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Autor Thema: Geisterstadt  (Gelesen 99381 mal)

Beschreibung: Episode 1.2

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Sternenblut

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Geisterstadt
« am: 09.02.2014, 18:13:22 »
Schnüffler

Schnüffler war schon wütend, bevor er das Zimmer des Boss' im vierten Obergeschoss eines gewöhnlichen  Stadthauses betrat. Fast zwei Stunden hatte man ihn hier warten lassen – die erste Strafe, wie Schnüffler durchaus klar war.
Er war beautragt worden, eine Angelegenheit zu regeln, und die Sache war nicht gut gelaufen. Im Ergebnis war eine Bar verwüstet und ein rivalisierendes Bandenmitglied schwer verletzt worden. In Windeseile war die Sache bekannt worden, so dass die Stadtgarde gar nicht anders konnte, als die Sache zu untersuchen. Es würde den Boss ein paar Gefallen kosten, die Angelegenheit zu bereinigen. Schnüffler war wütend, dass die Sache so gelaufen war, und dass er auch selbst nun eine abbekommen würde. Der Boss konnte bei solchen Sachen sehr kreativ werden. „Schöne Scheiße!“, fluchte Schnüffler in sich hinein. „Wenn ich nur ein scheiß Grinsen in Franks Gesicht sehe, dann hau' ich ihm eine rein!“, schwor sich Schnüffler. Frank war die rechte Hand vom Boss. Er mochte Schnüffler nicht, doch das Gefühl beruhte auf Gegenseitigkeit.
Wie zu erwarten war, war der Boss nicht gut drauf. Er schimpfte und zeterte und machte Schnüffler herunter. Was für ein Schwachkopf und Idiot er doch sei, dass er nicht einmal die einfachsten Aufträge erledigen konnte, dass er für alles bezahlen würde, doppelt und dreifach... und so weiter. Schnüffler wurde immer wütender und wütender. Er hasste es, dass jemand so mit ihm umsprang.  „Wenn ich Dich in einer dunklen Gasse erwischen würde, dann würde sich zeigen, was für ein kleiner, armseliger Wurm Du doch eigentlich bist.“, dachte sich Schnüffler, doch er sagte nichts. Was konnte er auch tun? Der Boss hatte ihn voll und ganz in der Hand. Darum verbiss sich Schnüffler jeden Kommentar und ballte die Fäuste in den Taschen. Seine Kiefer mahlten aufeinander.

Und was ist jetzt, was guckst Du so dumm? Jetzt sag endlich 'was zu Deiner Dummheit, Deiner vollständigen Unfähigkeit. Was wirst Du tun, um mir den Schaden auszugleichen?“, fragte ihn der Boss mit hochrotem Gesicht und drohte ihm mit der Faust.

Just in diesem Moment klopfte es an der Tür, nein, es polterte an die Tür. Es klang, als ob etwas Schweres dagegen gefallen war. „Verdammt, was ist jetzt schon wieder? Bin ich nur von Schwachköpfen umgeben?“, rief der Boss wütend. „Schnüffler, sieh' nach, wer da ist!“, befahl der Boss. Doch dazu kam es nicht, Splitter flogen durch die Luft und die Tür schwang auf. Ein Hühne von einem Mann stand in der Tür, die Weste ganz zerrissen und mit Blut besudelt. Er stand etwas schräg und schien das eine Bein hinterher zu ziehen. Unartikuliertes Brabbeln kam aus seinem Mund. Ein scheußlicher Anblick.
Bevor einer verstand, was da eigentlich vor sich ging, stürmte der Hühne schon auf Schnüffler los, versuchte ihn umzurennen und zu packen. Instinktiv trat Schnüffler zur Seite, griff aber den Hühnen an Kleidung und Haaren und schleuderte ihn in einer halbkreisförmigen Bewegung mitten in den Raum. Der Hühne geriet ins Straucheln und Stolpern und fiel direkt vor dem Boss auf den Boden. Der Boss glotzte unverständig auf den sich schon wieder regenden Körper. „Wer ist das? Und wie ist er an meinen Männern vorbei gekommen?“, stammelte er.

