Autor Thema: Es gibt noch andere die erste Schritte wagen.  (Gelesen 7604 mal)

Beschreibung: Einführungsthread für Neulinge

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Nacht in der Tiefe

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Es gibt noch andere die erste Schritte wagen.
« am: 21.09.2013, 05:29:44 »
Meleanda

Schon eine ganze Weile wanderte Meleanda nun durch die ihr noch so unbekannte Welt namens Golarion. Auf ihrem Weg nach Osten hatten sie sich einer kleinen Kesselflicker- und Krämerfamilie angeschlossen, um etwas Gesellschaft und Schutz auf ihrer Reise zu erhalten. Die Familie aus Borge, dem Kesselflicker, seiner Frau Treda und ihrer Tochter Milea, der Händlerin, und deren Mann Hamdel, einem Kesselflickerlehrling, führten einen großen Karren mit sich, gezogen von zwei kräftigen Arbeitspferden, die aber schon ihre beste Zeit hinter sich hatten, und beladen mit allerlei Gerätschaften, um nicht zu sagen Gerümpel.
Es war eine langsame und damit beschauliche Reise über die Berge gewesen, die sie jetzt hinabstiegen. Vorbei an kleinen Bergbausiedlungen und Bauerndörfer, die sich nur Dank ihrer Unauffälligkeit vor den Horden aus den Mindspinbergen verschont wurden.
Auch an diesem Abend erreichte der kleine Trupp einen weiteren Ort.
Milea, die meist das Wort für ihre Familie führte, hatte Meleanda schon etwas über ihre weiteren Pläne mitgeteilt, sobald das Dorf in Sicht kam.
"Wir werden erst mal den Händler des Dorfes aufsuchen, um zu schauen, ob er etwas von unserer Ware gebrauchen kann. Danach sehen wir zu, daß wir den Wagen und die Pferde irgendwo abstellen können. Und dann suchen wir uns ein nettes Gasthaus.
Aber du mußt uns nicht begleiten, wenn du nicht möchtest. Der Tag war lang. Vielleicht zieht es dich ja gleich zum Gasthaus?"

Meleanda hatte diese Sätze fast jedes Mal gehört, wenn sie sich einer Ortschaft näherten, in der die Familie Rast zu machen gedachte. Fast konnte sie sie schon selbst auswendig sagen.
Und hatte sie ein paar Mal dabei zugesehen, wie Milea verhandelte, so war es im Grunde meist langweilig.
Sie betraten das kleine Dorf. Und während die Familie sogleich auf einen vermeintlichen Krämerladen zusteuerte, schienen sie Meleanda fast vergessen zu haben.
Wie jedes Mal wenn sie sich um ihr Geschäft kümmerten.

                                                                                                                                                                                                                       

Byakko

Byakko hatte eine beschwerliche Reise hinter sich gebracht. Über die Krone der Welt und Länder voller monströser Wesen, wie ihm von anderen Reisenden versichert wurde, bis er hier in einem Land namens Varisia gelandet war. Ihm war bisher wenig passiert, hatte er es doch gerade in eben jenen gefährlichen Regionen vorgezogen, sich Begleitung zu suchen.
Bisher hatte er wenig Erfolg bei seiner Aufgabe gehabt. Nur hier und dort ein paar Gerüchte oder Geschichten. Wie viel davon wahr und wie viel davon dem Geld, das er bezahlte, geschuldet war, konnte er manches Mal nicht genau sagen. Aber es hatte ihn weiter geführt.
Bis hier zu diesem kleinen Ort irgendwo in den Vorbergen eines großen Bergmassivs. Zwar wußte er, daß die Berge Mindspinberge genannt wurden, aber warum erschloß sich ihm nicht. Er war einige Tage unterwegs gewesen, hatte hier und da mit Leuten geredet und war sogar an einer gar bemerkenswerten Handelsstation von Zwergen vorbeigekommen. Das letzte Bett, daß er gesehen und genutzt hatte, war in einer der Tavernen dort gewesen.
Leider waren seine, wie er fand witzigen, Ideen dort nicht so gut angekommen, so daß er sich entschlossen hatte, weiter nach Westen zu wandern. Immer der Straße nach. Hatte nicht einer der Leute, mit denen er gesprochen hatte, etwas über das gesagt, was er suchte?
Byakko konnte sich nicht genau erinnern, entweder wegen Müdigkeit oder weil er doch ein Bier zu viel hatte. Aber egal! Irgendwann würde er erfolgreich sein, da war er sich sicher.
Er konzentrierte sich wieder auf den kleinen Ort vor ihm.
Da es Abend wurde, wäre hier wohl eine gute Möglichkeit sich auszuruhen, dachte er so bei sich.
Und siehe da, in dem Ort, der von einigen Bauernhöfen in der Entfernung umgeben war, gab es tatsächlich ein Gasthaus.
Das Schild über der Tür zeigte ein Bild, daß ihm irgendwie gefiel. Ein aufrecht gehendes Schaf in edler Kleidung mit einer kleinen Krone auf dem Kopf. Die Buchstaben darunter verrieten, daß es sich wohl um den "Hammelbaron" handelte.
"Wenn sie hier Hammel zu Baronen machen, scheinen es keine schlechten Leute zu sein!", dachte er bei sich.
Kurz überlegte er, ob er gleich eintreten oder sich noch etwas umschauen sollte.

