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Autor Thema: Hôtel de Ville  (Gelesen 33883 mal)

Beschreibung: OoC-Thread

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Menthir

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Hôtel de Ville
« Antwort #345 am: 12.01.2014, 03:38:31 »
Ja, manchmal ist das besser. :)

Ich warte noch auf eine Reaktion von Carl und/oder Paul, ehe der ungehaltene, junge Mann wieder versucht, wen wegzustoßen.
"Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit." - Jean-Jacques Rousseau, Du Contrat Social

Sébastien Moreau

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Hôtel de Ville
« Antwort #346 am: 13.01.2014, 17:52:59 »
Ohje. Wenn Carl den Hünen weiterhin aufhalten kann oder dieser von sich aus nicht mehr anzugreifen gedenkt, würde Sébastien sich nun Paul schnappen und versuchen, ihn aus dem Gedränge zu bringen. :wink:
„Liberté, égalité, fraternité!“

Menthir

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« Antwort #347 am: 13.01.2014, 18:15:52 »
Ich habe das dumpfe Gefühl, dass Carl mit seiner Persönlichkeit sich auch eher Paul schnappt. :)

Ich werde deswegen auch erst einmal auf die Reaktion von Finster warten, ehe ich den jungen Hünen reagieren lasse. :)
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Menthir

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« Antwort #348 am: 13.01.2014, 18:32:34 »
@Alfred Nobel

Dieser Gedankengang dürfte dir bekannt vorkommen: Kalashnikov 'feared he was to blame' for AK-47 rifle deaths
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Alfred Nobel

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Hôtel de Ville
« Antwort #349 am: 13.01.2014, 21:19:21 »
Der Umgang Alfred Nobels mit seiner Verantwortung gegenüber seinen Erfindungen ist unfassbar spannend dokumentiert.

Er schrieb in einem Brief an Bettina von Suttner, der späteren Friedensnobelpreisträgerin, dass er seine Arbeit als Erfinder (sinngemäß) "aus den reinsten technologischen und nicht kommerziellen oder finanziellen Motiven" getätigt habe. Er betonte bis in sein spätes Alter häufig, dass seine Sprengstoffe ein wichtiges Mittel für den Bergbau geworden seien, und damit ausreichend Legitimation für sie vorläge. Er schrieb, dass "es nichts in der Welt gäbe, das nicht missbraucht werden kann."

Was den sogewollten "Missbrauch" seines Sprengstoffes angeht, argumentiert Nobel: "Der Krieg für die zivile Bevölkerung muss genau so tödlich werden wie für die Truppen an der Front. Lasst das Damoklesschwert über jedem Kopf hängen, meine Herren, und Sie werden einem Wunder begegnen - alle Kriege werden augenblicklich enden [...]."

Mir fällt es schwer, eine persönliche Reue aus den Briefen Nobels herauszulesen. Ich habe bisher keine Stelle gefunden, an der er sich über sein Gewissen beklagt, eine Waffe hergestellt zu haben, die das Leben unzähliger Menschen gekostet hat. Auch wenn er sich oft und ungeniert als Ideologen der Wissenschaft und der Philantropie darstellt, lässt er es nicht zu, sich selbst in eine Schuld-, Gewissens- oder Verantwortungsfrage zu drängen. Zumindest vermeidet er es, dies in einer dokumentierten Form darzulegen. Ob Alfred doch an solchen Dämonen zu kämpfen hatte, lässt sich nicht ausschließen.

Im Jahr 1890, sechs Jahre vor seinem Tod, schrieb Alfred sinngemäß:

"An dem Tag, an welchem zwei Armeen in der Lage sein werden, sich gegenseitig innerhalb von Sekunden auszulöschen, werden sich alle zivilisierten Nationen voller Entsetzen vom Krieg abwenden und ihre Streitkräfte entlassen."

Die Ereignisse in Nagasaki und Hiroshima knapp ein halbes Jahrhundert später haben jedoch gezeigt, wie schrecklich falsch Alfred lag. Reue und Schuld sind zu diesen Zeiten jedoch Themen, die eine andere bedeutende Person der Wissenschaft plagen: Albert Einstein fühlte sich nach den Abwürfen der Atombomben in Japan dafür verantwortlich, die U.S. Regierung zum Manhattan Projekt gedrängt zu haben, und hatte mit einer Schuld zu kämpfen, die man bei Alfred Nobel nicht findet.

Ein sehr bedeutender Artikel, Menthir. Vielen Dank!

Ich vermisse Euch. :-/
But I have learned to study Nature’s book
And comprehend its pages, and extract
From their deep love a solace for my grief.