Raus hier!“, rief Schnüffler und wandte sich zur Tür. Erst jetzt bemerkte er die Hitze und den dicken, schwarzen Rauch, die ihm aus dem Gang entgegen kamen. Schnüffler verstand, dass das Haus in Flammen stehen musste. Doch er wusste, dass es sonst keinen Ausweg aus dem Haus gab. Es gab keine Alternative zu den Treppen. Also weiter. „Hoffentlich warten sie nicht schon draußen auf uns.“, dachte Schnüffler, als er den Gang hinuntereilte. Er sah links und rechts die Körper seiner Bandenmitglieder liegen. Hinter ihm hörte er seinen Boss, der ihm hinterher eilte.

Der Rauch wurde immer dichter und die Luft immer heißer. „Das Erdgeschoss brennt und das Feuer breitet sich nach oben hin aus.“, dachte sich Schnüffler. Sie nahmen eine Treppe hinunter in das dritte Erdgeschoss. Man konnte hier kaum etwas sehen. Der Boss war dicht hinter Schnüffler. „Was zur Hölle geht hier vor sich?“, rief dieser. Deutlich war die Angst in seiner Stimme zu hören.

Da tat es einen Schlag und mit einem Krachen fiel ein Teil des Hauses ein. Vor Schnüffler war der Boden eingebrochen. Helle Flammen schlugen zur Decke. Schnüffler wich zurück. Hinter ihm hörte er das Geräusch berstenden Holzes und einen erstickten Schrei. Er blickte hinter sich und sah seinen Boss, wie dieser auf dem Boden lag. Seine Beine waren von einem Berg Trümmer zerschlagen worden.

SCHNÜFFLER! Hilf mir!“, rief der Boss.

Wo sind meine Sachen?“, entgegnete Schnüffler.

Was...? Was zur Hölle sagst du?

Ich will meine verdammten Sachen haben, habe ich gesagt.“, befahl Schnüffler.

Bist Du verrückt? Verflucht, das Haus brennt!“, rief der Boss panisch. „Oben, in der Kammer, in einer Truhe.“, gab er dann schließlich zurück.

Schnüffler rannte am Boss vorbei, wieder in den vierten Stock. Wenn man ihn später fragte, so konnte er nicht sagen, warum, doch – verdammt – er wollte jetzt sein Zeug haben. Er sah den Gang hinunter, auf die toten Körper – und sah dort den Hünen, der sich darüber beugte. Es war als... ob er... sie . Er riss große Stücke Fleisch aus ihnen heraus und stopfte sie sich in den Mund. Schnüffler schauderte, doch er blieb auch nicht stehen. Er stieß die Tür der Kammer auf. Er öffnete die Truhe, die dort stand und fand dort seinen alten Rucksack.

Schnüffler schnappte sich seinen Rucksack und rannte wieder in den dritten Stock.

SCHNÜFFLER! HILF MIR!“, rief der Boss.

Schnüffler blieb stehen und betrachtete den Boss, der dort vor ihm auf dem Boden lag. Er konnte sich nicht retten; seine Beine waren zerschmettert. Er war komplett hilflos. Schnüffler blickte tief in die Augen des Boss' und sagte dann „Nein!“. Dann rannte er am Boss vorbei. Er hatte kein Mitleid.

Schnüffler stürzte die Treppen herunter und wich brennenden Balken und fallenden Trümmern aus – und stand schließlich auf der Straße.

Schnüffler blickte sich um und orientierte sich. Keine Meute von bis an die Zähne bewaffneten Bandenmitgliedern stand vor dem Haus. Überhaupt war die Straße sehr leer. In der Ferne sah er einige Leute davonlaufen. Es waren Schreie zu hören. Auch viele der anderen Häuser brannten.

Was ist hier eigentlich los?“, murmelte Schnüffler vor sich hin und versuchte die wahnsinnige Zerstörung zu verstehen und konnte es nicht.

Da sah er direkt vor sich, mitten auf der Straße, ein kleines Menschenmädchen stehen. Sie war ganz allein. Ganz unbewegt stand sie da und blickte auf das brennende Haus, aus dem Schnüffler gerade gekommen war. Nein, eigentlich blickte sie direkt Schnüffler an. Irgendetwas an dieser Situation ließ Schnüffler erschaudern. Der Blick des Mädchens war so leer...  Das Mädchen war noch so klein...

Schnüffler hatte das Gefühl, eine Entscheidung treffen zu müssen. Er musste von hier weg. Irgendetwas war hier nicht in Ordnung, auch wenn er nicht wusste, was es war. Und Schnüffler wusste, dass das gespenstische Mädchen sterben würde, wenn er es hier stehen ließ. „Es hat auf mich gewartet..., dachte er unwillkürlich. Was für ein seltsamer Gedanke.

