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Autor Thema: Die Stadt des Tukan  (Gelesen 26261 mal)

Beschreibung: IC-Thread Kapitel 3

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Miguel García Montés

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Die Stadt des Tukan
« Antwort #120 am: 20.10.2014, 23:50:43 »
Miguel, der es gerade geschafft hat, in Erwartung des Messers an seiner Kehle, Cihuacóatls anmutiges Anlitz vor seinem inneren Auge zu beschwören—ein verträumtes Lächeln mag seine Lippen umspielt haben—platzt, als er Necahuals Worte hört.

"Unnütz?" ruft er aus. "Weil als ein Mann nicht kann aufhalten eine Armee? Unnütz, weil nicht kann erreichen allein das, was Ihr als Volk nicht einmal habt versucht?"

Plötzlich lacht er. "Unnütz! El Capitán auch mich hat genannt so. Für ihn, ein Mann nur ist nützlich, wenn ihm gefällt zu rauben, morden und zu schänden. Und Ihr, Ihr nicht habt mehr Phantasie als dieses Tier? Ihr nicht könnt sehen Nutzen in einem Feind, der nicht wünscht Euren Tod, der hasst und verachtet die seinen für das, was sie Euch antun? Ihr sprecht im Ernst?"[1]

Das Messer spürt er noch immer im Rücken und er begreift nicht, worauf die 'Wildling' wartet—oder die ebenso wütende Frau vor ihm.

"Dann mich tötet endlich, wenn nicht seht den Nutzen, den ich habe im Leben. Oder aber mich lasst gehen mit die Priesterin, die wird finden einen Nutzen für mich."
 1. diplomacy = 29 (natürliche 20), falls dies einer der Spieler einbeziehen mag.
« Letzte Änderung: 20.10.2014, 23:58:39 von Miguel García Montés »
¿Por qué siempre se tiene que matar para vivir?     ~ El Diablito ~

Kaska

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Die Stadt des Tukan
« Antwort #121 am: 21.10.2014, 11:42:19 »
Kaska ist ein wenig bestürzt über die Wendung die die Ereignisse in den letzten Sekunden genommen haben. Sie dachte Mirrasshi wollte die Waffe klauen so das der Weiße sie nicht benutzen kann nicht um ihn zu töten. Sie brauchten den Fremden noch, vielleicht werden sie nie mehr eine Chance wie diese kriegen. Schnell steht sie auf und steckt den Pfeil aus dem Blasrohr in den von Gift durchtränkten Schwamm. In der gleichen Bewegung geht das Blasrohr wieder auf den Rücken und sie läuft fast die senkrechte Wand runter so schnell klettert sie hinab.
"Parada que todavía lo necesitamos. Su cabeza es demasiado importante como para matarlo ahora. Mantenga su venganza y rabia que todavía es amamantado en el tiempo."[1] Nach den vielen Jahren bei den Fremden mit einem richtigen Lehrer spricht sie die Sprache fast Akzent frei. Aber nur fast den sie hatte den Akzent der Fremden mit auf geschnappt und sprach eher so wie man an der Schwertküste spricht. Doch das ein oder andere Fauchen betrügt den Schein. Und als die Tabaxi sich der Hin nähert kann diese sehen das sich die Augen zu Schlitzen verengt haben. So erregt hat keine aus der Gruppe die junge Frau je erlebt. Doch hat sich die Stimme kaum über die normale Lautstärke erhoben so wusste sie doch die Gefahr in der sie alle sind. Kaska schaut noch kurz zur Priesterin "Gibt es hier in der nähe einen Ort an dem wir nicht gefunden werden und an dem wir reden können. Bei dem Geschrei hier wird es nicht lange dauern bis andere von der Legion kommen und dann sind wir alle Tod."
 1. 
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Mirrasshi

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Die Stadt des Tukan
« Antwort #122 am: 22.10.2014, 04:12:51 »
Mirrasshi lässt den Dolch des Fremden, der in ihrer Hand aber eher wie ein Schwert wirkt, weiter auf diesen gerichtet. Mittlerweile aber sitzt die Spitze der Waffe auf seinem Nacken und auch auf Kaskas Worte hin bewegt sie sich keinen Zentimeter. Nur kurz trifft ein Blick in dem sich Enttäuschung und Unglaube mischen die Tabaxi. Den weißen Teufel zu töten hatte die Hin sowieso nicht vor gehabt - zumindest noch nicht.

