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Autor Thema: Akt 1 - Ein wohlverdienter Urlaub ...  (Gelesen 34126 mal)

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Viktor Rainly

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Akt 1 - Ein wohlverdienter Urlaub ...
« Antwort #690 am: 09.11.2014, 19:54:29 »
Viktor sitzt, wie auf heißen Kohlen, als das Flugzeug von der Barriere aufgehalten wird und hinter ihnen nur immer wieder die Waffen auf krachen. Der Ork schaut sich nervös um, aber er hat den Vorgang bereits beschleunigt und er versteht viel zu wenig vom Fliegen, um eine Hilfe zu sein. In seiner Lieblingsserie würde wohl jemand den Zauber einfach bannen oder der tollkühne Pilot durchbrechen. Aber die Situation ist viel zu real und sein Leben viel zu kostbar. Er überlegt fieberhaft, schaut zu Faol und kann doch nichts tun. Angespannt beobachtet er, wie die Barriere fällt und sie sich endlich in die Luft schwingen. Übelkeit überkommt den Ork einen Moment und er fragt sich, ob eine weitere Drohnen sie abschießen wird. Nach und nach entspannt er sich doch und sackt in dem Sitz zusammen.
„Oh Gott, ich kann es kaum glauben.“
Schüttelt er den Kopf.
„Ich lebe noch, wir leben noch.“
Der Ork schaut über die Instrumente und zum Autopilot und hofft alles wäre in Ordnung.
Herzlich willkommen bei deiner persönlichen Folge "Karl Kombatmage"? Große Scheiße.

Bruin

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Akt 1 - Ein wohlverdienter Urlaub ...
« Antwort #691 am: 10.11.2014, 00:11:23 »
"Hey Dirty, ich wette 500 New-¥, dass du die Anführerin in dieser Höhe nicht mehr platt machst!",
brummt der Adept dem Südstaadtler aufmunternd zu.

Dirty South

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Akt 1 - Ein wohlverdienter Urlaub ...
« Antwort #692 am: 10.11.2014, 21:23:39 »
"YEEEHAAA!!!" ruft der Gunslinger begeistert als die Maschine das Kraftfeld durchbricht und hoch in den Himmel davon schießt. Mit windzerzaustem Haar auf der Laderampe stehend, grinst der Runner siegessicher und will sich gerade an Brandy und Kollen wenden, ob sie nicht für ein kleines Triumphtänzchen zu haben wären. Am aller besten würde sich wohl eindeutig der gute alte No-Pants-Dance dafür anbieten. Aber als er Bruins Wettvorschlag hört, überschlägt South in Gedanken den Stand seines Magazins und nickt dann grinsend: "Sounds like a deal to me."

Erneut in die Hocke gehend, legt der Runner an, zoomt mit seinen Zeiss Like-Cyber Lenses V5.2 auf die hässliche Anführerin heran und lässt "Marlies" ihrem eigentlich Zweck zukommen. Die verbleibenden sechs großkalibrigen Geschoße in Richtung der rasch zurück bleibenden Feinde feuernd ist der Norm gespannt was sich so alles mit einem Gewehr wie diesem anstellen lässt.[1]
 1. Hier zur Auswertung
« Letzte Änderung: 11.11.2014, 00:19:19 von Dirty South »

Brandy

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Akt 1 - Ein wohlverdienter Urlaub ...
« Antwort #693 am: 11.11.2014, 06:29:41 »
Die bleiche, schwer erkennbare Elfe hatte einige Mühe gehabt, sich der magischen Beeinflussung zu entziehen. Die Waffe auf den Armen ruhend hielt sie sich den Kopf und jammerte leise. "Reiß' dich zusammen, Heulsuse! Du bist kein Baby mehr und das ist deiner Rolle nicht angemessen!", brüllte sie sich innerlich an. Tatsächlich ließ schließlich der Druck nach.
Sie orientiert sich kurz neu. Offensichtlich sind sie unterwegs und von den verdammten Bessessenen kaum noch einer übrig. Sie hört die Herausforderung von Bruin und überlegt: "Eigentlich eine totale Munitionverschwendung." Trotzdem wird sie wieder sichtbar, bleich und schwarz, wie man sie zumeist gesehen hat, legt sich flach an die Rampenkante und sagt rauchig: "Sehen wir mal, wem das Kopfgeld gebührt." Ihr Jagdgewehr gleitet in Position und sie starrt auf die Ziele nieder. In langsamerer, aber regelmäßigerer Folge als der des Norm knallt ihre Waffe, bis schließlich das Magazin auf den Boden scheppert. Sie rollt herum, zieht ein weiteres aus den Taschen ihres Panzers, steckt es hinein und nutzt den Schwung ihrer Beine, um ohne Hilfe ihrer Arme in fließender Bewegung aufzustehen.

