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Autor Thema: Das Haus des Tezca  (Gelesen 20601 mal)

Beschreibung: IC-Thread Kapitel 2

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Eclipse

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Das Haus des Tezca
« am: 22.01.2013, 19:40:54 »




Kapitel 2: Das Haus des Tezca

Eclipse

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Das Haus des Tezca
« Antwort #1 am: 22.01.2013, 19:48:10 »

1. Xocotli - 5200 tunob seit Beginn mazticischer Zeitrechnung

Das Dorf Dzibil - nahe beim Tal von Nexal

Eclipse

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Das Haus des Tezca
« Antwort #2 am: 22.01.2013, 22:14:23 »
Der Kampf war vorüber ... endlich. Eine seltsame Stille kehrte ein, nur das Knistern der Feuerstelle und einige Tiergeräusche aus dem nahen Wald waren noch zu hören, sowie das Keuchen der Verwundeten. Bis auf Xiuhcoatl war niemand unverwundet aus dem Kampf gegangen und das Dorft hatte bei dem Angriff sogar zwei seiner Krieger verloren. Tlacatl schnaufte, dann ließ er sich einfach auf den Boden fallen und hielt seine Wunden. Derweil versammelten sich die übrigen Krieger des Dorfes mit ernsten Gesichtern bei Tazoc. Dieser traute seinen Augen kaum, als er in die Richtung blickte, aus welcher der Pfeil kam, welcher den Sklavenjäger vor ihm getroffen hatte.

"Bist du eine Botin der Nula?" sagte er zu der katzenhaften Kaska "Ich danke dir in jedem Fall für deine Hilfe." dann blickte er zu der kleinen Halblingsfrau "und auch dir ... " 'mein Kind' wollte er sagen, doch dann erkannte er dass die kleine Gestalt dort kein Kind war. Die junge Halblingsfrau war nämlich, bis auf etwas Schmuck und einem schmalen Streifen Stoff,  fast gänzlich unbekleidet. An den weiblichen Rundungen ließ sich dabei durchaus erkennen, dass es eine junge Frau war, wenngleich sehr klein geraten.

Necahual entsinnt sich sogleich an Erzählungen über ein kleines, wildes Volk aus den Dschungeln von Payit, vor denen jedoch immer gewarnt wurde. Und mit diesem Gemisch aus Blut und Schweiß auf der blanken Haut sah sie trotz ihrer Größe durchaus gefährlich aus. Auch von einem aufrecht gehenden Katzenvolk, den Tabaxi, hatte sie schon gehört. Solche Erzählungen aber ins Reich der Legenden geschoben. Aber so dachte sie auch über die Echsenmenschen, bis sie Torkk begegnet war ...

Mirrasshi

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Das Haus des Tezca
« Antwort #3 am: 23.01.2013, 11:14:41 »
"Das habe ich nicht für euch getan.", fährt Mirrasshi den großen Mann ungehalten an. Sie ist dabei lauter und unfreundlicher, als sie eigentlich selbst will, aber das Ende des Kampfes hat in ihr ein unzufriedenes Gefühl hinterlassen. Ihre Gegner waren einfach zu Staub und Asche zerfallen, vermutlich auch ein Werk Zaltecs wie schon der Fluch, der auf ihnen lag. Zu gern hätte sie ihnen die Herzen heraus geschnitten und Tezca zum Dank dar gebracht, aber das war ihr nun verwehrt.

Zornig stapft sie hinüber zu der Hauswand, in der sich ihr fehl gegangener Dolch versenkt hat und nimmt die Waffe ihres Vaters wieder an sich. Anschließend legt sie mit geübten Fingern das Stoffband in Falten, das sie sich um ihre Hüfte gelegt hat und verbirgt geschickt all ihre Klingen darin. Sie ist sich dabei der Blicke, die auf sie gerichtet sind, durchaus bewusst und offensichtlich ist ihr auch unwohl dabei. Fast wirkt es so, als würde sie sich für ihre Blöße schämen und tatsächlich fühlt sie sich - umringt von großen Leuten und ohne Farbe auf ihrer Haut - beinahe so wehrlos und ungeschützt, wie in ihrer Zeit bei der Legion.