Langsam wandert sie um ihn herum, wobei sie die Klinge stets auf der selben Höhe lässt. Als sie schließlich vor ihm ist, bleibt sie stehen, blickt ihm in die Augen und kann dort ehrliche Furcht um sein Leben erkennen. Auch seine Worte erscheinen ihr mit einem Mal verständlich und sinnvoll und einen kurzen Moment ist sie sogar geneigt, ihm zu zu stimmen. Ihre Hand beginnt zu zittern und für einen Herzschlag lang empfindet sie wahres Mitleid für den vor ihr knienden Mann...

Dann aber ruft sie sich wieder den Anblick ihrer Stammesbrüder und Schwestern vor Augen, wie sie die Teufel um ihr Leben an gebettelt hatten. Und den Anblick derer, die um einen schnellen Tod gebettelt hatten. Und den Anblick Tlalocs, dessen Blut in der Erde versickerte gerade als sie eigentlich hätte seine Ehefrau werden sollte. "Sie haben kein Mitleid mit uns. Ich darf kein Mitleid mit ihnen haben.", erinnert sie sich. "No se preocupe", versichert sie ihm, "usted no tendrá que sufrir todo el tiempo como nosotros. Muéstranos donde las bolas brillantes y polvo mágico almacenados y estoy de acuerdo para matar antes de que yo corté el corazón.[1]
 1. Keine Sorge, ihr werdet nicht so lange leiden müssen wie wir. Zeigt uns wo ihr die glänzenden Kugeln und das Zauberpulver aufbewahrt und ich verspreche euch, euch zu töten, bevor ich euer Herz heraus schneide.

Xiuhcoatl

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Die Stadt des Tukan
« Antwort #123 am: 22.10.2014, 14:20:46 »
Xiuhcoatl kann nicht glauben, was er da mit ansehen muß.
Hatten sie davon gesprochen, wie Jäger zu sein? Davon die Beute auszukundschaften? Davon sich nicht zu zeigen, bis der Zeitpunkt zum Zuschlagen gekommen war? Und davon kein Blut zu vergiessen?
Jetzt war alles dahin. Auf dem leeren Platz mußte jeder die Gruppe sehen. Und auch was diese dort taten.
Xiuhcoatl war hin- und hergerissen. Was sollte er tun?
Schließlich trifft er eine Entscheidung.
Er hält sich weiter im Schatten der Stände verborgen, als er sich der Gruppe so weit es geht nähert.
Dann zischt er aus diesem Versteck heraus den Anderen zu und stimmt damit der Katzenfrau zu.
"Kommt aus der Sonne. Tezcas Blick ist nicht der einzige, der euch dort sieht. Wenn weitere Weiße Teufel kommen, dann seid ihr verloren.
Kommt hier in den Schatten."
Dann fügt er noch wie als Nachgedanken an.
"Und Kindfrau! Denk dran, was wir dem Beilmann gesagt haben. Kein unnützes Blut!"

Miguel García Montés

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Die Stadt des Tukan
« Antwort #124 am: 23.10.2014, 13:31:11 »
Wie hypnotisiert erwidert Miguel den Blick der Frau, deren Dolch er nun an seiner Kehle spürt. Warmes Blut rinnt seinen Hals hinab. Ihre Worte aber jagen ihm einen sichtbaren Schauer über den Rücken.

Das hat sich das Schicksal also für mich ausgedacht. Fellípeds Alptraum soll ich am eigenen Leibe erfahren! Dabei habe ich doch genügend eigene.

Drei Dinge fallen ihm am Rande auf. Es ist ein stählerner Dolch, der da auf ihn gerichtet ist, wahrscheinlich gar sein eigner; zweitens ist es eine Halblingsfrau, die ihn bedroht. Ihr Gesicht und offenbar ihr gesamter Körper ist rot und schwarz bemalt auf eine Art, die einem die Bezeichnung 'Kriegsbemalung' aufdrängt. Jetzt fällt ihm auch wieder ein: als 'Wildlinge' waren in Ulatos die wenigen Halblinge, die er dort gesehen hat, von der restlichen Bevölkerung verächtlich bezeichnet worden. Drittens scheint er nun vollends umstellt. Zwei weitere Stimmen mischen sich ein, wobei erstere seine Muttersprache gar akzentfrei spricht.[1] Und sie stimmt der Halblingsfrau zumindest in einer Sache zu: das Wissen in seinem Kopf will man extrahieren; um seinen Kadaver mögen sich hinterher die Schakale streiten.

