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Autor Thema: Kapitel 1: Zellenblock 52  (Gelesen 31712 mal)

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Lamira von Kalten

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Kapitel 1: Zellenblock 52
« am: 27.10.2013, 19:47:57 »
Ein neuer Tag bricht für die Insassen von Zellenblock 52 an und die Glühstäbe in der Decke erwachen mit einem elektrischen Summen zum Leben. Nun... natürlich ist es nicht wirklich Tag, aber irgendwann hat sich ein Großteil der Insassen ganz automatisch darauf geeinigt zu dieser Zeit aufzustehen und seitdem werden zu diesem Zeitpunkt die Lichter in Zellenblock 52 angeschaltet.
Eigentlich ist Zellenblock 52 aber ja auch kein richtiger Zellenblock. Es gibt keine Gitterstäbe und verstärkte Türen mit kleinen Sichtschlitzen, keine bewaffneten Wärter und keine Überwachungskameras. Eigentlich gibt es nicht einmal wirkliche Zellen, nur verschieden große Räume, alle ohne Türen. Im Eingang zu dem kleinen Komplex aus Räumen ist jedoch eine Plakette in die Wand des angrenzenden Flurs eingelassen, auf der sich noch die Nummern fünf und zwei in imperialen Lettern erkennen lassen und so kommt es, dass die Bewohner dieses kleinen Flecks Hölle ihren Lebensraum eben als Zellenblock 52 bezeichnen.
Und obwohl es sich bei Zellenblock 52 einmal einfach um sehr bescheidene Crewunterkünfte oder vielleicht auch nur eine Ansammlung von Lagerräumen gehandelt haben mag, so sind seine derzeitigen Bewohner ganz ohne Zweifel Gefangene.

Mit dem erwachen der Lichter beginnt sich auch das Leben in Zellenblock 52 zu regen. Irgendjemand benutzt die Dusche in der Ecke des "Gemeinschaftsraumes" in der es sich sehr gut Duschen lässt, sollte man tatsächlich selbst dreckiger sein als die Dusche und auch keine Allergie gegen wirklich eiskaltes Wasser besitzen.
In einer anderen Ecke des Gemeinschatfsraumes, der am Ende des Flures liegt, der die verschiedenen Räume von Block 52 miteiannder verbindet, füllt jemand ein paar alte Flaschen an einem rostigen Wasserhahn mit Trinkwasser.
An die Nordwand hat jemand mit hellroter Farbe, großen Buchstaben und einem Hang fürs Dramatische die Worte "Ich hoffe du verreckst in hier du kran..." geschrieben und ein anderer Künstler den Rest des Satzes mit schwarzer Farbe einfach übermalt. In der Mitte des Raumes stehen einige Kisten herum, die als Sitzgelegenheiten dienen und vermutlich aus irgendeinem alten Lagerraum im Labyrinth stammen.
Alles in Zellenblock 52 macht einen verwahrlosten, abgenutzen Eindruck, von den ständig flackernden Glühstäben in der Decke bis hin zur abblätternden Farbe an den Wänden. An den meisten dieser Dinge sind jedoch nicht die Bewohner von Block 52 Schuld, denn fast keiner von ihnen befindet sich bereits länger hier als einen Monat und die Räumlichkeiten waren auch vor ihrer Ankunft bereits in eher jämmerlichem Zustand.

