Autor Thema: Lexis Enzyklopädie der Mittelwelt  (Gelesen 1026 mal)

Beschreibung: Geschichte, Götter und Magie

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Lexi

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Lexis Enzyklopädie der Mittelwelt
« am: 10.11.2010, 20:29:11 »
Vom Ursprung der Welt und der Götter

Jedes Kind weiß, dass die Götter mächtige Wesen sind, die ihre Kraft aus den Gebeten der Gläubigen beziehen. Gleichzeitig herrscht im Volksmund aber auch der Glaube vor, dass die Welt und ihre Kreaturen irgendwann von den Göttern geschaffen wurden. Somit stehen wir sofort vor einem Henne-Ei-Dilemma: Wenn die Götter die Welt schufen, woher nahmen sie dann ohne Gläubige die Kraft dazu? Aber wenn die Götter erst durch die Anbetung ihrer Anhänger mächtig wurden, wer erschuf dann die Welt?

Wir als Sterbliche können über die wahren Gegebenheiten nur spekulieren. Zunächst ist jedoch ein kurzer Exkurs zur Natur der Mittelwelt angebracht. Es wurde lange gestritten, ob es sich hierbei um eine einzelne Ebene oder um eine Menge von Parallelwelten handelt. Neuere Erkenntnisse, die von Erzmagierin Kevandra Tysson mittels extreme range clairvoyance gewonnen wurden, deuten jedoch darauf hin, dass es sich tatsächlich um eine einzelne Ebene mit einer Reihe von bewohnbaren Planeten handelt, die vermittels Portalen bereist werden können. Interessanterweise sind die Entfernungen zwischen den Planeten so groß, dass es für den Portalerschaffer keinen Unterschied macht, ob er das Portal zu einem der anderen Planeten oder einer anderen Ebene öffnet - daher auch der lange Streit. Theoretisch sollte es somit möglich sein, einen anderen Planeten auch mit einem geeignet konstruierten Fluggefährt zu erreichen. Dies ist jedoch noch nicht in der Literatur belegt; wahrscheinlich dauert die Reise auch recht lange.

Im Folgenden werde ich den Begriff "Mittelwelt" für unseren eigenen Planeten verwenden, wie im Sprachgebrauch üblich, während die gesamte Ebene kollektiv als "Mittelwelten" bezeichnet wird.

Kehren wir nun zum Ursprung der Welt und der Götter zurück. Nach den dokumentierten Erfahrungen und Berichten von und über die Götter scheint es so zu sein, dass räumliche Distanz bei ihrem Wirken keine Rolle spielt, sofern sie von der Astralsee aus agieren. Die Tatsache, dass Kreaturen von anderen Planeten zumeist den hiesigen sehr ähnlich sind, spricht dafür, dass die Götter deren Ausbreitung auf die bewohnbaren Planeten schon lange fördern. Was ja von ihrem Standpunkt aus auch sinnvoll ist, um nämlich möglichst viele Gläubige zu gewinnen, ohne diese immer wieder aufs Neue aus dem Nichts erschaffen zu müssen. Es ist mithin wahrscheinlich, dass die Mittelwelt nicht von den Göttern erschaffen, aber aktiv besiedelt wurde. Interessanterweise stimmt dies mit den ältesten geschichtlichen Aufzeichnungen gut überein, wie im nächsten Abschnitt ausgeführt.

In Gelehrtenkreisen wird davon aus gegangen, dass die Mittelwelten quasi ein Kondensat des Elementaren Chaos sind, hervorgerufen durch das Wirken gottartiger elementarer Entitäten, die aber im Gegensatz zu den Göttern nicht auf die Anbetung durch Gläubige angewiesen sind.
« Letzte Änderung: 13.11.2010, 18:47:37 von Lexi »

Lexi

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Lexis Enzyklopädie der Mittelwelt
« Antwort #1 am: 10.11.2010, 20:34:09 »
Frühgeschichte der Mittelwelt

1. Ära - Dauer ca. 5000 Jahre
Eladrin und Elfen kommen als erste Siedler aus dem Feywild in die Mittelwelt

Es ist unklar, ob die Welt vorher schon lange existierte, oder gerade eben erschaffen wurde. Die Durchdringung mit Magie war damals so gering, dass praktisch nur normale Tiere existierten. Ansonsten war die Welt jedoch offenbar dem Feywild recht ähnlich, so dass die beiden einwandernden Rassen keine Anpassungsschwierigkeiten hatten. Wahrscheinlich fiel es auch aufgrund der damaligen Nähe zum Feywild einer frühen Gottheit leicht, ein Tor zur Mittelwelt zu öffnen. Es ist anzunehmen, dass dadurch auch die ersten magischen Wesen auf die Welt kamen.

2. Ära - ca. 4000 Jahre
Zwerge und Orks werden auf der Mittelwelt erschaffen.

Die naturgemäß geringe Vermehrungs- und Einwanderungsrate der Feenartigen ließen die Macht der Götter nur langsam anwachsen. Eine Verbindung zu anderen Planeten war noch zu schwierig. Es ist daher wahrscheinlich, dass die Götter aus dem Material der Erde selbst die ersten Zwerge schufen. Allerdings entstanden dabei aus Gleichgewichtsgründen auch die ersten Orks, manche würden sagen als Abfallprodukt. Dies ermöglichte auch den Aufstieg der ersten bösen Götter, die anschließend die hohe Vermehrungsrate der Orks nutzten, um weitere Goblinoide zu züchten. Gegen Ende der Ära waren die bösen Gottheiten soweit erstarkt, dass sie Portale zum Shadowfell öffnen konnten, und so die ersten Monstren in die Welt holten.

3. Ära - 2561 Jahre
Ankunft der Halblinge und Menschen

Aus Sorge, die Welt vollends an die bösen Götter zu verlieren, die inzwischen viel mehr Anhänger haben, öffnen die guten Götter mehrere Portale zu ähnlichen Mittelwelten, durch die hauptsächlich Menschen und Halblinge kommen. Diese Rassen vermehren sich bekanntermaßen ebenfalls stark, und insbesondere die Menschen breiten sich auch aggressiv aus. Im Mittel streben bei Weitem die meisten Menschen nach Harmonie oder verhalten sich neutral, so dass sich ein Nettogewinn an Anhängern für die guten Götter ergibt. Neutrale Götter erstarken jedoch ebenfalls sehr. Gegen Ende der Ära kommt es zu gewaltigen Kriegen, in die die Götter teilweise auch direkt eingreifen, was einigen von ihnen zum Verhängnis wird. Die Ära endet ohne klar erkennbaren Sieger, aber die Götter vereinbaren, nicht mehr direkt in weltliche Belange einzugreifen.
« Letzte Änderung: 10.11.2010, 20:53:43 von Lexi »

Lexi

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Lexis Enzyklopädie der Mittelwelt
« Antwort #2 am: 10.11.2010, 20:53:08 »
Jüngere Geschichte der Mittelwelt

4. Ära - 2135 Jahre
Relativer Frieden und Gleichgewicht

Die Welt ist größtenteils aufgeteilt, es gibt zwar weiterhin Kriege und Konflikte, diese bleiben aber lokal begrenzt. Allgemeiner Wohlstand, Handel und Kultur nehmen zu.
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