• Drucken

Autor Thema: Kapitel 1 Der Klang des Waldes  (Gelesen 21129 mal)

Beschreibung: Das Geheimnis der Krähen

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Lhósson

  • Moderator
  • Beiträge: 4320
    • Profil anzeigen
Kapitel 1 Der Klang des Waldes
« Antwort #60 am: 13.10.2013, 23:22:47 »
Mystral konnte sehen wie den beiden die Angst ins Gesicht geschrieben stand. Das kurze flattern mit den Flügen hatte dies ausgelöst. Selbst wenn die Kunde von ihr schon weit verbreitet war, so mochte ihr Anblick wohl doch noch einige verunsichern. Wenigstens gingen die beiden nicht auf sie los oder verschwanden wieder in der Tür. Aber es braucht Zeit bis sich wenigstens die Alte wieder gefangen hatte. „Un..Unser Fürst schickt euch?“ Sie umklammerte bei dieser ungläubigen Frage ihren Stab, auf welche sie sich mehr stützte noch fester. „Wenn dem so ist, haben die Götter unsere Gebete erhört. Ich bin Arna, die Heilerin im Dorf. Kommt bitte hinein.“ Der alte regte sich bei diesen Worten und sah Arna zweifelnt an. Er wollte etwas einwenden doch der Blick der Alten gebiete ihm zu schweigen. „Drinnen können wir reden außerdem ist es draußen zu gefährlich. Also kommt hinein, wenn ihr nicht das Schicksaal der meisten Dorfbewohner teilen wollt.“ Nach diesen Worten ging sie etwas bei Seite und machte so den Eingang zum Haus frei. Der Alte schien immer noch misstrauisch zu sein, doch er ließ die Axt sinken.

Mystral Wolkenglanz

  • Beiträge: 4982
    • Profil anzeigen
Kapitel 1 Der Klang des Waldes
« Antwort #61 am: 14.10.2013, 08:39:49 »
"Oh, einen Moment bitte. Ich reise nicht alleine, meine Begleiter sollen ja auch nicht in Gefahr sein." meint sie lächelnd und wendet sich herum, dann einen Pfiff ausstoßen. "Ihr könnt kommen, ist alles in Ordnung!" ruft sie in den Wald hinein, dann abwartend, bis ihre Begleiter sich zeigen und zu ihr stoßen. Innerlich zählt sie bis dreissig, und sollte es bis dahin keine Reaktion geben, wird sie sich in Richtung Wald aufmachen, um nach ihnen zu sehen, sorgenvolle Gedanken im Hinterkopf. 

Falls allerdings alles gut geht, stellt sie jeden der Soldaten, und auch Richert, sowie die Heilerin vor, dann ihrer Einladung nachkommend. "Wir hatten eine recht unangenehme Reise, muss ich sagen. Aber ich weiß nicht, ob die Götter eure Gebete erhörten, eine Heroldin teilte uns das alles mit. Aber sicherlich erhörten euch die Götter, dass sie so jemand kompetenten wie mich schickten!" spricht sie dabei mit ihrer typischen Bescheidenheit und einem freundlichen Lächeln auf den Lippen.
Caela sanguine nigra,
Fates ignifer mortem cantat.
Audite: fatem pericular,
Fates ignifer mortem cantat.

Lhósson

  • Moderator
  • Beiträge: 4320
    • Profil anzeigen
Kapitel 1 Der Klang des Waldes
« Antwort #62 am: 20.10.2013, 16:43:05 »
Arna und der Alte warteten bis Mystral ihre Begleiter ins Dorf geholt hatte. Ihnen war nichts geschehen.