Bei den Insassen, die sich im Moment in Block 52 aufhalten, handelt es sich um einen recht bunten Haufen verschiedenster Persönlichkeiten und die einzige Gemeinsamkeit, die sie alle teilen, ist das Block 52 ihre vorläufige Heimat darstellt und das im Moment ihr Magen knurrt. Neue Essenspakete hat es schon seit viel zu langer Zeit nicht mehr gegeben.
Da sind Byron und sein Sohn Jorn denen man auf den ersten Blick bereits ihre Söldnervergangenheit ansieht und die wie durch ein Wunder zusammengeblieben sind, als es sie an diesen ort verschlagen hat. Da ist Danielle, die als ehemalige Sanitäterin der Arbites in dem verdreckten Gefängnis irgendwie ganz besonders fehl am Platze wirkt und ihr treuer Helfer Nikodemi, der wie immer ihr Schicksal teilt und Tank, der trotz seines fast noch jugendlichen Alters schon deutlich vom Leben gezeichnet ist und den die Verzweiflung über die unmenschlichen Lebensbedingungen in den Minen seiner Welt in den Aufstand und letztendlich die Gefangenschaft getrieben hat.
Vater Helmsbrecht, selbsternannter Prediger... oder Prediger aus Berufung, zwingt sich gerade dazu seinen Körper von seiner harten Pritsche zu erheben und den Tag mit einem Gebet an den Imperator zu beginnen, der ja bekanntlich beschützt. Und Schutz kann man in diesem Höllenloch sicherlich immer gut gebrauchen.
Bei der Person, die gerade die Dusche benutzt, handelt es sich um Rega, eine durchtrainierte, jedoch nicht übermäßig muskulöse Frau von vielleicht 30 Jahren. Mit Ausnahme einer Narbe hinter dem linken Ohr deutet bei ihr eigentlich nichts auf ein Leben voll Gewalt oder physischer Entbehrung hin, aber trotzdem halten die meisten Häftlinge anderer Zellenblocks aus irgendeinem Grund Abstand von ihr wo sie nur können. Auch war Rega lange Zeit die einzige Bewohnerin von Block 52, bis eine große Ladung neuer Gefangener ein paar Menschen dazu gezwungen hat mit ihr zusammenzuleben. Auch zuckt sie nicht zusammen, als der vermutlich auffälligste Bewohner von Block 52 seinen massigen Körper in den Gemeinschaftsraum schiebt und beendet lediglich ihre Dusche und zieht sich an. Mit der Statur und Eleganz eines Blockes Granit sticht Stinker eindeutig in der Masse der normalen Menschen hervor.
Insgesamt bewohnen an die zwanzig Menschen und ein Ogryn Zellenblock 52, aber die meisten der anderen Insassen sind wohl schon auf und haben den Block verlassen, oder haben beschlossen, dass es sich noch nicht lohnt einen weiteren miserablen Tag zu beginnen und schlafen noch.

Die Geräusche von zu vielen Menschen auf zu engem Raum dringen aus benachbarten Korridoren und Blöcken heran und werden allmählich lauter und lauter, als das alltägliche Leben in diesem Bereich des Gefägnisschiffes beginnt.



« Letzte Änderung: 27.10.2013, 19:49:45 von Lamira von Kalten »

Tank

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Kapitel 1: Zellenblock 52
« Antwort #1 am: 27.10.2013, 20:53:14 »
Unruhig sitzt der Junge in einer Ecke. Die Anwesenden hier sind ihm größtenteils suspekt- allen vorran der Söldner, dem man die Kampferfahrung aus jeder Pore anmerkte, und der Ogryn, der aussah als könnte er Tank in einem Happen fressen. Hier findet man nur selten sicheren Schlaf- und der Respekt den man erhalten konnte war der Respekt den man sich verdiente. Und bisher hatte sich Tank keinen Respekt verdient. Thron, er war nunmal kein Soldat. Nie gewesen. Er war Bergmann- hatte gelernt mit Sprengstoff herumzubasteln und ein bisschen mit dem Gewehr umzugehen um die Viecher die sich zu nah an die Barracken wagten abzuknallen. Er ist hier falsch. Jeder von diesen Typen hier könnte ihn auseinandernehmen.

Der Junge ist schon froh dass er keine Seife bekommen hatte- er hätte sich nicht getraut sich danach zu bücken. Allerdings knurrte ihm der Magen. Seit er hier war. Seit diesem Moment hatte er es nicht geschafft, ein Essenspaket zu ergattern- geschweige denn eines verspeist. Er hat Hunger. Und inzwischen war er schon verzweifelt genug es im Zweifelsfalle mit Zähnen und Händen zu verteidigen- immerhin hatte er schonmal eine Exekution überstanden- schlimmeres konnten die Typen hier ihm auch nicht antun. Er ist zäh. Er würde schon irgendwie überleben.

