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Autor Thema: Kapitel 3 - Der Feind meines Feindes  (Gelesen 13189 mal)

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Idunivor

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Kapitel 3 - Der Feind meines Feindes
« am: 04.10.2012, 19:19:14 »
22. Eleasias im Jahr des Aufstiegs des Elfenvolkes 1375 TZ

Ein tödliches Spiel (Anzeigen)

Es war Nacht in Halruaa als die schroffe Felslandschaft in der Umgebung des Tempels auf dem Berg Thalath vor den Augen der fünf Elfen aus Myth Drannor erschien. Hier würden sie hoffentlich jemanden finden, der sie zu der Anlage bringen konnte, in der Askaran der Schattenbeschwörer sein todloses Leben verbrachte. Doch die hochaufragende Türme, die beinahe mit dem Felsen zu verschmelzen schienen und deren erleuchtete Fenster den Sternen des Nachthimmels gelcih kamen bargen nicht nur dieses Geheimnis. Seit dem Fall Netherils wurden hier von den Überlebenden des großen Imperiums, das nun vom Sand der Anauroch begraben wurde, magisches Wissen gesammelt. Die Bibliothek enthielt mehr von diesem Wissen als sich selbst ein Elf in seinem langen Leben würde aneignen können. Mit diesem Gedanken im Kopf blickten die fünf auf den Tempel der mehrer hundert Meter oberhalb ihrer jetzigen Position gen Himmel ragte.



Um sich herum konnten sie die noch höher aufragenden Gipfel des Nordwalls von Halruaa erkennen und auch die kleine Stadt, die sich hier am Fuß des Tempelberges befand, um sämtliche Bedürfnisse der Priester und ihrer Gäste zu erfüllen. Es lag an ihnen, ob sie sich erst in dieses Dorf begeben und vielleicht sogar dort nach einem Führer zu Askaran suchen wollten, oder ob sie ihr Glück lieber direkt beim Tempel der Herrin der Mysterien versuchen wollten, wo man sie nach Laereals Worten sicher Willkommen heißen würde.
« Letzte Änderung: 04.10.2012, 19:19:51 von Idunivor »
The only ones who should kill are those prepared to be killed.

Talindra Laelithar

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Kapitel 3 - Der Feind meines Feindes
« Antwort #1 am: 04.10.2012, 19:45:01 »
Dass es mittlerweile Nacht in Halruaa ist, gefällt Talindra überhaupt nicht. Sie spricht daraufhin das aus, was sie denkt: "In der Nacht will ich nicht unbedingt zu unserem Zielort wandern müssen. Wenn wir einen Führer dorthin brauchen, dann würde uns ein solcher vermutlich erst am Morgen zu Diensten sein. Ich würde vorschlagen, dass wir uns eine Schlafstätte suchen und am nächsten Morgen alles dafür tun, dass wir bei dem Schattenbeschwörer ankommen. Wir sollten allerdings Nachtwache halten. Nicht, dass in unserem Schlafgemach urplötzlich ein paar Slaadis sind. Ich hoffe, dass noch eine Taverne in der kleinen Stadt um diese Zeit offen hat."

Bevor ihre Gefährten reagieren, schaut sich Talindra für einen Moment den Tempel auf dem Berg Talath an. Es ist wirklich ein faszinierender Anblick. Sie haben am heutigen zwar auch einige gefährliche Dinge gesehen, aber durchaus auch wunderschöne. Ihre Reise würde sie bestimmt noch an andere interessante Orte bringen. Leider konnte Talindra sie wegen all der Sorgen und der Gefahr nicht vollends genießen, aber man konnte durchaus auch schlechter leben, dachte sich die Arkanistin.
« Letzte Änderung: 04.10.2012, 19:51:14 von Talindra Laelithar »

Tsaer Herbstabend

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Kapitel 3 - Der Feind meines Feindes
« Antwort #2 am: 07.10.2012, 12:47:01 »
Tsaer stimmt der Magierin zu: "Eine warme Mahlzeit und ein guter Schluck Wein wäre jetzt das richtige." 'Vielleicht lässt sich auch noch eine Liebschaft finden. Es könnte das letzte mal sein.', denkt Tsaer bei sich.