Im Haus, welches sie zusammen betraten, war es recht dunkel. Die Fensterläden waren alle zugeklappt und nur ein Feuer im Herd erhellte den Raum. Der Raum selbst war recht groß und füllte die fordere Hälfte des Hauses wohl ganz aus. Er war vollgestellt mit Truhen, Schränken, Stühlen und einen großen Tisch. Überall im Raum lagen verschiedenste Fälle und Decken verteilt. Auch Schuhe, Stiefel und andere Kleidungsstücke waren überall zu sehen. Ebenso wie Essschalen mit halb aufgegessenen Brei. Erst nachdem Arna in die Hände klatschte und sagte „Alles ist gut“ kamen die besitzer der Schalen aus den Schränken, Truhen und aus dem Küchenteil herbei. Es waren vor allem Kinder von Menschen und Halblingen. Auch zwei Halbelfenkinder und einige wenige ältere Halbelfen waren unter ihnen. Sie, besonders die Kinder, begafften die Neuankömmlinge. Mystral war natürlich der Blickfang. Aber auch die Rüstungen ihrer Wachen und Richert wurden eingehenst angeschaut.

Der Alte, welcher sie als Herun vorstellte, bat Mystral und ihre Begleiter an den großen Tisch. Die anderen erwachsenen halfen Arna den Tisch frei zu räumen und verteilten Becher mit warmen Tee und Schüsseln mit Haferbrei. Als alle versorgt waren, begann Arna: „Nun ich weiß nicht was euch berichtet wurde aber aus unserem Dorf verschwinden immer mehr Bürger.“ Sie blickte auf die Kinder und dann zurück zu Mystral „All ihre Eltern sind verschwunden. Im ganzen Dorf lebten einst funfhundert Seelen und jetzt sind es gerade einmal nur noch neunzig. Die meisten von ihnen sind Kinder und alte Leute wie wir. Aber wir werden immer noch weniger. Keiner kann mehr alleine vor das Haus gehen, wir leben nur noch von unseren Vorräten und auch die Soldaten von vor gut zwei Wochen sind verschwunden.“ Sie schluchzte und in ihrer Stimme lag Verzweiflung. Denn selbst sie mit ihrem Wissen, welches sie als Heilerin haben mochte, konnte sich dieses Verschwinden offensichtlich nicht erklären. „Angefangen… Angefangen hatte es vor gut sieben Wochen. Einige unserer Männer, welche im Wald Holz schlagen wollten, waren nicht mehr zurückgekommen. Der Suchtrupp dann auch nicht und dann verschwanden die Menschen aus dem Dorf. Sie hatten alle kleine Aufgaben zutun. Martin, hackte Holz, Marie sammelte Kräuter für mich. In meinem ganzen Leben habe ich so etwas nicht erlebt.“ Die anderen Alten blickten zu Boden, oder hatten sich abgewendet. Die Verzweiflung war regelrecht fühlbar. „Selbst Flucht war unmöglich.“ Traurig blickte sie zu einigen der Kinder. „Die Mutter Oris und Taris wollte mit den Eltern von Sam, Baches Isa und Franja das Dorf verlassen. Zwei drei Tage später kamen die Kleinen unterkühlt und alleine zurück.“

Sie schwieg eine Weile und ließ das gesagte wirken. Hanna und die anderen blickten sie ungläubig an. Auch sie konnten sich wohl nichts vorstellen was dafür verantwortlich war.

Mystral Wolkenglanz

  • Beiträge: 4982
    • Profil anzeigen
Kapitel 1 Der Klang des Waldes
« Antwort #63 am: 04.11.2013, 09:26:37 »
Mystral schaute nachdenklich drein, als sie den Dorfbewohnern lauschte. Das klang ja wirklich sehr mysteriös, und ohne viele Hinweise... Kurz überlegte sie, ob sie schon einmal von solchen Geschehnissen hörte, aber verwarf dann die Idee. Selbst wenn, sie kam doch aus Faerun, und was dort geschah, würde hier vermutlich eh nicht gelten. Nein, das würde nicht helfen. Sie hatte ihre Harfe hervorgeholt und zupfte eine leise Melodie, scheinbar etwas abgelenkt, auch wenn sie in Wirklichkeit in die Harfenklänge einen Zauber einwebte, der ihre Fähigkeiten verstärken sollte.[1] "Und niemand hat gesehen, was mit den Erwachsenen geschah?" Dann wendet sie sich zu den Kindern, blickt jene an, welche wohl als letztes angesprochen worden waren. "Ich weiss, dass es auch für euch eine schlimme Zeit ist, aber könnt ihr euch an irgend etwas erinnern, was geschah, als eure Eltern ähm.. verschwanden? Verhielten sie sich seltsam? Oder waren sie einfach auf einmal fort?" Eine Antwort abwartend, wendet sie sich dann wieder an Herun und Arna. "Ich fürchte, jetzt so spontan weiss ich auch nicht, woran das alles liegt. Aber wir werden die Sache untersuchen... Vielleicht können wir uns auf die Lauer legen und etwas beobachten. Ihr erwähntet Soldaten.. erzählt mir davon, wer waren sie und was haben sie hier getan?" Sie blickt dabei ruhig in die Runde, nachdenklich und aufmerksam das Mienenspiel der Dorfbewohner beobachtend. Verschwiegen sie ihr etwas? Hatten manche von ihnen einen seltsamen Ausdruck, als wären sie schuldbewusst oder verheimlichten sie etwas?[2]