Schnüffler lief auf das Mädchen zu, packte es bei der Hand und lief die Straße herab. Welche Richtung einschlagen? Egal, einfach geradeaus...
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Sternenblut

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Geisterstadt
« Antwort #1 am: 09.02.2014, 18:14:29 »
Was in den nächsten zwei oder drei Stunden geschah, konnte Schnüffler kaum fassen. Er lief, mit dem verstörten, schweigsamen Mädchen immer an seiner Seite, durch die Straßen, und sah dort immer wieder die gleichen Szenen. Menschen, Elfen, Halblinge und andere Leute, die ihren Verletzungen längst hätten erliegen müssen – manche sahen auch so aus, als wären sie schon seit Tagen tot – liefen durch die Straßen Aradans, die vom Rauch der überall brennenden Häuser erfüllt waren. Die ganze Stadt schien zu brennen, und die wandelnden Toten machten – auf ihre langsame, wankende aber unaufhaltsame Art – Jagd auf jeden, der sein Leben zu retten versuchte.

Schnüffler und das Mädchen hatten sich in einem alter Lagerhaus versteckt, das noch nicht in Flammen stand, als der Halbork durch das Fenster beobachtete, wie eine Gruppe junger Krieger gegen die Untoten – denn das mussten sie sein – antrat. Sie hieben auf die Kreaturen ein, die keinerlei Selbsterhaltungstrieb mehr zu haben schieben, doch selbst ein Stich durchs Herz, ja sogar ein abgeschlagener Kopf war für die Monstren noch nicht das Ende. Schnüffler beobachtete, wie ein körperloser Kopf nach einem der Krieger schnappte, ihn am Fuß erwischte und zubiss. Doch so erschreckend und grauenhaft die Szene war, was dann geschah, erschütterte Schnüffler noch mehr.
Der Krieger wand sich vor Schmerzen, hieb nach dem Kopf und spießte ihn auf. Dann ließ er sein Schwert fallen, ging keuchend zu Boden. Sekunden später erhob er sich, sein Blick leer und hungrig. Und er griff seine Kameraden an, war selbst zu einem der Monster geworden.

Hatten Nekromanten die Stadt angegriffen? Oder war ein Experiment der Magi schiefgegangen? Was auch immer passiert war, im Moment sah es danach aus, als ob die Stadt dem Erdboden gleichgemacht würde. Schnüffler musste einen Weg raus finden, und zwar schnell.

Als er sich umsah, bemerkte er, wie Rauch durch die Decke in den Lagerraum eindrang. Sein kurzzeitiger Unterschlupf begann nun offenbar auch zu brennen. Es war an der Zeit, weiter zu ziehen.

„Müssen wir weiter?“ fragte das Mädchen. Es waren ihre ersten Worte an ihn. Zu seiner Überraschung klang sie weder ängstlich, noch schüchtern – die Frage war sachlich, wie ein Erwachsener sie stellen würde.

Schnüffler nickte, und so ging es weiter. Er versuchte, sich zu orientieren. Die Stadtmauer, er musste zu den Toren. Er zog das Mädchen mit, doch immer wieder musste er neue Wege suchen: Horden der Toten oder eingestürzte Häuser versperrten seinen Weg. Vor einem solchen stand er, einen kurzen Moment zögernd, während er nachdachte, welchen Weg er jetzt einschlagen sollte.

„He! He ihr!“ Er sah sich um, entdeckte aber niemanden. Bis das Mädchen an seinem Finger zog, und auf ein Haus in der Nähe deutete. Eine Tür stand nur einen Spalt weit offen, und jetzt konnte er sehen, dass dahinter jemand stand.
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Schnüffler

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« Antwort #2 am: 12.02.2014, 12:13:26 »
Schnüffler war durch die Straßen geeilt, auf der Suche nach einem sicheren Ort. Überall in der Stadt schienen sich Untote und der Brand ausgebreitet zu haben. Schnüffler erinnerte sich an die Treibjagden seiner Jugendzeit, nur dass er jetzt auch sehr genau die Perspektive des Wildes verstands. "Der Himmel tut sich auf und die Götter pissen auf uns runter! Was zur Hölle geht hier vor?", fluchte er in Gedanken. Besonders agitiert war er, da er sich mit nichts weiter verteidigen konnte, als mit einem Messer. Für den Gebrauch in den 'Roten Lippen' hatte das immer gereicht, aber die Situation war von einem ganz anderen Kaliber. "Wenn ich nur wenigstens meinen Bogen hätte, aber den hat der Boss wahrscheinlich für drei, vier Gold an die Stadtwache verscherbelt. Der Hundesohn!"