Meleanda

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« Antwort #1 am: 21.09.2013, 08:29:28 »
Meleanda atmete tief durch und sah sich die Ortschaft genau an, versuchte Bedrohungen einzuschätzen und dergleichen. Nicht, dass sie ernsthaft damit rechnete, dass es in dem verschlafenen Örtchen irgendetwas gefährliches gab, doch schließlich wollte sie als Kriegerin in der kleinen Gruppe zu irgendetwas nütze sein.

So hatte sie sich ihre abenteuerliche Reise nicht vorgestellt. Sie hatte den Eindruck, das die Familie durchaus froh war, einen Krieger bei sich zu haben. Schwierigkeiten hatte es allerdings noch keine gegeben. Milea hatte sie abends mit dem einen oder anderen Zauberkünststück beeindrucken können - die Händler waren abgebrüht, doch echte Zauberei sahen auch sie nicht alle Tage. Meleanda sehnte sich, so wie alle Tänzerinnen es vermutlich taten, nach Musik. Und sie sehnte sich nach einer Herausforderung um ihre Fertigkeiten zu auf die Probe zu stellen. Aber selbst wenn sie eine Geschichte von einem Orküberfall gehört hatte war das oft schon Monate her, und die meisten Monster machten sich nicht die Mühe Jungfrauen zu entführen, sondern waren im Allgemeinen sehr schnell fertig mit ihnen.  Und selbst wenn sie von einem Lager böser Wesen in der Nähe gehört hatte konnte sie allein da nichts ausrichten.

'In der nächsten großen Stadt werden meine Dienste bestimmt benötigt und vielleicht treffe ich da ja auch auf ein paar Halb-Elfen.' Sie schmunzelte bei dem Gedanken. In ihrer gegenwärtigen Stimmung würde ihr ein netter, unkomplizierter Halb-Elf völlig reichen.

Meleanda schnappte sich den Rucksack mit ihrer Ausrüstung vom Wagen. Nicht zum ersten mal wünschte sie sich, sie würde den Zauber, mit dem man ein Reittier beschwor, besser beherrschen. "Viel Glück bei euren Geschäften, Milea. Ich höre mich im Gasthaus nach Gelegenheiten für meine um." Sie war so in Gedanken gewesen, dass sie beinahe elfisch gesprochen hätte.

Wie zumeist kramte sie aus dem Rucksack ihren kleinen Spiegel hervor, wischte sich den Staub von der Reise aus dem Gesicht und ordnete ihre Haare. Schließlich zupfte sie sich ihre Ausrüstung zurecht - man konnte wenigstens bei den Dorfbewohnern einen guten ersten Eindruck machen. Dann steuerte sie auf das Gasthaus zu; vielleicht würde es hier etwas interessantes für sie geben.
« Letzte Änderung: 21.09.2013, 08:34:50 von Meleanda »
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Byakko Kasai

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« Antwort #2 am: 21.09.2013, 19:26:49 »
So verlockend die Aussicht auf ein richtiges Bett, sowie eine warme Mahlzeit in Byakkos Augen auch waren, konnte er es sich doch nicht verkneifen erst einen Blick in das Innere des Gasthauses zu werfen.