Daishy

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Akt 1 - Ein wohlverdienter Urlaub ...
« Antwort #694 am: 15.11.2014, 15:53:09 »
Kugel um Kugel peitscht durch die kaelter werdene Luft, kontinuierlich in den Hanger hinein. Jegliche Agression ist aus dem Verhalten der Insektenwesen verschwunden, stattdessen ziehen sie sich immer schneller zurueck. Selbst ohne Sichtvergroesserung ist zu sehen, wie die ersten beiden von Dirtys Kugeln helle Flecken auf dem blaeulichen Schimmer verursachen und Brandys Kugel das Gebilde schlussendlich ueberlaedt und die Barriere zusammenbricht, was den folgenden Kugeln freie Bahn beschert. Doch die Schuesse werden auch schwieriger. Das Flugzeug liegt alles andere als Still in der Luft, staendig veraendert sich die Seitenlage und die Hoehe. Doch einer der Schuesse scheint schlussendlich zu treffen! Die Anfuehrerin des kleinen Angriffsschwarms geht zu Boden und kriecht weiter vor sich hin. Eine blutige Substanz erstreckt sich hinter ihr auf dem kalten Betonboden, bevor sie leblos liegen bleibt. Es dauert keine zwei Sekunden, bis zwei uebrige Wesen des Schwarms bei ihr sind, sie abschirmen und in Sicherheit schleppen, allerdings nicht ohne dass zwei der uebrigen drei den Kugeln von Brandy und Dirty zum Opfern fallen.
...Mit Optimismus und Zuversicht in die Apokalypse!

Brandy

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Akt 1 - Ein wohlverdienter Urlaub ...
« Antwort #695 am: 16.11.2014, 16:09:17 »
"Schade.", brummt die kalte Elfe in sich hinein. "Oder kann das Ding verbluten bzw. verkrüppelt bleiben?" Die Frage richtet sich ungefähr in Richtung der Zauberinnnen, doch so wichtig scheint es ihr nicht zu sein. "Hätt's ja auch geteilt.", wirft sie noch Dirty zu, dann schwingt sie das Gewehr auf den Rücken und macht sie auf der Rampe Platz, damit die endlich geschlossen werden kann.
Beherrschten Schrittes begibt sich Brandy nach vorne zum Cockpit und fragt, wieder im süß-säußelnden Sekretärinnen-Ton: "Mr.Johnson, Faol, kann ich Ihnen behilflich sein? Wenn es ginge, würde ich mich riesig darüber freuen, wenn ich Zugriff auf die Autopilotensoftware bekäme. Es kann doch nicht schaden, wenn sich noch jemand damit vertraut macht."
"Und ich könnte eine Version davon in meinem Speicher gebrauchen, wer weiß, wann das mal nützlich werden kann.", denkt sie und setzt sich neben der Cockpittür hin, sobald sie eine Kopie hat. Ihr Blick geht ins Leere und ihr Körper wird völlig entspannt, als sie ihr Bewusstsein ins Innere ihrer Prozessoren verzieht und beginnt, die Software an ihre Talentleitungen anzupassen.

Dirty South

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Akt 1 - Ein wohlverdienter Urlaub ...
« Antwort #696 am: 16.11.2014, 18:02:24 »
Als sein vierter Schuss mitten unter die rasch entschwindenden Mutanten geht und die Anführerin darnieder streckt, feixt der Cowboy zufrieden, nimmt kurz das Auge von Kimme und Korn und spuckt selbstgefällig in den Wind. Dann setzt er erneut an und pfeffert noch die verbleibenden beiden Patronen unter die Gegner um sein Werk zu vollenden. Als die Waffe leer geschossen ist, grinst Dirty den Bärenadepten an und verzieht sich vorerst ins Innere des Fliegers damit hinten die Ladeklappe geschlossen werden kann. "Regungslos liegen geblieben. Her mit meinen NuYen, Buddy." fordert er wohl gelaunt den Hühnen auf.