Tymora, was habe ich dir getan? Ist denn mein Glück zu fassen? Da laufe ich ausgerechnet den einzigen fünf Personen in ganz Tukan, die schon einmal mit der Legion zu tun hatten und entsprechend auf Rache sinnen, in die Arme, und das auch noch schnurstracks! Wieviel Schritt vom Palast mögen wir entfernt sein: vierhundert? Fünfhundert? Und dabei warst du, Miguel, so wild entschlossen, gar in der Wildnis zu überleben!

Neben ihm steht die Priesterin noch immer starr vor Schreck. Sie versteht ja auch nur die Hälfte. Er übersetzt für sie, aber auch für die Frau mit der Maske, falls diese kein Chondathan versteht: "Man scheint zu haben gefunden eine Nutzen für mich: foltern, bis habe verraten alles das, was ich weiß, dann mir schneiden den Herz aus mein lebendig Leib. Lustig, dass ich war auf dem Weg zu Meztli um anzubieten alles Wissen in meine Kopf zu Preis von meine Leben. Nun mir bleibt nichts als zu geben Euch dies."

Langsam nimmt Miguel die linke Hand herunter—die Pistole steckt rechts, es kann also niemand denken, dass er danach greifen will—und löst sein Schreibbündel vom Gürtel. Dabei findet er auch seine Vermutung bestätigt, dass die Spitze seines eigenen Dolch auf seine Kehle zeigt, denn seine Finger ertasten auf ihrer Suche eine leere Dolchscheide.

Er hält das Bündel der Priesterin hin. Er kann es nicht werfen, sonst würde das Tintentöpfchen zerbersten. Jeder der Anwesenden kann sehen, dass es sich um die bereits erwähnte Schreibmappe handeln muss, denn auf einer Seite ragt die Schreibfeder heraus.

"Hier drin Ihr findet die Brief, die erwähnte. Und bitte, wenn Ihr solltet sehen die ehrwürdige weibliche Schlange, bitte, ihr gebt die letzte Seite, die ist beschrieben darinnen. Bitte. Ist für sie."

Dann sucht er wieder den Blick der Halblingsfrau. Ihre Drohung hallt noch immer in seinen Ohren; fast spürt er schon die Klinge, die sich von unten in den Brustraum gräbt... Er schluckt. "Mein Wissen oder Eure Rache. Nicht könnt haben beides." Ist es der Versuch eines Handels oder nur eine Feststellung? Miguel weiß es selbst nicht. "Denn auch wenn unter Folter Euch würde sagen alles, was weiß, bei jedem Ihr dächtet, dass vielleicht sei eine Lüge. Nützlicher Euch wäre als..." Verbündeter will er sagen, aber kennt das Wort nicht—"como aliado. Als Freund."

Oh, ihr guten Götter, ich will nicht sterben. Oghma! Gegen dein oberstes Gebot habe ich verstoßen, aber gerade deshalb flehe ich dich an: lass mich versuchen, es wiedergutzumachen! Tymora! Gab es je einen Menschen auf dieser Welt, der sich sorgloser auf dich verlassen hat als ich? Narr und Dummkopf schalten mich andere, aber nie hast du mich enttäuscht: lass mich auch jetzt nicht im Stich!

Das Wechselspiel zwischen Todesfurcht und Hoffnung spiegelt sich deutlich auf Miguels Miene, während er ansonsten reglos darauf wartet, was man als nächstes mit ihm tun wird.
 1. Das bisschen Fauchen fällt gar nicht auf; vielleicht ein etwas ländlicherer Dialekt?  :wink:
« Letzte Änderung: 23.10.2014, 19:44:01 von Miguel García Montés »
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Mirrasshi

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Die Stadt des Tukan
« Antwort #125 am: 27.10.2014, 00:13:39 »
Ohne es zu wollen, verspürt Mirrasshi wieder Mitleid mit dem Mann. Offenbar ist er der Meinung sie würde ihn an lügen. Ebenso wie er an zu nehmen scheint, dass sie ihm kein Wort glauben kann. "Wie soll es auch anders sein? Ich habe nur wenige Jahre unter den weißen Teufeln verbracht und habe mich jeden Tag nach der Flucht gesehnt. Er aber hat sein ganzes Leben unter ihnen zu bringen müssen. Ich bin in einer Gemeinschaft auf gewachsen, in der jeder das Vertrauen des anderen Wert ist, er jedoch in einer, in der keiner weiß, ob die Worte des anderen wahr sind." Unwillig muss sie ihm in diesem Punkt zu stimmen.

