Sonnenaufgang näher kam hatten sie ihr Lager schon vollständig abgebaut.

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