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Autor Thema: Prolog: Zu den Sternen  (Gelesen 20284 mal)

Beschreibung: Jede Geschichte beginnt mit einem Anfang...

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Luther Engelsnot

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Prolog: Zu den Sternen
« am: 04.10.2013, 22:53:40 »
Die Amaranthine Valour schwebt hoch im Orbit von Scintilla und wartet unter hunderten anderer Schiffe auf die Rückkehr ihres Kapitäns, ihres Kapitäns aus der berühmten Freihändlerfamilie der Holts. Das Schiff wurde eiligst zurückgerufen aus der Koronus-Weite, denn das Oberhaupt der Familie, Armin Holt, hat seine Kinder zurückgerufen für eine wichtige Aufgabe. Eine Aufgabe die weit wichtiger ist, als alles andere.
Bereits im frühen Morgengrauen hat die Schwebelimousine die beiden Holt Geschwister, sowie ihre engsten Berater und Begleiter durch die Türme der Makropole Sibellus kutschiert. Hinter den verspiegelten Fenster rauschen diese in einer irren Geschwindigkeit vorbei und lassen die Insassen den seltenen Anblick des Tageslichtes genießen, während unter ihnen Millionen in Dunkelheit und Schmutz schuften. Doch hier in den Höhen des Adel ist nichts davon zu sehen. Die Turmspitzen sind mit goldenen Fresken, Statuen und Bildern geschmückt. Überall ist die Oberfläche blank poliert und aufwendige Balkons ermöglichen dem dekadenten Adel die Welt und den Himmel in all seiner Pracht zu erblicken. Das Fahrzeug hält jedoch auf einen der abgelegeneren Türme am Rand zu, der leicht heruntergekommen wirkt. Fresken wurden von sauren Regen zerstört und überall blättert die Goldfarbe ab. Der Turm der Familie Holt erinnert alle Insassen daran, dass der Ruhm ihres Hauses längst vergangen ist. Zu viele Feinde nagen immer noch an ihren Knochen, aber vielleicht würde sich dies bald ändern.
Ohne eine Erschütterung oder die Insassen des Fahrzeuges zu stören, landet es auf einem der äußeren Balkons. Dort erwartet sie bereits Armin Holt mit seiner Leibgarde aus sechs schwer gerüsteten Haussoldaten. Ein ergrauter alter Mann, dessen wahres Alter dank moderner Medizin und Verjüngungskuren Niemand kennt. Seine Hände sind jedoch ebenso wie sein Gesicht gezeichnet von Furchen des Alters. Seine grauen, runzeligen Augen wirken dennoch wach und aufmerksam. Seine grauen Haare sind zu einem Zopf gebunden und der ebenso graue Vollbart fein gestutzt. Er trägt einen blauen Seidenanzug mit Goldknöpfen und Manschetten und stützt sich auf einen feinen Ebenholzstab. Als die Insassen aussteigen lächelt Armin und streckt die Arme in einer Willkommensgeste aus, um Lucretia und Inesa zu umarmen und Delarian  und Katarina die Hand zu schütteln. Für Tchaika hingegen hat er nur ein aufmunterndes, aber anerkennendes Nicken übrig.
„Schön, dass ihr so schnell kommen konntet. Bei Gott-Imperator es gibt endlich gute Nachricht. Aber was rede ich, kommt rein, kommt rein.“
Ist Armin wie immer gut gelaunt, trotz der Umstände und öffnet die Doppelflügeltür hinter sich, um den Blick auf die umfassende Bibliothek des Hauses freizugeben. Auf einem antiken Holztisch in der Mitte stapeln sich unzählige Dokumente und Bücher, während Servitoren leise summende weiter herantragen und die Luft nach altem Papier riecht. Unzählige Wälzer sind über zwei Etagen verteilt und Armin führt die Gruppe zum Tisch.
„Kann ich euch etwas gutes anbieten? Amasec? Recaf? Einen guten Wein von Hesiods Wirbel? Ein ausgezeichneter Jahrgang. War ein schlechtes, omenbehaftest Jahr für die Welt sagt man, aber der Wein dieses Jahrgangs ist ausgezeichnet.“
Armin ruft einen Butler in einer schlichten, blauen Uniform und ordentlich gekämmten Haaren herbei, um die Wünsche entgegen zu nehmen.
„Aber nun das wichtige. Eine Chance für das Haus. Vor über dreißig Jahren hat das Haus ein Sternensystem reich an Planeten entdeckt und es das Janus Sternensystem getauft. Irgendwo muss ich das Dokument haben. Ah ja hier.“
Armin kramt in dem Stapel Dokumente und reicht seinen Gästen einen altes Dokument.
„Dort wurde eine Forschungskolonie gegründet, in unserem Namen. Auf dem Planeten Holts Haven. Sie hat den Namen Kappa Xin 37 erhalten. Leider ging diese Kolonie vor 23 Jahren verloren. Abgeschnitten durch einen Warpsturm. Sagt man. Jedenfalls gab es keine Kommunikation mehr und kein Schiff kam dorthin. Vielleicht gingen auch nur die Koordinaten verloren. Aber nun hat das imperiale Tarot offenbart, dass dieser Warpsturm in kürze abebben wird oder um es unheilschwangere zu sagen. Die Finsternis und der Sturm werden sich kurz legen, um das wahre Gesicht des Janus zu offenbaren, ehe der Narr und der Zwilling die Welt erreichen und in Feuer taufen werden. Erstehen aus der Asche wird der Phönix und das Licht bringen. Zum Glück haben einige fleißige Mitarbeiter nach dieser Offenbarung auch die alten Koordinaten in den tiefen unserer Datengrüfte gefunden. War eine Heidenarbeit und hat viel Zeit gekostet. Dort draußen wartet also immer noch eine unserer Kolonie darauf wieder in Besitz genommen zu werden. Unsere Chance auf Reichtum. Irgendwo hier sind die Informationen.“
Er kramt etwas weiter und holt mehr Dokumente hervor.
„Das ist alles was wir haben. Leider wurde die Kolonie nie offiziell anerkannt. Das gibt unseren Gegner leider eine Chance und genau deshalb seid ihr hier. Aber das ist doch die Chance. Ach Kinder ich freue mich so.“
Ist Armin fast schon überschwänglich vor Freude und schaut zu seinen Kindern und Gästen.
« Letzte Änderung: 04.10.2013, 23:37:44 von Luther Engelsnot »
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Tchaika

