Autor Thema: Arosch  (Gelesen 1623 mal)

Beschreibung: Prolog

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TheOldHero

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Arosch
« am: 06.03.2013, 17:57:14 »
Die Regentropfen peitschen durch die Äste und Zweige der kahlen Bäume hindurch, es ist ein Geräusch wie von tausend winzigen Trommeln. Der Wind schneidet in Aroschs Gesicht, nur sein Bart bietet ihm Schutz. Artak dagegen grunzt müde und gequält vor sich hin.
Es ist später Abend, der Himmel nicht nur finster von Gewitterwolken.
So fern wie jetzt war Arosch seiner Heimat in den Bergen noch nie, und wo es dort bei Unwetter stets einen schützenden Stollen gibt, da ist hier nur die weite Flur und ein kahler Wald.
Die Vollplattenrüstung und die durchnässte Ausrüstung machen den Weg nicht leichter. Selbst, wenn Artak einen Teil trägt.
Der Eber bleibt plötzlich stehen und hebt die Schnauze. Er hechelt mehr, als dass er grunzt.
In der Richtung, in die er blickt, ist ein winziger Fleck Licht auf einer Anhöhe. Es scheint eine Hütte zu sein, mitten hier im kahlen Wald.
Artak setzt schon den ersten Huf nach vorn, bevor Arosch überhaupt eine Reaktion gezeigt hat.

Arosch

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Arosch
« Antwort #1 am: 07.03.2013, 12:37:16 »
Fluchend betrachtete Arosch den Regen der auf ihn herabfiel. So hatte er sich das nicht vorgestellt. Wie konnte man freiwillig an der Oberfläche leben und dabei auch noch glücklich sein. Er sehnte sich nach den Stollen und den heißen Schmieden seiner Heimat, doch bevor dieser Gedanke überhand nehmen konnte, erinnerte er sich warum er hier war. Als er den schwachen Lichtschein sah, klopfte er Artak aufmunternd auf die Flanke. "Wollen wir doch mal sehen ob wir uns dort nicht aufwärmen können" Wie alle aus seiner Sippe war er zwar nicht gerade gesellig, doch die Aussicht dem Unwetter eine Weile zu entkommen, war verlockend.

TheOldHero

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Arosch
« Antwort #2 am: 07.03.2013, 14:13:49 »
Als Arosch seinem Begleiter auf die Seite klopft, geht der von selbst voran, kämpft sich die letzten Meter über Wurzeln und durch in Erdschlamm versunkenes Gras. Erst einige Meter vor dem Haus bleibt er stehen und wartet auf seinen Herren.
Das Haus ist ein schmales, hölzernes Ding, fast hoch genug für ein zweites Stockwerk. Die Sturmböen lassen das Holz ächzen, und aus geschlossenen Fensterläden dringt ein schwacher Lichtschimmer heraus. Um das Haus liegt ein kleiner Garten, dessen vernagelter Bretterzaun vom Wind des Unwetters schiefgelegt wurde.
Eine einzelne, steinerne Stufe führt zur Eingangstür.

Arosch

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Arosch
« Antwort #3 am: 14.03.2013, 08:33:07 »
Müde und durchnässt vom stetigen Regen nimmt sich Arosch dennoch einen kurzen Moment um sich das ihm bietende Bild genauer in Augenschein zu nehmen[1]Wenn es sich bei der Hütte oder seiner Bewohner um irgendeine Heimtücke handeln sollte, wollte er dieser nicht ausgesetzt sein. Also wartet er einen Moment ab
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« Letzte Änderung: 14.03.2013, 10:59:42 von Arosch »

TheOldHero

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Arosch
« Antwort #4 am: 14.03.2013, 11:48:38 »
Arosch bewegt sich um das Haus herum. Seine Plattenrüstung klappert, aber für alle anderen außer ihn wird das Geräusch im Prasseln des Regens erstickt werden... Oder?
Licht fällt durch Ritzen in dem kleinen Bretterverschlag, der jemandes Behausung zu sein scheint. Zwei Stimmen dringen nach draußen, aber unkenntlich im Lärm des Unwetters.

Arosch

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Arosch
« Antwort #5 am: 14.03.2013, 16:00:05 »
Als er seine Inspektion beendet hatte, zuckt er leicht resigniert die Schulter und wirft einen erneuten Blick auf die Hütte vor ihm. Mit einem letzten Schulterzucken nähert er sich der Holztür und drischt zweimal mit der gepanzerten Faust dagegen um auf sich aufmerksam zu machen.