"Ihr habt Recht", erwidert sie dieses mal auf Nexalan, da er die Sprache der großen Leute zu verstehen scheint, "ich kann euren Worten nicht trauen. Aber ihr könnt mir glauben, dass ich euch nicht weh tun will. Wir sind nicht wie ihr." Mit einer flinken Bewegung ihrer freien Hand nimmt sie nun auch seine Pistole an sich und hält sie demonstrativ in sein Blickfeld. "Steht auf, bringt uns zu dem Zauberpulver und ich verspreche euch einen schnellen Tod. Aber wenn ihr uns verratet werdet ihr die Spiele eurer 'Freunde' am eigenen Leib erfahren."

Eclipse

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Die Stadt des Tukan
« Antwort #126 am: 28.10.2014, 20:46:32 »
Erschrocken verstummt die Priesterin, als die Situation zu eskalieren droht und die furchterregende Wildling schließlich Migul entwaffnet und sein Leben bedroht. In ihren kleinen Händen wirkt der Dolch wie ein Kurzschwert, die Pistole wie ein Gewehr. Traurig blickt Tlacatl zu Mirrasshi und Necahual, welche beide gänzlich von ihrem Hass vergiftet scheinen. "Mirrasshi." spricht er die Wildling schließlich an "Du hast dem Hass einen Platz in deiner Seele gegeben, schon jetzt hat er deinen Frieden vergiftet. Ich möchte meine Schwester nicht von Hass erfüllt sehen. Verbann ihn aus deinem Herzen, gib dem Hass keinen Platz in unserer Gemeinschaft." kurz nachdem er diese Worte gesprochen hat, schenkt er auch Necahual einen traurigen Blick, der ihr zu verstehen geben soll, dass auch sie damit gemeint ist.

Nun findet auch die Priestein ihre Worte wieder und antwortet Kaska "Ich bringe euch zu Meztli! Bei ihm sind wir in Sicherheit, dort können wir reden. Er ist ein Pipiltin und wird euch bestätigen, dass dieser weiße Mann hier nicht wie die Anderen ist. Ich hatte ohnehin vor ihn dort hin zu bringen." natürlich war es ein Risiko diese Fremden nun zu Meztli zu bringen, aber es war immer noch besser, als wenn sie durch die andauernde Diskussion von einem Trupp der Legion aufgegriffen werden. Plötzlich fällt ihr Blick auf das Bündel, welches Miguel ihr entgegen hält.

Sie scheint nicht recht zu verstehen. Briefe waren in der wahren Welt eher unüblich, mit der eigentümlichen Bildersprache der Itza, wurden hauptsächlich Kodizes und Aufzeichnungen verwaltet. Schließlich nimmt sie schüchtern lächelnd das Bündel an "Habt vielen Dank, ich werde tun was ihr verlangt, sollte euch etwas zustoßen. Aber ich werde nicht zulassen, dass diese Wildling euch die Kehle durchschneidet. Wir sind hier nicht in Nexal." wobei sie Mirrasshi einen deutlichen Blick zuwirft, mit aller Entschlossenheit die sie aufbringen kann.