Und so wiederholten sich die Gedanken, während er immer weiter lief, mal die Hauptstraße entlang, mal in eine Seitengasse einbiegend.

Das kleine Menschenmädchen hatte er schon beinahe vergessen. Grob zog er sie hinter sich her. Sie kam kaum hinterher. Irgendwann blieb sie einfach stehen und stemmte sich gegen Schnüffler. Schnüffler spürte den Ruck, war aber so schnell, dass er das Mädchen fast aus dem Gleichgewicht brachte. Er drehte sich um und schaute wütend das Mädchen an. Dieses machte ein trotziges Gesicht. Fast hätte Schnüffler ihr eine gescheuert, aber dann fing er sich wieder. Er schloss die Augen und atmete tief durch. "Wir müssen weiter!", sagte er nicht ganz so streng.

"Sie hat auf dich gewartet! Der Tod wartet auf Dich, wenn Du das Mädchen mit Dir nimmst!", rügte er sich. "Du solltest sie loswerden. Warum sollt ihr beide sterben?", dachte er sich, während er das Mädchen hinter sich herzog. Er brachte es aber einfach nicht über's Herz, es hier stehen zu lassen. und genau das irritierte ihn.

Sie gelangten an das Ende der Straße. Ein zusammengestürztes Haus versperrte den weiteren Weg. Das Mädchen machte Schnüffler auf die offene Tür und die Gestalt dahinter aufmerksam. "Was soll das? Will er mir helfen? Eine gute Seele? Oder jemand, der die Situation begriffen hat und meine Sachen will?" Schnüffler blickte sich um. Es waren keine Zombies in der Nähe. Doch er sah, dass das Haus brannte, in das man ihn locken wollte. Schnüffler hatte ein ungutes Gefühl.

"Ja, ich sehe Euch. Ihr solltet weiter. Euer Haus brennt und es sind gerade keine Untoten in der Nähe! Kommt!", rief er und näherte sich der Tür ein wenig.
« Letzte Änderung: 12.02.2014, 12:27:31 von Schnüffler »
"Die Grausamkeit der meisten Menschen ist Phantasielosigkeit, und ihre Brutalität Ignoranz."
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« Antwort #3 am: 13.02.2014, 07:32:06 »
Der Mann schüttelte den Kopf, und winkte Schnüffler gleichzeitig mit der Hand herbei. "Wir sind eine Gruppe. Es gibt hier einen Tunnel. Keine Untoten! Wir sind unterwegs zu einem sicheren Ort!"

Als Schnüffler auf die Worte des Fremden nicht sofort reagierte, trat das Mädchen an seiner Seite ihm leicht gegen das Schienbein. "Worauf wartest du? Sicher klingt doch gut."
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« Antwort #4 am: 13.02.2014, 21:01:10 »
Schnüffler war noch nicht ganz überzeugt. Irgend etwas behagte ihm an der Situation nicht. Warum sollten ihnen die Fremden Hilfe anbieten? Wohl kaum aus Nächstenliebe.

Vielleicht waren sie einfach schockiert und glaubten, in einer großen Rotte sicherer zu sein. Schnüffler wusste von der Jagd, dass dieser Gedanke nicht abwegig war. Die Mitglieder einer Herde waren in der Regel sicherer als wenn sie einzeln umherstreiften, was aber weniger daran lag, dass sich viele Schwache besser gegen einige Starke verteidigen konnten. Das Geheimnis einer Herde lag darin, dass die Starken in der Regel sich damit begnügten einige Schwache zu reißen und der Rest der Schwachen entkommen konnte.

Vielleicht waren es aber auch ganz abgebrühte Bastarde, die die Sache schon längst in ihrer Konsequenz begriffen hatten. Sie würden ihn ins Haus locken, um ihn dann zu überwältigen und seine Sachen abzugreifen. Schnüffler wusste wie so etwas lief. Er war auch ein abgebrühter Bastard.