Langsam erhebt sich der Junge. Blickt scheu auf die Gruppe, fragt sich ob er sich einfach dazustellen soll. Aber wie so oft wagt er nicht sich unter die echten Männer zu mischen- sich ihnen anzuschliessen.
« Letzte Änderung: 27.10.2013, 21:00:42 von Tank »
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Byron

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Kapitel 1: Zellenblock 52
« Antwort #2 am: 27.10.2013, 21:16:03 »
Der Söldner reckt sich und lässt die Handknöchel hörbar knacken. Er hasste das künstliche Licht... Im Grunde hasste er den ganzen verfluchten Zellentrakt, aber er war nicht bereit sich klein kriegen zu lassen. Auch er hatte Hunger. Mit knurrendem Magen versetzt er seinem Bastard einen leichten Stoß mit dem Fuß:
"Was für ein beschissener Morgen... Jorn du Rotzlöffel, schieb deinen faulen Arsch von der Liege und weck' die Anderen. Wir werden uns alle die Predigt anhör'n und dann die Leute aufteiln. Ein Teil bleibt hier und passt auf's Lager auf, die anderen kommen mit mir zur Schleuse! Vielleicht ist heute wieder Verpflegung angesagt!"
Es war das selbe Prozedere wie die Tage davor und Byron wusste schon jetzt nicht mehr, wie viele Tage er hier war.
Täglich machten sich er und viele andere, die noch bei Kräften waren, auf um für die Zweckgemeinschaft 'Zellenblock 52' Nahrung aufzutreiben.
Byron Wrax hatte es sich zur Aufgabe gemacht den bunten Haufen ein wenig unter Kontrolle zu halten.
Sie waren noch keine gut organisierte Gruppe, aber er versuchte sein Bestes die Leute zusammen zu schweißen.
Er war im Verhältnis zu den meisten anderen Insassen sehr viel Muskulöser und im Gegensatz zum Ogryn Stinker versuchte er sich auch mit seiner kräftigen Stimme den nötigen Respekt zu verschaffen.
Er betrachtet kurz den nackten Körper von Rega...
"Nicht schlecht... Ich glaube nach der nächsten Mahlzeit werde ich die Kleine mal ordentlich durchvögeln, wenn sie auch Bock hat."
Doch ihm steht momentan der Sinn nach eher langfristig wichtigen Zielen, nämlich der Organisation.
Byron geht zum jugendlichen 'Tank' und nickt ihm zu:
"Hey Junge! Wie nennt man dich?" Ohne auf die Antwort zu warten spricht er weiter:
"Wir werden heute wieder 'ne Gruppe bilden, die nach Essen und Sachen sucht! Du siehst aus, als hättest du noch genug Kraft dafür, also kommst du heute mit! Wir brauchen endlich Waffen, damit der Rino-Clan sich nicht wieder die Vorräte unter den Nagel reißt."
« Letzte Änderung: 27.10.2013, 21:17:57 von Byron »
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Tank

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Kapitel 1: Zellenblock 52
« Antwort #3 am: 28.10.2013, 08:05:43 »
Vorräte. Vorräte sind gut. Und der Kerl vor dir wirkt immerhin so als würde er eine Chance haben...

"Ich... ich bin Tank. Haben mich so genannt nachdem ich eine meiner ersten Sprengungen ziemlich versaut habe... hat mir nur mein Gesicht verunstaltet... Waffen klingen gut. Bin aber nicht gerade gut im Schiessen... oder im Kämpfen. Bin kein Soldat, Sir..." Tank versucht, nicht wie ein nervöser Junge auszusehen. Nicht sich anmerken zu lassen, das der muskelbepackte Söldner vor ihm ihm Angst macht. Stark zu wirken. Wenn er ihn überzeugen könnte das er etwas taugt- es wäre ein Verbündeter. Ein starker Verbündeter.

"Und ja... Kraft hab ich noch. Bin noch nicht so lange hier... und hab Hunger. Der Rino-Clan würde sich sicher gut mit Spre...." Tank verstummt. Er hat noch nicht das Recht erworben Ideen einzubringen. Muss sich noch bewären- sonst würde es wieder Schläge setzen. Versonnen kratzt er sich die Narbe am Hinterkopf, das kreisrunde Einschussloch.