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Prolog: Zu den Sternen
« Antwort #1 am: 05.10.2013, 14:25:12 »
Selbst zum offiziellen Treffen in den höchten Türmen von Sibellus erscheint die ehemalige Piratin in voller Montur - in der blutverkrusteten Plattenpanzerung über ebenso schmutziger und blutiger Tarnkleidung und um den Hals baumelnder Respiratormaske. Die Limousinenfahrt verbringt sie mit der Sturmschrotflinte auf dem Schoß und einer fast leeren Amasec-Flasche in der Hand; ohne die betäubende Menge Alkohol wäre sie, mit mehreren Menschen auf so engem Raum zusammengepfercht, bereits durchgedreht. Die Aussicht jenseits der Fenster ist Tchaika herzlich egal, und die irre schnell vorbeirauschende Stadt verursacht ihr eher Übelkeit.
Als die Limousine endlich anhält, stolpert die Magistra Militaris als erste aus dem Fahrzeug heraus, leert die angefangene Schnapsflasche in einem Zug und schleudert das Gefäß in hohem Bogen davon, wo es in den Tiefen der Makropole verschwindet. Von Armins Begrüßung und dem Marsch durch das Anwesen bekommt sie wenig mit, während sie mit einem Tunnelblick hinter der Gruppe hertrottet. Im Empfangsraum lässt sich Tchaika geräuschvoll in einen Sessel plumpsen und wird erst hellhörig, als der Gastgeber Getränke anbietet.
"Her mit dem Zeug," meldet sich die einstige Reaverin mit rauer, verrauchter Stimme freiwillig und zeigt sonst kein Interesse an der Besprechung, zumal ihr die euphorische Freude des Hausherrn ziemlich gegen den Strich geht und ihre ohnehin meist miese Laune noch weiter verdüstert.