Während Schnüffler so dastand und versuchte, die Falle zu wittern, da trat ihm das Mädchen gegen das Schienbein. "Sag mal, hast Du'n Arsch offen?", fuhr Schnüffler das Mädchen an und griff es grob am Arm. "Hat Dir Deine Mami nicht gesagt, dass Du nicht mit fremden Männern mitgehen sollst? Aber gut, dann geh schon mal vor zu dem netten Onkel.", zischte er dem Mädchen zu und schob es in Richtung Tür.

Trotzig guckte ihn das Menschenmädchen an und ging tatsächlich zu dem Mann. Schnüffler seufzte. "Die Rotznase wird mein verdammtes Verderben sein." Dann beeilte er sich, dem Mädchen hinterherzulaufen und packte es kurz vor der Schwelle wieder bei der Hand.

Bevor er eintrat, versicherte er sich noch einmal, ob er eine Falle witterte[1].
 1. Sense Motive 12 / Perception 17 / Scent
« Letzte Änderung: 13.02.2014, 21:03:01 von Schnüffler »
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Geisterstadt
« Antwort #5 am: 14.02.2014, 19:03:18 »
Das Mädchen zeigte sich erstaunlich unbeeindruckt, wenn man bedachte, wie viel größer und stärker er war. Der Halbork hatte aber nicht das Gefühl, dass sie ihn nicht ernst nahm - sie schien nur schlicht keine Angst vor ihm zu haben. Nur als Schnüffler das Wort Mami erwähnte, funkelte sie ihn kurz an.

An der Tür angekommen, witterte Schnüffler bereits weitere Personen. Der junge Mann an der Tür, ein Mensch, war kaum zwanzig Jahre alt, und sein Blick wirkte gehetzt. Die Angst einer ganzen Nacht hing an ihm, ebenso wie eine ganze Menge Blut. Er wirkte nicht gerade wie eine Gefahr.

Als sie nahe genug waren, öffnete der Fremde die Tür ganz. Hinter ihm lag ein großer Flur, in dem fünf weitere Leute vor einem Kamin standen. Der allerdings kam Schnüffler seltsam vor - er stand an einer Seite von der Wand ab. Dahinter musste wohl der erwähnte Tunnel liegen.

"Zwei weitere Überlebende", wies der Mensch an der Tür auf die Neuankömmlinge hin. Ein anderer junger Mann, der ihm verdächtig ähnlich aussah, nickte Schnüffler zu. Der Rest der kleinen Gruppe schenkte den Beiden nicht viel Aufmerksamkeit.
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Geisterstadt
« Antwort #6 am: 16.02.2014, 21:47:10 »
Schnüffler betrat das Haus und sah sich erst einmal misstrauisch um. "Hm, sieht harmlos aus. Vielleicht habe ich die Menschen überschätzt. Arme Schlucker.", dachte er. Er legte dem jungen Menschen die Hand auf die Schulter und beugte sich etwas zu ihm herunter. "Komm runter, Junge. Es sind keine Untoten auf der Straße. Glaub mir, ich kann die riechen.", raunte er dem jungen Mann zu und deutete auf seine Nase mit dem dicken goldenen Ring.

Er trat einen Schritt zurück und betrachtete die Blutflecken an dem Mann. "Sag mal, wo kommt das ganze Blut her? Ha'm Dich die Kriecher erwischt?"

Dann wandte er sich von dem Mann ab und betrachtete den Kamin. "So einen Kamin hat ja nicht jeder in seiner Stube. Was ist das für ein Tunnel? Und wohin führt er?", fragte er.
« Letzte Änderung: 16.02.2014, 22:11:45 von Schnüffler »
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« Antwort #7 am: 17.02.2014, 21:52:12 »
Als Schnüffler Entwarnung gab, nickte der Junge und zog sich in den Flur zurück. "Ja, manche von denen riechen ganz schön streng..." Als Schnüffler und die kleine Rotznase an seiner Seite drinnen waren, schloss er die Tür hinter den beiden.

"Ich bin Lyberan, das da ist mein Bruder Semerok. Da vorn", er zeigte auf einen gebeugten alten Mann, dessen Kopf nicht mal mehr in der Bartregion besonders viele Haare aufwies, "ist Mentaru. Er hat früher für die Stadt gearbeitet, und kennt geheime Wege, die wahrscheinlich nicht mal alle Besitzer der Häuser kennen. Durch ihn sind wir überhaupt erst so weit gekommen."