Wenn die Macht desjenigen, den sie suchten, wirklich so groß war, dann würde der morgige Tag der bisher gefährlichste in Ihrem neuen Abenteuerdasein werden.

Taeglyn

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Kapitel 3 - Der Feind meines Feindes
« Antwort #3 am: 07.10.2012, 13:23:08 »
Als sich Taeglyns Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, lässt er seinen Blick über das beeindruckende Bergpanorama wandern. Die schneebedeckten Gipfel die im Licht der Sterne strahlen lassen das Herz des Teu-tel-quessir mit Gefühlen von Fernweh und Größe höher schlagen. Seit seinen Jugendtagen hatte er sich stets gefragt was hinter dem Horizont wohl auf ihn wartet und nun bringt jeder Tag neue Wunder und Momente des Staunens.

Die frische, dünne Luft hebt die letzten Nebelschleier die die Weinverkostung in seinem Geist hinterlassen hat und so schenkt er Talindra ein sanftes Lächeln und antwortet der Illusionistin:

"Lasst uns hinab zu den Lichtern der Stadt steigen. Sicherlich finden wir dort eine Unterkunft und wer weiss...? Vielleicht auch einen Führer der sich bereit erklärt uns für gutes Geld zu unterstützen."

Ahnungslos von Tsaers Zweifeln und Hoffnungen schlägt der Armathor frohen Mutes den Weg hinab zum Fuße des Tempelberges ein und hofft auf einen vollen Schankraum voll Gelächters und Gesanges.

Selenia

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Kapitel 3 - Der Feind meines Feindes
« Antwort #4 am: 08.10.2012, 10:26:30 »
Selenias Blick schweift über die bezaubernde Kulisse. Der Sternenhimmel war naturgemäß stets etwas, an dem sich die Elfin erfreuen konnte, und der imposante Tempel oben auf dem Berg tat sein übriges, um den Anblick noch majestätischer zu gestalten.

Gedankenverloren lauscht sie den Worten ihrer Gefährten.

Wandern? Nun, wir müssen nicht wandern, wenn Eile geboten ist. Aber ich würde es dennoch begrüßen, wenn wir den Weg zu Fuß zurücklegen, dann können wir den schönen Anblick noch etwas genießen. Zudem mag es als unhöflich aufgefasst werden, wenn wir direkt vor der Türe erscheinen. Einer warmen Mahlzeit wäre ich im Moment allerdings auch nicht abgeneigt, also lasst uns eine Unterkunft für die Nacht suchen, wo wir noch einen Happen zu essen bekommen können.

Vagor o Rûn

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Kapitel 3 - Der Feind meines Feindes
« Antwort #5 am: 08.10.2012, 12:44:32 »
Und eine weitere Verzögerung. Vagorrun ist nicht sonderlich angetan, doch glaubt auch er dass es sicherer ist als einen Aufstieg bei Nacht zu verbringen. Ausser ein Flugzauber würde es den Gefährten erlauben den Aufstieg schnell und sicher zu begehen. Und so zuckt er nur nichtssagend mit den Schultern. Vielleicht würde eine Nacht im Gasthaus ihnen helfen die Moral zu stärken. Den den Worten der Magierin entnahm er, dass sie nicht wirklich weiter gekommen waren.
Da viel ihm noch etwas ein. "Tsaer, da wir uns nun einem der Leichname nähern, würdet ihr einen eurer Heilzauber in Faervian sprechen?"

Idunivor

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Kapitel 3 - Der Feind meines Feindes
« Antwort #6 am: 09.10.2012, 16:39:17 »
Die fünf Elfen machen sich umgehend auf in Richtung des Ortes - Talathgard, was jedoch keiner der fünf weiß. Schließlich können sie das kleine Dorf entdecken, das ein wenig an ein Militärlager erinnert. Hohe Türme ragen überall auf und auf den Zinnen sind Gestalten zu erkennen, die Wache halten. Die Straßen werden von einer Mischung aus einfachen Fackeln und magischen Lampen erleuchtet. Am Eingang der kleinen Stadt werden die Elfen kritisch beäugt, aber niemand macht Anstalten sie aufzuhalten, offensichtlich sind die Wachen sich ihrer selbst sicher genug, dass niemand ihnen hier in ihrer Heimat gefährlich werden würde. Es fällt auf, dass die meisten Türme gen Norden hin errichtet worden sind, zum Schutz gegen die Feinde der mächtigen Magiernation, die vielleicht versuchen würden über den Nordwall in das Land einzufallen.