 - A Riddle, 1851

Finster

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« Antwort #350 am: 13.01.2014, 21:36:15 »
Ich vermisse Euch. :-/

Ich dich auch! :'(


@ IG-Situation:

Wie genau es ablaufen wird weiß ich noch nicht, aber Carl sich definitiv um Paul kümmern, das ist klar. Bin grad erst nach Hause gekommen, habe mir aber fest vorgenommen heute zu posten. Später mehr von mir.
Iucundi acti labores

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Hôtel de Ville
« Antwort #351 am: 13.01.2014, 22:03:39 »
@Sezair: Verfasst Du Deine Arbeit über ein wissenschaftshistorisches Thema?
"Man muss auch das Allgemeinste persönlich darstellen."
- Hokusai

Menthir

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Hôtel de Ville
« Antwort #352 am: 13.01.2014, 22:31:25 »
Diese Frage finde ich bei Alfred Nobel besonders spannend. Auch wenn sein Dokumentarwerk es nicht wirklich oder wenig hergibt, ist es dennoch interessant, warum ausgerechnet Alfred Nobel den Friedenspreis (neben den anderen freilich) stiftet. Es werden ja immer zwei Dinge angeführt, nämlich 1. die Todesanzeige acht Jahre vor seinem Tod, als sein Bruder Ludvig starb und man ihn für Alfred Nobel hielt. Die berühmte Le marchand de la mort est mort-Anzeige, welche Alfred zu der Frage gebracht haben könnte, wie die Welt ihn wahrnehme. Und dann 2. ist es wohl kein Zufall, dass Bertha von Suttner einen Nobelpreis für Frieden bekam, nicht nur wegen der Friedensgesellschaft, sondern eben auch aufgrund ihrer besonderen Beziehung zu Alfred Nobel, immerhin war sie kurzzeitig seine Sekretärin und danach eine gerühmte Pazifistin. Diese Beziehung wird eine Art von Spur hinterlassen haben. Ich habe mir die Briefwechsel noch nie ausreichend angeschaut, vielleicht sollte ich es dahingehend nochmal nachholen.

Gleichzeitig bleibt aber auch die Frage offen, wie Alfred es auch im Rahmen seiner Sozialisierung gesehen hat oder wie er ungesehen geprägt wurde. Da unterscheidet er sich sicherlich deutlich von beispielsweise einem Albert Einstein, schließlich ist Alfred in eine Rüstungsfamilie reingeboren wurden. Dass er immer auch wirtschaftlich geprägt war und gedacht hat, lässt ja beispielsweise auch seine dauernden Erklärung, er habe Wissenschaft und Erfindungsgeist als Ideale gesehen, zumindest mit einem Stirnrunzeln betrachten.

Diese Frage ist nicht abschließend beantwortet, da manche Historiker zur einen Seite tendieren (Suttner und die Todesanzeige, aber auch der Tod seines Bruders Emils durch die Explosion haben ihre tiefen Spuren im Spätdenken Alfreds hinterlassen), während die andere Seite vielleicht auch zurecht anführt, dass es weniger um Überzeugung ging, sondern auch um seinen Namen und den Namen, den er auch für seine Familie und seine Firma aufgebaut hat. Alfred also auch dies äußert pragmatisch gesehen haben könnte.
Etwas ähnliches ist in der Geschichte von Alfred Krupp und seiner nachfolgenden Familie zu sehen, auch wenn dort der Stiftungsgedanke erst nach dem 2. Weltkrieg und der Verurteilung von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach wegen Sklavenarbeit etc. ins Rollen kam und nun eine Stiftung für die Völkerverständigung ist.
Es darf also auch der Zeitgeist in dieser Diskussion nicht außen vor gelassen werden.

Ich kenne jedoch keine endgültige Lösung und das lässt uns Interpretationsspielraum, einen Spielraum, den du schon vorher sehr hervorragend genutzt hast und dementsprechend kann ich mich Finster nur anschließen. Wir vermissen dich. Gerade dieser jetzige Spielzeitraum könnte bereits einige interessante Akzente setzen. Gerade in dieser Gruppenkonstellation, wäre deine Lesart von Alfred Nobel und dem Frieden sehr interessant. Aber wir respektieren, dass du im Moment noch keine Zeit für uns hast.

Dementsprechend sei dir gewiss, dass die Tür hier dir immer und ewiglich offen stehen wird. :)

@List

Sezair hat die Person Alfred Nobel sehr ernst genommen in seiner Darstellung und das Ergebnis kann gar nicht genug gelobt werden. :)
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Hôtel de Ville
« Antwort #353 am: 13.01.2014, 22:39:52 »
Bin in solchen Sachen nur immer sehr neugierig  :wink:
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- Hokusai

Menthir

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« Antwort #354 am: 14.01.2014, 07:26:15 »
@Carl

Es bietet sich an, dass du einen Überzeugenwurf ablegst gegen die Person, die du für Lecomtes Sohn hälst.
Und danach einen Gewaltwurf mit einem Malus von -1, um aus der Umkesselungen emporzudringen. :)