Ich muss aufpassen was ich sage... und lernen die Klappe zu halten. Ich will nicht als nächste Mahlzeit enden...
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Vater Helmsbrecht

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Kapitel 1: Zellenblock 52
« Antwort #4 am: 28.10.2013, 12:57:02 »
Vater Helmsbrecht erhebt sich mit einem Ächzen von der harten Pritsche und spürt jeden einzelnen Muskel. Er dehnt die verhärten Muskelknoten und versucht die Verspannungen zu lösen, während seine Lippen leise bei jeder Bewegung ein Gebet sprechen, um den Gott-Imperator zu huldigen und seinen Schutz zu erfahren. Eine Angewohnheit, der er auch in seiner neuen Heimat nicht abgewöhnt hat. Einer Heimat voller verlorener Seelen, die nur darauf warten zum Licht geführt zu werden und ihr Erbe als wahre Kinder des Gott-Imperators anzunehmen. Helmsbrecht lässt die Schultern kreisen.
“Der Gott.Imperator beschützt und sein geheiligter Blick wird über all die falschen Prediger, Hirten und Gläubigen richten. Sein Licht macht mich standhaft, seine Rache verleiht mir Kraft und seine Wort erfüllen mich mit Hoffnung. Seine Weisheit ist endlos und sein Einfluss überall spürbar. Er gibt und verlangt wie ein gerechter Herr und ich bin sein Werkzeug, sein Medium, sein Anhänger. Möge er über mich wachen.”
Als die Worte vollendet sind, hat Helmsbrecht seine Auflockerungsübung beendet und sein Blick schweift über die anderen Insassen des Zellentraktes. So viele verlorene Seelen, aber auch Hoffnung. Sein Magen knurrt, aber Helmsbrecht konzentriert sich auf das Wichtige zuerst. Er geht zur Pritsche von Yao und wirft den jungen Mann runter. Mit einem erschrockenen Schrei kracht dieser auf den Boden und schaut völlig entgeistert und verdattert.
“Der Gott-Imperator belohnt keine Faulheit und nur die Fleißigen werden seine Saat ernten. Erhebe dich Bruder Yao und beginne den Tag mit einem Gebet. Ein Gebet an den allmächtigen Gott-Imperator.”
Yao ist immer noch völlig neben sich, aber die beruhigende Ausstrahlung von Vater Helmsbrecht bringen in schnell auf die Beine. Der junge Mann wirkt völlig daneben und ihm dämmert erst langsam wo er ist. Er seufzt.
“Und ich dachte es wäre nur ein Traum...und immer noch bin ich hier. Oh Gott-Imperator erhöre deinen bescheidenen Diener und helfe ihm aus diesem Höllenloch.”
Murmelt Yao wenig überzeugt, während Helmsbrecht den Kopf schüttelt.
“Du hast noch viel zu lernen, mein Sohn. Also lerne.”
Mit einer spürbaren Ausstrahlung der Größe durchschreitet Helmsbrecht den Zellenblock und entlockt manch einem Insassen so etwas wie ein Funken der Zuversicht und Hoffnung. Der massige Mann hat eine stattliche, furchteinflößende Statur trotz der schlechten Umstände und ist von unzähligen Kämpfen gezeichnet. Dennoch wirkt natürlich auch er neben dem Ogryn klein. Mit sicheren Schritten geht er zu den Kisten in der Mitte und rückt sich eine zu recht, ehe er auf diese steigt. Mit lauter Stimme spricht Vater Helmsbrecht und seine Worte werden voller Feuer durch den Raum getragen, während Yao gebeugt hinterher schlürft und jeden Blick mit anderen vermeidet, vor allem mit Stinker und Rega.
”Erhebt euch Kinder des Gott-Imperators. Ihr mögt glauben verdammt zu sein. Ihr mögt glauben keine Hoffnung zu haben. Ihr mögt glauben Abschaum zu sein. Ihr mögt glauben verloren zu sein. Aber das stimmt nicht! Wir sind die wahren Auserwählten des Gott-Imperators, seine Kinder und wenn wir uns beweisen, wird die Zukunft uns gehören. Nicht den korrupten Sicherheitskräften. Nicht den dekadenten Adligen. Nicht den fetten Händlern oder gar durchtriebenen Administratumsbeamten. Nein uns allein und mit der Hilfe des Gott-Imperators werden wir es schaffen. Denn der Gott-Imperator schützt und ist unser Schild. Erfüllt mit seinem Zorn brauchen wir keine Waffen, denn wir sind die Waffen des Gott-Imperators. Unser Leib ist sein erstes Geschenk und wir werden es jeden Tag nutzen, um uns zu beweisen und weitere Geschenke zu erhalten. Aber nur die Fleißigen und wahren Gläubigen erhalten seine Beachtung. Also geht dort raus und verbreitet seine Glorie, seine Worte und kämpft für euren Platz! Für den Gott-Imperator! Ich weiß einige von euch werden sagen, warum? Warum hat er das erlaubt und warum lässt er uns hier verrotten? Diese Frage sind falsch. Er hat uns nicht verlassen, aber jeder wahre Gläubige muss seine Seele gegen Unbill, Versuchung und Prüfungen festigen, um das wahre Geschenk zu erhalten.”
« Letzte Änderung: 29.10.2013, 12:52:52 von Vater Helmsbrecht »
- "Höret dies, die ihr die Armen unterdrückt und die Elenden im Lande zugrunde richtet!"