Während er noch auf das Geld wartet zündet er sich eine Zigarette an und hängt sich Marlies über den Rücken und stapft zu seinem Duty Free Stash. Der verbleibende halbe Flasche Whisky mit gierigen Schlücken zu Leibe rückend, gibt der Runner sie dann weiter - an wenn auch immer.

Auf seiner Entlohnung bestehend - Wettschulden sind Ehrenschulden - lädt er dann Marlies nach und versichert sich, dass das Präzisionsgewehr gesichert ist. Jetzt erst macht auch er einen kurzen Besuch im Cockpit um den Alkohol mit den verbleibenden Mitreisenden zu teilen und allen aufmunternd zu zu prosten, dass es ihnen gelungen war die Insel zu verlassen. “Good job, folks.“

Bruin

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Akt 1 - Ein wohlverdienter Urlaub ...
« Antwort #697 am: 29.11.2014, 12:00:00 »
Zähneknirschend zottelt er einen Cred-Stick aus seinem Rucksack hervor und bemüht sich den richtigen Zahlenwert hinein zu tippen.
"Du hast dir ja Hilfe geholt!"
Doch der Adept ist nicht in der Laune zu streiten und wirft dem Südstaatler den Wetteinsatz herüber.
Doch die etwas säuerliche Miene weicht schon im nächsten Augenblick einem Ausdruck von Zuversicht und Erleichterung.
Die Anspannungen lassen mehr und mehr nach.
Mit ein klein wenig Bedauern blickt Bruin noch einmal auf das einladene Grün der Inseln unter sich hinab, dessen einladende Idylle die eigentliche Gefahr unter sich verbirgt, und akzeptiert mit einem Seufzer das sonure Brummen der Flugzeugmaschinen.
Er lehnt sich mit dem Rücken gegen die Innenraum des Flugzeugs und nickt, als Dirty dem zusammen gewürfelten Trupp gratuliert. Den Alkohol winkt er ab. Es war dem Gestaltwandler nicht begreiflich, warum die Leute sich immer diese Substanzen einflösten. Das einzige, was er vielleicht einmal probieren würde, wäre dieser mysteriöse Honigwein, von dem ein Met-verliebter Greenpeace-Aktivist ihm einmal schwärmerisch erzählt hatte.
"Jetzt geht es in die Stadt zurück, Mowz."
Es ist schwer heraus zuhören, ob diese erkenntnis dem Adepten nun gefällt oder nicht.
"Ich habe noch den Inselfisch dabei... Und hier sind noch die Rationskisten!"

Daishy

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Akt 1 - Ein wohlverdienter Urlaub ...
« Antwort #698 am: 06.12.2014, 20:12:43 »
Immer hoeher steigt das Flugzeug und die Runner im Heck des Flufzeuges ziehen sich weiter in den Bauch zurueck. Doch noch wagen sie es nicht die Heckklappe zu schliessen. Zu sehr ist der Angriff der Drohne noch in Erinnerung und auch wenn sie keine Flugabwehrwaffen bei sich haben, so sind doch zwei Magier anwesend und auch eine normale Kugel hilft mehr als keine Kugel.
Doch als auch nach 5 Minuten in der Luft kein Anzeichen einer feindlichen Bedrohung auftaucht betaetigt Faol im Cockpit den Schalter, und mit einem quietschenden Surren setzt der etwas veraltete Mechanismus die Klappe in Bewegung. Von einem moment auf den anderen verstummt der peitschende Wind und es ist nur noch das Wummern des Antriebs zu hoeren.
Doch wohin nun? Ein Autopilot flog das Flugzeug auf dem sie sich befinden. Ein Flugzeug, von dem sie nicht wussten wem es gehoert, wo es gemeldet ist oder ob es ueberhaupt gemeldet ist. Dazu hatte noch keiner der Runner je eine Maschine auf einem richtigen Flughafen gelandet, keiner hatte Erfahrung mit den richtigen Protokollen und Codes. Mal ganz zu schweigen von den Flugkontrollstellen der UCAS oder CAS, die sie bei eintreten in den Luftraum garantiert anfunken wuerden.
Die Truppe ist sich relativ schnell einig, dass sie ihr Rettungsgefaehrt irgendwo weit ab der grossen Staedte wuerden landen muessen. Doch daben muessen sie nicht zwangslaeufig auf sich alleine gestellt sein. Wie Faol und Viktor recht bald feststellen - als sie mal mehr eine Minute haben, um zu verschnaufen und sich nicht mit einer Meute wildgewordener Magiebestien im Ruecken beeilen muessen - hat das Flugzeug eine funktionierene Uplink. Eine Verbindung in die Matrix und damit auch in das Com-Netz. Eine Verbindung zu dem Rest der Welt.
Schnell entsteht eine etwas hitzige Debatte, wen die Runner um Hilfe bitten, doch am Ende kristalisiert sich eine Idee heraus.