Katarina Ortellius

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Prolog: Zu den Sternen
« Antwort #2 am: 10.10.2013, 16:35:18 »
Auch Katarina ist der Einladung der Holts gefolgt, auch wenn diese vermutlich in erster Linie den direkten Sprösslingen des Hauses gegolten hat. Als Navgiatorin der Amaranthine Valour im Dienste des Hauses Holt werden ihre Fähigkeiten für die kommende Mission aber natürlich unabdingbar sein und auch wenn sie noch nicht wirklich weiß, was sie erwarten wird als sie Armin von Holt die Hand schüttelt ist sie doch mit Enthusiasmus bei der Sache und lächelt den alternden Mann gewinnbringend an während sie höflich den Kopf vor ihm verneigt. Erfeut nimmt sie zur Kenntnis, dass das Oberhaupt der Holts ihr gegenüber keine Vorbehalte zu haben scheint obwohl ihre tiefschwarzen, pupillenlosen Augen sie unverkennbar als Mutantin brandmarken.
"Es ist mir eine Ehre euch persönlich kennenzulernen, Lord Holt. Die Amaranthine Valour mein Zuhause nennen zu dürfen ist mir bislang immer eine große Freude gewesen."
Und tatsächlich sind Katarinas Worte mehr als nur eine blose Höflichkeitsfloskel. Sie fühlt sich in einer Weise mit dem uralten Schiff verbunden, die normale Menschen vermutlich nur selten wirklich nachvollziehen oder verstehen können und obwohl sie sich über den herzlichen Empfang freut, vermisst sie die Geräusche und Gerüche des alten Kreuzers insgeheim bereits.

Nachdem sie den Empfang erfolgreich hinter sich gebracht hat und die Aufmerksamkeit des alten Mannes für einen Moment ganz bei seinen Kindern zu liegen scheint, setzt sie sich auf eine Couch um Tchaika Gesellschaft zu leisten... genau wissend, dass die ehemalige Piratin vermutlich keinerlei Interesse daran hegt sich auf ein Gespräch mit ihr einzulassen und generell die vorherrschende euphorische Stimmung nicht so ganz zu teilen scheint.

"Du solltest es langsamer angehen.", spricht sie Tchaika an, während sie ihr blutrotes Kopftuch etwas strammer zieht. "Ich meine den Amasec. Du wirst überhaupt nichts schmecken wenn du ihn dir einfach in den Rachen schüttest."

Tchaika

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Prolog: Zu den Sternen
« Antwort #3 am: 11.10.2013, 14:13:28 »
"Was weißt du schon, Bonzenkind," brummt Tchaika unwirsch Katarina entgegen. Sie verachtet die hochgeborene Navigatorin, die nie das durchgestanden hatte, was sie durchstehen musste, genauso wie sie jeden anderen Menschen verachtet; andererseits erinnert die zierliche und fragile Statur der Adligen sie daran, wie schutzlos und zerbrechlich sie selbst einmal war, und der ehemaligen Piratin wird in deren Gegenwart manchmal ganz mulmig - zum Glück ist meist eine hilfreiche Flasche Amasec zur Hand.
Ohne ein weiteres Wort zu Katarina lehnt die Ex-Reaverin den Kopf zurück und starrt die Decke an, während vor ihrem geistigen Auge das Haupt des unbändig fröhlichen Armin Holt wie eine überreife Frucht platzt, immer und immer wieder.

Katarina Ortellius

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Prolog: Zu den Sternen
« Antwort #4 am: 11.10.2013, 21:51:01 »
Mit einem absichtlich nicht unterdrückten Seufzen tut es Katarina Tchaika gleich und lehnt sich auf der Couch zurück. Selbst die Navigatorin, die längst nicht so viel Kontakt zur Schiffsbesatzung hat wie andere Mitglieder der Crew, weiß von der berüchtigten, notorisch miesen Laune der ehemaligen Piratin. Sie selbst hat keine Ahnung warum die Frau immer so aussieht als würde sie einem am Liebsten an die Gurgel springen wollen, aber dem körperlichen Zustand Tchaikas nach zu urteilen hat sie vermutlich eine mehr als bewegte Vergangenheit hinter sich.