 1. Improvisation
 2. Sense Motive: 24
Caela sanguine nigra,
Fates ignifer mortem cantat.
Audite: fatem pericular,
Fates ignifer mortem cantat.

Lhósson

  • Moderator
  • Beiträge: 4320
    • Profil anzeigen
Kapitel 1 Der Klang des Waldes
« Antwort #64 am: 04.11.2013, 19:47:33 »
„Niemand der davon berichten könnte.“ warf der alte Herun ein. Er und die anderen hatten sich durch die Klänge von Mystrals Harfe beruhigt, wirkten entspannter aber denn noch waren seine Worte scharf. Sie hatten den Unterton der Verzweiflung in sich. „Alle sind verschwunden und die Kinder, die zurückgekommen sind erzählen Unsinn.“ Harsch fuhr ihm Arna in die Worte. Er sollte die Kinder nicht dafür verantwortlich machen, dass sie nichts sagen konnten aus welchen die Dorfbewohner hätten Schlüsse ziehen können.

Die Kinder wussten also etwas und Mystral wendete sich ihnen zurecht zu. Die sechs Kinder, welche Arna gezeigt hatte, saßen alle samt nahe dem Ofen.  Die beiden Mädchen, Isa und Franja, waren beide um die vier Sommer alt. Sie kauerten nebeneinander und Blickten Mystral mit großen Augen An. In ihrem Blick schwang die Sehnsucht nach ihren Eltern mit, ebenso die Angst alleine zu sein. Dicht neben den Beiden saß der älteste Junge, Oris mit seinen elf Sommern, seinen glatten langem  blonden Haar und den kleinen spitzen Ohren die aus den Haaren hervorluckten. Er sah dürr für sein alter aus und hatte schlanke weiße Hände. Sein Blick war aber anders als der Blick der Mädchen und auch aller anderen Kinder. Er wirkte leer. Leer als sei nichts mehr in ihm, kein Gefühl und nichts anderes außer dass Leben selbst. Er blickte nicht einmal wirklich zu Mystral, als sie ihn und die anderen Kinder ansprach. Eindeutig für die kleine Bardin hatte sich der Junge verschlossen. Doch was hatte er erlebt, dass sein Geist auf diese drastische Maßnahme zurückgreifen musste. Sein halbelfischer Bruder hockte nicht unweit von ihm. Er, auch wenn Taris wohl erst sieben war, blickte Mystral mutig an. Der kleine würde wohl seinen Bruder und die anderen Kinder gegen alles verteidigen. Die beiden Jungs Sam und Baches lehnten am Ofen, wohl an einer Stelle die nicht zu heiß war. Beide sahen sich sehr ähnlich. Sie hatten schwarze Haare, wie die Mädchen, schmale Gesichter und eine noch jetzt bräunliche Haut. Sie blickten Mystral ähnlich wie Taris an, doch bei weitem nicht so angriffslustig.