Necahual

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Die Stadt des Tukan
« Antwort #127 am: 29.10.2014, 18:19:37 »
Necahual meint ihren Ohren nicht trauen zu können. "Was Ihr als Volk nicht einmal habt versucht? - Wurde nicht Gestern erst Yoatlchone für sein Aufbegehren durch die Teufelskugeln getötet?" Sie schätzt sich glücklich das große Leid, welches die Teufel über Maztica gebracht haben nicht in dem Ausmaße erfahren zu haben wie viele ihrer Brüder und Schwestern. Aber sie kennt die Gräuel Geschichten über die Eroberungszüge, die Metzeleien, die Schändung und Versklavung. Nicht jeder Ort war bereit gewesen sich wehrlos wie Tukan auf zu geben.
Angesichts dieser Unterstellung wird hat sie nur Verachtung für den weißen Teufel übrig und sie wünscht sich nie auch nur ein Wort mit ihm gewechselt zu haben.
"Kein unnützes Blut." Wiederholt sie Xiuhcoatls Worte in Gedanken und antwortet im Stillen. "Raub ihm doch die Luft, so wie sie uns unserer Mutter berauben." Mit diesen Worten wendet sie den anderen den Rücken zu als der weiße Mann mit seinem Leben ab zu schliessen versucht und der Priesterin das Bündel entgegenstreckt.
Als sie die Antwort der Wildling vernimmt wird ihr wieder klar warum die anderen drei so großes Interesse an dem weißen Teufel haben. "Die Kraft der Teufelskugeln! Darum wollen sie ihn."
So sehr Necahual darüber nachdenkt, desto klarer wird ihr, dass sie nicht den Tod des Teufels keine Lösung sein kann. Er und seine Brüder sind wie böse Geister alles was man tun kann ist sie aus zu treiben.

Den traurigen Blick Tlacatls versteht Necahual nicht. Sie kann und will ihn nicht verstehen. Wie kann ihr großer Bruder diesem Mann nicht mit Hass begegnen wenn er und seine Brüder doch diejenigen sind welche Mazticas Leib verderben und unsere Brüdern und Schwestern töten. "Warum ist er überhaupt mit uns aus der Gefangenschaft geflohen? Wenn er sich nun mit den Teufeln verbrüdert warum konnte er es nicht mit den Ungeheuern aus Nexal?!" Sie schüttelt den Gedanken fort und schaut Tlacatl fordernd an so als ob sie sich eine Antwort auf ihre unausgesprochenen Fragen erhofft.
Zu Meztli gehen steht für Necahual außer Frage. Sie hat weder Interesse am Teufel selbst noch an deren Kugeln.
An Tlacatl gewandt spricht sie darum auf der Sprache ihres Bruders: "Ich werde in den Tempel der gefiederten Schlange gehen und die Frau mit dem Mantel der einen Feder suchen."
Sie blickt Tlacatl nur kurz in die Augen dreht sich dann um und geht.   
« Letzte Änderung: 11.11.2014, 15:24:34 von Eclipse »

Miguel García Montés

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Die Stadt des Tukan
« Antwort #128 am: 31.10.2014, 14:27:09 »
Bei den Worten des "Beilmannes" und der Priesterin verfinstert sich das Gesicht der Wildlingsfrau. Einen erschrockenen Atemzug lang glaubt Miguel, es sei aus mit ihm, als ein Zucken durch ihren Arm geht und die Spitze des Dolches ein wenig tiefer in seinen Hals treibt, doch dann fängt sie sich und funkelt ihn nur böse an, auf seine Antwort wartend.

Langsam und wie befohlen erhebt Miguel sich und kann dabei nicht verhindern, dass seine Beine zittern nach dem langen Knieen auf hartem Stein, kaum dass sie ihn tragen wollen. Als er endlich steht, zeigt die Klinge nunmehr auf seinen Bauch.

"Nicht bin soldado. Krieger. Nicht weiß, wo es wird gelagert. Es könnte herausfinden, aber nur wenn Ihr mir traut. Und nur vor heute abend. Heute abend, weil nicht ihm bringe das, was er mir befahl zu holen, der Capitán mich wird lassen einsperren und foltern, bis ihm sage was hat geschehen damit. Nicht sind meine Freunde, das. Ihre Spiele... mir drehen um den Magen. Was ich habe gesehen in den letzten Wochen, ich wünschte dass niemals hätte gesehen. Dass niemals wäre geschehen. Ihr nicht müsst drohen zu mir dafür dass ich sage und zeige euch alles das, was ihr wollt wissen. Auf dass ich könnte aufwachen aus diesem Alptraum! Bei Oghma, Gott der Sänger, Spielleute und der Wahrheit, ich euch schwöre: nicht bin euer Feind."
« Letzte Änderung: 31.10.2014, 21:48:26 von Miguel García Montés »
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Mirrasshi

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« Antwort #129 am: 02.11.2014, 14:16:04 »
Als nun der Mann so von oben auf Mirrasshi herab blickt, weicht sie unwillkürlich einen Schritt zurück. Während er noch vor ihr kniete hatte er etwa ihre Größe gehabt und sie die einschüchternde Statur die den weißen Teufeln eigentlich gegeben ist, beinahe vergessen lassen. Nun aber zeigt sich ein Abbild der Angst, das Miguel bereits am Tag zuvor gesehen hatte wieder auf ihrem Gesicht. Die Hand in der sie den Dolch hält beginnt leicht zu zittern und wirkt nun weniger bedrohlich als mehr furchtsam abwehrend. Für einen Augenblick befindet sie sich wieder im Lager der weißen Teufel, darauf wartend dass man sie für ihren Diebstahl bestraft.