Schnell läuft sie zurück zu Kaska und scheint sich hinter den Beinen der Tabaxi verstecken zu wollen, bevor sie eine Hand voll der Asche auf hebt, die von ihrem vorherigen Gegner übrig geblieben ist, und sich diese einfach über Gesicht und Oberkörper schmiert. Erst jetzt nimmt sie sich die Zeit, die anderen Anwesenden genauer in Augenschein zu nehmen und stellt überrascht fest, dass einige von ihnen anscheinend ein ähnliches Schicksal ereilt hatte, wie sie selbst. Zwar sind deren Körper längst nicht mit so vielen Peitschen Narben bedeckt wie ihrer, aber mit frischen. Entweder waren sie also aus einem nahen Sklavenlager aus gebrochen, von dem Mirrasshi nichts weiß, oder sie waren ebenfalls erst vor kurzem den Opferjägern entflohen.

"Ich habe es für sie getan.", erklärt sie schließlich, mit einer Hand zu Kaska hoch deutend mit wesentlich freundlicherer und geduldigerer Stimme. Zwischen Daumen und Zeigefinger der anderen Hand dreht sie die Spitze ihres Zopfes hin und her, während sie die weitere Reaktion der Anwesenden ab wartet und dabei insbesondere ihr Augenmerk auf die drei mit Narben bedeckten Menschen richtet. Konnte das wirklich Zufall sein? Oder war das wieder ein Spiel der Götter, das sie nur noch nicht verstand?

Kaska

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« Antwort #4 am: 23.01.2013, 12:59:53 »
Nach dem der Pfeil den Bogen verlassen hat und die letzten der Krieger in Asche zerfallen sind, blickt Kaska auf den Bogen. Er war nicht schlecht, aber es war nicht ihr Bogen. Nun für jetzt muss es reichen. Sie würde nebenbei schauen, dass sie einen herstellen kann. Schnell hat sie den Köcher mit den restlichen Pfeilen an der Seite baumeln. Was sollte sie nun tun? Sie kannte sich ein wenig in der Heilkunst aus ... aber nicht genug um sich um die schwer Verletzten kümmern zu können. Doch hatte dieses Dorf sicher Menschen dafür. Nun aber um sich und Mirrasshi würde sie sich selbst kümmern. Doch ohne ihre eigenen Sachen würde es schwierig werden. Aber viele der Heilüflanzen würde sie wohl hier im Wald finden oder sogar schon im Dorf. Als der alte Mensch sie anspricht schaut sie kurz auf.
Dumme Menschen immer das selbe Spiel, keine Kreativität.

Erst als Mirrasshi zu ihr kommt, lässt sie sich zu einer Bemerkung hinreißen. "Danke, sei vorsichtig mit der Asche sie könnte genau so verflucht sein wie die Menschen. Und selbst wenn sie es nicht ist, solltest du sie nicht in die Wunde kriegen." Mit einen Blick nach oben schätzt sie die Zeit ab. Sie würde über das erscheinen von Tezca schlafen, um sich zu erholen. Konnte sie sich das leisten? Nun sie musste. Doch es gab noch etwas zu tun, bevor sie sich ausruhen könnte. "Habt ihr Kräuter zur Heilung von Verletzungen?"
« Letzte Änderung: 23.01.2013, 18:00:36 von Eclipse »

Yaotlchone

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« Antwort #5 am: 24.01.2013, 07:52:27 »

Als sich die Sklavenjäger in Dampf auflösten starrte Yaotlchone irritiert zu, bis schliesslich seine Augenlieder zu flackern begannen. Sein Körper sackte dann aus der gespannten Kampfhaltung zu einer erschöpften eingesunkenen Form zusammen. Den Kopf leicht gesenkt, blickte Yaotlchone ängstlich auf Tlactal und den Krallenwunden auf seinem Körper. Unwillig, sich der vermeintlichen Wirklichkeit zu stellen, schaut er in die Gesichter der umstehenden und mied dabei die Inaugenscheinnahme seiner schmerzenden Hände. Zu oft war er schon in ähnlicher Verwirrtheit zu sich zurückgekommen um festzustellen, dass er selbst für derartige Wunden zuständig sein musste. Als er keine stummen Anschuldigungen feststellen konnte, hob er langsam die vom Kampf aufgeschürften Hände vor sein Gesicht und betrachtete die zersplitterten Fingernägel. Doch kein Blut war an ihnen zu finden. Der Lopanageser wollte sich gerade erleichtert aufrichten, zuckte aber gleich wieder zusammen und griff sich an die von der Keule aufgerissene Brust. Verwirrt fühlte er das kühle Nass des eigenen ausgeflossenen Blutes. Die schuldige Keule war schnell ausgemacht und Yaotlchone hob sie auf, sich verstolen umschauend, ob jemand das Tepoztopilli für sich beanspruchen würde.