Byron

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Kapitel 1: Zellenblock 52
« Antwort #5 am: 28.10.2013, 13:42:45 »
Byron will Tank gerade zum Verstummen aufforden, weil er bemerkt wie der Pfaffe Helmsbrecht seine übliche 'Kanzel' erklimmt, als der junge Mann von alleine verstummt. Er nickt dem Mann aufmunternd zu und dreht sich dann der beginnenen Predigt zu.
Diese Momente bildeten eine Säule seines starken Willens, denn die Worte des Predigers gaben ihm einen Sinn in dieser Hölle.
Auf diese Weise war er mehr als ein Mensch, der hart um sein Überleben kämpfte, sondern ein Kind des göttlichen Imperators.
Der Söldner saugt die flammende Rede von Helmsbrecht in sich auf und nickt immer wieder zustimmend.
Im Grunde hatte er neben seinem kämpferischen Willen keine wirklich gefestigte Meinung über die Religion, denn sie gänzlich zu verstehen lag ihm fremd. Er war einer von vielen, die das spirituelle Denken anderen Menschen überließen und einfach im Fluss mitschwamm.
Als Vater Helmsbrecht ausgesprochen hat, ist er bereits Feuer und Flamme und sein Hunger im Bauch wechselt zu Wut.
Wut auf die Administratumsbeamten und anderen Gesetzgeber! Wut auf die Regierungen und ihre Machtinstrumente!
Er streckt seine Faust 'gen Decke und ruft mit deutlicher Agression in der Stimme:
"Recht hat er! Lasst uns für unser Recht kämpfen und dem Auswurf zeigen, wer in der Gunst des Imperators steht!"
Mit leuchtenden Augen steht er vor den Kisten und sieht zum Prediger empor, ob dieser noch mehr zu sagen hat.
Im Anschluss würde er weitere Freiwillige für die 'Nächste Runde' aussuchen oder eben welche bestimmen.
« Letzte Änderung: 28.10.2013, 14:17:57 von Byron »
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Tank

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Kapitel 1: Zellenblock 52
« Antwort #6 am: 28.10.2013, 14:53:00 »
Auch wenn Tank nicht sicher ist ob der Imperator wirklich noch mit seiner verlorenen, verdorbenen Seele ist (oder ob er es jemals war), die Predigt gibt ihm zumindest ein unbestimmbares Gefühl der Hoffnung und Beruhigung. Und jemand, der ihm sagt dass er mit der Kraft des Gott-Imperators diese Hölle hier überleben kann, ist immer gut wenn man sich am zweitschlimmsten Ort befindet den er sich vorstellen kann. Die Worte des Predigers geben ihm zwar weniger ein Gefühl des Imperatorvertrauens- aber immerhin ein gutes, warmes Gefühl in der Brust.

