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Autor Thema: Hôtel de Ville  (Gelesen 33866 mal)

Beschreibung: OoC-Thread

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Menthir

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Hôtel de Ville
« Antwort #30 am: 04.06.2013, 21:52:13 »
Ich muss mich in diesem Setting mal in mögliche Kämpfe erst einfinden. Fate in der Malmsturm-Variante macht für mich den Eindruck eines Erzählrollenspiels. Es hat einen sehr interessanten Mechanismus bei sozialen Herausforderungen/Konflikten, aber bei handfesten Auseinandersetzung weiß ich noch nicht, wie sehr mir das zusagt. Auch wenn Pathfinder sehr abstrakt war, fand ich das Kampfsystem sehr gut. Malmsturm muss mich da erst einmal überzeugen.

Das Kampfsystem funktioniert aus eigener Erfahrung heraus sehr intuitiv, hebt den Kampf aber auch auf eine Erzählstufe. Je mehr du den Kampf erzählst, desto eher kannst du mit den Aspekten und Manövern spielen. Die Manöver erkläre ich, wenn es zum ersten Kampf kommen sollte, nochmal genauer. (Manöver erzeugen quasi temporäre Aspekte, die temporär (zumindest einmal) kostenlos angespielt werden können.) Dadurch werden die Kämpfe sehr variabel und nutzen nur ein grobes Regelgrundgerüst, damit wir unsere Ideen vergleichen können.
Da muss man sich natürlich dran gewöhnen, aber ich glaube, da kommen wir alle rein. :)

Zitat
Noch etwas anderes:
Conrad hat in Pathfinder als Rogue sehr viele Skills relativ brauchbar beherrscht. Nun stehe ich vor dem Problem, wie ich diesen Charakter gebaut bekomme in Malmsturm. Es gibt so viele interessante Fertigkeiten, aber ich kann nur ein paar davon halbwegs passabel bis gut.

Bei Fate werden die Charaktere tatsächlich nicht durch Anzahl ihrer Fertigkeiten definiert. Grundsätzlich soll jeder Charakter da mehr Glanzpunkte haben als jetzt bei Systemen, wo in mehr oder weniger dumme und intelligente Charaktere unterschieden wird. Das kann man sicher kritisch sehen, ich sehe es jedoch recht unproblematisch. Wenn Conrad jedoch diese relativ hohe Varianz braucht und mehr Sachen besser können will, wäre dies immerhin über einen Aspekt lösbar (der im Idealfall auch negativ genutzt werden kann). Klassische Talente bei D&D und Pathfinder, wie Jack of All Trades, könnten hier als Grundlage durchgehen und dann mit aspekthaltiger Fülle versehen werden. Conrad könnte ja dann gut ein neugieriger Hansdampf in allen Gassen sein, und zwar in all seinen Bedeutungen, nämlich "als Tausendsassa und Generalist, aber eben auch als Unruhestifter, „Tunichtgut“, „Zampano“ oder „Liederjan“ (24. Duden, S. 644, Liederjan, der, ugs. veraltend für liederlicher Mensch).[1]"
Dies könnte man dann noch an Conrads Lebenslauf anpassen und mit einer charakterlichen Haltung verbinden. :)

Zitat
Ich werde Conrad aber sowieso erst hier bauen, wenn ich weiß, dass er das 1864 Szenario auch wirklich überlebt hat.

Berufspessimist?  :wink:
 1. Übernommen aus dem Wikipediaartikel, in dem das Jack of all Trades auch wunderbar erweitert wird: Jack of All Trades - and master of none
"Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit." - Jean-Jacques Rousseau, Du Contrat Social

Conrad Rosenstock

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« Antwort #31 am: 04.06.2013, 22:10:02 »
Ich lasse mich voll und ganz auf Fate ein. Am Anfang kann es aber sein, dass dann die ein oder andere Frage kommt und sich meine Kampfpostings etwas verzögern. Ich als Pathfinder-Fanboy bin halt noch nicht so eine scheinbar große Freiheit bei Kämpfen gewöhnt. Aber das wird sicherlich. Ich halte dich schließlich für einen guten Spielleiter, Menthir.

Ich werde auch so viel nachlesen wie ich kann. Aber etwas in mir hofft, dass vor allem dein kurzer Regelüberblick größtenteils ausreicht.