Knapp eine Stunde spaeter ist die Marschroute festgelegt und Viktor passt den Kurs des Flugzeugs an. Weitere 1.5 Stunden dauert ihr Flug noch, bis der Autopilot die Raeder ausfaehrt und den Sinkflug einleitet. Vor ihnen entfalltet sich eine riesiger Wald, unterbrochen nur von einer kleinen Bergkette, an dessen Rand eine kleine Stadt an einem Highway steht. Ein heruntergekommener Flughafen - oder vielmehr eine Landebahn, ein Parkplatz und ein Haus mit aufgesetztem Minitower - ist ihr Ziel und auf der Landebahn sind drei SUVs zu erkennen, sehr wahrscheinlich ihr Begruessungskommitee.
Schlussendlich hatten sich die Runner darauf geeinigt, dass Mr. Johnson seine zukuenftigen Arbeitgeber kontaktiert und um Hilfe bei der endgueltigen Extraktion zu bitten. Nicht wenig erstaunlich haben diese sich, nach der Klaerung einiger Fakten wie dem aktuellen Zustand des Johnsons, der entwendeten Technologie und den Forderungen der Runner, bereit erklaert dem Team etwas unter die Arme zu greifen. Gut 30 Minuten hat es gedauert, bis einige Faeden gezogen waren und das Flugzeug eine Genehmigung fuer den Luftraum der CAS hatte und einen desginierten Landeplatz. Nun wuerden sie auf der Landebahn die Mitarbeiter von Geatronics erwarten um Viktor in Empfang zu nehmen.

Wenig spaeter verstummt das letzte Wimmern der Turbine und mit dem gleichen quietschenden Surren oeffnet sich die Heckklappe erneut, doch diesmal befinden sich keine gruenen Insekten dahinter, sondern sechs in Anzuegen gekleidete Menschen, bis auf einen allesamt mit Maschinenpistolen bewaffnet. Stumm stehen die Wachen da und beobachten die Situation. Nur einer der Anzugtraege geht mit einem strahlenden Laecheln auf Viktor zu und schuettelt dem Ork die Hand. "Mr. Rainly! Sehr schoen, dass ich sie auch mal in Person treffe. Auch wenn die ... Umstaende etwas unerwartet sind. Ah, meine Damen und Herren", begruesst er auch die restlichen Runner, "so wie es scheint muss ich mich bei Ihnen bedanken, dass sie sich so sorgsam um Herrn Rainly gekuemmert haben! Sehr zuvorkommend von Ihnen. Aus ihren Beschreibungen bin ich noch nicht so recht schlau geworden, aber ich bin mir sicher wir werden Zeit haben die Fakten genauer zu analysieren."
Eine der Wachen raeuspert sich und der sprechende Anzugtraeger dreht sich um. "Ah, ja. Entschuldigen sie, der Flughafen gehoert nicht uns und wir verursachen hier natuerlich etwas aufsehen, daher sollten wir das ganze kurz halten.". Er greift betont langsam in eine Anzugtasche und zieht eine handvoll Credsticks hervor. "Wie bei unserem Telefonat ja schon geklaert waren sie - was ich durchaus verstehen kann, keine Sorge - nicht ganz selbstlos. Und wir halten uns natuerlich an unsere Vereinbarung. Hier sind sieben Credsticks, nicht zurueckverfolgbar, jeweils mit einer Summe von 20.000 Credits gebucht. Zudem haben wir auf dem Parkplatz des Flughafen einen angemieteten Van geparkt, den sie in einer Stadt ihrer Wahl wieder abstellen koennen, wir werden ihn dann wieder einsammeln. Mr. Rainly, waeren sie soweit, dass wir uns auf den Weg machen?"
...Mit Optimismus und Zuversicht in die Apokalypse!