Mit offenem Mund starrt Yaotlchone, selbst nur mit Lendenschurz bekleidet, auf Mirrasshi herab. Er dreht den Kopf zu Tlacatl und zeigt mit dem ausgestreckten Tepoztopili auf sie. "Bruder, was ist das für eine Kind-Frau? Ist sie geschrumpft oder nicht mehr gewachsen? Wieso ist sie Nackt?" Als sein Blick zurück schwenkt bemerkt er auch Kaska. "Du bist ja kein Mensch..." stellt er das offenlichtliche fest "und du hast Kleider an." Einen kurzen Moment mit abermals verwundert offenstehendem Mund bemerkt Yaotlchone die Unangebrachtheit seiner Wort und klappt den Mund verlegen zu. Seine Augen blicken hilfesuchend zu Tlacatl und Necahual.

Necahual

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« Antwort #6 am: 24.01.2013, 21:08:28 »
Als der Kampf endlich ein Ende findet, blickt sich Necahual besorgt um. Yaotlchones Brust gleicht der des Arakangas[1] doch erst als sie einen erneuten Blick auf den schwerst verletzten Tlacatl werfen kann wird ihr klar wie schnell auch einer ihrer Brüder hätte sterben können. Sie hatte in ihrem bisherigen Leben den Kampf nie gesucht und doch hatte er sie seit der Gefangennahme mehrmals gefunden. Dann kommt ihr Yaotlchones Erzählung wieder in den Sinn: "Tlacatl, der große Krieger - Bringer von tausend Opfergaben. Im Kampf ging ihr Stamm unter und dennoch folgen die beiden wieder und wieder dem gleichen Pfad und können ihn nicht verlassen. Der ewige Kreislauf" Necahual muss bei dem Gedanken schlucken denn ihr wird klar, dass so lange sie den Weg der beiden folgt, ihr auch die Geister der Getöteten wie widerliche Kletten um ihren eigenen Geist sich klammern werden. Sie hatte sich bisher nicht ausgemalt wohin sie Mutter[2] führen würde, doch hatte sie zumindest geglaubt, dass das Nehmen von Leben nicht dazu gehören würde. Irritiert über ihre eigenen Gedanken schüttelt sie den Kopf: "Das hier waren keine Wesen des Lebens, es waren Wiedergekehrte und selbst wenn ihr Bruder Tlacatl in der Vergangenheit Leben nahm so hatte er sich zumindest seit dem Tag am Ufer des Yana Stroms verändert." Auf ein mal kommen ihr schlagartig die Bilder aus der Sklavenhütte wieder in den Sinn und sie hört sich selbst erneut sagen: "Er schläft für ein paar Augenblicke. Wenn einer von euch uns von seinem Geist erlösen möchte, ist jetzt der beste Zeitpunkt um auf zu stehen und ihm die Kehle durch zu schneiden!" dann sieht sie Yaotlchone wie er mit seinen klauenartigen Händen dem Sklaventreiber das Leben nimmt. "Bin ich selbst von meinem Weg abgekommen?" Ein Gefühl von Unwohlsein kriecht ihr in den Nacken dann ist sie auf einen Schlag wieder im hier und jetzt.

