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Autor Thema: Hennen  (Gelesen 5373 mal)

Beschreibung: Prolog

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Hennen

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Hennen
« Antwort #45 am: 11.03.2013, 18:26:10 »
Ein Sturm, Waffen zuckten durch die Nachtluft gerade an der Wange vorbei, Flüche. Und dann kam er. Bewaffnet mit einem primitiven Schmiedehammer, näherte er sich langsam und bedächtig dem Lagerfeuer. Immer näher und näher, bis Hennen die Sterne in den Augen seines Todfeindes wiedererkannte.
Plötzlich geht alles sehr schnell. Mit einem Aufschrei springt Hennen auf und macht einen gewaltigen Satz aus der Bahn seines Angreifers. Dabei reißt er panisch die linke Hand nach hinten, geradewegs auf den Feind gezielt. Dutzende kleiner Lichtkugeln, leuchtend in fahlem Silber, zucken unter seinem Ruf hektisch durch die Luft, einige schlagen in den Boden oder in den Wagen ein, und hinterlassen leichte Brandspuren. Andere zerplatzen in der Luft in Myriaden Partikel feinsten Sternenstaubs.

Zwei jedoch treffen ihr Ziel, mit der tödlichen Absicht, Hennens Feinde zu zerschlagen.[1]
 1. Magic Missile  - Gegner(Schmiedehammer) Schaden: 4 force
« Letzte Änderung: 11.03.2013, 18:29:46 von Hennen »

TheOldHero

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Hennen
« Antwort #46 am: 12.03.2013, 13:06:54 »
Der Mann kreischt auf, als eine Lichtkugel ihm in die Brust stößt. Mit einem grässlichen Knacken brechen seine Rippen. Die zweite Lichtkugel reißt ihm den Waffenarm an der herum. Der Stoff seines dreckigen Gewands reißt und der Arm bleibt in einem unmöglichen Winkel nach hinten hängen.
In dem Bruchteil einer Sekunde erkennt Hennen ihn. Der Junge mit dem Ball. Aber in seinen Augen ist mehr als nur gewöhnlicher Zorn. Er reißt sich den Hammer aus der Hand und holt mit dem gesunden Arm zu einem Schlag aus.
Auf der anderen Seite ist der mit dem Dolch - sein Bruder. Er zerrt die Waffe aus dem Holz und will sie Hennen in die Brust rammen, da rührt sich etwas am Feuer neben ihm. Es ist Jensen, in seinem Schlafsack. Der Bruder schreit. In seiner Kniekehle steckt ein glühender Ast, von Jensen aus dem Feuer gezogen.
Da explodiert Hennens Kopf in Schmerz[1]. Die Wucht des Hammerschlags lässt ihn gegen den Wagen taumeln, und etwas Warmes läuft ihm die Schläfe hinab.
 1. 4 Schaden

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Hennen
« Antwort #47 am: 12.03.2013, 15:25:28 »
Hennen hält sich den Kopf und spürt die warme Flüssigkeit an seiner Hand. Blut! Er schüttelt sich mit einer ruckartigen Bewegung das Gröbste von der Hand. In diesem Moment spürt er, wie etwas anderes in ihm hochsteigt und langsam die Angst aus seinem Herzen verdrängt. Zorn, die Emotion der Barbaren, seines Volkes. Noch nie fühlte er ihn so sehr wie in diesem Moment. Von all diesen neuen Gefühlen überwältigt, realisiert er zunächst nicht, dass noch etwas anderes von außen an ihm hochgleitet. Etwas angenehm warmes schiebt sich an seinen Füßen nach oben bis zu den Knien. Doch Hennen zuckt zusammen und der Glanz zerspringt in tausend silberne Scherben, nur um vom Nachtwind davongetragen zu werden.[1] Doch gefangen in seiner Wut schenkt er diesem Vorkommnis keine Beachtung mehr. Für ihn zählte nur noch, dass der Junge Schmerzen litt. So wie Hennen es tat, und noch viel mehr. Verletzen. Töten, wenn es sein musste. Etwas in ihm wusste, dass er das alles hier draußen tun musste, wenn die Umstände dies verlangten.