Mystral musste etwas auf ihre Antwort warten. Die Kinder vertrauten ihr, vielleicht auch den anderen Erwachsenen offensichtlich nicht. Vielleicht hatte sie Herun oder einer der anderen Erwachsenen wegen der Geschichte, welche sie nun erzählen sollten, ausgeschimft oder anderes gemacht. Es war Taris der als erster auf Mystrals Fragen antwortete. „Auch wenn du klein bist, bist du eine Erwachsene und die sagen wir Lügen. Wir Lügen nicht! Der Wald hat getanzt.“ „Taris du kleiner Hosenscheißer lügst doch nur.“ viel dem Jungen einer der Erwachsenen aus der hinteren Ecke des Raumes ins Wort. Dieses Mal war es Herun der dem Mann, er hieß Wedik und war ein dicker, gut genährter Halbling, der einschritt. Der alte Mann stand vom Tisch auf und ging zu Wedik hinüber. Er baute sich vor dem Halbling auf und fragte ihn offen, ob man so mit Kindern, die gerade ihre Eltern verloren hatte, umgehen durfte. Der Halbling erwiederte nichts. Er ließ nur einen Luftschwall durch die Zähne zischen. Der kleine Taris funkelte derweil den Halbling weiter an. Dann sprach er weiter. „Sieht du, ihr Erwachsenen seit gleich. Aber wenn du es wissen willst, …“ er blickte zu den anderen beiden Jungs und nun begannen die drei zu erzählen: „Es war Abends. Unsere Mütter hatten ein Feuer gemacht während Papa auf aus Zweigen mit uns ein kleines Haus gebaut hat. Es hat riesig Spaß gemacht. Dann gab es zu essen und wir sollten schlafen gehen. Dafür hat uns die Mama von Taris und Oris etwas vorgesungen. Ein elfisches Lied und was für ein Schönes. Der Vater der beiden hatte es ihr beigebracht und immer wenn sie es sang fingen die Blätter an zu rascheln. Wir sangen alle zusammen und wie immer raschelten die Blätter. Dann wurde das rascheln lauter. Die Äste bewegten sich und die Bäume hatten auf einmal Gesichter. Alle Bäume und sie rissen ihre Wurzeln aus dem Boden und Tanzen um das Feuer. Papa und Mama waren aufgesprungen, ebenfalls die Mama von Oris und Taris. Sie hatten sich um uns gestellt. Dann funkelte im Schatten der Bäume Licht auf. Es tanzte mit den Bäumen um uns. Und dann, dann wurden wir schläfrig. Als wir erwachten war… waren unsere Eltern weg, es war dunkel und hatte angefangen zu regnen.“ Nachdem die drei mit der Geschichte geendet hatten, schienen sie auf ein Lachen von Mystral und ihren Leuten zu warten. Doch Hanna und die anderen lachten nicht. Sie hatten der Geschichte aufmerksam zugehört, überließen das Reden aber ihrer Herrin.

Arna nickte bedächtig. „Ja das haben sie uns erzählt. Aber es kann nicht sein. Das Lied von Magrit lässt die Blätter tanzen aber auch jedes Kind leicht einschlafen. Es ist eine gute Nacht Lied. Sie müssen geschlafen haben und dabei ist es passiert.“ ein leichte seuftzen ging von ihr auf. Sie meinte es ernst. Im Raum schien auch niemand zu sein der etwas vor Mystral verheimlichte. Jedenfalls sagten das ihre Gesichter. Sie glaubten der Geschichte der Kinder nicht und hatten einfach keine Erklärung für das Ganze.

„Die Soldaten waren Soldaten des Fürsten. Sie hatten die Wappenrocke unseren Herrn an. Nicht so gut wie der Eure aber das Wappen war noch deutlich zu erkennen.“ als Arna dies erwähnte, deutete sie auf den Wappenrock von Hanna und den beiden Wachen. „Sie haben hier nicht viel getan. Lebten hier im Wirtshaus von Wedik und tranken ziemlich viel. Ihr Anführer war ein grobschlächtiger Bursche mit einer langen Narbe über dem Auge. Als er und die anderen ankamen, meinte er sie suchten ein Räuberversteck. Denn die nahe Burg und der Konigsweg sollten immer mal wieder angegriffen werden. Dann eines Tages gingen sie. Sie haben das Versteck wohl gefunden und sind nicht noch einmal hier her gekommen.“
« Letzte Änderung: 04.11.2013, 19:48:26 von Lhósson »