Auf seiner Reise hatte Byakko immer wieder erlebt welche finanziellen Vorteile sich einem offenbarten, wenn man nur die richtigen "Argumente" vorzuweisen hatte.
Der letzte Händler mit welchem er reiste war nur allzusehr bereit gewesen einer vermeindlich verlorenen, aber bildhübschen Ausländerin Zuflucht in den Reihen seiner Reisegemeinschaft zu gewähren. Für den bescheidenen Preis eines gelegentlichen schüchternen Lächelns oder eines exotischen Tanzes bekam Byakko eine sichere Reise, Speiß und Trank sowie ein Heiratsangebot... alles in allem eine erheiternde Reise.
Bloß die Ereignisse der letzten Tage trübten seine Stimmung.
Wenn ihn seine Mutter jetzt sehen würde... zu Fuß und bepackt mit schwerer Last alleine auf Reisen, übermüdet und immernoch stark in Mitleidenschaft gezogen von diesem wiederlichen Gebräu das sie Bier nannten... entwürdigend für jemanden der bis vor wenigen monaten noch verehrt worden war.

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf, schlenderte Byakko in Richtung Gasthaus und betrachtete die Umgebung, suchte nach eventuellen Beobachtern die seinem Vorhaben hinderlich wären und spähte dann durch ein Fenster in das Innere des Schankraums.
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Nacht in der Tiefe

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« Antwort #3 am: 23.09.2013, 15:30:00 »
Meleanda und Byakko

Eine Herberge zu finden, war nicht schwer.
Ein Schild über dem Eingang zeigte ein aufrecht gehendes Schaf in adliger Kleidung und einer kleinen Krone auf dem Kopf. Der Schriftzug darunter verriet, daß es sich um den "Hammelbaron" handelte.
Nach einem letzten Blick in den Spiegel, öffnete Meleanda die Tür und wurde vom üblichen Geruch eines Schankraums begrüßt. Wobei es allerdings für das Gasthaus sprach, daß unangenehme Geürche fehlten.
Ein erster Blick zeigte, daß sich hauptsächlich einfache Leute aus der Umgebung hier aufhielten. Zwei Tische waren mit Leuten besetzt, bei denen es sich um Bauern zu handeln schien.
An einem Tisch neben der Bar, von dem aus man einen guten Blick über den ganzen Schankraum werfen konnte, saß ein sehr alter Mann. Vor ihm waren einige Teller mit Essen und so manch ein leerer Krug zu sehen. Er selbst kaute gerade genüßlich auf etwas herum, während er mit zusammengekniffenen Augen die Umgebung betrachtete.
An einem weiterem Tisch saß eine junge Dame, die sich mit einem ebenfalls recht jungen Mann unterhielt, der sich auf die Tischkante gesetzt hatte.
Hinter der Theke selbst stand ein junger Mann, der dem bei der Dame so ähnlich sah, daß die beiden wohl Zwillinge sein mußten.
Als sie eintrat, wand sich der Bursche hinter dem Tresen in ihre Richtung.
"Guten Tag und willkommen im Hammelbaron. Kommt herein und sagt mir wie wir euch behilflich sein können."

Byakko ging auf das ganz aus Holz gezimmerte Gasthaus zu.
Ein schneller Blick über die Umgebung zeigte ihm, daß sich im Moment wenig Leute auf den Straßen aufhielten. Keiner von ihnen schenkte ihm mehr Aufmerksamkeit als einen flüchtigen Blick.
Grad noch sah er die Tür der Taverne zugehen, als er sich an eines der Fenster begab.
Er sah die gleiche Szene wie Meleanda, bloß aus einem anderen Blickwinkel und mit der eben erst eingetreten Halbelfe an der Tür.
Grad hatte der Mann hinter dem Tresen sein Willkommensgruß ausgesprochen, als der alte Mann am Tisch daneben mit knarrzender Stimme, wie sie nur ältere Leute zu Stande brachten, rief: "Nun sei nicht so faul, du Jungspund! Nimm dem Gast sein Gepäck ab! Als ich noch so jung war, hätten wir uns so ein Verhalten niemals erlaubt!"
Der Blick seiner zusammengekniffenen Augen geht in Meleandas Richtung.