Beschämt muss sie sich eingestehen, dass sie im Moment nichts für ihre beiden Brüdern tun kann aber die Jäger, welche die Feinde im Süden zurückgeschlagen haben könnten eventuell von ihren restlichen verbliebenen Kräften profitieren. Einen Dank an Mutter sendend, macht sie einige schnelle Schritte aus der Hütte und blickt sich um.  Da kommen auch schon drei Stammesmänner, welche einen vierten mit sich tragen. Sein Gesicht ist bleich und sein Körper blutüberströmt - sein Geist würde die unbrauchbare gewordene Hülle bald verlassen. Als die vier an Necahual vorbei kommen, summt sie kaum hörbar zum Geist des Mannes: "Dein Körper wird gesund werden - geh nicht, noch ist es noch nicht soweit!" Dann dreht sie sich um und geht zu Tlacatl und den anderen, besorgt blickt sie nun genauer auf die Wunden ihres Bruders als sie plötzlich ihren Augen kaum trauen mag.[3] "Tabaxi!" schiesst es ihr in den Sinn. "Es gibt sie also wirklich. Mutter ist voller Überraschungen." Doch vielmehr überrascht sie eigentlich die Tatsache, dass diese Tabaxi gewöhnliche Kleidung trägt! Sogleich hört sie Yaotlchone seinen Bruder fragen warum denn diese Kind-Frau nackt sei. "Kind-Frau? Nackt?" Dann endlich erkennt Necahual wen ihr Bruder da meint. Etwas erschrocken fährt sie zurück "Eine kurzbeinige Wildling!" Misstrauisch beobachtet sie die Kleine dann schaut sie zu den anderen. "Kannten sie die Erzählungen nicht? Immer wieder haben diese Wildlinge einsame Jäger überfallen und gefressen!" Neugierig und vorsichtig schaut Necahual der Kleinen auf den Mund. Jeden Augenblick erwartet sie dort die Spitzen Zähne eines Piranhas aufblitzen zu sehen. Doch bevor sie auch nur einen Zahn zu Gesicht bekommt, stechen ihr die unzähligen Narben auf dem kleinen kindlichen Körper ins Auge. "Ob sie sich untereinander auch fressen?!" Einen Schritt hinter Tlacatl fühlt sich Necahual in ausreichender Sicherheit um auf die Frage Yaotlchones zu antworten allerdings benutzt sie dafür die Sprache der Lopango: "Bruder, kennt ihr die kurzbeinigen Wildlinge nicht?! Sie sind wie Menschen nur kleiner in Payit erzählt man den Kindern, dass sie einsamen Jägern auflauern und sie fressen. Schau dir die vielen Narben an dieses Volk muss sehr ruppig zueinander sein." Necahual macht eine kleine Pause und flüßtert dann auf Lopango: "Das Katzenwesen ist eine Tabaxi, eigentlich dachte ich die seien nur eine weitere Geschichte doch denk an Torkk den feuerwahnsinnigen Echserich, es scheint Mazticas Geschichten kennen mehr Wahrheit als uns selbst die Dorfältesten erzählen."
 1. 
Info+Bild (Anzeigen)
 2. Synonym für das Leben/Gott/Maztica
 3. 
Beschreibung des Aussehens, da es mir gerade nicht gelingen will dies in den Fließtext ein zu bauen: (Anzeigen)
« Letzte Änderung: 24.01.2013, 21:18:07 von Necahual »

Eclipse

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Das Haus des Tezca
« Antwort #7 am: 25.01.2013, 00:43:04 »
Langsam blicken auch die Frauen des Dorfes aus ihren Hütten hervor und empfangen ihre Männer. Der Schwerstverletzte unter ihnen kann dank Necahuals Eingreifen noch gerade von der Schwelle des Todes geholt werden ... doch für den jungen Jäger der zu Beginn des Kampfes einen Pfeil in die Kehle bekam, kommt jede Hilfe zu spät. Die Krieger des Dorfes ziehen sich in ihre Hütten zurück, wo ihre Wunden auch schon von den Frauen versorgt werden. Während die Gefährten nahe beim Lagerfeuer sitzen bleiben.

Tazoc nickt bei Kaskas Frage und kehrt kurz darauf mit einem Tiegel zurück, der eine pflanzliche Paste beinhaltet zurück, dazu große Baumblätter, um die Wunden zu verdecken. Mit einem freundlichen Nicken reicht er der Tabaxi die Gegenstände. "Auch ihr seid wie die übrigen Neuankömmlinge hier willkommen. Gerne könnt ihr die Nacht in unserem Dorf verbringen." doch da wendet sich einer der hitzköpfigeren, jungen Männer an den Häuptling. "Du bist zu freigiebig mit unserer Gastfreundschaft. Wer weiß, ob diese Fremden die Kalkmänner nicht erst hierher geführt und uns alle damit in Gefahr gebracht haben?" doch Tazoc reagiert ungehalten "Schweig! Sie haben tapfer an unserer Seite gekämpft und dafür einen Platz an unserem Feuer verdient. Was glaubst du wie der Kampf für uns gelaufen wäre, wenn wir ohne sie das Dorf hätten verteidigen müssen. Geh zurück in deine Hütte und pfleg deine Wunden."