Sébastien Moreau

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Hôtel de Ville
« Antwort #32 am: 04.06.2013, 23:19:56 »
Des Weiteren habe ich beschlossen, dass die Charaktere ihre "freigeschalteten" Verbündeten für die neue Runde behalten dürfen. Ich werde dazu noch eine Art Regelung verfassen, aber grundsätzlich könnte ich mir vorstellen, dass je nach Szene der Spieler einen Schicksalspunkt bezahlen kann und ihm einer seiner Verbündeten zur Verfügung stünde (in welcher Form auch immer).

Wäre das für alle Beteiligten in Ordnung?

Für die neuen Spieler gäbe es im Ausgleich die Möglichkeit, einen Startverbündeten zu schaffen, der grundsätzlich nicht mehr beinhalten muss als einen Namen und eine Profession. :)
Da hätte ich nichts gegen einzuwenden. :) Noch eine Sache mehr, über die ich mir Gedanken machen muss... :lol: Wenn dieser Verbündeter eine beliebige Person aus dem persönlichen Umfeld werden soll, wird es aber wohl Sébastiens bester Freund sein, den ich dann zu dem Zweck kreiere.
„Liberté, égalité, fraternité!“

Menthir

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Hôtel de Ville
« Antwort #33 am: 04.06.2013, 23:23:41 »
Ich lasse mich voll und ganz auf Fate ein. Am Anfang kann es aber sein, dass dann die ein oder andere Frage kommt und sich meine Kampfpostings etwas verzögern. Ich als Pathfinder-Fanboy bin halt noch nicht so eine scheinbar große Freiheit bei Kämpfen gewöhnt. Aber das wird sicherlich. Ich halte dich schließlich für einen guten Spielleiter, Menthir.

Vielen Dank für das Lob! :)

Zitat
Ich werde auch so viel nachlesen wie ich kann. Aber etwas in mir hofft, dass vor allem dein kurzer Regelüberblick größtenteils ausreicht.

Keine Sorge. Die Sachen im Regelwerk sind immer kurz und verständlich gehalten und ich werde gerade zu Beginn auch immer wieder Bezug auf das Regelwerk samt Seitenzahl nehmen. :)

Da hätte ich nichts gegen einzuwenden. :) Noch eine Sache mehr, über die ich mir Gedanken machen muss... :lol: Wenn dieser Verbündeter eine beliebige Person aus dem persönlichen Umfeld werden soll, wird es aber wohl Sébastiens bester Freund sein, den ich dann zu dem Zweck kreiere.

Ich bin ein arbeitsintensiver Spielleiter und so kann es sein, dass diese Arbeit auch an Spieler zum Teil abfällt.  :cheesy:
Wenn euch irgendwas nicht passt oder ihr das zeitlich oder von der Muße her nicht schafft, ist das kein Problem. Dann unterstütze ich gerne oder wir suchen gemeinsam Alternativen. :)
Das mit einem besten Freund ist vollkommen in Ordnung. :)
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Alfred Nobel

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Hôtel de Ville
« Antwort #34 am: 05.06.2013, 11:40:02 »
Oh Mann Alfred :) Und ich dachte schon Carl hätte mit seinen Beförderungen Karriere gemacht :D Dann wissen wir ja immerhin, wer jedes Mal die Zeche zahlen kann ^^

Hihi. :)
Ich würde ja gerne behaupten, ich hätte übertrieben - hab ich aber nicht. :o

Die typische Darstellung, wie wir sie auf dem Charakterbogen finden, lädt eigentlich zu fünf Episoden ein, die jede für sich einen Aspekt begründet. Dies ist an sich schon eine spannende Idee und lässt sich beim Charakter gut sehen. Doch ich habe in den letzten 18 Monaten Duzende dieser Darstellungen in der Hand und bin seitdem immer bestrebt, auch noch andere Ansätze für die Hintergründe zu wählen und diesmal möchte ich einen Ansatz aus meiner wissenschaftlichen Erfahrung wählen, den einer der Spieler unter euch auch schon beim ersten Mal angewendet hat (Alfred Nobel).