Meleanda

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« Antwort #4 am: 23.09.2013, 20:18:15 »
Meleanda schwang ihren Rucksack vom Rücken und deutete in einer fließenden Bewegung ein kurzes Lächeln und einen Knicks an, während ihre wachsamen Augen zwischen dem Mann hinter dem Tresen und dem älteren Herren hin und her wanderten. Über die Schulter warf sie Byakko einen kurzen Blick und ein nicht ganz so knapp bemessenes Lächeln zu. Was immer das für ein faszinierendes Geschöpf war - sie war sich jetzt auf Anhieb nicht sicher ob Mann oder Frau - es wäre vermutlich interessant mehr darüber zu erfahren. Die Art und Weise wie ihre schimmernden schwarzen Haare dabei über ihre Schulter fielen kam nicht ganz zufällig zustande.

"Meleanda Silberdorn mein Name, Zaubertänzerin. Ein Zimmer hätte für die Nacht hätte ich gern und etwas zu Essen. Ihr könnt Euch darauf einstellen, dass meine Reisebegleiter ein Familie von insgesamt vier Händlern, auch bald hier eintreffen werden.", sagte sie an der auf sie zukam gewandt ihm ihren Rucksack. Bei dem Wort 'Zaubertänzerin' hatte sie schon die Hand gehoben und die Gesten für einen 'Lichtblitz' ausgeführt, ohne den Spruch aber tatsächlich zu wirken. Wenn sie ein 'Licht' vorbereitet hätte, hätte sie das wohl getan, aber ein 'Lichtblitz' wäre wohl zu viel des Guten.

An den älteren Herren gewandt: "Sagt wisst ihr von jemandem der in diesem Orte vielleicht die Hilfe von jemandem der mit Spruch und Schwert vertraut ist gebrauchen könntet. Ich will Euch nicht unterbrechen würde aber gerne mehr von diesem Ort erfahren."[1] Ältere Menschenmänner sprachen immer noch auf schlichten Charm an und nahmen ihr eine gelegentliche Unsicherheit nicht übel. Gegen ihre Blicke hatte sie nichts, ganz im Gegenteil, und darüber hinaus waren sie zumeist zurückhaltend. Außerdem schätzte sie, als Frau die unter Elfen aufgewachsen war, die Weisheit des Alters.

Sie trat mit ihrer unbewussten, fließenden Eleganz näher an seinen Tisch heran. "Vielleicht könnt ihr mir etwas mehr über diesen Ort erzählen? Und über Euch?" Mit dem letzten Satz schloss sie eindeutig auch Byakko ein.

Ihre Vorstellung empfand sie immer als den peinlichsten Teil des Auftretens in einem neuen Ort. Sie hoffte bloß, dass die junge Frau sie nicht als Konkurrentin wahrnehmen würde - Menschen konnten da kompliziert sein. Den jungen Mann bei ihr hatte sie vorsichtshalber gar nicht erst angesehen. Und sie hoffte, dass sie das Reden erst einmal anderen überlassen konnte.
 1. Diplomatie: 1d201d20 + 1 = (8) +1 Gesamt: 9
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Byakko Kasai

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« Antwort #5 am: 27.09.2013, 17:13:45 »
Vom Fenster aus beobachtete Byakko den imposanten Beginn von Meleandas Vorstellung, musste dann jedoch feststellen dass sie ihr eigentliches Vorhaben auf halber Strecke sein lies. Leider war er nicht in der Lage gewesen den Gesten ihrer Hand einen Sinn abzuringen[1].
Es kribbelte ihn dennoch in den Fingern ihren Auftritt in das passende Licht zu rücken.

Während Meleanda von Essen, Zimmern und Reisegefährten sprach, ließ Byakko für jeden ihrer erwähnten Gefährten eine kleine blass schimmernde Lichtkugel, Irrlichtern gleich, hinter ihrem Rücken gestalt annehmen. Fröhlich hüpfend und wie an einer Schnur gezogen, schwebten sie von der Tür aus Meleanda hinterher.