Mit Mühe reißt sich die Wildling so weit zusammen, dass sie wieder einigermaßen klar denken kann. "Was jetzt? Weiß er es tatsächlich nicht? Oder ist das nur wieder eine Lüge? Wir können ihm nicht trauen, es heraus zu finden. Wir können ihm aber auch nicht trauen, uns nicht zu verraten, wenn wir ihn frei lassen. Wir haben jetzt wirklich keine andere Wahl als ihn zu töten." Vorsichtig wirft sie einen Blick in das Gesicht des weißen Teufels, in der Hoffnung, seine Absicht erkennen zu können. "Vielleicht will er uns sogar genau dazu verleiten. Wenn die anderen Teufel seinen Tod bemerken, werden alle hier darunter zu leiden haben. Was sollen wir nur tun?"

Verzweifelt blickt die Hin hilfesuchend zu ihren Gefährten, doch weiß sie eigentlich schon längst, dass Xiuhcoatls und Kaskas Anweisungen die einzigen sind, die jetzt noch Sinn machen: Zuerst müssen sie sich in Sicherheit bringen. Dann erst würden sie entscheiden können. "Also... gut", kurz räuspert sie sich, als sie merkt, dass ihre Stimme zittert, "bringt uns zu diesem Meztli. Dort werden wir versuchen, mehr zu lernen."

Miguel García Montés

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Die Stadt des Tukan
« Antwort #130 am: 02.11.2014, 19:25:51 »
Als die Wildlingsfrau zu zittern beginnt, zieht Miguel Kopf und Schultern ein, um weniger bedrohlich zu wirken, und streckt auch erneut die offenen Hände vor, um zu zeigen, dass er friedlich mitkommen wird. Ihre Angst macht die Frau nämlich gefährlicher als der Dolch in ihrer Hand. Vor lauter Angst wird sie sich nicht trauen, ihm auch nur ein Wort zu glauben. Vor lauter Angst könnte die Pistole in ihrer zitternden Hand losgehen. Vor lauter Angst wird sie ihn schließlich töten. Außer, er schafft es, ihr die Angst zu nehmen.

Nur wie mach ich das? Wie überzeuge ich jemanden, der mich für einen Teufel hält, dass ich ihm nichts böses will? Dass ich die Wahrheit spreche?

Wenigstens stimmt sie dem Vorschlag der Priesterin zu. Wenn Miguel sich in Meztli nicht vollkommen getäuscht hat, dann wird dieser sich seinen Vorschlag zumindest anhören. Und solange Miguel noch eine Zunge im Mund hat und einen letzten Zuhörer, so lange gibt es Hoffnung. Es sei denn...

"¡Cuidado con la pistola!" ruft Miguel erschrocken und erklärt dann etwas leiser: "Está cargada. Apuntádla al suelo y no a una persona, o podríais herir a vuestros amigos o a vos misma."[1]

Seine Hände sind schmal, fällt Mirrasshi jetzt aus der Nähe auf, mit langen, dünnen Fingern. Es könnten die Hände einer Frau sein, und auch nur wenn diese ihr Lebtag nicht hat arbeiten müssen. Fast so groß wie Tlacatl, scheint er aber nicht annähernd dessen Kraft zu besitzen. Dabei waren all die Teufel, mit denen Mirrasshi bislang zu tun hatte, eher von Tlacatls Statur. Und keiner von ihnen trug eine Flöte um den Hals...
 1. 
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« Letzte Änderung: 23.11.2014, 22:10:52 von Miguel García Montés »
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Kaska

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« Antwort #131 am: 04.11.2014, 11:14:54 »
Fast schon erleichtert nickt Kaska der Priesterin zu als diese einen Vorschlag macht. "Dann lass uns gehen. Doch ihr geht voran. Xiuhcoatl würdest du aufpassen das keine Wachen von hinten auf uns laufen ich werde nach vorne hin absichern ob etwas kommt. das schlimmste was jetzt passieren könnte wären anderen seiner Art über dem weg zu laufen."