Mentaru hatte ein Alter erreicht, bei dem Schnüffler nicht mal mehr genau schätzen konnte, wie alt er sein mochte. Neunzig vielleicht, hundert, oder noch älter? Es war ein Wunder, dass ein so alter Mann wie er die Flucht durch die Stadt überstanden hatte. Aber wenn er vor allem geheimen Wegen gefolgt war, mochte es stimmen. Der Alte stützte sich auf einen Krückstock. Er trug einen flauschigen Morgenmantel aus irgendeinem Pelz, der aber ebenfalls mit Blutspritzern bedeckt war - wenn auch bei weitem nicht so schlimm wie die Kleidung von Lyberan und Semerok. Mentaru nickte Schnüffler kurz zu. "Wir sind unterwegs zum Sanatorium. Der Tunnel hier führt direkt dorthin. Das Gebäude ist eine Festung - wenn irgendein Ort in der Stadt sicher ist, dann der", erklärte er dem Halb-Ork mit schwacher Stimme.

Neben ihm stand eine Frau, die Schnüffler und das Mädchen seit deren Eintritt abschätzig von oben bis unten begutachtete. Sie trug ein rosarotes Kleid, ein modisches Kunstwerk, das perfekt an ihren Körper angepasst zu sein schien. Der Ausschnitt war tief genug, um die üppige Oberweite der Frau erahnen zu lassen, aber nicht so tief, um tatsächlich etwas zu zeigen. Ein breiter Kragen zog sich vom Rücken hoch bis hinter ihren Kopf. Eine schwere, edelsteinbesetzte Kette und ebenso prachtvolle Ringe unterstrichen ihren Status. Kein Blutfleck war auf ihr oder ihrer Kleidung zu sehen.
"Katarina", stellte sie sich selbst vor, und wand dann demonstrativ ihren Blick von Schnüffler ab. "Sind wir endlich soweit?" fuhr sie dann ein Mädchen an, das neben Mentaru stand. Sie hatte lange, spitze Ohren - ein Elfenmädchen. Nach menschlichen oder orkischen Maßstäben wäre sie vermutlich sechzehn oder siebzehn Jahre alt, als Elfe hatte sie aber vermutlich einige Jahre mehr hinter sich.

"Und das ist Enla", schloss Lyberan die Vorstellungsrunde. Das Mädchen trug eine schlichte Lederhose und eine weiße, ebenfalls von Blutspritzern besudelte Bluse. Sie lächelte Schnüffler schüchtern an, und sah dann wieder - offensichtlich ängstlich - zu Katarina. "Ja, das Gitter ist auf. Wir können rein", erklärte sie mit leiser Stimme.

Lyberan gesellte sich zum Rest der Gruppe. "Dann los, lasst uns keine Zeit verlieren." Noch einmal fiel sein Blick auf Schnüffler und das Mädchen. "Kommt ihr mit uns?"


« Letzte Änderung: 19.07.2014, 15:06:51 von Sternenblut »
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Schnüffler

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Geisterstadt
« Antwort #8 am: 17.02.2014, 23:34:33 »
Schnüffler begrüßte die Menschen, die ihm vorgestellt wurden mit einem knappen Nicken. Außer Katarina, welche er nicht begrüßte. Er hatte ihre abschätzigen Blicke bemerkt, ebenso die ängstlichen Blicke, die der junge Mann ihr zuwarf. Es war ganz klar, wer hier das Sagen hatte. Es brauchte auch nicht viel Hirnleistung, um zu erkennen, dass die Leute in einen Kampf verwickelt wurden, während sich Katarina schön im Hintergrund gehalten hatte. "Solche mag ich ja ganz besonders....", dachte er und ging zum Kamin hin.

Ihm war nicht entgangen, dass der junge Mann seine Frage nach den Blutflecken nicht beantwortet hatte. Er schaute, ob er irgendwelche Verwundungen an ihnen entdeckte[1]. Falls sie keine Wunden aufwiesen, würde er annehmen müssen, dass die Zombies zuweilen explodierten, so blutbeschmiert die Leute alle waren.

"Ich gehe vor.", sagte Schnüffler bestimmt und zog sein schweres Messer, "Ich habe ein gutes Auge und kann Spuren lesen." Zu der Rotznase gewandt sagte er: "Pass gut auf, was ich Dir jetzt sage. Hörst Du mich? Gut! Du wirst ganz dicht hinter mir bleiben und mir immer folgen. Du wirst nicht nach rechts oder links gehen, wenn ich es nicht tue. Wenn ich sage, dass Du rennen sollst, dann läufst Du gerade aus. Wenn ich sage, dass Du zurück laufen sollst, dann läufst Du zurück. Nicht stehen bleiben. Hast Du das, ja?".