Viktor Rainly

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Akt 1 - Ein wohlverdienter Urlaub ...
« Antwort #699 am: 09.12.2014, 19:01:40 »
Der Höllentrip ist endlich vorbei. Viktor kann es immer noch nicht ganz fassen, selbst als das Flugzeug auf die Landebahn eines richtigen Flughafens rollt. Die Ereignisse haben ihn ohne Zweifel gezeichnet und der Ork ist sich nicht sicher, ob er eine Folge seiner Lieblingsserie noch mit denselben Augen sehen kann wie zuvor. Aber angesichts der Gefahr, den Toten und den Ereignissen ist der Ork sich eines sicher. Das ist kein Leben für ihn und er ist froh wieder in der Zivilisation zu sein, bei einem normalen Job oder zumindest so normal, wie man annehmen kann. Unsicher und mit leicht zittrigen Beinen tritt er aus dem Flugzeug. Würde sein Leben wirklich noch normal sein? Vielleicht sollte er etwas ändern? Was wenn es wieder passiert? Ist er überhaupt sicher? Viktor schüttelt die Gedanken ab und erblickt das Empfangskomitee. Etwas überrumpelt erwidert er den Handschlag nur zögerlich. Bevor der Ork überhaupt etwas sagen kann, wendet sich der Anzugträger an den Rest und Viktor schluckt bei der Summe. Er ist sich nicht sicher, ob die Übernahmesumme so groß ist oder er das wohl zurückzahlen müssen wird. Hauptsache am Leben entscheidet er schlussendlich und wird erst aus den Gedanken gerissen, als er wieder angesprochen wird.
„Äh…natürlich, Sir.“
Weiß er erst nicht besser zu reagieren und schaut zu den Runnern. Selbst wenn sie Kriminelle oder gefährliche Söldner waren, haben sie sein Leben gerettet und er würde das wohl nicht so schnell vergessen. Aber es ist dennoch eine andere Welt. Zumindest versucht Viktor sich das einzureden. Er winkt zum Abschied und sagt.
„Danke, vielen Dank. Ich weiß nicht was ich ohne euch gemacht hätte. Ich wünsche euch alles Gute.“
Bringt Viktor etwas unbeholfen hervor und sputet sich danach mit seinem neuen Arbeitergeber wegzukommen, Koffer und Rucksack eng an seinen Körper gedrückt, als wären sie noch immer seine Lebensversicherung. Er glaubt nicht, dass die Runner etwas zu sagen habe und seine Verabschiedung fühlt sich mehr als unangemessen hat.
« Letzte Änderung: 09.12.2014, 19:01:59 von Viktor Rainly »
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Eve

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« Antwort #700 am: 11.12.2014, 14:26:04 »
Eve war ausgesprochen erleichtert, als sie es endlich weit genug von der Insel weggeschafft hatten, dass erstmal keine Gefahr mehr war. Die Drohnen, die ihr Flugzeug zum Absturz gebracht hatten, waren bis zum Ende hin noch immer ein Mysterium. Warum hatte der Angriff stattgefunden? Und wer war dafür verantwortlich gewesen? War es ein Anschlag auf Viktor Rainly gewesen? Sollte das Flugzeug auf der Insel notlanden, um es dort auszuschlachten? Diese Fragen würden wahrscheinlich nie eine Antwort erhalten.

Im Grunde genommen war ihr das aber auch egal. Zivilisation! Endlich wieder eine anständige Stadt. Keine zirpenden Insekten und andere Plagegeister. Ganz zu schweigen von den Geisterinsekten. Auf die konnte Eve ganz hervorragend verzichten.