Schmunzelnd und mit sich selbst zufrieden beschloß Byakko, das es diesmal wohl am interessantesten währe, wenn er als Mann diesen Menschen begegnete[2].
Und so betrat er das Gasthaus und hörte gerade noch wie Meleanda ihren letzten Satz sprach. Byakko war ein klein wenig überrascht das diese Frau ihn während ihrer Unterhaltung mit den Anwesenden am Fenster bemerkt hatte. Erst als sie sich zu ihm umdrehte da sie ihn in ihre Worte eingeschlossen hatte, dämmerte ihm das es sich bei dieser Frau ebenfalls nicht um einen Menschen handelte.

Mit einem entzückten Lächeln setzte Byakko seinen Rucksack auf einen Tisch ab, legte die Handflächen beider Hände vor seiner Brust zusammen und verbeugte sich.
Ich wünsche einen angenehmen Abend, die Herrschaften. Ich bin weit gereist und erbitte um Unterkunft und Verköstigung. Leider bin ich mit den hiesigen Gepflogenheiten nocht nicht sonderlich vertraut, weswegen ich um Nachsicht bitte, solten meine Handlungen Verwirrung hervorrufen.
Nachem Byakko seine Verbeugung beendet hat, streicht er sich elegant ein Strähne seines weißen Haares aus dem Gesicht, wobei er den anwesenden Damen ein bezauberndes Lächeln schenkt.
 1. Spellcraft: 1d20 (5)+6 Gesamt: 11
 2. Disguise: 1d20 = (16) +14  Gesamt: 30
« Letzte Änderung: 27.09.2013, 17:58:05 von Byakko Kasai »
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Nacht in der Tiefe

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« Antwort #6 am: 08.10.2013, 06:06:06 »
Der junge Mann kam hinter dem Tresen hervor und stellte sich Meleanda mit einer leichten Verbeugung vor.
"Mein Name ist Barthelew. Natürlich kümmere ich mich um euer Gepäck wenn ihr es wünscht." Den letzten Satz sagte er lauter und schaute sie dabei fragend an.
Als dann aber die Lichter hinter Meleanda auftauchen, trat er einige Schritte zurück. Sein Blick glitt zu der Frau, die mit seinem Bruder redete
"Jelenneth , laß doch die Scherze. Ich nehme an, die Dame Silberdorn ist von der Reise erschöpft."
Diese schaute nur verwundert auf.
"Das war ich nicht!", ist alles, was sie sagen konnte, bevor auch schon Byakko den Raum betrat und sich vorstellte.
Anscheinend hatte der alte Mann dies aber nicht bemerkt, wendete er sich doch allein Meleanda zu.
Wieder erklang seine knarzige, alte Stimme, während er sie weiterhin mit zusammengekniffenen Augen betrachtete. Um sein Augenlicht war es wohl nicht allzu gut bestellt.
"Du mußt lauter sprechen, Kind! Wenn man so alt ist wie ich, dann läßt das Gehör ein wenig nach." Danach schob er sich einen großen Löffel voll Eintopf in den Mund.
Während dessen hieß Barthelew auch den anderen Neuankömmling willkommen und stellte sich vor. Außerdem rief er seinen Bruder, Andren, herbei, der ihm mit den Gästen und ihrem Gepäck helfen sollte.
Dieser wiederrum machte ein leicht verdrießliches Gesicht als er die Dame, die mit Jelenneth angesprochen worden war, allein am Tisch zurückließ.
« Letzte Änderung: 08.10.2013, 06:07:04 von Nacht in der Tiefe »

Meleanda

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« Antwort #7 am: 08.10.2013, 08:57:02 »
Verwundert blickte sich Meleanda um und betrachtete die Lichter. "Vielen Dank Berthelew.Es ist nicht eilig, erst einmal möchte ich etwas essen. Ich lasse mir mein Zimmer gern später von Euch zeigen, lasst ihn einfach irgendwo stehen." Sie lächelte freundlich - was ihr nicht schwer viel, da ihr der Mann durchaus gefiel - und reichte ihm ihren Rucksack. Allmählich  reizte die sie die ruppige Art des älteren Herren etwas und sie würde den Teufel tun und lauter sprechen. Ganz im Gegenteil sie senkte ihre Stimme etwas. Und eigentlich würde sie sich in erster Linie gerne nur irgendwo setzen.