"Ich weiß zum Beispiel wie man Amasec trinkt.", antwortet die Navigatorin schließlich und betrachtet die Flasche auf dem Tisch für einen Moment mit Augen so dunkel wie die Leere, bevor sie sich die Flasche schnappt um die schrecklichen Trinkangewohnheiten der Piratin zu kopieren und sich einen tiefen Schluck direkt aus dem Flaschenhals in den Mund zu schütten.

"Grässlich!", schaudert Katarina und stellt die Flasche rasch wieder in die Mitte des Tisches. Sie bricht jedoch nicht in haltloses Husten und Keuchen aus und ist vielleicht doch etwas robuster als ihre körperliche Statur zu suggerieren scheint.

Lucretia Holt

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Prolog: Zu den Sternen
« Antwort #5 am: 12.10.2013, 14:47:31 »
Lucretia war aufgeregt, nicht weil sie ihren Vater nach Jahren wiedersehen würde, sondern weil sie endlich etwas Wichtiges zu tun bekommen würden. Es muss sich um zeitkritisches und geheimes handeln, wenn die geschickte Astropathennachricht nur einen knappen Befehl zur Heimkehr enthielt. Etwas misbilligend blickt die Kommandantin auf die ehemalige Piratin, doch sagte sie nichts zu den ausufernden Trinkgewohnheiten der Frau. Als sie endlich angekommen waren, nahm Lucretia ihren Vater in die Arme, darauf bedacht seinen Anzug nicht allzu stark zu zerknittern.

Als sie von ihrem Vater eine Erfrischung angeboten bekamen, bat Lucretia den Butler nur um eine Tasse Recaf, sich voll auf die bevorstehende Aufgabe konzentrierend. Auf die Erläuterungen ihres Vaters antwortend sagt die Kapitänin: "Wir werden dieses System wieder für unsere Familie beanspruchen und mit der Amaranthine Valour haben wir eines der besten Schiffe der Koronus Weite. Doch wer mag dieser Konkurrent sein, von dem die Prophezeihung spricht?" Ihren Recaf ignorierend, hat sich die Frau bereits über die Dokumente gebeugt um diese sorgfältig zu studieren, besonders interresiert scheint die ehemalige Navy-Offizierin auch an den Einträgen über die Imperiale Navy.
« Letzte Änderung: 12.10.2013, 15:00:41 von Lucretia Holt »

Luther Engelsnot

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Prolog: Zu den Sternen
« Antwort #6 am: 12.10.2013, 16:30:03 »
Der Butler erfüllt alle Wünsche und Armin Holt überlässt ohne größere Gedanken den beiden Gästen den Amasec. Er scheint keinerlei Probleme damit zu haben und schaut zu Lucretia.
„Ja nun das ist noch so ein Problem. Aber sicher nur ein kleines. Ihr wisst ja unser Haus hat nicht gerade eine unbescholtene Vergangenheit und eine farbenfrohe noch dazu. Vielleicht die Inquisition? Vielleicht auch eine der anderen Freihändlerfamilien? Ich bin sicher noch mehr werden die Gelegenheit nutzen wollen. Deshalb seid ja auch ihr hier. Ein schnelleres Schiff wird es wohl kaum geben. Außerdem Prophezeiung sind immer voller Müll. Wer weiß überhaupt wer der Narr und wer der Zwilling ist. Wichtig ist doch nur, dass da draußen eine Kolonie auf ihre rechtmäßigen Besitzer warten oder nicht?“
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Tchaika