Die nächsten Tage würde sie es sich gutgehen lassen und sich entspannen, die Geborgenheit der großen Stadt genießen und die Vergangenheit hinter sich lassen.

Und irgendwann würde es wieder einen Job geben, diesmal hoffentlich ohne weite Reisen, davon hatte sie erstmal die Nase voll.

Auf dem Flugplatz nimmt sie den Credstick freundlich lächelnd entgegen. Hatte die ganze Sache doch immerhin am Ende noch etwas Gutes gehabt.

Eve verabschiedet sich kurz von Viktor, der aber schon längst wieder in seiner eigentlichen Welt versunken ist. Sie ist sich sicher, dass auch er die Insel nicht vermissen würde.

Als alles geklärt ist, wendet sie sich den anderen Runnern zu: "Na dann! Wo soll's denn hingehen? Seattle? Denver? Weitere Vorschläge?"

Brandy

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« Antwort #701 am: 13.12.2014, 08:58:03 »
Nach einer geraumen Weile lässt Brandy von der Programmierung ab und wendet sich ein wenig der einkassierten Drohne zu. Noch ist sie mit den Systemen nicht vertraut, das wollte sie aber auf jeden Fall ändern. Sie wechselt wenig Worte mit den anderen, vornehmlich erwehrt sie sich Dirtys Avancen, nimmt Bruins Essensangebot ann, versucht aus Kollen mehr über die Aktivitäten auf der Insel herauszubekommen und bedeutet Viktor, dass es für alle von Vorteil wäre, wenn er über die Runner nicht zuviele Worte fallen lässt. So wie das in der Branche üblich ist.

Nach der Entscheidung der Gruppe kümmert sie sich um die Cybersicherheit während der Kontaktaufnahme mit Gaeatronics, nicht ohne auch an den Verhandlungen teilzunehmen. Das Arrangement stellt sich als für alle zufriedenstellend heraus. Sie regt an, dass alles, was jetzt schon verladen werden kann, auf die Fahrzeuge gebracht wird, um sich schlimmstenfalls schnell in Bewegung setzen zu können.
Nach der Landung begleitet sie ihre Fracht bis zur Übergabe, dank Umfärbung Kollen ähnlich sehend. Mit einem schmalen, höflichen Lächeln begrüßt sie Gaeatronics und nimmt den Credstick gelassen entgegen. Viktors Abschiedsworte lassen sie unwillkürlich denken: "Du wärst tot oder vom Insekt besessen, wie der Rest der Opferlämmer." Sie hütet sich, etwas davon an die Oberfläche kommen zu lassen und bietet ihm stattdessen die Hand zur Verabschiedung: "Keine Ursache," - die Bewegung ihrer anderen Hand, die gerade den Credstick in eine Manteltasche versenkt, straft die höflichen Worte lügen - "ihnen ebenfalls viel Glück an ihrer neuen Arbeitsstelle." Selbst die Stimme erinnert an die andere Elfe, als sie ihn mit einem Lächeln in sein neues Leben entlässt.

Als die Runner alleine beim Flieger stehen, bleicht sie erneut aus, während Rüstung und Haare dunkel werden. Mit rauchigem Alt antwortet sie, locker an die Heckklappenhydraulik gelehnt: "Das Ziel meiner Geschäftsreise war Seattle und da muss ich auch immer noch hin. Ich schlage vor, wir reißen noch den Kram aus dem Flieger, der verwertbar ist oder Spuren hinterlässt, wie die Blackbox, und jagen das Ding hoch. Der Aufwand, uns hinterher zu schnüffeln, sollten wir teurer machen als es die Sache wert ist." Sie löst sich aus ihrer Haltung und sieht den Chummern nacheinander in die Augen: "Seattle ist nicht mein Turf, hat jemand von euch geeignete Kontakte, unsere Waren loszuwerden und neue zu beschaffen? Dann können wir den Rest verteilen. Es könnte übrigens sein, das mein Job etwas zu groß für eine One-Woman-Show ist, wenn ihr also zu haben wärt?" Auf ihr sonst ausdrucksloses Gesicht stiehlt sich eich eine Ahnung eines Lächelns, begleitet von einem fragenden/hoffnungsvollen Blick.

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