Schließlich ist die Predigt zuende- und Tank sich unsicher wie er reagieren soll. Schließlich ruft er, mehr zögerlich als wirklich überzeugt (aber in der Hoffnung, dadurch vielleicht nicht ganz so sehr aufzufallen) ein (zumindest lautes) "Zeigen wir den Bastarden wie sich der Zorn der wahrhaft vom Imperator beseelten anfühlt!" in den Raum- nur um sich danach umzusehen ob es nicht vielleicht genau das Falsche war.
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Stinker

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Kapitel 1: Zellenblock 52
« Antwort #7 am: 28.10.2013, 16:36:10 »
Stinker mochte es nicht, dass das Licht so flackerte. Er mochte den ganzen Ort nicht. Er mochte auch den Geruch nicht und fand da solle man was dagegen unternehmen. Es war nur so verdammt schwierig sich zu überlegen was man dagegen machen sollte. Also fing er an nachzudenken und während er so nachdachte begann Vater Helmsbrecht seine Predigt. Stinker verstand nur sehr wenig von dem was der Mensch da erzählte. Papa hatte auch mal was von einem Imperator erzählt und dass der wohl ganz toll war, so richtig wusste Stinker jedoch nicht Bescheid. Aber die Art wie der Mensch redete und aufrecht da stand gefiel Stinker. Es machte für ihn den Eindruck als wüsste der Mann wovon er sprach und als hätte er einen Plan. Irgendwie tat es gut zu wissen dass jemand einen Plan hatte. Irgendwie machte das alles nicht so schlimm.

Plötzlich rumorte es in seinem Magen und das Hungergefühl gewann wieder die Oberhand. Er musste was essen. Die anderen mussten auch was essen. Es tat ihm irgendwie Leid, dass sie alle hungerten. Nur der andere Mann hatte recht. Diese bösen Menschen vom Rino-Clan waren wirklich gemein. Stinker brauchte was um sie ordentlich zu verprügeln.

Langsam erhob sich Stinker wieder und sah sich um. Irgendwo müsste doch irgendwas rumliegen mit dem einem von dem bösen Rino Leuten auf den Kopf hauen konnte. Vielleicht ein noch nicht ganz abgebrochenes Rohr von der kaputten Dusche? Oder ein stabiles Vierkantholz von einer etwas längeren Kiste?

Stinker kratzte sich am Kopf. Er hätte sich nie gedacht, dass er einmal so etwas einfaches wie einen dicken Ast vermissen würde.

Lamira von Kalten

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Kapitel 1: Zellenblock 52
« Antwort #8 am: 28.10.2013, 16:44:55 »
Vater Helmsbrechts flammende Predigt scheint viele der Insassen von Block 52 zu inspirieren und einige emotionslose Gesichter zeigen nun Mienen neugewonnener Entschlossenheit. Das auch Byron dem Prediger zuzustimmen scheint hat vielleicht auch ein bisschen was damit zu tun, dass Rufe der Zustimmung laut werden, aber die Wege des Gott Imperators sind nunmal unergründlich und wenn die einschüchternde Präsenz des Söldners Vater Helmsbrechts Worten zusätzliche Kraft verleiht, dann soll das wohl auch so sein!

Nicht alle Häftlinge wirken jedoch komplett überzeugt von den Vater Helmsbrechts Rede und einige schauen etwas betreten umher oder schütteln den Kopf.
Rega zieht einer der Kisten zu sich heran und gibt soetwas wie ein leicht amüsiertes Grunzen von sich, während sie die letzten schleimigen Reste Nahrungspaste aus einem Beutel auf ein Stück Metall presst, das ihr wohl als Teller dient.
"Was tut dein Imperator für mich wenn es noch eine Woche dauert bis es wieder eine Ration gibt, hmm?", richtet sie ihre Frage an Vater Helmsbrecht. Ihre Mundwinkel verziehen sich spöttisch. "Werden er und seine Heerscharen dann persönlich hier erscheinen und uns füttern?"
Die Worte der Frau erzeugen zustimmendes Gelächter bei einigen der anderen Häftlingen, während sich die Mienen der vielleicht eher imperiumstreuen Insassen ob dieser Kränkung verhärten und plötzlich macht sich eine angespannte Stille im Raum breit, die Art von Stille, die sich in der Regel in einem Gewaltausbruch auflöst. Einige der Gefangenen blicken zu Vater Helmsbrecht, als würden sie nur auf ein Zeichen zur Gewalt von ihm warten, aber es ist Rega die als Erste das Schweigen bricht ung beschwichtigend die Hände hebt.
"Was ich sagen will ist das wir was zu Beißen brauchen. Das hier ist mein letztes Paket und ich weiß das einige der anderen schon seit zwei Tagen nichts mehr zu essen hatten. Wenn es auch nur eine Woche dauert bis wieder eine Ration kommt werden hier weder ein paar Ecken frei werden."