Dann beugte sich in den Gang und sog prüfend die Luft in seine Nase ein. Konnte er Verwesungs- oder Feuergeruch feststellen?
 1. Wahrnehmung 7 / Heilen 14
« Letzte Änderung: 17.02.2014, 23:39:52 von Schnüffler »
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« Antwort #9 am: 18.02.2014, 00:24:16 »
Als Schnüffler sich nach vorne drängte, lachte Katarina kurz auf. "Na wunderbar, jetzt werden wir von einem Wilden angeführt."

"Schweig still, du Göre!" fauchte Mentaru sie an, doch sie reagierte wieder nur mit einem Lachen.

Das Mädchen, oder Rotznase, wie Schnüffler sie in Gedanken bereits getauft hatte, zuckte nur mit den Schultern. Schnüffler war sich nicht ganz sicher, ob das nun eine Zustimmung gewesen war, aber er entschloss sich, es so zu interpretieren.

Der Gang vor ihm roch kalt und nass, aber er konnte keine Anzeichen der Gefahren entdecken, die draußen auf ihn gewartet hatten. Der rundliche Tunnel war rundherum mit Pflastersteinen ausgekleidet worden. Es sah ein wenig so aus, als hätte man eine breite Straße an den Seiten hochgehoben und dort zusammengenäht, wo die Seiten oben zusammentrafen. Zu Schnüfflers Freude war der Gang hoch genug, um aufrecht in ihm zu stehen.

Als Schnüffler den Gang betrat, folgte ihm das Mädchen auf Schritt und Tritt - sie schien seine Worte ernst genommen zu haben. Die ersten Meter ging der Halb-Ork mit äußerster Vorsicht. "Es gibt hier keine Fallen oder sonstwas", versicherte Mentaru, "aber ein paar geheime Türen und Abzweigungen, die gut versteckt sind. Ich warne dich, wenn wir in die Nähe kommen, und auch, wenn wir irgendwo abbiegen müssen."

Mentaru hielt Wort, und führte Schnüffler und die anderen durch den Gang. Es war dunkel, stickig und kalt hier unten, aber ansonsten ungefährlich. Sie liefen eine ganze Weile, bestimmt eine halbe Stunde oder länger, bis sie an einen Punkt kamen, an dem der Tunnel vor ihnen eingebrochen war.

"So eine Verruchtheit des Schicksals", stieß Mentaru aus. "Das wäre unser direkter Weg zum Sanatorium gewesen. Wir müssen die Einsturzstelle umgehen. Aber dazu müssen wir einen kurzen Weg über die Oberfläche gehen."

Er deutete auf eine Abzweigung, an der sie vor wenigen Metern vorbeigekommen waren. "Dort entlang. Wir kommen in einer Akademie für die feinen Künste heraus. Von dort sind es gute dreißig Meter bis zum nächsten Tunneleingang. Und dann keine fünf Minuten mehr bis zum Sanatorium."
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« Antwort #10 am: 19.02.2014, 18:42:01 »
"Grr..., das hat uns gerade noch gefehlt. Wenn wir Pech haben, dann ist gerade die Akademie voller Untoter. Ein Risiko, aber was bleibt uns übrig?", knurrte Schnüffler und blickte zwischen den Menschen umher. Sein Blick blieb an Katarina haften. Der Ärger stieg in ihm hoch. Was für eine arrogante Ziege. "Katarina, zeig mir mal Deine Waffe!", verlangte Schnüffler.
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« Antwort #11 am: 21.02.2014, 19:23:53 »
Mentaru zuckte die Schultern. "Es gibt noch andere Wege, aber dann ist der Weg durch die Straßen bis zum nächsten Eingang sehr viel länger."