Tlacatl indes weiß keine rechte Antwort auf die Fragen Yaotlchones. Ungläubig starrt er Mirrasshi und Kaska an, wobei er irgendwann leicht beschämt die Augen vom nackten Körper der jungen Halblingsfrau losreißt. Die geflüsterten Worte Necahuals in der Sprache seines Volkes lassen den geschwächten Kämpfer allerdings erzittern. Sicher hatte sie keinen Grund zu lügen. Warum waren diese beiden exotischen Geschöpfer dann hierher gekommen? Hatten sie nur gegen die Kalkmänner gekämpft, um sich über das geschwächte Dorf her zu machen? In seinem Zustand, würde er jedenfalls keinen Kampf fortführen können. Auch Yaotlchone sah schwer angeschlagen aus ...

"Auch ich ... danke für eure ... Hilfe." sagt Tlacatl schwer atmend "Wa-warum ... habt ihr uns geholfen?" fragt er unsicher.

Xiuhcoatl

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Das Haus des Tezca
« Antwort #8 am: 25.01.2013, 05:00:04 »
Nachdem der Kampf doch recht schnell vorbei ist, wobei sich die Angreifer zu Xiuhcoatls Überraschung in Staub und Asche aufgelöst hatten, nähert er sich wieder versteckt dem Dorf, denn neugierig ist er nun doch ein wenig. Außerdem war wichtig zu sehen, wo die Dörfler die Beute unterbrachten und ob sie jetzt nicht doch Wachen aufstellen würden.
Als er die Kindfrau und das Katzenwesen sieht, wird ihm klar wem er da versucht hatte zu helfen. Von solchen Wesen hatte er bisher nur in Erzählungen seiner Mutter gehört und wußte deshalb wie gefährlich sie waren. Wesen, die sich mit Geistern und Tieren vereinigt hatten und ganzen Dörfern Unheil gebracht hatten.
Aber warum hatten sie dann gegen die Sklavenjäger gekämpft? Bestimmt war es eine List, um sich das Vertrauen der Dörfler zu erschleichen und sie hatten selbst diese Aschekrieger erschaffen. Und die Bewohner fielen auch noch darauf herein. Warum die Geisterfrau die Gefahr nicht sieht, kann er sich nicht erklären. Oder wartet sie ebenfalls ab, um die Mischwesen ihrerseits in Sicherheit zu wiegen?

Xiuhcoatl wird weiterhin versteckt bleiben[1] und beobachten[2]. Hier kann sich niemand so einfach an ihn anschleichen, da ist er sich sicher.
Seine Mitreisenden hatten selber Schuld, wenn die Mischwesen sie fressen würden. Warum waren sie auch einfach so in ein Dorf maschiert? Er hatte gleich gewußt, daß ihnen das nur Probleme bringen würde.
Obwohl....die Geisterfrau wird er wohl beschützen müssen.
Und so wartet er erst einmal weiter ab und sieht dem Treiben aus der Entfernung zu.
 1. Heimlichkeit: 15
 2. Wahrnehmung: 21
« Letzte Änderung: 25.01.2013, 05:05:49 von Xiuhcoatl »

Yaotlchone

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Das Haus des Tezca
« Antwort #9 am: 25.01.2013, 07:15:28 »
Die geflüsterte Verknüpfung von Torkk lässt Yaotlchone's Augen sich weiten. Als dann der junge Dorfkrieger einen Zusammenhang zwischen den Fremden und dem Überfall herzustellen beginnt, versucht Yaotlchone äusserlich unbekümmert zu wirken und beginnt sich auf die eigenen Wunden zu konzentrieren. Als er auf einen Obsidiansplitter stösst, drückt er mit beiden Fingern die Haut unter der Wunde zusammen und geht so mit rechtwinklig abstehenden Ellenbogen auf Necahual zu, um ihr die Wunde zu zeigen. "Kannst du das bitte rausnehmen?" Dabei geht er leicht in die Knie um der um einen Kopf kleineren Frau eine bessere Sicht zu ermöglichen. In der Sprache seiner Heimat Lopanago fügt er nun ebenfalls Flüsternd hinzu "Denkst du, das Tabaxi hat die Jäger hierher gebracht? Weil schon Torkk ist auf die Dächer gesprungen und hat Feuer gespuckt. Dann spuckte Tazec auch feuer. Wass kann denn da ein Katzenwesen alles bewirken? "