Stinker blickt sich derweil nach einer Art Waffe um, kann aber nichts entdecken was für ihn geeignet wäre. Herumliegende Flaschen und scahrfkantige Metallstücke würden sich zwar sicherlich als improvisierte Waffen für Menschenhände eignen, jedoch nicht für die großen Pranken des klotzigen Ogryns.

Byron

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Kapitel 1: Zellenblock 52
« Antwort #9 am: 28.10.2013, 17:19:31 »
Der Söldner beißt sich auf die Zunge, als der Vater die Schmähung seiner Predigt zunächst wortlos hin nimmt.
"Hey Rega, wenn du was ordentliches in dein Maul geschoben bekommen möchtest, kann ich dir weiter helfen!"
Byron schätzt die Unstimmigkeit gar nicht, aber seine Drohung kling wohl eher wie ein obszöne Scherz unter Freunden.
Zumindest Jorn muss plötzlich loslachen und wird verlegen rot, als er die frisch geduschte Frau betrachtet.
Vielleicht war dies sogar besser, denn Byron wollte sich Rega nicht zum Feind machen. Er sollte die Frau im Auge behalten. Sie war sehr viel Willensstärker als die anderen Insassen und sollte die Stimmung aufgrund von mehr Hunger und Not weiter kippen, würde sie die Gemeinschaft möglicherweise splitten. Nein, er musste sein Bestes tun die Leute an der Stange zu halten!
"Hört mal her! Rega hat schon Recht damit, dass wir Essen brauchen! Wenn wir nicht bei Kräften bleiben, werden wir schwächer und unsere Chancen auf Beute werden immer schlechter. Deshalb geh'n wir wieder los und sichern uns das, was wir kriegen können!
Die verfluchten Rinos haben sich letztes mal einen beachtlichen Teil der Vorräte gesichert, weil sie besser organisiert waren als wir, aber so etwas muss ja nicht wieder passieren! Ich sage, wir nehmen heute unseren Ogryn Stinker mit und holen uns was zum Fressen!"

Nun würde sich in absehbarer Zeit entscheiden, wer mitkommen würde und wer das Lager hüten würde.
Byron lebte in ständiger Sorge, dass die Missmutigen und Verzweifelten zu stärkeren Gruppierungen überlaufen würden, sie verraten könnten oder aber die anderen Gruppierungen von sich aus Übergriffe auf andere Zellenblocks veranstalten würden...
Er hatte sogar schon ein Gerücht gehört, nach dem einige Insassen wohl als neue Hauptspeise Menschenfleisch verzehrten und ihnen frische Beute die liebste war. Er spuckt aus und guckt herausfordernd in die versammelte Runde:
"Stinker, hast du noch Kraft genug ein paar Wichsern da drausen die Knochen zu brechen, wenn es sein muss?
Danielle, ich brauche 'ne medizinische Einschätzung, wer besser hier bleibt."
« Letzte Änderung: 28.10.2013, 18:22:30 von Byron »
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Danielle

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Kapitel 1: Zellenblock 52
« Antwort #10 am: 28.10.2013, 18:34:05 »
Nachdem das Licht anging und reges treiben einsetze erwachen auch Danielle und ihr merkwürdiger Begleiter.
Nach "morgendlicher Pflege" blickt die sich eher ruhige zierliche Person im Raum um und setzt sich auf eine der Kisten. Nach längerem Überlegen beschliesst will sie sich wohl Byron so nennt man den glaube ich denkt sie sich, anschließen um eventuelle Vorräte oder andere Dinge zu ergattern. Der prädigt hört sie nur halbherzig zu und ist doch mehr mit ihren eigenen Gedanken beschäftig, nämlich wie man hier wieder am Besten rauskommt.
Vielleicht sollte ich mir schnellstens "Freunde" machen um hier einigermaßen heil rauszukommen denkt Danielle sich und blickt sich um, wen sie am ehesten zu ihren Verbündeten machen kann....
« Letzte Änderung: 28.10.2013, 18:35:19 von Danielle »