"Ich war das auch nicht, doch sie sind wunderschön..." vorsichtig formte sie mit den Händen eine Schale, die sie unter eines der Lichter zu legen versuchte, wohl wissend, dass sie nicht körperlich waren.

Sie blickte die junge Frau fasziniert an und ließ die Lichter für den Moment Lichter sein. "Ihr seid Zauberin? Würde es Euch etwas ausmachen wenn ich mich zu Euch geselle?" Vielleicht war sie ein wenig zu vorsichtig in Bezug auf sie gewesen; Jelenneth schien zwar verliebt und würde niemand anderen an ihrem Tisch wollen wenn Andren zurückkehrte, aber vielleicht war sie ja selbst etwas neugierig. Etwas verwundert dachte sie darüber nach, dass sie niemanden die Formel für tanzende Lichter hatte sprechen hören. Irgendetwas merkwürdiges ging hier vor. Sie warf Byakko einen neugierigen, fragenden Blick zu. War er das etwa gewesen?
« Letzte Änderung: 08.10.2013, 09:03:07 von Meleanda »
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Byakko Kasai

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« Antwort #8 am: 08.10.2013, 13:05:48 »
Byakko gefielen die Leute in diesem Gasthaus auf Anhieb besser als die letzte Gesellschaft in der er sich befunden hatte. Zwar hatte er sich eine andere Reaktion auf seine kleinen Lichter erhofft, doch war eine solche Selbstverständlichkeit eine überraschende und wohltuhende Neuheit für ihn.
Wie erwartet schien die Frau welche sich als Meleanda vorgestellt hatte einen persönlichen Bezug zur Magie, so wie er zu haben. Doch Byakko hatte unerwarteterweise noch wesentlich mehr in Erfahrung bringen können... offensichtlich war die Menschenfrau mit Namen Jelenneth ebenfalls magiebegabt.
Als Meleandas Hände das Licht berührten, lies Byakko es verpuffen, ganz so wie eine Seifenblase bei einer Berührung zerplatzen würde. Die drei übrigen Lichter tanzen weiterhin um Meleanda herum... Byakko konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen.

Egal was der ohnehin schon viel zu lange Tag noch bringen mag, er versprach interessant zu werden.

"Werter Herr Berthelew... wäret ihr so gütig und würdet mir einen Tee zubereiten? Bei so interessanter Gesellschaft verspricht der Abend angenehme Kurzweil zu bieten." Mit diesen Worten setzt sich Byakko an den Tisch auf welchem er sein Gepäck deponiert hatte.
« Letzte Änderung: 08.10.2013, 13:06:37 von Byakko Kasai »
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Meleanda

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« Antwort #9 am: 08.10.2013, 18:29:52 »
Nachdem das Lich plötzlich verlischt schaut sich Meleanda noch einmal um. Wenn es nicht Jelenneths Werk war... die Bauern waren es bestimmt nicht und die Zwillinge und und den alten Mann hatte sie die ganze Zeit im Blickfeld gehabt. Sie betrachtete Byakko noch einmal eindringlich, aber nicht unfreundlich.[1]

 1. Sense Motive: 1d20 + 0 = 11, siehe Wüfelthread (link)
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Nacht in der Tiefe

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« Antwort #10 am: 09.10.2013, 18:06:26 »
"Einen Früchtetee, der Herr? Mein Bruder Arden wird sofort einen holen.", wand sich der eine Zwilling an Byakko und winkte seinem Bruder, der durch einen Durchgang hinter dem Tresen verschwand.
Das Gepäck von Meleanda stellte Bethelew erst mal zur Seite und begab sich ebenfalls in die Küche, die im hinter Teil des Hauses lag.
Als Meleanda sich von dem Atlen abwendete, schnaufte dieser kurz auf und murmelte etwas vor sich hin[1].
Die angesprochene Dame, Jelenneth, dagegen antwortete freundlich und machte eine einladende Geste.
"Nein, das macht mir gar nichts aus. Setzt euch ruhig.
Ich bin noch in der Ausbildung, habe wohl kaum die Erfahrung wie ihr, die bestimmt schon weit gereist ist und viel gesehen hat."