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Prolog: Zu den Sternen
« Antwort #7 am: 13.10.2013, 19:22:36 »
Mehr als ein unartikuliertes Brummeln gibt Tchaika auf Katarinas Erwiderung nicht von sich, aber sie schnappt sich sogleich wieder die Flasche, um ihren Alkoholpegel ja nicht absinken zu lassen. Fast hätte die Ex-Piratin beim Kommentar der Navigatorin aufgelacht - für sie ist der Schnaps meist umso besser, je grässlicher er ist - doch außerhalb eines Gemetzels ist ihr fast nie zum Lachen zumute.
Der gesitteteren Unterhaltung der Holts hört die Magistra Militaris kaum zu - Feinde sind sowieso überall und um Details hat sie sich noch nie gekümmert; Prophezeihungen und ähnliches Gefasel jucken sie sowieso nicht, hauptsache die Reaverin kann ein paar Bastarde ins Jenseits pusten. Wenn es nach ihr ginge, könnten sie auch gleich aufbrechen.
Langsam driftet Tchaika ab und fängt an, unregelmäßige Muster in das getrocknete Blut auf dem Metall ihrer Waffe zu kratzen, erst langsam und fast schon konzentriert, dann immer hektischer und ungeduldiger.

Lucretia Holt

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« Antwort #8 am: 14.10.2013, 21:33:32 »
Mit einem kurzen Nicken und einem warmen Lächeln bestätigt Lucretia ihren Vater, bevor sie auf die Dokumente deutet: "Ich nehme an, wir können Kopien dieser Dokumente bekommen? Und vielleicht haben wir in der Navy einen Verbündeten, der ebenso seinen Stützpunkt wiedergewinnen will." Mit einer grazilen Bewegung nimmt die Kapitänin der Valour ihre Tasse Recaf in die Hand und führt diese an ihre schmalen Lippen. Nachdem sie einen Schluck getrunken hat erhebt sie erneut das Wort: "Eine hilfreiche Sache wären auch der Vertrag der mit den Einwohnern von Holts Haven geschlossen wurde. Denn auf dieser Basis würde wohl eine neue Beziehung begründet."

Delarian Marone

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« Antwort #9 am: 14.10.2013, 22:41:43 »
Delarian Marone hatte schweigend in dem Gefährt gesessen, dass sie zu Lord Holt's Turm bringen würde.
Auch er war nicht in Kenntnis darüber gesetzt worden, um was es bei dem Treffen gehen sollte, doch dem Händler musste auch nur gesagt werden, wohin er den Geschwistern folgen solle.
So schwieg er bis zur Ankunft, wo bereits Armin Holt die Gruppe erwartete und er schüttelt Lord Holt die Hand, beugte kurz sein Haupt in Anerkennung seiner Position und begleitete die beiden Zwillinge als erster hinein in die Gebäude.
Aufmerksam hört er dem Familienvorstand zu, als dieser über die verloren gegangene Kolonie sprach und sofort war der Mann begeistert von der Idee, die Familie Holt auf diese Exedition zu begleiten.
Der junge Delarian war sehr gepflegt gekleidet. Ein langer, brauner, aber stilvoll verzierter Mantel umschlossen den schlanken Körper des Mannes. Sein Blick war wach, sein Gesicht von Narben gezeichnet. Die schwarzen Haare hatte Delarian nach hinten gekämmt und zwei seiner Finger waren von edlen Ringen geziert. An der Seite des Mannes hing die Inferno-Pistole, die er immer mit sich führte, nur die wenigsten wussten jedoch von seinen Lieblings-Waffen: Eine Shuriken-Pistole, die er vor langer Zeit einigen Eldar-Piraten abnehmen könnte, sowie eine Peitsche aus filigranem Material, ebenfalls eine Xenos-Waffe, gefürchtet unter denen, die von ihr wussten.

Delarian stand neben den Holt-Geschistern an dem Tisch mit Aufzeichnungen und blickte darüber, versuchte wichtige Dokumente zu entdecken, die darauf hinwiesen, was es in der Weite und auf dem Planeten zu finden gäbe. Auch, wie lange die Reise dauern würde, wäre nicht von Desinteresse.