Kaska war schon ein paar Schritte an Miguel vorbei gelaufen als der plötzlich los brüllt. bei dem plötzlichen laten geräusch stehen ihr die Haare zu Berge. "Silencio Gibón!" Den Ausdruck verstärkte sie noch mit einem schlag ihrer Tatze auf den Hinterkopf. "Aber er hat recht die Dinger sind gefährlich richte sie am besten auf ihn, dann überlegt er sich ob er etwas dummes macht. Wir Sollten uns beeilen jemand könnte das gehört haben."

Damit ist sie schon wieder los. Auf den Dächern der Stadt immer knappe 50m vor den anderen und hält Ausschau nach Wachen die ihre Wege Kreuzen würden.[1]
 1. Heimlichkeit: 16 / Warnehmung: 15
« Letzte Änderung: 11.11.2014, 15:24:50 von Eclipse »

Eclipse

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Die Stadt des Tukan
« Antwort #132 am: 11.11.2014, 15:17:06 »
Und schon trennen sich die Wege der Gefährten einstweilen wieder. Während die Priesterin den Gefährten den Weg zu Meztli weisen will, hält Necahual weiterhin auf die Pyramide des Quotal zu. Tlacatl scheint für einen Augenblick zu überlegen ... sein Blick fällt auf Mirrasshi und den Dolch in ihren Händen. Einerseits will er Necahual nicht allein lassen, andererseits will er Miguel auch nicht dem Blutdurst der Wildling ausliefern.

Ernst schaut er Kaska und Xiuhcoatl an, und legt Miguels Leben somit in ihre Hände, ehe er sich schnell zurück an Necahuals Seite begibt. Die junge Priesterin führt die kleine Gruppe schließlich fort vom Markplatz, vorsichtig und sich stets umblickend folgen ihr die ungleichen Begleiter. Glücklicherweise stoßen sie dabei auf keine Patrouille der Legion, ja nicht einmal auf weitere Passanten.

Schließlich betritt die Priesterin eine Art Lagerhaus, ganz am Rand des Marktplatzes. Ein einfaches, schmuckloses Gebäude, in dem wohl Töpferwaren, Nahrungsmittel und Kleidung gelagert werden. Die junge Frau schiebt eine Kiste bei Seite und enthüllt eine darunter befindliche Falltür, welche sie mit einem kurzen Ruck aufschwingt. Eine Treppe führt hinab in einen steinernen Gang mit behauenen Wänden.

Eine gewisse Skepsis scheint sich erneut breit zu machen, insbesondere bei Mirrasshi, welche Miguel noch immer mit seinen eigenen Waffen in Schach hält. Doch schließlich folgt man der Priesterin, die auch weiterhin voranschreitet. Der Gang führt schließlich in ein von Fackeln beleuchtetes Kellergewölbe, in dem es kühl und feucht ist. Der Raum ist gefüllt mit zahlreichen Kisten und Behältern, aus denen hier und dort Masken, Schmuck und Talismane aus Gold herausragen.

Inmitten all der Kostbarkeiten steht eine Gruppe von Männern, einige von ihnen sehen aus wie Lastenträger, welche nur einen einfachen Lendenschurz tragen. Doch ein Mann fällt in der Gruppe auf ... mit seinen prächtigen Gewändern und dem Federschmuck auf seinem Haupt muss er ein Pipiltin sein, wahrscheinlich besagter Meztli. Herzlich begrüßt er die junge Priesterin, ehe sein Blick auf Miguel fällt. "Mein Freund! Es tut gut euch wieder zu sehen. Seid ihr gekommen zu sehen ob ich Erfolg hatte? Doch wer sind diese Leute an eurer Seite? Habt ihr weitere Verbündete gefunden?" ein Blick auf Mirrasshi, welche immer noch mit gezückten Dolch nahe bei Miguel steht, lässt ihn anderes glauben.