Die fünf Elfen gelangen auf der Suche nach einem Gasthaus zum zentralen Platz der Stadt, wo sich ein Brunnen, bunt beleuchtet von verschiedenen magischen Laternen, in einem Kreis von Palmen befindet. Um diesen Platz herum gibt es eine ganze Reihe an Geschäften und Gasthäusern, die meisten Läden sind allerdings geschlossen. Es ist schwierig für die fünf Elfen sich hier zurecht zu finden, denn keiner von ihnen kann die zahlreichen Schilder über den Läden lesen, da sie allesamt in Halruaas, der Sprache der Bewohner des Landes, verfasst sind. In der Hoffnung, dass sie sich in der Handelssprache würden verständigen können, entscheiden sich die fünf für eines der geöffnete Gasthäuser über dessen Tür ein Schild hängt, auf dem einige Sterne und mehrere andere Symbole abgebildet sind. Im Inneren ist es ein gewöhnliches Gasthaus, auch wenn die Tische und Stühle, wie auch der Rest der Einrichtung, den Elfen sehr viel fremder vorkommen, als das, was sie in Rhymantiin geboten bekommen haben. Noch ungewöhnlicher sind allerdings die Gäste dieses Ortes. Alle sind in bunte Roben gehüllt und viele von ihnen tragen merkwürdig, beinahe lächerlich anmutende Kopfbedeckungen. Sogar der Wirt, der hinter dem Tresen steht, trägt eine solche wallende Robe, auch wenn sie für seine Arbeit eher unpraktisch sein muss. Auch hier werden die Elfen misstrauisch beäugt, da kein Zweifel bestehen kann, dass sie hier fremd sind. Es macht aber niemand Anstalten auf sie zuzugehen und das Interesse der anderen Gäste nimmt schnell wieder ab.
« Letzte Änderung: 09.10.2012, 16:40:17 von Idunivor »
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Talindra Laelithar

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Kapitel 3 - Der Feind meines Feindes
« Antwort #7 am: 09.10.2012, 17:41:24 »
Talindra zeigt mit dem Zeigefinger ihrer rechten Hand auf den freien Tisch und sagt: "Besetzt Ihr schon einmal den Tisch, ich werde derweil ein bisschen mit dem Wirt reden." Ansonsten verwundern sie die vielen Roben bei einer Magiernation wie Halruaa nicht. So etwas konnte man fast schon erwarten, selbst dass auch der Wirt eine Robe trägt.

Die Illusionistin geht dann zu dem Wirt und spricht ihn in einfacher Handelssprache an: "Seid gegrüßt! Habt Ihr ein Zimmer für fünf Personen für die Nacht frei? Darf ich hier einen Zauber wirken, der mich Halruaanisch verstehen lässt? Es erleichtert die gegenseitige Verständigung."
« Letzte Änderung: 09.10.2012, 17:42:08 von Talindra Laelithar »

Idunivor

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Kapitel 3 - Der Feind meines Feindes
« Antwort #8 am: 09.10.2012, 17:45:21 »
Der Wirt blickt die Elfe einen Augenblick verwirrt an, er hatte wohl nicht damit gerechnet, dass sie ihn nicht in seiner Landessprache, sondern in einer Variante der Handelssprache ansprechen würde, der man die nördliche Herkunft deutlich anmerkte. Auf die erste Frage kann er auch noch mit einem Nicken antworten: "Zimmer für fünf, ja." Was Talindra mit der zweiten von ihm möchte, versteht er aber offensichtlich nicht so recht, denn sein Gesicht zeigt deutliche Verwirrung: "Was, Magie? Ich verstehe nicht."
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Talindra Laelithar

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« Antwort #9 am: 09.10.2012, 17:51:57 »
Talindra versucht dann, sich so einfach wie nur möglich auszudrücken:  "Magie, um Eure Sprache zu sprechen." Hoffentlich würde das ausreichen, um den Mann zu erklären, was sie wollte.