 1. "Hmpf, diese Jugend. Kein Benimm oder Ehrfurch vor dem Alter!"

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« Antwort #11 am: 09.10.2013, 20:06:25 »
"Himmel, ist die Kleine süß!" schoss es Meleanda durch den Kopf. Wenn sie es tatsächlich schaffte Berthelew zu vernaschen und sich gleichzeitig mit ihr zu verschwestern... sie schob den Gedanken an einen netten Abend zu viert erst einmal wieder beiseite und setzt sich kurzerhand neben Jelenneth an den Tisch.

"Na, so wahnsinnig viel Erfahrung wie ich das gerne hätte habe ich auch nicht. Ich habe schon gegen Orks gekämpft, die den Fehler gemacht hatten sich nach Kyonin zu verirren. Aber seitdem ich von da weg bin... Jedenfalls bin ich keine reine Zauberin - besser zaubern als Ihr kann ich vermutlich auch nicht; es geht mir darum den Schwertkampf und die Zauberei zu einer einzigen, tänzerischen Kunst zu verbinden und diese Kunst zu leben. Im Moment habe ich nur ein paar ziemlich geradlinige Zauber vorbereitet, die mir im Kampf helfen sollten, falls die Händler mit denen ich reise überfallen werden. 'Schild' und 'Magische Waffe'. Und ein paar kleinere Tricks. Auch wenn ich rückwirkend betrachtet vielleicht etwas ..." sprudelte es nur so aus Meleanda heraus während sie Jelenneth anstrahlte. Es fiel ihr gar nicht leicht sich zu bremsen. Es war schon lange her, dass sie jemanden getroffen hatte, mit dem sie sich auch nur im Ansatz verbunden fühlen konnte.

"Äh, aber was ist mir Euch? Ihr lernt von einem Zauberer, hier im Ort?" fragte sie ein wenig verlegen. Sie erwog, den alten Mann darauf hinzuweisen, dass er nach elfischen Maßstäben selbst höchstens ein Jüngling war und, dass Elfen spitze Ohren hatten, ließ es aber bleiben. Nur weil er unhöflich war musste sie das ja nicht auch sein.
« Letzte Änderung: 10.10.2013, 08:28:11 von Meleanda »
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Nacht in der Tiefe

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« Antwort #12 am: 11.10.2013, 05:25:35 »
Interessiert sah Jelenneth Meleanda mit ihren grünen Augen an, während sie ihr lächelnd zuhörte.
Als dann Meleandas Frage kam, strich sie sich kurz eine Strähne ihrer langen, schwarzen Haare hinters Ohr.
"Das klingt alles so interessant. Darüber müßt ihr mir unbedingt mehr erzählen.
Ich mußte mich richtig anstrengen, um von meinem Meister als Lehrling angenommen zu werden.
Meister Tauster lebt aber nicht hier sondern in Thurmaster, ein Stück flußaufwärts.
Ich habe grad ein paar Wochen Pause von den Übungen."

Inzwischen waren auch die beiden Brüder, einfache aber  gutaussehende Landmänner, wieder zurück.
Als sie sahen, daß sich Meleanda zu Jelenneth gesetzt hatte, tauschten sie kurz ihre Tabletts. Und so brachte Arden der Halbelfe eine große Schüssel dampfenden Eintopfs mit einem Teller voll Brötchen, während Berthelew Byakko einen großen Becher heißen Früchtetees brachte.
"Etwas zu Essen dazu, werter Herr?"
Arden zog sich hinter die Theke zurück und betrachtete die beiden Frauen aus der Entfernung.

Meleanda

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« Antwort #13 am: 11.10.2013, 19:11:23 »
"Dankeschön!" sagte Meleanda als sie ihre Suppe bekam, tunkte ein Brötchen hinein und bis herzhaft hinein während sie Jelenneth lauschte. Sie musste ganz schön schlucken um alles hinunter zu bekommen als Jelenneth nach einer Antwort verlangte.