Das ehrt mich natürlich, dass meine Entscheidung von damals Gefallen gefunden hat. Eine solche Form des Charakterhintergrundes hat sich aber ganz natürlich angeboten bei einem Charakter, zu dessen Vorlage es seitenweise Informationen und Biographien allein schon im Internet gibt. Ich hoffe, dass sich meine Mitspieler in den Rahmen einfinden können - ich fühle mich zumindest (mit einem ein wenig schlechtem Gewissem) so, als hätte ich den Jackpot gezogen und säße in einer Goldgrube. :)

Den Familienpunkt hat Carl inzwischen aufgenommen und kann im Alter eurer Charakter für alle eine schöne Rolle spielen (auch wenn sie bei Alfred etwas vorgegeben wäre: Tragische Liebschaften.).

Ich würde mich über den Input freuen. Demenstprechend würde ich dann die weiteren Aspekte entwerfen.

Des Weiteren habe ich beschlossen, dass die Charaktere ihre "freigeschalteten" Verbündeten für die neue Runde behalten dürfen. Ich werde dazu noch eine Art Regelung verfassen, aber grundsätzlich könnte ich mir vorstellen, dass je nach Szene der Spieler einen Schicksalspunkt bezahlen kann und ihm einer seiner Verbündeten zur Verfügung stünde (in welcher Form auch immer).

Wäre das für alle Beteiligten in Ordnung?

Für die neuen Spieler gäbe es im Ausgleich die Möglichkeit, einen Startverbündeten zu schaffen, der grundsätzlich nicht mehr beinhalten muss als einen Namen und eine Profession. :)

Ich würde gerne auf einen Verbündeten / Kohorten zurückgreifen, wir werden aber sehen, wie sich der Ausgang der Preußenrunde entwickelt. Wie dem auch sei, wird der arme Emil wohl früher oder später das Zeitliche segnen. :(

Ich denke, dass Georges D. Fehrenbach der angemessene Assistent für Alfred sein wird. Er findet auch in dem Artikel über Alfreds Zeit in Sevran (Paris) Erwähnung, ich habe jedoch in meiner kurz und knappen Internetrecherche keine ausführlicheren Quellen zu ihm gefunden. Ich melde mich, sobald ich mehr weiß. :)

Eine letzte Sache noch:
In der Verteilung der Fertigkeiten fällt es mir schwer, den Punkt "Sprache" unterzubringen. Im Moment habe ich ihn mit +2 bewertet, wodurch Alfred 3 Sprachen sprechen würde. Wenn möglich, würde ich gerne ein Talent formulieren, mit welchem er zwei weitere Sprachen können würde, ohne gleichzeitig den Modifikator zu erhöhen. Damit würde Alfred [Schwedisch, Russisch, Englisch, Französisch, Deutsch] beherrschen und hätte weiterhin einen Sprachenmodifikator von [+2]. Ginge das in Ordnung?
« Letzte Änderung: 05.06.2013, 11:41:08 von Alfred Nobel »
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Menthir

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Hôtel de Ville
« Antwort #35 am: 05.06.2013, 12:03:57 »
Das ehrt mich natürlich, dass meine Entscheidung von damals Gefallen gefunden hat. Eine solche Form des Charakterhintergrundes hat sich aber ganz natürlich angeboten bei einem Charakter, zu dessen Vorlage es seitenweise Informationen und Biographien allein schon im Internet gibt. Ich hoffe, dass sich meine Mitspieler in den Rahmen einfinden können - ich fühle mich zumindest (mit einem ein wenig schlechtem Gewissem) so, als hätte ich den Jackpot gezogen und säße in einer Goldgrube. :)

Das ist sehr erfreulich. Bei den anderen darf man aber nicht vergessen, dass sie sich die Goldgrube selbst schaffen können. Es gibt also kein Grund für ein schlechtes Gewissen. :)

Zitat
Den Familienpunkt hat Carl inzwischen aufgenommen und kann im Alter eurer Charakter für alle eine schöne Rolle spielen (auch wenn sie bei Alfred etwas vorgegeben wäre: Tragische Liebschaften.).

Ich würde mich über den Input freuen. Demenstprechend würde ich dann die weiteren Aspekte entwerfen.