Und als Hennen an sich herunter blickt, stellt er überrascht fest, dass er bereits das Messer in der Hand hielt.[2] STIIIIIIRB!!!
 1. Mage Armor - Konzentration fehlgeschlagen
 2. 5 ft. Step, Dolch ziehen
« Letzte Änderung: 12.03.2013, 15:30:19 von Hennen »

TheOldHero

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Hennen
« Antwort #48 am: 13.03.2013, 09:56:03 »
"Stich die Ratte ab! Los!", brüllt es von der Seite.
Der Hammer kommt ein zweites Mal, rammt sich in Hennens Brustkorb[1]. Die Luft wird aus seinen Lungen gepresst. Gleichzeitig ein scharfes Stechen in seinem Rücken[2].
Aus den Augenwinkeln sieht er, wie Jensen auf die Beine kommt und etwas unternimmt, das ein schlaftrunkener Ansturm gewesen sein könnte. Glut von dem glühenden Holzscheit spritzt durch die Luft.
Dann torkelt der mit dem Hammer wieder auf ihn zu, die Augen voll mit Tränen des Schmerzes, und das Gesicht zu einer grausamen Grimasse verzogen. Blut rinnt aus seinen Mundwinkeln.
 1. 8 Schaden
 2. 1 Schaden
« Letzte Änderung: 13.03.2013, 10:00:09 von TheOldHero »

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Hennen
« Antwort #49 am: 13.03.2013, 10:27:26 »
Hennen spürt die Scherzen kaum noch. Die Welt dreht sich um ihn herum, doch das zählte nicht mehr. Entweder er, sie oder alle. Hennen lässt sich nochmals einen Meter zurückfallen und brüllt. Brüllt, wie deine Brüder es taten. Brüllt, wie dein Vater es tat, wenn er einen Feind mit seiner gewaltigen Axt erschlug. Sofort wird er von unzähligen Lichtern umgeben, die in alle Richtungen davon fliegen.
Eines davon gräbt sich in den Magen des Balljungen, ein Anderes in die Stirn von dessen Kompagnion.[1]
 1. Magic Missile Speerkämpfer: Schaden 5 Hammerkämpfer: Schaden 5

TheOldHero

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Hennen
« Antwort #50 am: 13.03.2013, 13:56:57 »
Der Balljunge schwingt den Hammer ein letztes Mal, als das magische Geschoss ihm in den Magen hämmert. Seine Augen quellen aus dem Schädel hervor, der Hammer rutscht ihm aus der Hand und geht an Hennen vorbei. Der mit dem Messer reißt den Mund zu einem Schrei auf und will dem Zauberer den Dolch in den Hals treiben. Er wirft den Kopf herum, um dem magischen Angriff zu entgehen, aber die blitzende Kugel geht glatt hindurch. Sein rechtes Auge verwandelt sich in kochendes Blut, und sein Schädel bricht. Den wilden Schrei noch auf den Lippen, stürzt er. Schließlich verstummt er, wie auch sein Bruder.

"Scheiße", sagt Jensen und geht matt einige Schritte, das schwelende Holzstück noch in der Hand.

Hennen

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Hennen
« Antwort #51 am: 13.03.2013, 14:26:45 »
Hennen geht neben dem Leichnam des Jungen mit dem Hammer auf ein Knie und betrachtet seine blutüberströmten Hände. Ächzend langt er über den augenlosen Kopf hinweg und greift den Hammer, um ihn stumm vor sich hinzulegen. Das Gleiche tut er mit dem Messer, ruhig und bedächtig. Denn das Atmen fiel ihm in diesem Moment so schwer wie noch nie. "Die hier...", stöhnt Hennen mit einem gequälten Lächeln auf den Lippen, "braucht ihr jetzt nicht mehr." Damit kippt er zur Seite weg und lässt sich ohnmächtig in das blutnasse Gras fallen.
« Letzte Änderung: 13.03.2013, 15:33:07 von Hennen »