Als Schnüffler Katarina ansprach, sah sie den Halb-Ork nur abfällig an. "Meine Waffe? So etwas Primitives brauche ich nicht. Ich selbst bin meine Waffe."
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« Antwort #12 am: 22.02.2014, 14:59:26 »
"Ich weiß ja nicht viel, immerhin bin ich nur ein Wilder, aber ich erkenne eine Dummheit, wenn ich sie höre: Du bist Deine eigene Waffe und findest Waffen primitiv. Recht so, denn primitiv bist Du tatsächlich, mich wegen meiner Volkszugehörigkeit zu richten. Und töricht bist Du obendrein, es Dir in einer verdammten Zombieapokalypse mit einem fähigen Mann wie mir zu vermiesen.", wies Schnüffler die Frau zurecht, wandte sich ab und fasste die Rotznase wieder an der Hand. "Weiter geht's.", sagte er zu Mentaru.
« Letzte Änderung: 22.02.2014, 17:08:02 von Schnüffler »
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« Antwort #13 am: 22.02.2014, 17:27:19 »
Katarina hatte für Schnüfflers Worte nicht mehr als ein abfälliges Lachen übrig. Wenn sie irgendetwas von dem verstanden hatte, was er ihr zu sagen versucht hatte, dann zeigte sie es auf jeden Fall nicht. Das Mädchen hingegen nahm bereitwillig Schnüfflers Hand, und murmelte leise: "Dämliche Ziege."

Mentaru reagierte auf Katarina nur mit einem weiteren Kopfschütteln - was er von ihr hielt, war offensichtlich. So machten sie sich also auf den Weg nach draußen. Nach einigen Metern führten einige Eisensprossen in der Wand zu einem schweren Steindeckel, den Schnüffler vorsichtig hob hoch, um sich draußen umzusehen. Die Sonne war aufgegangen - so lange war er bereits auf der Flucht!

Wandelnde Tote konnte der Halb-Ork in seiner direkten Umgebung nicht erkennen. Der Tunnel führte auf einen Hof, gute vierzig mal vierzig Meter groß, von einer massiven, gute zweieinhalb Meter hohen Mauer umgeben. Der Ausgang befand sich gut einen Meter von einer Mauerseite entfernt, direkt hinter der lebensecht bemalten Statue eines nackten Speerwerfers, der Schnüffler seine muskulöse Hinterseite präsentierte.

Im Abstand von zehn Metern fanden sich rund um den Platz weitere Statuen, nicht nur Sportler, auch Redner, Sänger, Schreiber und so fort, beiderlei Geschlechts, aber stets unbekleidet. Die Mitte des Platzes war freie Fläche, der Boden sandig. Links von Schnüffler, gute fünfzehn Meter entfernt, war ein großes Tor, das wohl nach draußen führte. Rechts von ihm lag die eigentliche Akademie, ein kunstvoll gestaltetes Gebäude von vier Stockwerken Höhe, jedes Stockwerk durch eine Pagode sichtbar von den anderen getrennt. Auch dieses Gebäude brannte, wenn auch noch nicht lichterloh.
"Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realismus." - Alfred Hitchcock

Schnüffler

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Geisterstadt
« Antwort #14 am: 26.02.2014, 11:32:21 »
"Du hast eine gute Menschenkenntnis, kleine Rotznase.", sagte Schnüffler spaßhaft anerkennend auf den Kommentar des Mädchens. "Nun aber wieder die Augen geradeaus. Wir wollen doch nicht auf den letzten Metern als Zombiefutter enden." Schnüffler trat in den Innenhof und sah sich um. "Keine Untoten. Gut so!" Er winkte den anderen, dass sie nachkommen sollten, und ging weiter.

Er registrierte die Statuen nackter Großbürgerlicher und schüttelte kaum merklich den Kopf. "Ihr Körper ist eine Waffe. Hier werden also die ganzen Großmäuler und Aufschneider ausgebrütet. Hier im Innenhof können sie sich natürlich tummeln, sie verstehen aber nicht, dass man in einem richtigen Kampf lieber eine schwere Rüstung und eine dicke Wumme zur Hand hat. Was mich wieder dazu bringt, dass ich im Sanatorium Ausschau nach einem Schwert halten sollte. Das Messer bringt's einfach nicht."

Er machte vor dem brennenden Gebäude halt. "Das hier muss es sein, oder Mentaru? Na, dann woll'n wir mal."
« Letzte Änderung: 26.02.2014, 11:33:44 von Schnüffler »
"Die Grausamkeit der meisten Menschen ist Phantasielosigkeit, und ihre Brutalität Ignoranz."
Kurt Tucholsky

Senses: Perception +6 (+8 um Wertgegenstände zu finden), Darkvision 60 ft., Scent, Coincunning (sucht immer aktiv nach Wertgegenständen im Umkreis von 10 ft.)

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