Ich bin gerade unter Zeitdruck, weil ich gleich in die Uni muss, lass es mich also nur kurz andeuten. Seine späteren, großen Liebschaften hat Nobel erst in den 70er Jahren, vor allem Bertha Kinsky (später Bertha von Suttner und erste Nobelpreisträgerin. ;)), mit der er bis zu seinem Tode korrespondierte und die als Haupteinfluss auf den Nobelpreis gilt. Und ab demselben Jahr 1876 gab es noch eine 18-jährige On/Off-Beziehung (Liaison natürlich ;)) mit Sofie Hess (Alfred hatte wohl eine Schwäche für Österreicherinnen). Davor gibt es aber eine diffuse Geschichte um eine Russin namens Alexandra, welche wohl einen Schlüssel in Alfred Nobels poetischem Wirken spielt, da er sie häufig als Charakter aufnimmt. Er hat ihr wohl einen Heiratsantrag gemacht, sie aber abgelehnt. Um es genauer zu bewerten, müsste mich in den Stellen einlesen. Aber der Artikel zu Nobel dem Poeten auf der Nobelpreisseite erwähnt es zumindest auch: *click*

Ich zitiere auch den Beginn des Artikels.
Zitat
"Loneliness, thirst for love, reflection on the meaning of life and the origin of the universe provide the fundamental themes of Alfred Nobel's autobiographical and melancholically inclined poetry[...]"

Zitat
Ich würde gerne auf einen Verbündeten / Kohorten zurückgreifen, wir werden aber sehen, wie sich der Ausgang der Preußenrunde entwickelt. Wie dem auch sei, wird der arme Emil wohl früher oder später das Zeitliche segnen. :(

Ich denke, dass Georges D. Fehrenbach der angemessene Assistent für Alfred sein wird. Er findet auch in dem Artikel über Alfreds Zeit in Sevran (Paris) Erwähnung, ich habe jedoch in meiner kurz und knappen Internetrecherche keine ausführlicheren Quellen zu ihm gefunden. Ich melde mich, sobald ich mehr weiß. :)

Das wäre in Ordnung, wenn du sowas einbauen willst. Er würde dann direkt Emil substituieren, der ja aus bekannten Gründen wegfallen wird.

Zitat
Eine letzte Sache noch:
In der Verteilung der Fertigkeiten fällt es mir schwer, den Punkt "Sprache" unterzubringen. Im Moment habe ich ihn mit +2 bewertet, wodurch Alfred 3 Sprachen sprechen würde. Wenn möglich, würde ich gerne ein Talent formulieren, mit welchem er zwei weitere Sprachen können würde, ohne gleichzeitig den Modifikator zu erhöhen. Damit würde Alfred [Schwedisch, Russisch, Englisch, Französisch, Deutsch] beherrschen und hätte weiterhin einen Sprachenmodifikator von [+2]. Ginge das in Ordnung?

Ja, das wäre in Ordnung. Würde ich auch über ein Talent abhandeln, welches quasi ein in der Stufenpyramide unbeachtetes +2 geben würde und damit in dem Fall zwei weitere Sprachen ermöglichen würde, ohne das allgemeine Sprachenwissen zu verbessern. :)
"Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit." - Jean-Jacques Rousseau, Du Contrat Social

Carl von Lütjenburg

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Hôtel de Ville
« Antwort #36 am: 05.06.2013, 14:00:54 »
Den Familienpunkt hat Carl inzwischen aufgenommen und kann im Alter eurer Charakter für alle eine schöne Rolle spielen

Wo wir gerade beim Thema sind. Carl wird, wie schon ersichtlich, in der Zwischenzeit geheiratet haben (Hochzeitstag: 23.8.1866) und ich bräuchte noch Trauzeugen... Conrad? Alfred?  :lol: Noch besteht zwar die Möglichkeit, dass wir uns zerstreiten (hoffe ich nicht), aber sollten wir im Guten auseinander gehen, würde Carl wohl sicherlich an euch herantreten...