Eclipse

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Die Stadt des Tukan
« Antwort #133 am: 12.11.2014, 12:26:44 »
Necahual und Tlacatl:

Währenddessen schreitet Necahual in Begleitung ihres Bruders weiter auf die Pyramide des Quotal zu. Schnell sind die Stufen erreicht und die beiden beginnen den Aufstieg. Es ist ein durchaus langer Weg, denn es ist das höchste Gebäude von Tukan, zugleich muss es bereits sehr alt sein, denn Wind und Wetter haben an den Steinen geschliffen. Dennoch sind seine Seiten mit prächtigen Farben bemalt, jedoch fehlen die typischen Blutspuren, welche die meisten Tempelpyramiden herunter rinnen, so wie es auch bei Tezcas Tempel in Mictlanec der Fall war.

Nach einer scheinbaren Ewigkeit des beschwerlichen Stufensteigens ist endlich die Aussichtsplattform erreicht, auf welcher sich auch das kleine Tempelgebäude befindet. Auch hier findet sich kein Opferaltar, lediglich ein Steinblock auf dem Kunstwerke aus Blumen und Federn verstreut liegen. Einige Tukane sitzen auf dem Dach des Tempelgebäudes und klappern mit den Schnäbeln als die beiden sich nähern.

Schlangenköpfe[1] und weitere Malereien zieren das Gebäude. In den Wandmalereien glaubt Necahual sogar Dinge aus ihrem Traum zu erkennen: eine große Stadt inmitten eines gefrorenen Sees und eine junge Frau, die auf einem Couatl über Maztica hinwegfliegt. Und da glaubt sie auch die Frau mit dem Mantel der einen Feder in den Zeichnungen zu erblicken. Eine wunderschöne, dunkelhäutige Frau, in einen Mantel gehüllt, der aussieht als würde er aus einer einzigen großen Feder bestehen. Dabei stellt ihr eine Meute von bleichen Kreaturen nach, welche auf Necahual wie die Wiedergänger von Nexal wirken.

"Sieh nur Necahual!" sagt Tlacatl und erst jetzt schafft sie es sich von den Bilder loszureißen und den atemberaubenden Ausblick zu genießen. Weit und breit erstrecken sich die Häuser, Paläste und Tempel von Tukan, während sich im Süden der bläulich schimmernde See an die Stadt schmiegt und in noch weiterer Ferne sind bereits die Ausläufer der Berge von Lopango zu sehen.

Doch Tlacatl deutet nach Norden: Jenseits der grünen Felder welche die Stadt umgeben liegt das Haus des Tezca, welches sich öd und weit bis zum Horizont erstreckt. Eine große Staubwolke hängt über dem Haus des Sonnengottes, wabernd und wirbelnd scheint sie auf die Stadt Tukan zuzustreben.
 1. Schlangekopf

Mirrasshi

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« Antwort #134 am: 12.11.2014, 12:38:10 »
Auf dem Weg zum Lagerhaus nähert sich Mirrasshi vorsichtig und ohne den weißen Teufel aus den Augen zu verlieren Xiuhcoatl an. Die schweren Waffen in ihren Händen sind ihr unangenehm und sie ist sich sicher, dass sie bei dem Sohn Tezcas ohnehin besser auf gehoben sind. Wortlos reicht sie ihm den Dolch und die Pistole und zieht dann wieder ihren eigenen Obsidiandolch, mit dem sie sich schnell wieder dicht hinter dem Fremden positioniert, um sicher zu gehen, dass er niemandem etwas an tut.[1]

Im Keller des Lagerhauses an gekommen beobachtet die Hin mit einigem Erstaunen, wie der Mann mit den Federn auf dem Kopf den weißen Teufel herzlich begrüßt. Das kann sie nicht weiter mit an sehen. "Seid ihr verrückt?", faucht sie ihn an, "Wie könnt ihr diesen Teufel als euren Freund bezeichnen? Er und seine Freunde haben die wahre Welt überfallen. Sie haben die Bewohner gefangen genommen, getötet und gequält ohne einen triftigen Grund. Sie haben gestern noch eure Leute ab geschlachtet wie Vieh, nieder gemäht wie Hirse, aus gelöscht wie Ungeziefer. Und ihr nennt ihn einen FREUND?!?" Zornig bleckt die Wildling die Zähne und wirkt dabei nun tatsächlich so blutrünstig und ungezähmt, wie es ihrer Spezies nach gesagt wird.
 1. Wenn Xiuhcoatl ihr die Waffen nicht ab nehmen will, werde ich diesen Satz noch ändern.

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