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Hennen
« Antwort #52 am: 13.03.2013, 17:11:51 »
Mit dem Geruch von Eisen in der Nase erwacht Hennen. Das Lagerfeuer glüht schwach neben ihm in der Nacht, und ein Hauch von Wärme dringt zu ihm.
Oder es ist die Wärme der beiden Körper, die aus den beiden Körpern neben ihm weicht. Blutlachen breiten sich unter ihnen aus.
Nicht so unter dem dritten Körper, der neben ihnen liegt - der von Jensen. Sein Brustkorb hebt und senkt sich rhythmisch.

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Hennen
« Antwort #53 am: 13.03.2013, 17:57:47 »
Hennen wollte sich gerade den Dreck aus den Augen reiben, als ihm wieder einfällt, dass sie noch immer voller Eigenblut sind. Noch etwas schwach auf den Beinen und mit dumpfem Schmerz im Schädel erhebt er sich langsam und schlurft herüber zu Jensen, um ihn vorsichtig anzustubsen. "Hey, wach auf! Es wird Zeit, wir sollten hier langsam verschwinden."
« Letzte Änderung: 13.03.2013, 17:59:39 von Hennen »

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Hennen
« Antwort #54 am: 13.03.2013, 18:01:54 »
Der Händler grummelt etwas, dann schreckt er plötzlich auf. "Hm? Was passiert? Was müssen wir machen?" Gras und Erde klebt ihm im Gesicht. Er scheint auf die gleiche Art in Ohnmacht gestürzt zu sein wie Hennen.

Hennen

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Hennen
« Antwort #55 am: 13.03.2013, 18:07:54 »
"In der Nacht ist Blut geflossen; seht, dort liegen noch ihre Körper. Lasst uns nehmen, was wir gebrauchen können, und dann so schnell wie möglich weiterziehen. Seid Ihr in der Lage, aufzustehen?"

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Hennen
« Antwort #56 am: 14.03.2013, 12:12:24 »
Jensen nickt schlaftrunken und kommt stolpernd auf die Beine. "Die Kerle...", murmelt er, "...wollten dich."
Als könne es ihm helfen, bindet er die Pferde los und spannt sie vor den Karren, geistesabwesend. Obwohl es mitten in der Nacht ist.
"Was bist du?", murmelt er weiter.

Hennen

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Hennen
« Antwort #57 am: 14.03.2013, 15:57:10 »
"Weiß ich nicht. Was auch immer ich da mit mir herumtrage,", erklärt Hennen, während er seine Habe sowie die Waffen der toten Jungen hastig auf dem Karren ablegt, "das ist der Grund für meine Reisen."
« Letzte Änderung: 14.03.2013, 15:57:57 von Hennen »

TheOldHero

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Hennen
« Antwort #58 am: 14.03.2013, 17:11:20 »
Mit großen Augen sieht Jensen zu, wie Hennen die Waffen der Toten mitnimmt und auf dem Wagen ablegt. Seine Hände zittern. "I-Ich fahre dich zur Hauptstadt. Steig auf." Damit nimmt er auf dem Kutschbock Platz.

Hennen

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Hennen
« Antwort #59 am: 14.03.2013, 17:50:39 »
"Kein.. kein Grund zur Furcht." Wieder einmal hatte Hennen es geschafft, jemandem Angst zu machen. Ganz besonders in solchen Momenten hasste er das, was er war. Ein Scheusal. Eine Missgeburt. Ein Feenkind. "Es passiert nur ganz selten." Er erwartete nicht, Jensens Vertrauen wahren zu können. Wichtig war nun ohnehin nur noch die Passage zur Hauptstadt. Und bis es soweit ist, genießt er einfach den Anblick des Nachthimmels.

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