Und nciht vergessen, wenn ihr Waffen/Sprengstoffe verkaufen wollt ist es sicher nicht verkehrt mit Carl befreundet zu sein :P

Menthir

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Hôtel de Ville
« Antwort #37 am: 06.06.2013, 08:54:00 »
@List

Man hätte es gestern aufzeichnen sollen, wie sich bei deinem Charakter im Laufe des Abends die Aspektbezeichnungen veränderten. Es war auf jeden Fall recht interessant zu beobachten. :)

Edit: Im Hôtel de Soubise sind jetzt schonmal grundlegende Kartenwerke zu Frankreich und dem Paris der Jahre 1870/71 zu bewundern. :)

Ich schaue, dass ich heute Morgen noch einiges auf die Beine stelle. Ich habe heute Abend nämlich leider bis 24 Uhr Uni und kann meinen eigentlichen Plan, heute Abend intensiv zu arbeiten, damit über Bord werfen.

Edit 2: Ich habe eine Vorlesung zur Pariser Kommune online gestellt. Sie ist von Professor John Merriman. Dem Mann kann man gut zuhören, die Vorlesung ist allerdings englischsprachig, dafür aber mit Untertiteln.

@Carl
Bist du sicher, dass Carl auch am Tag des Prager Friedens überhaupt Zeit für die Hochzeit mit seiner Frau hat? :)

Edit 3: Zwei Überblickswerke über das 19. Jahrhundert sind nun auch im Wissensthread zu finden, einmal von Jürgen Osterhammel und einmal von Jürgen Kocka. Ersteres ist ein ausführliches Werk (und vor allem ein weltgeschichtlicher Ansatz), zweiteres deutet eher Tendenzen und Grundthemen an.
« Letzte Änderung: 06.06.2013, 09:45:24 von Menthir »
"Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit." - Jean-Jacques Rousseau, Du Contrat Social

Menthir

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« Antwort #38 am: 06.06.2013, 11:08:10 »
Ein erneuter Tarnbeitrag für den Spielleiterthread. Dafür könnt ihr im Gegenzug gleich einen aufgeräumten Wissensthread bewundern. :)
« Letzte Änderung: 06.06.2013, 11:08:27 von Menthir »
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Paul Zeidler

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« Antwort #39 am: 06.06.2013, 11:42:51 »
@List

Man hätte es gestern aufzeichnen sollen, wie sich bei deinem Charakter im Laufe des Abends die Aspektbezeichnungen veränderten. Es war auf jeden Fall recht interessant zu beobachten. :)

Das ist immer so bei der Charaktererschaffung :). Ich bin mir noch etwas unsicher, was Pauls Schwächen angeht. Ich muss mir da noch etwas überlegen...
"Siehe, ich mache alles neu" - Offenbarung des Johannes 21,5

Aspekte: Zwischen den Welten, Der Tag beginnt um Mitternacht, Leading by Example, Lokale Bekanntheit, Das Reich Gottes

Alfred Nobel

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Hôtel de Ville
« Antwort #40 am: 06.06.2013, 15:00:03 »
Habe ich schon erwähnt, wie sehr ich mich freue, dass List wieder da ist? :)
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 - A Riddle, 1851

Menthir

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« Antwort #41 am: 07.06.2013, 13:35:08 »
@List

Man hätte es gestern aufzeichnen sollen, wie sich bei deinem Charakter im Laufe des Abends die Aspektbezeichnungen veränderten. Es war auf jeden Fall recht interessant zu beobachten. :)

Das ist immer so bei der Charaktererschaffung :). Ich bin mir noch etwas unsicher, was Pauls Schwächen angeht. Ich muss mir da noch etwas überlegen...

Da finden wir sicher im Zweifelsfall gemeinsam einige Schwachpunkte, die für das Spiel interessant werden könnten. Noch haben wir ja auch noch etwas Zeit. :)