Mystral Wolkenglanz

  • Beiträge: 4982
    • Profil anzeigen
Kapitel 1 Der Klang des Waldes
« Antwort #65 am: 05.11.2013, 10:55:09 »
"Nun... wir hatten auf dem Weg hierher mit Räubern zu tun, auch wenn sie weniger wurden in letzter Zeit.. dafür sahen wir ein Stück von hier entfernt eine versteinerte Gestalt mitten im Wald, recht mysteriös.. Und ich weiß nicht, was ich glauben soll." meint sie und hebt beschwichtigend lächelnd die Hände gen der Kinder. "Ich bin gerade erst angekommen und weiss hier noch gar nichts. Aber so wie das alles klingt, ist diese Geschichte mit tanzenden Bäumen unser einziger Hinweis, und auf jeden Fall besser, als wenn wir unverrichteter Dinge wieder abziehen oder hier hocken bleiben. Morgen schauen wir uns das einmal an. Ich habe schon unsinnigere Geschichten gehört, und in den meisten steckte zumindest etwas Wahrheit. Also hört auf, die Kinder auszulachen, ihr sitzt immerhin im selben Boot." tadelte sie dann die anderen erwachsenen. Es war wahr, sie war eine ausgewachsene Mephling, und vermutlich nicht viel jünger als die ältesten hier im Raum, aber das hieß nicht, dass sie Kinder gering genug schätzte, um ihren Worten kein Gehör zu schenken. "Morgen gehen wir in den Wald und schauen, was wir finden, aber erst einmal ruhen wir uns aus, und ihr erzählt noch einmal ganz genau, was passierte, Taris und ihr anderen. Versucht euch an alles zu erinnern und lasst kein Detail aus, es könnte sehr wichtig sein." In ihrem Geist hatte sie bereits einige Vermutungen. Feenwesen? Schlecht gelaunte Druiden? Oder etwas ganz eigenes, was es nur in dieser Welt gab? Das erste schien ihr am Wahrscheinlichsten, aber mal sehen.
Caela sanguine nigra,
Fates ignifer mortem cantat.
Audite: fatem pericular,
Fates ignifer mortem cantat.

Lhósson

  • Moderator
  • Beiträge: 4320
    • Profil anzeigen
Kapitel 1 Der Klang des Waldes
« Antwort #66 am: 11.11.2013, 13:29:08 »
Als die Erwachsenen von Mystral zurecht getadelt wurden, erntete sie ein paar böse Blicke. So waren aber Erwachsen. Selbst wenn sie im Unrecht waren, blockten sie erst einmal ab. Auch in einem monarchischen Land wie diesem, war dies nicht anders.
Die Stimmung der Kinder dagegen änderte sich leicht. Die beiden Geschwister schienen nun nicht mehr in so einer Abwehrhaltung zu sein wie zuvor. Nur Taris blieb weiter misstrauisch. Denn noch begannen sie noch einmal mit der Geschichte und nun deutlich ausführlicher. Auch die Mädchen begannen zu sprechen. So erfuhren Mystral und die anderen, was die Gruppe gegessen hatte, es gab eine einfache Wurzelsuppe auf frisch gesammelten Wurzeln, dass der Vater von Sam, Baches Isa und Franja mit den beiden Jungs zusammen Feuerholz gesammelt hatte, dass sie nahe einem Dornengebüsch gelagert hatten und dass es allen bis zu dieser Geschichte von der Halbelfenmutter gut ging. Die beiden Mädchen betonten am Ende noch einmal die Situation um Oris. Der Junge sollte, als die anderen aufgewacht waren, etwas abseits der anderen Gelegen haben. Jedenfalls nicht nahe an der Glut, wo sich die anderen Kinder befanden. Seit dem, seitdem sie wieder wach waren, hatte er nichts mehr geredet. Sie brauchten schon einen halben Tag um ihn zum Laufen zu bringen. Auch soll der junge nach den beiden Mädchen nach Blumen gerochen haben. Was sie sehr schüchtern sagten.
Auch wurde noch mal allen klar, wie sehr die Kinder ihre Eltern vermissten. Wie sehr sie sie wieder zurück wünschten.

  • Drucken