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Autor Thema: Hôtel de Ville  (Gelesen 33836 mal)

Beschreibung: OoC-Thread

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Menthir

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Hôtel de Ville
« Antwort #270 am: 04.11.2013, 18:24:28 »
Dann mache bitte, weil es mir wohl nicht gelingen wird, so umfassende Informationen zu bündeln in einem Beitrag, ohne ein Zielführung meiner Informationen zu haben, einen Gassenwissenwurf, sodass ich für mich rechtfertigen kann, inwieweit ich dir in der Zeit des "Heimischwerden" in Paris, mit Informationen entgegenkommen kann, und auch entgegenkommen muss.

Gassenwissen enthält in unserer Runde das eigentliche Ermitteln. :)

Mir ist durchaus bewusst, dass dies nicht Carls Stärke ist. Aber vielleicht fällt dir ja eine Methode ein, wie du deine Chancen erhöhen kannst.

Ansonsten werde ich dann zum zugesagten Termin die Szene wechseln. Danke für die abgeschlossene Szene. Ich fand sie wirklich angenehm von eurer Seite, muss aber auch Pauls Abschlussbemerkung (ingame) recht geben, dass es gut ist, sie an dieser Stelle auf andere Gleise zu stellen, da die Argumentation sich zu wiederholen begannen. :)
"Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit." - Jean-Jacques Rousseau, Du Contrat Social

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Hôtel de Ville
« Antwort #271 am: 04.11.2013, 19:17:26 »
Sébastien wird am nächsten Abend nicht anderer Meinung sein als an diesem und nachdem er von Paul regelrecht stehen gelassen wurde, wird er vermutlich nicht geneigt sein, wiederzukommen und sich vor den Versammelten vorführen zu lassen.

Kann ich gut verstehen :wink: Ich denke auch, dass Paul das Gespräch abrupt abgebrochen hat und wahrscheinlich auch nicht so, wie Sebastien es sich gewünscht hätte. Die Entscheidung war ingame begründet, aber auch outgame erwünscht, weil ich die Szene jetzt auch nicht in die Länge ziehen wollte.

Wir werden ja sicherlich noch mal mit einander sprechen, auch im Licht neuerer Ereignisse.
« Letzte Änderung: 04.11.2013, 19:17:48 von List »
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Sébastien Moreau

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« Antwort #272 am: 05.11.2013, 22:17:41 »
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass wir uns aktuell etwas verrannt gehabt haben. Ich kann deine Entscheidung daher auf beiden Ebenen nachvollziehen.  :)
Sébastien hätte durchaus noch weiterhin fanatisch ( :D) weiter diskutiert, aber es tut ihm vermutlich gut, seine Wut vor einer möglichen Fortsetzung des Gesprächs etwas abkühlen zu lassen. Paul tut mir etwas leid. Gute Menschen haben es nicht leicht. :cookie:
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Paul Zeidler

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« Antwort #273 am: 05.11.2013, 22:59:33 »
Wollte noch einen kleinen Beitrag setzen, bevor es weiter geht. Werde heute aber nicht fertig. Menthir, Du kannst gerne schieben, was noch kommt, wird nicht mehr spielentscheidend werden.
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Menthir

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« Antwort #274 am: 05.11.2013, 23:02:05 »
Wollte noch einen kleinen Beitrag setzen, bevor es weiter geht. Werde heute aber nicht fertig. Menthir, Du kannst gerne schieben, was noch kommt, wird nicht mehr spielentscheidend werden.

Kein Problem. :) Ich habe viel um die Ohren und werde dementsprechend erst morgen am späten Abend zu einem Beitrag kommen, da ich für den nächsten Beitrag etwas Ruhe brauche. Kann auch sein, dass ich das erst Donnerstag schaffe. Ich bemühe mich, es schnell über die Bühne zu bringen. :)
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Menthir

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« Antwort #275 am: 07.11.2013, 22:16:02 »
List, verzeihe, dass ich auf dein Zwiegespräch nicht weiter eingehe. Ich finde, dass hast du sehr gut gelöst und dein letzter Beitrag hat mir außerordentlich gut gefallen. Schöner Gedankengang.

Eine Frage dazu:

Zitat
Die Argumentation lehnt sich eng an Dostojewskis Novelle vom Großinquistor - eine großartige Anthropologie und ich glaube, dass uns die Brotfrage noch heute lähmt.

Ich teile deine Einschätzung über das Stück. Aber der Nachsatz nach dem und. Inwiefern lähmt uns das? Weil wir die Möglichkeit hätten, diese Brotfrage eben ausreichend zu lösen und es mutwillig nicht tun? Deswegen die Bitte um Verzeihung. Ich hätte mit Groués darauf eingehen wollen, aber ich hatte Bammel, mich nochmal in das schöne Ende einzuschalten.
In der Art der Frage macht es für mich schon Sinn, klar auch im Zusammenhang, weil Paul ihnen ja die Nahrung bringen will, sie versorgen will, sodass sie sich nicht um die Brotfrage kümmern brauchen (ein Stück weit). Aber mich interessiert deine Auslegung da, falls du sie hier schon anreißen willst, auch wenn ich denke, dass es uns im Spiel noch häufiger begegnen wird. :)
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Sébastien Moreau