Falls jemand einen Wissenschaftler spielen möchte oder schon spielt und seine wissenschaftliche Karriere noch etwas betonen möchte (sie vielleicht aus dem Elfenbeinturm herausführen möchte), dem möchte ich zwei Rezensionen ans Herz legen, um einfach ein Einblick in eine Betrachtungsrichtung zu eröffnen. Die erste Rezension ist taufrisch von heute und die andere zum selben Buch ist aus dem März des letzten Jahres. Es geht hier um den Sammelband "Inszenierte Wissenschaft -  Zur Popularisierung von Wissen im 19. Jahrhundert", welches nicht in einer Vorschau betrachtet werden kann, aber die Rezensionen geben die Punkte, die aufgreifen will, mehr als deutlich wieder.
Rezension von Ellinor Schweighöfer in H-Soz-u-Kult
Rezension von Andreas Daum in Sehepunkte
Ich denke, dass diese Beiträge hilfreich sein können, da die Gruppe ja fast nur aus Wissenschaftlern und Akademikern (wenn auch teilweise nur ansatzweise oder nicht ursprünglich) besteht (mit der Ausnahme von Sèbastien). Ich denke, dass diese Thematik gerade für Samuel Weissdorn interessant sein könnte, wenn man diese Inszenierung "negativ" auslegen möchte, sollte er mit einem seiner Alter Egos der Wissenschaft treu bleiben. Für Carl (dem Chemiker) wird sie schwer zu verfolgen sein, da er in den Kriegsjahren vor allem mit eben jenen Kriegen beschäftigt sein dürfte. Für Conrad hingegen könnte dies wieder sehr interessant sein, wenn er diese Popularisierung entweder als Geisteswissenschaftler weiterverfolgt oder gerade wenn er sich mit der Fortschrittspartei verbinden sollte. Alfred könnte ein geschäftlich-intrinsisches Interesse daran verfolgen oder eben auch ein ideelles. Für Paul Zeidler sind diese Beiträge wahrscheinlich zweitrangig, es sei denn, er möchte in eine selbe Kerbe wie Paul Tillich später schlagen und immer wieder betonen, dass die Symbole der christlichen Botschaft attraktive und nach wie vor aktuelle Antworten auf die Fragen seiner Zeit sind (also trotz oder gerade wegen der Industrialisierung, der neuen Modellhaftigkeit des Lebens etc. pp. Paul würde hier wohl, nach meinen ersten Eindrücken, als zumindest gemäßigter Kritiker dieser Bewegung, wegen einer zu großen Wissenschaftshörigkeit, auftreten können.
Aber das könnt und sollt ihr alle für euch selbst entscheiden, ich will es nur als weitere Inspirationsquelle zur Verfügung stellen. :)
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Menthir

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Hôtel de Ville
« Antwort #42 am: 11.06.2013, 00:17:54 »
Ich bitte um Verzeihung, dass ich heute noch nichts geschafft habe. In Schleswig-Holstein haben wir sehr unerwartet Sommer und ich habe den Tag mit einem Fußball und dann mit Feuerwehr zugebracht.
Morgen habe ich leider einen sehr langen Universitätstag und werde dementsprechend nicht zum Beitragen kommen. Ich denke, dass ich ab Mittwoch mich wieder ransetze.
Ich möchte aber betonen, dass ich jenes, was ich bei den Chars schon sehe, sehr schätze. Es sieht nach viel spannendem Potenzial aus. :)
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Sébastien Moreau

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Hôtel de Ville
« Antwort #43 am: 12.06.2013, 21:42:35 »
Schön, dass du bisher zufrieden bist. :) Ich werde mich dieses Wochenende eingehend mit Sébastien beschäftigen und hoffentlich ein gutes Stück vorankommen.
Lass mich an dieser Stelle sagen, dass ich deine zusammengetragenen Infos und Quellen (zumindest diejenigen, die ich mir bereits angesehen und angelesen habe) sehr interessant finde. :)
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Paul Zeidler

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Hôtel de Ville
« Antwort #44 am: 13.06.2013, 12:39:56 »
Hallo Menthir,

für ein Seminar sollte ich einen kurzen Abriss der Theologiegeschichte des 19. Jh. schreiben, welch ein Zufall. Wenn Interesse besteht, dann kann ich den Text (3 Seiten) hier teilen, so dass Ihr einen (sehr verkürzten) Eindruck bekommen könnt, was theologisch in der Zeit diskutiert wurde. Zugleich sind die beiden vorgestellten Positionen für Paul von gewisser Bedeutung. Hier der Text:

Abriss der Theologiegeschichte des 19. Jahrhunderts (Anzeigen)
"Siehe, ich mache alles neu" - Offenbarung des Johannes 21,5

Aspekte: Zwischen den Welten, Der Tag beginnt um Mitternacht, Leading by Example, Lokale Bekanntheit, Das Reich Gottes

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