Idunivor

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« Antwort #10 am: 09.10.2012, 17:58:59 »
Offensichtlich versteht der Mann immernoch nicht so recht, was die Elfe, die vor ihm steht, von ihm will. Er lächelt einfach und zuckt entschuldigend mit den Schultern. Dabei bleibt unklar, ob er wirklich die Bedeutung der Worte nicht verstanden hat oder, ob ihm die Idee, die hinter Talindras Vorschlag steht, einfach nicht einleuchtend ist.
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Talindra Laelithar

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« Antwort #11 am: 09.10.2012, 18:08:46 »
Talindra startet noch einen letzten Versuch der Kommunikation: "Zungen." Sie streckt dabei ein bisschen ihre Zunge heraus und zeigt auf eben diese. Danach fügt sie noch schnell das Wort: "Magie." hinzu. Sie wiederholt noch einmal, was sie meint: "Zungenmagie!"

Idunivor

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« Antwort #12 am: 09.10.2012, 22:00:25 »
Aber auch dieses Verhalten führt bei dem Wirt nicht zum Erfolg, stattdessen bricht er jetzt ob des merkwürdigen Schauspiels, das die Elfe ihm bietet, lauthals in Lachen aus und sagt irgendetwas in der Sprache seiner Heimat, das Talindra nicht verstehen kann. Es ist allerdings offensichtlich, dass diese Worte weniger an die Elfe als vielmehr an den Mann selbst gerichtet ist.
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Talindra Laelithar

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« Antwort #13 am: 09.10.2012, 22:18:59 »
Talindra lässt sich durch das Lachen dieses Mannes wenig beeindrucken und sie verzieht keine Miene. Die Illusionistin verschränkt ihre Arme für einen Moment und macht sich so ihre Gedanken. "Wozu trägt dieser Mann eigentlich eine Robe, wenn er offenbar keinen blassen Schimmer von Magie hat? Ich will einen Zungenzauber wirken. Noch einfacher kann ich es wirklich nicht ausdrücken. Selbst Gnolle können außerdem manchmal die einfache Handelssprache besser verstehen."

Talindra sagt nur ein kurzes: "Entschuldigt!" zu dem Mann und geht dann für einen kurzen Augenblick vor die Tür. Als sie sich unbeobachtet fühlt, wirkt sie mit nicht allzu lauten elfischen Zauberworten und mit den passenden Komponenten hinter ihrem Rücken an die Wand gelehnt, einen Zungenzauber, um halruaanisch sprechen und verstehen zu können.

Sie geht dann wieder in die Taverne hinein und sagt zu dem Wirt: "Es tut mir leid, aber ich musste mal kurz vor die Tür, um etwas halruaanisch zu lernen." Talindra lächelt dabei etwas und zwinkert dem Wirt kurz zu. Dann wird Talindra allerdings wieder ernst. "Also ein Zimmer können wir bei Euch kriegen. Das ist gut. Was könnt Ihr uns denn für Essen und Getränke empfehlen? Ich hoffe für etwas zu Essen, ist es nicht zu spät."
« Letzte Änderung: 09.10.2012, 22:19:36 von Talindra Laelithar »

Idunivor

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« Antwort #14 am: 09.10.2012, 22:46:02 »
Der Wirt lächelt jetzt wieder und hat offensichtlich verstanden, was Talindra eigentlich von ihm wollte: "Dafür hättet ihr doch nicht vor die Tür gehen müssen, niemand hier hätte es euch übel genommen, ihr seid in Halruaa, dem Land der Magie. Ich kann euch eine ganze Reihe an Spezialitäten unseres Landes anbieten, denn ich sehe, dass ihr fremd seid und eure Gaumen sicherlich erfreut werden würden durch unsere für euch sicher exotische Küche."
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