Necahual

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Das Haus des Tezca
« Antwort #10 am: 25.01.2013, 11:04:29 »
Necahual reisst eine Kordel von Yaotlchones Kleidung ab und betrachtet den Splitter in der Wunde. Ohne ein Wort zu sagen geht sie zu Tazoc und nimmt sich ein Stück Moos und etwas Rinde.  Mit beiden Händen bindet sie die Stelle ab und muss dabei all ihre Kraft einsetzen. Da sie nun keine Hand mehr frei hat packt sie den Splitter kurzer Hand mit den Zähnen und zieht ihn aus der Verankerung im Fleisch. Sofort strömt Blut nach und Necahual übergibt die Kordel nun an Yaotlchone um die Wunde mit Moos zu füllen und Rinde ab zu decken und sie schliesslich zu verbinden. Erst dann gewinnt sie ihre Aufmerksamkeit für des Bruders Worte zurück: "Alles was wohl eine Katze dieser Größe und ein Mensch auch kann, glaube ich."[1] flüstert sie zurück. Dann geht sie zu Tlacatl und versorgt ebenfalls dessen Wunden.
 1. @Eclipse: Welches Wissen ist notwendig?

Kaska

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Das Haus des Tezca
« Antwort #11 am: 25.01.2013, 13:28:34 »
Kaska nimmt den Tiegel von Tazoc mit einem "Danke" entgegen, und schnuppert kurz an der Salbe. Große Teile von Boragienkräuter[1] schließt sie daraus. "Vorsicht Mirrasshi, das könnte brennen." Mit ihren sanften Pfoten reinigt sie erst die Wunde, dann kommt etwas von der Salbe darauf. Am ende umwickelt sie alles mit dem Blatt. Danach überprüft sie ihre Wunde. Es war nichts ernstes, aber sicher ist sicher. Mit geübten Griffen behandelt sie ihre Wunde, genauso wie die von Mirrasshi. Die Geschwindigkeit zeugt davon, dass es nicht das erste mal ist das die Tabaxi sich selbst verarztet. Danach schaut sie Necahual zu, wie auch diese eine Wunde behandelt.

Der Streit zwischen Tazoc und dem jungen Krieger lässt sie aufhorchen. Hmm Fremde ... nun ja ich und Mirrasshi und wahrscheinlich die anderen drei. Dann wäre da noch der Bogenschütze, der jetzt wieder verschwunden ist. Vier Spuren das würde passen. "Ihr fragt warum ich euch helfe? Nun das weiß nur der Wind. Ich kann euch nur sagen, dass ich einen Bogen brauche bis ich mir einen gefertigt habe, und der Jäger hatte einen. Außerdem folge ich seit dem Sklavenlager euren Spuren und wenn ihr hier sterben würdet wäre es die Mühe nicht wert. Doch die Sklavenjäger können euch nicht verfolgt haben, ich habe eure und unsere Spuren verwischt."
 1. Beinwell
« Letzte Änderung: 26.01.2013, 13:46:32 von Eclipse »

Mirrasshi

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« Antwort #12 am: 26.01.2013, 15:17:29 »
Obwohl die Behandlung wie von Kaska vorher gesagt, ein scharfes Brennen verursacht, verzieht Mirrasshi keine Miene. Unter keinen Umständen will sie vor den anderen schwach erscheinen. Anschließend betrachtet sie den Verband misstrauisch. Er ist ganz ähnlich, wie die Heiler ihres Dorfes es auch gemacht hätten, aber wirklich verstanden hat sie nie, weshalb man seine Beweglichkeit freiwillig so einschränken sollte. Sie hofft nur, dass sie den Verband nicht lange wird tragen müssen und bedankt sich artig bei der Katzenfrau.