Danielle

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Kapitel 1: Zellenblock 52
« Antwort #11 am: 28.10.2013, 19:04:27 »
Noch ganz in Gedanken vertieft schaut sie überrascht auf...
"Ja selbstverständlich, ich kümmer mich darum" sie steht auf und blickt sich um. "Also nach meinem ersten Eindurck zu urteilen ist der große dahinten (zeigt in Richtung Tank) und du wohl mit am besten geeignet" sagt sie und blickt Byron an.
" Was genau war dein Plan und was hast du dir darunter vorgestellt? Willst du einen ganzen Trupp zusammen stellen? Ich kenne mich hier noch nicht wirklich aus. Aber zur medizinischen Unterstützung komme ich ebenfalls mit, falls sowas benötigt wird. Außerdem denke ich, dass der große komische dahinten (zeigt dabei auf Stinker) auch mit sollte einfach um ihn unter Kontrolle zu haben. Der sieht aus als ob der jeden Moment jemanden fressen will" Bei dem letzten Satz macht sie einen angewiderten Gesichtsausdruck und blickt Byron geradzu verängstigt an. " Auch denke ich, dass unsere Begleiter, der wehrte Pater und  die Frau (deutet Richtung Rega) können auf die Sachen von uns achten.
Nun sag mir, was dein Plan ist und ich werde behilflich sein!"
Sie bleibt weiterhin Kerzengerade stehen und scheint nur weitere Befehle zu warten

Byron

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Kapitel 1: Zellenblock 52
« Antwort #12 am: 28.10.2013, 19:24:21 »
Zunächst hört sich der Mann alles an, ehe er sagt:
"Ich will nicht wissen wer für welche Arbeit taugt, sondern wer noch was auf den Rippen hat!
In diesem Loch sind ungefähr zwanzig Leute, die alle auf ein nächstes Essen warten und ich habe vor Beute zu machen!
Es werden wohl schon die meisten mitkommen müssen. Und zwar geordnet! Das letzte mal sind alle wie die Asseln auf die Rationen gestürzt, weil jeder an sich selber gedacht hat. Und die Rinos haben eine Reihe gebildet und sich einen Vorrat angelegt, weil sie zusammen gehalten haben.
Und ja, ich habe einen Plan, aber den bespreche ich mit allen, die es am Ende betrifft und nicht einzelnd!"
Auch er setzt sich dann auf eine der Kisten und nimmt sich als provisorische Waffe eine leere Glasflasse.
Er würde sie zunächst ganz lassen, aber gesprungen würde sie noch einiges übler sein.
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Tank

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« Antwort #13 am: 28.10.2013, 19:49:17 »
Tyrones Faust schliesst sich um das scharfkantige Metallstück, das er in einem unbeobachteten Moment, als die Rede eines der Anderen die allgemeine Aufmerksamkeit gefesselt hat, aufklaubt. Beruhigend schneiden die Kanten in seine Hand- und er fühlt sich mit der improvisierten Waffe deutlich sicherer. Vor Allem weiss keiner der Anderen dass er sie hat- und so lässt er sie unauffällig in eine seiner Taschen gleiten. Hofft, dass er sie verborgen halten kann- ehe er ebenso auffällig eine der Flaschen aufnimmt und sich neben Byron stellt. Sein anderes Kleinod würde er bei Gelegenheit so weit verbessern dass es ihn nicht verletzte- aber es war sein Trumpf. Seine Geheimversicherung.
« Letzte Änderung: 28.10.2013, 19:50:35 von Tank »
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Danielle

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Kapitel 1: Zellenblock 52
« Antwort #14 am: 28.10.2013, 21:58:27 »
Danielle schreckt zurück...
"Ähm nun ja. Also so wie ich das sehe sind alle dazu in der Lage... Ähm. Ja jedenfalls körperlich. Wie es mit der Kampfkraft der einzelnen aussieht weiß ich nicht. Bildet einen kleinen Trupp mit Leuten die dir nützlich erscheinen. ich würde jedoch - deutet der Reihe nach auf Tank, Stinker und sich selbst -  die beiden Typen und mich mitnehmen. Wie es mit dem ehrwürdigen Vater und der Frau (deutet auf Rega) aussieht weiß ich nicht, ob sie Kampferprobt ist. Aber körperlich würde ich sagen, dass viele der hier anwesenden mitkönnen."

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