Luther Engelsnot

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« Antwort #10 am: 15.10.2013, 00:20:23 »
Armin Holt nickt.
„Natürlich. Die Kopien sind bereits in Auftrag gegeben. Die Kopisten sollten in wenigen Stunden fertig sein. Beste Handarbeit und garantiert vollständig. Dafür habe ich gesorgt. Was die imperiale Flotte angeht ist dies wahrscheinlich richtig, allerdings sind ihre Schiffe auch nie zurückkehrt. Über die Aufklärung ihres Verbleibes oder gar die Wiederbeschaffung wären sie sehr dankbar. Allerdings können sie keine Schiffe entbehren. Die Patrouillenfahrten und Bedrohungen der Koronus-Weite nehmen zu viele ihrer Kapazitäten ein.“
Armin gönnt sich ebenfalls einen Amasec und räuspert sich.
„Nun das ist wie gesagt eines der ganz kleinen Probleme. Die Kolonie wurde nie offiziell ratifiziert oder anerkannt. Ein leichtes Versäumnis der damaligen Zeit. Alle Arbeitsverträge und Abkommen müssten also bei der Kolonie selbst sein und wenn wir sie wieder in Anspruch nehmen sollten wir diesen Fehler nicht wiederholen. Aber das ist nur ein kleines Problem oder nicht?“
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Inesa Seraphina Holt

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« Antwort #11 am: 16.10.2013, 00:29:35 »
Inesa Seraphina Holt die zweite Tochter von Armin Holt hatte die ganze Zeit etwas angespannt in dem Schwebenden Transporter gesessen, den sie mochte es nicht wenn sie nicht selbst am Steuer von so einem kleinen Fluggerät sitzt. Immerhin kannte sie nur wenige Piloten die besser fliegen konnten als sie und dementsprechend lächerlich wäre es für sie wenn sie bei einem Unfall wegen einem schlechten Piloten draufgehen würde. Bei ihrem letzten Besuch in der Heimat hatte sie ja deshalb ihren Raumjäger genommen was jedoch bei einem Benachbartem Haus nicht Gut ankam. Wer will den schon einen Schwerbewaffnerten Abfangjäger in Schussweite seines Hauses stehen sehen.

Da es sich bei diesem Anlass er um einen Privatbesuch handelt trägt Inesa eines ihrer wenigen Guten Kleider um die Stimmung nicht zu drücken. Jedoch lässt sie es sich nicht nehmen ihr Bevollmächtigungs Abzeichen der Imperialen Navy sowie ihre Boltpistole und das Energieschwert am Körper zu tragen. Doch ganz Unbewaffnet hat sie das Schiff nicht verlassen den ihr Treplex Lasergewehr sowie einige Ersatzmagazine und weitere Kampfausrüstung wie ihre leichte Rüstung hat die Offizierin in ihrem Rucksack mitgebracht und an einer Taktisch günstigen Stelle des Raumes abgestellt. Auch wenn das Haus ihrer Familie sicher sein sollte man weiß ja nie wohin einen der Tag noch so führt.

Nachdem sie ihren Vater freundlich mit einer Umarmung begrüßt hat lauscht sie Aufmerksam den Ausführungen ihres Vaters. Als ihre Schwester das Wort ergreift nickt sie ihr zustimmend zu und folgt weiterhin dem Gespräch bis dieses auf einen Punkt kommt den sie in Form eines Abgesandten der Navy betrifft. "Nun ich werde mich vor unserem Aufbruch mit dem hiesigen Flottenhauptquartier in Verbindung setzten und absprachen tätigen so das wir uns der Unterstützung der Navy sicher sein können wenn wir die Kolonie wiedergewinnen.  Vor allem würde es unsere Position dort Stärken wenn wir dafür sorgen das die Imperiale Flotte diesen Stützpunkt weiter betreibt, den es ist gut zu wissen das sich ständig Schiffe der Navy in der Nähe aufhalten. Hält Piraten und anderen Abschaum fern!" Inesa ist sich bewusst das sich hier in diesem Raum just eine ehemalige Piratin und ein Schwarzmarkthändler befinden. Doch solange diese sich weiterhin so verhalten wie bisher, hat sie keine Veranlassung an ihrem Wert als Verbündete des Hauses Holt zu zweifeln.