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« Antwort #276 am: 08.11.2013, 13:42:08 »
Ich habe eine Frage hierzu:
Zitat
Doch François wirkte aufgebracht und beunruhigt. Sèbastien wusste warum.
Kann ich daher davon ausgehen, dass Sébastien weiß, wovon François redet, oder möchtest du, dass ich ebenfalls würfle?
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« Antwort #277 am: 08.11.2013, 15:52:36 »
Du weißt warum. Ich kam nur noch nicht dazu, dir die entsprechende PM zu schicken. Ich mache das, sobald ich Zeit habe. :)
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« Antwort #278 am: 08.11.2013, 21:16:41 »
Gut. :)
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« Antwort #279 am: 10.11.2013, 21:26:59 »
Du hast eine kurze Nachricht bekommen. :) Entschuldige die Kürze, aber viel mehr ist zeitlich nicht drin. Du darfst die Artikel ruhig nutzen. Ggf. liefere ich peu a peu, so es benötigt wird, noch Infos nach. :)
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« Antwort #280 am: 11.11.2013, 12:13:40 »
Danke dir. :) Ich denke, das wird erst einmal für einen Beitrag reichen. Andernfalls melde ich mich. :wink:
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Hôtel de Ville
« Antwort #281 am: 14.11.2013, 15:58:27 »
Brotfrage (Anzeigen)

Nunja, das ist keine besonders spektakuläre Argumentation. In der Auslegung Dostojewskis zeigt der Satan Jesus in der Wüste auf, wie er für alle Menschen zum Sohn Gottes werden kann. Er argumentiert, dass der normale und d.h. der "schwache" Mensch erst von seiner Sorge um sein Notwendigstes erlöst werden muss, bevor er seine Sinne auf das Wort Gottes richten kann. Jesus weist dies zurück mit dem Schriftzitat: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht." - und meint damit, dass das Wort Gottes vor der Existenzsicherung steht. Der Gedanke taucht dann übrigens ganz explizit in der Bergpredigt auf, in Mt 6-7 auf, wo es heißt, dass der Mensch das Gottesreich suchen soll und Gott den Mensch ernährt. Wegen der Abfolge ist es auch kein Widerspruch, dass Jesus in Mt 14 5.000 Menschen mit Brot und Fisch speist - diese glaubten zuerst und wurden dann von ott versorgt.

Warum meine ich aber, dass das auch heute noch sehr bedeutend für uns ist? Man könnte meinen, die Brotfrage verliere ihre Bedeutung, wenn eine Gesellschaft so reich ist, dass jeden Tag viele Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden. Doch die moderne Gesellschaft schafft es trotzdem nicht, ein höheres Ziel anzustreben, sei es nun die Verwirklichung eines irdischen Gottesreiches oder einer nichtchristlichen Utopie[1]. Das Geldsystem hat sich als die gewaltigste Macht der Geschichte erwiesen. Weil Geld immer auch einen temporalen Aspekt hat, also sozusagen "für die Zukunft gespeichertes Brot" ist, kann ich jetzt mehr als genug Brot haben und will trotzdem keines abgeben. Eben wegen der Sorge um das Morgen.
 1. Erich Fromm hat in "Haben oder Sein" darauf hingewiesen, dass es keinen praktischen Unterschied gibt zwischen dem Kapitalismus und der Gütergemeinschaft der Urgemeinde (Apg 2)
« Letzte Änderung: 14.11.2013, 15:59:53 von List »
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Hôtel de Ville
« Antwort #282 am: 14.11.2013, 22:55:22 »
Ich hatte mir eigentlich für heute fest vorgenommen, meinen nächsten Beitrag zu verfassen. Das habe ich leider nicht mehr geschafft, aber morgen oder spätestens Samstag geht es von meiner Seite aus weiter. :)
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« Antwort #283 am: 19.11.2013, 19:46:07 »
Vielen Dank für deinen Beitrag, Sébastien. Ich werde im Idealfall am Donnerstag schon in einem kurzen Beitrag antworten.

Grundsätzlich gilt, dass sich keiner zu langen Beiträgen gezwungen fühlen soll, auch wenn wir wirklich lange Beiträge bisher schreiben. :)

@List

Für dich mag das keine besonder spektakuläre Argumentation sein, aber eben der ganze Themenkomplex, den Brecht so profan, wie deutlich, wie einprägsam auf die Worte "Erst das Fressen, dann die Moral." zusammenfasste, ist für mich insofern spektakulär, dass viele Diskussionen, viele Ideen und viel theoretisches Gerede oftmals eben diese Grundsätze vergisst. Ich weiß es also zu schätzen, wenn ein Charakter dieses einzubinden versteht. Insofern triffst du dort für das Szenario und das wollte ich in der Hinsicht gerne anmerken, und besonders gut ist es für mich, dass du es eben glaubwürdig als Christenmensch vermitteln kannst durch Paul. :)

Danke für die zusätzlichen Erläuterungen. Auch diese Meinung teile ich als Mensch. Aber was sind denn noch höhere Ziele in einer weitestgehend entmystifizierten Gesellschaft? Fragen über Fragen, die mich brennend interessieren und wo mich deine Antworten interessieren würde. Aber verlagern wir doch diesen Teil wieder ins Spiel. Ich freue mich auf den Fortgang. :)
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Hôtel de Ville
« Antwort #284 am: 20.11.2013, 10:03:49 »
Wir können da gerne noch mal drüber schreiben :)

Ich werde dieses Wochenende auch posten. Bin gerade dabei, die Seminars-Referate dieses Semesters abzuhaken. In drei Wochen habe ich dann meine Ruhe :wink:
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