Schließlich wendet sie sich an Tazoc, den sie für den Anführer hält, da auch die anderen Männer auf ihn zu hören scheinen: "Eure Einladung ist sehr freundlich, und euer Feuer wirkt sehr verlockend. Aber vielleicht seid ihr tatsächlich zu freigiebig mit eurer Gastfreundschaft? Immerhin müsst ihr euch schon um die übrigen Neuankömmlinge kümmern." Bei den letzten Worten deutet die Hin nacheinander auf Yaotlchone, Tlacatl und Necahual. Dabei beobachtet sie sowohl deren als auch Tazocs Reaktion genau. Zwar nimmt sie an, dass es sich bei diesen dreien um die benannten Neuankömmlinge handelt, weil sie in einer fremden Sprache über Kaska und Mirrasshi zu reden schienen, sicher ist sie jedoch nicht.

Eclipse

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Das Haus des Tezca
« Antwort #13 am: 27.01.2013, 14:52:47 »
Tazoc winkt lächelnd ab "Ja ganz recht, auch diese Fremden hier sind erst heute abend zu uns gestoßen. Dennoch ist es nicht nötig bescheiden zu sein. Die Sklavenjäger Nexals haben viele unserer Stammesgefährten geraubt, ich wäre froh, wenn zwei Plätze weniger an unserem Feuer verwaist sind." wobei der Häuplting auch schon zu zwei Decken an der Feuerstelle deutet.

Auch Tazoc scheint die Wildlinge und Tabaxi nur aus Legenden zu kennen, doch ist sein Herz mehr erfüllt von Neugier, denn von Furcht. Anders verhält es sich bei Tlacatl, der aufgewühlt ist, durch die Geschichten Necahuals. Mit aufeinandergepressten Zähnen lässt er es über sich ergehen, dass Necahual seine Wunden mit der Paste bestreicht und anschließend mit Blättern und Rinde verklebt. Nach einem anfänglichen Brennen, lässt der Schmerz aber bald etwas nach. Er dankt es ihr mit einem freundlichen, milden Lächeln, ehe er sich wieder an Kaska und Mirrasshi wendet, gespannt ob sie nun am Feuer Platz nehmen, wo auch Speis und Trank bereit stehen.

"Ihr beide seid uns gefolgt? Seit dem Sklavenlager schon?" sagt der Lopangoneser schließlich "Heißt das ihr seid auch von dort geflohen? Wir hätten gerne alle Sklaven befreit, doch es hat nur für eine Handvoll gereicht. Doch ich bin froh über jeden, dem es gelungen ist seine Freiheit zurück zu erlangen und dem Tod durch Feuer und Asche zu entkommen." fügt er noch an.

"Was habt ihr euch denn davon versprochen unseren Spuren zu folgen? Entsprechen wir dem was ihr erwartet habt?"
Derweil schaut sich Tlacatl immer wieder nach Xiuhcoatl um. 'Wo steckt dieser Feigling nur?' denkt er sich dabei.[1]

Dieser kann derweil mitansehen, wie die Frauen und Kinder des Dorfes beginnen, die von den Kalkmännern zurück gelassenen Waffen, Schilde und Taschen in das Haupthaus des Dorfes zu verbringen. Speere, Holzschilde und sogar ein Obsidianschwert ist darunter ...
 1. Take 10 auf Perception, entdeckt ihn also nicht ...

Kaska

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« Antwort #14 am: 27.01.2013, 17:58:53 »
Nachdenklich schaut Kaska Tlacatl an."Was hab ich mir dabei erhofft? Wieso bin ich ihnen gefolgt? Weiß ich es eigentlich?" Dabei setzt sie sich und dankt für die Versorgung, weiter in ihre Gedanken gehüllt. Der erste Schluck lockert dann ihre Zunge. "Nun ich bin zwar aus dem Lager geflohen, bin euch aber erst seit der Höhle am Popol gefolgt. Davor bin ich über den Berg geklettert um zu entkommen. An diesem Ort der Götter hat Eha mir eure Spuren gezeigt und so tat ich das was ich immer tue. Ich folgte ihrem Ruf. So wie der Wind mich aus meiner Heimat holte und ins Glück brachte hat er mich auch zu Mirrasshi hier geführt. Ihre Rettung hat mich zwar verlangsamt, aber mir auch eine Begleiterin geschenkt. Sie hat mich weiter zu euch geführt und dieses Treffen wird sicher einen Platz haben im Plan der Götter."
« Letzte Änderung: 27.01.2013, 18:01:54 von Eclipse »

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