"Naja... alles würde ein wenig zu weit führen. Ich wollte schon immer so elfisch sein, wie man nur sein kann. Und habe mich von Klein an ganz auf die Künste konzentriert, mit denen ich das am besten verkörpern konnte. Dieses Gefühl von Freiheit, selbst im Angesichte von Feinden, wenn ich mit dem Schwert zwischen meinen Gegnern tanze und sie mich Dank meiner Zauber nie zu fassen bekommen... ist einfach unbeschreiblich. Als ich noch ganz klein war habe ich einmal einen Zaubertänzer in einem Schaukampf gesehen. Diese Ausdruckskraft, diese Gewalt gepaart mit vollendeter Eleganz. Ich hätte nie gedacht das so etwas schönes und tödliches ein und dasselbe sein könnten. Danach wollte ich nie mehr etwas anderes...

In letzter Zeit streune ich nur so herum auf der Suche nach Abenteuern und nehme was ich kriegen kann... ich will nicht mein Leben als Schülerin fristen so sehr es mich auch bestrebt meine Kunst zu vervollkommnen.  Aber so weit, mich einem Kreuzzug anschließen zu wollen, bin ich auch noch nicht.

Ich musste mich nie um irgendeine Aufnahme bewerben, ich habe es von Klein auf, Schritt für Schritt gelernt. Und zwar deutlich schneller als die meisten Elfen; auch wenn die gerne darüber mosern, dass mir das Feingefühl fehlt. Dafür habe ich menschliche Leidenschaft, das können sie mir ja mal versuchen nachzumachen - da hilft alle Kunstfertigkeit nicht, manchmal kommt wahre Eleganz eben nicht immer aus aus dem Verstand."


Also wenn sie jetzt so weiter redete würde ihre Suppe kalt werden. Außerdem waren ihr derartig lange Monologe eher unangenehm, sie warf den Blick noch einmal durch den Raum... dar wieder dieser seltsame Fremde. Neugierig war sie schon. Vielleicht würde er sich ja noch zu ihnen gesellen... Sie erwiderte die Geste, die Jelenneth mit ihren ebenfalls schwarzen Haaren gemacht hatte indem sie ihre eigenen, langen Haare mit einem Schwung über die Schulter warf.

"Aber was meintest du..." sie formulierte das "du" in einem fragenden Ton, um zu sehen, ob es Jelenneth recht war, "damit, dich sehr angestrengt haben zu müssen? Hat der viele Schüler? Oder musstest du irgendeinen dummen Trick lernen damit du dich als würdig erweist? Das hört sich fast mehr nach... Fleißarbeit an als nach Kunst. Hast du irgendeinen Lieblingszauber?"

Sie löffelte in ihrer Suppe und lauschte. Wenn Jelenneth ein Zauberlehrling war, wusste sie womöglich sogar von einer Gelegenheit für Meleanda. Sie hätte nichts dagegen, die menschliche Seite der Zauberei mal etwas näher zu erkunden.
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Byakko Kasai

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« Antwort #14 am: 12.10.2013, 05:37:25 »
Mit einer leichten Verbeugung nimmt Byakko den Tee mit beiden Händen entgegen, wendet sich in Richtung der anderen Gäste hebt den Becher leicht an und verbeugt sich auch in deren Richtung kurz, so als wolle er den Tee anbieten, dann dreht er den Becher zweimal und trinkt.
"Hach... es gibt nichts wohltuehenderes wie einen guten Tee."

Mittlerweile waren Byakkos hübsche Lichtkugeln verschwunden und das einzige was sein Interesse auf sich ziehen konnte, war das Gespräch der beiden Damen. "Eine Halb-Elfe also... und auf der Suche nach Abenteuern" Sie würde ihm also keine Informationen geben können, aber womöglich könnte er ihr Interesse wecken, wenn er seine Angelegenheit hier öffentlich kund tat.

"Sagt gute Leute, es machen nicht zufällig Gerüchte die Runde, die von einer "weißen Frau" sprechen? Oder hat womöglich jemand in dieser Region eine solche Frau gesehen? Sie stammt aus meiner Heimat und sofern sich daran nichts geändert hat, sollte sie wie ich gekleidet sein."
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