Katarina Ortellius

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Prolog: Zu den Sternen
« Antwort #12 am: 20.10.2013, 20:32:37 »
Katarina steht auf und beugt sich leicht über den Tisch um die Dokumente zu begutachten. Es ist beinahe unmöglich zu sagen worauf genau sich ihre pupillenlosen, schwarzen Augen eigentlich genau richten und sie scheint irgendwie alles gleichzeitig zu betrachten. Ihre Finger streichen über die Koordinaten der Kolonie und sie verharrt einen Augenblick regungslos, ehe sie den Rücken durchdrückt und sich einen Schritt vom Tisch entfernt.

"Ich bin mir nicht sicher, ob ich eine genaue Dauer der Reise zum jetzigen Zeitpunkt bereits liefern kann. Gibt es Aufzeichnungen aus der Zeit der Koloniegründung? Eine Sternenkarte der Region?", richtet die Navigatorin das Wort direkt an Lord Holt und lächelt, um dem Enthusiasmus des alten Mannes keinen zu großen Dämpfer zu verpassen, sollten keine derartigen Aufzeichnungen mehr existieren.
"Jedes kleine Detail hilft mir das große Bild zu vervollständigen und unseren Kurs sicherer zu halten und darüber hinaus unter Umständen eine deutlich schnellere Reise zu ermöglichen."

Delarian Marone

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Prolog: Zu den Sternen
« Antwort #13 am: 20.10.2013, 21:10:39 »
Delarian überhört den Kommentar über den Abschaum, zu dem er eventuell von Teilen seiner Begleiter ebenfalls gezählt wird. Zu viel hatte der Seneschall bereits für das Haus Holt erreicht, als dass er seine Fähigkeiten nicht einsetzen würde, zum Wohle des Hauses. Dennoch weiß er es auch besser als dass er die Bemerkung eines Kommentars würdigen würde. Stattdessen blickt er erneut über die Dokumente. Als er jedoch nichts finden kann, was relevant sein könnte, wendet er sich dem Butler zu und bestellt etwas alkoholfreies und ohne Koffein, während er dem Gespräch der Holt-Familie lauscht.
Stattdessen macht sich der Seneschall Gedanken, wer ihnen gefährlich werden könnte. "Ich könnte mich ebenfalls umhören, ob jemand anheuert."
« Letzte Änderung: 20.10.2013, 21:11:40 von Delarian Marone »

Luther Engelsnot

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Prolog: Zu den Sternen
« Antwort #14 am: 21.10.2013, 12:02:38 »
Armin schaut zu der Navigatorin mit einem Lächeln. Er beginnt in einigen der Pergamentschriftrollen zu wühlen und reißt irgendwann eine aus dem Stapel heraus.
"Ha, da sind die genauen Beschreibung des Aufbau des Sternensystems, sowie seine relative Position in der Koronus-Weite. Aber ja das habt ihr sicher nicht gemeint. Wie ich bereits erfreulicherweise verkünden dürfte, haben wir die alte Route die damals genommen wurde wieder entdeckt. Ich weiß nicht, ob ihr diese nehmen wollt oder eine neue Route suchen. Eine Kopie davon wird gerade angefertigt. Ihr versteht sicher, dass Navigatorenkarten nie sonderlich leicht zu verstehen oder zu kopieren sind."
Meint er mit einem Lächeln. Katarina schaut sich derweil aber die spärlichen Informationen an. Sie schätzt ein normales Raumschiff mit einem relativ fähigen Navigator würde für eine Reise in Winterschuppes Reich zur Nähe des Systems von Aufbruch aus 33 Tage brauchen. Dazu eine Reise ins näher gelegene System. Also wohl insgesamt 40 Tage schätzt die Navigatorin. Ohne die Besonderheiten ihres Schiffes oder ihrer Fähigkeiten. Sie haben Glück, dass das System relativ erschlossen ist.
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