Sobald die Würfe stehen, werde ich mich an eine Antwort setzen. :)
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Menthir

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« Antwort #355 am: 14.01.2014, 09:30:57 »
Ich bin gleich erstmal 90 Minuten zum Sport und werde danach noch das ein oder andere Stündchen in der Waagerechten verbringen. Danach will ich mich aber um einen Beitrag bemühen, jetzt da Carls Würfe da sind. :)
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Alfred Nobel

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« Antwort #356 am: 14.01.2014, 13:49:14 »
Ich vermisse Euch. :-/

Ich dich auch! :'(

<3

Diese Frage finde ich bei Alfred Nobel besonders spannend. Auch wenn sein Dokumentarwerk es nicht wirklich oder wenig hergibt, ist es dennoch interessant, warum ausgerechnet Alfred Nobel den Friedenspreis (neben den anderen freilich) stiftet. Es werden ja immer zwei Dinge angeführt, nämlich 1. die Todesanzeige acht Jahre vor seinem Tod, als sein Bruder Ludvig starb und man ihn für Alfred Nobel hielt. Die berühmte Le marchand de la mort est mort-Anzeige, welche Alfred zu der Frage gebracht haben könnte, wie die Welt ihn wahrnehme. Und dann 2. ist es wohl kein Zufall, dass Bertha von Suttner einen Nobelpreis für Frieden bekam, nicht nur wegen der Friedensgesellschaft, sondern eben auch aufgrund ihrer besonderen Beziehung zu Alfred Nobel, immerhin war sie kurzzeitig seine Sekretärin und danach eine gerühmte Pazifistin. Diese Beziehung wird eine Art von Spur hinterlassen haben. Ich habe mir die Briefwechsel noch nie ausreichend angeschaut, vielleicht sollte ich es dahingehend nochmal nachholen.

Gleichzeitig bleibt aber auch die Frage offen, wie Alfred es auch im Rahmen seiner Sozialisierung gesehen hat oder wie er ungesehen geprägt wurde. Da unterscheidet er sich sicherlich deutlich von beispielsweise einem Albert Einstein, schließlich ist Alfred in eine Rüstungsfamilie reingeboren wurden. Dass er immer auch wirtschaftlich geprägt war und gedacht hat, lässt ja beispielsweise auch seine dauernden Erklärung, er habe Wissenschaft und Erfindungsgeist als Ideale gesehen, zumindest mit einem Stirnrunzeln betrachten.

Und gerade dieses Stirnrunzeln, das man ihm gegenüber entwickelt, macht ihn für mich zu einer spannenden und tragischen Figur. Danke, für Deine Ausführungen. :)

@Sezair: Verfasst Du Deine Arbeit über ein wissenschaftshistorisches Thema?

Hallo List! Nein, ich arbeite weiterhin in der Physik und bin Material- & Prozesswissenschaftler. Für eine wissenschaftshistorische Arbeit fehlt mir die entsprechende Ausbildung, ich habe nie wirklich das Handwerk im Umgang mit historischen Texten oder Überlieferungen gelernt. Es hat sich in den letzten Jahren jedoch zu einem meiner Hobbies entwickelt. :)
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Menthir

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Hôtel de Ville
« Antwort #357 am: 14.01.2014, 19:15:24 »
Zur Nutzung von Szenenaspekten:

Ich gebe nie alle Szenenaspekte an, sondern nur die offensichtlichsten. Wenn ihr anhand meines Geschriebenen glaubt, dass ein Aspekt zu der Szene gehören könnte, steht es euch offen, dies anzuzeigen und diesen Aspekt dann auslösen zu wollen.

Bedenkt auch die Möglichkeit, dass ihr Aspekte in der Situation behaupten könntet, wenn ihr nicht nur einfach zuschlagen wollt.

Ich habe absichtlich die Szenenaspekte im Telegramm wage gelassen, da jeder proaktiv und kreativ genug ist, sich Möglichkeiten auszudenken, wie er diese Aspekte ausnutzen kann. Ihr dürft auch mögliche Nutzungen nachfragen oder untereinander erörtern.

Es empfiehlt sich allgemein, die Regeln für die Aspekte (ab Seite 60) und auch die Manöver im Kampf nochmal zu lesen (ab Seite 106). :)

Ansonsten kann ich nur sagen: Sébastien. Du darfst eröffnen, wenn du magst. :)
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Sébastien Moreau

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« Antwort #358 am: 14.01.2014, 20:44:08 »
Gern, aber ich werde wahrscheinlich erst morgen dazu kommen. :)
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Sébastien Moreau

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« Antwort #359 am: 15.01.2014, 21:55:15 »
So, der Kampf kann beginnen. :wink: Ich bin gespannt, wie sich die Situation entwickelt.
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